DE1289831B - Verfahren zur Herstellung duenner frei tragender Folien aus einkristallinem Halbleitermaterial - Google Patents
Verfahren zur Herstellung duenner frei tragender Folien aus einkristallinem HalbleitermaterialInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
1 2
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Substanz, z. B. NaCl oder NaF, verwendet. Als
Verfahren zum Herstellen dünner, frei tragender Endprodukt bleibt nach dem chemischen Auflösen
Folien aus einkristallinem Halbleitermaterial durch der Trägerschicht eine je nach den Abscheidungs-
epitaktisches Aufwachsen einer dünnen einkristallinen bedingungen mehr oder weniger dicke, jedoch durch
Schicht aus Halbleitermaterial auf einer aus einem 5 das Lösungsmittel praktisch unveränderte folienartige
einkristallinen Halbleitermaterial bestehenden vor- Schicht aus Halbleitermaterial in der Lösung,
wiegend ebenen Unterlage, wobei die Gitterstruktur Die Halbleiterschicht kann auch durch einen an
der beiden Halbleitermaterialien gleich, ihre Löslich- sich bekannten Epitaxieprozeß auf einen ebenfalls
keit jedoch verschieden ist, und nachfolgendes Ent- aus Halbleitermaterial bestehenden Trägerkörper auffernen
der Unterlage durch Behandeln mit einem für io gebracht werden, wobei der Trägerkörper, der von
das Material der Unterlage spezifischen Lösungs- gleicher Kristallstruktur ist, durch ein spezifisches
mittel. Lösungsmittel aufgelöst und so eine folienartige
Folien aus halbleitendem Material sind z. B. für Schicht aus dem epitaktisch aufgebrachten HaIb-
die Herstellung von bandförmigen Dehnungsmeß- leitermaterial erzeugt wird.
streifen oder Mikrophonmembranen von Interesse. 15 Als geeignete Kombination von Halbleiter-Das
Arbeitsprinzip beruht auf der piezoelektrischen materialien mit gleichartiger Kristallstruktur, aber
Widerstandsänderung: Bei mechanischen Deforma- verschiedener chemischer Löslichkeit und zugehörige
tionen, z. B. Dehnung, innerhalb des elastischen Lösungsmittel bieten sich unter anderem an:
Bereichs treten völlig reversible Änderungen des a) GaAs als Halbleitermaterial I, Ge als Halbleiterspezifischen Widerstandes auf. Besonders bedeutsam 20 material II, Königswasser als Lösungsmittel sind dünne Halbleiterfolien, da bei deren Verwendung (Auflösung von GaAs);
Bereichs treten völlig reversible Änderungen des a) GaAs als Halbleitermaterial I, Ge als Halbleiterspezifischen Widerstandes auf. Besonders bedeutsam 20 material II, Königswasser als Lösungsmittel sind dünne Halbleiterfolien, da bei deren Verwendung (Auflösung von GaAs);
schon geringe Kräfte bzw. Drücke genügen, um starke b) Ge als Halbleitermaterial I, GaAs als Halbleiter-Verformungen
und damit starke Widerstandsänderun- material II, Natronlauge als Lösungsmittel (Aufgen
hervorzurufen. lösung von Ge);
Folien aus einkristallinem Halbleitermaterial sind 25 c) Si als Halbleitermaterial I, AIP als Halbdünnen Schichten aus polykristallinem Material aus leitermaterial II, NaOH als Lösungsmittel (Aufverschiedenen Gründen vorzuziehen: So ergeben sich lösung von Si);
stets bei polykristallinen Materialien, besonders wenn d) AIP als Halbleitermaterial I, Si als Halbleiter-
diese in Form dünner filmartiger Schichten vorliegen, material II, Salpetersäure als Lösungsmittel
allmähliche, jedoch irreversible zeitliche Veränderun- 30 (Auflösung von AIP).
gen des Widerstandes, die vor allem durch Prozesse a) und b) sowie c) und d) haben ähnlichen Kristallverschiedener Art an den sehr inhomogenen Ober- typ (Diamant- bzw. Zinkblendegitter) und nahezu
flächenbereichen der einzelnen das polykristalline gleiche Gitterkonstanten.
