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DE1289660B - Eisen-Calcium-Zusatzlegierung - Google Patents

Eisen-Calcium-Zusatzlegierung

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Publication number
DE1289660B
DE1289660B DE1958R0024049 DER0024049A DE1289660B DE 1289660 B DE1289660 B DE 1289660B DE 1958R0024049 DE1958R0024049 DE 1958R0024049 DE R0024049 A DER0024049 A DE R0024049A DE 1289660 B DE1289660 B DE 1289660B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
calcium
iron
silicon
alloy
manganese
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1958R0024049
Other languages
English (en)
Inventor
Ototani Tohei
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
RES INST IRON STEEL
Research Institute for Iron Steel and Other Metals of Tohoku University
Original Assignee
RES INST IRON STEEL
Research Institute for Iron Steel and Other Metals of Tohoku University
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by RES INST IRON STEEL, Research Institute for Iron Steel and Other Metals of Tohoku University filed Critical RES INST IRON STEEL
Priority to DE1958R0024049 priority Critical patent/DE1289660B/de
Publication of DE1289660B publication Critical patent/DE1289660B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C28/00Alloys based on a metal not provided for in groups C22C5/00 - C22C27/00
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C21/00Alloys based on aluminium
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C21/00Alloys based on aluminium
    • C22C21/02Alloys based on aluminium with silicon as the next major constituent

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment Of Steel In Its Molten State (AREA)
  • Refinement Of Pig-Iron, Manufacture Of Cast Iron, And Steel Manufacture Other Than In Revolving Furnaces (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Eisen-Calcium-Zusatzlegierung zur Verbesserung der Festigkeitseigenschaften und der Gefügeausbildung von Stählen und Gußeisen. Die Eisen-Calcium-Zusatzlegierung gemäß der Erfindung enthält neben Eisen und Calcium Elemente, die eine starke Affinität sowohl zu Eisen als auch zu Calcium haben und hiermit eine Legierungsbildung dieser beiden, normalerweise keine Legierung oder Verbindung miteinander eingehenden Metalle vermitteln.
  • Die Zusatzlegierung gemäß der Erfindung besteht aus 10 bis 70 °/o Calcium, 5 bis 55 °/o Silicium und/oder 5 bis 55 °/o Aluminium, 5 bis 55 °/o Mangan, 0 bis 5 °/o Nickel, Rest 10 bis 800/0 Eisen.
  • Eine bevorzugte Eisen-Calcium-Zusatzlegierung gemäß der Erfindung mit Mangan und Silicium als legierungsvermittelnden Elementen besteht aus 20 bis 400/0 Calcium, 10 bis 50010 Mangan, 5 bis 400/, Silicium, Rest 10 bis 50010 Eisen.
  • Eine bevorzugte Eisen-Calcium-Zusatzlegierung gemäß der Erfindung mit Mangan, Aluminium und Silicium als legierungsvermittelnden Elementen besteht aus 15 bis 300/, Calcium, 10 bis 50010 Mangan, 5 bis 20 °/o Aluminium, 5 bis weniger als 20 °/o Silicium, Rest Eisen.
  • Die Eisen-Calcium-Zusatzlegierungen gemäß der Erfindung können neben Calcium eine geringe Menge an Elementen aus der Gruppe der Alkalimetalle, Erdalkalimetalle und Seltenen Erdmetalle enthalten, und zwar in einer Menge von weniger als einem Fünftel der Gesamtmenge an Calcium.
  • Die Zusatzlegierung- gemäß der Erfindung wird der Schmelze vorzugsweise in einer Pfanne zugegeben. Es ist bekannt, daß Calcium mit gutem Erfolg zur Desoxydation und Entschwefelung von Eisen und Stahl eingesetzt werden kann. Für diesen Zweck wurde bisher üblicherweise Calciumsilicid verwendet. Calciumsilicid wird jedoch in Luft leicht oxydiert und führt bei Verwendung als Zusatzlegierung mit dem Ziel einer Zugabe von Calcium zur Schmelze zu recht schlechten Ausbeuten.
  • Als weitere bekannte Calciuinlegierungen seien genannt: Calcium-Magnesium, Calcium Aluminium, Caleium-Lithium, Calcinm-Mangan-Silicium, Calcium-Magnesium-Silicium usw. Alle diese Legierungen enthalten kein Eisen. Sie sind als Zusatzlegierungen zur Einbringung von Calcium in eine Stahl- oder Eisenschmelze nicht besser geeignet als Calciumsilicid.
