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DE1292995B - Elektrische Widerstands-Schweissvorrichtung - Google Patents

Elektrische Widerstands-Schweissvorrichtung

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Publication number
DE1292995B
DE1292995B DE1964W0036460 DEW0036460A DE1292995B DE 1292995 B DE1292995 B DE 1292995B DE 1964W0036460 DE1964W0036460 DE 1964W0036460 DE W0036460 A DEW0036460 A DE W0036460A DE 1292995 B DE1292995 B DE 1292995B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
electrode
frame
lever
spring
arm
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1964W0036460
Other languages
English (en)
Inventor
Mueller Andrew August
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wells Electronics Inc
Original Assignee
Wells Electronics Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wells Electronics Inc filed Critical Wells Electronics Inc
Priority to DE1964W0036460 priority Critical patent/DE1292995B/de
Publication of DE1292995B publication Critical patent/DE1292995B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K11/00Resistance welding; Severing by resistance heating
    • B23K11/30Features relating to electrodes
    • B23K11/31Electrode holders and actuating devices therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Resistance Welding (AREA)

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Widerstands-Schweißvorrichtung mit einem die eine Elektrode tragenden Gestell und mit einem in diesem beweglichen Rahmen, der entgegen der Kraft einer Rückstellfederung durch einen Antrieb in die Betriebsstellung verstellbar ist und an dem ein Elektrodenarm schwenkbar gelagert ist, der die andere Elektrode trägt und sich am Rahmen über eine einstellbare Feder abstützt.
  • Bei einer bekannten elektrischen Widerstands-Schweißvorrichtung dieser Art stützt sich die Feder mit dem unteren Ende auf den Elektrodenarm und mit dem oberen Ende auf ein Widerlager ab, das am Rahmen durch eine Schraubenspindel auf und ab verstellbar ist. Das führt dazu, daß der Elektrodenarm seine Lage ändert, wenn man das Widerlager verstellt, damit die Feder beim Schweißvorgang je nach der Richtung der Verstellung weicher oder härter auf das Werkstück wirkt. Es ist aber erwünscht, daß der Elektrodenarm stets ein und dieselbe Ausgangslage einnimmt, in der sich das untere Ende der Elektrode in der Höhe des Schwenkpunktes des Elektrodenarmes befindet. Denn wenn diese Bedingung erfüllt ist, tritt beim Auftreffen der Elektrode auf das Werkstück der geringste Schlupf zwischen der Elektrode und dem Werkstück ein.
  • Es ist ferner eine elektrische Widerstands-Schweißvorrichtung mit einem die eine Elektrode tragenden Gestell und mit einem in diesem beweglichen Rahmen bekannt, der durch einen Antrieb in die Betriebsstellung verstellbar ist und einen mit der anderen Elektrode versehenen Elektrodenarm trägt, auf den eine vom Rahmen getragene Druckfeder wirkt. Bei dieser bekannten Schweißvorrichtung bleibt die Stellung des beweglichen Elektrodenarmes unverändert, wenn man die Elektrodendruckfeder verstellt. Der Elektrodenarm ist dabei aber nicht schwenkbar. Vielmehr ist der ihn tragende Rahmen in dem Gestell auf einer Gleitbahn verschiebbar. Das hat aber den Nachteil, daß der Elektrodendruck in hohem Maße von der gleitenden Reibung des Rahmens im Gestell abhängt. Diese Reibung kann sich aber innerhalb weiter Grenzen ändern.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Gerät so auszugestalten, daß sich der beim Schweißvorgang von den Elektroden auf das Werkstück ausgeübte Druck innerhalb weiter Grenzen auf einen bestimmten Wert einstellen läßt, ohne daß sich dabei der Abstand der Elektroden verändert.
