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DE1292785B - Anordnung zum Nachweis von Bakterien - Google Patents

Anordnung zum Nachweis von Bakterien

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Publication number
DE1292785B
DE1292785B DEF20520A DEF0020520A DE1292785B DE 1292785 B DE1292785 B DE 1292785B DE F20520 A DEF20520 A DE F20520A DE F0020520 A DEF0020520 A DE F0020520A DE 1292785 B DE1292785 B DE 1292785B
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DE
Germany
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strip
sheet
bacterial
bacteria
liquid
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Pending
Application number
DEF20520A
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English (en)
Inventor
Foerg Fritz J
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BACTIASTRIP AG
Original Assignee
BACTIASTRIP AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by BACTIASTRIP AG filed Critical BACTIASTRIP AG
Priority to DEF20520A priority Critical patent/DE1292785B/de
Publication of DE1292785B publication Critical patent/DE1292785B/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12MAPPARATUS FOR ENZYMOLOGY OR MICROBIOLOGY; APPARATUS FOR CULTURING MICROORGANISMS FOR PRODUCING BIOMASS, FOR GROWING CELLS OR FOR OBTAINING FERMENTATION OR METABOLIC PRODUCTS, i.e. BIOREACTORS OR FERMENTERS
    • C12M23/00Constructional details, e.g. recesses, hinges
    • C12M23/02Form or structure of the vessel
    • C12M23/08Flask, bottle or test tube
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12QMEASURING OR TESTING PROCESSES INVOLVING ENZYMES, NUCLEIC ACIDS OR MICROORGANISMS; COMPOSITIONS OR TEST PAPERS THEREFOR; PROCESSES OF PREPARING SUCH COMPOSITIONS; CONDITION-RESPONSIVE CONTROL IN MICROBIOLOGICAL OR ENZYMOLOGICAL PROCESSES
    • C12Q1/00Measuring or testing processes involving enzymes, nucleic acids or microorganisms; Compositions therefor; Processes of preparing such compositions
    • C12Q1/02Measuring or testing processes involving enzymes, nucleic acids or microorganisms; Compositions therefor; Processes of preparing such compositions involving viable microorganisms
    • C12Q1/04Determining presence or kind of microorganism; Use of selective media for testing antibiotics or bacteriocides; Compositions containing a chemical indicator therefor

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  • Sustainable Development (AREA)
  • Measuring Or Testing Involving Enzymes Or Micro-Organisms (AREA)

Description

1 2
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung beträchtlich erhöht, aber gleichzeitig eine Übertragung
zum Nachweis von Bakterienarten oder -gruppen in von Bakterien zwischen benachbarten Oberflächen
Flüssigkeiten oder auf Oberflächen, bestehend aus und damit die Vortäuschung einer größeren Bak-
einem mit Nähr- und gegebenenfalls Teststoffen im- terienzahl verhindert.
prägnierten Blatt oder Streifen aus saugfähigem Ma- 5 Im allgemeinen wird man für die Herstellung des
terial, besonders aus Papier, zur Probenahme mit Streifens nicht gefärbtes bzw. klares Cellulose- oder
einer leicht abtrennbaren Handhabe, untergebracht Kunststoffmaterial verwenden, das — wenn die Stärke
in einer dicht verschlossenen, nach dem Öffnen wie- des Streifens gering ist — auch ein Erkennen von
der verschließbaren Hülle, insbesondere aus ver- Bakterienkulturen gestattet, die sich innerhalb des schweißbarer elastischer Folie, nach Patent 1013 837. io Streifens entwickelt haben. Benutzt man jedoch als
Eine solche Anordnung ermöglicht eine sterile Nährbodensubstanzen oder Teststoffe stark färbende
Probenahme und Bakterienentwicklung ohne jeden Substanzen, dann ist das Erkennen solcher tiefer lie-
apparativen Aufwand oder auch nur die geringsten genden Bakterienkolonien sehr erschwert, wenn nicht
zusätzlichen Hilfsmittel, da der als Nährstoffträger gar überhaupt unmöglich. Man könnte sich zwar dadienende Streifen gleichzeitig die Rolle der Probe- 15 durch helfen, daß man die Streifen in sehr geringer
nahmevorrichtung übernimmt. Die Hülle dient gleich- Stärke ausführt; mit abnehmender Stärke nimmt aber
zeitig als primäre Verpackung des Streifens und im auch das Saugvermögen und damit die Menge der
allgemeinen als Bebrütungsbehältnis. Sie kann als fla- Flüssigkeit ab, die von Streifen aufgesaugt werden
eher Beutel ausgebildet sein, der nach dem Wieder- kann.
