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DE1292692B - Vorrichtung zum Umschmelzen von Metallen nach dem Elektroschlackeumschmelzverfahren - Google Patents

Vorrichtung zum Umschmelzen von Metallen nach dem Elektroschlackeumschmelzverfahren

Info

Publication number
DE1292692B
DE1292692B DE1967V0034696 DEV0034696A DE1292692B DE 1292692 B DE1292692 B DE 1292692B DE 1967V0034696 DE1967V0034696 DE 1967V0034696 DE V0034696 A DEV0034696 A DE V0034696A DE 1292692 B DE1292692 B DE 1292692B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
electrode
turntable
clamping
crystallizers
clamping elements
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1967V0034696
Other languages
English (en)
Inventor
Frauenstein Manfred
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Edelstahlwerk 8 Mai 1945 Freital VEB
Original Assignee
Edelstahlwerk 8 Mai 1945 Freital VEB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Edelstahlwerk 8 Mai 1945 Freital VEB filed Critical Edelstahlwerk 8 Mai 1945 Freital VEB
Priority to DE1967V0034696 priority Critical patent/DE1292692B/de
Publication of DE1292692B publication Critical patent/DE1292692B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B7/00Heating by electric discharge
    • H05B7/02Details
    • H05B7/10Mountings, supports, terminals or arrangements for feeding or guiding electrodes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B9/00General processes of refining or remelting of metals; Apparatus for electroslag or arc remelting of metals
    • C22B9/16Remelting metals
    • C22B9/18Electroslag remelting

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Plasma & Fusion (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Umschmelzen von Metallen nach dem Elektroschlackeumschmelzverfahren.
  • Beim Elektroschlackeumschmelzverfahren wird in einem Kristallisator unter einer Schlacke eine selbstverzehrende Elektrode zu einem Block umgeschmolzen.
  • Zum Umschmelzen von Metallen nach diesem Verfahren sind bereits zahlreiche Anlagen bekanntgeworden, die dem Mindestaufwand der technologischen Seiten Rechnung tragen und aus einer am Boden stehenden Kokille und einem geführten Arm bestehen, an dessen Ende eine Stahlelektrode eingespannt wird. Das Absenken des Armes und damit der Elektrode erfolgt-in der-Geschwindigkeit, wie es der Schmelzprozeß -erfordert. Die Spannbacken zur Halterung der Elekttbde Werden meist zugleich für die Stromübertragung verwendet. Die Zuleitung zur Bodenplatte ist bei ortsveränderlichen Kokillen als flexibles Kabel ausgebildet. Neuere Anlagen verringern die Bauhöhe dadurch, daß zwei absenkbare Arme an einem Führungssäulensystem angeordnet sind und jeweils ein Arm die Vorschubbewegung ausführt, während der andere Arm mit geöffneten Backen über den ersten Arm hinwegfährt und in der unteren Endstellung die Backen des ersten Armes öffnen, während die Backen des anderen Armes die Führung und den Vorschub der Elektrode übernehmen. Zum Einführen einer neuen Elektrode muß diese jedoch über die Armhöhe hinaus angehoben werden oder bei ausgefahrener Kokille von unten zugeführt werden. Beide Arten der Zuführung erfordern ein, kompliziertes .Manöver, wobei im ersten Falle noch eine letnächtliche Hubhöhe des Hebe- , zeuges hinzukommt. Außerdem wird das Hebezeug zu ganz bestimmten Zeitpunkten benötigt, was im Produktionsbetrieb nicht immer garantiert ist und zu Wartezeiten führen kann. Ein weiterer Nachteil dieser Anlagen besteht darin, daß vom festgelegten Querschnitt abweichende Elektrodenformen, insbesondere Spießkante, und in ihrer Längsachse verzogene, gegossene oder * gewalzte Elektroden nicht verarbeitet werden können, da bei einem spießkantigen Querschnitt die Backenflächen nur zu einem geringen Teil die Elektrodenoberfläche berühren und damit die Übertragung der Elektroenergie ungünstig beeinflußt wird. Gleichfalls können in sich verdrehte und vom runden Querschnitt abweichende Elektrodenformen durch diese Arten der Führung für Elektroden nicht verwendet werden.
