DE1290668B - Vorrichtung zur Fuehrung des Stranges in einer Bogenstranggiessanlage - Google Patents
Vorrichtung zur Fuehrung des Stranges in einer BogenstranggiessanlageInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D11/00—Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
- B22D11/12—Accessories for subsequent treating or working cast stock in situ
- B22D11/128—Accessories for subsequent treating or working cast stock in situ for removing
- B22D11/1282—Vertical casting and curving the cast stock to the horizontal
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur gleichmäßig wie nur möglich erfolgen. Der Strang
Führung des Stranges in einer Bogenstranggießanlage wird aber außen stets abgekühlter als im Innern sein,
mit der Kokille nachgeschalteten Stütz- bzw. Umfüh- Ein Teil des Querschnittes befindet sich im Temperungsgerüsten
und in der Horizontalen angeordneten raturbereich der Warmverformbarkeit, der andere
Transport- und Richtmaschinen, die aus an den 5 Teil dagegen nicht. Wenn nunmehr auch noch zwi-Strang
preßbaren Walzen mit antreibbaren Gegen- sehen den einzelnen Zonen der Verformbarkeit ein
walzen bestehen. Wechsel oder ein Verschieben eintritt, so wachsen Das Abbiegen von der Vertikalen in einen Bogen die Schwierigkeiten, den Strang sorgfältig nach allen
oder Kreisbogen und zurück in die Horizontale bildet Belangen zu behandeln, praktisch unüberwindbar an.
immer noch eine schwierige Stelle an den bezeich- io Der Stand der Technik sieht gemäß einer bekannten
neten Bogenstranggießanlagen. Es ist bekannt, daß Lösung vor (deutsche Patentschrift 1 221 402), in
der Gießsumpf je nach den vorhandenen Querschnit- einer kombinierten Transport- und Richtmaschine
ten um ein Vielfaches der Kokillenlänge vorhanden mit angetriebenen Rollenpaaren zu arbeiten. Dabei
ist. Oft reichen deshalb bei besonders niedrig gebauten soll durch die Anzahl der Richtwalzen nach den Zug-Anlagen
die Gießsümpfe bis in die Transportmaschine 15 walzen eine Variationsmöglichkeit der an den Strang
und darüber hinaus in die Richtstrecke. Der Gieß- angesetzten Kräfte geschaffen werden. Zweifellos
sumpf stellt als Ansammlung von noch flüssigem kann damit eine besondere Wirkung des Richtens
Material ein beträchtliches Potential an Wärme dar, erzielt werden. Jedoch bleibt das andere Problem
die im Verlauf des Passierens von Transport- und des Abstimmens der Kräfte, die die Zugkräfte zu den
Richtmaschine nach außen dringt und die Strang- 20 Richtkräften ins geeignete Verhältnis setzen, noch
schale erneut erhitzt in einem Maß, daß man an im Hintergrund.
gewissen Stellen mit dem bloßen Auge die Tempera- Zwecks Abstimmung der Preßkräfte innerhalb eines
tursteigerung erkennen kann. Mit dem Nachströmen Walzenpaares ist es außerdem bekannt, in eine der
von Wärme aus den inneren Zonen des Strangquer- Walzen eines Walzenpaares der Rieht- oder Transschnitts ist gleichermaßen ein Weichwerden der 25 portmaschine nur eine Anstellkraft einzuleiten
bereits erkalteten Strangschale verbunden. Dabei (deutsche Patentschrift 1 213 574). Ferner gehört es
treten nicht nur Risse im Material auf, sondern in zum Stand der Technik, ein einzelnes Paar von
Extremfällen muß befürchtet werden, daß an den Transportwalzen vorzusehen, dessen Oberwalze neben
Stellen der zur Verformung in geringem Maße ein- seinem Antrieb auch Anstellbarkeit wie eine nicht
gesetzten Treibwalzen flüssiges Material austreten 30 angetriebene Richtwalze besitzt (deutsche Patentkann,
schrift 1213 575).
