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Es ist bekannt, in Steinbrüchen und steinverarbeitenden Betrieben
Gesteine, beispielsweise größere Steinblöcke, dadurch zu zerlegen, daß in gewünschter
Spaltrichtung hintereinander Bohrlöcher angebracht werden, in die dann Keile eingeschlagen
oder gepreßt werden. Hierzu werden neuerdings geteilte Einsatzstücke verwendet,
die in die Bohrlöcher eingesetzt und durch Keile, unter Umständen auch hydraulisch
betätigte Keile, auseinandergedrückt werden.
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Diese bekannten Geräte haben den Nachteil, daß sie infolge ihrer Bauart
Bohrlöcher mit sehr großen Durchmessern benötigen und deshalb unwirtschaftlich arbeiten.
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Nach dem Gegenstand der Hauptpatentanmeldung D 47943 V1 a / 5 b ist
ein Gerät zum mechanischen Zerlegen von Gestein; insbesondere Hartgestein, mit zwei
in Bohrlöcher einsetzbaren und durch einen hydraulisch betätigten Keil auseinanderschiebbaren
Einsatzstücken vorgeschlagen worden, bei welchem die vorstehend geschilderten Nachteile
vermieden sind.
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Bei diesem Gerät ist mit einem Zylinderblock, in dem ein hochdruckhydraulisch
betätigbarer, einen schlanken Gleitkeil tragender Kolben längsbeweglich angeordnet
ist, ein Topf verschraubt, in dem symmetrische Einsatzstücke verschiebbar eingehängt
sind, welche eine der Neigung des Gleitkeiles entsprechende konische Schrägung aufweisen.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, dieses Gerät
so auszubilden, daß mittels eines Zylinderkopfes mehrere Einsatzstücke in verschiedene
Bohrlöcher eingesetzt und durch hydraulisch betätigte Keile auseinandergetrieben
werden können. Zu diesem Zweck ist das Gerät in Weiterbildung der Erfindung mit
einem lösbar am Kolben befestigten Gleitkeil und mit einem lösbar am Zylinderblock
befestigten Topf versehen. welcher die Einsatzstücke trägt. Somit kann der Zylinderkopf
von dem eingetriebenen Keil und den Einsatzstücken gelöst werden und erneut bei
weiteren Bohrlöchern verwendet werden.
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Damit die Einsatzstücke und der Gleitkeil ohne Spiel in die Bohrung
eingesetzt werden können und bei geringster Hubbewegung des Kolbens bereits das
zu spaltende Material auseinandertreiben, ist der Topf zweckmäßigerweise in verschiedenen
Höhen mit dem Zylinderblock verbindbar.
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Für die Verbindung von Topf und Zylinderblock eignen sich auf der
Außen- bzw. Innenseite des Topfes bzw. des Zylinderblockes angeordnete Rasten, welche
bajonettartig miteinander verbunden werden können.
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Ist der Topf mit Paaren stufenförmig übereinander angeordneter Rasten
und der Zylinderblock bzw. ein mit diesem verbundenes Zwischenstück mit einem mit
den Raststufen bajonettartig kuppelbaren Rastpaar versehen, ist es möglich, die
Verbindungsstelle des Topfes mit dem Zylinderblock in Längsrichtung des Gerätes
zu verschieben.
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Umgekehrt kann auch der Zylinderblock bzw. ein mit diesem verbundenes
Zwischenstück Paare stufenförmig übereinander angeordneter Rasten aufweisen und
der Topf mit einem mit den Raststufen bajonettartig kuppelbaren Rastpaar verbunden
sein.
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Ebenso ist es möglich, daß sowohl der Topf als auch der Zylinderblock
bzw. ein mit diesem verbundenes Zwischenstück Paare stufenförmig übereinander angeordneter
Rasten aufweisen, die wiederum bajonettartig miteinander gekuppelt werden können.
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In weiterer Ausbildung des Gegenstandes der Erfindung wird vorgeschlagen,
den unteren Teil des Topfes mit einer seitlich offenen T-förmigen Ausnehmung zu
versehen, in welche die Einsatzstücke mit ihren am inneren Ende verstärkten Kopfteilen,
vorzugsweise zusammen mit dem oberen Ende des Gleitkeiles eingeschoben werden können.
