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Die Erfindung bezieht sich auf eine Entladevorrichtung für Silos
u. dgl. mit einer antreibbaren, die Oberfläche der Silage bestreichenden und letzterer
unter Weiterleitung zur Silomitte stufenweise abbauenden Fördereinrichtung, ferner
mit an Tragarmen angeordneten, die Entladevorrichtung auf der Silage führenden bzw.
gegen die Silowand abstützenden, hierzu Stütz- bzw. Führungsräder aufweisenden Einrichtungen.
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Es ist bereits eine Entladevorrichtung für Silos u. dgl. vorgeschlagen
worden, die eine zentrale Antriebsvorrichtung hat, von der aus sich ein rechtwinklig
ausgebildeter Rahmen nach der Silowand erstreckt. An dem Arm dieses rechtwinkligen
Rahmens sind eine an der Silowand arbeitende Fräsvorrichtung, ferner eine sich daran
anschließende horizontale Querförderschnecke sowie ein Führungsrad und ein Rechtrad
angeordnet, während an dem anderen Arm des rechtwinkligen Tragrahmens ein auf der
Oberfläche der Silage ablaufendes Antriebsrad angeordnet ist. Diese Teile der Entladevorrichtung
erhalten ihren Antrieb von der zentralen Antriebsvorrichtung.
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Es ist auch eine Entladevorrichtung für Silos mit einer antreibbaren,
die Oberfläche der Silage bestreichenden stufenweise abbauenden Fördereinrichtung
bekannt. Die Entladevorrichtung weist ein nach unten offenes Gehäuse auf, das als
Rahmen ausgebildet ist und dessen Länge etwa dem Durchmesser der lichten Weite des
Silos entspricht. In diesem Gehäuse, das sich quer durch das Silo ausdehnt und mit
einem zentralen Austraggehäuse mit Stutzen und Austragrohr einstückig verbunden
ist, sind auf parallelen Wellen beiderseits des Austraggehäuses je eine Förderschnecke
und dieser als Zubringer zugeordnete, je eine Zinkenwalze eingebaut. Außerhalb des
Gehäuses ist auf dem verlängerten Ende der Welle der Zinkenwalze je eine konische
Schneide- und Fräswalze vorgesehen. Außerdem sind am Gehäuse vertikale Stützrollen
und horizontale Führungsrollen gelagert, durch die sich die Entladevorrichtung an
mindestens vier Punkten an der Silowand abstützt.
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Ferner ist eine Entladevorrichtung für Silos mit zwei parallel zueinander
angeordneten, horizontal verlaufenden, stufenweise abbauenden Förderschnecken, die
in einem Rahmen gelagert sind, bekannt. Der Antrieb der horizontal verlaufenden
Förderschnecken erfolgt über einen auf dem Rahmen vorgesehenen Antriebsmotor, der
über ein Riemengetriebe mit der Antriebswelle der Förderschnecken verbunden ist.
Diese Vorrichtung ist aufwendig und teuer, da zum Antrieb der Förderschnecken und
der Entladevorrichtung viele einzelne tZbertragungselemente erforderlich sind. Außerdem
ist ein genaues Ausrichten der Entladevorrichtung nicht möglich, da sich diese lediglich
in zwei Punkten über Führungsrollen an der Silowand abstützt.
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Es ist auch eine Entladevorrichtung mit ebenfalls zwei horizontal
arbeitenden Förderschnecken bekannt, die in einem Tragarm der Entladevorrichtung
drehbar lagern, der an seinem äußeren Ende ein horizontal verlaufendes Führungsrad
zum Zentrieren der Entladevorrichtung aufweist. Infolge des einen Führungsrades
ist jedoch bei Schrägstellen oder Kippen der Entladevorrichtung ein selbsttätiges
Ausrichten nicht möglich.
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Die mit dem Erfindungsgegenstand zu lösende Aufgabe wird darin gesehen,
die Gewichtsverteilung
und Führung der Entladevorrichtung vorteilhafter auszubilden
und anzuordnen als bisher.