Die Folgen davon sind unabsehbar. Nicht nur ein Die vorliegende Erfindung hat sich zur Aufgabe
Strangbruch, eine Beschädigung der Anlage würde gestellt, die Bedingungen zu schaffen, die notwendig
den Arbeitserfolg in Frage stellen, sondern bereits sind, um insbesondere für schwierige Querschnitte
ein fehlerhafter Strang, der einer weiteren Verarbei- 35 wie beispielsweise Rechteckquerschnitte und Groß-
tung entgegensteht. Sollen also Fehler wie inhomo- querschnitte eine günstige Kombination von Zug- und
gene Stellen im Kern oder an den Randzonen ver- Richtkräften zu gewährleisten,
hindert werden, so bedarf es einer entsprechenden Nach der Lehre der Erfindung erfolgt die Lösung
Behandlung des Stranges, sei es in der Transport- dieser Aufgabe dadurch, daß nur die Unterwalzen
oder in der Richtmaschine oder in beiden zusammen. 40 der Transportmaschine angetrieben sind, wobei die
Die Behandlung des Stranges richtet sich im erste Walze im Wendepunkt zur Horizontalen angewesentlichen
nach der Keilform des Sumpfes. ordnet ist. Die Last des Stranges wird also allein
Während in der Transportmaschine, die gewöhnlich dazu benutzt, die notwendige Reibungskraft an den
vor der Richtmaschine liegt, eine größere Keilbreite Unterwalzen aufzubringen. Der Strang bleibt an
vorhanden ist, befindet sich in der Richtstrecke ein 45 dieser Stelle völlig ohne Druck auf die Oberseite,
geringerer flüssiger Kern. Wenn man annimmt, daß so daß eine weitere Abkühlung stattfinden kann, wodieser
Zustand über einen größeren Zeitraum als durch ohne Beaufschlagung von Anpreßkräften eine
konstant betrachtet werden kann, so wird dieser weitere Verstärkung der Strangschale eintritt. Man
Sachverhalt durch die Tatsache beeinträchtigt, daß nimmt im gewissen Sinne an dieser Stelle das Zurückbeim
Stranggießen zunächst der Strangkopf beide 50 biegen in die Horizontale nur so weit vor, daß mittels
Maschinen passieren muß, um den stationären Zu- der Oberwalzen der Transportmaschine ein Aufbäustand
zu erreichen. Die Schwierigkeiten sind also von men verhindert wird. Je nach Strangquerschnitt tritt
vielfachem Einfluß bestimmt und müssen nach ihrer ein solches in besonders starkem Maße ohnehin nur
engeren Kombination behandelt werden. unterhalb der Größenordnung der Brammenquer-
Die Probleme mögen bei kleineren Querschnitten 55 schnitte auf. Der wesentliche Vorzug der Erfindung
wie denjenigen von Knüppeln einfacher gelagert sein, liegt also in einer sanften Behandlung des Strangjedochtritt
bis zum Abguß von Brammen-Querschnit- querschnittes in einem Bereich, in dem der Sumpften
eine Steigerung der Probleme ein, deren Lösung kern noch einen erheblichen Anteil einnimmt,
nicht hinausgeschoben werden kann. Für die Über- Eine Verbesserung der Erfindung ist dann gegetragung
einer gewissen Zugkraft ist neben einem be- 60 ben, wenn nach einem weiteren Merkmal die Unterstimmten
Reibungskoeffizienten ein Mindestmaß an walzen der Richtmaschine antreibbar und deren
Anpreßkraft zwischen Walze und Warmstrang er- Oberwalzen einzeln anstellbar sind. Der Zweck einer
forderlich. Auf der anderen Seite duldet der weiche solchen Kombination liegt im Verfolgen des Prinzips,
Strang mit nur mäßig erkalteter Schale keine Über- den Strang möglichst zu quetschen, d. h. zumindest
beanspruchung des Gefüges. Eine besondere Schwie- 65 erst in einem Bereich, in dem keine negative Auswirrigkeit
muß ohnehin schon in Kauf genommen kung auf die Homogenität des Strangkerns erwartet
werden, nämlich daß eine sehr vorsichtige Kühlung werden kann. Dies ist mit ziemlich großer Sicherheit
bei Stahl angebracht ist. Der Wärmeentzug soll so in der Richtmaschine gegeben, so daß nunmehr dort
die Möglichkeit besteht, die Kräfte zum Richten gleichmäßig auf die Anzahl der vorhandenen Walzen
zu verteilen, was nur durch Einzeleinstellbarkeit erzielt werden kann. Die Unterwalzen der Richtmaschine
befördern lediglich den Strang weiter, so daß der bei den bekannten Transport- und Richtmaschinen
nachteilige Zug auf das Querschnittsprofil vermieden wird. Insbesondere gestattet eine solche
Verbesserung die Rißbildung in sämtlichen Querschnittszonen des Stranges zu verhindern. Derartige
Risse an der Außenhaut und im Kern waren seit langem Ausgangspunkt der Gefahr eines Unbrauchbarwerdens
des nahezu fertiggegossenen Strangmaterials.
Ein kennzeichnendes Merkmal der Erfindung ist ferner, daß die Länge der Richtstrecke mittels des
Abstandes in Betrieb befindlicher und ausgeschalteter Richtwalzen beeinflußbar ist. Für verschiedene Materialien
und Abmessungen kann es wichtig sein, den Abstand zwischen Transport- und Richtmaschinen
zu ändern, um die unterschiedlichen Abkühlungsgeschwindigkeiten und damit die verschieden großen
Sumpflängen zu erfassen. Je nach Gießwerkstoff ist es vorteilhaft, eine oder mehrere Walzen abzuschalten
oder in den Strangweg neu einzubringen, um bestehende Strecken auszufüllen und somit ein späteres
oder früheres Richten hervorzurufen. Das Überspringen einzelner Walzen kann bei größerem Gießquerschnitt
erforderlich werden, dagegen kommen auf der Richtstrecke ausnahmslos alle Walzen bei kleinem
Gießquerschnitt und besonders zäher Werkstoffqualität für den Einsatz in Betracht.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt und im folgenden
näher erläutert.
