DE1292381B - Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Poly-ª‡-olefinen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Poly-ª‡-olefinenInfo
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Description
1 2
Aus den ausgelegten Unterlagen der belgischen auf die Wertigkeit des Metalls der IV., V. oder VI. Ne-Patente
533362, 534 792 und 534 888 ist es bekannt, bengruppe, z. B. 0,4 bis 12 Mol Triisobutylaluminium
daß man Äthylen bei Temperaturen bis zu 250° C auf 1 Mol Titantetrachlorid, angewandt, wenn auch
und niedrigen Drücken unter Verwendung von größere oder geringere Mengen angewandt werden
Katalysatoren, die aus Organometallverbindungen 5 können. Wenn die Schwermetallverbindung ein Metall-
und Verbindungen von Schwermetallen der IV. bis acetylacetonat ist, wird die aluminiumorganische
VT. Nebengruppe des Periodensystems bestehen, poly- Verbindung vorzugsweise in größeren Mengen angemerisieren
kann. Es ist aber in diesen Druckschriften wendet, z. B. bis zu 24 Mol oder mehr Triisobutylauch
davon die Rede, daß man bei so hohen Drücken, aluminium auf 1 Mol Zirkonacetylacetonat. An Stelle
wie sie technisch noch möglich sind, polymerisieren io der aluminiumorganischen Verbindungen können
könne. In den genannten ausgelegten Unterlagen des andere metallorganische Verbindungen, wie Zinkbelgischen Patents 533 362 wird ferner auch eine alkyle, Magnesiumalkyle u. a., angewandt werden.
Arbeitsweise in Abwesenheit eines flüssigen Mediums Es ist nicht genau bekannt, welche Struktur der
in Betracht gezogen. Katalysator besitzt. Bekannt ist, daß beim Mischen
Weiterhin wurde bereits vorgeschlagen (deutsche 15 der Bestandteile, z. B. der Trialkylaluminiumverbin-Patentschrift
1214 001), monoolefinische Kohlen- dung und der Schwermetallverbindung, eine chemische
Wasserstoffe mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen in Gegen- Reaktion eintritt, Wärme entwickelt wird, eine
wart von Katalysatoren, die durch Vermischen von Farbänderung erfolgt und manchmal ein Niederschlag
aluminiumorganischen Verbindungen mit calcinierten gebildet wird. Es ist ferner bekannt, daß die erhaltene
OxydenvonMetallenderV. oder VI. Nebengruppe des 20 Masse in ihrer katalytischen Wirksamkeit von den
Periodensystems erhalten worden sind, mit oder ohne Ausgangsstoffen abhängig ist. Es wird angenommen,
Verwendung eines flüssigen Reaktionsmediums bei daß die katalytisch wirksame Verbindung eine VerTemperaturen
von z. B. 23O0C, vorzugsweise von bindung mit niedrigerer Wertigkeit oder ein organi-50
bis 2300C, und Drücken von z.B. 1055kg/cm2, scher Komplex des Schwermetalls ist.
vorzugsweise von 15 bis 350 kg/cm2, zu polymerisieren. 25 Nachfolgend wird die Bezeichnung »Gewichtsteile
Die komplexen Katalysatoren, die zur Durch- Katalysator« auf das Gesamtgewicht der wirksamen,
führung derartiger Polymerisationsverfahren verwen- chemischen Verbindungen bezogen, die zur Herstellung
det werden, werden z. B. dadurch hergestellt, daß der katalytisch wirksamen Masse vermischt wurden;
eine Trialkylaluminiumverbindung und eine Ver- z. B. wird die Masse, die beim Vermischen von
bindung eines Schwermetalls der IV., V. oder VI. Ne- 30 1 Gewichtsteil Triisobutylaluminium und 1 Gewichtsbengruppe
des Periodensystems miteinander vermischt teil Titantetrachlorid erhalten wird, als 2 Gewichtsteile
werden. Die Trialkylaluminiumverbindung kann dabei Katalysator angesprochen. Das Gewicht eines che-Trimethylaluminium,
Triäthylaluminium, Tripropyl- misch unwirksamen, flüssigen Verdünnungsmittels,
aluminium, Triisobutylaluminium oder eine ähnliche in dem die katalytisch wirksame Mischung hergestellt
Trialkylaluminiumverbindung oder eine Mischung 35 werden kann, wird bei dem Gewicht des Katalysators
derartiger Trialkylaluminiumverbindungen sein. Die nicht berücksichtigt.
