DE1293013B - Faserstoffbehaelter fuer Eier u. dgl. - Google Patents
Faserstoffbehaelter fuer Eier u. dgl.Info
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Description
Gegenstand der Erfindung ist ein aus Faserstoff gebildeter Behälter für Eier u. dgl., enthaltend einen
miteinander verbundenen Deckel- und einen Bodenteil, in dem sich mindestens zwei Reihen zu je zwei
Aufnahmezellen befinden und die Aufnahmezellen des Bodenteils um relativ hohe Säulen gruppiert
sind, die eine im wesentlichen pyramidenstumpfförmige Gestalt besitzen, der dadurch gekennzeichnet
ist, daß sich in den Seitenflächen der Säulen dünnerwandige erhabene Flächen befinden und von
der quadratischen oder dreieckigen Basisfiäche der Aufnahmezellen gegebenenfalls kugelsegmentartige '
Seitenflächen sich zum oberen Ende der Aufnahmezellenhin
erstrecken, wobei die Bodenfläche einen ringförmigen Wulst bzw. ein ringförmiges Polster aufweist.
In einer bevorzugten Ausführungsform weisen die innen konvexen, kugelsegmentartigen Seitenflächen
ihrerseits kleinere konkave Flächen auf.
Insbesondere sind die vom Bodenteil ausgehenden Säulen so hoch, daß der Deckelteil bei geschlossenem
Behälter auf den Säulenspitzen aufliegt.
In der USA.-Patentschrift 2 900119 wird ein Faltkarton
beschrieben. Dieser Faltkarton ist in seiner Konstruktion von dem erfindungsgemäß erhaltenen
Behälter vollständig verschieden. Die Besonderheit des entgegengehaltenen Kartons liegt in der Möglichkeit,
in den Karton noch eine Zwischenlage einzubringen, so daß in einem einzigen Karton zwei
Schichten von Eiaufnahmezellen übereinander angeordnet sind.
Gegenstand der USA.-Patentschrift 2587 909 ist ein Eierkarton mit einem besonderen Verschluß.
Durch diesen Verschluß sollen insbesondere teleskopische Bewegungen der Kartonteile vermieden
werden. Die Bruchsicherheit der Eier im Karton ist derjenigen in dem erfindungsgemäßen Behälter
unterlegen, da der Deckel auf den Eiern bei Beanspruchung aufliegt und keine Säulen im Behälterboden
zur Abstützung des Deckels vorhanden sind. Die Basis des Bodens der Eieraufnahmezellen ist
außerdem achteckig.
Die Aufgabe der USA.-Patentschrift 2756 918 ist die Konstruktion eines Eierkartons, der statt 12 Eiern
18 Eier fassen kann. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß man einen besonders ausgestatteten
Karton aus Ober- und Unterteil bestehend, nochmals mit einem Deckel versieht. Dadurch erhält man eine
Zwischenlage, in der weitere sechs Eier untergebracht werden können.
Alle Teile der bekannten, fertiggeformten Eierkartons sind im Gegensatz zum erfindungsgemäßen
Behälter von gleicher Dicke.
Die erfindungsgemäßen Behälter werden auf folgende Weise hergestellt: Aus dem wäßrigen Papierbrei
werden Papierfasern auf eine Siebform gesaugt, die in ihrer Form nicht, wie bei den bekannten Verfahren,
der endgültigen Form des Behälters entspricht. Der Rohling wird von der Form abgenommen,
getrocknet und in besonderen Preßwerkzeugen nachgeformt. Diese Preßwerkzeuge, eine Patrize und
eine Matrize, sind in ihrer Form in einigen Teilen von der Siebform wesentlich verschieden. Das Nachpressen
findet unter einem solchen Druck statt, daß die Dicke des Rohlings an gewissen Stellen erheblich
verändert wird. Bei dem Nachpressen findet auch eine erhebliche Verlagerung der Papierfasern statt.
Die Ergebnisse eines Vergleichsversuchs zeigen die Überlegenheit der erfindungsgemäßen Behälter
gegenüber Behältern ähnlichen Auf baus, jedoch ohne die erfindungsbegründenden Merkmale. Aus den drei
Vergleichsversuchen geht eindeutig hervor, daß der Bruch von Eiern, die in erfindungsgemäßen Behältern
transportiert worden sind, um bis zu zwei Drittel zurückgeht. Dieses Ergebnis war nicht vorauszusehen
und überraschend.