einbringen des zur Probeentnahme verwendeten Strei- ao Um trotz größerer Stärke und intensiver Anfärbung fens, ζ. B. flach zusammengedrückt verschlossen wer- des Streifens ein einwandfreies Auszählen der sich den kann, so daß der Beutel keine Luft bzw. keinen entwickelnden Bakterienkolonien möglich zu machen, Sauerstoff mehr enthält. Sie kann aber auch durch ist der Streifen gemäß einer weiteren besonderen Ausentsprechende Faltung bzw. Verschweißung der Öff- führungsform durch eine mikroporöse, als Bakteriennung in einer senkrecht zu der den Boden des Beutels 25 filter wirkende Schicht beidseitig abgedeckt und an bildenden Kante verschlossen werden und bildet dann den Kanten mit einem feuchtigkeitsdichten Abschluß nach dem Verschließen einen Hohlkörper, der eine versehen.
verhältnismäßig große Menge Luft enthält, so daß Taucht man ein solches Gebilde mit einem saug-
der in dieser Luft enthaltene Sauerstoff für die Ent- fähigen Kern in eine Flüssigkeit, so werden die in der wicklung einer größeren Zahl von Bakterienkolonien 30 Flüssigkeit enthaltenen Bakterien beim Einsaugen
ausreicht. derselben an der Außenfläche des Filters zurück-
Für die Probenahme wird der steril verpackte, mit gehalten. Die sich dann bei der Bebrütung auf der
Nährstoffen und gegebenenfalls Teststoffen impräg- Filteroberfläche entwickelnden Bakterien — die in an
nierte Streifen aus seiner Hülle entnommen, in die zu sieh bekannter Weise durch die Poren des Filters mit untersuchende Flüssigkeit getaucht oder mit der zu 35 Nährstoffen versorgt werden — können nach ihrer
untersuchenden Oberfläche in Berührung gebracht Entwicklung zu Kolonien bequem ausgezählt werden,
und dann wieder in die Hülle zurückgegeben. Wäh- Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist der saug-
rend dieser Operationen wird der Streifen nur an fähige Streifen bzw. das Blatt durch feuchtigkeits-
seiner abtrennbaren Verlängerung berührt, die beim abweisende Abgrenzungen in verschiedene Felder Wiedereinbringen in die Hülle abgetrennt wird. Für 40 unterteilt, die mit unterschiedlichen Nähr- und/oder
die Kontrolle von Flüssigkeiten wird ein trockener Teststoffen imprägniert sind.
Streifen verwendet, während der Streifen für die Dadurch wird unter Vermeidung eines Vermischens Untersuchung von Oberflächen feucht sein muß. der unterschiedlichen Stoffe innerhalb des Streifens Diese Anordnung nach dem Hauptpatent, durch eine gleichzeitige Prüfung auf unterschiedliche Bakdie bakteriologische Arbeiten und insbesondere Kon- 45 terienarten oder z. B. der unterschiedlichen Wirkung trollproben wesentlich erleichtert und vereinfacht von Teststoffen oder Gegenmitteln möglich, werden, kann nun noch in verschiedener Weise ver- Schließlich ist eine weitere Ausführungsform gebessert werden, und zwar zum einen dadurch, daß der kennzeichnet durch einen eng um den Streifen herimprägnierte feuchte Streifen zumindest auf einer umgepaßten Abstreifer, der nach der Probenahme Seite durch eine allseitig über den Streifen hinaus- 50 über den Streifen herunterschiebbar ist. ragende abziehbare dünne bakteriendichte Folie ab- Ein solcher Abstreifer ist besonders günstig für die gedeckt ist. Untersuchung dicker oder zäher Flüssigkeiten, wie Diese besondere Ausgestaltung dient zur Überprü- z. B. Rahm, da so mitgenommene überschüssige Flüsfung von Oberflächen, und zwar wird durch die als sigkeitsmengen, die eine ordnungsgemäße Feststellung Berührungsschutz für den Streifen wirkende Folie das 55 der Bakterienkolonien auf oder in dem Streifen unAndrücken des Streifens an die Oberflächen unter möglich machen würden, auf einfache Weise absterilen Bedingungen erleichtert und die Probenahme gestreift werden können.