erwähnten Verbindungen von Schwermetallen der Das unmittelbar bei einem der bekannten Verfahren
IV., V. und VT. Nebengruppe des Periodensystems erhaltene Polymerisationsprodukt enthält unerwünschkönnen
Titan-, Zirkon-, Hafnium-, Thorium-, Vana- terweise eine erhebliche Menge an Katalysatormaterial,
dium-, Niob-, Tantal-, Chrom-, Molybdän-, Wolfram- 40 das vermutlich in diesem mechanisch eingeschlossen
oder Uranverbindungen sein. Es kann jede Verbindung ist. Um den Metallgehalt des polymeren Produkts zu
dieser Schwermetalle angewendet werden, einschließ- verringern, muß ein solches Produkt mit einem
lieh anorganischer Verbindungen, wie Halognide, Extraktionsmittel extrahiert werden, das die Kataly-Oxyhalogenide,
Oxyde und Hydroxyde, und organi- satorrückstände, aber nicht das Polymerisat löst,
scher Verbindungen, wie Alkoholate, Carboxylate, 45 Daher wird das Polymerisationsprodukt üblicherweise
Acetylacetonate u. a. Da der Katalysator üblicher- mit Wasser oder einem Alkohol, gegebenenfalls unter
weise durch Vermischen der Ausgangsstoffe in einem Zusatz von Chemikalien, wie Säuren oder Ammoniak,
inerten organischen, flüssigen Verdünnungsmittel her- und von oberflächenaktiven Mitteln, gewaschen,
gestellt wird, ist die Schwermetallverbindung vor- Jedoch werden sogar bei erschöpfender Extraktion
zugsweise eine Verbindung, die in dieser Verdünnungs- 50 die Rückstände der Metallverbindung nicht vollflüssigkeit
löslich ist, z. B. ein Metallhalogenid der kommen aus dem Polymerisat entfernt, und das
IV. Nebengruppe, wie Titanchlorid. An Stelle von Waschverfahren wird gewöhnlich abgebochen, wenn
Trialkylaluminiumverbindungen können Organoalu- die Menge an Rückständen der Metallverbindung auf
miniumverbindungen der allgemeinen Formel RAlX2 einen nicht mehr wahrnehmbaren Wert herabgesetzt ist.
und R2AlX verwendet werden, wobei AI Aluminium, 55 Aufgabe der Erfindung ist daher eine Modifizierung
R Wasserstoff oder ein Kohlenwasserstoffrest und der beschriebenen bekannten Verfahren in der Weise,
X ein anderer Substituent, wie z. B. Wasserstoff, ein daß weniger Katalysator erforderlich ist, d. h., daß
Kohlenwasserstoffrest, ein Oxykohlenwasserstoffrest mehr Polymerisat pro Gewichtseinheit Katalysator
oder ein Halogenatom, ist. Besonders wirksame hergestellt werden kann, womit das erhaltene PolyKatalysatoren
können z. B. durch Vermischen einer 60 merisationsprodukt eine geringere Menge Kataly-Zirkon-
oder Titanverbindung, z. B. Zirkonacetyl- satorrückstand enthält als das bei den früheren
acetonat oder Titantetrachlorid, mit einer Trialkyl- Verfahren erhaltene Produkt.