Im übrigen wird auch der Prozentsatz an angeschlagenen bzw. vollständig zerbrochenen Eiern
während der automatischen Verpackung oder der Verpackung von Hand zum Transport wesentlich
verringert. Insbesondere bei Verpackung von Hand besteht nämlich die Gefahr, daß die Eier beim Einstecken
einander berühren und dabei angeschlagen werden. Diese Gefahr wird durch den erfindungsgemäßen
Aufbau der Behälter-erheblich herabgesetzt.
Eier-Bruchprüfung
| Behältertyp | Zahl der geprüften |
Zahl der geprüften |
Unverkäuf liche, ange schlagene |
Vollständig zerbrochene |
°/o Bruch |
|
| Behälter | Eier | Eier | ||||
| Von San Francisco nach Los Angeles | erfindungsgemäßer | 27 | 9720 | 1 | 8 | 0,05 |
| — 450 Meilen | Behälter | |||||
| Die Eier wurden vor dem Trans | »Case Ace« *- | 27 | 9 720 | 7 | 12 | 0,13 |
| port geprüft und die angeschlage | Behälter | |||||
| nen entfernt; am Bestimmungsort | ||||||
| wurden sie wieder geprüft | ||||||
| Von Adrian nach So. Kearny | erfindungsgemäßer | 100 | 36 000 | 3 | 10 | 0,02 |
| —1450 Meilen | Behälter | |||||
| Die Eier wurden vor dem Verpak- | »Case Ace« *- | 100 | 36 000 | 3 | 36 | 0,06 |
| ken geprüft und die angeschlagenen | Behälter | |||||
| Eier entfernt; am Bestimmungsort | ||||||
| wurden sie wieder geprüft | ||||||
| Übliche Eiaufbewahrung, keine be | erfindungsgemäßer | 49 | 17 640 | 10 | 17 | 0,10 |
| sondere Prüfung; der übliche Bruch | Behälter | |||||
| auf Grund des Verpackens inbe | »Case Ace« *- | 49 | 17 640 | 19 | 44 | 0,23 |
| griffen | Behälter |
Alle Transporte werden mit Lkw unter Verwendung von »extra großen Eiern« (durchschnittlich 27 oz. pro Dutzend)
durchgeführt. Angeschlagene Eier werden als 1, vollständig zerbrochene als V2 gezählt. Es ist kein anderer Bruch inbegriffen.
* Bezeichnung eines Behälters ähnlichen Aufbaus ohne die erfindungsbegründenden Merkmale.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand schematischer
Zeichnungen an mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert.
F i g. 1 ist ein im wesentlichen der Linie 5-5 in Fig. 2 folgender Schnitt durch einen erfindungsgemäßen
Behälter nach dem Umformen, wobei der an den Behälter angearbeitete Deckel geschlossen ist;
F i g. 2 ist ein Stück des Grundrisses des Eierkartons nach Fig. 1;
F i g. 3 zeigt ein Stück des Grundrisses einer anderen Ausbildungsform eines erfindungsgemäßen
Eierkartons;
Fig.4 ist ein Schnitt längs der Linie 10-10 in Fig. 3 und
Fig. 5 ein Schnitt längs der Linie 11-11 in Fig. 3.
Beim in F i g. 1 und 2 dargestellten Eierkarton wurde von einer Gestaltung ausgegangen, bei der der
eigentliche Aufnahmeboden 40 mit Eiaufnahmezellen 41 versehen ist, die jeweils eine quadratische Bodenfiäche42
aufweisen, von deren Kanten aus sich die unteren flachen Wandabschnitte 43 unter einem vorbestimmten
Winkel gegenüber der Senkrechten nach oben und außen erstrecken, so daß jede Eiaufnahmezelle
einen allgemein vieleckigen unteren Abschnitt aufweist. Jede der flachen Wände 43 dieses vielekkigen
unteren Zellenabschnitts geht in eine zugeordnete, abgerundete, allgemein konische Fläche des
oberen Zellenabschnitts 44 über, die sich unter einem kleineren Winkel zur Senkrechten erstreckt als die
betreffende ebene untere Fläche 43. An diesen hat eine Umformung im Herstellungsverfahren stattgefunden,
bei der eine erhebliche Änderung der Form und Funktion bestimmter Flächenteile erfolgt ist. Bei
dem fertigen Eierkarton nach F i g. 1 oder 2 sind die Eiaufnahmezellen, die bei Betrachtung von oben
ursprünglich abgerundete Wandungen von konkaver Form aufwiesen, nunmehr mit nach innen vorspringenden
konvexen Flächen 36 versehen. An den oberen Teilen der umgeformten Flächen 36 sind in
der entgegengesetzten Richtung gekrümmte kleine Flächen 36' ausgebildet. Die Böden 39 der Eiaufnahmezellen
sind so umgeformt worden, daß sie einen ringförmigen Wulst bzw. ein ringförmiges
Polster 39' aufweisen, dessen Querschnittsform derart ist, daß es dazu beiträgt, die Übertragung von
Kräften vom Hauptteil des Eierkartons zu dem Bodenabschnitt 39 zu verhindern. Die Seitenflächen
der Säulen 34 sind sehr kräftig ausgebildet und derart verjüngt, daß sie ein einwandfreies Ineinanderschachteln
der Eierkartons ermöglichen, wenn eine größere Anzahl der Kartons zu einer Eierverpakkungsstelle
versandt werden soll.