verbessert. Vor dem Wiedereinbringen des Streifens Allgemein ist es günstig, wenn die gesamte Anordin die Hülle wird die Folie dann abgezogen. nung zumindest kurzzeitig bei Temperaturen über Gemäß einer weiteren Ausgestaltung, die zur Unter- 60 100° C beständig ist, so daß der Streifen vor oder suchung von Flüssigkeiten und insbesondere von Was- nach der Probenahme und Entwicklung ohne weiteres ser auf Krankheitskeime vorgesehen wird, ist der (aus getrocknet und sterilisiert werden kann und — im saugfähigem Material bestehende) Streifen bzw. das letzteren Fall — dann für Dokumentationszwecke zur Blatt zusammen mit einer bakteriendichten Folie zu Verfügung steht. Die Temperaturfestigkeit gestattet einer lockeren Rolle aufgewickelt, die vorzugsweise 63 aber auch den Nachweis von Sporen (Dauerformen) durch eine Manschette zusammengehalten wird. bildenden Bakterien, indem man das bei der Probe-Auf diese Weise wird die Kapazität des Streifens, nähme mit Bakterien und gegebenenfalls Sporen verder in diesem Fall relativ groß gewählt werden kann, sehene flächenhafte Gebilde nach seinem Verschlie-
3 4
Ben in der Hülle zunächst auf eine Temperatur er- Streifen kann man das Auszählen der Kolonien da-
hitzt, bei der nur die Sporen lebensfähig bleiben und durch erleichtern, daß man den Streifen nach seiner
erst nach dieser Erhitzung die Bebrütung durchführt. Bebrütung auf physikalischem Weg, z. B. durch Trän-
Im nachfolgenden wird die Erfindung an Hand der ken mit flüssigen Paraffinen oder Fetten, durchsichtig Zeichnungen naher erläutert; es zeigt 5 macht.
F i g. 1 eine Anordnung zum Nachweis von Bak- Die F i g. 2, 3 und 4 zeigen nun eine gemäß der
terien nach dem Hauptpatent, vorliegenden Erfindung verbesserte Ausführungsform
F i g. 2, 3 und 4 eine gemäß der vorliegenden Er- eines Teststreifens, wie er zum Nachweis von Bak-
findung verbesserte Anordnung, die zur Überprüfung terien auf Körperoberflächen bestimmt ist. In diesem
von Körperoberflächen geeignet ist, und zwar zeigt io Fall wird ein feuchter Streifen 1 verwendet, der in
F i g. 2 den Streifen in seiner Versandhülle, und der Hülle 2 von zwei dünnen, allseitig überragenden
F i g. 3 und 4 dienen zur Veranschaulichung seiner Folien 9 und 10 abgedeckt wird.
