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Die Erfindung bezieht sich auf einen photographischen Aufnahmeapparat
mit einem Vergleichsphotometer zur Ermittlung des richtigen Belichtungswertes des
Verschlusses, wobei das Vergleichsphotometer eine elektrische Lampe aufweist, die
in Reihe mit einem Schalter an einer Batterie liegt, und eine Handhabe vorgesehen
ist, um den photometrischen Abgleich durchführen zu können.
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Wenn bei derartigen photographischen Apparaten ein Schalter vorgesehen
ist, der sich in eine feste Ein und Ausschaltstellung schalten läßt, ergibt sich
ein hoher Stromverbrauch der die Vergleichslichtquelle speisenden Batterie, weil
dieBedienungsperson den Schalter im allgemeinen schon betätigen wird, bevor der
Apparat in die Aufnahmeposition gebracht ist. Vor allem aber besteht die Gefahr,
daß vergessen wird, den Schalter abzuschalten, nachdem der photometrische Abgleich
erfolgt ist. Diese Gefahr kann zwar dadurch vermieden werden, daß an Stelle eines
Schalters ein Taster benutzt wird, der beim Loslassen automatisch in die Abschaltstellung
zurückkehrt. Ein solcher Taster erfordert jedoch eine zusätzliche Bedienung und
zusätzliche Überlegungen, die die Bedienungsperson vom Aufnahmeobjekt ablenken können.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen photographischen
Apparat mit Vergleichsphotometer zu schaffen, bei welchem zwecks sparsamsten Stromverbrauchs
der die Vergleichslichtquelle speisenden Batterie die Lichtquelle nur während des
Abgleichs angeschaltet wird, wobei diese Anschaltung unbewußt und zwangläufig von
der Bedienungsperson vorgenommen wird.
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Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe bei einem photographischen
Aufnahmeapparat der eingangs genannten Bauart dadurch gelöst, daß der Schalter durch
einen beim Erfassen der Handhabe ausgeübten mechanischen Druck geschlossen wird
und daß der Schalter wieder geöffnet wird, sobald dieser mechanische Druck aufhört.
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Durch diese Ausbildung wird gewährleistet, daß immer dann, aber auch
nur dann, wenn die Aufnahmeobjekthelligkeit mit der Vergleichslichtquelle zum photometrischen
Abgleich betrachtet wird, diese Vergleichslichtquelle auch zur Verfügung steht,
wobei der Bedienungsperson nur die Anweisung gegeben werden muß, die Handhabe in
dieser oder jener Weise zu betätigen, ohne daß man zusätzliche Anweisungen hinsichtlich
einer Schalterbetätigung zu geben hat.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist die Handhabe
als drehbarer Knopf ausgebildet, der an seiner äußeren Oberfläche wenigstens einen
Abschnitt für die Berührung mit den bedienenden Fingern aufweist, der in Radialrichtung
elastisch deformierbar ist, um den Schalter zu schließen.
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Dabei ist die Anordnung so getroffen, daß der Schalter mit Sicherheit
geschlossen wird, wenn der Knopf so ergriffen wird, daß das erforderliche Drehmoment
aufgebracht werden kann, ohne daß die Finger am Knopf abgleiten.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist der drehbare
Knopf drehbar auf einer Welle angeordnet, deren Drehbewegung zugleich die Photometerblende
und die Objektivblende einstellt, wobei eine Axialverschiebung der Welle den Verschluß
auslöst.