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Die gestellte Aufgabe ist gemäß der Erfindung dadurch gelöst worden,
daß die Entladevorrichtung und ihre beweglichen Teile von einer vertikalen, zentrisch
angeordneten, über einen Motor in Drehung setzbaren Welle antreibbar sind und die
Entladevorrichtung drei sich gegen die Silowand abstützende Tragarme aufweist, wovon
ein Arm eine horizontale Förderschnecke mit Fräsvorrichtung, eine mit mindestens
drei Laufrädern ausgerüstete Nivellierungseinrichtung und ein auf der Oberfläche
der Silage abrollendes Tastrad, ein zweiter Arm eine Vorrichtung zum Führen der
Nivellierungseinrichtung an der Silowand sowie ein zweites Tastrad, ein dritter
Arm eine Einrichtung zum Zentrieren der Entladevorrichtung in der Mittellage des
Silos sowie ein drittes Tastrad enthält, während ein mit dem die zentrische Antriebswelle
und einen Zwischenförderer aufnehmenden, feststehenden Gehäuse verbundener Haltearm
durch eine Öffnung der Silowand geführt ist.
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Auf diese Weise wird eine gleichmäßige Gewichtsverteilung der rotierenden
Teile der Entladevorrichtung innerhalb des Silos erreicht. Außerdem ist eine elastische
Führung der Entladevorrichtung gewährleistet, da durch die Dreipunktabstützung ein
einseitiges Ausweichen, beispielsweise bei Verkrustung der Silowand, möglich ist,
so daß der Entleerbetrieb durch die kreisende Bewegung nicht gestört ist.
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Durch die Nivelliereinrichtung wird ein einseitiges Abkippen der Entladevorrichtung
während des Betriebes vermieden. Durch die zentral angeordnete Antriebswelle ergibt
sich eine kompakte und raumsparende Bauweise, da von einer einzigen Welle die Antriebe
fast aller drehender Teile abgeleitet werden können.
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Hierzu ist es vorteilhaft, daß die zentrische Antriebswelle oben
über einen Kettentrieb mit dem Antriebsmotor verbunden ist, mit ihrem mittleren
Teil den Zwischenförderer und unten über Kegelgetriebe eine die Silage stufenweise
abbauende und zur Silomitte fördernde Schnecke, ferner einen an deren Abgabeende
angeordneten, den Zwischenförderer beschickenden vertikal arbeitenden Wurfförderer
sowie über eine Kupplungswelle ein Getriebe antreibt, das den Antrieb der Entladevorrichtung
um ein feststehendes Gehäuse über einen Kettentrieb bewirkt, der teils an diesem
Gehäuse, teils an der Ausgangswelle des Getriebes angeordnet ist. Die Förderschnecke
ist hierbei an ihrem der Silowand zugekehrten Ende mit einer Fräsvorrichtung versehen,
die aus einer vertikal angeordneten Platte mit an deren Peripherie in Abständen
vorgesehenen Messern und an der Platte sich nach außen erstreckenden Stützen, an
den flexible Bürsten befestigt sind, besteht. Diese Anordnung ermöglicht es, daß
die Förderschnecke, die unter rotierender Bewegung über die Oberfläche der Silage
geführt wird und diese stufenweise abbaut, gleichzeitig mit ihrer Schneckenantriebswelle
die Fräsvorrichtung in Drehung versetzt, wodurch die nach der Silowand haftende
Silage abgetragen wird.
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Nach einem anderen Merkmal der Erfindung weist die Nivelliereinrichtung
zwei horizontale auf vertikalen Wellen lagernde Stützräder und ein über denselben
sowie geneigt zu ihnen angeordnetes Stützrad auf, das mit einer geneigten Welle
verbunden ist, wobei die horizontalen Stützräder in horizontaler Lage
der
Förderschnecke unmittelbar an der Silowand anliegen, während das geneigte Stützrad
etwas von der Silowand abgesetzt ist. Die Nivelliereinrichtung ermöglicht eine gleichmäßige
Entladung der Silage aus dem Silo. Sollte die Oberfläche der Silage auf der einen
Seite des Silos infolge Verrutschens niedriger liegen, wird die Förderschnecke nach
unten gesenkt, wobei das geneigte angeordnete Stützrad der Nivelliereinrichtung
die Silowand berührt. Infolgedessen beeinflußt das geneigte Stützrad die Förderschnecke
so, daß eine Überlastung desselben vermieden wird.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die die Nivelliereinrichtung
beeinflussende Vorrichtung als Druckvorrichtung ausgebildet, die einen Ausleger
mit einem Querarm aufweist, an dem einenends ein Stützrad zum Führen der Nivelliereinrichtung
an der Silowand, anderenends eine Feder angreift, deren Druck das Stützrad sowie
die weiteren Stützräder der Nivelliereinrichtung mit der Silowand in Berührung hält.