Anwendung, Nach Aufschneiden der Hülle an ihrem oberen
F i g. 5, 6 und 7 eine besondere Ausführung der Ende wird der Streifen auf die gleiche Art aus der
Hülle in Seiten-, Auf- und Stirnansicht, 15 Hülle 2 entnommen, wie im Anschluß an F i g. 1 er-
F i g. 8 und 9 einen zu einer lockeren Rolle auf- läutert wurde. Anschließend zieht man die obere
gewickelten Streifen in seiner Verpackung in Aufsicht Folie 9 ab (vgl. F i g. 3) und drückt die dadurch frei
und als Querschnitt, gewordene Fläche des feuchten Streifens gegen die zu
Fig. 10und 11 einen Abschnitt und Querschnitt untersuchende Oberfläche, z.B. eine Tischplatte 11.
eines Streifens mit mikroporöser Abdeckschicht, ao Die Oberseite der Folie 10, die dabei noch über dem
Fig. 12 und 13 einen Streifen mit mehrfacher Streifen 1 liegt, kann dabei unbedenklich mit den
Unterteilung und Händen berührt werden. Die Schmiegsamkeit des
F i g. 14 und 15 schließlich einen Streifen mit Ab- Streifens 1 und der Folie 10 gestattet es, den Streifen
streif vorrichtung, wie er zur Aufnahme von Proben auch um Kanten herum fest anzupressen (vgl. Fig. 4).
aus zähen Flüssigkeiten geeignet ist. 25 Es dürfte klar sein, daß in gleicher oder ähnlicher
Gestalt und Benutzung der nach dem Hauptpatent Weise auch abgerundete oder unregelmäßig geformte
geschützten Anordnung zum Nachweis von Bakterien Körper, z. B. die Oberflächen von Lebensmitteln wie
wird zunächst nochmals kurz an Hand von F i g. 1 er- Fleisch oder Käse, durch den schmiegsamen Streifen
läutert. »abgeklatscht« werden können.
Fig. 1 zeigt einen als Träger für Nähr- und Test- 30 Anschließend an das Anpressen des Streifens an stoffe (Indikatoren) dienenden Streifen 1 aus saug- die zu untersuchende Oberfläche zieht man zunächst fähigem Papier in einer Hülle 2. Der Streifen 1 ist die Folie 10 vorsichtig ab und ergreift sodann den durch eine Perforation 3 in einen unteren langen Streifen an seiner Handhabe 5, um ihn von der Kör-Streifenteil 4 und einen oberen kurzen, als Handhabe peroberfläche vorsichtig abzulösen. Die feuchte Oberdienenden Abschnitt 5 unterteilt. 35 fläche des Streifens 1 hat inzwischen von der zu unter-
Bei Ingebrauchnahme des Streifens wird die Hülle 2 suchenden Oberfläche Bakterien (oder Pilzkeime) durch einen unmittelbar unterhalb der Schweißnaht 7 aufgenommen. Der Streifen wird nunmehr, wie begeführten Schnitte aufgeschnitten und durch Druck reits weiter oben beschrieben, in seine Hülle2 zuauf ihre Seitenkanten aufgedrückt. Durch Schräg- rückgebracht und nach Verschließen der Hülle behalten der Hülle läßt man nun den Streifen so weit 40 brütet.
herausgleiten, bis sein oberer Abschnitt 5 mit den Die taschenartigen Hüllen gemäß F i g. 1 und 2 Fingern erfaßt werden kann, wobei der für den eigent- enthalten relativ wenig Luft. Wird nun für die Entlichen Test dienende längere Streifenteil 4 nicht mit wicklung aerober Keime während des Bebrütungsden Fingern berührt werden soll. Der Streifen wird Vorganges eine größere Menge Luft oder Sauerstoff sodann bis etwa zu der Perforation 3 in die zu unter- 45 benötigt, so kann man, wie in den F i g. 5,6 und 7 gesuchende Flüssigkeit getaucht, wobei sich der untere zeigt ist, die Verschlußnaht 12 senkrecht zur Schweiß-Streifenteil 4 rasch vollsaugt. Der aus der Flüssigkeit naht 6 vorsehen und erhält so einen Hohlkörper, der herausgezogene Streifen wird kurz abgeschüttelt und eine verhältnismäßig große Luftmenge enthält, die in die wiederum durch Druck auf die Seitenkanten selbst für die Entwicklung einer größeren Zahl von weit geöffnete Hülle 2 so tief zurückgesteckt, daß die 50 Kolonien vollkommen ausreicht. Perforation 3 ungefähr 1 cm unterhalb der öffnungs- Für die Züchtung anaerober Keime kann man die kante liegt. Dann wird die Handhabe durch Zug von gleiche Hülle 2 verwenden, wenn man die Luft vor dem restlichen Streifenteil 4 abgetrennt, der dabei dem Verschließen der Hülle durch Zusammenpressen durch Andrücken der Seitenflächen der Hülle fest- praktisch vollständig herausdrückt. Die gleiche Wirgehalten wird, deren Öffnung schließlich durch Um- 55 kung läßt sich auch durch eine Hülle aus schrumpfenfalten, durch eine Rändelnaht oder durch Verschwei- der Folie erzielen, wie sie neuerdings als Verpackungsßen verschlossen werden kann. folie, insbesondere für Lebensmittel bekanntgewor-
In der nunmehr verschlossenen Hülle erfolgt dann den ist, die sich durch thermische oder chemische Beiz. B. in einem Brutraum) die Entwicklung der Bak- einflussung, z. B. durch Eintauchen in heißes Wasser, terien, deren Lage auf dem Teststreifen z.B. durch 60 stark zusammenzieht.
