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DE1290092B - Fluessigkeitsspeicheranlage - Google Patents

Fluessigkeitsspeicheranlage

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Publication number
DE1290092B
DE1290092B DEN30829A DEN0030829A DE1290092B DE 1290092 B DE1290092 B DE 1290092B DE N30829 A DEN30829 A DE N30829A DE N0030829 A DEN0030829 A DE N0030829A DE 1290092 B DE1290092 B DE 1290092B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
container
pit
liquid
walls
plant according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN30829A
Other languages
English (en)
Inventor
Fish Daniel Cecil Edward
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
NAT RES DEV
Original Assignee
NAT RES DEV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by NAT RES DEV filed Critical NAT RES DEV
Publication of DE1290092B publication Critical patent/DE1290092B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D88/00Large containers
    • B65D88/76Large containers for use underground
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02ATECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A20/00Water conservation; Efficient water supply; Efficient water use

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)
  • Details Of Rigid Or Semi-Rigid Containers (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Flüssigkeitsspeicheranlage, bei der ein allseitig geschlossener flexibler Behälter in einer offenen Grube angeordnet ist und bei der der Zwischenraum zwischen dem Behälter und den Grubenwänden mit einer Trägerflüssigkeit befüllbar ist.
  • Es ist eine Flüssigkeitsspeicheranlage bekannt (USA.-Patentschrift 2211958), die aus einer nach oben offenen Grube besteht, in der sich stets eine den Boden bedeckende, von der zu speichernden Flüssigkeit verschiedene Flüssigkeit befindet und die mit einer das Austreten der zu speichernden Flüssigkeit durch die Seitenwände verhindernden Auskleidung versehen ist. Diese aus Folienmaterial bestehende Auskleidung ist mittels Pflöcken und Seilen am oberen Rand der Grube und am Boden der Grube befestigt. Zur Abdeckung der Grube und damit der gespeicherten Flüssigkeit ist eine ebenfalls aus Folienmaterial bestehende Plane vorgesehen, die durch einen zur Beschwerung dienenden und mit ihrem Rand verbundenen Ring auf der zu speichernden Flüssigkeit gehalten wird.
  • Abgesehen davon, daß die Betriebssicherheit dieser bekannten Anlage zu wünschen übrigläßt, da entstehende Gase in unkontrollierter Weise zwischen der oberen Abdeckung und den Seitenwänden austreten können, muß bei dieser Anlage als Nachteil in Kauf genommen werden, daß die beiden Flüssigkeiten direkt aneinandergrenzen und außerdem durch den nicht zu vermeidenden Spalt zwischen Abdeckung und Seitenwänden Verunreinigungen in die zu speichernde Flüssigkeit gelangen können, und daß die Verwendung von schwachem und daher preiswertem Folienmaterial für die Auskleidung ausgeschlossen ist, da auf Grund der erforderlichen Vertäuung der Auskleidung am oberen Rand der Grube und am Boden der Grube erhebliche Kräfte punktförmig an den Befestigungsstellen angreifen und außerdem an der Auskleidung Ösen oder sonstige Befestigungseinrichtungen angebracht werden müssen. die nur dann dauerhaft an dem Folienmaterial befestigt werden können, wenn dieses eine ausreichende Festigkeit bzw. Stärke besitzt.
  • Es ist ferner eine Flüssigkeitsspeicheranlage bekannt (USA.-Patentschrift 3 052 380), die aus einem in einer Grube angeordneten, allseitig geschlossenen Behälter aus flexiblem Folienmaterial besteht. Dabei ist ein am Boden der Grube mündendes Rohr vorgesehen, das dazu dient, im Falle der Entleerung des Behälters Wasser zuzuführen, das den Boden des Behälters nach oben drücken soll. Bei leerem Behälter ist die Grube im wesentlichen mit Wasser gefüllt, das dann während des Fülloorgangs entsprechend der Zuführung von zu speichernder Flüssigkeit abgezogen wird. Im gefüllten Zustand liegt der aus flexiblem Folienmaterial bestehende Behälter an den Wänden der Grube an.