  • Diese Aufgabe wird nun dadurch gelöst, daß erfindungsgemäß die Feder auf einen Hilfshebel drückt, der an einer vom Schwenkpunkt des Elektrodenarmes entfernten Stelle an dem beweglichen Rahmen gelagert ist und die Federkraft auf den Elektrodenarm mittels eines zwischen dem Elektrodenarm und ; dem Hilfshebel angeordneten Kupplungsteiles überträgt, das an einer Fläche des Elektrodenarmes verschiebbar und dessen Abstand von den Schwenkpunkten in Längsrichtung des Hilfshebels verstellbar ist. i Durch diese Ausgestaltung ist erreicht, daß der Elektrodenarm seine Lage nicht ändert, wenn man an dem in seiner Ausgangsstellung befindlichen Rahmen die Feder verstellt, um sie beim Schweißvorgang weicher oder härter auf das Werkstück wirken zu lassen. Auch ist dabei der Mangel vermieden, daß der Elektrodendruck etwa von der Reibung einer Gleitführung abhängt. Er kann daher sehr genau eingestellt werden, was den Vorteil bietet, daß bei den aufeinanderfolgenden wiederholten Schweißvorgängen Drücke gleicher Größe ausgeübt werden. Die Reibung der Teile, insbesondere die Reibung der Elektroden des Gerätes am Werkstück, hat nur einen sehr geringen Einfluß auf den Schweißdruck.
  • Auch bietet die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Widerstands-Schweißvorrichtung die Möglichkeit, den Elektrodendruck in sehr weiten Grenzen zu verstellen, ohne daß der Anstieg der Federkraft sich ungünstig auswirkt.
  • Der Verlauf der Kraftübertragung, die Erzeugung der Federkraft und die Anordnung und Lagerung der den Schweißvorgang auslösenden Mittel führen dabei zu Betriebseigenschaften, die eine Leichtigkeit und Genauigkeit der Wirkung zur Folge haben, wie sie bisher nicht erreichbar waren.
  • Die Erfindung sei nunmehr im einzelnen an Hand zweier Ausführungsbeispiele erläutert, die in den Zeichnungen dargestellt sind. In diesen zeigt F i g. 1 eine schaubildliche Darstellung der Schweißvorrichtung mit schematisch dargestellten Teilen, F i g. 2 den waagerechten Teilschnitt nach der Linie 2-2 der F i g. 3, F i g. 3 den lotrechten Schnitt nach der Linie 3-3 der F i g. 2, wobei sich die Teile in der Ruhelage befinden, F i g. 4 eine der F i g. 3 entsprechende Darstellung der Vorrichtung, deren Teile sich in der Betriebsstellung befinden, und F i g. 5 einen Aufriß einer anderen Ausführungsform der elektrischen Schweißvorrichtung nach der Erfindung, teilweise in einem lotrechten Schnitt.
  • Das Gestell 20 der in den F i g. 1 bis 4 gezeigten Ausführungsform der Schweißvorrichtung nach der Erfindung hat einen Fuß 21 und eine lotrechte Gleitführung in Gestalt zweier Stangen 23, die parallel zueinander verlaufen und mit ihren unteren Enden in Bohrungen des Fußes 21, mit ihren oberen Enden aber in dem oberen Teil 24 des Gestells befestigt sind. Das Gestell 20 trägt ferner vor seinem Fuß 21 eine feste Elektrode 25, die bei 26 isoliert und an eine elektrische Anschlußleitung 27 angeschlossen ist.
