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DE1285677C2 - Formstoffmischung zum Herstellen von Giessformen - Google Patents

Formstoffmischung zum Herstellen von Giessformen

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Publication number
DE1285677C2
DE1285677C2 DE1962K0047756 DEK0047756A DE1285677C2 DE 1285677 C2 DE1285677 C2 DE 1285677C2 DE 1962K0047756 DE1962K0047756 DE 1962K0047756 DE K0047756 A DEK0047756 A DE K0047756A DE 1285677 C2 DE1285677 C2 DE 1285677C2
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DE
Germany
Prior art keywords
silicon
regulating
compound according
time
molding compound
Prior art date
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Application number
DE1962K0047756
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English (en)
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DE1285677B (de
Inventor
Nishiyama Takio Ichikawa Chiba
Sono Kiyomi
Nangoh Tadao
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hitachi Ltd
Original Assignee
Hitachi Ltd
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Filing date
Publication date
Application filed by Hitachi Ltd filed Critical Hitachi Ltd
Publication of DE1285677B publication Critical patent/DE1285677B/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1285677C2 publication Critical patent/DE1285677C2/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C1/00Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds
    • B22C1/16Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds characterised by the use of binding agents; Mixtures of binding agents
    • B22C1/18Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds characterised by the use of binding agents; Mixtures of binding agents of inorganic agents

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mold Materials And Core Materials (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Formstoffmischung zum Herstellen von selbsthärtenden Gießformen und ein Verfahren zum Regeln der Härtungsgeschwindigkeit dieser Formmasse.
Es sind Formstoffmischungen zum Herstellen von selbsthärtenden Gießformen bekannt, die aus feuerfestem, körnigem Material und Wasserglas bestehen. So wird bei einem bekannten Herstellungsverfahren Natriumsilikat mit Quarzsand vermischt, Kohlendioxyd in die Mischung eingeblasen und die Masse dann sofort erhärtet. Dabei entsteht jedoch unerwünschtes Natriumbicarbonat, und außerdem bleibt der ursprüngliche Wassergehalt in der entstehenden Gießform erhalten. Ferner ist ein Verfahren zur Herstellung selbsithärtcndcr Gießformen bekannt, bei dem auf die Oberfläche des grünen Formkörpers, der zum großen Teil aus Aluminium besteht, eine Zündmasse mit stark exothermer Wirkung aufgebrachl wird, wobei die Trocknung des Formkörpers durch die von der Zündmasse und dem im Formkörper vorhandenen Aluminium abgegebene Wärme erfolgt. In anderen Worten, es wird eine stark alkalische Lösung als Zündmasse auf ein begrenztes Gebiet der
5 Oberfläche des Formlinge aufgebracht, der als Hauptbestandteil Aluminium enthält, worauf eine Reaktion auftritt, bei der während der ersten Reaktionsslufe erzeugter Wasserstoff während der zweiten Stufe zur Bildung von Natriumhydroxyd verbraucht wird, so daß
ίο eine Reaktionskette mit stark exothermer Wirkung auftritt. Während des Reaktionsablaufes bildet sich dabei ständig eine wäßrige Lösung aus NaAIO3. Nun besitzt aber NaAlO3 nicht nur selbst keinerlei Bindungskraft, sondern verschlechtert bekanntlich sogar im beträch«liehen Ausmaß die Bindu.igswirkung der Formmasse. Das bedeutet aber, daß die aus den vorhekannten Formstoffmischungen und mit den vorbekannten Verfahren hergestellten selbsthärtenden Gießformen eine vergleichsweise nur geringe Festigkeit aufweisen.
Von wesentlicher Bedeutung bei der Herstellung von selbsthärt'inden Gießformen ist auch die Härtungsgeschwindigkeit. So soll bei Gießformen für große Gußstücke der Härtungsvorgang relativ langsam verlaufen, während bei Gießformen fur kleine Gußstücke ein möglichst schneller Härtungsprozeß erwünscht ist. Die vom GußprozeÜ her für die Formen erwünschten Härtungszeiten liegen dabei in der Größenordnung von wenigen Minuten bis zu mehreren Stunden. Demgemäß soll die verwendete Formstoffmischung so beschaffen sein, daß ihre Härtungszeit auf einfache Weise geregelt werden kann.
