DE1292792B - Kuehlvorrichtung fuer eine Maschine mit beweglichen Giessbaendern zum Stranggiessen von Metallen - Google Patents
Kuehlvorrichtung fuer eine Maschine mit beweglichen Giessbaendern zum Stranggiessen von MetallenInfo
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Kühlvorrich- fläche aufweisen, an deren Ende für das Kühlmittel
tung für eine Stranggießmaschine mit zwei beweg- eine Ablaufkante vorgesehen ist, die unter einem
liehen Gießbändern, die zwischen mit schmalen kleinen Winkel zu der Oberfläche des Gießbandes
Rippen versehenen Walzen vorgesehen sind und ausgerichtet ist.
denen zur Abstützung Rippen zugeordnet sind, wobei 5 Erfindungsgemäß trifft also das aus den Düsen
sich auf den Gießbändern eine fließende Schicht eines austretende Kühlmittel nicht unmittelbar in spitzem
Kühlmittels befindet. Winkel auf die Gießbänder auf, sondern gelangt
Es sind bereits Stranggießmaschinen bekannt, bei zunächst auf eine Führungsfläche, auf der es sich zu
denen die Metallschmelze zwischen feststehende einem gleichmäßigen Schleier verteilt, der seinerseits
Wandungen einer Gießform eingegeben wird. Diese io in spitzem Winkel auf die Oberfläche der Gießbänder
Wandungen können auf mancherlei Weise, ins- bzw. die bereits darauf befindliche Kühlmittelschicht
besondere durch Wasser, gekühlt werden. Hinsichtlich auftrifft. Jedes dieser in der angegebenen Weise ausder
Kühlung und der Formsteifigkeit werfen solche gebildeten Kühlaggregate ist verhältnismäßig schmal
starren Wandungen keine besonderen Probleme auf, und erlaubt so eine dichte Anordnung von Stützda
sie verhältnismäßig dick gehalten werden können 15 walzen zur Abstützung der Gießbänder. Um die
und zudem in der Regel aus einem Material hoher Kühlmittelschicht auf den Gießbändern möglichst
Wärmeleitfähigkeit, z. B. Bronze, bestehen. Die Her- wenig zu beeinträchtigen, berühren diese Stützwalzen
anführung des Kühlmittels an solche Wände bereitet im übrigen die Gießbänder nur mittels schmaler,
keinerlei Schwierigkeiten, und es ist ohne weiteres ringförmiger Stützrippen.
möglich, das Kühlmittel, beispielsweise Wasser, in 20 Durch eine Vielzahl der beschriebenen Kühlder
gewünschten bzw. für die Wärmeableitung ge- aggregate, die hintereinander längs den Gießbändern
eigneten Weise auf der dem Gießstrang abgewandten auftreten, wird erreicht, daß die durch die voraus-Seite
über die Wandfläche der ortsfesten Gießform gehenden Aggregate auf den Gießbändern hervorzu
führen. gerufene Kühlmittelschicht, die sich zwecks guter
Durch die USA.-Patentschrift 2 207 405 ist es 25 Wärmeableitung wesentlich schneller bewegen soll
bereits bekanntgeworden, einen Gießstrang durch im als die Gießbänder selbst, stets erneut beschleunigt
spitzen Winkel zu dessen Oberfläche aufgebrachtes wird.
Wasser zu kühlen und die Wasserschicht von der Vorzugsweise sind die Kühlmittelführungen starre
Strangoberfläche anschließend durch einen Ab- Träger, an deren Fuß entgegengesetzt der Führungsschöpfer wieder zu entfernen. Diese Maßnahme setzt 30 fläche eine Kühlmittelschöpffläche angeordnet ist.
