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Die Erfindung betrifft eine Entlüftungseinrichtung für eine Bildwurflampe
mit einem elektromotorisch angetriebenen, Luft und Gase aus dem Lampenhaus absaugenden
Lüfter, der an einem abnehmbar mit dem Gehäuse verbundenen Ansatzteil angebracht
ist.
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Es sind bereits Entlüftungseinrichtungen dieser Art bekannt, bei denen
ein Lüftermotor innerhalb eines mit Luftaustrittsschlitzen versehenen Ansatzteils
angeordnet ist, welches den abnehmbaren Oberteil eines Projektorgehäuses bildet.
Diese Bauart hat insbesondere den Nachteil, daß der Motor ständig in dem durch die
Schlitze austretenden, mit Gasen untermischten Heißluftstrom liegt und sich deshalb
bei längerer Betriebsdauer stark erwärmt. Dies führt dazu, daß ein derart angeordneter
Motor unter Umständen nur sehr begrenzte Zeit störungsfrei arbeitet.
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Bei einer andern- bekannten Ausführungsform einer Entlüftungseiririchtüng
ist der Lüftermotor an einem mit dem Projektorgehäuse lösbar verbundenen Ansatzstück
oder am Gehäuse selbst ins Freie ragend angeordnet. Auch hier umströmt aus dem Gehäuseinneren
abgesaugte Heißluft zunächst den Motor und erwärmt diesen zusätzlich, bevor sie
sich im Raum verteilt.
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Man kennt auch schon Entlüftungseinrichtungen, deren elektromotorisch
angetriebener Lüfter auf der Oberseite eines Lampenhauses in einem Gehäuse angeordnet
ist, von dem eine enge, mit einer Ausströmöffnung für die Warmluft versehene Absaugröhre
in das Innere des Lampenhauses bis unmittelbar über die Lampe führt. Bleibt bei
dieser Anordnung der Lüfter einmal stehen,- so kann die Heißluft nicht mit natürlichem
Zug abgeführt werden, da die Röhre hierfür zu eng ist ".Hinzu kommt, daß sowohl
die Lüfterachse als auch das in den Lüfter mündende Leitungsstück waagerecht liegen,
wodurch die Heißluft nicht oder nur schwer am Lüfterrad vorbeikommt. Auf jeden Fall
treten Druckverluste durch Umlenkung der Luft auf, welche nur durch Einbau eines
Lüftermotors höherer Leistung kompensiert werden können. Ein weiterer Nachteil besteht
darin, daß nur am Lichtbogen der Lampe Luft abgesaugt wird. Durch Strahlung heiß
werdende Teile des Lampenhauses sowie der Spiegel werden dagegen gar nicht oder
nur von langsam abziehender Luft gekühlt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Entlüftungseinrichtung
eingangs bezeichneter Art zu schaffen, welche einfach anzubringen und zu warten
ist, eine hohe Lebensdauer sowie einen guten Wirkungsgrad besitzt und auch bei einem
Ausfall des Lüftermotors noch funktionsfähig bleibt.
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Nach der Erfindung wird diese Aufgabe durch die Vereinigung folgender
Merkmale gelöst: a) daß der Lüfter in einem Abzugstutzen angebracht ist, der zwischen
das Gehäuse der Lampe und eine Abzugsrohrleitung lotrecht eingefügt ist und an seinem
oberen Ende die gleichen Anschlußmaße wie das Lampengehäuse hat, b) daß die Achse
des Lüfters nach außen schräg aufwärts verläuft und der Lüftermotor in an sich bekannter
Weise außerhalb des Stutzens ins Freie ragt c) und daß der Abzugstutzen eine den
Lüfter umgebende Kammer enthält, welche in der Nähe der Lüfterachse eine Ansaugöffnung
hat und sich schräg aufwärts zum oberen Rand des Stutzens erstreckt, wo sie neben
einer durchgehenden Öffnung des Abzugstutzens in das in an sich bekannter Weise
an den Lüfter- anschließende Abzugsrohr mündet.