  • Auf der Gleitführung 23 des Gestells 20 ist ein Rahmen 28 auf und ab beweglich geführt. Er besteht aus einer oberen Platte 29, Seitenwänden 30, einer Rückwand 31 und einer Bodenwand 32. Die Seitenwände 30 sind durch eine waagerechte Querstange 33 verbunden, deren Zweck später erläutert werden wird. Die aufrechte Rückwand 31 hat vorzugsweise Bohrungen zur Aufnahme von Lagerbuchsen 34, die mit Gleitsitz auf den Stangen 23 sitzen und daher den Rahmen 28 auf dem Gestell 20 genau führen. Zwischen dem Fuß 21 und der Bodenwand 32 des auf und ab beweglichen Rahmens ist eine Druckfeder 35 eingesetzt, die den Rahmen 28 für gewöhnlich in einer Ruhestellung zu halten sucht, in der er sich im Abstand über dem Fuß 21 befindet. Entgegen der Kraft der Feder 35 kann der bewegliche Rahmen 28 aber auf dem Gestell 20 durch einen Antrieb abwärts in die Betriebsstellung bewegt werden. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel besteht dieser Antrieb aus einem Fußhebel 36, der unter der Vorrichtung angeordnet sein kann, z. B. auf dem Fußboden, wenn die Schweißvorrichtung auf einem Tisch ruht. Der Fuß 21 kann eine Öffnung 37 haben, durch die ein Zugseil 38 hindurchgeht, das den Fußhebel 36 mit der Bodenwand 32 des beweglichen Rahmens 28 verbindet.
  • In dem beweglichen Rahmen 28 ist dicht an dessen oberen Ende links bei 41 ein Hilfshebel 40 schwenkbar gelagert, dessen freies Ende - beim vorliegenden Ausführungsbeispiel das untere Ende - vorzugsweise mit einem Ansatz 42 versehen ist, der von dem einen Ende einer Schraubendruckfeder 43 umgeben ist. Mit ihrem anderen Ende umgibt diese Feder das Ende einer Einstellschraube 44, die in einer Gewindebohrung der Querstange 33 eingeschraubt ist und die einen Ansatz 45 hat, an den sich die Schraube 43 mit ihrem Ende anlegt. Um die Schraube 44 in ihrer Einstellage zu verriegeln, trägt sie eine Gegenmutter 46. Man kann den Druck der Feder 43, der auf den Hebel 40 ausgeübt wird, daher genau bemessen und einstellen.
  • Ein zweiter Hebel 50, der Elektrodenhebel, ist am beweglichen Rahmen 28 bei 51 schwenkbar gelagert. Dieser Lagerpunkt 51 ist seitlich und in lotrechter Richtung gegenüber dem Lagerpunkt 41 des Hilfshebels 40 versetzt. Vorzugsweise hat der Elektrodenhebel 50 eine L-förmige Gestalt. Sein unterer waagerechter Schenkel 32 erstreckt sich im Abstand unterhalb des unteren Endes des Hilfshebels 40 und der Querstange 33 und ist mit der Bodenwand des beweglichen Rahmens 28 durch eine Zugfeder 53 verbunden, die den Hebel 50 im Uhrzeigersinn mit Bezug auf die F i g. 3 und 4 zu verschwenken sucht. Ein oberer Teil 54 des Hebels 50 verläuft vor dem Hilfshebel 40 im Abstand von diesem und trägt einen nach außen ragenden Arm 55, auf dem die bewegliche Elektrode 56 angeordnet ist. Diese ist mit einer Anschlußleitung 57 zur Stromzuführung verbunden.
  • Der Druck, mit dem die Elektroden 25 und 56 im Augenblick des Schweißvorganges auf das zwischen ihnen befindliche Werkstück 73 .(F i g. 4) drücken, ist genau einstellbar. Diese Einstellung erfolgt durch ein zwischen den Hebeln 40 und 54 eingefügtes Stellwerk. Dieses besteht bei dem in den F i g. 3 und 4 gezeigten Ausführungsbeispiel aus einer Schraubspindel 60, die ein zwischen den Hebeln 40 und 54 befindliches Kupplungsstück 61 in Gestalt einer Walze (F i g. 2) trägt, die vorzugsweise an .den beiden Hebeln anliegt. Die Schraubspindel60 ist drehbar, aber gegen Verschiebung gesichert in einem Halter 62 gelagert, der um eine waagerechte Achse 63 schwenkbar an der Oberplatte 29 des beweglichen Rahmens 28 gelagert ist und mit Spielraum ,durch eine Öffnung .dieser Oberplatte 29 hindurchgeht. Die Schraubspindel trägt einen Einstellknopf 64, mix dessen Hilfe man sie von Hand drehen kann. Da sie in eine quer verlaufende Gewindebohrung der ,das Kupplungsstück 61 bildenden Walze eingreift, wird dieses Kupplungsstück durch die Drehung der Schraubspindel zwischen .den beiden Hebeln 40 und 54 aufwärts oder abwärts verstellt.
