DE1291398B - Geschlossene Niederspannungsschaltanlage mit ausfahrbarem Schalter - Google Patents
Geschlossene Niederspannungsschaltanlage mit ausfahrbarem SchalterInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02B—BOARDS, SUBSTATIONS OR SWITCHING ARRANGEMENTS FOR THE SUPPLY OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02B11/00—Switchgear having carriage withdrawable for isolation
- H02B11/12—Switchgear having carriage withdrawable for isolation with isolation by horizontal withdrawal
- H02B11/127—Withdrawal mechanism
- H02B11/133—Withdrawal mechanism with interlock
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Description
- Die Erfindung bezieht sich auf eine geschlossene Niederspannungsschaltanlage mit auf verlängerbaren Schienen ausfahrbarem Schalter, bei der die Fahrschienen aus je einem festliegenden und je einem zugleich zum Einfahren und Herausziehen des Schalters dienenden schwenkbaren Teil bestehen.
- Bei einer bekannten Anlage dieser Art ist an dem schwenkbaren Teil der Fahrschienen ein Hebelarm vorgesehen, der beim Verschwenken der Teile in die waagerechte Lage hinter eine Fahrrolle greift und so den Schalter aus den Festkontakten heraus und in eine bestimmte Stellung weiterbewegt. Von hier aus kann der Schalter nun weiter aus der Anlage herausgezogen werden, wobei jedoch für den Schalter eine definierte Prüfstellung, z. B. durch Verrasten, nicht gegeben ist. In der ausgefahrenen Stellung kann dieser Schalter auch um seine Räder geschwenkt werden. Beim Einfahren des Schalters durch Hochschwenken der beweglichen Fahrschienen wird von den Fahrschienen eine schiefe Ebene gebildet, so daß der Schalter in die Schaltzelle hineinrollt. Dies ist nachteilig, da durch die Schräglage des Schalters die Steckkontakte nicht mit Sicherheit auf die Steckdosenkontakte treffen und von den Schienen auch nicht die notwendige Kraft zum Einfahren in die Kontakte aufgebracht werden kann (schweizerische Patentschrift 338 508).
- Bei einer anderen ähnlichen bekannten Anlage werden für den festliegenden Teil der Fahrschienen C-Profilschienen verwendet. Der schwenkbare Teil der Fahrschienen dient dort aber nicht zur Erleichterung des Einfahrens und Herausziehens, sondern betätigt beim Ausschwenken lediglich eine Ausfahrverriegelungsvorrichtung des Schalters (USA.-Patentschrift 2 711452).
- Ferner sind ausfahrbare Schaltgeräte bekannt, bei denen zum Einschieben und Herausziehen aus den Steckanschlüssen ein am Schaltgerät schwenkbar gelagerter Griff vorgesehen ist, der entweder mit einem Spiralschlitz versehen ist, in den ein am festen Anlagenteil angebrachten Nocken eingreift, oder mit einem kurvenförmigen Kragen, der mit einem feststehenden Schlitz zusammenwirkt (schweizerische Patentschrift 342 288, österreichische Patentschrift 190974).
- Aufgabe der Erfindung ist es, durch die Schwenkbewegung der Fahrschienenverlängerung ein einwandfreies, lagerichtiges Eindrücken bzw. Herausziehen der Kontakte mit der erforderlichen Kraft zu gewährleisten und zugleich mit besonders geringem konstruktivem Aufwand eine definierte Prüfstellung für den Schalter zu schäffen.
- Durch die vorliegende Erfindung wird eine Anordnung geschaffen, bei der diese Nachteile vermieden sind und bei der für die Prüfstellung des Schalters eine Verrastung sich ergibt. Erfindungsgemäß sind daher bei einer Schaltanlage der eingangs erwähnten Art die schwenkbaren Teile der Fahrschienen auf ihren Laufkanten in an sich bekannter Weise mit je einer im Abstand vom Schwenkpunkt liegenden schrägen und schlitzartigen Aussparung versehen, die beim Schwenken über seitlich am Schalter sitzende und in den C-profilartigen festliegenden Schienen geführte Nocken das Ein- und Ausfahren des Schalters vornehmen, und die schlitzartigen Aussparungen bilden zusammen mit Abschrägungen der Enden der festen Fahrschienenteile beiderseits eine Rastnut für die Nocken des Schalters. Der Schalter besitzt zweckmäßig an beiden Seiten je zwei Nocken, die zum Gleiten auf den Fahrschienen und gleichzeitig zum Rasten des Schalters in zwei verschiedenen Stellungen dienen. Dadurch ist der Schalter in einer Test- und einer Wartungs- und Inspektionsstellung verrastet, wobei in der letzteren Stellung der Schalter um die dabei in die Rastnut eingreifenden Nocken schwenkbar ist. Die schwenkbaren Fahrschienenteile sind in der Verriegelungsstellung des Schalters selbst durch einen Fallbügel verriegelt.