jedoch voraus, daß bereits ein erstarrter Strang ge- Durch diese wird jeweils etwa dieselbe Menge Kühlbildet
wurde, mittel abgeschöpft, die durch das betreffende Der vorliegenden Erfindung liegen moderne Aggregat anschließend neu aufgegeben wird, so daß
Stranggießmaschinen mit beweglichen, d. h. mit dem die Schichtdicke des Kühlmittels auf den Gießbändern
gegossenen Strang mitbewegten Gießbändern zu- 35 im wesentlichen gleich gehalten wird,
gründe, welche letzteren dabei im wesentlichen die Zur Erzielung einer möglichst glatten Abführung
Gießform darstellen. Diese Bänder sind naturgemäß des Kühlmittels ist jede Kühlmittelführung zweckrelativ
dünn und schmiegsam und bieten mithin mäßigerweise mit einem erweiterten Fuß versehen,
nicht die Möglichkeit einer guten Wärmeverteilung der in eine scharfe Vorderkante für die Kühlmittelbzw,
-ableitung, wie dies bei starren Gießformwänden 40 schöpffläche ausläuft. Weiterhin ist die Unterseite des
der Fall ist. Unter allen Umständen muß bei solchen Fußes vorzugsweise abrupt durch mindestens eine
Maschinen vermieden werden, daß sich die Gieß- Stufe unterbrochen, um eine Ablösung des an den
bänder aufwerfen oder ausbeulen oder gar durch- Gießbändern verbleibenden Kühlmittels zu bewirken,
brennen. Insbesondere infolge der hohen Temperatur Aus ähnlichen Gründen kann die Kühlmittelschöpfist
für eine einwandfreie Abstützung der Bänder 45 fläche mit verschiedenen Stufen versehen sein.
Sorge zu tragen, da diese ja dem Druck des Gieß- Die Führungsflächen für das Kühlmittel und die
stranges zu widerstehen haben, der sie auszubeuten Ablaufkante an jedem Fuß sind zweckmäßigerweise
sucht. Die glatte Führung der Gießbänder ist letztlich so gestaltet, daß durch sie der Kühlmittelfilm unter
für die Maßhaltigkeit und die Oberflächenqualität einem Winkel von nicht mehr als 10°, vorzugsweise
des gegossenen Stranges maßgebend. 50 etwa 6°, auf die Oberfläche des betreffenden Gieß-In
einer vorgeschlagenen Stranggießmaschine wird bandes gelenkt wird. Diese Werte haben sich als beeine
Kühlung der Gießbänder nun dadurch erreicht, sonders vorteilhaft erwiesen.
daß aus einer Vielzahl von Düsen ein Kühlmittel Ebenso wurden besonders gute Ergebnisse erreicht,
unmittelbar auf die fortlaufenden Gießbänder auf- wenn das Kühlmittel aus jeder Zuleitung über eine
gespritzt wird, um auf diesen eine Kühlmittelschicht 55 Anzahl parallel angeordneter Düsen austrat und wenn
zu ergeben. die Strahlen des Kühlmittels zudem noch unter einem
Die Aufgabe der Erfindung wird darin gesehen, Winkel von nicht mehr 10°, vorzugsweise etwa 6°,
demgegenüber eine noch verbesserte Kühlung fort- auf die Führungsflächen auftrafen,
laufender Gießbänder zu erzielen und gleichzeitig Eine besonders gleichmäßige Kühlmittelbeschicheine
noch bessere Abstützung derselben zu ermög- 60 tung der Gießbänder wird weiterhin dadurch erlichen.
Ferner soll durch die Erfindung die Regel- reicht, daß Ausgleichsschaufeln im Kurventeil der
möglichkeit für den Kühlmittelzufluß bzw. die Führungsflächen parallel zur Strömungsrichtung des
abzuführende Wärmemenge verbessert werden. Kühlmittels, und zwar vorzugsweise in der Mitte
Zu diesem Zweck ist eine Kühlvorrichtung der zwischen benachbarten Düsen angeordnet sind. Aus
eingangs genannten Art erfindungsgemäß so aus- 65 dem gleichen Grund soll der Abstand benachbarter
gebildet, daß Kühlmittelführungen vorgesehen sind, Stützrippen für die Gießbänder in deren Längsrichan
deren einem Ende je eine Kühlmittelzuleitung an- tung geringer als der 0,6fache Durchmesser dieser
geordnet ist und die am anderen Ende eine Führungs- Rippen sein.