Material aufbauenden Körner bewirkt werden. Auf Durch Einbau einer Zwischenschicht aus einem für
Grund des polykristallinen Auf baus haben Wider- 35 ein Lösungsmittel spezifisch löslichen Stoff ist es mögstände
aus polykristallinem halbleitendem Material lieh, den Trägerkörper zur weiteren Herstellung
ein wesentlich höheres Rauschen als solche aus ein- dünner, frei tragender Folien aus Halbleitermaterial
kristallinem Material. wiederzuverwenden.
Herstellung und Handhabung sehr dünner Folien Diese frei tragenden einkristallinen Folien werden
aus einkristallinem Halbleitermaterial sind mit 40 für spezielle Anwendungszwecke aus einem HaIb-Schwierigkeiten
verbunden, besonders wenn Folien leitermaterial mit geringem Widerstand gefertigt,
für sich als frei tragende Körper erhalten und ver- Wegen der sehr dünnen Halbleiterfolien ergeben sich
wendet werden sollen. Zwar ist seit einiger Zeit das nämlich schon bei relativ geringen spezifischen
Aufbringen von Schichten aus halbleitendem Material Widerständen hohe Bahnwiderstände. Der spezifische
durch epitaktisches Aufwachsen von halbleitendem 45 Widerstand des Halbleitermaterials hängt in hohem
Material über die Gasphase auf gleichartiges, als Maße von seiner Dotierung ab und nimmt im allge-Keim
wirkendes Ausgangsmaterial bekannt. Dabei meinen mit zunehmender Dotierung ab. Unter
verwachsen die epitaktischen Schichten jedoch derart »Halbleitermaterial mit geringem spezifischem Widermit
dem Keimausgangsmaterial, daß sie von diesem stand« wird ein Material verstanden, das einen
nur noch durch mechanische Bearbeitung, wie z. B. 50 spezifischen Widerstand von z. B. weniger als
Sägen, getrennt werden können. So geeignet das 0,01 Ohm ■ cm hat. Diese Angabe ist jedoch nur als
epitaxiale Aufwachsen z.B. anders dotierten Materials Beispiel aufzufassen; für gewisse Anwendungszwecke
in gewissen Fällen sein mag, für die Herstellung frei der Folien, besonders wenn es auf äußerste Feinheit
tragender Halbleiterschichten ist es wenig geeignet, derselben ankommt, d. h., wenn also z. B. Folienwenn
diese mechanisch vom Ausgangsmaterial ge- 55 stärken von 10 μ und darunter benötigt werden,
trennt werden müssen. Es liegt im Wesen der mecha- werden möglichst geringe Widerstände der Folien
nischen Bearbeitung zur Trennung, daß nur relativ angestrebt, die hauptsächlich durch Erhöhung des
dicke Halbleiterfolien erhalten werden können. Dotierungsgrades bis zur Grenze der Löslichkeit des
Aus der deutschen Auslegeschrift 1047911 ist ein Dotierungsmaterials im Ausgangsmaterial erzielt wer-Verfahren
zur Herstellung frei tragender, insbeson- 60 den können.
dere dünner Folien aus einkristallinem Halbleiter- Die nach dem hier geschilderten Verfahren erzeug-
material bekannt. Dabei wird eine Schicht aus einem ten frei tragenden Folien sind für sich nur äußerst
Halbleitermaterial auf einer löslichen Trägerschicht, mühsam zu handhaben und weiterzuverarbeiten.