  • Die Folge davon ist, daß als Folienmaterial ein relativ starkes und damit teueres Material verwendet werden muß, um sicherzustellen, daß es bei gefülltem Behälter den Beanspruchungen standhält, die sich auf Grund des Vorhandenseins der Vorrichtung zur Wasserzuführung am Boden der Grube, und insbesondere auf Grund der Unebenheiten der Grube selbst ergeben. Sind nämlich am Boden der Grube oder an ihren Wänden relativ spitze Vorsprünge oder lochartige Ausnehmungen vorhanden, so treten an diesen Stellen bei gefülltem Behälter besonders hohe Beanspruchungen des Folienmaterials auf, das demgemäß entsprechend stark dimensioniert werden muß.
  • Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer auch für sehr große Mengen geeigneten, außerordentlich betriebssicheren Flüssigkeitsspeicheranlage mit einem aus extrem schwachem und damit besonders preiswertem Folienmaterial bestehenden flexiblen Behälter.
  • Ausgehend von einer Flüssigkeitsspeicheranlage der eingangs angeführten Gattung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Trägerflüssigkeit im Zwischenraum dauernd vorhanden und ihre Menge so bemessen ist, daß bei jedem Füllungsgrad des Behälters zwischen den Wänden des Behälters und den entsprechenden Wänden der Grube eine die gegenseitige Berührung dieser Wände im wesentlichen verhindernde Flüssigkeitsschicht vorhanden ist.
  • Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen wird sichergestellt, daß die auf den Behälter einwirkenden Belastungen optimal gering sind, da bei allen Betriebsbedingungen eine weitgehende Kompensation der an den Behälterwänden angreifenden Kräfte erfolgt. Schädliche Auswirkungen von in der Grube gegebenenfalls vorhandenen Unebenheiten werden durch das Vorhandensein der Trägerflüssigkeitsschicht verhindert, Außerdem gewährleistet die Kräftekompensation an den Behälterwänden ein einfaches Glätten von eventuell in den Behälterwänden vorhandenen Falten.
  • Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist in an sich bekannter Weise ein den Höhenstand der Trägerflüssigkeit zwischen Grubenwand und Behälter begrenzender Überlauf vorgesehen, der vom Boden der Grube ausgeht.
  • Sollte im Falle der Speicherung einer feuergefährlichen Flüssigkeit in dem Behälter ein Leck auftreten, so wird durch diesen Überlauf sichergestellt, daß die feuergefährliche Flüssigkeit nicht aus der Grube abgeführt, sondern innerhalb der Grube auf der Oberfläche der Trägerfiüssigkeit gesammelt wird.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist in bekannter Weise eine die Grubenwände und den Grubenboden bedeckende flüssigkeitsdichte Auskleidung vorgesehen.
  • Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die in bekannter Weise aus flexiblem Folienmaterial bestehende Auskleidung mit einem Ventil versehen, durch das eine die Grube umgebende Flüssigkeit in die Grube fließen kann, wenn ihr Höhenstand über dem der Trägerflüssigkeit liegt.
  • Dadurch wird sichergestellt, daß beispielsweise im Falle eines übermäßigen Ansteigens des Grundwassers kein Abheben der Auskleidung vom Boden der Grube erfolgt.
  • Vorzugsweise ist zwischen den Seitenwänden des Behälters und den Grubenwänden wenigstens ein starres, sich nach oben erstreckendes durchlöchertes Rohr vorgesehen, dessen oberes Ende für die Entnahme von Proben der Trägerflüssigkeit zugänglich ist.
  • Diese Rohre ermöglichen einerseits ein einfaches Prüfen der Dichtheit des Behälters und erleichtern andererseits das Hochsteigen der Trägerflüssigkeit an den Seitenwänden des Behälters.
  • Sind in der Behälterdecke Gasablaßventile angebracht, so sind diese gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung mit Schwimmern ausgerüstet.