  • Des weiteren sind Anlagen bekannt, die mit mehreren Kokillen bestückt sind. So ist eine Anlage bekanntgeworden, die einen Dreiphasenstrom dazu ausnutzt, drei Blöcke gleichzeitig zu erzeugen. Auch diese Anlagen ermöglichen keinen höheren Zeitgrad und greifen in der Wahl der mechanischen Mittel auf die geschilderten bekannten Lösungen zurück. Weitere Nachteile treten dadurch auf, daß das Einführen der Elektroden kompliziert ist, da entweder das Haltern der Elektrode durch Schrauben, Druckbacken oder durch Klemmbacken erfolgt. Im zweiten Falle ist es erforderlich, daß die Elektrode mit ihrem unteren Ende bis über das obere Spannbackenpaar gehoben wird und danach zwischen die geöffneten Spannbacken gesenkt wird. Ein sorgfältiges Ausrichten der Elektrode mit dem Ziel, die Achse des Kristallisators und der Elektrode in angenäherte übereinstimmung zu bringen, ist bei einer solchen Art der Elektrodenhalterung unbedingt erforderlich.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anlage zum Umschmelzen von Metallen nach dem Elektroschlackeumschmelzverfahren zu schaffen, mit der es möglich ist, Vormaterial beliebiger geometrischer Formen im umgerichteten Walz- oder Gießzustand umzuschmelzen und die Elektroden bis auf das Einspannende abzuschmelzen.
  • Des weiteren ist es Aufgabe- der Erfindung, die technologisch bedingten Verlustzeiten möglichst gering zu halten.
  • Erfindungsgemäß wird dies durch eine Anlage mit folgenden Kombinationsmerkmalen erreicht: a) Zwei oder mehrere Kristallisatoren sind auf je einer Grundplatte befestigt, die auf einer Dreh-Scheibe angeordnet sind; b) eine Seite der Grundplatten jeder Kokille ist als Kontaktstück ausgebildet, und in Schmelzstellung des Kristallisators ist durch geeignete Verbindungselemente ein elektrischer Kontakt schließbar, c) mindestens ein Elektrodenständer ist auf der Drehscheibe angeordnet, der eine Elektrode haltert, d) die Elektrodenhalterung besteht aus zwei Spannelementen, von denen jedes eine oder mehrere Spannbacken besitzt, die kardanisch gelagert sind und bei insgesamt mehr als drei Spannbacken - bei zwei und mehr Spannbacken pro Spannelement - die Spannbacken eines oder beider Spannelemente auf einem drehbar gelagerten Steg angeordnet sind, e) die Spannelemente sind auf einem höhenverstellbaren Spannarm angeordnet, dessen Masse und vorzugsweise die halbe Elektrodenmasse durch eine Gegenmasse ausgleichbar ist, der durch seine potentielle Energie gleichzeitig die die Spannelemente betätigende Kraft ist, derart, daß die Gegenmasse am Ende eines Winkelhebelarmes befestigt ist, dessen anderes Ende mit den Spannelementen verbunden ist, f) oberhalb der Kokille, die sich in Schmelzstellung befindet, ist eine wegschwenkbare Führung angeordnet.
  • Die Anlage ist noch dadurch gekennzeichnet, daß die Kristallisatoren und der Elektrodenständer vorzugsweise auf einem gemeinsamen Teilkreis auf der Drehscheibe so angeordnet sind, daß sich die Spannelemente über dem Teilkreis befinden. Bei der Anordnung von zwei Kristallisatoren auf der Drehscheibe ist ein Elektrodenständer vorhanden und der Antrieb der Drehscheibe vorzugsweise reversierbar ausgebildet. Bei einer Anlage, die zwei oder mehrere Kristallisatoren auf der Drehscheibe besitzt, ist ein Elektrodenständer zwischen jedem Kristallisator angeordnet. Im Mittelpunkt der Drehscheibe ist ein zentraler Kühlmittelfluß angeordnet und durch das Kühlmittel Kristallisatoren und Bodenplatten kühlbar. Unter der Drehscheibe ist eine zentrisch angeordnete muldenförmige Abflußrinne vorhanden. Der Elektrodenständer besteht aus Führungskörpern, die von einem durch das Gewicht der Elektroden absenkbaren Boden angelenkt sind, so daß sich die Führungskörper doppelseitig an die Elektrode anlegen. Die wegschwenkbare Führung ist als Absaugung ausgebildet. Zum Öffnen der Spannelemente am Ende des Winkelhebels ist eine Rolle angeordnet; über die ein Seil geführt ist, das an einem Ende am Gestell und am anderen an einer Zugvorrichtung befestigt ist.