die sich auf einer ebenen Platte befindet, aufgedampft, Eine bequeme Handhabung der frei tragenden
die Halbleiterschicht durch ein Lösungsmittel abge- 65 Folien wird bei einem Verfahren zum Herstellen
löst und die dünne Halbleiterfolie mittels eines dünner, frei tragender Folien aus einkristallinem HaIb-
Rahmens von der Oberfläche des Lösungsmittels ab- leitermaterial durch epitaktisches Aufwachsen einer
gehoben. Als Trägerschicht wird eine wasserlösliche dünnen einkristallinen Schicht aus Halbleitermaterial
3 4
auf einer aus einem einkristallinen Halbleitermaterial sehr geringem Maße von der Luftfeuchtigkeit der Umbestehenden
vorwiegend ebenen Unterlage, wobei die gebung abhängig sind. In diesem Sinne erweisen sich
Gitterstruktur der beiden Halbleitermaterialien gleich, als günstig Collodium, Polykarbonat, Polypropylen,
ihre Löslichkeit jedoch verschieden ist, und nach- Polystryol, sämtliche mit verschiedenen Weichmacherfolgendes
Entfernen der Unterlage durch Behandeln 5 zusätzen, Kunstkautschuke, z. B. Neoprene, Thermomit
einem für das Material der Unterlage spezifischen plaste, wie Polyvinylchlorid, außerdem noch PolyLösungsmittel
erreicht, wenn erfindungsgemäß vor ester und weichgemachtes Polyäthylen in Folienform,
dem Entfernen der Unterlage die dünne epitaktische Auf den nach dem Verfahren nach der Erfindung
Aufwachsschicht mittels Kunststoffs verstärkt wird. hergestellten Folien aus halbleitendem Material
Dabei kann der zu verstärkende Kunststoff in Form io können Kontakte angebracht werden. Die Anbrineines
Films, einer Folie oder eines Kunststoff- gung der Kontakte geschieht hierbei nach an sich
plättchens auf die epitaktische Aufwachsschicht auf- bekannten Verfahren, z. B. Anpressen dünner Drähte
gebracht werden. Der Vorteil des Kunststoffilms ist mit einem schneidenförmigen Instrument (Thermodarin
zu sehen, daß er einen im Vergleich zur Halb- kompression), Aufstreichen von Leitsilber oder, als
leiterfolie großen, flexiblen Träger darstellt, der bei 15 weitere besondere Ausbildung, Aufdampfen von
weiteren Manipulationen leicht zu handhaben ist und Kontaktstreifen.
der in allen Fällen mit weniger Sorgfalt behandelt zu Im folgenden wird als Anwendungsbeispiel für das
werden braucht und, besonders an den überstehenden Verfahren nach der Erfindung die Herstellung von
Rändern, sogar beschädigt werden kann, ohne daß Mikrophonmembranen aus dotiertem Germanium be-
dadurch eine Beeinträchtigung der Halbleiterfolie 20 schrieben,
eintritt. Als Ausgangsmaterial dient, wie in F i g. 1 gezeigt,
Es können Kunststoffe verwendet werden, die ein kreisrundes einkristallines Germaniumplättchen 1
durch das für das aufzulösende Halbleitermaterial von etwa 1 mm Dicke und 1,5 mm Durchmesser. Der
vorgesehene spezifische Lösungsmittel nicht verändert, Dotierungsgrad dieses Plättchens ist von untergeordinsbesondere
nicht aufgelöst werden. Kunststoff- und «5 neter Bedeutung. Dieses Plättchen wird in einem in
Halbleiterfolie bleiben hierbei für die folgenden Fig. 2 gezeigten Rezipienten 11 auf eine Heiz-Bearbeitungsschritte
miteinander verbunden. Ferner vorrichtung 12 gelegt; auf einem im Rezipienten 11
können thermoplastische Kunststoffe verwendet wer- angebrachten durch eine weitere Heizvorrichtung 13
den, die durch Erhitzen mit der Folie aus Halbleiter- beheizbaren Teller 14 befindet sich Galliumarsenid
material fest verbunden werden. Eine Möglichkeit 30 15. Nach Abpumpen bis auf einen Druck von etwa
besteht darin, die erhitzte Kunststoffolie auf die Halb- 1 mm Hg wird durch Aufheizen von 13 das auf dem
leiterfolie aufzudrücken und durch gleichzeitige noch- Teller 14 befindliche Galliumarsenid 15 mindestens
malige Erhitzung mit dieser zu verbinden, »anzu- teilweise in den gasförmigen Zustand übergeführt,
schweißen«. Eine andere Ausbildung des Verfahrens Energetisch günstige Verhältnisse für eine Abscheigeht