aluminiumverbindung, wie Triisobutylaluminium oder Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren
Trioctylaluminium oder einer aluminiumorganischen zur Herstellung von hochmolekularen Poly-a-olefinen
Verbindung, wie Diäthylaluminiumbromid oder Diiso- 65 durch Polymerisation von «-Olefinen in Abwesenheit
butylaluminiumhydrid, hergestellt werden. Im all- eines flüssigen Mediums und in Gegenwart von
gemeinen wird die aluminiumorganische Verbindung Katalysatoren, die durch Vermischen von Organoin
molaren Mengen von 0,1 bis 3 oder mehr, bezogen metallverbindungen mit Verbindungen von Metallen
3 4
der IV. bis VI. Nebengruppe des Periodensystems, Tetrahydronaphthalin, Decahydronaphthalin, Benausgenommen
calcinierte Oxyde von Metallen der zinen oder Lackbenzin; oder einem aromatischen
V. oder VI. Nebengruppe des Periodensystems, her- Kohlenwasserstoff, wie Benzol, Toluol oder Xylol;
gestellt worden sind, und ist dadurch gekennzeichnet, oder einem halogenierten aromatischen Kohlenwasserdaß
in Gegenwart von 25 bis 500 Gewichtsteilen des 5 stoff, wie Chlorbenzol oder o-Dichlorbenzol, herge-Katalysators,
bezogen auf 1 000 000 Gewichtsteile stellt. Der Katalysator oder die Katalysatordispersion
des a-Olefins, bei einer Temperatur zwischen 175 und in einem inerten, flüssigen Medium wird der Reaktions-300°
C und einem Druck von mindestens 500 atm zone mit einer Geschwindigkeit zugeführt, die, bezogen
polymerisiert wird. auf das polymerisierbare Olefin, z. B. Äthylen,
Das erfindungsgemäße Verfahren führt bei der io 25 bis 500 und vorzugsweise 75 bis 250 Gewichtsteile
Herstellung von Polymerisat nicht nur zu einer pro Million Teile Katalysator entspricht,
wirtschaftlichen Einsparung an Katalysator, sondern Aus der Reaktionszone, z. B. aus dem Reaktionsdas Polymerisationsprodukt enthält weitaus weniger rohr, wird eine Mischung aus Polymerisat, Kataly-Katalysatorrückstand als das nach dem üblichen sator und nicht umgesetztem Olefin, ζ. B. eine Mi-Verfahren hergestellte Produkt. Das Polymerisations- 15 schung aus Polyäthylen, Katalysator und nicht umgeprodukt, das unmittelbar nach dem vorliegenden setztem Äthylen, entnommen. Das nicht umgesetzte Verfahren und ohne weitere Extraktion erhalten wird, Olefin, ζ. B. Äthylen, wird auf übliche Weise aus dem enthält üblicherweise weniger Katalysatorrückstände nicht flüchtigen Produkt abgeblasen. Das polymere als selbst das Produkt, das gemäß den bisherigen Produkt enthält nur eine geringe Menge, z. B. 0,1 Ge-Verfahren nach erschöpfender Extraktion erhalten 20 wichtsprozent oder weniger Katalysator. Das Produkt wurde. Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen kann gegebenenfalls, z. B. durch Extraktion mit Verfahrens z. B. gegenüber dem Verfahren der deut- Wasser usw., weiterbehandelt werden, um die Menge sehen Patentschrift 1214 001 ist auch darin zu er- an Katalysatorrückstand im polymeren Produkt noch blicken, daß die dort beschriebene Umsetzung viele weiter zu verringern.
wirtschaftlichen Einsparung an Katalysator, sondern Aus der Reaktionszone, z. B. aus dem Reaktionsdas Polymerisationsprodukt enthält weitaus weniger rohr, wird eine Mischung aus Polymerisat, Kataly-Katalysatorrückstand als das nach dem üblichen sator und nicht umgesetztem Olefin, ζ. B. eine Mi-Verfahren hergestellte Produkt. Das Polymerisations- 15 schung aus Polyäthylen, Katalysator und nicht umgeprodukt, das unmittelbar nach dem vorliegenden setztem Äthylen, entnommen. Das nicht umgesetzte Verfahren und ohne weitere Extraktion erhalten wird, Olefin, ζ. B. Äthylen, wird auf übliche Weise aus dem enthält üblicherweise weniger Katalysatorrückstände nicht flüchtigen Produkt abgeblasen. Das polymere als selbst das Produkt, das gemäß den bisherigen Produkt enthält nur eine geringe Menge, z. B. 0,1 Ge-Verfahren nach erschöpfender Extraktion erhalten 20 wichtsprozent oder weniger Katalysator. Das Produkt wurde. Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen kann gegebenenfalls, z. B. durch Extraktion mit Verfahrens z. B. gegenüber dem Verfahren der deut- Wasser usw., weiterbehandelt werden, um die Menge sehen Patentschrift 1214 001 ist auch darin zu er- an Katalysatorrückstand im polymeren Produkt noch blicken, daß die dort beschriebene Umsetzung viele weiter zu verringern.