  • Nachfolgend soll die Erfindung näher erläutert werden. Es zeigt F i g. 1 eine Gesamtansicht der Anlage, F i g. 2 eine Seitenansicht eines Elektrodenhalters, F i g. 3 ein System zum Absenken eines Spannarmes, F i g. 4 ein System zum Absenken eines Spannarmes, F i g. 5 ein System zum Spannen der Elektroden, F i g. 6 eine Seitenansicht einer Führungssäule und F i g. 7 die Draufsicht nach F i g. 6.
  • Ein Gestell 1, das portalartig ausgebildet ist, führt an Führungsschienen 2 einen Spannarm 3 (F i g. 1). Der Spannarm 3 besitzt eine Spannvorrichtung 4, die sich vorteilhaft in der Mitte des Spannarmes 3 befindet. Unter dem Spannarm 3 ist eine Drehscheibe 5 so angeordnet, daß sich das Spannzentrum der Spannvorrichtung 4 über einem gedachten Kreis der Drehscheibe 5 befindet, auf dem in abwechselnder Folge Kristallisatoren 6 und Elektrodenständer 7 befestigt sind. Im Beispiel sind jeweils zwei Kristallisatoren 6 und zwei Elektrodenständer 7 dargestellt, die wechselweise auf der Drehscheibe 5 angeordnet sind.
  • Der Elektrodenständer 7 besteht aus einem Rahmen 8 (F i g. 2), an dessen oberem Teil ein Winkelhebelpaar, bestehend aus den Winkelhebeln 9 und 10, gelagert ist. Am Ende der kürzeren Schenkel der Winkelhebel 9 und 10 sind Prismenrollen 11 und 12 drehbar gelagert. An den freien Enden der Winkelhebel 9 und 10 sind Koppeln 13 und 14 gelenkig gelagert. Am Ende der Koppel 13 ist ein Zentriertrichter 15 angeordnet, der je nach der Querschnittsform der Elektrode prismatisch oder rund ausgebildet ist. Die Koppel 14 ist durch ein Gelenk mit dem Zentriertrichter 15 verbunden. Seitlich am Rahmen 8 des Elektrodenständers 7 ist ein Zahnsegment 16 gelagert, das durch ein Koppel 17 mit dem Zentriertrichter 15 gelenkig verbunden ist. Das Zahnsegment 16 ist mittels eines Handrades 19 über eine Schnecke 18 schwenkbar. Die Drehscheibe 5 besitzt einen hohlen Führungszapfen 20, an den eine Kühlmittelzuleitung 21 angeschlossen ist. Auf der Drehscheibe 5 ist ein Verteilungsstück 22 installiert, von dem Leitungen 23 und 24 zu den Kristallisatoren 6 führen. In den Leitungen 23 und 24 sind Absperrventile 25 angeordnet. Die Leitungen 23 und 24 münden in den Fußteil der Kristallisatoren 6. Vom Kopfteil der Kristallisatoren 6 führt eine Abflußleitung 26 und 27 durch die Drehscheibe 5 in eine zentrisch zum Führungszapfen 20 der Drehscheibe 5 angeordnete Abflußrinne 28.
  • Die Kristallisatoren 6 bestehen aus einer Grundplatte 29, die mittig einen Einschnitt besitzt, aus einer Bodenplatte 30 und Kristallisatorwänden 31 und 32, zwischen denen ein Kühlmittel fließt. Die Bodenplatte 30 besteht meist aus Kupfer und ist so ausgebildet, daß sie in radialer Richtung der Drehscheibe 5 eine Lasche 33 aufweist, die sich über den Rand der Drehscheibe 5 erstreckt. Neben der Drehscheibe 5, unter dem Gestell 1, befindet sich eine Säule 34 (F i g. 6 und 7). In ihr sind Hebel 35 und 36 gelagert, die an einem Ende Klemmbacken 37 und 38 haltern. Am anderen Ende der Hebel 35 und 36 ist die Kolbenstange bzw. der Boden eines Spannzylinders 39 befestigt. Stromschienen 40 und 41 führen zu den Klemmbacken 37 bzw. 38. Führungsarme 42 und 43 sind an der Säule 34 gelagert und durch eine Zahnstange 44 sowie Zahnsegmente 45 und 46 auseinanderschwenkbar. Die Führungsarme 42 und 43 sind so ausgebildet, daß sie die Öffnung des Kristallisators 6, der sich in Schmelzstellung, d. h. unter der Spannvorrichtung 4 befindet, umschließen. Der Querschnitt der freien Enden der Führungsarme 42 und 43 erweitert sich; an ihrem Ende sind der Elektrodenform angenäherte Ausschnitte angebracht, wobei an den Stirnseiten Rollen 47 zur leichteren Führung der Elektroden angeordnet sind. Die Führungsarme 42 und 43 sind hohl ausgebildet und über Rohrleitungen 48 und 49 mit einem Lüfter 50 ver= bunden.