  • Es sind in der Literatur auch Legierungen angegeben worden, die neben anderen Bestandteilen gleichzeitig Eisen und Calcium enthalten. So beschreibt die belgische Patentschrift 515 534 eine besondere Impfmethode, für die eine Legierung verwendet werden soll, die beispielsweise neben Eisen, Aluminium, Silicium, Titan und Cer/Lanthan auch 12 °/a Calcium enthalten kann. Eine der Erfindung vergleichbare Legierungszusammensetzung kommt dort nicht vor.
  • Nach der österreichischen Patentschrift 177 795 kommen zusammen mit Magnesiumoxyd oder einem anderen hochschmelzenden Oxyd Magnesiumlegierungen zum Einsatz, die z. B. neben Magnesium, Eisen und Silicium wahlweise auch Calcium enthalten können. Es handelt sich um Stoffgemische zum Einbringen von Magnesium, nicht aber von Calcium, da letzteres überhaupt keinen zwingend erforderlichen Bestandteil darstellt. Auch hinsichtlich des Fehlens von Mangan und insbesondere der Anwesenheit von Magnesiumoxyd oder einem anderen hochschmelzenden Oxyd liegen grundlegende Unterschiede vor.
  • Gemäß der USA: Patentschrift 2 276 287 kann die Zulegierung von Chrom mittels einer Legierung erfolgen, die neben Mangan, Silicium, Eisen und vor allem natürlich Chrom auch bis zu 20 °/o Calcium enthalten kann. Auch hier wird Calcium nur wahlweise verwendet, der Gehalt liegt - sofern überhaupt anwesend - gewöhnlich bei wenigen Prozent, eine vollständige Legierungsbildung mit den wesentlichen Bestandteilen Chrom, Mangan, Silicium und Eisen soll nicht erfolgen. Es handelt sich um ein Zusatzmaterial zur Einbringung von Chrom. , Nach der französischen Patentschrift 817 547 soll in Legierungen für Permanentmagnete aus Eisen, Nickel und Aluminium ein Teil des Aluminiums durch Calcium ersetzt werden. Der Nickelgehalt muß mehr als 5 °/o betragen, der Calciumgehalt liegt gewöhnlich zwischen 0,05 und 10/,. Es handelt sich um eindeutig andere Legierungen und ein anderes Anwendungsgebiet.
  • Die USA: Patentschrift 2 767 084 beschreibt eine Legierung zum Desoxydieren von Stahl, die 15 bis 35 °/o Eisen enthält und zum Rest aus Aluminium, Calcium und Silicium besteht, in Prozentsätzen, bezogen auf den Rest, von 9 bis 18 °/o Aluminium, 22 bis 40 °/o Calcium und 45 bis 60 °/o Silicium. Die Legierung dient zur Einstellung einer ganz bestimmten Aluminiumoxyd-Siliciumdioxyd-Calciumoxyd-Zusammensetzung der Schlacke bei der Desoxydation, eine über das Übliche hinausgehende Zurückhaltung von Calcium in der Schmelze ist nicht zu entnehmen. Die bekannte Legierung enthält kein Mangan, während die Eisen-Calcium-Zusatzlegierung gemäß der Erfindung 5 bis 55 °/o Mangan aufweist. Hierin liegen wesentliche Unterschiede, durch die erfindungsgemäß eine beträchtliche technische Verbesserung erzielt wird.
  • Die USA.-Patentschrift 2 290 273 beschreibt ein Verfahren zum Behandeln von geschmolzenem Gußeisen, mit dem Ziel, dessen Empfindlichkeit gegen Änderungen der Abkühlungsgeschwindigkeit zu verringern. Hierzu wird dem Gußeisen eine kleine Menge - genügend zur Erhöhung des Siliciumgehalts um mindestens 0,05 °/o - eines Materials beigegeben, das etwa 0,5 bis 100/0 Aluminium und 0,5 bis 1501, Calcium enthält, wobei der Rest hauptsächlich aus Eisen und Silicium besteht und der Eisengehalt weniger als 650/, und der Siliciumgehalt mindestens 250/, betragen. Auch diese Legierung enthält kein Mangan und dient einem anderen Zweck.