  • Mit der .Schraubspindel 60 ist ein Zählwerk 66 gekuppelt, das von dem beweglichen Rahmen 28 getragen wird und die Anzahl der Umdrehungen und deren Bruchteile zählt, welche die Schraubspindel bei der Drehung von der Ausgangslage aus zurücklegt. Zum Zwecke dieser Kupplung ist auf der Schraubspindel 60 ein Kettenrad 67 und auf dem Zählwerk 66 ein Kettenrad 68 befestigt, und über die beiden Kettenräder läuft eine Kette 69. Das Zählwerk 66 ist am besten so geeicht, daß es in Verbindung mit einer Schraubspindel von 100 Gewindegängen bei jedem Schaltschritt ein zehntel Umdrehung der Schraubspindel 60 anzeigt. Diese Eichung des Zählwerks läßt sich auf dessen Skala ablesen, und diese bietet daher die Möglichkeit, die Schraubspindel in jede gewünschte Stellung zu bringen und von dieser ausgehend sie wieder in die Anfangsstellung zurückzuverstellen. Diese Möglichkeit einer Zurückstellung weist eine so hohe Genauigkeit auf, daß ein etwaiger Fehler weniger als 5 % beträgt. Gesteuert wird die Schweißvorrichtung durch einen Schalter 70, bei dem es sich vorzugsweise um einen Differential- oder Kippschalter handelt, dessen Stößel 71 für gewöhnlich durch den Hebelarm 52 einwärts gedrückt wird. Dabei befindet sich der Schalter 70 in der geöffneten Stellung. Schwingt der Hebel 52 aber mit Bezug auf die F i g. 3 und 4 im Uhrzeigersinn, dann gibt der Hebelarm 52 den Stößel 71 des Schalters 70 frei, wodurch dieser eingeschaltet wird und den Schweißvorgang herbeiführt.
  • Will man die Vorrichtung in Betrieb nehmen, so muß man zunächst die zu verschweißenden Werkstücke 73 auf der Spitze der unteren ortsfesten Elek- trode 25 in die richtige Stellung bringen und dann den auf und ab beweglichen Rahmen 28 entgegen der Wirkung der Feder 35 herabdrücken. Dadurch wird der Stromstoß ausgelöst, der die Werkstücke 23 auf Schweißtemperatur erhitzt. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel geschieht dies, indem man auf den Fußhebel 36 drückt. Dadurch wird das Zugseil 38 herabgezogen und der Rahmen 28 auf der Gleitführung 23 abwärts bewegt. Sobald sich die obere Elektrode 56 an die Werkstücke 73 anlegt und diese gegen die untere Elektrode 25 anklemmt, wird die Spitze der Elektrode 56 daran gehindert, sich zusammen mit dem Rahmen 28 weiter abwärts zu bewegen. Zieht man diesen nun weiter herab, dann hat das zur Folge, daß die beiden Hebel 50 und 40 entgegen der Kraft der Feder 43 in der in F i g. 4 gezeigten Weise kippen. Dabei gibt der Hebel 50 mit seinem Arm 52 den Schalter 70 frei, wodurch dieser sich schließt und den .Stromstoß auslöst. Wie groß der dabei auf die Werkstücke 73 ausgeübte Druck ist, hängt von der Lage des Kupplungsstückes 61, also vom Abstand dieses Kupplungsstückes von den beiden Schwenkachsen 41 und 51 der Hebel ab. Der zwischen der beweglichen Elektrode und der festen Elektrode erzeugte Schweißdruck wird nämlich durch die Formel ausgedrückt: In dieser Gleichung bedeutet Fs die von der Feder 43 ausgeübte Kraft, die durch die Elemente 44 und 46 vorher eingestellt ist; d, den Abstand der Schwenkachse 41 des Hebels 40 von der Richtung, in der die Feder 43 auf den Hebel 40 wirkt, wobei dieser Abstand die Länge des Armes des Drehmomentes darstellt; d2 den Abstand der Schwenkachse 41 von der Stelle, an der das Kupplungsstück 41 am Hebel 40 anliegt, wobei dieser Abstand die Länge des Hebelarmes bedeutet; d3 den Abstand der Schwenkachse 51 des Hebels 50 von der Stelle, an der an diesem das Kupplungsstück 61 anliegt, wobei dieser Abstand einen Hebelarm für die angreifende Kraft bedeutet und d4 die Länge des Abstandes der Spitze der beweglichen Elektrode 56 von der Schwenkachse 51, wobei dieser Abstand ebenfalls die Länge eines Hebelarms darstellt.