  • Dadurch wird vermieden, daß durch das Gewicht der Gasabl aß ventile eine Beanspruchung des Folienmaterials auftritt, die eine stärkere Dimensionierung dieses Materials erforderlich machen würde.
  • Aus entsprechenden Gründen ist bei Vorhandensein einer Inspektionsbrücke diese einerseits am Grubenrand und andererseits auf einem auf der Speicherflüssigkeit schwimmenden Floß abgestützt. Die Inspektionsbrücke trägt vorzugsweise auch das Rohr zur Behälterspeisung.
  • Schließlich ist gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung im Inneren des Behälters wenigstens ein sich zwischen der Decke und dem Boden erstreckendes flexibles Rohr vorgesehen, das zur Ableitung des Regenwassers von der Behälteroberfläche in den Bereich unter dem Behälter dient und so schwer ist, daß die Decke des Behälters muldenförmig nach unten gezogen wird.
  • Dadurch wird sichergestellt, daß sich auf der Decke des Behälters keine Wasseransammlungen ausbilden, die zu einer Beanspruchung des Behältermaterials führen könnten.
  • Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden im folgenden an Hand der Zeichnung erläutert, deren einzige Figur eine Querschnittsdarstellung einer Ausführungsform einer Flüssigkeitsspeicheranlage gemäß der Erfindung zeigt. Die Anlage ist dabei in gefülltem Zustand dargestellt.
  • Nach der Zeichnung weist die Flüssigkeitsspeicheranlage eine in Draufsicht rechteckige, im Erdreich vorgesehene GrubelS auf. Der obere Bereich der Grube 15 wird von Wällen 16 gebildet, die aus dem beim Ausschachten der Grube erhaltenen Erdreich bestehen. Die Seitenwände der Grube sind zur Gewährleistung einer ausreichenden Festigkeit in geeigneter Weise nach außen geneigt ausgeführt.
  • Die Grube 1S ist mit einer Auskleidung 17 aus einem wasserundurchlässigen Folienmaterial versehen, deren Randteile zur Verankerung und zum Schutz der Folie in dem Erdwall 16 eingebettet sind.
  • Die Auskleidung 17 kann aus relativ billigen Materialien wie Polyäthylen, Polyvinylchlorid oder Butylkautschuk bestehen. Für die Auskleidung kann gegebenenfalls ein von der gespeicherten Flüssigkeit nicht angreifbares Material verwendet werden.
  • In der Grube 15 befindet sich eine bestimmte Menge einer Trägerflüssigkeit, wie z. B. Regenwasser, Flußwasser, Leitungswasser oder Seewasser. Diese Trägerflüssigkeit bildet eine Schicht 23, die ausreichend tief ist, um alle Unebenheiten des Grubenbodens, an den sich die Auskleidung 17 anschmiegt, auszugleichen.
  • Die Grube 15 dient zur Aufnahme eines flexiblen Behälters 10, der in Draufsicht rechteckig ist. Der Behälter 10 weist eine Decke 11, Seitenwände 12 und eine Bodenwand 13 auf. Der Behälter besteht aus flexiblem Folienmaterial, das von dem beispielsweise zu speichernden Öl und von der Trägerflüssigkeit nicht angegriffen wird. Es kann z. B. Nylontextilgut, das mit Synthesekautschuk überzogen ist, verwendet werden, wenn es sich bei dem Öl um eine Benzinfraktion handelt.
  • Da die Seitenwände des Behälters abgestützt sind, können für diese Wände schwächere Materialien verwendet werden als bei bekannten flexiblen Behältern mit nicht gestützten Seitenwänden.
  • Im Falle der Speicherung von Benzin kann die Bodenwand z. B. aus Nylon bestehen, das mit einem Copolymer aus Polyvinylchlorid und Nitrilkautschuk überzogen ist.
  • An den Bodenrändern der Seitenwände 11 ist ein Wulst 14 vorgesehen, der einen Ballast, z. B. feuchten Sand, enthaltendes Rohr einschließt. Der Ballast dient lediglich dazu, den BehälterlO in einer definierten Lage zu halten. Ist die Dichte der gespeicherten Flüssigkeit angenähert gleich derjenigen der Trägerflüssigkeit, so ist kein Ballast erforderlich.