Aufgabe der Erfindung ist deshalb eine Formstoffmischung für die Herstellung selbsthärtender Gießformen, die Gießformen großer Festigkeit gewährleistet, und darüber hinaus ein Verfahren zum Regeln der Härtungsgeschwindigkeit dieser Formstoffmischung. Nach der Frfindung wird diese Aufgabe durch die Verwendung einer Formstoifmischung, bcstehend aus Quarzsand, Wasserglas, Silizium und Wasser, gelöst, wobei das Silizium oder eine Siliziumlegierung eine Teilchengröße unter 0,07 mm und das Wasserpias ein spezifisches Gewicht von 1,3 bis 1,5 aufweisi. Das erfindungsgemäße Verfahren zum Regeln der Härtungsgeschwindigkeit dieser Formmasse kann dabei durch Andern der Mischzeit der Bestandteile, durch Ändern der Korngröße des Siliziums bzw. der Siliziumlegierung, durch Behandeln der Oberflächen des pulverförmigen Siliziums bzw. der Siliziumlegierung, durch Zusatz einer bestimmten Menge von Natronlauge zum Wasserglas oder durch Verwendung von Natriumsilikat mit einem unterschiedlichen SiiOJNaoO-Verhältnis erfolgen.
Unter dem Begriff »Siliziumlegierungen« werden nicht nur »Legierungen« im strengenmetallkundlichen Sinne verstanden, sondern allgemein Verbindungen von Silizium mit Metallen, beispielsweise Suizide.
Die erfindungsgemäße Formstoffmischung enthält
als aktive Bestandteile Silizium bzw. eine Siliziumlegierung der angegebenen Teilchengröße und Wasserglas der angegebenen spezifischen Gewichts. Dabei wird bei der Reaktion zwischen dem Silizium und dem "Jatriumhydroxyd, welches durch Hydrolyse in der wäßrigen Wasserglaslösung frei wird, wiederum V/as-
fc5 serglas erzeugt. Bei der Reaktion wird also zunächst (Reaktionstufe 1) Natriumhydroxyd freigegeben. Wird dann der wäßrigen Lösung von Natriumsilikat Silizium zugegeben, so reagiert das in der ersten
Stufe freigegebene Natriumhydroxyd mit dem Silizium unter Bildung einer Natrium-Silizium-Verbindung, von Wasserstoff und Wärme (Reaktionsstufe 2). Wenn die Reaktion gemäß Stufe 2 auftritt, wird also das Natriumhydroxyd der Stufe 1 verbraucht und damit das Gleichgewicht der Stufe 1 derart gestört, daß die Reaktion in Richtung der Freigabe weiteren Natriumhydroxyds und Siliziumsalzes fortschreitet. Damit läuft aber auch die zweite Reaktionsstufe weiter, mit dem Ergebnis weiterer Wärniebiidung. Gemäß diesen Reaktionen tritt somit fortlaufend eine Dissoziation von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff auf, und zugleich oxydiert das Silizium zu Siliziumoxyd unter Bildung von Natri'Tnsilikat. Die Folge ist ein Ansteigen des SiliziumdioxydgehaKs im System. Dabei steigt infolge der Reaktionswärme die Temperatur "des Systems an, wodurch die Reaktion beschleunigt und iki> Wasser aus dem System ausgetrieben wird. Der Wassergehalt in der Formstoffmischung sinkt damit sowohl infolge von Verdampfung als auch von Dissoziation äußerst schnell, wodurch die Viskosität der Natriumsilikate ansteigt. 1 >. das Wasser schließlich vollständig ausgetrieben und damit die Reaktion beendet, so liegen die Reaktionsstoffe in vollständig trockener Form vor. Besteht nun die Formstoffmischung aus mit Qiiarzsand vermischtem Wasserglas und Silizium, so ist beim getrockneten Endprodukt eine starke BinCjng des Quarzsandes festzustellen, anders ausgedrückt, der Quarzs'nd wird im Verlauf der chemischen Reaktion rusammenbacken.
