DE1290955B - Schaltung zur Erzeugung einer Schwundregelspannung in Fernsehempfaengern - Google Patents
Schaltung zur Erzeugung einer Schwundregelspannung in FernsehempfaengernInfo
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Description
1 2
Zur Erzeugung einer Schwundregelspannung in impulsen des Videosignals weitere Impulse einer
Fernsehempfängern ist es bekannt, das Videosignal normalerweise gesperrten und durch die weiteren
dem Steuergitter einer an ihrer Anode durch von der Impulse leitfähig gesteuerten Tasteinrichtung zu-Zeilenablenkschaltung
abgeleitete Rücklaufimpulse geführt werden und bei der die verstärkten weiteren periodisch getasteten Verstärkerröhre zuzuführen. 5 Impulse zur Erzeugung einer Regelspannung gleich-Diese
bekannte Schaltung hat den Vorteil, daß Stör- gerichtet werden, wobei die weiteren Impulse eine
impulse, die während der Dauer des Bildsignals auf- den Synchronimpulsen des Videosignals entgegentreten,
nicht auf die Größe der Schwundregelspan- gesetzte Polarität und eine solche Amplitude haben,
nung einwirken können. Es ist auch bekannt, eine daß sie über den den Synchronimpulsspitzen ent-Regelgleichspannung
durch Gleichrichtung des io gegengerichteten Spitzenwert des Videosignals hin-Videosignals
zu erzeugen und diese Regelgleichspan- ausragen.
nung derart einer an ihrer Anode durch Rücklauf- Die Erfindung besteht darin, daß die Tasteinrich-
impulse getasteten Verstärkerstufe zuzuführen, daß tung mit das Videosignal führendem Schaltungspunkt
im Ausgangskreis, dieser Röhre eine verstärkte, nega- über einen den Bildinhalt abtrennenden Gleichrichter
tiv gerichtete Schwundregelspannung auftritt. Diese 15 verbunden ist, dessen aus Ableitwiderstand und
bekannten Schaltungen haben einen relativ hoch- Ladekondensator bestehender Belastungskreis in
ohmigen Ausgangskreis. Es ist häufig erwünscht, der- Serie zum Ladekondensator einen Widerstand aufartige
Regelschaltungen niederohmig zu bemessen. weist, derart, daß der Bildinhalt bei einem Grauwert,
Dies ist besonders dann von Vorteil, wenn Tran- insbesondere etwas unterhalb des Schwarzwertes, absistorverstärker
ohne zusätzliche Impedanzwandler so getrennt wird.
geregelt werden sollen. Es ist auch vorgeschlagen Die Erfindung wird im folgenden an Hand mehrerer
worden, der Steuerelektrode eines Verstärkerelemen- in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeites
sowohl das Videosignal als auch örtlich erzeugte spiele beschrieben. .. .. .""....-.
Impulse synchron mit gleicher Polarität zuzuführen, F i g. 1 zeigt die Schwundregelschaltung eines
wobei das Verstärkerelement normalerweise gesperrt as Fernsehempfängers mit einer Videoverstärkerröhre 1,
ist und durch die örtlich erzeugten Impulse leitfähig der am Steuergitter das. Videosignal mit negativ gegesteuert
wird, und daß die verstärkten Impulse zur richteten Synchronimpulsen zugeführt wird. Am
Erzeugung einer Regelspannung gleichgerichtet wer- Anodenwiderstand 2 der Videoverstärkerröhre treten
den. Es ist ferner bekannt (USA.-Patentschrift die verstärkten Videosignale mit positiv gerichteten
2 637 772), eine Schwundregelspannung aus Impulsen 30 Synchronimpulsen auf. Die Kennlinien der Röhre 1
zu gewinnen, die durch Überlagerung von Video- werden so ausgesteuert, daß eventuell auftretende
Signalen und Rücklauf impulsen mit umgekehrter Störimpulse, die die Spitze der Synchronimpulse überPolarität
gewonnen werden. Die so weit beschriebe- steigen, begrenzt werden. Die Videosignale werden