  • Zum parallelen Heben und Senken des Spannarmes dient ein Seil 51 (F i g. 3), das an beiden Seiten des Spannarmes 3 befestigt ist und über im Gestell 1 gelagerte Rollen 52, 53 und 54 geführt ist. Ein Seil 55; an dem eine Gegenmasse 56 befestigt ist und ebenfalls über Rollen 57 a und 58 a am Spannarm 3 -angreift, hält das Gleichgewicht. Das Seil 55 ist jedoch nicht direkt mit dem Spannarm -3 verbunden, sondern am langen Schenkel eines Winkelhebels 57. Der andere Schenkel des Winkelhebels 57 ist über eine Druckstange 58 mit der Spannvorrichtung 4 verbunden. Zum Heben oder- Senken des Spann'-armes 3 ist eine der. Rollen 52, 53 oder 54 angetrie= ben. Soll die erforderliche Antriebsleistung gesenkt oder zur besseren. Regulierung der Seilweg- verlängert werden, so sind am Spannarm 3 Rollen 59 und 60 vorgesehen (F i g. 4)um die das Seil 51 geführt und am Gestell l befestigt wird.
  • Die Spannvorrichtung 4 (F i g. 5) besteht im einzelnen aus Spannbacken 61, 62, 63 und 64, die zu zwei Paaren zusammengefaßt sind. Jede Spannbacke 61, 62, 63 und 64 ist an einem Kreuzgelenk 65, 66, 67 und 68 befestigt sowie die Kreuzgelenke 65, 66; 67 und 68 durch Stege 69 und 70 miteinander verbunden. Der Steg 70 ist im Spannarm 3- drehbar gelagert, wobei die Drehachse senkrecht zur Ebene des Spannarmes 3 angeordnet ist. Der Steg 69 ist an der Druckstange 58 befestigt und somit die Spannbacken 61 und 62 in der Ebene des Spannarmes 3 verschiebbar: Im folgenden wird die Wirkungsweise der Anlage erläutert: Durch ein Hebezeug wird eine Elektrode in senkrechter Lage in den Elektrodenständer 7 eingeführt. Die Prismenrollen 11 und 12 werden durch das Absenken der Elektrode auseinanderbewegt und in der Folge über die Winkelhebel 9 und 10 sowie die Koppeln 13 und 14 der Zentriertrichter 15 angehoben. Beim Aufsetzen der Elektrode auf den Zentriertrichter 15 pressen sich die Prismenrollen 11 und 12 durch das Eigengewicht der Elektrode an ihre Oberfläche an. Zur Korrektur der senkrechten Lage der Elektrode kann der Zentriertrichter 15 mittels des Handrades 19 in horizontaler Richtung verschoben werden. Durch Verschieben der Zahnstange 44 werden die Führungsarme 42 und 43 auseinandergeschwenkt und der Spannarm 3 durch Bewegen des Seiles 51 angehoben. Zum Öffnen der Spannvorrichtung 4 dient ein Seil 75, welches über die Umlenkrollen 73 und 74 und eine Rolle 72 am Ende des Winkelhebels 57 geführt ist, und das Seilende ist am Gestell befestigt. Das freie Ende des Seiles 75 ist auf einer Zugvorrichtung befestigt. Zum Zwecke des Öffnens der Spannvorrichtung 4 wird auf das Seil 75 eine Zugkraft übertragen, die die am Seil 55 wirkende Kraft der Gegenmasse 56 überwindet und den Winkelhebel 57 um seinen Drehpunkt schwenkt. Durch Drehen der Drehscheibe 5 wird der Elektrodenständer 7 mit der Elektrode unter die geöffnete Spannvorrichtung 4 geschwenkt. Bei in ihrer Längsrichtung verzogenen Elektroden wird das freie Ende der Elektrode bedarfsweise durch Verschieben des Zentriertrichters 15 des Elektrodenständern 7 nachjustiert, so daß die geöffnete Spannvorrichtung 4 ohne Schwierigkeiten über das freie Ende der Elektrode abgesenkt werden kann. Der