Wie bereits mit der älteren Patentanmeldung vorgeschlagen wurde, können die Einsatzstücke
hierbei nahe dem unteren Ende des Topfes, von einem elastischen Spannring umfaßt
sein. Mittels einer derartigen Vorrichtung ist es möglich, nacheinander mehrere
Einsatzstücke mit demselben Zylinderblock einzutreiben, ohne daß hierbei der Topf
vom Zylinderblock zu lösen ist. Außerdem können die Einsatzstücke in einen Ring
eingehängt sein, welcher seinerseits in eine T-förmige Nut des Topfes eingeführt
wird.
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Um zu vermeiden, daß sich der Gleitkeil an den Hauptdruckstellen,
z. B. im Bereich balliger Verstärkung der Einsatzstücke, in diese einlrißt, wird
ferner vorgeschlagen, die Einsatzstücke auf ihrer dem Gleitkeil zugewandten Fläche
ganz oder abschnittsweise mit Hartmetallauflagen zu versehen, deren Fließgrenze
für Kaltverformung über der Fließgrenze des Materials der Einsatzstücke liegt.
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Zur Verminderung der im oberen Teil des Gleitkeiles auftretenden Biegespannung
kann das Ende des Gleitkeiles mit flachen, vorzugsweise ringförmigen Ausnehmungen
versehen sein. Diese Ausnehmungen erhöhen die Elastizität des relativ starken Keiles
in diesem Bereich, wodurch Gewalt und Dauerbrüche weitgehend verhindert werden.
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Eine ähnliche Wirkung wird erzielt, wenn der Gleitkeil an seinem unteren
schmaleren Ende, vorzugsweise etwa über ein Viertel seiner Gesamtlänge, härter ausgebildet
ist als im übrigen Teil.
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Da die Hubbewegung des - Kolbens in manchen Fällen nicht ausreicht,
die Einsatzstücke so weit auseinanderzutreiben,--daß das Gestein an der Stelle des
Bohrloches gesprengt wird, ist es zweckmäßig, den Gleitkeil durch zwischen die zurückgezogene
Kolbenstange und den ausgefahrenen Gleitkeil eingesetzte Verlängerungsstücke zu
verlängern. Vorzugsweise sind die Verlängerungsstücke selbst keilförmig ausgebildet,
so daß sie wie der Gleitkeil zwischen die Einsatzstücke getrieben werden können.
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Sind die Enden des Keiles und der Verlängerungskeile magnetisiert,
so ist ferner gewährleistet, daß der derart verlängerte Keil auch im losen Zustand
zusammenhält und die Verlängerungskeile nicht verlorengehen, wenn das Gestein gespalten
ist. Außerdem können die Enden mit ineinandergreifenden Vorsprüngen bzw. Vertiefungen
versehen werden.
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Zur Verbesserung der Führung des Keiles und der Verlängerungskeile
werden Führungsnocken vorgeschlagen, welche in diesen entsprechenden Nuten des Topfes
geführt sind.
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An Stelle eines derartigen, mit einfachen Verlängerungskeilen arbeitenden
Sprenggerätes wird in Weiterbildung der Erfindung ein Gerät mit einem sich beidseitig
konisch verjüngenden Gleitkeil vorgeschlagen, desen inneres Ende in einer Ausnehmung
des Kolbenstange einsetzbar ist und das mit einem die Vorschubbewegung begrenzenden
Anschlag versehen ist. Ist der Gleitkeil dieser Vorrichtung bis zu seinem Anschlag
vorgeschoben, wird die Kolben-
Stange wieder zurückgezogen, so daß
Zusatzkeile eingesetzt werden können. Diese Zusatzkeile bestehen hierbei aus zwei
sich nach unten konisch verjüngenden Teilstücken, welche zwischen Kolbenstange und
dem ausgefahrenen Gleitkeil einzusetzen sind, wobei sie jeweils mit einer Fläche
am oberen sich verjüngenden Teil des Gleitkeiles und mit ihrer gegenüberliegenden
Fläche an einem Einsatzstück anliegen. Auf diese Weise wird das innengelegene Ende
des Gleitkeiles verstärkt, so daß die Einsatzstücke bei erneutem Vorschub durch
die Zusatzkeile mittels der Kolbenstange stärker auseinandergetrieben werden. Hierbei
wird der Gleitkeil durch seinen Anschlag festgehalten, während die beiden Zusatzkeile
zwischen den Gleitkeil und die nach außen gedrückten Einsatzstücke eingeschoben
werden.
