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DE1293139B - Verfahren zum Aufarbeiten eines rohen Alkalisulfats - Google Patents

Verfahren zum Aufarbeiten eines rohen Alkalisulfats

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Publication number
DE1293139B
DE1293139B DE1961M0050268 DEM0050268A DE1293139B DE 1293139 B DE1293139 B DE 1293139B DE 1961M0050268 DE1961M0050268 DE 1961M0050268 DE M0050268 A DEM0050268 A DE M0050268A DE 1293139 B DE1293139 B DE 1293139B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alkali
crude
sulfate
chloride
reaction
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1961M0050268
Other languages
English (en)
Inventor
Simon Wilbur
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Morton International LLC
Original Assignee
Morton International LLC
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Morton International LLC filed Critical Morton International LLC
Priority to DE1961M0050268 priority Critical patent/DE1293139B/de
Publication of DE1293139B publication Critical patent/DE1293139B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D5/00Sulfates or sulfites of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D5/16Purification

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufarbeiten eines rohen Alkalisulfats, das 1 bis 20% Alkalichlorid und 0,05 bis 5 % einer Eisenverbindung, berechnet als Ferrioxid, enthält, durch Umsetzen rohen körnigen Alkalisulfats mit einem Schwefeldioxyid, Wasser und Sauerstoff enthaltenden Prozeßgas bei einem Temperaturbereich, der zwischen etwa 426° C und unter dem Schmelzpunkt des Reaktionsgemisches liegt.
  • Das erfindungsgemäß erhaltene Produkt ist weiß und frei fließend, klumpt nicht in feuchter Luft und ist praktisch bisulfatfrei.
  • Alkalisulfate wurden für verschiedene Zwecke in der chemischen Industrie benutzt, wie z. B. Natriumsulfat- oder Salzkuchen beim Herstellen von Papier, insbesondere von Kraftpapieren.
  • Zwar erhält man vielfach Alkalisulfate durch fraktionierte Kristallisation von Rohsalzvorkommen in ausgetrockneten Seelagerstätten in bestimmten trockenen Gegenden. Zu den bekannten bedeutenden und wirtschaftlichen Verfahren gehört das Aufarbeiten entsprechender Alkalichloridsalze, wie von Natrium und Kalium, mit Schwefeldioxid, Wasserdampf und Sauerstoff nach dem Hargreaves-Prozeß; bei diesem wird das Alkaiichlorid, wie z. B. Natriumchlorid, mit einer geringen Menge von einem Eisenkatalysator brikettiert, und anschließend werden über die Briketts Prozeßgase bei erhöhter Temperatur, gewöhnlich 426 bis 593° C, geleitet. Jedoch sind erfahrungsgemäß die hierbei erhaltenen Rohsulfate infolge von vorhandenen Verunreinigungen nicht einwandfrei, da sie unter feuchten Bedingungen leicht unter Kuchenbildung zusammenbacken, so daß sie sich schlecht handhaben und lagern lassen. Ein derartiges Zusammenbacken ist auf restliches, nicht umgewandeltes Alkalichlorid zurückzuführen. Bei einem derartigen Salzkuchen (Natriumsulfat) verursacht die geringe Menge, d. h. 1 bis 5 %, des gewöhnlich vorhandenen Natriumchlorids bereits ein Zusammenbacken bei Feuchtigkeitsbedingungen, die im Bereich von 76% und darunter liegen, während reines Natriumsulfat bei entsprechender Feuchtigkeit von 93 0/0 oder darüber zusammenbackt. Gleiche Effekte sind leicht bei anderen, nach dem Hargreaves-Prozeß aufgearbeiteten Alkalisulfatprodukten, wie z. B. durch. Kaliumchlorid verunreinigtes Kaliumsulfat, zu beobachten.