3 4
Durch die vorausgehend angegebenen Maßnahmen strecken. Zu jeder dieser bestimmten KüMvorrichwird
nicht nur eine gleichmäßigere Verteilung des tungen 24 gehören eine Kühlmittelzuleitung 26, eine
Kühlmittels erreicht, sondern auch dafür Sorge ge- starre Kühlmittelführung 28 von aus F i g. 4 erkenntragen,
daß die bereits auf den Gießbändern befind- barer Form, die einen Unterteil mit einem erweiterten
liehe Kühlmittelschicht nicht erheblich gestört wird 5 Fuß 30 und eine Kühlmittel-Sammelrinne 32 am
und unter Umständen stellenweise zur Ablösung anderen Ende besitzt. Die Rückseite der Kühlmittelkommt.
Sowohl der Auftragswinkel als auch die führung 28 bildet eine Führungsfläche 34 für das
Menge des jeweils zugeführten Kühlmittels wird da- Kühlmittel, während die Vorderseite desselben eine
mit viel unkritischer und in weiten Grenzen Kühlmittelschöpffläche 36 bildet, die das Kühlmittel
variierbar. io gleichzeitig ablenkt. Das Kühlmittel wird von einem
Zur weiteren Erläuterung wird nachfolgend ein großen Behälter aus zugeführt und unter erheb-
Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der lichem Druck in die Kühlmittelzuleitungen 26 großen
Figuren im einzelnen beschrieben. Durchmessers gepumpt. Jede dieser Kühlmittel-
F i g. I zeigt einen Schnitt durch einen Teil einer Zuleitungen 26 ist mit mehreren parallel aus-
Stranggießmaschine mit erfindungsgemäßer Kühl- 15 gerichteten Düsen 38 besetzt, aus welchen die
vorrichtung; Strahlen 39 des Kühlmittels austreten.
F i g. 2 ist ein Querschnitt gemäß der Linie 2-2 in Gemäß F i g. 1 strömen die Kühlmittelschichten 20
Fig. 1; und 22 längs der äußeren Oberflächen der Gieß-
Fig. 3 ist eine perspektivische Teilansicht der bei bänder 12 und 14 in deren Längsrichtung nach
dem beschriebenen Ausführungsbeispiel auftretenden 20 rechts dahin, also in der gleichen Richtung, in der
kombinierten Kühlmittelführungs- und -schöpfvor- sich auch die Gießbänder bewegen. Indessen berichtung;
wegen sich die Kühlmittelschichten vielmals schneller
F i g. 4 ist ein Schnitt in größerem Maßstab durch als die letzteren. Während die Kühlmittelschichten
eine solche Kühlmittelführungs- und -schöpfvor- über der Oberfläche der Gießbänder dahinstreichen,
richtung; 25 werden sie durch den Reibungswiderstand verlang-
Vorausgehend sei die Stranggießmaschine selbst, samt. Man muß sie daher von Zeit zu Zeit wieder auf
bei der die Erfindung Anwendung findet, nur so weit ihre anfängliche Geschwindigkeit beschleunigen, um
erläutert, wie dies zum Verständnis der Erfindung auf der Oberfläche jedes Gießbandes den gewünschten
angebracht erscheint. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ununterbrochenen Kühlmittelfilm hoher Geschwin-
gelangt das geschmolzene Metall 10, das zu einem 3° digkeit zu erhalten.
durchlaufenden Strang 11 erstarren soll, in Richtung Die kombinierten Kühlmittelführungs- und
des Pfeils 13 in einen Gießraum C zwischen einem -Schöpfvorrichtungen 24 beschleunigen diese Kühl-Paar
geschmeidiger, glatter Gießbänder 12 und 14. mittelschichten periodisch erneut und dienen ferner
Der Gießraum ist begrenzt durch ebene Teile dieser dazu, überschüssiges Kühlmittel aus den Schichten
Bänder, die sich mit gegenseitigem Abstand mit 35 abzuführen, bevor frisches Kühlmittel zur Wiedergleicher
Geschwindigkeit vorwärts bewegen, wie in beschleunigung zugeführt wird. Wenn die Kühlmittel-F
i g. 1 durch Pfeile angedeutet. Die Dicke des zu schichten 20, 22 auf die scharfe Vorderkante 40 einer
gießenden Stranges ist bestimmt durch den Abstand Kühlmittelschöpffläche 36 auftreffen, wird der
zwischen den Gießbändern 12 und 14, während die äußere Teil der betreffenden Kühlmittelschicht ab-Breite
des gegossenen Stranges sich nach dem gegen- 40 gelenkt, und es verbleibt eine Kühlmittelschicht 20'
seitigen Abstand seitlich angeordneter Kantendämm- bzw. 22' von verminderter Dicke, die weiterhin an
vorrichtungen 15 richtet, von denen in F i g. 2 eine der Gießbandoberfläche entlangstreicht, wie z. B. die
dargestellt ist. Schicht 20', die am deutlichsten in F i g. 4 erkennbar
Um die Gießbänder 12 und 14 zu stützen und zu ist. Diese dünnere Kühlmittelschicht, die unter dem
führen, ist eine große Anzahl schmaler drehbarer 45 Fuß 30 hindurchströmt, besitzt eine geringere Träg-
Stützrippen 16 so angeordnet, daß sie die Außen- heit als die ursprüngliche dickere Schicht und ist
flächen der Gießbänder berühren. Wie aus den daher leichter zu beschleunigen.