Spannarm 3 wird durch Bewegen des Seiles 51 so weit abgesenkt, daß sich das erforderliche Einspannende der Elektrode in der Spannvorrichtung 4 befindet. Durch Entlasten des Seiles 75 wird über den Winkelhebel 57 durch die Gegenmasse 56 über das Seil 55 und die Druckstange 58 die erforderliche Kraft auf die Spannbacken 61 und 62 übertragen. Insbesondere beim Einsatz vgn Walzknüppeln als Elektroden ist durch Glas Sehopfen das Stabende meist deformiert, Um trotzdem die Elektrode am Ende spannen zu können, sind die Spannbatiken 61, 62, 63 und 64 durch Kreuzgelenk 65, 66, 67 und 68 kardanisch gelagert und zusätzlich die Spannbacken 63 und 64 auf einem drehbar gelagerten Steg 70 verbunden. Durch diese Art der Anordnung der Spannbacken 61, 62 63 und 64 sind Querschnittsabweiehungen und Längsverzug Ahne Enfluß auf das einwandfreie Anliegen der Backenflächen an der Elektrode, Durch Anheben des Spannarmes In bereits geschilderter Weise, wird die Elektrode aus dem Elektrodenständer 7 herausgehoben. Daraufhin wird die Drehscheibe 5 weitergeschwenkt, bis die zum Schmelzen vorbereitete Kokille 6 mit ihrer öffnung unter dem Ende der Elektrode steht, Danach wird der Spannarm 3 abgesenkt und die Führungsarme 42 und 43 an die Elektrode geschwenkt, bis die Rollen 47 an der Oberfläche der Elektrode anliegen. Damit wird zugleich eine Korrektur hinsichtlich der zentrischen Lage der Elektrode durchgeführt. Durtih Schließen der Klemmbacken 37 und 38; die durch die Hebel 35 und 34 von dem Spannzylinder 39 betätigt werden, wird der elektrische Kontakt zur Bodenplatte 30 über die Lasche 33 hergestellt, Durch öffnen des Absperrventils 25 wird die Kühlung der Bodenplatte 30 und der Kristallisatorwände 31 und 32 bewirkt. Das Kühlmittel fließt vom Kopfteil des Kristallisators 6 über eine Abflußleitung 26 in die Abflußrinne 28. Vor dem Zünden der Elektrode in der Kokille 6 wird der Lüfter 50 eingeschaltet, der durch die hohl ausgebildeten Führungsarme 42 und 43 die sich beim Zünden und Schmelzen bildenden Gase und den. entstehenden Staub absaugt, Während des Schmelzprozesses wird der Spannarm 3 jeweils in erforder= lichem Maße abgesenkt, bis er sieh unmittelbar über den Führungsarmen 42 und 43 befindet. Zu diesem Zeitpunkt werden die Führungsarme 42 und 43 in beschriebener Weise zur Seite geschwenkt und die Elektrode bis auf das Einspannende abgeschmolzen. Mit der Beendigung des Schmelzvorganges wird der Spannarm 3 etwas angehoben, die Klemmbacken 37 und 38 gelöst und die Kokille 6 aus ihrer Schmelzstellung durch Drehen der Drehscheibe 5 geschwenkt. Durch Öffnen der Spannvorrichtung 4 wird das Einspannende der Elektrode entfernt und der Spannarm 3 angehoben. Während des Schmelzprozesses werden durch ein Hebezeug neue Elektroden in die Elektrodenständer 7 auf der Drehscheibe 5 eingesetzt. Nach dem Entfernen des umgeschmolzenen Blockes aus der Kokille 6 wird diese von anhaftenden Schlackenresten gesäubert und -für den nächsten Umschmelzvorgang vorbereitet. Durch weiteres Schwenken der Drehscheibe 5 wird der Elektrodenständer 7 mit der neuen Elektrode unter den Spannarm. geschwenkt, und der beschriebene Zyklus beginnt von neuem.