eine Verfärbung eines als Indikator dienenden Färb- Man kann auch einen Behälter mit einem chemi-
stoffes sichtbar wird. sehen, z. B. Sauerstoff absorbierenden Reagens in die
Wenn der Streifen nur verhältnismäßig dünn aus- Hülle einschließen und diesen Behälter nach dem
geführt ist und aus gebleichtem, durchscheinendem Einschließen des Blattes oder Streifens in der Hülle
Material besteht, werden auch die im Inneren des 65 öffnen, etwa zerbrechen oder aufreißen, damit das
Streifens sitzenden Bakterienkolonien durch entspre- Reagens auf den Inhalt der Hülle einwirken kann,
chende Verfärbung deutlich sichtbar. Bei der Benut- F i g. 8 und 9 zeigen eine weitere Ausführungsform,
zung dickerer, weniger durchscheinender Blätter oder die für die Überprüfung relativ keimarmer Flüssig-

Claims (5)

  1. keiten geeignet ist. In diesem Fall wird statt des ein- imprägniert (oder auch gegebenenfalls für entfachen Streifens ein zusammengerolltes Blatt 13 ver- sprechende Untersuchungen mit Antibioticis unterwendet, das eine größere Flüssigkeitsmenge (z. B. schiedlicher Art oder gestaffelter Konzentration ver-10 ml) aufnehmen kann. Dieses Blatt 13 wird zweck- sehen).
    mäßigerweise vor dem Zusammenrollen mit spezifi- 5 Taucht man einen solchen Streifen in eine Flüssigschen Nährstoffen und Indikatoren imprägniert. keit, z. B. Milch, oder drückt man sämtliche Ab-Nach dem Imprägnieren wird das Blatt getrocknet schnitte dieses Streifens auf einer Ausscheidung eines und dann mit einer elastischen, sterilen Folie 14 be- Kranken ab, so werden sich auf den einzelnen Ablegt, die sich beim Zusammenrollen zwischen die ein- schnitten jeweils nur diejenigen Formen von Baktezelnen Blattschichten einfügt (vgl. Fig. 9). Durch io rien entwickeln, für die die Zusammenstellung des jediese Folie 14 werden die einzelnen Wickellagen der weiligen Nährbodens und der Teststoffe in dem beRolle voneinander getrennt, so daß eine Ausbreitung treffenden Abschnitt besonders geeignet ist. Durch von Bakterienkolonien von einer Lage zur anderen Auszählen und Vergleichen der einzelnen Bakterienunmöglich und so die Vortäuschung einer größeren kolonien, die sich auf den unterschiedlichen AbZahl von Kolonien ausgeschlossen wird. Die Rolle 15 schnitten des Streifens gebildet haben, kann nun das wird durch einen Folienring 15 zusammengehalten. Verhältnis dieser einzelnen Formen zueinander fest-
    Die Probenahme und Bebrütung erfolgt bei dieser gestellt werden.