von einer Kunststofflösung aus. Der in ihr gelöste 35 dung von GaAs in einkristalliner Form befinden sich
Kunststoff wird durch Aufstreichen der Lösung auf am vorher erwähnten Germaniumplättchen 1, das
die Folie aus Halbleitermaterial oder Baden in der nicht auf die Temperatur des GaAs erhitzt wird,
Kunststofflösung aufgebracht. Durch geeignete Ver- sondern auf einer niedrigeren Temperatur verbleibt,
dünnung der Kunststofflösung lassen sich auf diese Die GaAs-Abscheidung folgt dabei der Kristall-Weise
besonders dünne Kunststoffilme herstellen, 40 struktur des Germaniums, die identisch mit der des
nämlich als Rückstand auf der Halbleiterfolie nach GaAs ist. Nach einigen Minuten ist eine etwa 10 μ
dem Verdunsten des Lösungsmittels. dicke GaAs-Schicht epitaktisch aufgewachsen, die
Wenn die Halbleiterfolien nach dem Piezowider- hinreichend dick ist, um im weiteren Verlauf des Verstandsprinzip
betrieben werden, ist es zweckmäßig, fahrens als Zwischenschicht wirken zu können. Man
einen Kunststoff zu verwenden, der einen wesentlich 45 schaltet dann die Heizung 13 ab, wodurch die weitere
niedrigeren Elastizitätsmodul als das Halbleiter- epitaktische Abscheidung des über die Gasphase
material hat. Die Piezowiderstandseigenschaften der transportierten GaAs auf dem Germaniumplättchen
Halbleiterfolien werden dann bei deren Verwendung, rasch zum Stillstand kommt. In dieser Phase des
z. B. als Dehnungsmeßstreifen, auch bei Anwesenheit Prozesses hat sich die in Fig. 1 gezeigte GaAseiner
auf der Halbleiterfolie anliegenden Kunststoff- 5° Schicht 2 gebildet. Zur Erzeugung der Halbleiterfolie
folie nur in geringem Maße beeinflußt. Die Kunststoff- aus Germanium wird nun eine epitaktische Germafolie
wirkt zwar als Träger, aber kaum als Versteifung niumschicht auf der GaAs-Schicht niedergeschlagen,
der Halbleiterfolie, deren Deformationen die zur Der nun aus den Schichten 1 und 2 bestehende Kör-Anzeige
gebrachte Widerstandsänderung bewirken. per wird gemäß F i g. 2 jetzt mit der Heizvorrichtung
Die Vorteile einer völlig frei tragenden, jedoch bei 55 12 auf etwa 800° C aufgeheizt; gleichzeitig wird über
geringen Folienstärken nur noch sehr schwer zu hand- den Einlaßstutzen 17 Wasserstoff durch das Germahabenden
Halbleiterfolien werden durch einen an niumtetrachlorid enthaltende Verdampfergefäß 18
diesen anliegenden Kunststoffilm kaum beeinträchtigt, durchgeleitet. Das Verdampfergefäß 18 wird auf einer
jedoch ist die Weiterverarbeitung, Befestigung usw. Temperatur von 0 bis + 10° C gehalten. Bei einem
der Halbleiterfolien durch die sie tragenden Kunst- 60 Druck von etwa einer Atmosphäre im Rezipienten
stoffolien bedeutend leichter möglich. An die elek- wird der Gasauslaß 19 geöffnet und der Wasserstoff
trischen Eigenschaften der Kunststoffe sind keine in ein Auffanggerät 20 geleitet. Bei diesem Druck
besonders hohen Anforderungen zu stellen, da, wie wird die Flußgeschwindigkeit des Wasserstoffs auf
schon erwähnt, der spezifische Widerstand der Halb- etwa 601 H2/h eingestellt. Unter den genannten Verleiterfolie
stets nach Möglichkeit klein gehalten wird 65 hältnissen wächst etwa linear mit der Zeit eine
im Vergleich zu dem des Kunststoffes. Zweckmäßig epitaktische Germaniumschicht auf die für sie als
sind Kunststoffe, deren mechanische Eigenschaften, Keim wirkende Zwischenschicht aus GaAs auf: Die
insbesondere deren Flexibilität und Adhäsion, nur in Wachstumsgeschwindigkeit beträgt etwa 2 μ/min. Der
Aufwachsprozeß erfolgt, ebenso wie vorher im Fall der GaAs-Abscheidung, gleichförmig über die ganze
Kristallfläche, da die Kristallstruktur bei der Durchführung des Verfahrens erhalten bleibt. Eine nachträgliche
Dotierung des epitaktisch aufgewachsenen Germaniums zur Einstellung eines bestimmten Leitfähigkeitswertes
läßt sich in an sich bekannter Weise z.B. durch Eindiffundieren eines geeigneten Dotierungsmaterials
erreichen. Das Ergebnis ist schließlich die in Fig. 1 mit 3 bezeichnete Germanium-Aufwachsschicht.