Hierdurch werden die Stützräder der beiden sich gegenüberliegenden Arme gleichmäßig
an der Silowand geführt, so daß ein gleichmäßiger Lauf der Stützräder gewährleistet
ist.
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Nach einem anderen Erfindungsmerkmal besteht die Einrichtung zum
Zentrieren der Entladevorrichtung in der Mittellage des Silos aus einem Arm mit
einem daran drehbar befestigten, mit der Silowand in Verbindung stehenden Stützrad.
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Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist in der
nachfolgenden Beschreibung erläutert und in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 eine Draufsicht auf den gesamten Siloentlader, F i g. 2 eine Seitenperspektive
des mittleren Teiles des Siloentladers, F i g. 3 einen vertikalen Schnitt durch
den mittleren Teil des Siloentladers, F i g. 4 einen Schnitt längs der Linie 4-4
von Fig. 3, Fig. 5 eine Seitenperspektive des äußeren Endes der Fräse, F i g. 6
eine Endansicht des oberen Teiles der Fräse des Siloentladers längs der Linie 6-6
von F i g. 5, F i g. 7 einen Schnitt längs der Linie 7-7 von Fig. 3.
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Der im Innern eines Silos angeordnete Siloentlader, der auf der Oberfläche
der Silage aufsitzt und diese stufenweise abbaut, wird üblicherweise von der Spitze
des Silos durch ein nicht gezeigtes Kabel gehalten, das nach unten läuft und mit
der Tragkonstruktion 10 im Innern des Silos verbunden ist. Die Tragkonstruktion
10 ist zum Teil zusammengesetzt aus einem U-förmigen Bügel 11, der nach unten gerichtet
ist und mit seinen unteren Enden mit einem dreieckig gestalteten Raum 12 verbunden
ist, der eine Abdeckplatte 13, ein oberes Lager 14 und eine Stütze 15 für einen
Antriebsmotor 16 aufweist. An den Raum 12 schließt sich ein nach unten gerichteter,
materialaufnehmender Raum 17 mit einem ringförmigen Gehäuse 18 und einer Abdeckplattel9
an, die ein in der Mitte angeordnetes Lager 20 trägt. Die Lager 14 und 20 befinden
sich in einem vertikalen Gehäuse 21, das durch die Wände 13 und 19 geführt ist.
Der Raum 17 besitzt zur Silageabgabe eine Öffnung25, die von einer runden Platte
26 umgeben ist. An dieser Platte 26 liegt ein Austragförderer 27 an, dessen Einlaßseite
die Silage direkt von der Öffnung 25 übernimmt. Der Austragförderer 27, der ein
Schneckengehäuse
30 mit einer Auswurfschnecke 31 einschließt, ist mit der Platte 26 mittels einer
Überlappung32 verbunden, die sich über die abgerundete Kante der Platte 26 erstreckt
und mit dieser eine Verzapfung bildet. Ein auf dem Schneckengehäuse 30 angeordneter
Antriebsmotor 33 treibt durch einen Kettentrieb 34 die Auswurfschnecke 31 an.
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Eine vertikale Antriebswelle 35 wird von den Lagern 14 und 20 umschlossen.
Ihr oberes Ende, das sich durch die Abdeckplatte 13 erstreckt, ist bei 36 mit einem
horizontalen Kettenzahnrad 37 verzahnt, das durch einen Kettentrieb 38 mit dem Antriebsmotor
16 verbunden ist. Eine in F i g. 2 gezeigte Abdeckung 40 befindet sich über dem
Kettentrieb 38.
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Im Raum 17 befinden sich Flügel42, die eine gemeinsame Nabe 43 haben,
die bei 44 mit der Welle 35 verbunden ist. Durch die Bewegung der Flügel 42 gelangt
die Silage durch die Öffnung25 und wird der Auswurfschnecke 31 zugeführt. Die mit
50 bezeichnete Förderkonstruktion erstreckt sich diametral zu dem Silo und berührt
mit ihren gegenüberliegenden Enden die Silowand 51. Die Förderkonstruktion 50 setzt
sich zusammen aus einer Schnecke 52, die sich vom Ende der Welle 35 bis an das Ende
der Silowand 51 erstreckt. Das innere Ende der Schnecke 52 steht mit dem unteren
Ende der Welle 35 durch Kegeltriebe 53 und 54 in Antriebsverbindung, die mit der
Welle 35 und einem Wellenstumpf 55, der sich von einem Gehäuse 56 horizontal nach
außen erstreckt, verbunden sind. Das äußere Ende des Wellenstumpfes 55 ist mittels
eines Zapfens 57 mit dem inneren Ende der Schnecke 52 verbunden.