    Ausführungsform analog zu der bereits weiter oben In den Fig. 10 und 11 ist eine besondere Ausbilbeschriebenen Technik. Nach der Bebrütung öffnet dung eines Blattes oder Streifens dargestellt, bei der man die Hülle wieder, entnimmt ihr das zusammen- 20 ein stark saugfähiges Streifenmaterial 22, ζ. Β. Filtergerollte Blatt 13, löst den Folienring 15 und breitet papier, beiderseits mit je einem ganz dünnen, mikrodas Blatt aus. Auf der ausgebreiteten Fläche des Blat- porösen, als Bakterienfilter wirkenden Stoff — z. B. tes läßt sich nun — gegebenenfalls unter Berück- einer dünnen Papierschicht 23 — abgedeckt ist. An sichtigung beider Seiten des Blattes — die Anzahl der den Seitenkanten sind Abdeckleisten 24 aus flüssig Bakterienkolonien einwandfrei auszählen. 25 aufgebrachtem und dann erstarrtem Kunstharz, Das Verfahren arbeitet außerordentlich zuverlässig Wachs oder Paraffin vorgesehen, die die Schmalseiten quantitativ, da bei entsprechender Ausbildung des als des Blattes oder Streifens 22 feuchtigkeits- und Träger für die Nährbodensubstanz dienenden Papiers, bakteriendicht abschließen. Beim Eintauchen eines aus dem die Rolle 13 hergestellt wird, ganz genau solchen Streifens in eine Flüssigkeit dringt diese 10 ml Wasser in einer bestimmten Rolle aufgenommen 30 Flüssigkeit durch die dünnen Bakterienfilterschichten werden. Vergleichsversuche nach den bisher üblichen, 23 in den stark saugfähigen Innenteil 22 ein, wobei wesentlich umständlicheren Nachweismethoden haben die Bakterien in den Filterschichten 23 zurückgehaldie Zuverlässigkeit des neuen Verfahrens eindeutig ten werden.
    bestätigt. Die sich in den Filterschichten entwickelnden und Auch diese aufgerollten Streifen kann man nach 35 aus den vorwiegend im saugfähigen Innenteil 22 bedem Trocknen bzw. Sterilisieren für Dokumentations- findlichen Nährmedien ernährten Bakterienkolonien zwecke verwenden. So kann man z. B. das gründlich sitzen nun sämtlich auf der Außenseite des Streifens, getrocknete, gegebenenfalls auch desinfizierte Blatt sie können daher nach ihrer Entwicklung bequem unmittelbar in einen Schnellhefter oder eine Kartei ausgezählt werden, auch wenn der Streifen durch einordnen, nachdem man es mit den notwendigen 40 gegebenenfalls erforderliche Nährstoffe sehr stark anAngaben über Datum und Art der Untersuchung ver- gefärbt wird oder wenn ein dicker Streifen mit versehen hat. hältnismäßig großem Saugvolumen gebraucht wird. Dieser auf einfache Weise zu sichernde dokumen- In den F i g. 14 und 15 ist noch eine besondere tarische Nachweis über das Ergebnis der durch- Abstreifvorrichtung dargestellt, die vor allem vorteilgeführten Untersuchung ist ein Vorteil der neuen 45 haft für die Probenahme bei zähen Flüssigkeiten anArbeitsweise gegenüber den meisten bisher gebrauch- wendbar ist. Der Streifen 1 ist hier an seiner Handlichen Verfahren. So ist beispielsweise die Aufnahme habe 5 mit einem eng um den Streifen herumgefalteder bakterienhaltigen Nährböden von Petrischalen- ten Folienstück 25 versehen, dessen Enden 26 f ahnen-Untersuchungen in eine Kartei oder einen Schnell- artig zusammengelegt und z.B. durch Schweißung hefter schlechterdings unmöglich. 50 fest miteinander verbunden sind.