Zeichnungen ersichtlich, sind diese Stützrippen hohe Entsprechend der Darstellung erstreckt sieh die
dünne Rücken auf mehreren in geringem Abstand Vorderkante 40 jeder Schöpffläche praktisch quer
voneinander angeordneten parallelen Stützwalzen 18, 50 über die gesamte Breite des Gießbandes in gleich-
die sich quer über die Außenflächen der Gießbänder mäßigem Abstand von der äußeren Oberfläche des-
erstrecken und an den Enden in Lagern 19 auf den selben. Beispielsweise beläuft sich bei der vorliegen-
Hauptseitenrahmen 21 drehbar gelagert sind. den Ausführungsform der Abstand zwischen der
Zur Kühlung der Gießbänder werden sich rasch äußeren Oberfläche des Gießbandes und der Kante
bewegende Schichten 20 und 22 eines Kühlmittels 55 des Schöpfers auf 3,175 mm.
(F i g. 1) erzeugt, die längs der Außenflächen der Die Kontinuität der Unterseite des Fußes 30 ist
Gießbänder 12 und 14 dahinströmen, wobei sie dicht hinter der Vorderkante 40 in der Art einer
zwischen den schmalen Stützrippen 16 hindurch- Stufe 41 abrupt unterbrochen. Diese abrupte Ändefließen.
Diese Schichten des Kühlmittels führen je rung des Abstandes bei 41 hat die Aufgabe, die
Zeiteinheit große Wärmemengen von den Gieß- 60 Saugwirkung zwischen dem sich schnell bewegenden
bändern ab, wodurch das zwischen den letzteren Kühlmittel und der Unterseite des Fußes 30 zu bebefindliche
geschmolzene Metall 10, beispielsweise seitigen. Dadurch löst sich die fortlaufende Schicht
Aluminium, gekühlt wird und erstarrt. 20 hoher Geschwindigkeit sehr plötzlich und sauber
Diese Schichten des Kühlmittels werden auf- von der Sohle des Fußes 30 ab.
gebracht und genau dosiert durch eine Mehrzahl 65 Wie insbesondere aus den F i g. 3 und 4 ersicht-
kombinierter Kühlmittelführungs- und -schöpfvorrich- lieh, sind die parallel ausgerichteten Düsen 38 über
tungen 24, die sich — in Bewegungsrichtung der die gesamte Länge der Kühlmittelzuleitungen 26
Gießbänder gesehen — quer über dieselben er- verteilt. Die Achsen der Düsen bilden mit der Füh-
5 " 6
rungsfläche 34 für das Kühlmittel einen kleinen nehmender Geschwindigkeit des Kühlmittels erhalten
Winkel B, so daß die Strahlen 39 des Kühlmittels jedoch diese Ausgleichschaufeln wachsende Beflach
auf diese Führungsfläche auftreffen, sich darauf deutung.
ausbreiten und an ihrem oberen Teil zu einer sich Man hat festgestellt, daß die kleinen Winkel A
anfänglich rasch bewegenden Kühlmittelschicht 43 5 und B für das Auftreffen des Kühlmittels von ziemabflachen.