Die erfindungsgemäße Formst· ffmischung bedarf also keiner zusätzlichen Zündmasse, weist eine starke Bindekraft auf und gewährleistet eine hohe Festigkeit der daraus hergestellten Gießformen. Mit den angegebenen Verfahren zur Regelung der Härtungsgeschwindigkeit ist es möglich, auf einfachste Weise den jeweils gewünschten Härtungszeiten Rechnung zu tragen.
Die Erfindung soll nun an Hand der nachfolgenden Beispiele noch näher erläutert werden. Bei diesen Beispielen wurden die angegebenen Stoffe miteinander vermischt und dann aus dieser Mischung Probeformen hergestellt, welche dann bezüglich ihrer Druckfestigkeit und Gasdurchlässigkeit in verschiedenen Zeitabständen nach Entstehung der Formen geprüft wurden.
Beispiel 1
1. Mischung (Gewichtsteile) Teile Quarzsand (Korngröße etwa 0,15 mm) .. 100 Kalziumsilizid (Korngröße <0,07 mm) .. 2 Natriumsilikat (Molverhältnis 2; spezifisches Gewicht 1,3) 4,5
2. Versuchsergebnis
die durch eine definierte Probe hindurchgeleitet wird, ausgedrückt werden kann. Die Durchlässigkeit P ist dabei folgendermaßen gegeben:
P ■■-=
ν Λ
ρ ■ A · t
wobei
v = Menge an hindurchgeleiteter Luft in cm3, h = Länge der Probe — 5 cm,
ρ = Luftdruck =- 10 cm (Wassersäule), Λ --= Querschnitt c'er Probe bzw. Fläche des Luftdurchgangs ■= ' 4 cm*,
t -= für den Durchgang der Luftmenge ο erforderliche Zeit in Minuten.
Beispiel 2
1. Mischung (Gewichtsteile) Teile Quarzsand 1 (Korngröße etwa 0,15 mm) 100 Kalzi'jmsilizid (Korngröße <0,07 mm).. 4 Natriumsilikat (Molverhältnis 2; spezifisches Gewicht 1,5) 1-4
2. Versuchsergebnis
Zeit, verstrichen
zwisenen der Herstellung der G ießform
und dem Versuch
(Stunden)
0,5 2 24
Druckfestigkeit (kg/cm1)
22 70
Durchlässigkeit (AFS)
135 140 160
Beispiel 3
1. Mischung (Gewichtsteile) Teile
Quarzsand (Korngröße etwa 0,15 mm) 100 Ferrosilizium (Korngröße < 0,07 mm) 2 Natriumsilikat (Molverhältnis 2; spezifisches Gewicht 1,3) 6
2. Versuchsergeonis
Zeit, verstrichen
zwischen der Her
stellung der Gießform
und dem Versuch
(Stunden)
Druckfestigkeit
(kg/cm·)
Durchlässigkeit
(AFS)
0,5
2
24
4.7
6,9
12,2
177
185
185
5° Zeit, verstrichen
zwischen der Her-
tellung der Gießform
und dein Versuch
(Stunden)
Druckfestigkeit
(kg/cm·)
Durchlässigkeit
(AFS)
55 2
4
24
0.3
1,4
18,0
150
160
175
Dabei soll unter »Durchlässigkeit (AFS)« ein Wert ■ erstanden werden, der durch die Geschwindigkeit von unter einem bestimmten Druck stehender Luft, B e i s ρ i e 1 4
1. Mischung (Gewichtsteile) Teile
Quarzsand (Korngröße etwa 0,15 nim) 100 Ferrosilizium (Korngröße <0,07 mm)... 4 Natriumsilikat (Molverhältnis 2; spezifisches Gewicht 1,5) 14
2. Versuchsergebnie
Zeit, verstrichen Druckfestigkeit Durchlässigkeit
zwischen der Her
stellung der Gießform
und dem Versuch (kg/cm1) (AFS)
(Stunden) 20 125
1 35 135
2 55 140
4 90 140
24
Bei der Herstellung der Gießform nach dem erfindungsgemäßen Verfahren kann die Notwendigkeit auftreten, die Dauer der erforderlichen Zeit (welche nachstehend als Erhärtungsdauer bezeichnet wird) vom Mischen der Bestandteile über den Härtevorgang bis zum Erhalt der endgültig erhärteten Gießform entsprechend ändern zu müssen. Deshalb ist es vorteilhaft, wenn die Erhärtungsdauer gemäß den Erfordernissen gesteuert werden kann.