Das dreischichtige Plättchen ist groß genug, um mit ihm bequem hantieren zu können. Es wird nun
mit der epitaktisch aufgewachsenen Germaniumschicht 3 z. B. auf einen Polystyrolfilm aufgelegt, der
an der Berührungsstelle mit einem Tropfen eines das Polystyrol lösenden organischen Lösungsmittels
angefeuchtet wird, so daß eine gute Haftung zwischen Germanium und Polystyrol im Mittelteil der Germaniumschicht
3 zustande kommt. Der Polystyrolfilm so ist bedeutend größer als das Germaniumplättchen, so
daß an seinen Rändern genügend Platz bleibt, um es anfassen zu können, ohne dabei das Germaniumplättchen
selbst zu berühren. Das so präparierte Plättchen wird kurze Zeit in Königswasser (Salzsäure as
zu Salpetersäure im Verhältnis 1:1) gelegt, wobei sich die Zwischenschicht 2 aus Galliumarsenid völlig
auflöst und sich Germaniumplättchen 1 und epitaktische Germaniumschicht 3 voneinander trennen. Die
so entstandene beispielsweise 10 μ dicke epitaktische Germaniumschicht ist wegen ihrer Befestigung an der
Kunststoffolie, z. B. während der Anbringung von Kontakten, immer noch gut zu manipulieren.
Claims (8)
1. Verfahren zum Herstellen dünner, frei tragender Folien aus einkristallmem Halbleitermaterial
durch epitaktisches Aufwachsen einer dünnen einkristallinen Schicht aus Halbleitermaterial
auf einer aus einem einkristallinen Halbleitermaterial bestehenden vorwiegend ebenen Unterlage,
wobei die Gitterstruktur der beiden Halbleitermaterialien gleich, ihre Löslichkeit jedoch
verschieden ist, und nachfolgendes Entfernen der Unterlage durch Behandeln mit einem für das
Material der Unterlage spezifischen Lösungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem
Entfernen der Unterlage die dünne epitaktische Aufwachsschichtmittels Kunststoffs verstärkt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Verstärkung dienende
Kunststoff in Form eines Films auf die epitaktische Aufwachsschicht aufgebracht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Verstärkung dienende
Kunststoff in Form einer Folie auf die epitaktische Aufwachsschicht aufgebracht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Verstärkung dienende
Kunststoff in Form eines Plättchens auf die epitaktische Aufwachsschicht aufgebracht wird.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kunststoff verwendet
wird, der durch das für das aufzulösende Halbleitermaterial vorgesehene spezifische Lösungsmittel
nicht verändert, insbesondere nicht aufgelöst wird.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein thermoplastischer
Kunststoff verwendet wird, der mit der epitaktischen Aufwachsschicht durch Erhitzen fest verbunden
wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kunststoff durch
Aufstreichen einer Kunststofflösung oder durch Eintauchen in eine Kunststofflösung aufgetragen
und durch Trocknen verfestigt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kunststoff verwendet
wird, der einen wesentlich niedrigeren Elastizitätsmodul als das Material der epitaktischen Aufwachsschicht besitzt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES77251A DE1289831B (de) | 1961-12-22 | 1961-12-22 | Verfahren zur Herstellung duenner frei tragender Folien aus einkristallinem Halbleitermaterial |
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| DES77251A DE1289831B (de) | 1961-12-22 | 1961-12-22 | Verfahren zur Herstellung duenner frei tragender Folien aus einkristallinem Halbleitermaterial |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1289831B true DE1289831B (de) | 1969-02-27 |
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ID=7506685
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DES77251A Pending DE1289831B (de) | 1961-12-22 | 1961-12-22 | Verfahren zur Herstellung duenner frei tragender Folien aus einkristallinem Halbleitermaterial |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1289831B (de) |
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