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Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung an Hand der
Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigt Fig. 1 eine schematische Ansicht einer
Kamera mit einem Vergleichsphotometer, bei welcher die Belichtungsöffnung und die
Photometeröffnung synchron einstellbar sind, wobei eine Blitzanordnung mit Synchronverschluß
vorgesehen ist, Fig.2 eine rückwärtige Ansicht des vorderen Gehäuses der Kamera,
wobei die Blendenanordnung dargestellt ist, durch welche Belichtungsöffnung und
Photometeröffnung synchron geändert werden können, Fig. 3 einen Schnitt nach der
Linie 3-3 gemäß F i g. 5, wobei Einzelheiten der Doppelbetriebsart der Steuereinrichtung
ersichtlich sind, durch welche die Blendeneinstellung und die Verschluß auslösung
bewerkstelligt werden können und wobei der Kameraverschluß in Bereitschaftsstellung
dargestellt ist, Fig. 4 in größerem Maßstab eine Ansicht der in F i g. 2 dargestellten
Steuereinrichtung, wobei jedoch verschiedene Teile zur Veranschaulichung der geringen
axialen Bewegung des Knopfes, die in Abhängigkeit von der Drehung durch die Bedienungsperson
(erste Betriebsphase der Steuereinrichtung) erfolgt, im Schnitt dargestellt sind,
Fig. 5 eine rückwärtige Ansicht des Vordergehäuses der Kamera, wobei der auf einer
Lagerplatte angeordnete Verschluß gezeigt ist und die Lagerplatte der Übersichtlichkeit
wegen abgebrochen dargestellt ist, F i g. 6 eine der F i g. 4 entsprechende Ansicht
der Einzelteile während der zweiten Betriebsphase, Fig. 7 eine Draufsicht auf das
vordere Gehäuse der Kamera in Richtung der Pfeile 7-7 gemäß F i g. 2, wobei die
Indexmittel ersichtlich sind, durch welche ordnungsgemäße Blitzaufnahmen hergestellt
werden können, Fig. 8 einen Schnitt längs der Linie 8-8 gemäß F i g. 2, wobei die
Indexmittel gemäß F i g. 7 ersichtlich sind, F i g. 9 und 10 Schnitte längs der
Linien 9-9 bzw.
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10-10 gemäß Fig. 3 bzw. 4, wobei die Art und Weise ersichtlich wird,
auf welche die radiale Deformation des aus Segmenten bestehenden Knopfes stattfinden
kann.
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In Fig. 1 ist mit dem Bezugszeichen 10 ein Kamerasystem bezeichnet,
in welchem ein Ausführungsbeispiel der Erfindung verkörpert ist. Das System 10 weist
eine Blendenanordnung 11 mit einer Belichtungsöffnung auf, die auf einen Verschluß
12 mit fester Zeiteinstellung ausgerichtet ist, und ferner eine Photometeröffnung,
die auf das Vergleichsphotometer 13 ausgerichtet ist, derart, daß Licht von der
zu photographierenden Szene 14, die auf dem Film 15 dargestellt werden soll, sowohl
dem Verschluß als auch dem Photometer zugeführt wird. Der Betrachter bei 16 sieht
das Licht von der Szene und von der Photometerlampe 17 in einem gemeinsamen Feld
und betätigt die Blendeneinstellung 18, die, wie weiter unten im einzelnen beschrieben
wird, eine synchrone Einstellung der Belichtungsöffnung und der Photometeröffnung
im Sinne einer Vergrößerung oder Verkleinerung der Fläche um den gleichen Betrag
bewirkt, bis der photometrische Abgleich erreicht ist. Indem der photometrische
Abgleich auf diese Weise vorgenommen wird, wird die Belichtungsöffnung in ihrer
Fläche in Verbindung mit dem Verschluß in fester Verschlußzeit in der Weise eingestellt,
daß
eine ordnungsgemäße Belichtung der zu photographierenden Szene erreicht wird. Nachdem
dies geschehen ist, betätigt die Bedienungsperson 16 den Verschlußauslöser 19, der
den Verschluß auslöst und eine Belichtung des Filmes 15 bewirkt.