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Eine ähnliche Wirkung erreicht man auch mit zwei halbrunden Beilagen,
die in das Bohrloch einzusetzen sind. Sie weisen einen sich konisch nach unten verjüngenden
Spalt mit kreisförmigem Querschnitt auf, in welchen die auf ihrer Außenfläche abgerundeten
Einsatzstücke des Spaltgerätes eingeführt werden können, und liegen mit abgewinkelten
Lappen ihrer oberen Enden bestimmungsgemäß auf dem Bohrlochrand auf. Nachdem die
Beilagen in ein Bohrloch eingesetzt sind, kann ein Gerät mit seinen Einsatzstücken
in den Spalt eingeführt und der hydraulische Vorschub des Kolbens betätigt werden,
so daß der Gleitkeil über die Einsatzstücke und die in das Bohrloch eingesetzten
Beilagen das Gestein auseinandertreibt.
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In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele des Gegenstandes
der Erfindung dargestellt, welche nachstehend näher erläutert sind. In dieser zeigt
F i g.1 einen Längsschnitt eines erfindungsgemäßen Gerätes nach einem ersten Ausführungsbeispiel,
F i g. 2 einen Längsschnitt des in F i g.1 dargestellten Zwischenstückes, F i g.
3 eine Seitenansicht des Topfes mit eingehängten Einsatzstücken, F i g. 4 eine Aufsicht
des in F i g. 3 dargestellten Topfes, F i g. 5 einen Längsschnitt durch ein erfindungsgemäßes
Gerät nach einem zweiten Ausführungsbeispiel, F i g. 6 eine Aufsicht des in F i
g. 7 dargestellten Topfes ohne Keil und Einsatzstücke, F i g. 7 einen Längsschnitt
des Topfes mit Keil und Einsatzstücken des Gerätes gemäß F i g. 5 in einer um 90°
versetzten Schnittebene, F i g. 8 einen Längsschnitt eines erfindungsgemäßen Gerätes
nach einem dritten Ausführungsbeispiel, F i g. 9 einen teils im Schnitt, teils in
Seitenansicht dargestellten Topf mit Einsatzstücken des Gerätes nach F i g. 8, F
i g.10 eine Aufsicht des Topfes gemäß F i g. 9, F i g.11 einen Gleitkeil mit Verlängerungsstücken
in auseinandergezogener Darstellung, F i g.12 eine Aufsicht des in F i g.11 dargestellten
Gleitkeiles, F i g. 13 einen Längsschnitt eines erfindungsgemäßen Gerätes nach einem
vierten Ausführungsbeispiel, F i g.14 eine Aufsicht des in F i g.13 dargestellten
Gerätes ohne Zylinder und Kolbenstange, F i g. 15 eine teils im Schnitt dargestellte,
um 90° gedrehte Seitenansicht des in F i g.13 dargestellten Gerätes, F i g. 16 einen
Längsschnitt eines erfindungsgemäßen Gerätes nach einem fünften Ausführungsbeispiel,
F i g. 17 einen Horizontalschnitt längs der Linie 1-I in F i g. 16, F i g. 18 einen
Teilschnitt des in F i g.16 dargestellten, um 90° gedrehten Topfes mit eingesetztem
Gleitkeil und Einsatzstücken, F i g.19 eine der Darstellung in F i g.18 entsprechende
Darstellung eines Topfes nach einem sechsten Ausführungsbeispiel, F i g. 20 eine
Aufsicht des Ringes mit Keil- und Einsatzstücken der Vorrichtung gemäß F i g.19,
F i g. 21 einen horizontalen Schnitt längs der Linie II-II in F i g.19, F i g. 22
in ein Bohrloch eingesetzte Beilagen mit eingesetztem Spaltgerät im Vertikalschnitt,
F i g. 23 einen Horizontalschnitt längs der Linie III-III in F i g. 22 und F i g.
24 einen Längsschnitt der Anordnung gemäß F i g. 22 in ihrer Endstellung.
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Mit den nachstehend beschriebenen F i g.1 bis 21 sind Spaltgeräte
veranschaulicht, bei welchen der die Einsatzstücke tragende Topf gemäß der Erfindung
vom Zylinderblock und der Gleitkeil von der Kolbenstange gelöst werden kann.
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So weist das in F i g.1 dargestellte Spaltgerät einen Topf 1 auf,
welcher beidseitig mit stufenförmig übereinander angeordneten Rasten 2 versehen
ist. Diese Rasten erstrecken sich jeweils etwa über einen Winkelbereich von 90°,
wie aus F i g. 4 zu erkennen ist, so daß zwischen ihnen Ausnehmungen 3 entstehen.