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Der Einbau des Lüfters in einen zwischen Lampengehäuse und Abzugsrohrleitung
einsetzbaren, lotrechten Abzugstutzen, dessen oberes Ende dieselben Anschlußmaße
wie das Gehäuse hat, erlaubt das Herstellen von Lampengehäusen und Rohrleitungen
ohne Rücksicht darauf, ob ein Lüfter verwendet werden muß sowie das_ getrennte Fertigen
von mit Lüftern .ersehenen Stuzen. Je nach den Anforderungen des Abnehmers können
dann die Teile kombiniert werden. Auch das nachträgliche Einsetzen des Entlüftungsstutzens
in bestehende Anlagen ist auf einfachste Weise möglich. Im Lampengehäuse oder im
Vorführraum sind keinerlei Befestigungsmittel oder Anschlußvorrichtungen für den
Lüfter nötig. Ein weiterer, auf die Lage der Lüfterachse bezüglich des Abzugstutzens
zurückzuführender Vorteil besteht darin, daß die Luft mit nur geringer Umlenkung
der Mitte des Lüfterrads zuströmen und von diesem praktisch ohne Umlenkung - und
-=damit- ohne Energieverlust weitergefördert werden kann. Außerdem ermöglicht es
die schräg aufwärts gerichtete Lüfterachse auf besonders zweckmäßige Weise, den
Motor ins Freie ragen zu lassen, so daß dieser sowohl von der Hitze der aus der
Lampe strömenden .Luft und Gase als auch von deren chemischen Einflüssen frei bleibt.
Letztere können insbesondere auf die Isolation und die Schmiermittel des Motors
einwirken und Laufstörungen verursachen. Schließlich macht -es- die Anordnung des
Lüfters in einer. Kammer und deren besondere Anordnung im Abzugstutzen möglich,
den Lüfter nicht für die ganze zu befördernde Luftmenge bemessen zu müssen. Vielmehr
wird seine Wirkung dadurch verstärkt, daß die von ihm geförderte Luft an der durchgehenden
Öffnung des Abzugstutzens Luft oder Gas aus dem Lampengehäuse mitreißt (Injektorwirkung).
-Diese Erscheinung erlaubt es, Abmessung und Drehzahl des Lüfters günstig zu wählen
und bei einfacher Form des Rades einen guten Wirkungsgrad zu erzielen. Außerdem
kann durch die Öffnung des Abzugstutzens auch dann genügend Heißluft nach oben abziehen,
wenn der Motor des Lüfters z. B durch eine Störung vorübergehend stillstehen sollte.
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Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt. Sie zeigt in F i g. 1 einen Längsschnitt durch eine Lampe
bekannter Ausführung, F i g. 2 einen Teil dieses Längsschnittes mit den Merkmalen
der Erfindung.
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In einem Lampenhaus l befinden sich zwei von nicht dargestellten Haltern
gehaltene und vorgeschobene Kohlen 2 und 3. Zwischen ihnen bildet sich beim Betrieb
der Lampe ein Lichtbogen 4 aus. In der Nähe dieses Lichtbogens wird das Ende jeder
Kohle von einer Stütze 5 bzw. G gehalten; diese Stützen sind mit einer Fassung 7
verbunden, welche den Spiegel 8 der Lampe trägt. Der Spiegel besitzt in seiner Mitte
eine Öffnung 9, durch welche die Kohle 2 und ihre Stütze 5 von rückwärts durch den
Spiegel hindurchragen. An der höchsten Stelle des Lampenhauses ist ein Stutzen 10
angeordnet; an diesem ist bei bekannten Lampen ein Abzugsrohr 11 angesetzt.
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Bei dem Ausführungsbeispiel der Erfindung nach F i g. 2 sitzt auf
dem Stutzen 10 ein Abzugstutzen 12.
Er hat an seinem
oberen Ende einen Anschluß 13, auf den wiederum das Abzugsrohr 11 paßt.
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In dem Abzugstutzen 12 ist durch eine Zwischenwand 14 eine Kammer
15 abgeteilt, die einen gegen den Anschluß des Abzugsrohrs hin offenen Auslaß hat.
In ihrer in F i g. 2 links dargestellten Außenwand ist eine Öffnung 16 angebracht,
die mit Hilfe einer Platte 17 verschlossen ist An dieser Platte ist ein Elektromotor
18 befestigt, auf dessen Welle 19 ein Schleuderrad 20 eines Lüfters sitzt. Es erstreckt
sich im wesentlichen über die ganze Breite der Kammer 15. Die Kammer und ihre Außenwand
sind so gelegt, daß die Achse des Motors 18 und des Schleuderrades 20 in Einwärtsrichtung
abwärts geneigt ist.