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Gemäß der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Blende
11 und der Verschluß 12 mit unveränderbarer Belichtungszeit beide auf dem Gehäuse
20 (F i g. 2) montiert, das den Vorderabschnitt der Kamera bildet. Demgemäß besitzt
das Gehäuse 20 eine im wesentlichen ebene Platte 21, die eine photometrische Öffnung
22 und eine Belichtungsöffnung 23 aufweist. Außerdem besitzt sie einen Umfangsflansch
24, der senkrecht zur Platte 21 absteht und einen zurückspringenden Raum bildet,
in dem Blende und Verschluß enthalten sind. Die Blende 11 besitzt zwei Lamellen
25, 26, die mittels eines Lagerzapfens 27 an einem Gehäuseansatz 28 schwenkbar befestigt
sind. Diese Lamellen sind in verschiedene Winkelstellungen überführbar, indem eine
Bedienungseinrichtung betätigt wird, die den Auslöser 29 und den Knopf 30 aufweist.
Der Auslöser 29 besitzt einen Nocken 31 und einen Verbindungsteil 32 zwischen dem
Nocken und den Lamellen 25 und 26.
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Die Lamellen 25 und 26 können unterschiedliche relative Winkelstellungen
einnehmen, bei denen die Ränder der Lamellen einander überlappen, wobei diese so
geformt sind, daß sie eine variable Photometeröffnung 33 und eine variable Belichtungsöffnung
34 definieren, die auf die Öffnungen 22 bzw.
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23 in der Platte 21 ausgerichtet sind. Wie aus der Zeichnung ersichtlich,
liegen die Achsen der Öffnungen 22 und 23 und die Lagerachse 27 in einer gemeinsamen
Ebene. Der Nocken 31 kann als zylindrischer Noclren 35 ausgebildet sein, der eine
ringsum laufende Nut 36 besitzt, die eine gegenüber der Längsachse 37 des Nockens
geneigte Ebene definiert.
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Die axialen Enden des Nockens sind mit vermindertem Durchmesser ausgebildet
und drehbar in festen, im Abstand zueinander angeordneten Lagern 38 und 39 gelagert,
die einstückig mit dem Gehäuse 20 hergestellt sind. Um den Einbau des Nockens in
die Lager zu erleichtern, besitzt das Lager 38 eine unter 3600 liegende Umfangslänge,
so daß die Einfügung des Nockens in die Lager dadurch bewerkstelligt werden kann,
daß zunächst der untere im Durchmesser verminderte Lagerabschnitt des Nockens seitlich
und in Längsrichtung in das Lager 39 eingeführt wird und daß dann die Achse des
Nockens auf die Achse 37 ausgerichtet wird. Jede der Lamellen 25, 26 weist einen
Arm 40 bzw. 41 auf, die im Bereich des Drehzapfens 27 von den Lamellen vorstehen
und mit ihren freien Enden in der Nähe von diametral gegenüberliegenden Oberflächen
des Nockens 35 liegen und mit Nockenstößeln 42 ausgestattet sind, die in entgegengesetzten
Seiten der Nuten 36 laufen. Infolge dieser Ausbildung bewirkt eine Drehung des Nockens
35 eine gleichzeitige, aber entgegengesetzt gerichtete Schwenkbewegung der Lamellen25
und 26. Demgemäß werden Photometeröffnung 22 und Belichtungsöffnung 23 gleichzeitig
um den gleichen Betrag entweder vergrößert oder verkleinert. Das Verhältnis der
Flächen der beiden Öffnungen bleibt konstant, wenn die Nockenausbildung, wie dargestellt,
getroffen wird. Während jeder vollständigen Umdrehung des Nockens ändern sich die
Absolutwerte der Flächen von einem Maximalwert nach einem Minimalwert und zurück.
Es ist jedoch möglich, die Drehung des
Nockens auf 1800 zu beschränken und die Nut
36 so auszubilden, daß das Verhältnis der beiden Flächen der Öffnungen sich entsprechend
dieser Drehung ändert.