  • Keiner der erörterten Druckschriften ist irgendein Hinweis auf eine der erfindungsgemäß vorgesehenen Zusatzlegierung entsprechende oder ähnliche Legierung zu entnehmen, so daß diese Druckschriften einem Fachmann keine Lehre in Richtung auf den Erfindungsgegenstand und erst recht keine nacharbeitbare Anweisung zu technischem Handeln im Sinne des Erfindungsgegenstandes vermitteln konnten.
  • Überraschenderweise wurde gefunden, daß mit der Eisen-Calcium-Zusatzlegierung gemäß der Erfindung aus 10 bis 70 °/a Calcium, 5 bis 55 °/o Silicium und/oder 5 bis 55 °/o Aluminium, 5 bis 55 °/o Mangan, 0 bis 5 % Nickel, Rest 10 bis 80 °/o Eisen, besonders günstige Ergebnisse hinsichtlich einer Verbesserung der Festigkeitseigenschaften und der Gefügeausbildung von Stählen und Gußeisen erreicht werden können. Zum einen kann das Calcium in die Eisen- oder Stahlschmelze mit sehr guter Ausbeute eingeschmolzen werden, da es sich bei dem wesentlichen Legierungspartner des Calciums in der Legierung um dasselbe Element, Eisen, handelt, aus dem auch die Schmelze besteht. Das Calcium wird sehr gut im Stahl zurückgehalten, die Calciumausbeute beträgt das Drei- bis Fünffache der Calciumausbeute bei entsprechender Verwendung von Calciumsilicid. Das Calcium wird außerdem sehr einheitlich in die Schmelze eingebracht und darin gehalten, so daß es in wirksamerer Weise auf die Eisenschmelze einwirkt. Das in der Legierung gemäß der Erfindung enthaltene Mangan stellt einen guten Legierungsvermittler für Eisen und Calcium dar, insbesondere in Kombination mit den übrigen erfindungsgemäß vorgesehenen Bestandteilen. Darüber hinaus zeigt Mangan eine starke Entschwefelungswirkung, zusammen mit Calcium, und reagiert weiter in der Schmelze mit Sauerstoff unter Bildung von Manganoxyd (Mn0); dieses verbindet sich mit Calciumoxyd, Siliciumdioxyd und/oder Aluminiumoxyd zu einer flüssigen komplexen Schlacke, die einen tieferen Schmelzpunkt besitzt und leichter auf den geschmolzenen Stahl aufschwimmt, als eine aus einer manganfreien Legierung gebildete Schlacke. Hierdurch wird die Erzeugung eines feinkörnigeren Stahles höherer Reinheit ermöglicht.
  • Nickel bildet einen möglichen, aber nicht unbedingt erforderlichen Bestandteil der Zusatzlegierung gemäß der Erfindung. Sofern Nickel in dem angegebenen Bereich von 0 bis 501, anwesend ist, sind hierunter absichtliche Nickelzusätze zu verstehen, nicht zufällig anwesende Spurenmengen.
  • Bei den grundlegenden Untersuchungen, die zu der Erfindung geführt haben, wurde ermittelt, daß Mangan und Nickel Legierungsvermittler für Eisen und Calcium darstellen. Es wurde gefunden, daß Calcium und Nickel Löslichkeit im festen Zustand aufweisen und intermetallische Verbindungen, wie Ni2Ca und NiCa, bilden, welche durch eutektische oder peritektische Reaktion binäre Legierungen ergeben. Andererseits bildet bekanntlich Nickel im gesamten Konzentrationsbereich Legierungen mit Eisen. Nickel ist daher als Legierungsvermittler anzusprechen, und es konnten ternäre Legierungen mit 10 bis 5001, Calcium, 10 bis 80 °/o Eisen und 5 bis 80 °/o Nickel hergestellt werden. Derartige ternäre Legierungen sind jedoch den erfindungsgemäß beanspruchten Legierungen, bei denen infolge Zusatzes weiterer Bestandteile der Nickelgehalt unter 5 °/o gesenkt oder ganz fortgelassen werden kann, unterlegen. Auch Dreistoffkombinationen von Calcium, Eisen und Mangan sind den erfindungsgemäß vorgesehenen Zusatzlegierungen, die außerdem 5 bis 55 °/o Silicium und/oder 5 bis 55 °/o Aluminium enthalten, 0 bis 5 °/o Nickel aufweisen können und bei denen der Caleiumgehalt bis zu 700/, betragen kann, unterlegen.