  • Auch während des längeren Reduzierens eines Salzkuchens bei diesem bekannten Prozeß bestand wohl die Hauptschwierigkeit in der Bildung eines Eutektikums von Natriumchlorid und Natriumsulfat, wenn von dem erstgenannten etwa 45 % zu Sulfat umgewandelt wurden. Dieses bei 632° C in den schmelzflüssigen Zustand übergehende eutektische Gemisch verhindert eine weitere Umsetzung eines Teiles; zu gleicher Zeit entstehen charakteristische harte Kerne in den Briketts.
  • Das aus dem Hargreaves-Prozeß herrührende rohe Alkalisulfat ist durch den anhaftenden Eisenkatalysator in der Ferrioxidform kräftig rosa bis rot pigmentiert, und das Oxyd liegt gewöhnlich in einer Konzentration von 0,05 bis rund 5% vor, so daß das Sulfat schlecht verkäuflich ist, wenn ein weißes Produkt erwünscht ist. Während des Hargreaves-Prozesses werden Eisenkatalysatoren durch Sauerstoff in den letzten Stufen der Umsetzung leicht zu Ferrioxid, insbesondere nach dem Kühlen in der Luft, oxydiert. Nach diesem Prozeß ist also reines Natriumsulfat nicht zu erhalten, da dort im Verlauf der Umsetzung der Chloride mit S02 durch örtliche überhitzungen sich niedrigschmelzende Eutektika bilden, deren Schmelzpunkt nur wenig oberhalb der Reaktionstemperatur liegt. Infolge des ungenügenden Gasdurchganges wird dann die Umsetzung abgebrochen. Daher wurde vorgeschlagen, bei der Herstellung von Alkalisulfaten aus Alkalichlorid die Umsetzung in einer Wirbelschicht, z. B. in einem Wirbelschichtofen, vorzunehmen.
  • Auch wurde für die Herstellung von Alkalisulfaten die Umwandlung von Natriumchlorid mit 02, S02 und H20 z. B. zwischen 460 und 600° C empfohlen.
  • Rohsulfate, die aus dem Mannheim-Prozeß durch Einwirkung von Schwefelsäure auf Alkalichloride erhalten wurden, enthalten z. B. 1 bis 5 % Natriumchlorid, 1 bis 5 % Natriumbisulfat und 0,05 bis 5 % Eisenverbindungen und sind auch ähnlichen Einflüssen durch diese Verunreinigungen ausgesetzt; besonders das Bisulfat bewirkt bei relativen Feuchtigkeiten von 50% oder darüber ein Zusammenbacken, das besonders in der Papierindustrie unerwünscht ist.
  • Demgegenüber werden erfindungsgemäß Produkte aus dem Hargreaves- bzw. Mannheim-Prozeß als Rohmaterial weiter aufgearbeitet. Sie werden zuerst auf eine feinteilige körnige Masse zerkleinert und dann der Umsetzung bis zu einer festgelegten Grenze, nämlich bis zur Reduzierung des vorhandenen Natriumchlorids bis auf einen Anteil von 0,3 Gewichtsprozent, und dann einer weiteren Umsetzung bei einer Temperatur über 537° C ausgesetzt. Dabei wird die auf eine Eisenverbindung zurückzuführende Rosafärbung ausgeschaltet. Das Prozeßgas dringt hierbei ungehindert in das aufzuarbeitende Behandlungsgut ein.
  • Da Alkalisulfatprodukte aus dem Hargreaves- und Mannheim-Prozeß, restliches Alkalichlorid, gefärbte Eisenverbindungen, Natriumbisulfat u. dgl. als unerwünschte Verunreinigungen enthalten, ist es das Ziel der Erfindung, ein rohes Alkalisulfat, das 1 bis 20% AlkalichIorid, und 0,05 bis 5% einer Eisenverbindung, berechnet als Ferrioxid, und gegebenenfalls auch 1 bis 20 % Alkalibisuifat enthält, durch Umsetzen des rohen feinteiligen körnigen Alkalisulfats mit einem Schwefeldioxid, Wasser und Sauerstoff enthaltendem Prozeßgas bei einem Temperaturbereich zwischen etwa 426° C und unter dem Schmelzpunkt des Reaktionsgemisches aufzuarbeiten.
  • Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung so lange aufrechterhalten wird, bis der Alkalichloridgehalt auf eine Kozentration von unter etwa 0,3 Gewichtsprozent des Festkörper-Reaktionsteilnehmers vermindert ist, und daß man danach die Reaktion bei einer Temperatur über etwa 537° C weiterlaufen läßt, bis die Eisenverbindungen in eine weiße Verbindung übergeführt und ein weißes, frei fließendes, praktisch bisulfatfreies Produkt entstanden ist.
  • Bei einer zweckmäßigen Umsetzungsgeschwindigkeit kann für die Verminderung des Alkalichloridgehaltes auf etwa unter 0,3 % auch bei Temperaturen von 426 bis 760° C in den anfänglichen Stufen gearbeitet werden. Danach müssen die Temperaturen bei 537° C oder darüber gehalten werden, um das vorhandene Eisen iü eine weiße Verbindung umzuwandeln und die erwünschten Eigenschaften des Endproduktes zu erzielen. Eine bevorzugte Ausführungsform des neuen Verfahrens ist, die Temperaturen im Bereich von 537 bis 760° C zu halten.
  • Das aufzuarbeitende Rohgutmaterial, das ein Natrium- oder Kaliumsulfat ist, wird durch Vermahlen, Brechen od. dgl. auf eine solche Korngröße zerkleinert, daß 98 % davon durch ein Sieb mit einer Maschenweite von 0,76 mm, bevorzugt 0,84 mm, hindurchgehen.
  • Das hierbei aus dem Hargreaves-Prozeß benutzte Gas erhält man zweckmäßig durch Erhitzen von Pyriten oder durch Verbrennung von Schwefel. Der Sauerstoff kann in Form von Luft zugeführt werden. Das Prozeßgas ist z. B. ein Gemisch aus 3 bis 20 Volumprozent Schwefeldioxid, 3 bis 20 Volumprozent Wasserdampf und 94 bis 60% Luft.
  • Für das erfindungsgemäße Aufarbeiten eines rohen Alkalisulfats eignen sich herkömmliche Apparaturen. Die Prozeßgase können z. B. durch ein erhitztes Bett des körnigen Rohprodukts, z. B. in einem Röhrenofen, während der erforderlichen Zeit hindurchgeführt werden.
  • Das erfindungsgemäße Aufarbeiten kann auch nach dem Fließbettverfahren erfolgen, indem das Prozeßgas aufwärts durch ein Bett von feinteiligem Rohsalz oder einem anderen Sulfat-Reaktionsteilnehmer geleitet wird. Hierbei werden die Festkörper in einem turbulenten Zustand gehalten. Benutzbar ist auch mit Erfolg ein Drehofen oder eine Kalzinierapparatur, in denen die körnigen Festkörper im Gegenstrom zu den Prozeßgasen geführt werden.
  • Die für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens benötigte Zeit variiert mit den angewendeten Temperaturen. So wird bei etwa 426° C der Alkalichloridgehalt bei einer Umwandlungszeit von 24 Stunden auf etwa 0,3 Gewichtsprozent reduziert. Bei den bevorzugten Temperaturen von 537 bis 760° C verläuft die Reaktion ganz schnell, etwa in i/2 bis 4 Stunden, wenn auch für das Erzielen des erstrebten Produktes 1 bis 2 Stunden genügen.
  • Die folgenden Beispiele erläutern das Verfahren: Beispiel 1 Es wurden 200g eines rohen, rosafarbenen Salzkuchens aus dem Hargreaves-Prozeß, der 1,751/o NaCI, 0,2511/o Eisen, ausgedrückt als Fe203, und 1,3% CaS04 enthielt, vermahlen, in einen Röhrenofen eingetragen und auf 537° C erhitzt. Unter Aufrechterhaltung der Temperatur bei 537° C wurde ein Gasgemisch, das 88% Luft, die mit Wasserdampf gesättigt und 12% S02 enthielt, bei einer Geschwindigkeit von 500 ml je Minute über den erhitzten Salzkuchen 2 Stunden lang geleitet.