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Der Auslöser 29 besitzt ferner eine im Querschnitt quadratische Welle
43, die in Längsrichtung verschiebbar in einer quadratischen Ausnehmung 44 (F i
g. 3) in dem Nocken 35 verschiebbar ist und sich von dem Nocken nach oben durch
eine vergrößerte Öffnung 45 in dem Steg 46 erstreckt und in einem freien Ende 47
ausläuft, das durch den Knopf 30 senkrecht zum Flansch 24 des oberen Gehäuses 20
vorsteht. Wie am besten aus F i g. 3 und 4 ersichtlich ist, besitzt der Knopf 30
eine Basis 48, die einen zylindrischen Lagerabschnitt49 aufweist, der drehbar in
einem Ansatz 50 gelagert ist, der mit dem Flansch 24 einstückig ausgebildet ist
und nach innen vorsteht. Ferner besitzt der Basisabschnitt 48 einen vergrößerten,
auf einen Schalter einwirkenden Abschnitt 51, der sich von dem Abschnitt 49 nach
dem Nocken 35 zu erstreckt und in einem flachen Verschlußauslöseabschnitt 52 endet.
Die durch die Verbindung zwischen den Abschnitten49 und 51 des Knopfes definierte
Stufe begrenzt die Axialbewegung, wenn diese Stufe gegen den Ansatz 50 anschlägt,
und bildet demgemäß einen Anschlag zur Begrenzung der Axialverschiebung des Knopfes
in Richtung des in F i g. 3 mit a gekennzeichneten Pfeiles.
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Die Basis 48 ist mit einer quadratischen axialen öffnung 54 ausgestattet,
innerhalb welcher die Welle 43 axial verschiebbar ist. Die öffnung 54 geht in eine
größere kreisförmige Ausnehmung 55 im freien Ende des zylindrischen Abschnittes
49 über, der nach außerhalb des Gehäuses gerichtet ist.
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Das freie Ende der Welle 43 wird durch eine Stange 56 mit kreisförmigem
Querschnitt gebildet, deren Durchmesser größer als die Diagonalabmessung der Welle
43 ist und die starr an dieser befestigt ist, um eine Schulter zu bilden gegen die
der Abschnitt 51 des Knopfes wirken kann. Ein Kontaktfederarm 57' ist an der Platte
21 befestigt und wird von dem Abschnitt 51 des Knopfes betätigt und dient als Rückholfeder
für den Knopf in Richtung des Pfeiles a, wodurch normalerweise die Schulter zwischen
den Abschnitten 49 und 51 in elastischer Berührung mit dem Ansatz 50 gehalten wird.
Die Berührung zwischen Abschnitt 51 des Knopfes mit der Stange 56 auf der Welle
dient dazu, letztere elastisch vorgespannt in der in Fig. 3 dargestellten axialen
Endstellung zu halten.
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Der Abschnitt 49 des Knopfes ist mit mehreren einzelnen sich in Achsrichtung
erstreckenden auslegerartigen Segmenten 58 ausgestattet, die die Stange 56 umgeben.
Vorzugsweise werden die Segmente dadurch gebildet, daß ein zylindrischer Fortsatz
des Abschnitts 49 in geeigneter Weise geschlitzt wird, wobei die äußeren Oberflächen
dieses Fortsatzes die koaxialen mit 59 bezeichneten Oberflächen bilden, die dazu
dienen, zwischen den Fingern der Bedienungsperson gehalten zu werden, wie dies aus
F i g. 4 ersichtlich ist. Ein sich verbreiternder konischer Abschnitt 60 am freien
Ende 47 der Welle wird von den freien Enden 61 der Segmente 58 erfaßt, wenn sich
der Knopf in der in F i g. 3 dargestellten Normalstellung befindet. Die Stange 56
hat einen solchen Querschnitt gegenüber den Segmenten 58, daß dazwischen ein Ringabschnitt
62' gebildet wird, in dem der radiale Ausschlag der Segmente durchgeführt
werden
kann. Vorzugsweise sind die Segmente an ihrer inneren Oberfläche verjüngt ausgebildet,
um einen Ringabschnitt 62'zu bilden.