  • Die Decke 11 des Behälters 10 weist eine Mehrzahl schwerer, mit Öffnungen versehener Flansche 20 auf, die die oberen Enden von flexiblen Rohren 21 zur Abführung von Regenwasser bilden. Die unteren Enden der Rohre 21 sind dicht mit den Rändern von Öffnungen 22 in der Bodenwand 13 verbunden und münden in die Trägerflüssigkeitsschicht 23. Das Gewicht der Flansche 20 bedingt, daß die Decke 11 des Behälters muldenförmig nach unten gezogen wird.
  • Dadurch fließt das sich auf der Decke 11 befindende Regenwasser in die Rohre 21 und gelangt zur Schicht 23. Ohne Einrichtungen zur Abführung des Regenwassers würden sich auf der Decke 11 Pfützen bilden, die auf Grund ihres Gewichts möglicherweise zu einer Beschädigung der Decke 11 führen könnten.
  • Alle Gase, die gegebenenfalls in dem Behälter 10 eingeschlossen sind, können durch Einwegeablaßventile (nicht gezeigt) abgeführt werden, die in mit Radialöffnungen versehenen Schwimmern 31 angebracht sind und über Ablaßrohre 34 und Flammfallen 32 das Austreten der Gase ermöglichen. Jeder Schwimmer31 weist radiale Öffnungen auf, so daß unterhalb der Decke 11 eingeschlossene Gase austreten können, ohne daß die Gefahr besteht, daß die Öffnungen durch Falten in dem Material der Decke 11 versperrt werden.
  • Der Behälter 10 ist mit einem Floß 38 versehen, das an der Decke 11 befestigt ist. Das Floß 38 besteht aus einem unteren Teil, der von hohlen Stahlteilen gebildet wird, sowie einem oberen Teil aus Stahlblech-Laufplatten. Die beiden Teile liegen jeweils an der Decke 11 an und sind miteinander mittels Bolzen verbunden, die sich durch die Decke 11 des Behälters 10 erstrecken. Der untere Teil des Floßes liefert einen die Belastung der Decke kompensierenden Auftrieb.
  • Das Floß 38 trägt eine Inspektionsbrücke 39, die sich von den Erdwällen 16 zu dem Floß 38 erstreckt, sowie das Rohr 26 zur Speisung des Behälters. Das Rohr 26 endet in einem Verbindungsflansch 27, der durch das Floß 38 und die obere Wand des Behälters 10 hindurchtritt.
  • Es ist offensichtlich, daß auch mehrere dem Floß 38 entsprechende Anordnungen vorgesehen und durch Brücken miteinander verbunden sein können.
  • Die Auskleidung 17 ist am Boden der Grube 15 mit einer Öffnung 39 versehen, von der ein tSberlaufrohr 25 ausgeht. Die Höhe des offenen Endes des Überlaufrohrs 25 legt den größten Höhen stand der Trägerflüssigkeit in der Grube bei gefülltem Behälter fest. Im Falle eines längeren starken Regens wird somit das in die Trägerflüssigkeitsschicht 23 geleitete überflüssige Regenwasser über das Überlaufrohr 25 abgeführt. Damit wird auch sichergestellt, daß der Behälter 10 nicht durch zusätzlich zur Trägerflüssigkeit zugeführtes Wasser angehoben wird. Das offene Ende 24 des Überlaufrohrs 25 liegt so weit unter der' oberen Ende der Auskleidung 17, daß die Trägerflüssigkeit, die z. B. aus Wasser besteht, nicht über die Auskleidung 17 ansteigen und sodann in die Erdfälle 16 sickern und diese beschädigen kann. Eine erfindungsgemäße Flüssigkeitsspeicheranlage kann mit einem Überlaufrohr oder mit mehreren Oberlaufrohren25 versehen sein. Die senkrechte Höhe der Überlaufrohre kann dabei so eingestellt werden, daß die Verhältnisse der Dichten der gespeicherten Flüssigkeit und der Trägerflüssigkeit berücksichtigt werden.
