DE1286719B - Moebelplatte fuer Schraenke, Tische, Tueren od. dgl. - Google Patents
Moebelplatte fuer Schraenke, Tische, Tueren od. dgl.Info
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Description
- Gegenstand der Erfindung ist eine Möbelplatte für Schränke, Tische, Türen od. dgl.
- Es ist heute allgemein üblich, wertvollere Möbel durch Aufziehen von dünnen Furnieren aus Hartholz herzustellen. Derartige Möbelstücke sind an sich gegen Beschädigungen sehr empfindlich, da durch Stöße od. dgl. entstandene Kulen sich nicht wie bei vollständig aus Hartholz hergestellten Möbeln durch entsprechende Behandlung ausbessern lassen und das unter dem Furnier liegende weichere Holz nicht widerstandsfähig genug ist, um derartige Einbeulungen zu verhindern. Verwendet man aber als Kern derartiger Furnierholzmöbel härteres und damit teureres Holz, dann entfällt einmal der Vorteil der geringeren Kosten solcher Möbel gegenüber solchen aus Vollholz, zudem wird auch das Gewicht dieser Möbel unerwünscht schwer, was sich insbesondere bei ihrem Transport ungünstig auswirkt.
- Aber auch die Furniere selbst sind sehr empfindlich gegen Feuchtigkeit und Wärme, wölben sich unter deren Einfluß leicht auf und bilden dann Blasen, die nur mehr durch Ausschneiden der schadhaften Teile auszubessern sind. Selbst der erfahrene und geübte Fachmann kann aber nicht so restaurieren, daß die schadhaften Stellen unsichtbar bleiben, vor allem deshalb, weil es kaum möglich ist, die gleiche Furnierholzsorte zu erhalten wie beim Original. Nach einer Beschädigung des Furniers und erfolgter Reparatur des Schadens verbleibt somit an diesen Möbeln eine wenig ansprechende und zumeist störend sichtbare Stelle.
- Erwünscht wäre ein Möbelbelag, der bei gefälligem Aussehen die geschilderten Nachteile vermeidet, also Stöße u. dgl. ohne Beschädigung aufnimmt und, wenn sie dennoch erfolgt sind, durch elastisches Zurückkehren in den früheren Zustand zumindest nach einer gewissen Zeit keinerlei Kratzer, Einbeulungen usw. zurückläßt. Sollte tatsächlich eine so starke Beschädigung erfolgt sein, daß die Herausnahme eines Teiles aus dem Belag erforderlich wird, so soll eine Ausbesserung so möglich sein, daß keine auf die Beschädigung hinweisende Stelle sichtbar zurückbleibt.
- Diese Aufgabe löst die Erfindung durch Schaffung einer Möbelplatte, bei der der Belag aus Kork besteht. Vorzugsweise werden hierbei zu Platten oder Bändern verarbeitete Korkstreifen auf die Trägerplatte aufgeklebt, wobei diese aus einer Holzrahmenkonstruktion od. dgl. bestehen kann. Um das Ausbrechen von Korkteilchen aus den gefährdeten Randstellen zu verhindern, kann die Möbelplatte mit Massivkanten aus Holz, polymerem Kunststoff, Metall od. dgl. eingefaßt werden. Entstehen im Fertigstück beispielsweise Risse oder größere Vertiefungen in der Korkfläche, kann man -diese mit Holz- oder Korkkitt ausfüllen, so daß diese Beschädigungen nicht sichtbar bleiben. Im allgemeinen wird aber gerade das Vorhandensein derartiger Unregelmäßigkeiten wegen des ansprechenden natürlichen Anblicks erwünscht sein und belassen bleiben. Die erfindungsgemäße Möbelplatte kann nach Wunsch naturbelassen oder mit Nitrolacken, Lacken auf Polyesterbasis, Schellak, Wachs, trocknenden Ölen od. dgl. behandelt werden.
- Weitere Einzelheiten der Erfindung werden nachstehend an Hand der Figuren der Zeichnung eingehend beschrieben, doch sollen die gezeigten Beispiele die Erfindung nicht auf diese Ausführungsmöglichkeit beschränken. Es zeigt F i g. 1 einen Horizontalschnitt durch eine erfindungsgemäße Platte, F i g. 2 in Ansicht eine Ecke einer solchen mit Einfassung, F i g. 3 und 4 im Schaubild die Anordnung einer Korkplatte bzw. eines Korkbandes auf einer Trägerplatte und einer Rahmenkonstruktion, wobei der Kork zur Veranschaulichung seiner Unterlage teilweise aufgerissen ist, F i g. 5 im Horizontalschnitt eine erfindungsgemäße Oberflächenausbildung an einer Türe, aus der die dichte Anlage der aufeinanderschlagenden Teile zu erkennen ist und F i g. 6 und 7 im Schaubild zwei Anwendungsbeispiele der Erfindung.