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Die Welle 43 ist auf dem Gehäuse, wie aus vorstehenden Ausführungen
ersichtlich ist, sowohl drehbar als auch axial hin- und herbeweglich gelagert, und
der Knopf ist auf der Welle axial gleitbar, jedoch drehfest aufgesetzt. Da andererseits
die Welle gegen über dem Nocken 35 drehfest ist, dessen Drehung erforderlich ist,
um die Schwenkbewegung der Lamellen 25 und 26 in Gegenrichtung durchzuführen, folgt,
daß die Masse der verschiedenen Teile sowie die Reibung dazwischen die Ausübung
eines vorbestimmten Drehmomentes auf den Knopf 30 durch die Bedienungsperson erfordert,
um den Nocken 35 zu drehen und die Größe der öffnungen 33 und 34 zu ändern. Ein
solches Drehmoment wird als Ergebnis der nach innen gerichteten Radialkräfte erhalten,
die auf gegenüberliegende Oberflächen 59 des Knopfes ausgeübt werden, wenn die Bedienungsperson
den Knopf mit den Fingern erfaßt, wie dies in F i g. 4 dargestellt ist, und versucht,
den Knopf zu drehen.
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Die nach innen gerichteten Radialkräfte, begleitet durch eine Drehung
der Finger, erzeugen tangential zu den Oberflächen 59 zwei entgegengesetzt gerichtete
Drehmomentkräfte, deren Größe von dem Reibungskoeffizienten zwischen Knopf und Finger
abhängt und außerdem von der durch die Bedienungsperson auf den Knopf ausgeübten
Kraft. Demgemäß besteht durchschnittlich eine gewisse minimale Radialkraft, die
auf den Knopf ausgeübt werden muß, um den Widerstand der beweglichen Teile (Lamellen,
Nocken usw.) der Blendeneinrichtung zu überwinden und die Blendenänderung der beiden
Blendenlamellen zu bewerkstelligen. Wenn auslegerartige Segmente 58 elastisch genug
sind, um sich nach innen radial unter der minimalen Radialbelastung durchzubiegen
(Fig. 4), wird eine relative Axialbewegung des Knopfes 30 auf der Welle 43 dadurch
zustande kommen, daß eine Nockenwirkung der freien Enden 61 mit dem umgekehrt konischen
Abschnitt 60 der Welle zustande kommt.
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Um diese relative Bewegung zu steuern, ist ein Ring 62 in eine Umfangsnut
63 der Welle eingesetzt, und zwar derart, daß er normalerweise gegen den Steg 46
anschlägt und die Bewegung der Welle in Richtung des Pfeiles a begrenzt. Demgemäß
bewegt sich der Knopf, wenn die Segmente 58 radial in den Ringbereich 62' eingedrückt
werden, axial in das Gehäuse, und zwar auf der Welle und in Gegenrichtung zu dem
Pfeil a und gegen die Wirkung des Federkontaktarms 57' (Fig.4). Diese begrenzte
Axialbewegung des Knopfes relativ zu dem Gehäuse dient dazu, die Kontaktfeder 57'
in elektrische Verbindung mit dem Federkontaktarm64 zu bringen, der normalerweise
von dem Arm57' getrennt ist, wenn sich der Knopf in seiner normalen Axialstellung
gegenüber dem Gehäuse befindet, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist. Die Kontakte
57' und 64 sind elektrisch voneinander isoliert und bilden den Schalter 57, durch
welchen die Lampe 17 des Photometers an die Photometerbatterie 65 angeschlossen
wird. Infolge der Elastizität der auslegeartigen Segmente 58 springen sie nach Freigabe
in ihre Normalstellung zurück, und der Federkontaktarm57' führt den Knopf in die
Normalstellung zurück, wobei der Abschnitt 51 an dem Anschlag 50 anliegt. Hierdurch
wird die Batterie von der Lampe 17 getrennt.