  • Durch die vorstehend beschriebene- Anlage wird erreicht; daß Elektroden umgeschmolzen werden können, ohne größere Forderungen bezüglich ihrer Toleranzen hinsichtlich Querschnitts- und Längsabweichungen zu stellen, Die technologisch bedingten Stillstandszeiten werden auf ein Minimum rede. ziert, da die gesamte Dauer eines Schmelzprozesses zur Verfügung steht, um den nächsten vorzubereiten. Durch die vorgeschlagene Anlage wird eine weitgehend zeitliche Unabhängigkeit von Hebezeugen beispielsweise Laufkranen erreicht.

Claims (10)

  1. Patentansprliche: 1. Vorrichtung zum Umschmelzen von Metal-len nach dem Elektroschlackeumschmelzverfahs ren, gekennzeichnet durch die Kombination folgender Merkmale: a) Zwei oder mehrere Kristallisatoren (6) sind auf Grundplatten (29) befestigt, die auf einer Drehscheibe (5) angeordnet sind, b) eine Seite der Grundplatten (29) jeder Kokille (6) ist als Kontaktstück ausgebildet und in! Schmelzstellung des Kristallisators (6) durch geeignete Verbindungselemente ein! elektrischer Kontakt schließbar, e) auf der Drehscheibe (5) ist mindestens ein Elektrodenständer (7) angeordnet, der eine Elektrode (71) haltert, d) die Elektrodenhalterung besteht aus zwei Spannelementen, von denen jedes eine oder. mehrere Spannbacken (61, 62, 63 und 64) besitzt, die kardanisch gelagert sind und bei insgesamt mehr als drei Spannbacken --, bei zwei und mehr Spannbacken pro Spannelement - die Spannbacken eines oder beider Spannelemente auf einem drehbar gelagerten Steg (70) angeordnet sind, e) die Spannelemente sind auf einem höhenverstellbaren Spannarm (3) angeordnet, dessen Masse durch eine Gegenmasse. (56) ausgleichbar ist, die durch ihr Gewicht gleichzeitig die die Spannelemente betätigende Kraft ist, derart, daß die Gegenmasse (56) am Ende des Winkelhebels (57) an" greift, dessen anderes Ende mit den Spannelementen verbunden ist, f) oberhalb der Kokille (6), die sich in Schmelzstellung befindet, sind wegschwenkbare Führungsarme (42; 43) angeordnet.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kristallisatoren (b) und die Elektrodenständer (7) vorzugsweise auf einem gemeinsamen Teilkreis auf der Drehscheibe (5) so angeordnet sind, daß die Spannelemente sich über dem Teilkreis befinden.
  3. 3, Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Anordnung von zwei Kristallisatoren (6) auf der Drehscheibe (5) ein Elektrodenständer (7) vorhanden ist, wobei der Antrieb der Drehscheibe (5) vorzugsweise reversierbar ausgebildet ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Anordnung von zwei oder mehreren Kristallisatoren (6) auf der Drehscheibe (5) jedem Kristallisator (6) ein Elektrodenständer (7) zugeordnet ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Mittelpunkt der Drehscheibe (5) eine zentrale Kühlmittelzuleitung (21) angeordnet ist und durch das Kühlmittel Kristallisatoren (6) und Bodenplatten (30) kühlbar sind.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß unter der Drehscheibe (5) eine zentrisch angeordnete, muldenförmige Abflußrinne (28) vorhanden ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrodenständer (7) aus Führungskörpern besteht, die an einem durch das Gewicht der Elektroden absenkbaren Boden angelenkt sind, so daß sich die Führungskörper doppelseitig an die Elektrode anlegen. B.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wegschwenkbaren Führungsarme (42; 43) als Absaugung ausgebildet sind.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Öffnen der Spannelemente am Ende des Winkelhebels (57) eine Umlenkrolle (72) angeordnet ist, über die ein Seil (75) geführt ist, das an einem Ende am Gestell (1) und am anderen an einer Zugvorrichtung befestigt ist.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Masse des höhenverstellbaren Spannarms (3) und die halbe Elektrodenmasse durch ein Gegengewicht (56) ausgleichbar sind.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3507785A1 (de) * 1984-03-14 1985-09-19 Aichi Steel Works, Ltd., Tokai, Aichi Lagerstahl und verfahren zu seiner herstellung
WO2014177129A3 (de) * 2013-04-30 2015-03-05 Ald Vacuum Technologies Gmbh Umschmelzofen und kardangelenk für die elektrodenstangenhalterung eines umschmelzofens

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SU156567A1 (de) *

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