- Die beiden Seitenwände, an denen die festliegenden Fahrschienenteile befestigt sind, bestehen zweckmäßig aus je einem abgewinkelten Blech, die an dem Schaltzellengerüst einzeln befestigt werden. Dadurch ist die Montage und Auswechselung der Einzelteile leicht und bequem möglich, und Fertigungstoleranzen können weitgehend ausgeglichen werden. Zur Befestigung der Steckdosenkontakte sind die beiden abgewinkelten Bleche durch Isolierschienen miteinander verbunden.
- Diese Ausbildung der Fahrschienen und ihre Befestigung an den leicht lösbaren und verschiebbaren Seitenwänden gibt der Schaltanlage eine weitgehende Austauschmöglichkeit der Einzelteile und ermöglicht einen beliebigen Aufbau der gesamten Anlage. Dabei ist durch einfache Konstruktionsteile eine bequeme Bedienung und Wartung des Schalters gegeben, ohne dabei die Sicherheit der Anlage in irgendeiner Weise zu schmälern. Gerade das Schwenken des Schalters in der Ausschaltstellung ermöglicht eine eingehende Prüfung desselben, ohne ihn aus der Anlage auszubauen. Auch kann das Schaltgerät als Baustein erst an Ort und Stelle bequem in die Schaltanlage eingebaut werden, indem die beiden Seitenwände mit vier Schrauben an dem Anlagegerüst befestigt werden.
- Schutz wird nur für -die Kombination der im Anspruch 1 bzw. in den Unteransprüchen genannten Merkmale begehrt.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in den verschiedenen Stellungen des ausfahrbaren Schalters dargestellt.
- Wie besonders aus B i 1 d 1 bis 3 zu ersehen ist, werden an die Rahmenteile 1 einer geschlossenen Niederspannungsschaltanlage die beiden Seitenwände 2 mit ihrem abgewinkelten Teil 3 befestigt. Die beiden Seitenwände sind durch Isolierschienen 4 miteinander verbunden, auf denen die festen Steckdosenkontakte 5 angebracht sind.
- An jeder Seitenwand 2 ist der festliegende Teil 6 und, drehbar um einen Drehpunkt 7, der schwenkbare Teil 8 der Fahrschiene befestigt. Der schwenkbare Teil der Fahrschiene ist mit einer schrägen schlitzartigen Aussparung 9 versehen, die im ausgeschwenkten Zustand mit der Abschrägung 10 des festliegenden Teiles der Fahrschiene eine Rastnut bildet. Gleichfalls ist an den Seitenwänden 2 je ein abgefederter Fallbügel 11 zur Verriegelung der schwenkbaren Fahrschiene 8 in der Verriegelungsstellung des Schalters angebracht. Die beiden schwenkbaren Teile 8 der Fahrschienen können mit einem Handgriff 12 miteinander verbunden sein.
- Aus B i 1 d 4 bis 7 sind die verschiedenen Stellungen des Schalters 13 in der Schaltanlage ersichtlich. B i 1 d 4 zeigt den Schalter in der eingefahrenen Stellung, wobei die Stecker 14 mit den Steckdosenteilen 5 der Anlage in Verbindung stehen. Der schwenkbare Teil 8 der Fahrschiene ist dabei um 90° nach oben geschwenkt und rastet mit seinem Nocken 15 in den Fallbügel 11 ein. Der Schalter ist damit in dieser eingefahrenen Stellung verriegelt.