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Ein geeignetes Material für den Knopf 30, welches die erforderliche
Elastizität und das erforderliche Deformationsvermögen hat, ist Nylon, obgleich
auch andere Werkstoffe für diesen Zweck geeignet sein können, wie dies dem Fachmann
geläufig ist. Da das freie Ende 47 der Welle 43 axial über den Knopf 30 vorsteht,
schafft dies die Möglichkeit, eine Axialkraft auf den Knopf auszuüben, die unabhängig
von dem Drehmoment ist, das für den photometrischen Ausgleich erforderlich ist.
Mit anderen Worten: Die Steuereinrichtung, die den Auslöser 29 und den Knopf 30
aufweist, hat zwei Betriebsarten. In der gerade beschriebenen Betriebsart, bei welcher
die Drehung des Knopfes von einer geringen axialen Verschiebung des Knopfes gegenüber
dem Gehäuse begleitet ist, wobei der Photometerschalter geschlossen wird und ein
photometrischer Ausgleich erlangt werden kann, dienen Betätigungseinrichtung und
Knopf dazu, eine Steuerung der Blende in der vorbeschriebenen Weise zu bewirken.
Bei der im folgenden beschriebenen Arbeitsweise jedoch arbeiten Auslöser 29 und
Knopf 30 in der Weise zusammen, daß eine Verschlußauslösung erfolgt. Zum besseren
Verständnis dieser Funktion soll zunächst kurz die Arbeitsweise des Verschlußmechanismus
70 in Verbindung mit F i g. 5 beschrieben werden. Der Mechanismus 70 besitzt eine
Verschlußlamelle 71, die schwenkbar auf einem Zapfen 72 einer Verschlußträgerplatte
73 schwenkbar gelagert ist, welch letztere innerhalb der Flansche 24 eingepaßt und
an jeder Ecke des Gehäuses 20 derart befestigt ist, daß sowohl der Verschlußmechanismus
als auch der Blendenmechanismus und der Auslöser insgesamt umschlossen sind. Die
Lamelle 71 ist mit einer Belichtungsöffnung 74 ausgestattet, die so orientiert ist,
daß sie in der in Fig. 5 ausgezogen dargestellten Normalstellung neben der Belichtungsöffnung
23 liegt. Diese Belichtungsöffnung 74 der Verschlußlamelle ist jedoch in der in
Fig. 5 strichpunktiert dargestellten Stellung auf die Belichtungsöffnung ausgerichtet.
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Um auf die Lamelle eine Schwenkbewegung auszuüben und die letztere
von ihrer Normalstellung in die Belichtungsstellung zu überführen, ist die Lamelle
mit einem Ansatz75 ausgestattet, der einen Stift 76 aufweist, dessen Achse parallel
zur Schwenkachse 72 liegt und sich durch einen Kreisbogenschlitz 77 in der Platte
73 erstreckt und dazu dient, die Lamelle 71 ordnungsgemäß zu plazieren. An dem Stift
76 ist schwenkbar ein Joch 78 befestigt, das einen geschlitzten, nach außen abgebogenen
Flansch 79 besitzt, der, wie aus Fig. 3 ersichtlich, um die Welle 43 herumgreift.
Der Flansch 79 wird durch den Abschnitt 52 des Knopfes betätigt, wenn der konische
Abschnitt 60 am Ende 47 der Welle, wie aus F i g. 6 ersichtlich, niedergedrückt
wird. Demgemäß bewirkt die Axialbewegung des Knopfes von seiner in Fig. 3 dargestellten
Normalstellung in die Betriebsstellung nach F i g. 6 eine Schwenkung der Lamelle
71 von der Normalstellung (in Fig. 5 ausgezogen dargestellt) in die Belichtungsstellung
(in dieser in Fig. 5 strichpunktiert dargestellt), und zwar gegen die Wirkung einer
in der Zeichnung nicht dargestellten Torsionsfeder, die zwischen der Lamelle und
der Platte 73 angeordnet ist und vorzugsweise auf dem Drehzapfen 72 derart gelagert'ist,
daß die Lamelle in ihre Normalstellung gedrückt wird (entgegen dem Uhrzeigersinn
gemäß Fig. 5). Die begrenzte Axialbewegung des Knopfes gemäß seiner
Drehung
reicht jedoch nicht aus, um diese Bewegung der Lamelle hervorzurufen, wie dies aus
F i g. 4 ersichtlich ist.