Die einzige Figur der Zeichnung zeigt einen schematischen Querschnitt in vertikaler Ebene durch
eine Bogenstranggießanlage, wobei die angetriebenen Walzen der Transport- und Richtstrecken sinnbildlich
als Kreuz mit ausgefüllten Quadranten gezeichnet sind.
Aus der Kokille 1, die in der zeichnerischen Darstellung als Senkrechtkokille vorgesehen ist, gelangt
der Gießstrang 2 über ein weiter nicht dargestelltes Stütz- bzw. Umführungsgerüst aus dem Bogen 2 a in
die Horizontale, wobei er zwischenzeitlich in Primär- und Sekundärkühlung eine tragfähige Schale aufweist.
Am Wendepunkt zur Horizontalen, der durch die Vertikale 3 bestimmt ist, beginnt ein System von
Transport- und Richtwalzen, das gemäß dem Erfindungsgegenstand folgendermaßen aufgebaut ist: Am
Wendepunkt zur Horizontalen befindet sich ein Paar von angetriebenen unteren Transportwalzen 4 und 5,
dem an der Oberseite des Stranges jeweils ein nicht angetriebenes Paar von einzelanstellbaren Walzen 6
und 7 gegenübersteht. Zweckmäßigerweise können die Walzengabeln 8 an ihren Enden mit Kolben 9
versehen sein, die in Zylindern 10 beaufschlagbar
ίο sind. Es ist durchaus möglich, an Stelle der Kolben 9
mechanische Elemente wie Schraubspindeln od. dgl. vorzusehen.
Diesen angetriebenen Unterwalzen 4 und 5 folgt eine Anzahl von starr angeordneten, nicht angetriebenen
Richtwalzenil, zwischen denen der Strang entsprechend der Lage der Walzen konstanten Querkräften
ausgesetzt wird.
Während im Transportwalzenteil der Maschine zwei angetriebene Unterwalzen 4 und 5 vorgesehen
sind, weist der Teil der Maschine, der hinter den starren Richtwalzen liegt, mehrere angetriebene
Unterwalzen 12 bis 15 auf, denen jeweils nicht angetriebene Oberwalzen 16 bis 19 gegenüberstehen,
wobei der Anstellmechanismus wie bei den vorhergehenden Transportwalzen 4 und 5 aus Kolbentriebwerken
20 oder nicht dargestellten Spindelantrieben besteht.
Claims (3)
1. Vorrichtung zur Führung des Stranges in einer Bogenstranggießanlage mit der Kokille
nachgeschalteten Stütz- bzw. Umführungsgerüsten und in der Horizontalen angeordneten Transport-
und Richtmaschinen, die aus an den Strang anpreßbaren Walzen mit antreibbaren Gegenwalzen
bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß nur die Unterwalzen (4,5) der Transportmaschine
angetrieben sind, wobei die erste Walze (4) im Wendepunkt (3) zur Horizontalen angeordnet
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterwalzen (12 bis 15)
der Richtmaschine antreibbar und deren Oberwalzen (16 bis 19) einzeln anstellbar sind.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der
Richtstrecke mittels des Abstandes im Betrieb befindlicher und ausgeschalteter Richtwalzen
beeinflußbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED51977A DE1290668B (de) | 1967-01-11 | 1967-01-11 | Vorrichtung zur Fuehrung des Stranges in einer Bogenstranggiessanlage |
| AT845367A AT292218B (de) | 1967-01-11 | 1967-09-15 | Bogenstranggießanlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED51977A DE1290668B (de) | 1967-01-11 | 1967-01-11 | Vorrichtung zur Fuehrung des Stranges in einer Bogenstranggiessanlage |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1290668B true DE1290668B (de) | 1969-03-13 |
Family
ID=7053799
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED51977A Pending DE1290668B (de) | 1967-01-11 | 1967-01-11 | Vorrichtung zur Fuehrung des Stranges in einer Bogenstranggiessanlage |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT292218B (de) |
| DE (1) | DE1290668B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5343934A (en) * | 1993-02-01 | 1994-09-06 | Southwire Company | Multiple pinch roll apparatus and method for advancing a continuous rod |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1213574B (de) * | 1961-08-03 | 1966-03-31 | Demag Ag | Foerdervorrichtung fuer aus einer Stranggiessanlage austretende Giessstraenge |
| DE1213575B (de) * | 1962-06-29 | 1966-03-31 | Demag Ag | Richtmaschine fuer Stranggiessanlagen |
-
1967
- 1967-01-11 DE DED51977A patent/DE1290668B/de active Pending
- 1967-09-15 AT AT845367A patent/AT292218B/de not_active IP Right Cessation
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1213574B (de) * | 1961-08-03 | 1966-03-31 | Demag Ag | Foerdervorrichtung fuer aus einer Stranggiessanlage austretende Giessstraenge |
| DE1213575B (de) * | 1962-06-29 | 1966-03-31 | Demag Ag | Richtmaschine fuer Stranggiessanlagen |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5343934A (en) * | 1993-02-01 | 1994-09-06 | Southwire Company | Multiple pinch roll apparatus and method for advancing a continuous rod |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT292218B (de) | 1971-08-25 |
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