Stunden dauert, wohingegen das erfindungsgemäße 25 Die einzelnen Stufen des vorliegenden Verfahrens
Verfahren nur wenige Minuten in Anspruch nimmt. werden vorzugsweise in kontinuierlicher Arbeitsweise
Da das erfindungsgemäße Verfahren Polyäthylen in durchgeführt, d. h. indem fortlaufend polymerisierhohen
Geschwindigkeiten in einem konzentrierten bares a-Olefin und Katalysatormasse einer Reaktions-Äthylen-Reaktionsgemisch
erzeugt, wird eine hohe zone zugeführt werden und ununterbrochen aus dieser Produktion je Einheit Reaktionsraum erhalten bzw. 30 Reaktionszone die erhaltene Reaktionsmischung, die
ist nur ein kleiner Reaktionsraum zur Erzeugung einer das polymere Produkt enthält, abgezogen wird,
bestimmten Produktionseinheit erforderlich. In den folgenden Beispielen sind Teile und Prozent-
Die Polymerisation wird bei relativ hohen, 175 bis angaben, wenn nicht anders vermerkt, auf das Gewicht
300° C betragenden und vorzugsweise zwischen 200 bezogen,
und 300°C liegenden Temperaturen und bei relativ 35
und 300°C liegenden Temperaturen und bei relativ 35
hohen Drücken von mindestens 500 atm und vor- . -I1
zugsweise 1000 bis 2000 oder mehr Atmosphären Beispiel 1
durchgeführt. Es wurde gefunden, daß die Polymerisation von Äthylen bei derartigen Bedingungen Es wurde ein Katalysator hergestellt, indem äquivorteilhafterweise
mit einer Ausgangsmischung durch- 40 molare Mengen Triisobutylaluminium und Titangeführt
werden kann, die nur einen geringen Bruchteil tetrachlorid in Lackbenzin als inertem, flüssigem
der Katalysatormenge enthält, die bei den bisher Träger vermischt wurden, wobei die erhaltene Masse
üblichen tieferen Temperaturen und Drücken in ungefähr 90 Gewichtsprozent Lackbenzin und entHinsicht
auf praktische brauchbare Ergebnisse er- sprechend insgesamt etwa 10% Metallverbindung
forderlich war. Bei der Polymerisation von Äthylen 45 enthielt.