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Im Inneren des Lampenhauses 1 ist ein Saugrohr 21 angeordnet, dessen
unteres Ende 22 trichterförmig erweitert ist und bis dicht an den Lichtbogen 4 heranreicht.
Das Rohr 21 endet mit einem Krümmer 23, der senkrecht zur Zwischenwand 14 und gleichachsig
zu dem Schleuderrad 20 in die Kammer 15 mündet.
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Der außerhalb dieses Saugrohrs liegende untere Teil des Abzugstutzens
12 steht unmittelbar durch den rechts der Zwischenwand liegenden Querschnitt 24
des Abzugstutzens mit dem Abzugsrohr 11 in Verbindung.
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Die Platte 17 hat einen Fortsatz 25, der den Elektromotor 18 in der
Form eines Mantels mit einem gewissen Abstand umschließt. Am inneren Ende des zwischen
dem Mantel und dem Elektromotor liegenden Zwischenraums 26 sind Öffnungen 27 in
der Platte 17 angebracht, welche den Zwischenraum mit dem Inneren der Kammer 15
verbinden.
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Wenn die Lampe in Betrieb ist und der Lichtbogen 4 brennt, tritt zunächst
infolge des natürlichen Zuges eine gewisse Entlüftung und Kühlung des Lampenhaus-Inneren
auf. Wird der Motor 18 eingeschaltet, so ruft das Schleuderrad 20 einen kräftigen
Unterdruck in dem Saugrohr 21 hervor und zieht daher unmittelbar die in der Nähe
des Lichtbogens 4 auftretenden heißen Gase ab. Es drückt sie durch die Kammer 15
nach oben; durch die dabei auftretende Saugwirkung am oberen Ende des Abzugstutzens
12 wird die durch den freien Querschnitt 24 des Stutzens ausströmende heiße Luft
zusätzlich beschleunigt, so daß die Durchlüftung des ganzen Lampenhauses verbessert
wird.
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Wie aus der Zeichnung zu erkennen ist, erlaubt die Neigung der Achse
von Motor und Schleuderrad eine günstige Luftführung zwischen dem Saugrohr 21 und
dem Auslaß der Kammer 15. Die vom Lüfter angesaugte Luft muß nicht um 90°, sondern
nur um einen geringeren Winkel umgelenkt werden, was unnötige Energieverluste in
dem Krümmer 23 vermeidet. Die leichte Krümmung am Auslaß der Kammer 15 bringt so
gut wie keine Strömungsverluste.
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Der Unterdruck in der Kammer 15 saugt gleichzeitig durch die Öffnungen
27 Luft an. Die angesaugte Luft strömt durch den Zwischenraum 26 und kühlt den Elektromotor
18.
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Reicht der natürliche Zug auch nach der Verstärkung durch die von
dem Lüfter ausgeblasene Luft nicht für die Entlüftung des Lampenhauses aus oder
soll aus einem sonstigen Grund keine unmittelbare Verbindung zwischen dem Abzugsrohr
11 und dem Inneren des Lampenhauses bestehen, so kann der Querschnitt
24 des Abzugstutzens 12 durch eine strichpunktiert dargestellte Querwand
28 verschlossen werden. Zum Abziehen der heißen Luft, die sich unterhalb dieser
Querwand ansammelt, können an dem Krümmer 23 oder dem Saugrohr 21 Öffnungen 29 angebracht
sein. Diese können auch mit Hilfe einer Klappe 30, die um eine Achse 31 drehbar
ist, teilweise verschließbar gemacht werden. Es ist auch möglich, die Querwand 28
als bewegliche Klappe auszubilden, so daß die Größe des freien Querschnitts 24 im
Verhältnis zur Größe der Ansaugöffnung des Lüfters willkürlich verändert werden
kann. Auf diese Weise läßt sich die Einrichtung den verschiedensten Betriebs-, Witterungs-
oder Klimabedingungen anpassen. In einfachen Fällen können auch das Saugrohr
21 mit dem Krümmer 23 wegfallen.
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Die beschriebene Einrichtung ist nicht nur für Bogenlampen brauchbar,
sondern vorteilhaft auch für alle Lichtquellen zu verwenden, die durch einen Luftstrom
gekühlt werden müssen oder Gase entstehen lassen, die abzusaugen sind, insbesondere
mit Edelgas gefüllte Hochdruck-Bogenlampen.