  • Die Auskleidung 17 weist ferner etwa in Höhe des Grubenbodens eine Öffnung36 auf, die durch eine Scharnierklappe 37 aus einem wasserfesten, flexiblen Folienmaterial verschlossen ist. Öffnung 36 und Klappe 37 bilden ein Ventil, das normalerweise durch die Trägerflüssigkeit bzw. das Wasser in der Schicht 23 geschlossen gehalten wird. Steigt die Höhe des Wasserspiegels in dem umgebenden Erdreich über die größte Wasserhöhe in der Grube 15 an, so besteht die Gefahr, daß die Auskleidung 17 von dem Boden der Grube 15 abgehoben wird. Bevor dies eintritt, wird jedoch das Ventil 36, 37 durch den Druck des Wassers in dem Erdreich geöffnet, so daß ein Ausgleich derFlüssigkeitsstände innerhalb und außerhalb der Auskleidung 17 erfolgen kann und auf diese Weise die auf die Auskleidung 17 einwirkenden anhebenden Kräfte beseitigt werden. Sodann schließt das Ventil wieder. Die Öffnung 36 und die Klappe 37 sind über dem Boden der Grube 15 so angeordnet, daß bei einem Versagen der Klappe 37 unter Schließen der Öffnung 36 bei einem Abfallen des Wasserspiegels im Erdreich unter dem Höhenstand der Wasserschicht 23 immer noch eine ausreichende Trägerflüssigkeitsmenge in der Schicht 23 vorliegt, um eine Berührung zwischen der Bodenwand 13 und der Auskleidungl7 an dem Boden der Grube 15 zu verhindern.
  • Ist es auf Grund örtlicher Gegebenheiten unwahrscheinlich, daß Grundwasser in die Grube 15 eindringt oder die Trägerflüssigkeit aus der Grube austritt, z. B. weil das Erdreich bereits mit Wasser durchtränkt oder vollständig undurchlässig ist, so kann die Auskleidung 17 in Fortfall kommen. Gegebenenfalls kann die Grube 15 mit Beton, Asphalt oder Ton ausgekleidet werden, wobei in diesen Fällen kein Ventil 36, 37 erforderlich ist.
  • Es soll nunmehr der Betrieb der Flüssigkeitsspeicheranlage gemäß der Erfindung näher erläutert werden. Wenn der Behälter 10 leer ist, liegt die obere Wand oder Decke 11 auf der Bodenwand 13. Diejenigen Teile des Behälters 10, die nicht abgelassene Gase wie Luft enthalten, schwimmen auf der z. B. aus Wasser bestehenden Trägerflüssigkeitsschicht 23> während andere Teile teilweise oder vollständig untergetaucht sind.
  • Es sei nun angenommen, daß die Dichte der zu speichernden Flüssigkeit, die z. B. aus Öl besteht, geringer als die Dichte des Wassers außerhalb des Behälters ist. Wenn das Öl in den Behälter 10 gepumpt wird, verteilt es sich in dem Behälter, und die obere Wand oder Decke 11 wird relativ zur Bodenwand 13 angehoben. Der BehälterlO schwimmt schließlich auf der Wasserschicht 23. Beim weiteren Füllen des Behälters wird Wasser aus der Wasserschicht 23 in den Bereich zwischen den Seitenwänden 12 des Behälters und der Auskleidungl7 an den Grubenwänden 15 verdrängt, so daß der hydrostatische Wasserdruck in diesem Bereich den hydrostatischen Öldruck in dem Behälter 10 ausgleicht. Es muß darauf hingewiesen werden, daß die Menge des Wassers, die dabei zwischen die Seitenwände 12 und die Auskleidung 17 eintreten wird, sehr gering ist.