wurden hervorragende Ergebnisse bei Verwendung In das eine Ende eines rohrförmigen Hochdruck-
von 75 bis 125 Gewichtsteilen pro Million Teile Polymerisationsreaktionsbehälters wurden fortlaufend
Katalysator im zugeführten Äthylenstrom erhalten. reines Äthylengas mit einem Druck von 1125 atm und
Die Menge an Polymerisationsprodukt, bezogen auf die Katalysatorflüssigkeit eingeleitet. Das Äthylengas
die angewandte Katalysatormenge, wird entsprechend 50 wurde mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit
stark erhöht, z. B. auf etwa 1000 Gewichtsteile oder von 159 kg/Std. und die Katalysatormasse mit einer
mehr Polyäthylen je 1 Gewichtsteil Katalysator. durchschnittlichen Geschwindigkeit von etwa 100 Ge-
Bei der Durchführung des vorliegenden Verfahrens wichtsteilen Katalysator auf 1 000 000 Gewichtsteile
wird ein Gasstrom, der das Olefin, ζ. B. Äthylen, Äthylen eingepreßt. Die Mischung im Reaktionsenthält,
komprimiert und bei einem Druck von 55 behälter wurde auf eine Temperatur von ungefähr
mindestens 500 atm und vorzugsweise 1000 bis 200° C erhitzt, wobei die durchschnittliche Verweilzeit
2000 atm oder mehr Atmosphären in eine Reaktions- 477 Sekunden betrug. Vom flüssigen Produkt, das aus
zone geleitet und auf eine Temperatur von 175 bis dem Reaktionsbehälter austrat, wurde_der Druck
300° C und vorzugsweise 200 bis 300° C erhitzt. Eine abgelassen, wodurch das nicht umgesetzte Äthylen vom
geeignete Reaktionszone ist ein Rohr von geringem 60 Polymerisationsprodukt getrennt wurde. Eine Probe
Durchmesser, das üblicherweise mit einem flüssigen, des so erhaltenen, polymeren Produkts besaß folgende
wärmeleitendem Mittel umgeben ist. In die Reaktions- Eigenschaften:
zone wird ferner einer der vorher beschriebenen korn- . ,
zone wird ferner einer der vorher beschriebenen korn- . ,
plexen Katalysatoren eingespritzt. Gewöhnlich wird der brweicüungspunlct ·,,.,«<-.
Katalysator durch Vermischen der erforderlichen 65 »',^ \ 1^*? ng. >
■ k'Ln
Ausgangsstoffe in einem inerten, flüssigen Medium, Dichte bei 25 C m s/cm ···"···· °'9468
z. B. einem aliphatischen oder cycloaliphatischen *) vgL astm Standards 1955, TeU 6, S. 1629; ASTM-Test
Kohlenwasserstoff, wie Pentan, Hexan, Cyclohexan, ε 28-51T.
Molekulargewicht (durch Bestimmung der inneren Viskosität) .. 60 000
Schmelzindex 1,08
Metallgehalt nach spektrographischer Analyse:
Aluminium 85 Teile/Million
Titan 63 Teile/Million
Es wurden 1000 g Polymerisat je Gramm Katalysator erhalten.
Im Gegensatz zu diesen Ergebnissen beträgt, wenn Äthylen bei Temperaturen unter 100° C und bei
Drücken bis zu etwa 105 atm polymerisiert wird, das erforderliche Verhältnis Katalysator zu Äthylen
größenordnungsmäßig 1; 100, und das hierbei erhaltene Polymerisationsprodukt besitzt einen Gesamtmetallgehalt
von etwa 3000 bis 5000 Teilen/Million, Auch nach erschöpfender Extraktion mit Wasser
enthält ein derartiges Produkt üblicherweise Metallrückstände von ungefähr 200 bis 1000 oder mehr
Teilen/Million.
Es wurde ein Katalysator hergestellt, indem äquimolare
Mengen Triisobutylaluminium und Titan- »5 tetrachlorid in Lackbenzin als inertem, flüssigem
Träger vermischt wurden, wobei die erhaltene Masse ungefähr 97 Gewichtsprozent Lackbenzin und insgesamt
3°/o Metallverbindungen enthielt.
In ein Ende eines rohrförmigen Hochdruck-Polymerisationsreaktionsbehälters
wurden reines Äthylengas mit einem Druck von ungefähr 1600 atm und die flüssige Katalysatormasse fortlaufend eingepreßt.
Das Äthylengas wurde mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 148 kg/Std. und die Katalysatormasse
mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von etwa 125 Teilen Katalysator auf 1 000 000 Teile
zugeführt. Die Mischung wurde im Reaktionsbehälterrohr auf zwischen 230 und 2500C liegende Temperaturen
erhitzt, wobei die durchschnittliche Verweilzeit 462 Sekunden betrug. Von dem aus dem Reaktionsbehälter
austretenden flüssigen Produkt wurde der Druck abgelassen, wodurch das nicht umgesetzte
Äthylen vom Polymerisationsprodukt abgetrennt wurde. Die Eigenschaften einer Probe des so erhaltenen
polymeren Produkts waren wie folgt:
Erweichungspunkt
(Ball und Ring) 130,0°C
Dichte bei 25°C in g/cm3 0,9342
Molekulargewicht (durch Bestimmung der inneren Viskosität) .. 51000
Schmelzindex 0,28
Metallgehalt nach spektrographischer Analyse:
Aluminium .100 Teile/Million
Titan 100 Teile/Million
Es wurden 800 g Polymerisat je Gramm Katalysator erhalten.