  • Da d1 und d4 Festwerte darstellen und gleich groß bemessen werden können, hängt also der Schweißdruck von der Kraft der Feder 43 und von der Einstellung des Kupplungsstückes 61 gegenüber den beiden Schwenkachsen 41 und 51 ab. Aus diesem Grunde kann man den Schweißdruck zwischen weiten Grenzen verändern, etwa im Verhältnis 80: 1. Läßt sich d2 durch Verschieben des Kupplungsstückes 41 zwischen 5 und 45 mm ändern, d3 aber zwischen 45 und 5 mm, dann erhält man einen Schweißdruck von 9 kg, wenn die Kraft der Feder 43 1 kg beträgt und das Kupplungsstück 61 so eingestellt ist, daß sich d3 auf 45 mm und d2 auf 5 mm beläuft. Hingegen läßt sich der Schweißdruck dadurch auf 0,110 kg verringern, daß man das Kupplungsstück 61 dicht an den Schwenkpunkt 51 heranschiebt. Dann nämlich beträgt d3 5 mm und d2 45 mm.
  • Von besonderer Bedeutung ist die Möglichkeit, die Vorrichtung mit sehr großer Genauigkeit auf die Ausgangslage einzustellen. Dies kann dadurch erfolgen, daß man die Einstellung der Vorrichtung an dem Zählwerk 66 abliest. Dadurch ist erreicht, daß bei der Zurückstellung der Vorrichtung in die Ausgangslage die Fehlergrenze 5% nicht überschreitet. Das erfordert eine Einstellgenauigkeit des Kupplungsstückes 61 auf etwas weniger als 0,25 mm. Ist das Zählwerk 66 so geeicht, daß es bei jeder Zehntelumdrehung der Schraubspinde160 um Eins weitergeschaltet wird und von 0 bis 999 zählt, dann sind 99,9 Umdrehungen der Schraubspindel 60 erforderlich, um den ganzen Verstellbereich zu umfassen. Dies ermöglicht eine sehr feine Verstellung mit hoher Genauigkeit. Da das Ablesen des Zählwerkes sehr einfach geschehen kann, sind Meßfehler weitgehend ausgeschlossen.
  • Ein weiterer Vorteil der Vorrichtung besteht darin, daß die Änderung der von der Feder 43 ausgeübten Kraft in Abhängigkeit von der Strecke ihres Zusammendrückens durch die Wirkungsweise der Vorrichtung weitgehend ausgeglichen wird und daher in engen Grenzen bleibt. Schweißt man eine Reihe von Werkstücken nacheinander, dann ist daher Gewähr dafür gegeben, daß bei jeder Wiederholung des Schweißvorganges im Augenblick des Schweißens der Druck wieder in der früheren Größe ausgeübt wird. Dazu trägt wesentlich der Umstand bei, daß die Reibung im Gestänge, also die an den Lagerstellen 41 und 51 der Hebel 40 und 50 durch die Lagerreibung eingeführten Kräfte, die den Schweißdruck beeinflussen, vernachlässigt werden kann. Denn im Verhältnis zum Hebelarm d1 und zum Hebelarm d4 der beweglichen Elektrode wirkt die am Gelenkzapfen angreifende Reibung an einem sehr kleinen Hebelarm. Der von der Feder 43 ausgeübte Schweißdruck wird durch die Reibung daher nur unerheblich beeinflußt, zumal wenn die Gelenkzapfen in Lagerbuchsen gelagert werden.