  • Selbst bei mit Öl gefülltem Behälter 10 ist daher die aus der Schicht 23 verdrängte Wassermenge so gering, daß imVerlauf der Füllung praktisch keineAnderung des Abstandes zwischen der Bodenwand 13 und dem Boden der Grube 15 erfolgt. Auf Grund dieser Tatsache treten in der Bodenwand 13 praktisch keinerlei Beanspruchungen auf.
  • Um ganz sicherzustellen, daß das Wasser aus der Schicht 23 in den Bereich zwischen den Seitenwänden 12 des Behälters 10 und der Auskleidung 17 verdrängt werden kann, kann eine Anzahl kurzstückiger Rohre oder Stangen 19 vorgesehen werden, die sich unter den Wulst 14 erstrecken und Kanäle für das Wasser ausbilden.
  • Vorzugsweise ist entsprechend der Zeichnung auch eine Mehrzahl durchlöcherter Rohrel8 mit gegenseitigem Abstand zwischen den Seitenwänden 12 des Behälters 10 und der Auskleidung 17 angeordnet.
  • Die starren Rohre 18 liegen mit ihren unteren Enden an dem Boden der Grube auf und können an ihren oberen Enden an den Wänden der Grube befestigt sein. Das aus der Schicht 23 in den Bereich zwischen den Seitenwänden 12 des Behälters 10 und der Auskleidung 17 verdrängte Wasser tritt in die Rohre 18 ein, so daß der Höhenstand des Wassers in den Rohrenl8 gleich der Höhen stand außerhalb der Rohre 18 ist.
  • Tritt infolge eines Lecks Öl aus dem Behälter 10 aus, so breitet sich ein Ölfilm über der Oberfläche des Wassers zwischen den Seitenwänden 12 des Behälters und der Auskleidung 17 aus, und dieser Film kann durch Probenentnahme aus dem Wasser in den starren Rohren 18 oder aus der Luft unmittelbar über dem Wasser festgestellt werden. Weist ein Behälter keinen Ballastwulst 14 auf, so gewährleisten die Rohre 18 auch bei Fehlen der bereits erwähnten Rohr- oder Stangenstücke 19 eine Verbindung zwischen der Wasserschicht23 und dem Bereich zwischen den Seitenwänden 12 des Behälters 10 und der Auskleidung 17.
  • Wenn der Behälter gefüllt ist, so sind die nach außen gerichteten Kräfte, die auf die Seitenwände 12 einwirken, in der Höhe der Decke 11 null und nehmen nach unten hin zu.
  • Im Bereich zwischen der Decke 11 und dem Flüssigkeitsspiegel der verdrängten Trägerflüssigkeit wirken den nach außen gerichteten Kräften die Reaktionskräfte von Wänden und Rohren entgegen.
  • Anschließend werden die durch den hydrostatischen Druck des Öls in dem Behälter bedingten und nach außen auf die Seitenwände gerichteten Kräfte in nach unten zunehmendem Maße durch die durch den hydrostatischen Druck der Trägerflüssigkeit bedingten, nach innen gerichteten Kräfte, kompensiert. In der Höhe der Bodenwand 13, wo die hydrostatischen Drücke des Öls und des Wassers gleich sind, werden die nach außen gerichteten Kräfte vollständig durch die nach innen gerichteten Kräfte kompensiert.
  • Da die Seitenwände des Behälters auf ihrer gesamten Höhe gestützt sind, können sie aus einem Material gefertigt sein, das mechanisch relativ schwach ist.
  • Auch Unebenheiten der Grubenwände erfordern kein stärkeres Material, da diese Unebenheiten einerseits zumindest zum Teil durch die Flüssigkeitsschicht ausgeglichen werden und andererseits die auf die Seiten wände des Behälters einwirkenden Kräfte auf Grund der weitgehenden Kräftekompensation sehr gering sind. Dadurch können beim Füllen des Behälters auch alle gegebenenfalls vorhandenen Falten in den Behälterwänden leicht geglättet werden.