Dieser obere Teil der Führungsfläche ist Hch entscheidender Bedeutung sind und ungefähr
eben, so daß eine praktisch gleichmäßige Kühlmittel- gleich sein sollten. Wird der Winkelet größer als
schicht 43 erzeugt wird. Die abgeflachten Strahlen 10°, dann neigt der frei bewegliche Flüssigkeitswerden am hinteren Rand des Fußes 30 durch eine schleier 42 dazu, zu hart auf die Oberfläche der
Biegung der Führungsfläche 44 geführt, welche in io dünneren Kühlmittelschicht 20' aufzutreffen, so daß
eine gerade Ablaufkante 46 ausläuft, die mit der das Kühlmittel von dem Gießband zurückspringt
Oberfläche des betreffenden Gießbandes 12 den oder abprallt und das erforderliche stetige Bekleinen
Winkelt bildet. Von dieser Ablaufkante streichen der gesamten äußeren Oberfläche des
löst sich das Kühlmittel als frei beweglicher Flüssig- Gießbandes neben dem Gießraum C und dadurch die
keitsschleier 42 ab, der weiterhin unter dem Winkelet 15 Kühlwirkung beeinträchtigt wird. Umgekehrt, wenn
auf das Gießband gerichtet ist. Der Flüssigkeits- der frei bewegliche Flüssigkeitsschleier 42 fast parschleier
trifft auf die erwähnte dünnere Kühlmittel- allel zu der Oberfläche des Gießbandes gerichtet ist,
schicht 20' bzw. 22', mit der er sich zu einer Kühl- wird die Kühlwirkung vermindert, weil der Flüssigmittelschicht
im wesentlichen der ursprünglichen keitsschleier 42 einen zu weiten Weg zurücklegt,
Geschwindigkeit und Dicke vereinigt. Jeder der auf- 20 bevor er sich mit der Kühlmittelschicht 20' vereinigt,
treffenden Flüssigkeitsschleier nimmt praktisch die Die besten Ergebnisse hat man mit einem Winkel A
gesamte Breite der bereits vorhandenen Kühlmittel- von etwa 6°, d. h. im Bereich von 5 bis 7°, erreicht,
schicht ein, so daß auf der ganzen Breite des Ebenso sollte auch der Winkel B, unter welchem
Gießbereiches eine gleichmäßige Beschleunigung die Strahlen 39 auf die ebene Führungsfläche 34
derselben erhalten wird. 25 auftreffen, nicht größer als 10° sein, um ein Ab-
Wichtig ist, daß die Strahlen 39 auf den oberen prallen oder Zurückspringen der Kühlmittelstrahlen
ebenen Teil der Führungsfläche 34 in einer solchen zu verhindern. Der Winkel B muß jedoch genügend
Weise auftreffen, daß die anfängliche Kühlmittel- groß sein, um die völlige Ausbreitung der Strahlen
schicht 43 sich über die ganze Breite des Gieß- über die ganze wirksame Breite der Führungsfläche
raumes C flach ausdehnt und von gleichmäßiger 30 34 zu gewährleisten, bevor das Kühlmittel in die
Dicke ist, bevor sie in die Biegung der Führungsfläche Biegung der Führungsfläche 44 eintritt. Die Gründe
44 einläuft. Wie aus Fig. 2 zu erkennen, werden da- hierfür wurden bereits weiter oben erwähnt. Man hat
bei die Strahlen 39 seitlich abgelenkt, so daß sie die gefunden, daß der optimale Wert für den Winkel B
volle Breite der Führungsfläche 34 bedecken, bevor sehr nahe an dem des Winkels A liegt. Bei den
sie in die Biegung der Führungsfläche 44 einlaufen. 35 Aggregaten der in diesem Beispiel gezeigten Kon-Dieses
Erfordernis gleichmäßiger Dicke der Kühl- struktion belauft sich die Größe des Winkels B auf
mittelschicht 43 vor Eintritt in die Biegung der etwa 6°, hält sich also ebenfalls im Bereich
Führungsfläche 44 beruht darauf, daß beim Durch- von 5 bis 7°.