  • Auch die vom Schalter 70 auf den Elektrodenhebel ausgeübte Kraft hat nur eine unerhebliche Wirkung auf die Wiederholbarkeit der Schweißvorgänge mit demselben Schweißdruck, sofern die Stellung des Schalters 70 mit Bezug auf die Schwenkachse 51 richtig gewählt ist und ein Schalter verwendet wird, dessen Schaltkraft niedrig ist, etwa ein Kippschalter oder Mikroschalter. Die von dem Schalter 70 für gewöhnlich ausgeübte Rückstellkraft und die Kraft der Feder 53 gleichen das überhängende Gewicht der beweglichen Elektrode 52 aus, so daß auch dieses keinen Einfluß auf die Schweißkraft hat.
  • Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in F i g. 5 dargestellt. Auch dort hat das Gestell 400, das aus einem Gußstück bestehen kann, einen Fuß 401, aufrechte Wände und eine obere Wand 402 sowie Ansätze 404 und 405, in denen lotrechte Gleitstangen 403 sitzen. Auf diesen gleitet ein auf und ab beweglicher, aus einem Gußstück bestehender Rahmen 406. Der Teil 407 dieses Gußstückes hat lotrechte Bohrungen, die bei 408 ausgebuchst sind und mit denen der Rahmen auf den lotrechten Gleitstangen 403 geführt ist. Ferner hat dieser Rahmen eine obere Wand 409, Seitenwände und eine untere Querschiene 410, an der eine Schraubspindel 411 befestigt ist. Auf dieser Schraubspindel sitzt eine Mutter 412, die einen Anschlag für eine Schraubenfeder 413 bildet, die mit ihrem unteren Ende in einem becherförmigen Ansatz 414 des Fußes 401 abgestützt ist. Die Schraubenspindel 411 ist mit einem Zugseil 415 verbunden, das durch den becherförmigen Teil 414 nach unten hindurchgeht und beispielsweise zu einem Fußhebel führt. Die Feder 413 sucht, den auf und ab beweglichen Rahmen 406 aufwärts zu drücken, und zwar mit einer Kraft, die von der Einstellung der Mutter 412 abhängt. Der auf und ab bewegliche Rahmen 406 liegt für gewöhnlich an einem Puffer 416 an.
  • Um eine waagerechte Schwenkachse 418 ist aridem auf und ab beweglichen Rahmen 406 ein Hilfshebel 417 schwenkbar gelagert, dessen Kopf 419 eine lotrechte Bohrung hat. In dieser ist drehbar, aber uriverschiebbar, eine Schraubspindel 420 mit ihrem oberen Ende gelagert, während sie mit ihrem unteren Ende in einem Ansatz 421 des Hilfshebels 417 gelagert ist. Ferner ist der Hebel 417 in halber Höhe mit einem Ansatz 422 versehen, auf den eine Schraubenfeder 423 drückt. Diese Schraubenfeder läßt sich dadurch einstellen, daß sie sich an dem Kopf 424 einer in den Rahmen 406 eingesehraubten Stellschraube abstützt.
  • Durch eine in der Oberwand 409 des Rahmens 406 vorgesehene Öffnung 425 geht mit Spielraum das obere Ende der Schraubspinde1420 hindurch und trägt eine Einstellkurbe1426, die sich oberhalb des Rahmens 406 befindet. Mittels dieser Kurbel kann man die Schraubspinde1420 in der einen oder der anderen Richtung drehen. Das obere Ende des Hebels 417 hat vorzugsweise einen seitlichen Ansatz 427, der ein Zählwerk 428 trägt, dessen jeweilige Stellung man durch ein Fenster ablesen kann. Dieses Zählwerk 428 ist mit der Schraubspindel 420 gekuppelt, z. B. mit Hilfe von Kettenrädern 429 und 430 und einer Kette 431. Das Zählwerk 428 zeigt daher die jeweilige Einstellung der Schraubspindel 420 an.