Die Erhärtungsdauer kann natürlich durch Regelung der Temperatur bestimmt werden, und zwar z. B. durch entsprechende Erhitzung oder Abkühlung des umgebenden Raumes und der Mischmaterialien, durch Änderung der Mischzeit und der Mischerdrehxahl sowie zusätzlich durch Verwendung einer bestimmten Korngröße der silizurnhaltigen Stoffe. Durch die beschriebenen Maßnahmen zum Regeln der Erliärtungsdauer kann diese auf eine genaue und zuverzuverlässige Weise innerhalb eines weiten Bereiches systematisch und wirkungsvoll festgelegt werden.
1. Erhärtungsdauer-Regelung durch Änderung der zur Mischung der Stoffe erforderlichen Zeit
Die Eihärtungsdauer ändert sich bis zu einem gewissen Grade mit der Zusammensetzung des Siliziummaterials, doch kann sie auch durch Änderung der für die Mischung der Stoffe verwendeten Zeit zusätzlich bestimmt werden. Folgende Versuchsbeispiele werden in Tabelle 1 bzw. 2 veranschaulicht:
Tabelle 1
I. Mischung (Gewichtsteile)
Teile
a) Quarzsand 100
Wasserglas (spezifisches Gewicht 1,3) 5
Kalziumsilizid (Korngröße <0,05 mm) 2
b) Quarzsand 100
Wasserglas (spezifisches Gewicht 1,3) 5
Ferrosilizium (Korngröße <0,05 mm) 2
2. Versuehsergebnis (Erhärtungsdauer)
Mischung a): 4 bis 10 Minuten, Mischung b): (30 bis 240 Minuten.
Tabelle 2
1. Mischung (Gewichtsteile)
Quarzsand
Ferrosiliziumpuivcr
Wasserglas (spezifisches Gewicht 1,3)..
2. Versuchsergebnis
Teile
, 100 . 2 . 5
Mischungszeit
(Minuten)
Erhärtungsdauer (Minuten)
1
2
3
4
5
6
53,4
23,8
20,0
16,8
12,4
10,0
2.EΓhäΓtungsdauer-RegelungdurchÄndeπlngderKorngröße des Siliziummaterials bzw. der Siliziumverbindung
Durch Änderung der Korngröße des Siliziums bzw. der Siliziumverbindung — wie z. B. Kalziumsilizid oder Ferrosilizium — u'...> somit des Reaktiunsbereiches kann die Abbindezeit ungeachtet des Mischungsverhältnisses ebenfalls geregelt werden. Die Versuchsergebnisse sind wie folgt:
Tabelle 3
1. Mischung (Gewichtsteile) Teile
Ferrosilizium 4
Natriumsilikat (spezifisches Gewicht 1,3) 10
2. Versuchsergebnis
Umsetzungszeit(Minuten)
Durchschnittskorn größe
des Ferrosiliziums (in Mikron)
8,34 I 6,23 j 6,09 j 5,57 J 3,82
40,0
24,0
22,0 18,0
15,0
Tabelle 4
1. Mischung (Gewichtsteilt) Teiie
Quarzsand (Korngröße etwa 0,1b mm)... 100
Ferrosilizium 2
Natriumsilikat (spezifisches Gewicht 1,3) 5
2. Versuchsergebnis
Zeit, verstrichen zwischen der Herstellung der Form und dem Versuch: 24 Stunden
Ourchschnittskorngröße
des Ferrosiliziums
(Mikron)
Druckfestigkeit
(kg/cm 0
Durchlässigkeit
(AFS)
8,34
6.23
b,09
5,57
3,82
25,5
25,0
26,0
25,5
24,5
200
195
181
183
196
3. Erhärtungsdauer-Regelung durch Behandlung
der Teilchenoberflächen der pulverförmigen Siliziumverbindungen
Durch Oxydierung oder andersartige Veränderung der Teilchenoberflächen des Siliziums bzw. der pulverartigen siliziumhaltigen Verbindungen bis zu einer entsprechenden Tiefe, z. B. durch Einspritzen von Wasser, durch Luft- oder Hitzeeinwirkungen oder durch Behandlung mit entsprechenden Chemikalien mit si;h dabei ergebender Änderung der Reaktions-
bedingungen für Natronlauge kann die Erhärtungsdaucr geändert werden. Dies wird durch das folgende Versuchsergebnis veranschaulicht.