kufen der Biegung eine Fliehkraft auf die Kühl- Man wird feststellen können, daß die erfindungsge-
mittelschicht 43 einwirkt. Wenn nämlich in dieser 40 mäße Vorrichtung es ermöglicht, die Reihen der
Kühlmittelschicht 43 dickere Stellen vorhanden sind, Stützrippen 16 so dicht aneinander anzuordnen, daß
dann erhalten dieselben durch die Fliehkraft eine jedes Durchbiegen oder Durchhängen des Gießbanseitliche
Beschleunigung, wodurch benachbarte Teile des, das an den Stellen 51 abgestützt ist, unter dem
des Kühlmittels beiseite geschoben werden und in Druck des geschmolzenen Metalls vollkommen verdem
frei beweglichen Flüssigkeitsschleier leere 45 mieden wird. Der Abstand zwischen den in Längs-Stellen
oder ungewöhnlich dünne Flächen auftreten, richtung aufeinanderfolgenden Stützrippen ist vorwodurch
die gewünschte gleichmäßige Dicke beein- teilhafterweise auf einen Wert von weniger als 60 °/o
trächtigt wird. ihres Durchmessers beschränkt.
Um Störungen zwischen den benachbarten, durch Wie bereits vorher erwähnt, wird der ganz außen
die betreffenden Strahlen gebildeten, auseinander- 50 liegende Teil der verzögerten Kühlmittelschicht 20
laufenden Bereichen 48 zu verhindern, hat man die durch die scharfe Vorderkante 40 des Schöpfers abAnordnung
einer Reihe paralleler segmentförmiger gelenkt und wandert infolge seiner eigenen Trägheit
Ausgleichschaufeln 50 für vorteilhaft befunden. Diese längs der Kühlmittelschöpffläche 36 aufwärts. Um
Äusgleichschaufeln befinden sich in Ebenen in der den auf dieses abgelenkte Kühlmittel 52 ausgeüb-Mitte
zwischen den Achsen der Düsen 38; ihre 55 ten Reibungswiderstand zu vermindern, sind in der
Wirkung ist die, den Aufbau dickerer Bereiche in der Schöpffläche 36 mehrere abrupte stufenförmige Stu-Kühlmittelschicht
43 zu verhindern. Diese Schaufeln fen 53, 54, 55 vorgesehen. Dadurch wird die benetzte
erstrecken sich über die Biegung der Führungsfläche Fläche vermindert, so daß sich das abgelenkte Kühlvon
der Ablaufkante 46 an aufwärts längs der mittel 52 auf seinem Weg in die zu seiner Aufnahme
ebenen Führungsfläche 34 bis über die Ebene, in 60 vorgesehene Kühlmittelsammelrinne 32 von der
welcher die benachbarten divergierenden Bereiche 48 Schöpffläche löst.
sonst zusammenlaufen würden. Für den guten Betrieb Um eine genaue Ausrichtung der Düsen 38 zu erder Vorrichtung sind solche Ausgleichschaufeln nicht halten, deren Achsen einen gleichmäßigen Abstand
immer erforderlich, dann nämlich, wenn die Düsen von beispielsweise 12,7 mm haben sollen, sind sie in
einen solchen Abstand voneinander haben und so ge- 65 einem gemeinsamen Düsenblock 60 untergebracht,
richtet sind, daß die Ränder der divergierenden Dieser Düsenblock 60 ist am oberen Ende der Kühl-Bereiche
48 ineinander übergehen, um eine praktisch mittelführung 28 und außerdem an der Kühlmittelzugleichmäßige
Kühlmittelschicht 43 zu bilden. Bei zu- leitung 26 befestigt. Die Kühlmittelführung 28 ist mit
einer Schulter 62 zum Ausrichten und einer Anbaufläche 63 versehen; welche letztere senkrecht zu der
Oberfläche des Gießbandes 12 verläuft und an welche der Düsenblock angeklemmt ist.
In der Kühlmittelzuleitung 26 befindet sich eine Reihe von Öffnungen 76, die mit den entsprechenden
Düsenbohrungen fluchten. Um die Öffnungen 76 ist die äußere Fläche Kühlmittelzuleitung an den Stellen
70 abgeflacht, um den Düsenblock 60 gut zur Anlage zu bringen. In dem vorliegenden Beispiel haben die
Düsen eine Länge von 22,225 mm, auf welcher sich der Durchmesser ihrer Bohrung von 6,350 mm auf
3,175 mm verjüngt. Die Rohrleitung 26 kann ebenso wie der Düsenblock 60 und die Kühlmittelführung
28 ein Strangpreßteil aus Aluminium sein.