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Die Verschlußplatte 80 ist mit der Lamelle 71 bei 81 schwenkbar verbunden,
und diese ist so leicht wie möglich gestaltet, und zwar in Übereinstimmung mit dem
beabsichtigten Zweck, indem die Lamelle so wie dargestellt gestaltet ist. Die Lamelle
hat zu diesem Zweck einen kreisbogenförmigen Abschnitt 82, der mit einer Schlitzöffnung
83 versehen ist. Der Zweck dieser Schlitzöffnung besteht darin, über die Belichtungsöffnung
23 hinwegzulaufen, wenn die Belichtungsöffnung 74 auf diese Belichtungsöffnung ausgerichtet
ist, und um so eine Belichtung zu bewirken. Die Lamelle 80 ist außerdem mit einem
im wesentlichen radial verlaufenden Arm 84 ausgestattet, der über die Lamelle 71
vorsteht und mit dem Anschlag 85 in Berührung kommt, der starr an der Platte 73
auf jener Seite befestigt ist, die nach der Verschlußplatte gerichtet ist.
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Nach Betätigung des Auslösers 29 bewirkt die Bewegung der Lamelle
71 während der Verschlußauslösung (Niederdrücken des Knopfes 30 und der Welle43)
eine Schwenkung der Verschlußplatte80 um den Zapfen 81, da letzterer in einem kreisbogenförmigen
Pfad um den Zapfen72 geführt ist. Der Arm 84 bleibt jedoch mit dem Anschlag 85 in
Berührung, bis die Lamelle 71 an den Flansch 24 anstößt und hierbei mit ihrer Öffnung
74 auf die Belichtungsöffnung23 ausgerichtet ist. In dieser Stellung kommt die äußerste
Spitze des Armes 84 von dem Anschlag 85 frei, und eine in der Zeichnung nicht dargestellte
Feder wirkt zwischen dem Verschluß und der Lamelle und treibt den Verschluß von
seiner Normalstellung, die in F i g. 5 ausgezogen dargestellt ist, in die strichpunktiert
dargestellte Endstellung und bewirkt, daß die Öffnung 83 über die aufeinander ausgerichteten
Öffnungen 23 und 74 streicht. Wenn die Bedienungsperson den Knopf 30 freigibt, führt
die der Lamelle zugeordnete Feder die Welle in die Ausgangslage zurück. Diese Rückbewegung
wird am Ende durch die Wirkung des Federkontaktarmes 57 am Knopf 30 unterstützt.
Die Lamelle 71 wird so in ihre Normalstellung übergeführt und bringt die Platte
80 mit dem Flansch 86 der Lamelle in Berührung. Bei der Rückkehr der Platte in ihre
Normalstellung läuft der Arm 84 nach oben und über den Anschlag 85 und schnappt
hinter dem Anschlag ein. Der Verschluß ist nunmehr für die nächste Aufnahme bereit.
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Um eine Blitzsynchronisation des M-Typs zu schaffen, ist der Schalter
87 schwenkbar bei 87' auf der Platte 73 angeordnet. Der Schalter 87 ist elektrisch
leitfähig und bildet einen der Blitzkontakte und weist einen Arm 88 auf, der durch
die Spitze des Armes 84 berührt wird, nachdem letzterer von dem Anschlag 85 freikommt,
und beginnt mit seiner Anfangsbewegung. Diese Anfangsbewegung, die kurz vor Einleitung
der Belichtung auftritt, schwenkt den Schalter 87 von seiner in F i g. 5 voll ausgezeichneten
Normalstellung in die Betriebsstellung, die strichpunktiert dargestellt ist. Dabei
kommt der Arm 88 in Gleitberührung mit dem Blitzkontakt 89, der auf der Platte 73
montiert, jedoch von dieser isoliert ist.