    Von besonderem Vorteil kann gelegentlich die Zu- Taucht man den in F i g. 14 dargestellten Streifen sammenfassung mehrerer unterschiedlicher Nähr- mit seinem Streifenteil 4 in eine zähe Flüssigkeit, z. B. boden auf dem gleichen Blatt oder Streifen sein. Sahne, ein, damit sich der Streifen bis zu der Perfo-Wenn man z.B. unterschiedlich reagierende ration vollsaugt, so würde nach dem Herausziehen Bakterienstämme ein und derselben Grundform oder 55 des Streifens der untere Streifenteil 4 dick mit Sahne auch ganz verschiedenartige Bakteriengruppen überzogen sein. Durch Herunterschieben des Abgleichzeitig feststellen will, so kann man hierzu den streifers 25, 26 über den ganzen Streifenteil 4 läßt in Fig. 12 und 13 gezeigten Streifen 16 mit oberer sich der Überschuß an Sahne27 (vgl. Fig. 15) voll-Handhabe 5 verwenden, der vor der Imprägnierung ständig abstreifen, so daß später die Entwicklung von mit Nähr- und/oder Teststoffen mit Abgrenzungen 60 Bakterienkulturen auf dem nur dünn mit Sahne be-17 aus feuchtigkeitsabweisendem Material, z. B. neu- netzten Streifenteil 4 gut zu erkennen ist. tralen Wachsen oder Paraffinen, versehen wird, die Ein solcher Streifen kann mit der fest auf die bis in das Innere des Streifens eindringen und die Handhabe 5 aufgesetzten Abstreifvorrichtung 25,26 Abschnitte 18,19,20 und 21 des Streifens 16 feuch- in einer Hülle gemäß F i g. 1 geliefert werden, tigkeitsdicht gegeneinander abgrenzen. 65
    Im Anschluß an die Herstellung dieser Abgren- Patentansprüche:
    Zungen werden dann die Streifenabschnitte einzeln 1. Anordnung zum Nachweis von Bakterien-
    mit den Nährbodensubstanzen und/oder Teststoffen arten oder -gruppen in Flüssigkeiten oder auf
    Oberflächen, bestehend aus einem mit Nähr- und gegebenenfalls Teststoffen imprägnierten Blatt oder Streifen aus saugfähigem Material, besonders aus Papier, zur Probenahme mit einer leicht abtrennbaren Handhabe, untergebracht in einer dicht verschlossenen, nach dem öffnen wieder verschließbaren Hülle, insbesondere aus verschweißbarer elastischer Folie, nach Patent 1013837, dadurch gekennzeichnet, daß der imprägnierte feuchte Streifen zumindest auf einer Seite durch eine allseitig über den Streifen hinausragende abziehbare dünne bakteriendichte Folie abgedeckt ist.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Streifen bzw. das Blatt zusammen mit einer bakteriendichten Folie zu einer lockeren Rolle aufgewickelt ist, die vorzugs-
    weise durch eine Manschette zusammengehalten wird.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Streifen durch eine mikroporöse, als Bakterienfilter wirkende Schicht beidseitig abgedeckt und an den Kanten mit einem feuchtigkeitsdichten Abschluß versehen ist.
  4. 4. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der saugfähige Streifen bzw. das Blatt durch feuchtigkeitsabweisende Abgrenzungen in verschiedene Felder unterteilt ist, die mit unterschiedlichen Nähr- und/oder Teststoffen imprägniert sind.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen eng um den Streifen herumgepaßten Abstreifer, der nach der Probenahme über den Streifen herunterschiebbar ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 90? 5WU 67
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3640114A1 (de) * 1986-11-24 1988-06-01 Volker Barkey Vorrichtung zum nachweis der wirksamkeit eines desinfektionsprozesses bei anwendung von desinfektionsmitteln in einem waschvorgang
DE102006016326A1 (de) * 2006-04-06 2007-10-18 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. Vorrichtung und Verfahren zur Schnellmessung eines mikrobiologischen Zustands einer Probe
DE102010005622A1 (de) * 2010-01-25 2011-12-15 Umweltmykologie Dr. Dill & Trautmann Gbr (Vertreten Durch Den Gesellschafter: Dr.Trautmann, 10961 Berlin) Folien - Test

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