  • Das Produkt wurde aus dem Ofen entfernt, während es noch heiß war, und im Luftstrom gekühlt. Im folgenden wird ein Vergleich zwischen dem Ausgangsmaterial und dem Endprodukt wiedergegeben:
    Roher Auf-
    Hargreaves- gearbeitetes
    # Salzkuchen
    Produkt
    NaCI, Gewichtsprozent ... 1,7 0,06
    Eisen (errechnet als Fe203),
    Gewichtsprozent ...... 0,25 0,25
    Farbe .................. Rosarot weiß
    (Fortsetzung der Tabelle)
    Roher Auf-
    Hargreaves- gearbeitetes
    Salzkuchen Produkt
    Kuchenbildung * . . . . . . . . ja nein
    Feuchtigkeit, absorbiert
    nach 16stündigem Aus-
    setzen einer 86%igen re-
    lativen Feuchtigkeits-
    atmosphäre, % ....... 3,6 0,5
    * Nach 16stündigem Aussetzen einer 86o/oigen relativen
    Feuchtigkeit.
    Beispiel 2 Ein Salzkuchen aus dem Mannheim-Prozeß, der 2,00% NaCI, 1,7% NaHS04 und 0,10% Fe,(S04)3 enthielt, wurde nach dem Verfahrensgang und in der Anlage nach Beispiel 1 behandelt.
  • Das Produkt enthielt kein NaHS04, 0,06% NaCI und war weiß und frei fließend, trotz 16stündigen Aussetzens einer 86%igen Feuchtigkeitsatmosphäre. Beispiel 3 10 Gewichtsteile eines rohen, körnigen, rötlichgefärbten Kaliumsulfats, das 2% Kaliumchlorid und 0,25%, Ferrioxid enthielt, wurden in einen Röhrenofen eingetragen und auf etwa 59j1 C erhitzt. Das im Beispiel 1 beschriebene Gasgemisch wurde 2 Stunden durch das rohe Sulfat geleitet. Das entstandene Produkt war weiß, frei fließend und enthielt weniger als 0,06% Kaliumchlorid. Beobachtet wurde kein Zusammenbacken nach 16stündigem Aussetzen einer Atmosphäre von 86%iger relativer Feuchtigkeit.
  • Daraus ist zu ersehen, daß das erfindungsgemäße Verfahren bei Anwendung auf ein rohes Alkalimetallsulfat, wie z. B. eines Natrium- und Kaliumsulfats aus dem Hargreaves- oder dem Mannheim-Prozeß, zu einem Produkt führt, das hinsichtlich der Farbeigenschaften und der Fließfähigkeit weitgehend verbessert ist.
  • Während das vorhergehende Beispiel 1 sich spezifisch auf eine Ausführungsform der Erfindung bezieht, wobei hierzu die Behandlung einer rohen Sulfatzusammensetzung, die eine relativ geringe Menge an Alkalimetallchlorid als Verunreinigung enthielt, gehört, kann das Verfahren auch für das Aufarbeiten eines rohen Salzkuchens aus dem Hargreaves-Prozeß, in dem die Konzentration von Natriumchlorid bis zu etwa 20 Gewichtsprozent betragen kann, benutzt werden. Da es sich bei dem erfindungsgemäßen Arbeitsverfahren um ein exothermes Verfahren handelt, kann man wirtschaftliche Vorteile durch Benutzung eines Rohmaterials erzielen, das eine relativ große Anteilmenge an Alkalimetallchlorid enthält. In gleicher Weise eignen sich auch andere Alkalisulfate mit einem hohen Prozentsatz an Chlorid als Ausgangsmaterial.
  • Wenn auch die vorhergehenden Beispiele und ihre Besprechung besonders in Zusammenhang mit dem Aufarbeiten von rohen Natrium- und Kaliumsulfaten aus dem Hargreaves- und dem Mannheim-Prozeß dargelegt wurden, ist doch zu erkennen, daß das Verfahren auch bei der Erzeugung von aufgearbeiteten frei fließenden, praktisch keine Kuchen bildenden Alkalisulfaten in gleicher Weise mit Erfolg anwendbar ist.