nen Schaltungen sind·· in mancherlei Hinsicht nicht einerseits der symbolisch dargestellten Bildröhre und
zufriedenstellend. So besteht ein Nachteil darin, daß'.35 andererseits über einen — zur Entkopplung und
beim Einschalten des Gerätes die Tastimpulse ver- Spannungsherabsetzung dienenden — Spannungszögert
kommen, wodurch keine Regelspannung er- teiler 3, 4 und eine den Bildinhalt etwas unterhalb
zeugt und der Verstärker völlig übersteuert wird. Die des Schwarzwertes abtrennende Diode 5 der Basis
Folgen sind Tonknattern und Überlastungen von eines Transistors 6 zugeführt, wobei die Synchron-Röhren,
z. B. der letzten ZF-Stufe. Ein weiterer 40 impulse in sperrender Richtung liegen. Dies geschieht
Nachteil ist das Auftreten von Schwebungen auf der durch einen Belastungskreis aus Ladekondensator 18
Regelspannung, wenrt die Zeilensynchronisation kurz- und einem Ableitwiderstand, der aus der Reihenzeitig außer Tritt fällt. Diese Schwebungen führen zu schaltung zweier Widerstände 9 und 10 besteht. Der
einer Amplitudenmodulation des Videosignals. Diese Verbindungspunkt der Widerstände 9,10 mit der
Amplitudenmodulation kann am Gitter der Abtrenn- 45 Kathode der Diode 5 ist über einen Kondensator 18
schaltung zum Zustopfen führen, wodurch die Syn- nach Masse gelegt. Die Widerstände 9,10 liegen
chronisation gestört wird. Wegen dieser Störungen parallel zur Diode 5. In Serie zum Ladekondensator
wird z. B. zur Vermeidung des Tonknatterns im 18 liegt ein Widerstand 16, dessen Wert ein Maß für
Empfänger häufig eine Einschaltbrurnmunterdrük- den Abtrennpegel ist. Anode und Kathode der
kung eingebaut, die den Tonkanal so lange sperrt, bis 50 Diode 5 sind durch die Widerstände 9,10 mit der
die Tastimpulse vorhanden sind. Ferner ist es zur nicht dargestellten Zeilenendstufe verbunden, von der
Vermeidung von Übersteuerungen bei nicht synchro- sie eine Folge von Rücklaufimpulsen 7 erhalten. Die
nisierten Tastimpulsen bekannt, eine Diode in die Impulsfolge 7 wird dabei über einen Kondensator 8
Tastschaltung einzubauen, die eine Tastung auf und die Widerstände 9,10 geleitet und dadurch diffeweißen
Bildinhalt während der Impulslücken verhin-. 55 renziert. Dadurch sind die negativen Äste der; diffedert.
Um eine Amplitudenmodulation des Video- renzierten Impulsfolge phasengleich mit den positiven
signals zu verhindern, muß die Regelzeitkonstante Synchronimpulsen. Der Fußpunkt des Widerstandes 4
vorausbestimmt und kann manchen Erfordernissen liegt am Emitter des Transistors 6, der über einen
nicht gerecht werden. Gegen das Einschaltbrummen Spannungsteiler 11 und 12 eine positive Emitterkann
auch eine Schaltung angewendet werden, die die 60 spannung von z. B. 14 V erhält. Der Kollektor des
Tastimpulse von Zeilenoszillator ableitet, da diese Transistors 6 liegt über einen Widerstand 13 an
früh genug nach dem Einschalten auftreten. Masse. Das Videosignal wird mit den differenzierten
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ohne Rücklaufimpulsen 7 additiv überlagert, wobei die
zusätzlichen Aufwand den beschriebenen Störungen Widerstände 4 und 16 die wesentliche Rolle spielen,
entgegenzuwirken. 65 Die Spannung der Tastimpulse wird so gewählt, daß
Die Erfindung geht aus von einer Schaltung zur im Zusammenwirken mit den Widerständen 14 und
Erzeugung einer Schwundregelspannung in Fernseh- 15 der Transistor 6 geöffnet werden kann. Die Widerempfängern,
bei der synchron mit den Synchron- stände 14, 15 bewirken am Verbindungspunkt der
Teilerwiderstände 3, 4 eine verringerte positive Spannung gegenüber der Emitterspannung des Transistors