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Das Gehäuse 56 hat einen oberen, vertikal aufgesetzten Teil 58, der
konzentrisch mit der Welle 35 verläuft und sich nach oben zu einem Punkt nahe der
unteren Kante der Nabe 43 erstreckt. Das Gehäuse 56 schließt einen tieferen, sich
nach unten erstreckenden Teil 60 ein, wobei das Innenlager 61 das äußere untere
Ende der Welle 35 aufnimmt. Das untere Ende der Welle 35 hat ein Gewinde und nimmt
eine Mutter 62 auf, wodurch das Gehäuse 56 auf der Welle 35 gehalten wird. Die Lager
59 und 61 ermöglichen es, daß sich das Gehäuse 56 in bezug auf die Welle 35 dreht,
wodurch die ganze Schnecke 52 winklig die Silage überstreichen kann.
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Außer der Schnecke 52 schließt die Förderkonstruktion 50 ein U-förmiges
Gehäuse 65 ein, das sich nach unten öffnet und die Schnecke 52 abdeckt. Das Gehäuse
65 besteht aus den Platten 66, 67 und 68.
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An dem einen Ende des Gehäuses 65 sind Verlängerungen 66', 67' und
68' vorgesehen. Die unteren Kanten der Platten 67, 67' sind bei 69, 69' nach oben
gebogen, um die untere Hälfte der Schnecke 52 freizulegen. Die Platten 68, 68' erstrecken
sich nach unten zur unteren Kante der Schnecke 52. Das Gehäuse 65 schließt einen
mittleren Teil70 mit einer Abdeckplatte 71 und vertikalen Platten 72 und 73 ein,
die die Fortsetzungen des Gehäuses 65 und der entsprechenden Platten 66, 67 und
68 bilden. Die Abdeckplatte 71 legt sich dicht an die unteren Kanten der Seitenwand
18 an und hat eine sich nach oben erstreckende Öffnung 75, die zu der einen Seite
der Welle 35 abgesetzt ist und an die innere Seite der Schnecke 52 reicht. Direkt
unter der Öffnung 75 sind am inneren Ende des mittleren Wellenteiles der Schnecke
52 sich radial erstreckende nachgiebige Flügel 76 mit einem Formstück 77 verschraubt,
das mit der Schnecke 52 verschweißt ist. Die Flügel 76
bewegen das
Material durch die Öffnung 75 nach oben.
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In F i g. 5 ist das äußere Ende der Schnecke 52 mit einer Fräsvorrichtung
versehen, die zum Teil aus einer vertikalen, bei 81 verbolzten Platte 80 besteht
und gemeinsam mit der Schnecke 52 rotiert. Die Vorrichtung hat sich axial ausdehnende
Messer 82, die an der äußeren Oberfläche der Platte 80 befestigt sind und sich dicht
zur Silowand 51 erstrecken. An den sich nach außen erstreckenden, an der Platte
80 angeordneten Stützen 83 sind flexible Bürsten 84 befestigt, die sich über die
Kanten der Messer 82 erstrecken und die Silowand 51 berühren. Die flexiblen Bürsten
84 können beispielsweise aus Resten von Gummireifen bestehen. Die Messer 82 schaben
die erstarrte oder sonstwie festgebackene Silage oder anderes Material von der Silowand
51 ab. Wenn noch Silage nach dem Abschaben an der Wand zurückbleibt, wird sie durch
die Bürsten 84 von der Wand entfernt. Als weitere Möglichkeit zum Beseitigen des
Materials von der Wand dient eine gummierte Schabvorrichtung 85, die sich von der
hinteren Gehäuseplatte 68' erstreckt und die Wand berührt.