Es wurde ein Katalysator hergestellt, indem 1,05 Mol Triisobutylaluminium und 1,0 Mol Titantetrachlorid
in Lackbenzin als inertem, flüssigem Träger Vermischt wurden. Die erhaltene Masse enthielt ungefähr
Gewichtsprozent Benzin und entsprechend insge- 6g samt 5% Metallverbindungen.
50 In ein Ende eines rohrförmigen Hochdruck-Reaktionsbehälters
wurden fortlaufend reines Äthylengas
mit einem Druck von 1340 atm und die flüssige Katalysatormasse eingepreßt. Das Äthylengas wurde
mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von kg/Std. und die Katalysatormasse mit einer durchschnittlichen
Geschwindigkeit von etwa 200 Teilen Katalysator auf 1000 000 Teile Äthylen zugeführt.
Die Mischung wurde im Reaktionsrohr auf zwischen und 25O0C liegende Temperaturen erhitzt, wobei
die durchschnittliche Verweilzeit 535 Sekunden betrug. Von dem aus dem Reaktionsbehälterrohr austretenden
flüssigen Produkt wurde der Druck abgelassen, wodurch das nicht umgesetzte Äthylen vom polymeren
Produkt getrennt wurde. Die Eigenschaften einer Probe des so erhaltenen, polymeren Produkts waren
wie folgt:
Erweichungspunkt
(Ball und Ring) 130,00C
(Ball und Ring) 130,00C
Dichte bei 250C in g/cm8 0,949
Molekulargewicht (durch Bestimmung der inneren Viskosität) .. 44 000
Schmelzindex 1,4
Metallgehalt nach spektrographischer Analyse:
Aluminium 60 Teile/Million
Titan 80 Teile/Million
Es wurden 760 g Polymerisat je Gramm Katalysator erhalten.
An Stelle des Äthylens kann ein anderes, polymerisierbares
«-Olefin oder eine Mischung desselben, wie Propylen, Buten-1, Isobutylen, Butadien, Isopren
usw., angewandt werden. An Stelle der Katalysatormasse, die durch Vermischen von Triisobutylaluminium
und Titantetrachlorid hergestellt wurde, kann eine andere der erfindungsgemäß beschriebenen Katalysatormassen
verwendet werden.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Poly-«-olefinen durch Polymerisation von
«-Olefinen in Abwesenheit eines flüssigen Mediums und in Gegenwart von Katalysatoren, die durch
Vermischen von Organometallverbindungen mit Verbindungen von Metallen der IV. bis VI, Nebengruppe
des Periodensystems, ausgenommen calcinierte Oxyde von Metallen der V. oder Vl. Nebengruppe
des Periodensystems, hergestellt worden sind, dadurch gekennzeichnet, daß in
Gegenwart von 25 bis 500 Gewichtsteilen des Katalysators, bezogen auf 1000 000 Gewichtsteile
des «-Olefins, bei einer Temperatur zwischen 175 und 300° C und einem Druck von mindestens
500 atm polymerisiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysator aus einer Trialkylaluminiumverbindung
und einer Titanverbindung hergestellt worden ist, und daß in Gegenwart von 75 bis 250 Gewichtsteilen des Katalysators, bezogen
auf 1000000 Gewichtsteile Äthylen, bei einer Temperatur zwischen 200 und 3000C und
einem Druck von mindestens 1000 atm polymerisiert wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US539674A US2882264A (en) | 1955-10-10 | 1955-10-10 | Polymerization of ethylene |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1292381B true DE1292381B (de) | 1969-04-10 |
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ID=24152189
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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| Country | Link |
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