6. Der Temperaturgang der Schaltung durch Eigenerwärmung des Tastgleichrichters ist gering.
Eine etwaige Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur kann durch die Wahl eines entsprechenden
Tk-Wertes für den Differenzierkondensator 8 ausgeglichen werden. Es ist nun entscheidend wichtig,
daß die Abtrenndiode 5 von den Tastimpulsen 7 an Anode und Kathode gleichzeitig gesteuert wird, da
sonst der Zweck dieser Diode nicht zur Geltung kommt. Wenn nämlich nur eine Steuerung an der
Anode erfolgen würde, könnte der Tastimpuls nicht an die Basis gelangen, da er von dieser durch die
DiodeS getrennt ist. Bei einer alleinigen Steuerung der Kathode der Diode 5 würde der Einfluß des
Teilerwiderstandes 16 des Differenziergliedes verändert. Wenn die Diode nämlich geöffnet ist, liegen
die Widerstände 16 und 4 parallel. Bei gesperrter Diode 5 wirkt der Widerstand 16 allein, wodurch die ao
Tastspannung gerade dann erhöht würde, wenn sie klein sein sollte, um keine positiv gehende Regelspannung
zu erzeugen. Der Vorteil, der durch die Abtrennung des Bildinhaltes entsteht, ginge dadurch
wieder verloren. Wenn Anode und Kathode gleichzeitig Tastspannung erhalten, wird während der
Impulszeit die Spannung erhöht und während der Impulslücke an der Kathode der Diode nicht vergrößert,
da der zweite Differenzierweg abgeschaltet wird.
Die soweit beschriebene Schaltung ist besonders gut in Verbindung mit einer Übersteuerungsschutzschaltung
(Diode 5) geeignet, da bei nicht synchronisierten Tastimpulsen eine vom Bildinhalt abhängige
Regelspannung erzeugt werden könnte. Es käme dann zu einer Übersteuerung des Videosignals und damit
zur Störung der Synchronisation, die schließlich nicht mehr in der Lage wäre, die Tastimpulse zu synchronisieren,
um sich aus der Übersteuerung zu befreien.
Die Wahl eines PNP-Transistors als Tastgleichrichter6
in Verbindung mit einem PNP-Transistor 17 des zu regelnden Verstärkers, der durch eine
positiv gehende Regelspannung mehr verstärkt, und mit gleitender Emitterspannung, erlaubt eine direkte
Kopplung zwischen dem Ausgang des Tastgleichrichters 6 und der Basis des Regeltransistors 17.
Sonst ergäbe sich eine falsche Regelrichtung. Zur Erhöhung der Regelsteilheit könnte allerdings der Tastgleichrichter
6 als Impulsverstärker geschaltet werden, wobei die verstärkten Impulse gleichgerichtet
werden und der Gleichrichterkreis mit dem Emitter des Regeltransistors verbunden wird. Dadurch würde
eine Gegenkopplung durch die gleitende Emitterspannung vermieden. Die Bildinhaltsabhängigkeit der
Regelung, die durch die Anwendung der Abtrenndiode bzw. der notwendigen endlichen Größe der
Ableitwiderstände 9,10 in Verbindung mit dem Kondensator 18 entsteht, wird dadurch beseitigt, daß der
Teiler 3,4 für das Videosignal mit dem Emitter des Tastgleichrichters verbunden wird. Dadurch wird am
Emitter eine entgegengesetzt wirkende Kompensationsspannung bewirkt. Die beiden Teilerströme
(durch 11,12 bzw. 3,4,12) werden so gewählt, daß
die Schwarzwertübertragung einwandfrei ist.
Eine Übersteuerung des Verstärkers beim Einschalten kann nicht auftreten, da die Regelspannung
den maximalen Wert in Sperrichtung besitzt, wenn die Tastimpulse noch nicht vorhanden sind. Der Verstärker
wird erst durch Tastimpulse geöffnet. Zur Vermeidung einer Übersteuerung während des Betriebes
bei nichtsynchronisierten Tastimpulsen wird die Diodenschaltung 5,9,10,16,18 verwendet.