- Gemäß F i g. 1 ist auf einer Trägerplatte 2 ein Korkbelag 1 aufgeklebt und mit ihr fest verbunden. Hierfür kann Leim oder ein beliebiger Kleber Verwendung finden. Am Rande ist eine Massivkante 3 vorgesehen, die ebenfalls angeklebt wird. Falls eine Platte nach F i g. 1 beispielsweise in einem Schrank Verwendung finden soll, kann natürlich die in das Schrankinnere zu liegen kommende Seite auch mit einem anderen Belag versehen werden oder die Trägerplatte entsprechend präpariert sein. Auch bei Türen lassen sich entsprechend der verschiedenen Raumgestaltung die beiden Seiten mit einem verschiedenen Belag versehen.
- Da Kork an Rändern leicht ausbricht, ist erfindungsgemäß vorgesehen, Massivkanten an den Rändern anzubringen, an denen der Korkbelag frei liegt. Diese Massivkanten 3 mögen aus Holz bestehen, es kann aber auch jedes sonstige geeignete Material herangezogen werden, wie Kunststoffe, Metalle usw.
- In den F i g. 3 und 4 ist der Aufbau der erfindungsgemäßen Oberflächengestaltung gezeigt, und zwar in F i g. 3 bei Verwendung einer Trägerplatte 2 und in F i g. 4 mit einer Rahmenkonstruktion 2'. In beiden Fällen ist die nur einseitig vorgesehene Korkstreifenoberfläche teilweise aufgerissen, um die Trägerplatte 2 sichtbar zu machen, die auf der anderen Seite einen beliebigen Belag 4 aufweist. Der sonstige Aufbau entspricht dem in den F i g. 1 und 2 gezeigten Beispiel.
- Ein Korkbelag wirkt nicht nur warm und weich, er hat zudem schalldämpfende Wirkung, was seine besonders günstige Anwendung bei Türen nahelegt Da sich der Korkbelag beim Schließen der Tür fest an seine Unterlage drückt, ist auch der Türspalt gut abgeschlossen, wofür bei anderen für die Schalldämpfung vorgesehenen Türen eine besondere Eintage notwendig wird. In F i g. 5 ist im Horizontalschnitt die Schließstellung einer derartigen Türe gezeigt, aus der deutlich die enge Anlage des Türflügels am Stock hervorgeht.
- Neben seiner ästhetisch ansprechenden Wirkung bedingt die Elastizität des Korkbelages seine günstige Verwendung im Möbelbau. Kratzer, Einkerbungen, Beulen u. dgl., sofern sie die Struktur des Belages nicht zerreißen, gleichen sich nach einer gewissenZeit selbst wieder aus, d. h., ein Belag, der solche Beschädigungen erfahren hat, regeneriert sich ohne jedes Zutun von selbst. Falls aber die erfindungsgemäße Oberflächengestaltung bis zur Trägerplatte 2 bzw. zur Rahmenkonstruktion 2' verletzt sein sollte, ist es einfach, das beschädigte Stück herauszuschneiden und durch ein anderes zu ersetzen. Im Gegensatz zu Furnierhölzern bleibt hier keine auffällige Stelle zurück, da die Korkmaser nach dem Einsetzen eines Ersatzstückes den gleichen Anblick bietet wie vor der Reparatur.
- Die erfindungsgemäß vorgeschlagene Oberflächenausbildung wird in vielen Fällen naturbelassen bleiben. Auf Wunsch kann sie aber zum Schutz mit Nitrolack oder einem Lack auf Polyesterbasis oder auch durch Schellack, Wachs, trocknende öle u: dgl. bestrichen bzw. behandelt werden. Größere Löcher kann man nach dem erfindungsgemäßen Vorschlag dadurch ausbessern, daß man Holz- oder Korkstaub mit elastischem Kunstharz, Kunstharzmischungen od. dgl. vermengt und damit die Unebenheiten ausspachtelt und nach dem Trocknen schleift.
- Da Kork gegen Wasser, Alkohol, Fette, Öle u. dgl. äußerst widerstandsfähig ist, empfiehlt sich seine Verwendung besonders bei Tischplatten, Schreibtischen usw. Eine zusätzlich erwünschte Eigenschaft ist die Wärmebeständigkeit von Kork, die insbesondere dann zum Tragen kommt, wenn ein damit ausgestattetes Möbelstück in der Nähe von Heizkörpern zur Aufstellung gelangt. In den F i g. 6 und 7 ist in zwei Beispielen die Anwendung der erfindungsgemäßen Oberflächengestaltung gezeigt, doch ist selbstverständlich eine weitaus vielseitigere Anwendung möglich.
- Praktische Versuche haben erwiesen, daß mit Möbeln, Türen u. dgl., die eine erfindungsgemaße Oberflächengestaltung aufweisen, nicht nur architektonisch außerordentlich ansprechende Wirkungen zu erzielen sind, sondern daß sie damit ausgestatteten Räumen eine Ruhe und Wärme verleihen, die mit Möbeln bekannter Art nie zu erreichen ist. Es besteht daher kein Zweifel, daß mit der vorgeschlagenen Oberflächengestaltung einem weitgehenden Bedürfnis in der Raumgestaltung entsprochen wird.
Claims (1)
- Patentanspruch: MöbelpIatte für Schränke, Tische, Türen od. dgl., bestehend aus einer Trägerplatte und einem Belag, dadurch gekennzeichnet, daß der Belag aus Kork besteht.
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