  • Ferner ist an dem auf und ab beweglichen Rahmen 406, um eine waagerechte Achse 426 schwenkbar, ein Elektrodenhebel 425 gelagert. Die Schwenkachse 426 befindet sich wesentlich tiefer als die Schwenkachse 418 des Hilfshebels 417. Der Elektrodenhebel 425 hat einen lotrechten Abschnitt 427, dessen Fläche parallel zum Hilfshebel 417 verläuft, wenn die Teile ihre Ausgangslage einnehmen. Ferner hat der Elektrodenhebel an seinem Abschnitt 427 einen seitlich nach außen vorspringenden Ansatz 428', der an seinem äußeren Ende eine axiale Bohrung aufweist. In dieser ist drehbar und festklemmbar ein Zapfen 429' gelagert, der den Halter der Elektrode 434 darstellt. An seinem äußeren Ende ist der Ansatz 428' nämlich in Achsenrichtung aufgeschnitten und durch einen Schlitz 430' abgeteilt, so daß zwei Klemmbacken 431' entstehen, die durch eine Schraube 432 zusammengezogen werden. Dadurch läßt sich der Elektrodenhalter 429' in jeder gewünschten, durch Längsverschiebung und Drehung eingestellten Lage festklemmen. An seinem äußeren Ende ist der Elektrodenhalter 429' vorzugsweise gegabelt und bildet daher zwei Zinken 433, zwischen denen die bewegliche Elektrode 434 mittels einer Schraube 435 festgeklemmt ist.
  • Am Fuß 401 ist auf einer Isolierplatte 438 ein Block 437 in einstellbarer Lage durch eine Schraube 439 befestigt. In diesem Block 437 ist ein zylindrischer Elektrodenhalter 443 verschiebbar und drehbar eingeklemmt. Zu diesem Zweck ist dieser Block 437 bei 440 mit einem Schlitz versehen, und sein linkes Ende ist derart aufgeschnitten, daß zwei Klemmbakken 441 entstehen, die durch eine Klemmschraube 442 zusammengezogen werden können. Diese halten zwischen sich den Elektrodenhalter 443. Dieser ist seinerseits am Ende gegabelt, und seine Zinken 444, die durch eine Schraube 446 zusammengezogen werden können, klemmen zwischen sich die feste Elektrode 445 ein.
  • An dem Block 437 ist bei 448 die elektrische Zuleitung 447 angeschraubt. Der Stromzuführung zur beweglichen Elektrode 434 dient eine Blattfeder 450, die durch eine Schraube 451 an dem Ansatz 428 und durch eine Schraube 455 an einem Kabelschuh 453 auf dem Fuß 401 befestigt ist. In ihrer Mitte ist die Blattfeder 450 vorzugsweise an der Querstange 452 des auf und ab beweglichen Rahmens 401 befestigt. Zwischen diesem und dem Kabelschuh 453 ist sie bogenförmig gekrümmt. An dem Kabelschuh 453 endet eine zweite elektrische Leitung 454.
  • Der Elektrodenhebe1425 hat einen etwa waagerecht verlaufenden Arm 460, der im Abstand vom Hilfshebel 417 rückwärts ragt und mit seinem freien Ende eine Stellschraube 461 trägt. Diese liegt einstellbar an einem Schalthebel 462 an, der am Rahmen 406 schwenkbar gelagert ist und seinerseits auf den Stößel eines Kippschalters oder Mikroschalters 463 zu drücken vermag, der von dem Rahmen 406 getragen wird.