Schwebungen auf der Regelspannung bei Nichtsynchronismus treten nur sehr gering auf, da bei
diesem Tastverfahren in den Impulslücken eine Aufladung der Regelspannung erfolgt, denn der Transistor
6 wird dann je leitfähiger, weil die negativen Impulsspitzen den Transistor 6 weiter öffnen. Bisher
wurde in solchen Fällen die Spannung immer kleiner. Bei einer normalen Tastschaltung wird in den zeitlich
längeren Impulslücken der Ladekondensator entladen und nur beim Zusammentreffen eines Synchron-
und Tastimpulses aufgeladen. Bei der neuen Schaltung wird der am Kollektor liegende Ladekondensator
Cl in den Impulslücken aufgeladen und während des Durchlaufs zwischen Synchronimpuls und Tastimpuls
nur gering entladen, da einmal die Zeitkonstante durch den hochohmigen Transistor vergrößert
wird und die Entladezeit sehr kurz ist.
F i g. 2 zeigt ein Anwendungsbeispiel für die Verwendung
einer Röhre 30 als Tasteinrichtung. Um die richtige Regelrichtung zu erzielen, »schwimmt« bei
dieser Schaltung das Gitterpotential auf dem Kathodenpotential, welches gleichzeitig die Regelspannung
darstellt. Zu diesem Zweck wird das Videosignal induktiv in den Gitterkreis eingespeist. Ein Videogleichrichter
31 dient zugleich zur Abtrennung des Bildinhaltes. Der erforderliche Regelbereich wird erst
wieder durch Anschaltung des Kathodenkreises der Röhre 30 in ein negatives Potential oder durch
»Hochlegen« der geregelten Röhrenstufe 32, also auf positives Potential, erreicht.
Claims (7)
1. Schaltung zur Erzeugung einer Schwundregelspannung in Fernsehempfängern, bei der
synchron mit den Synchronimpulsen des Videosignals weitere Impulse einer normalerweise gesperrten
und durch die weiteren Impulse leitfähig gesteuerten Tasteinrichtung zugeführt werden und
bei der die verstärkten weiteren Impulse zur Erzeugung einer Regelspannung gleichgerichtet werden,
wobei die weiteren Impulse eine den Synchronimpulsen des Videosignals entgegengesetzte
Polarität und eine solche Amplitude haben, daß sie über den den Synchronimpulsspitzen entgegengerichteten
Spitzenwert des Videosignals hinausragen, dadurch gekennzeichnet, daß die Tasteinrichtung mit einem das Videosignal
führenden Schaltungspunkt über einen den Bildinhalt abtrennenden Gleichrichter (5) verbunden
ist, dessen aus Ableitwiderstand (9,10) und Ladekondensator (18) bestehender Belastungskreis in Serie zum Ladekondensator (18) einen
Widerstand (16) aufweist, derart, daß der Bildinhalt bei einem Grauwert, insbesondere etwas
unterhalb des Schwarzwertes, abgetrennt wird.
2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ableitwiderstand (9,10)
parallel zum Gleichrichter (5) geschaltet ist.
3. Schaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ableitwiderstand (9,10)
aus zwei in Serie geschalteten Teilerwiderständen
(9,10) besteht, deren Verbindungspunkt die weiteren Impulse (7) zugeführt werden, so daß der
Gleichrichter (5) zugleich an Anode und Kathode mit den weiteren Impulsen gesteuert wird.
4. Schaltung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die weiteren Impulse durch
Differentiation von Rücklaufimpulsen (7) gewonnen werden.
5. Schaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die weiteren
Impulse durch Differentiation abgetrennter Synchronimpulse gewonnen werden.
6. Schaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Videosignal vom Videoverstärker (1) über einen Spannungsteiler
(3, 4) abgenommen wird.
7. Schaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Fußpunkt
des Spannungsteilers (3,4) mit dem Emitter eines in der Tasteinrichtung enthaltenen Transistors (6)
verbunden ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (6)
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DET26283A DE1290955B (de) | 1964-05-30 | 1964-05-30 | Schaltung zur Erzeugung einer Schwundregelspannung in Fernsehempfaengern |
Publications (1)
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Family Applications (1)
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