In das untere Ende des Hochdruckzylinders 4 ist das aus F i g. 2 ersichtliche
Zwischenstück 5 eingeschraubt, dessen unterer Rand nach innen gerichteten, krallenförmigen
Rasten 6 versehen ist, welche in die von den Rasten 2 des Topfes
1 begrenzten Nuten eingreifen können. Um den Topf 1 mit dem Hochdruckzylinder
4 zu verbinden, ist dieser von unten in das Zwischenstück 5 derart einzuschieben,
daß die Rasten 6 in den Ausnehmungen 3 entlanggleiten, bis sie auf gleicher Höhe
mit einer der zwischen den Rasten 2 gelegenen Nuten sind und durch Drehung
des Topfes gegenüber dem mit dem Zylinder 4 verbundenen Zwischenstück 5 mit einem
Rastpaar der Rasten 2 in Eingriff gelangen. Auf diese Weise können die Einsatzstücke
7, deren Kopfteile 8 in seitlich offenen, T-förmigen Nuten des Topfes 1 eingehängt
sind, wie insbesondere aus F i g. 3 hervorgeht, wahlweise in einem veränderbaren
Abstand von der Kolbenstange 9 mit dem Zylinder verbunden werden.
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Damit sich die in dem Topf 1 eingehängten beiden Einsatzstücke 7 seitlich
nicht verschieben können, ist über sie der unterhalb des Topfes 1 gelegene elastische
Spannring 10 geschoben.
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Auch der Gleitkeil 11 ist lösbar in die einseitig offene Bohrung
der Kolbenstange 9 eingesetzt.
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Somit können Spaltgeräte der in F i g.1 dargestellten Art in folgender
Weise angewandt werden. Der Topf 1 wird zusammen mit den eingehängten Einsatzstücken
7 und dem Gleitkeil 11 in ein vorbereitetes Bohrloch im zu spaltenden Gestein derart
eingesetzt, daß die Außenflächen der Einsatzstücke 7 ohne Spiel an der Innenwand
der Bohrung und der Gleitkeil mit seinen konischen Schrägflächen an den entsprechenden
Schrägflächen der Einsatzstücke anliegen. Hierauf wird der Hochdruckzylinder 4 mit
seinem
Zwischenstück 5 in der obenerwähnten Weise auf den Topf 1 aufgeschoben und durch
eine 90°-Drehung mit diesem kraftschlüssig verbunden, wenn das innere Ende des Gleitkeiles
11 am Boden der in der Kolbenstange befindlichen Bohrung anliegt. Wird nunmehr der
Kolben des Hochdruckzylinders 4 mit Druck beaufschlagt, so wird der Gleitkeil 11
über die Kolbenstange 9 herausgedrückt, wobei das dem Bohrloch benachbarte Gestein
bereits bei Beginn der Hubbewegung unter Druck gesetzt wird.
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Anders als bei dem vorstehend erläuterten Gerät ist bei dem in den
F i g. 5 bis 7 dargestellten Gerät das Zwischenstück 13 mit stufenförmig übereinander
angeordneten Rasten 14 versehen und der Topf 15 an seinem oberen Ende mit einem
Paar nach innen gerichteter, krallenförmiger Rasten 16 ausgestattet, welche mit
den Stufenrasten 14 in der bereits erläuterten Weise zusammenwirken. Im übrigen
entspricht jedoch der Aufbau dieses Gerätes der vorstehend beschriebenen Anordnung.
So ist das mit einem Gewinde versehene Zwischenstück 13 gleichfalls mit dem Druckzylinder
4' verschraubt; ebenso sind die Einsatzstücke 7 in eine seitlich offene Nut
des Topfes 15 eingehängt.
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An Hand der in F i g. 5 dargestellten Vorrichtung ist ferner erläutert,
auf welche Weise der Gleitkeil 11' verlängert werden kann. Zu diesem Zweck ist zwischen
dem vorgeschobenen Gleitkeil 11' und der wieder zurückgezogenen Kolbenstange
9' ein Bolzen 17 eingesetzt, welcher mit seinem oberen Ende in die Bohrung der Kolbenstange
9' eingeschoben ist und mit seinem unteren Ende den Kopf des Gleitkeiles 11' umfaßt.