  • Das Material der Bodenwand kann mechanisch sehr schwach sein, da diese Wand praktisch nur mit Flüssigkeiten in Berührung steht und die hydrostatischen Kräfte gegenüberliegender Seiten abgeglichen sind. Praktisch stellt die Bodenwand nur eine Membran dar, die die Trägerflüssigkeit von dem gespeicherten Produkt trennt.
  • Wird der Behälter 10 geleert, so sinkt die obere Wand 13 nach unten, während die Seitenwändel2 zusammenfallen und sich falten und die Regenwasserableitrohre 21 ebenfalls gebogen werden. Bei praktisch leerem Behälter 10 besteht die Möglichkeit, daß die obere Wand 11 zusammen mit der Bodenwand 13 Öltaschen abschließt. Dies ist ungünstig, da es dann nicht möglich ist, das gesamte Öl aus dem Behälter 10 zu entfernen. Außerdem wäre selbst bei scheinbar leerem Behälter stets eine potentielle Feuergefahr gegeben. Es kann daher eine Anzahl von Rohren oder Stangen aus Material mit praktisch der gleichen Dichte wie derjenigen des Öls in dem Behälter 10 so angeordnet sein, daß sie radial benachbart von einer Stelle unter dem Auslaßverbindungsflansch 27 ausgehen. Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform sind durchlöcherte Rohre 29 aus Polyäthylen vorgesehen, um eine Verbindung der Auslaßöffnung des Behälters mit verschiedenen Behälterbereichen sicherzustellen. Durch die spezielle Wahl der Dichte des Materials der Rohre 29 werden Belastungen der Bodenwand 13 vermieden.
  • Die Flüssigkeitsspeicheranlage gemäß der Erfindung kann zur Lagerung beliebiger Flüssigkeiten, wie z. B. von Trinkwasser, verwendet werden. Beim Speichern von Trinkwasser kann es zweckmäßig sein, Seewasser als Trägerflüssigkeit zu verwenden, so daß die Dichte der Trägerflüssigkeit über derjenigen der gespeicherten Flüssigkeit liegt. Die Grube 15 und der Behälter 10 können selbstverständlich auch beispielsweise quadratisch oder kreisförmig ausgebildet sein.
  • Ferner kann die Grube 15 sowohl vollständig unterhalb der Erdoberfläche (z. B. in einer natürlichen Vertiefung) als auch oberhalb der Erdoberfläche vorgesehen sein. Selbstverständlich kann die Flüssigkeitsspeicheranlage auch durch eine Leitung gefüllt und geleert werden, die unter dem Behälter 10 liegt und in einem Verbindungsflansch endet, der an der Bodenwand 13 befestigt ist, wobei in diesem Fall das Floß 38 in Fortfall kommen kann, wenn es nicht für andere Zwecke benötigt wird. Bei dieser Anordnung wird vorzugsweise eine selbsttragende Zuführungsleitung verwendet, um örtliche Belastungen in der Bodenwand 13 zu vermeiden.
  • Durch die spezielle Ausgestaltung der Flüssigkeitsspeicheranlage gemäß der Erfindung braucht das für den Behälter verwendete Folienmaterial lediglich mechanisch so fest zu sein, daß es die Belastungen aufnehmen kann, die möglicherweise während der Herstellung, der Handhabung und des Transportes auftreten. In einigen Fällen ist eine Reißfestigkeit von nur 22 kg/Zoll Breite ausreichend, es werden jedoch bevorzugt Materialien mit einer Reißfestigkeit in einem Bereich von 68 bis 136 kg/Zoll Breite, z. B.
  • 113 kg/Zoll Breite, verwendet, wobei bei diesem letzteren Wert eine ausreichende, das Begehen des Be- hälters zulassende mechanische Festigkeit gegeben ist. Derartige Reißfestigkeitswerte unterscheiden sich beträchtlich von entsprechenden Werten bekannter flexibler Behälter, die bei 225 bis 450 kg/Zoll Breite liegen. Außerdem ist es mittels bisher gebräuchlicher Verfahren schwierig, Verbindungsstellen zwischen benachbarten Teilen des flexiblen Folienmaterials mit einer Reißfestigkeit von mehr als 450kg/Zoll Breite auszubilden, so daß selbst dann, wenn mechanisch festeres Material in wirtschaftlicher Weise angewandt werden könnte, die Gesamtfestigkeit der vorbekannten Behälter hierdurch keine Verbesserung erfahren würde.