F i g. 3, 4 und 5 zeigen einen erfindungsgemäßen Eierkarton mit einem Aufnahmeboden 100, der Eiaufnahmezellen
101 umfaßt, welche im waagerechten Querschnitt eine allgemeine dreieckige Form besitzen,
so daß die zu verpackenden Eier die Seitenwände der betreffenden Zelle an drei Punkten berühren.
Jede Eiaufnahmezelle 101 umfaßt einen allgemein dreieckigen Boden 102, von dem aus sich die
divergierenden und geneigten Hauptwände 103, 104 und 105 nach oben erstrecken. Die Wände 104
bilden Teile eines umgeformten bzw. nachgepreßten Säulenabschnitts 106, dessen Höhe so bemessen ist,
daß er an der Unterseite des Kartondeckels angreifen kann, um ihn abzustützen. Die Höhe des Säulenabschnitts
106 ist aus Fig. 4 deutlich ersichtlich.
An der Unterseite der Wände 104 und 105 jedes Säulenabschnitts 106 sind Flächenstücke 107 von geringerer
Wandstärke ausgebildet, die allgemein die Form eines langgezogenen Tropfens besitzen und
sich jeweils in der Mitte der Wände 104 und 105 in deren Längsrichtung erstrecken. Mit anderen
Worten, die dünneren Flächenstücke erstrecken sich von einem Punkt nahe dem oberen Ende der Wände
104 und 105 zu einem Punkt in der Nähe des Zellenbodens 102, so daß die in die Zellen eingelegten
Eier mit diesen Flächenstücken in Berührung kommen. Wegen der geringen Wandstärke der Flächenstücke
107 werden sich die Wände 104 und 105 der Säulenabschnitte unter dem Gewicht der Eier verformen,
und da die Anordnung der Fasern in den dünneren Flächenstücken der normalen Faseranordnung
bei geformtem Papierstoff entspricht, werden die Eier in sehr wirksamer Weise abgepuffert; dies
gilt auch für die eine geringere Wandstärke aufweisenden Flächen 34' des erfindungsgemäßen Eierkartons
nach F i g. 1 oder 2.
Claims (3)
1. Faserstoffbehälter für Eier u. dgl., enthaltend einen miteinander verbundenen Deckel- und
einen Bodenteil, in dem sich mindestens zwei Reihen zu je zwei Aufnahmezellen befinden und
die Aufnahmezellen des Bodenteils um relativ hohe Säulen gruppiert sind, die eine im wesentlichen
pyramidenstumpfförmige Gestalt besitzen, dadurch gekennzeichnet, daß sich in
den Seitenflächen (34, 106) der Säulen dünnerwandige erhabene Flächen (34', 107) befinden
und von der quadratischen oder dreieckigen Basisfläche (42, 102) der Aufnahmezellen, gegebenenfalls
kugelsegmentartige Seitenflächen (36) sich zum oberen Ende der Aufnahmezellen hin
erstrecken, wobei die Bodenfläche (39) einen ringförmigen Wulst bzw. ein ringförmiges Polster
(39') aufweist.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die nach innen konvexen kugelsegmentartigen
Seitenflächen (36) ihrerseits kleinere konkave Flächen (36') aufweisen.
3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die vom Bodenteil ausgehenden
Säulen (34, 106) so hoch sind, daß der Deckelteil bei geschlossenem Behälter auf den
Säulenspitzen aufliegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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