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Am äußeren Ende der Förderkonstruktion 50 ist eine Nivelliereinrichtung
vorgesehen, die aus einem Paar horizontal angeordneten Stützrädern 90 und 91 besteht,
die drehbar auf vertikalen Wellen 92 und 93 ruhen und sich von der oberen horizontalen
Plattenverlängerung 66' nach oben erstrecken, auf der eine weitere Platte 9 aufliegt,
um der Konstruktion eine zusätzliche Steifheit zu geben. Die Wellen 92 und 93 sind
durch einen A-förmig ausgebildeten Rahmen 95 verbunden, der horizontal angeordnete
Platten 96 aufweist, die mit den Wellen 92 und 93 durch Muttern 97 und 98 verbunden
sind. Eine geneigte Radwelle 99, die durch den Scheitelpunkt des Rahmens 96 läuft,
trägt an ihrem oberen Ende ein drittes leicht geneigtes Stützrad 100. Die beiden
Stützräder 90 und 91 berühren normalerweise die Wand 51 des Silos, während das obere
Stützrad 100 leicht von der Wand abgesetzt ist. Sollte sich jedoch die Nivelliereinrichtung
an ihrem unteren Ende abwärts neigen, so wird das obere Stützrad 100 die Wand berühren
und gemäß seiner Neigung versuchen, nach oben zu ziehen, um dadurch das äußere Ende
der Nivelliereinrichtung zu heben. Diese Art von Nivellierung ist automatisch. Wenn
sich die Nivelliereinrichtung neigt und die Schnecke 52 in die Silage sinkt, geht
das äußere Ende der Schnecke nach unten und bewirkt, daß das Stützrad100 die Wand
angreift und die Schnecke wieder nach oben bringt, um die Schnittiefe der Silage
zu reduzieren. Hierdurch wird erreicht, daß an den Stellen im Silo, an denen sich
die Silage abgesenkt hat, das aus drei Stützrädern 91, 92 und 100 bestehende Nivellierungssystem
dazu dient, daß die Schnecke 52 trotz niedrig liegender Silage diese an ihrer Oberfläche
erfaßt.
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Der mittlere Gehäuseteil 70, der sich bei 105 verjüngt und mit einer
teleskopartigen Verlängerung 106 verbunden ist, nimmt eine Druckvorrichtung 107
auf.
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Diese Vorrichtung 107 setzt sich teilweise zusammen aus einem radialen
Ausleger 108, der bei der Verlängerung 106 beginnt und am äußeren Ende bei 109 mit
einem Querarm 110 gelenkig verbunden ist, der an dem einen Ende ein Stützrad 111
trägt. An dem Arm 110 greift eine Feder 112 an, die sich bis zum Ausleger 108 erstreckt.
Der Ausleger 108 trägt auch ein Gewicht 113, um das Gleichgewicht der gesamten
Förderkonstruktion
50 zu halten. Es ist naheliegend, daß die Feder 112 das Stützrad 111 mit der Silowand
51 in Berührung hält und einen ähnlichen Druck zwischen den Stützrädern 90 und 91
und der Wand aufrechterhält. Ein weiteres Stützradl20 wird von einem Arm 121 getragen,
der zu den Stützrädern 90 und 91 und 111 im Winkel von 900 angeordnet ist.
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Während das Stützrad 111 den Druck zwischen den Stützrädern 90 und
91 und der Wand 51 hält, dient das Stützrad 120 mit seinem Arm 121 in erster Linie
dem Zweck, das Gehäuse 18 und die gesamte vertikale Tragkonstruktion 1 in der Mitte
des Silos zu halten.
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An der Förderkonstruktion 50 befindet sich, am äußeren Ende ihres
Schneckenteiles angrenzend, ein Tastrad 125, das auf einem starren Arm 126 ruht,
der in bezug auf die Förderkonstruktion 50 nach vorn verläuft. Das Rad 125 trägt
den Schneckenteil der Förderkonstruktion 50 in der Weise, daß sich die Überlaufkante
69 und die Verlängerung 69' einige Zentimeter über der Oberfläche der Silage befinden
und dadurch verhindern, daß die Führungskante des Schneckenteiles in die Silage
taucht.