  • Mit der Eisen-Calcium-Zusatzlegierung gemäß der Erfindung wird eine ausgezeichnete Zurückhaltung von Calcium im behandelten Material erreicht. Beispielsweise können bei Zugabe einer Eisen-Calcium-Zusatzlegierung gemäß der Erfindung zu übereutektoidem Stahl je nach Zugabemenge zwischen etwa 0,007 und 0,03 °/o Ca im Stahl zurückgehalten werden, und es läßt sich leicht Stahl mit Kugelgraphit im Gußzustand erzeugen. Im Falle von Stahlblöcken kann Graphitstahl hergestellt werden ohne Anwendung einer langdauernden graphitisierenden Wärmebehandlung. Wenn andererseits Calciumsilicid verwendet und die für die Graphitisierung erforderlichen 0,007 bis 0,03 °/o Calcium eingebracht werden sollen, so ist etwa die drei- bis fünffache Menge Calciumsilicid, verglichen mit der Eisen-Calcium-Zusatzlegierung gemäß der Erfindung, erforderlich. Es ist daher schwierig, das Zusatzmaterial in einer Pfanne zuzugeben, außerdem wird leicht die Gleichmäßigkeit des Produktes gestört. Weiterhin wird zwangläufig die in den geschmolzenen Stahl eingebrachte Menge an Silicium recht groß, da sowohl die Zugabemenge als auch der Siliciumgehalt des Zusatzmaterials groß sind. Dies aber ist bei der Stahlherstellung ungünstig, da der Stahl nicht mehr geschmiedet werden kann, wenn der Siliciumgehalt über etwa 1,5 % ansteigt.
  • Die Erfindung wird nachstehend an Hand von zwei Ausführungsbeispielen weiter veranschaulicht. Beispiel 1 Die Verwendung der Eisen-Calcium-Zusatzlegierung gemäß der Erfindung für eutektoide, übereutektoide oder Legierungsstähle hat besondere Vorteile hinsichtlich der Herstellung sehr stark gefeinter und sauberer Stähle.
  • Ein geschmolzener Stahl mit 0,810/0 C und 0,50 °/o Si wurde mit 0,5010 Ferromangan, 0,20/, Silicium und 0,05 % Aluminium behandelt, dann wurde eine Eisen-Calcium-Zusatzlegierung gemäß der Erfindung mit 28,0 °/o Fe, 23,9 °/o Ca, 13,7 °/a Mn und 33,5 % Si zugesetzt. Ein daraus hergestellter Stahlblock wurde hinsichtlich der chemischen Zusammensetzung und der Korngröße mit einem Stahlblock verglichen, der in sonst gleicher Weise, aber ohne Zugabe der Eisen-Calcium-Zusatzlegierung hergestellt worden war. Die Ergebnisse sind in den nachstehenden Tabellen I und II zusammengestellt.
    Tabelle I
    Stahl I Behandlung I C I Si Mn P I S I Ca
    Nr.1 Zusatz von 0,05 °/o A1 und 0,80/, Fe-Ca- 0,82 0,50 0,49 0,001 0,010 0,010
    Zusatzlegierung
    Nr. 2 Zusatz von 0,05 % A1 0,80 0,58 0,41 0,002 0,014 -
    Tabelle II
    Korngröße nach 3stündiger
    Temperatur der Erhitzung auf 1000°C und
    Stahl Kornvergrößerung teilweise Abschreckung mit
    Wasser,
    C ASTM-Komgrößenzahl
    Nr.1 1030 5,8
    Nr.2 960 3,5
    Der mit der Eisen-Calcium-Zusatzlegierung gemäß der Erfindung hergestellte Stahl Nr. 1 hatte ein gutes feinkörniges Gefüge. Der höhere Wert der ASTM-Korngrößenzahl kennzeichnet ein feineres Korn. Die Dehnung, die Einschnürung und besonders die Kerbschlagzähigkeit waren wesentlich besser als bei dem herkömmlich behandelten Stahl Nr. 2.