- B i 1 d 5 zeigt die Prüfstellung des Schalters 13. Der schwenkbare Fahrschienenteil 8 ist dabei nach unten geschwenkt und dient als Verlängerung des festen Fahrschienenteiles 6. Durch die Schwenkbewegung des Fahrschienenteiles 8 nach unten wird mit Hilfe der schrägen schlitzartigen Aussparung 9, die gegenüber dem Drehpunkt 7 versetzt liegt und in die der vordere Nocken 16 des Schalters eingreift, der Schalter selbst mit seinen Steckkontakten 14 aus den Steckdosenkontakten 5 herausgezogen. Dabei rastet der vordere Nocken 16 des Schalters 13 in die durch die schräge schlitzartige Aussparung 9 des schwenkbaren Fahrschienenteiles 8 und das abgeschrägte Ende 10 des festen Fahrschienenteiles 6 gebildete Rastnut ein, wodurch eine feste Stellung des Schalters gewährleistet ist. In dieser Schalterstellung können Testschaltungen gefahrlos vorgenommen werden. Beim Hochschwenken des Fahrschienenteiles 8 wird der Schalter mittels der Hebelwirkung des Schienenteiles 8 eingefahren und mit seinen Steckern 14 wieder in die Steckdosenkontakte 5 eingeführt.
- B i 1 d 6 zeigt den Schalter 13 in der gänzlich ausgefahrenen Stellung, wobei der zweite Nocken 17 des Schalters in die Rastnut zwischen dem festliegenden und dem schwenkbaren Teil der Fahrschienen einrastet. In dieser Stellung kann der Schalter gewartet und inspiziert werden, wobei es auch möglich ist, den Schalter um die Nocken 17 als Drehachse zu schwenken, wie es aus B i 1 d 7 ersichtlich ist. Die Feststellung des Schalters erfolgt in dieser geschwenkten Stellung dadurch, daß sich der Nocken 16 an eine abgewinkelte Lasche 18 od. dgl. anlegt, die an den beiden Seitenwänden 2 befestigt ist.
Claims (6)
- Patentansprüche: 1. Geschlossene Niederspannungsschaltanlage mit auf verlängerbaren Schienen ausfahrbarem Schalter, bei der die Fahrschienen aus je einem festliegenden und je einem zugleich zum Einfahren und Herausziehen des Schalters dienenden schwenkbaren Teil bestehen, d a d u r c h g e -kennzeichnet, daß die schwenkbaren Teile (8) der Fahrschienen auf ihren Laufkanten in an sich bekannter Weise mit je einer im Abstand vom Schwenkpunkt liegenden schrägen und schlitzartigen Aussparung (9) versehen sind, die beim Schwenken über seitlich am Schalter sitzende und in den C-profilartigen festliegenden Schienen geführte Nocken (16, 17) das Ein- und Ausfahren des Schalters vornehmen, und daß die schlitzartigen Aussparungen (9) zusammen mit Abschrägungen (10) der Enden der festen Fahrschienenteile (6) beiderseits eine Rastnut für die Nocken (16, 17) des Schalters bilden.
- 2. Schaltanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter an beiden Seiten je zwei Nocken (16, 17) besitzt, die zum Gleiten auf den Fahrschienen (6, 8) und gleichzeitig zum Rasten des Schalters in zwei verschiedenen Stellungen dienen.
- 3. Schaltanlage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter in einer Test- und einer Wartungs- und Inspektionsstellung verrastet ist, wobei in der letzteren Stellung der Schalter um die dabei in die Rastnut eingreifenden Nocken (17) schwenkbar ist.
- 4. Schaltanlage nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die schwenkbaren Fahrschienenteile (8) in der Verriegelungsstellung des Schalters selbst verriegelt sind.
- 5. Schaltanlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die festliegenden Fahrschienenteile (6) an Seitenwänden (2) aus je einem abgewinkelten Blech befestigt sind, die wiederum einzeln an dem Schaltzellengerüst (1) anschraubbar sind.
- 6. Schaltanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden abgewinkelten Bleche (2) durch Isolierschienen (4) verbunden sind, die Träger der Steckdosenkontakte sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1960C0021279 DE1291398B (de) | 1960-04-23 | 1960-04-23 | Geschlossene Niederspannungsschaltanlage mit ausfahrbarem Schalter |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1960C0021279 DE1291398B (de) | 1960-04-23 | 1960-04-23 | Geschlossene Niederspannungsschaltanlage mit ausfahrbarem Schalter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1291398B true DE1291398B (de) | 1969-03-27 |
Family
ID=7016969
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1960C0021279 Pending DE1291398B (de) | 1960-04-23 | 1960-04-23 | Geschlossene Niederspannungsschaltanlage mit ausfahrbarem Schalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1291398B (de) |
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1960
- 1960-04-23 DE DE1960C0021279 patent/DE1291398B/de active Pending
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