  • Im allgemeinen enthalten rohe Alkalihalogenide, die man als Ausgangsmaterialien in dem Prozeß nach Hargreaves und Mannheim benutzt, variierende Mengen von Verunreinigungen, die auch in dem Alkalisulfat nach dem Aufarbeiten in Erscheinung treten. Diese variieren in Menge und Art in Abhängigkeit von der Quelle des Rohmaterials, scheinen aber keinerlei schädlichen Einfluß auf das Sulfat produkt zu haben. Beispiele für solche Verunreinigungen sind Calciumsulfat und Magnesiumsulfat, die oftmals in geringen Mengen zugegeben sind, gewöhnlich aber 1 oder 2 Gewichtsprozent in dem rohen, gebrochenen Steinsalz (Natriumchlorid oder Halit) nicht überschreiten.
  • Während das Wesen des Mechanismus bei der Bildung der weißen Eisenverbindung in den letzten Stufen des Verfahrensganges nicht völlig geklärt ist, wird angenommen, daß die Eisenverbindung unter Bildung eines komplexen, stabilen Salzes der Formel 3 M2S04Fe2(S04)s in Umsetzung tritt, in der M ein Alkalimetall, wie z. B. Natrium oder Kalium, ist. In diesem speziellen Zusammenhang wurde festgestellt, das die Bildung des Komplexes bei einer Temperatur von 536° C oder darüber auftritt.
  • Es wurde festgestellt, daß der oben beschriebene Komplex bei Temperaturen über etwa 315° C unstabil ist, wenn Alkalichlorid in etwa 0,3 % überschreitenden Konzentrationen zugegeben ist, wobei eine Zersetzung zu Ferrioxid herbeigeführt wird. Es muß daher die Bildung des weißen Eisenkomplexes gefördert und die Bildung von Ferrioxid auf ein Mindestmaß zurückgeführt werden, indem die letzte Verfahrensstufe bei der vorgeschriebenen Temperatur, nachdem die Alkalihalogenidkonzentration auf weniger als 0,30% vermindert wurde, durchgeführt wird.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Aufarbeiten eines rohen Alkalisulfats, das 1 bis 20% Alkalichlorid und 0,05 bis 5% einer Eisenverbindung, berechnet als Ferrioxid, enthält, durch Umsetzen rohen körnigen Alkalisulfats mit einem Schwefeldioxid, Wasser und Sauerstoff enthaltendem Prozeßgas bei einem Temperaturbereich, der zwischen etwa 426° C und unter dem Schmelzpunkt des Reaktionsgemisches liegt, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung so lange aufrechterhalten wird, bis der Alkalichloridgehalt auf eine Konzentration von unter etwa 0,3 Gewichtsprozent des Festkörper-Reaktionsteilnehmers vermindert ist, und daß man danach die Reaktion bei einer Temperatur über etwa 537° C weiterlaufen läßt, bis die Eisenverbindung in eine weiße Verbindung übergeführt und ein weißes, frei fließendes, praktisch bisulfatfreies Produkt entstanden ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperaturen im Bereich von 537 bis 760° C liegen.
DE1961M0050268 1961-09-11 1961-09-11 Verfahren zum Aufarbeiten eines rohen Alkalisulfats Pending DE1293139B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2014135322A1 (de) * 2013-03-05 2014-09-12 Siemens Aktiengesellschaft Verfahren zum abtrennen von kohlendioxid aus einem gasstrom sowie verfahren zur wiederaufbereitung von mit nitrosaminen verunreinigtem kaliumsulfat

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE922228C (de) * 1952-08-02 1955-01-10 Kali Chemie Ag Verfahren zur Herstellung von Alkalisulfaten aus Alkalichloriden
FR1269193A (fr) * 1960-06-28 1961-08-11 Krebs & Co Ag Procédé de préparation de sulfates alcalins ou alcalino-terreux

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