Bei erneutem Niederfahren des Kolbens zusammen mit der Kolbenstange 9' wird der
Keil 11' noch weiter ausgefahren, so daß die an der Bohrlochwandung anliegenden
Einsatzstücke 7' stärker auseinanderspreizen. Ein derartiges Verlängerungsstück
ist immer dann einzusetzen, wenn das mittels des Gerätes zu sprengende Gestein nach
der ersten vollendeten Vorschubbewegung des Gleitkeiles 11'
noch nicht genügend
aufgespalten ist.
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Auch das in den F i g. 8 bis 12 dargestellte Spaltgerät ist mit einem
verlängerbaren Gleitkeil 18 ausgestattet, welcher zusammen mit seinen in
Form von Verlängerungskeilen 19, 20 und 21 ausgebildeten Verlängerungsstücken insbesondere
in F i g.11 dargestellt ist. Die Verlängerungskeile werden bei diesem Gerät in der
in F i g.11 dargestellten Reihenfolge nacheinander durch das im Topf 22 befindliche
Fenster 23 zwischen Kolbenstange 24 und dem Keil 18 bzw. dem jeweils oben gelegenen
Verlängerungskeil eingefügt. Der kontinuierlich zunehmende Querschnitt des Keiles
18 und der Verlängerungskeile 19 bis 21 hat zur Folge, daß die Einsatzstücke 25
immer stärker auseinandergespreizt werden, bis schließlich das Gestein im Bereich
des Bohrloches aufgespalten wird.
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Da die Enden 18 a, 19 a, 20 a und 21 a des Keiles
18 bzw. der Verlängerungskeile 19 bis 21 magnetisch sind, werden die Verlängerungskeile
und der Gleitkeil auch dann von der Kolbenstange 24 getragen, wenn das Gestein auseinanderbricht,
so daß sie nicht verlorengehen können, Wie F i g.11 und 12 ferner zeigen, greifen
die magnetisierten Enden 18 bis 21 a jeweils mit flachen, kegelförmigen Vorsprüngen
in entsprechende Vertiefungen 19 b, 20 b und 21 b der Verlängerungskeile 19 bis
21 und 24 b der Kolbenstange 24 ein. Außerdem sind der Keil 18 und die Verlängerungsstücke
19 bis 21 seitlich mit Führungsnocken 18 c bis 21 c versehen, welche in diesen entsprechenden
Nuten 26 in der Bodenplatte des Topfes 22 geführt sind.
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Das Spaltgerät gemäß F i g. 8 unterscheidet sich außerdem von den
zuvor beschriebenen dadurch, daß unmittelbar am unteren Ende des Zylinderblockes
27 ein Paar nach innen gerichteter Rasten 28 angebracht ist, welches mit einem Paar
der Stufenrasten 29 des Topfes 22 im Eingriff ist.
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In weiterer Abwandlung ist der Zylinderblock 30 des in den F i g.
13 bis 15 dargestellten Gerätes an seinem unteren Ende mit stufenförmig übereinander
angeordneten Rastpaaren 31 versehen, welche mit nach innen gerichteten Raststufen
32 des Topfes 33 im Eingriff sind. Da sich sowohl die Rasten 31 des Hochdruckzylinders
30 als auch die Rasten 32 des Topfes 33 nur über eine begrenzte Strecke über den
Umfang des Zylinders bzw. des Topfes erstrecken, wie mit F i g. 14 veranschaulicht
ist, können Topf und Zylinder bajonettariig miteinander verbunden werden.
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Das in den F i g.13 bis 15 dargestellte Gerät besitzt nach einem weiteren
Vorschlag der Erfindung einen Gleitkeil, welcher ein besonders starkes Aufspreizen
der Einsatzstücke 37 ermöglicht. Dieser Gleitkeil 34 ist mit sich beidseitig konisch
verjüngenden Gleitflächen 34 a und 34 b versehen. Sein oberes, in Form eines Quersteges
34c ausgebildetes Ende ist zunächst in einer Quernut 38 der Kolbenstange 39 gelagert.
Nachdem der Gleitkeil 34 mittels hydraulischen Kolbens über die Kolbenstange 39
in die in F i g. 13 dargestellte Position gebracht ist, werden die beiden Zusatzkeile
35 und 36 eingebracht. Ihre oberen Enden 40 sind hierbei in eine senkrecht zur Nut
38 verlaufende Nut der Kolbenstange 39 eingesetzt, während ihre unteren, sich konisch
verjüngenden Enden in den vom Keil 34 und den Einsatzstücken 37 begrenzten Zwischenräumen
gelegen sind. Durch erneutes Niederfahren der Kolbenstange 39 werden die keilförmig
ausgebildeten Verlängerungsstücke 35 und 36 vorgeschoben, während der Keil 34 mittels
seines auf dem Boden des Topfes 33 ruhenden Quersteges 34c in der dargestellten
Position gehalten wird. Hierdurch werden die Einsatzstücke 37 besonders stark auseinandergetrieben
und mit ihnen das dem Bohrloch benachbarte Gestein.