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Demgemäß kommen die Blitzkontakte 88 und 89 miteinander in Berührung,
kurz bevor die Belichtung eingeleitet wird, und es wird der Kondensator 90 nach
der Blitzlampe 91 gemäß Fig. 1 entladen, so
daß die maximale Blitzintensität bei
der maximalen Verschlußöffnung zur Verfügung steht.
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Der Schalter 67 ist außerdem mit einem Arm 92 ausgestattet, der einen
Winkel von ungefähr 900 gegenüber dem Arm 88 bildet und in den Bewegungspfad des
Armes 84 der Verschlußplatte vorsteht, wenn letztere in ihre Normalstellung durch
die Lamelle 71 zurückgeführt wird. Die Berührung des Armes 92 durch den Arm 84 dient
dazu, den Schalter in die Normalstellung gleichzeitig mit der Rückführung der Lamelle
zurückzubringen.
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Wenn die Bedienungsperson eine Blitzaufnahme durchführen will, ist
das Photometer natürlich nicht erforderlich. Da die Belichtungszeit unveränderlich
ist, wird eine richtige Belichtung dadurch bewirkt, daß die Fläche der Belichtungsöffnung
34 der Blende gemäß dem Abstand des zu photographierenden Gegenstandes von der Blitzlampe
eingestellt wird. Zu diesem Zweck ist die Kamera mit einer Indexeinrichtung 93 (F
i g. 7) ausgestattet, die von der Bedienungsperson ablesbar ist und gegenüber einer
festen Skala 94 auf der Kamera gemäß der Betätigung der Steuereinrichtung in der
erstbeschriebenen Arbeitsweise (Drehung des Knopfes 30) beweglich ist. Die Skala
94 ist in Entfernungswerten geeicht, wobei die Fläche der Blendenöffnung der Entfernung
zwischen Kamera und Aufnahmeobjekt angepaßt ist. Dabei wird die Indexeinrichtung
93 von einem Ansatz 95 der Verschlußlamelle 25 (Fig. 8) gebildet, der nach oben
durch einen Schlitz 96 im Flansch 94 des Gehäuses vorsteht. Auf diese Weise kann
der Belichtungswert des- Verschlusses (in diesem Fall die Blendenöffnung bei unveränderbarer
Belichtungszeit) nach Wunsch der Bedienungsperson dadurch eingestellt werden, daß
die Steuereinrichtung in der ersten Betriebsweise betätigt wird, wobei die Einstellung
entweder durch visuellen Vergleich der Helligkeit des Aufnahmegegenstandes mit einer
Standardlichtquelle oder gemäß dem Abstand des Aufnahmegegenstandes von der Kamera
betätigt wird.
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Die beschriebene Anordnung stellt eine bezüglich des Stromverbrauchs
der Kamera 65 optimale Anordnung dar, weil der Strom von der Batterie im wesentlichen
nur dann abgezogen wird, wenn die Bedienungsperson den photometrischen Abgleich
vornimmt. Tatsächlich werden, wie sich aus einem Vergleich der F i g. 4 und 6 ergibt,
die Kontaktarme 57' und 64 auch in Berührung gelangen, wenn die Welle 43 zwecks
Auslösung des Verschlusses niedergedrückt wird. Die Zeitdauer zwischen Niederdrücken
und Freigeben des Endes 47 der Welle ist jedoch um einige Größenordnungen kleiner
als das Zeitintervall, das durchschnittlich zur Erlangung des photometrischen Abgleichs
erforderlich ist. Beispielsweise kann unter Berücksichtigung der menschlichen Reaktionszeit
zwischen Niederdrücken und Freigabe der Welle ungefähr eine halbe Sekunde verstreichen,
während der Durchschnittsphotograph ungefähr 50-bis 100mal solange braucht, um das
Photometer abzugleichen. Demgemäß kann gesagt werden, daß die Photometerbatterie
nur dann durch die Lampe belastet ist, wenn der Photometerabgleich erfolgt.