  • Die Schraubspindel 420 trägt ein zylindrisches Kupplungsstück 465, in dem sie durch eine quer verlaufende Gewindebohrung dieses Kupplungsstückes hindurchgeht. An diesem Kupplungsstück liegt der aufrechte Abschnitt 427 des Hebels 425 an. Im Gegensatz zu der zuerst beschriebenen Ausführungsform liegt dieses Kupplungsstück aber nicht an dem Hilfshebel 417 an, sondern befindet sich in einem gewissen Abstand von diesem.
  • Die Wirkungsweise dieser Ausführungsform ist im wesentlichen dieselbe wie diejenige der zuerst beschriebenen. Die Einstellung des Kupplungsstückes 465 mit Bezug auf die Hebelschwenkachsen 418 und 426 bestimmt also die Größe der auf den Elektrodenhebel wirkenden Federkraft.
  • Besondere Bedeutung kommt folgenden Merkmalen dieser Ausführungsform zu: Die Einstellmittel, nämlich das Zählwerk 428 und die Kurbel 426 werden vollständig vom Hilfshebel 417 getragen und können daher zusammen mit diesem als Unteraggregat fertiggestellt werden, das dann als Ganzes in die Vorrichtung eingebaut wird. Die Mutter 412 legt sich nach Zusammendrücken der Feder 413 als starrer Anschlag an den Fuß 401 an und verhindert dadurch, daß man durch zu starkes Niedertreten des Fußhebels nach beendigter Schweißung etwa die Vorrichtung beschädigt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß ein Verstellen des Kupplungsstückes 465 keinen Einfluß auf die Lage der beweglichen Elektrode hat. Ferner stellt die Verwendung der Einstellschraube 461 einen besonderen Vorteil dar. Durch diese Einstellung kann man das Auslösen des Schalters 463 beim Einklemmen der zu verschweißenden Werkstücke zwischen den Elektroden 434 und 435 genau beherrschen.
  • Ein weiteres wesentliches Merkmal dieser Ausführungsform ist die Anordnung der beiden Elektroden in der Weise, daß diese mit ihren Spitzen leicht zueinander ausgerichtet werden können. Das ist dadurch erreicht, daß jeder der beiden Elektrodenhalter 429 und 443 sowohl in der Längsrichtung verschoben als auch verdreht werden kann. Man kann daher die beiden Elektroden schräg zueinander einstellen, so daß sie in konvergierende Lagen gelangen. Das bietet die Möglichkeit, eine Schweißverbindung in einem Gehäuse oder in irgendeiner Aussparung auszuführen. Es erübrigt sich also die Notwendigkeit, daß die zu verschweißenden Teile frei und offen liegen müssen, wie es der Fall ist, wenn die Elektroden nur gleichgerichtet zueinander einstellbar sind.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Elektrische Widerstands-Schweißvorrichtung mit einem die eine Elektrode tragenden Gestell und mit einem in diesem beweglichen Rahmen, der entgegen der Kraft einer Rückstellfederung durch einen Antrieb in die Betriebsstellung verstellbar ist und an dem ein Elektrodenarm schwenkbar gelagert ist, der die andere Elektrode trägt und sich am Rahmen über eine einstellbare Feder abstützt, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (43, 423) auf einen Hilfshebel (40, 417) drückt, der an einer vom Schwenkpunkt (51, 426) des Elektrodenarmes (50; 427) entfernten Stelle (41, 418) an dem beweglichen Rahmen (28, 406) gelagert ist und die Federkraft auf den Elektrodenarm mittels eines zwischen Elektrodenarm und dem Hilfshebel angeordneten Kupplungsteiles (61, 465) überträgt, das an einer Fläche des Elektrodenarmes verschiebbar und dessen Abstand von den Schwenkpunkten (41, 51; 418, 426) in Längsrichtung des Hilfshebels verstellbar ist.
  2. 2. Elektrische Schweißvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kupplungsteil (61, 465) durch einen verstellbaren Halter (60, 420) längs paralleler Flächen des Elektrodenarmes und des Hilfshebels verstellbar ist.
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