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In F i g.16 bis 18 ist eine vereinfachte Ausführungsform des in F
i g.13 dargestellten Spaltgerätes veranschaulicht. Bei diesem Gerät ist der Topf
41 mit dem Hochdruckzylinder 42 vermittels des Gewindes 43 verschraubt. Um dieses
Gerät zum Einsetzen und Auseinandertreiben mehrerer Einsätze 44 verwenden zu können,
ist der Topf 4' mit einer seitlich offenen Ausnehmung 45 (vgl. insbesondere F i
g.17) versehen, in welche die Einsatzstücke 44 mit ihren Kopfstücken 44 a und der
Keil 46 mit seinem oberen Ende eingeschoben sind. Mittels einer derart aufgebauten
Vorrichtung können nacheinander mehrere Einsätze in Bohrlöcher eingesetzt werden
und mit Keilen 46 auseinandergetrieben werden. Der mit dem Zylinderblock verbundene
Topf wird hierbei von den in das Gestein eingetriebenen Einsätzen durch seitliches
Abziehen gelöst und kann somit für beliebig viele Spaltarbeiten verwendet werden.
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Damit die Einsatzstücke hierbei paarweise zusammengehalten werden,
können sie, wie in den
F i g. 19 bis 21 veranschaulicht ist, von
einem Ring 47 getragen werden, welcher seinerseits in den Topf 52 eingehängt ist.
Dieser Ring 47 weist einen mittleren Schlitz auf (vgl. F i g. 20), in welchen die
Einsatzstücke 48 derart eingesetzt sind, daß ihre Kopfteile 48 a auf der Ringoberfläche
aufliegen und daß zwischen ihnen der Gleitkeil 49 geführt ist. An den gegenüberliegenden
Seiten 50 ist der Ring 47 abgeflacht, so daß er drehfest in der entsprechend bemessenen
Horizontalnut 51 des Topfes 52 gelagert ist.
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Der aus F i g. 1.6 ersichtliche Vertikalschnitt veranschaulicht ferner
die Hartmetallauflagen 53, mit welchen die Einsatzstücke 44 nahe ihrem balligen
Ende 44 b auf der dem Keil zugewandten Seite versehen sind. Diese Hartmetallauflagen
verhindern, daß sich der Keil 46 im Bereich dieser am stärksten belasteten Stelle
in die Einsatzstücke 44 einfrißt.
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Es hat sich weiterhin aus technologischen Gründen als vorteilhaft
erwiesen, den Keil in seinem oberen Bereich mit flachen Ausnehmungen 54 zu versehen.
Hierdurch wird nämlich der in diesem Bereich massive Keil elastischer, wodurch Gewalt-
und Dauerbrüche weitgehend verhindert werden.
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Die in den F i g. 22 bis 24 dargestellten Beilagen 55 sind in erster
Linie als Zusatzteile für vorhandene Spaltgeräte geeignet, bei welchen eine Verlängerung
des Keiles 5 b und damit ein stärkeres Auseinanderspreizen der Einsatzstücke
59 nicht mehr möglich ist. Die im Querschnitt halbrunden Beilagen werden, nachdem
das Gestein im Bereich eines Bohrloches 57 auseinandergetrieben ist, in das Bohrloch
eingesetzt, wobei die an ihren oberen Enden abgebogenen Lappen 55a verhindern,
daß sie ganz in das Bohrloch hineingleiten. Wie F i g. 22 veranschaulicht, begrenzen
die Beilagen 55 auf diese Weise einen keilförmigen Spalt 58, in welchen ein Spaltgerät
mit den Einsatzstücken 59 und dem Keil 56 eingesetzt werden kann. Wird der Keil
56 nunmehr ausgefahren, treibt er das benachbarte Gestein über die Beilagen 55 weiter
auseinander, so daß der Spalt 60 aufgeweitet wird und das Spaltgerät schließlich
in die in F i g. 24 dargestellte Position gelangt. Wird aus dieser Position heraus
der Keil 56 vollends ausgefahren, so wird der Spalt 60 in der Regel so weit aufgerissen,
daß das Gestein an dieser Stelle gespalten ist.