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An dem Auslegerglied 108, das 1800 vom Tastrad 125 liegt, befindet
sich ein zweites Tastrad 128, das bei 130 auf einem Arm 129 ruht. Am äußeren Ende
des Armes 121 befindet sich in der Nähe des Rades 120 ein drittes Tastrad 131. Es
soll vermerkt werden, daß die Tasträder 125, 128 und 131 hauptsächlich dazu vorgesehen
sind, um die Stützräder 90 und 91 der Nivellierungsvorrichtung und die Stützräder
111 und 120 daran zu hindern, die Oberfläche der Silage zu berühren und dadurch
für ihren eigentlichen Zweck zu bewahren, die Wand 51 zu berühren.
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Rings um das Gehäuse 18 befindet sich ein Zahnrad 135, wobei sowohl
das Zahnrad als auch das Gehäuse teilweise durch den Austragförderer 27 gegen Drehen
gehalten werden, der sich durch die Seitenöffnung 136 in der Silowand 51 und zum
Teil durch einen Dreharm 137 erstreckt. Der Dreharm 137 wird von horizontalen Zapfen
138 gelenkig getragen, wobei die Stützen 139 mit der Außenfläche des Gehäuses 18
verschweißt sind. Der Förderer 27 und der Dreh arm 137 ragen durch die Seitenöffnung
136, um das Gehäuse 18 gegenüber der vertikalen Welle 35 festzustellen. Im radialen
Abstand vom Zahnrad 135 und auf der gleichen Ebene befindet sich ein Antriebsrad
140, das an einer vertikalen Welle 141 befestigt und bei 142 an der Lagerstütze
143 angelenkt ist. Die Lagerstütze 143, die bei 144 mit der Deckplatte 71 verbolzt
ist, dient gleichzeitig auch als Deckel für ein Getriebegehäuse 145.
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Die vertikale Welle 141 wird von einer horizontalen Eingangswelle
146 durch eine Reihe von geschwindigkeitsreduzierten Zahnrädern angetrieben, die
ein Paar Stirnräder 147 und 148 einschließen, wobei letztere auf eine Vorgelegewelle
149 befestigt sind und ein Schneckenrad 150 tragen. Das Schneckenrad 150 steht im
Eingriff mit einem Zahnrad 151 und ist mit der Welle 141 verbunden. Das gesamte
Getriebe befindet sich in dem Gehäuse 145.
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Die Eingangswelle 146 ist mit der vertikalen Hauptantriebswelle 35
mittels eines Kegeltriebes 155, der einen Wellenstumpf 156 aufweist, verbunden;
letzterer ist mit einer Kupplung 157 mit der Welle 146 verbunden. Der Kegeltrieb
155 steht im Eingriff mit dem unteren horizontalen Kegeltrieb 53, der an der vertikalen
Antriebswelle 35 befestigt ist. Infolge der Kraft, die der vertikalen Antriebswelle
35 aufgegeben
wird, rotiert die Schnecke 52, und die Kraft wird
auf das Antriebsrad 140 übertragen. Das Antriebsrad 140 ist mit dem Zahnrad 135
mittels einer endlosen flexiblen Kette 160 verbunden. Da das Zahnrad 135 befestigt
ist und das Antriebsrad 140 angetrieben wird, wird die ganze Förderkonstruktion
50 winklig um die Achse der Welle 35 und über die Oberfläche der Silage getrieben.
Ein Leitrad 162 wird auf der Oberfläche des Zentralgehäuses durch eine bei 164 mit
der Platte 71 verbolzten Stütze 163 getragen. Das Leitrad 162, das die Kette 160
berührt, ist durch einen Bolzen 165 mit der Stütze 163 verbunden und in einem Schlitz
166 verschiebbar angeordnet.
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Wenn der Siloentlader in Tätigkeit ist, bewegt dieser die Silage
dadurch, daß das Material durch die Schnecke 52 nach innen gedreht wird, während
die Förderkonstruktion 50 über die Oberfläche der Silage streicht. Dem Flügel 76
wird die Silage von der Schnecke 52 zugeführt, wobei dieser sie nach oben durch
die Öffnung 75 in den Bereich der Flügel 42 bewegt. Die Flügel 42 bewegen das Material
durch die Seitenöffnung 25, so daß es in Berührung mit der Auswurfschnecke 31 kommt,
die es weiter durch die Seitenöffnung 136 befördert. Der Teil der Deckplatte 71
unter der offenen Seite des Raumes 17 wirkt als Fach, um das Material aufzunehmen
und zu verhindern, daß es in die Unterseite des Raumes zurücksinkt.