  • Es sei ferner noch darauf hingewiesen, daß ein bei einer erfindungsgemäßen Flüssigkeitsspeicheranlage verwendeter Behälter mit einem Fassungsvermögen von 15000 mm im leeren Zustand nur etwa 8 t zu wiegen braucht. Wenn auch bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform die Grube für die Aufnahme des Behälters durch Aushub erhalten wurde, so ist doch offensichtlich, daß auch jede natürliche Vertiefung im Erdboden ausgenutzt werden und auch eine bleibend oder vorübergehend transportabel ausgeführte Anordnung als der Grube entsprechende Einrichtung verwendet werden kann.

Claims (9)

  1. Patentansprüche: 1. Flüssigkeitsspeicheranlage, bei der ein allseitig geschlossener flexibler Behälter in einer offenen Grube angeordnet ist und bei der der Zwischenraum zwischen dem Behälter und den Grubenwänden mit einer Trägerflüssigkeit befüllbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerflüssigkeit im Zwischenraum dauernd vorhanden und ihre Menge so bemessen ist, daß bei jedem Füllungsgrad des Behälters zwischen den Wänden des Behälters und den entsprechenden Wänden der Grube eine die gegenseitige Berührung dieser Wände im wesentlichen verhindernde Flüssigkeitsschicht vorhanden ist.
  2. 2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise ein den Höhenstand der Trägerflüssigkeit zwischen Grubenwand und Behälter (10) begrenzender Überlauf (39, 25, 24) vorgesehen ist, der vom Boden der Grube (15) ausgeht.
  3. 3. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in bekannter Weise eine die Grubenwände und den Grubenboden bedeckende flüssigkeitsdichte Auskleidung (17) vorgesehen ist.
  4. 4. Anlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Auskleidung (17) in bekannter Weise aus flexiblem Folienmaterial besteht und mit einem Ventil (36, 37) versehen ist, durch das eine die Grube (15) umgebende Flüssigkeit in die Grube fließen kann, wenn ihr Höhenstand über dem der Trägerflüssigkeit liegt.
  5. 5. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Seitenwänden des Behälters (10) und den Grubenwänden wenigstens ein starres, sich nach oben erstreckendes durchlöchertes Rohr (18) vorgesehen ist, dessen oberes Ende für die Entnahme von Proben der Trägerflüssigkeit zugänglich ist.
  6. 6. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei in der Behälterdecke (11) angebrachten Gasablaßventilen (34) diese mit Schwimmern (31) ausgerüstet sind.
  7. 7 Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Vorhandensein einer Inspektionsbrücke (39) diese einerseits am Grubenrand aufliegt und andererseits auf einem auf der Speicherflüssigkeit schwimmenden Floß (38) abgestützt ist.
  8. $. Anlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Inspektionsbrücke (39) das Rohr (26) zur Behälterspeisung trägt.
  9. 9. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Inneren des Behälters (10) wenigstens ein sich zwischen der Decke (11) und dem - Boden (13) erstreckendes flexibles Rohr (21) vorgesehen ist, das zur Ableitung des Regenwassers von der Behälteroberfläche in den Bereich unter dem Behälter dient und so schwer ist, daß die Decke des Behälters (10) muldenförmig -nach unten gezogen wird.
DEN30829A 1966-07-01 1967-06-30 Fluessigkeitsspeicheranlage Pending DE1290092B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB29634/66A GB1187777A (en) 1966-07-01 1966-07-01 Storage of Liquids

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DEN30829A Pending DE1290092B (de) 1966-07-01 1967-06-30 Fluessigkeitsspeicheranlage

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