Um den gewünschten Winkel B für das Auftreffen der Strahlen 39 auf die ebene Führungsfläche 34 zu
erhalten, ist diese ebene Fläche nach rückwärts geneigt, und zwar um den Winkel (D-B) zu der Senkrechten
auf die Gießbandoberfläche, während die Strahlen 39 unter einem Winkel D zu der Senkrechten
nach rückwärts gerichtet sind. In dem vorliegenden Beispiel beläuft sich die Größe des Winkels D auf
etwa 17°; demzufolge ist der Überhangwinkel (D-B) gleich etwa 11°.
Die Ablaufkante 46 für den Ablauf des Kühlmittels befindet sich vorteilhafterweise dicht neben der Oberfläche
des Gießbandes, damit der frei bewegliche Kühlmittelschleier 42 nur auf einer kurzen Strecke
durch die Luft zu wandern hat, bevor er sich mit der Kühlmittelschicht auf dem Gießband vereinigt.
Diese Lage der Ablaufkante dicht neben der Oberfläche des Gießbandes gewährleistet, daß der frei
bewegliche Flüssigkeitsschleier 42 auf die auf dem Gießband befindliche Kühlmittelschicht ohne wesentliehe
Änderung seiner Dicke nach Verlassen der Ablaufkante auftrifft.
Claims (10)
1. Kühlvorrichtung für eine Stranggießmaschine mit zwei beweglichen Gießbändern, die
zwischen mit schmalen Rippen versehenen Walzen vorgesehen sind und denen zur Abstützung
Rippen zugeordnet sind, wobei sich auf den Gießbändern eine fließende Schicht eines Kühlmittels
befindet, dadurch gekennzeichnet, daß Kühlmittelführungen (28) vorgesehen
sind, an deren einem Ende je eine Kühlmittelzuleitung (26) angeordnet ist und die am anderen
Ende eine Führungsfläche (34, 44) aufweisen, an deren Ende für das Kühlmittel eine Ablaufkante
(46) vorgesehen ist, die unter einem kleinen Winkel zu der Oberfläche des Gießbandes (12 bzw..
14) ausgerichtet ist.
2. Kühlvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlmittelführungen
(28) starre Träger sind, an derem Fuß (30) entgegengesetzt der Führungsfläche (34, 44) eine
Kühlmittelschöpffläche (36) angeordnet ist.
3. Kühlvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Kühlmittelführung (28)
einen erweiterten Fuß (30) besitzt, der in eine scharfe Vorderkante (40) für die Kühlmittelschöpffläche
(36) ausläuft.
4. Kühlvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterseite des
Fußes (30) jeder Kühlmittelführung (28) abrupt durch mindestens eine Stufe (41) unterbrochen ist.
5. Kühlvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kühlmittelschöpffläche (36) verschiedene Stufen (53, 54, 55) aufweist (F i g. 4).
6. Kühlvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungsflächen (34, 44) und die Ablaufkante (46) so gestaltet sind, daß durch sie ein
Kühlmittelfilm unter einem Winkel von nicht mehr als 10°, vorzugsweise etwa 6°, auf die
Oberfläche des Gießbandes (12 bzw. 14) gelenkt wird.
7. Kühlvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Kühlmittelzuleitung
(26) mit einer Anzahl parallel angeordneter Düsen (38) versehen ist.
8. Kühlvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen (38) so angeordnet
sind, daß die Strahlen des Kühlmittels auf die Führungsfläche (34) unter einem Winkel von
nicht mehr als 10°, vorzugsweise etwa 6°, auftreffen.
9. Kühlvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß Ausgleichsschaufeln
(50) am Kurventeil der Führungsfläche (34, 44) parallel zur Strömungsrichtung des Kühlmittels,
und zwar vorzugsweise in der Mitte zwischen benachbarten Düsen (38), angeordnet sind (F i g. 2).
10. Kühlvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand zwischen benachbarten Stützrippen (16) für die Gießbänder (12, 14) in deren
Längsrichtung geringer als der 0,6fache Durchmesser dieser Rippen ist (F i g. 2).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen •909 516/1067
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