  • Auch bei der Herstellung von Gußeisen werden mit der Eisen-Calcium-Zusatzlegierung gemäß der Erfindung ausgezeichnete Ergebnisse erzielt. Die Ausbeute an Calcium im Gußeisen ist ebenfalls um das Drei- bis Fünffache besser als bei Verwendung von Calciumsilicid, so daß ein Zusatz in vergleichsweise geringer Menge genügt, und es kann leicht Gußeisen mit Kugelgraphit bei verhältnismäßig niedrigen Temperaturen wie etwa 1440°C hergestellt werden. Mit Calciumsilicid wird Kugelgraphit bei einer derart niedrigen Temperatur nicht erreicht, und es sind wesentlich größere Zugabemengen erforderlich, um Kugelgraphitbildung herbeizuführen.
  • Das nachstehende Beispiel zeigt eine geeignete Behandlung von Gußeisen. Beispiel 2 Es wurde eine Schmelze von übereutektischem Gußeisen mit 2,8 °/o C, 2,2 °/o Si, 0,35 °/o Mn, 0,02 °/o P und 0,02 °/o S bereitet; hierzu wurden 4 °/o einer Eisen-Calcium-Zusatzlegierung mit 27,3 °/o Fe, 13,9 °/o Ca, 20,8 Mn und 37,7 °/o Si, welche mit 0,70/, Calciumfluorid vermischt war, in einer Pfanne zugegeben, dann wurde die Schmelze geimpft. Das erhaltene Gußeisen hatte ein Gefüge mit Kugelgraphit, eine Zugfestigkeit von 56,4 kg/mm2, eine Dehnung von 3 °/o und eine Brinellhärtezahl von 230.
  • Zum Vergleich wurden derselben Schmelze 71)/, Calciumsilicid (29,80/0 Ca) zusammen mit 20/0 Calciumfluorid in einerPfanne zugesetzt, die gebildete Schmelze wurde mit 0,3 °/o Silicium geimpft. Das erhaltene Gußeisen hatte ein Gefüge mit Kugelgraphit, der jedoch von kurzflockigem Graphit begleitet war, und das Gefüge war sehr ungleichmäßig. Außerdem wurde das Futter der Pfanne in einem in der Praxis unzulässigen Ausmaß angegriffen.
  • Wenn bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Legierungen das Calcium aus einem calciumhaltigen Rohmaterial reduziert wird, werden gewöhnlich gleichzeitig geringe Mengen an Alkalimetallen, Erdalkalimetallen und/oder Seltenen Erdmetallen, z. B. Natrium, Kalium, Lithium, Barium, Strontium, Magnesium u. dgl., ebenfalls reduziert. Auch wenn derartige Begleitmetalle im Calcium vorliegen, können die Eisen-Calcium-Zusatzlegierungen gemäß der Erfindung ohne Schwierigkeiten hergestellt werden, und derartige Metalle stören nicht, solange die Menge dieser Begleitmetalle weniger als ein Fünftel der Gesamtmenge an Calcium beträgt.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Eisen-Calcium-Zusatzlegierung zur Verbesserung der Festigkeitseigenschaften und der Gefügeausbildung von Stählen und Gußeisen, bestehend aus 10 bis 700/, Calcium, 5 bis 5501, Silicium und/oder 5 bis 5501, Aluminium, 5 bis 5501, Mangan, 0 bis 501,) Nickel, Rest 10 bis 800/0 Eisen.
  2. 2. Eisen-Calcium-Zusatzlegierung nach Ansprach l, bestehend aus 20 bis 400/, Calcium, 10 bis 50 °/o Mangan, 5 bis 40 °/o Silicium, Rest 10 bis 50010 Eisen.
  3. 3. Eisen - Calcium -Zusatzlegierung nach Anspruch 1, bestehend aus 15 bis 300/0 Calcium, 10 bis 50 °/o Mangan, 5 bis 20 °/o Aluminium, 5 bis weniger als 200/, Silicium, Rest Eisen.
  4. 4. Eisen-Calcium-Zusatzlegierung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie neben Calcium eine geringe Menge an Elementen aus der Gruppe der Akalimetalle, Erdalkalimetalle und Seltenen Erdmetalle enthält, und zwar in einer Menge von weniger als einem Fünftel der Gesamtmenge an Calcium.
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