1. Mischung (Gewichtsteile) Teile
Quarzsand (Korngröße etwa 0,15 mm) 100 Ferrosilizium (Korngröße <0,05 mm)... 2 Natnumsilikat (Molverhältnis 2; spezifisches Gewicht 1,3) 5
Eine Probe der oben angegebenen Mischung wurde mit unbehandeltem Ferrosilizium und die beiden anderen Proben mit Ferrosilizium versetzt, welches so behandelt wurde, wie in Tabelle 5, worin auch die Reaktionsmeßzeiten dieser Proben angegeben sind, gezeigt ist:
Tabelle 5 Behandlung von Fe-Si-Pulver Keine Behandlung
10% Wasser eingespritzt; Verbleib: 24 Stunden ..
10% einer 3%-Lösurig von
Wasserstoffsuperoxyd zugegeben; Verbleib: 24 Stunden
Durchschnitts-. komgröQe von Fe-Si (Mikron)
4,82 4,82
4,82
Erhärtungsdauer
(Minuten)
12 24
23
4. Erhärtungsdauer-Regelung durch Zusetzen von Natronlauge zum Wasserglas
veranschaulicht durch die folgende Tabelle:
1. Mischung (Gewichtsteile) Teil«
Quarzsand (Korngröße etwa 0,15 mm) 100 Natriumsilikat (Molverhältnis 2; spezifisches Gewicht 1,3) 10
Ferrosilizium (Korngröße <0,07 mm)... 4
Mehrere Proben dieser Mischung wurden mit unterschiedlichen Anteilen von Natronlauge (20% wäßrige Lösung), welche zum Natriumsilikat zugegeben wurde, hergestellt und dabei folgende Erhärtungsdauern gemessen:
Tabelle 6 Bei Ferrosilizium:
So
SS
Menge der dem Natriumsilikat
zugegebenen Natronlauge
Erhärrungsdauer
(Minuten)
0
5
10
15
280
140
170
180
5. Erhärtungsdauer-Regelung durch Verwendung
eines Natriumsilikates mit unterschiedlichem Silikat-Natron-Verhältnis
Es wurde festgestellt, daß sich die Reaktionsgeschwindigkeit entsprechend dem Verhältnis Silikat—Natron (SiO1ZNa2O) des Natriumsilikates ändert. Durch entsprechende Änderung dieses Verhältnisses kann die Erhärtungsdauer leicht geregelt werden, wie aus dem nachfolgenden Beispiel ersichtlich ist:
Drei Proben wurden durch jeweiliges Mischen
IO von 4 g Ferrosilizium (Korngröße: 3,8 Mikron) mit 10 g Natriumsilikat (spezifisches Gewicht 1,3) hergestellt, welches mit Wasser versetzt v/urde, wobei das SiOj/NajO-Verhältnis des Natriumsilikates bei den drei Proben 1 bzw. 2 bzw. 3 betragen hat. Das Meßergebnis der Zeit bis zum Erhalt der Maximal temperatur als Hinweis für die Reaktionsgeschwindigkeit ist in Tabelle 7 angegeben:
Tabelle 7
»5
ao
Zeitdauer bis Erreichung der Maximaltemperatur (Minuten)
SiOj/Na.O- Verhältnis des Natriumsilikates
112 1
40
104
6. Erhärtungsdauer-Regelung durch Änderung
des Mischungsverhältnisses zwischen den verschiedenen Siliziumverbindungen
Da Kalzium und Ferrosilizium verschiedene Erhärtungsreaktionszeiten haben, kann durch, ent sprechende Mischung dieser Stoffe die Erhärtungsdauer geregelt werden. Die diesbezüglichen Versuchsergebnisse sind in Tabelle 8 bzw. 9 gezeigt.
Tabelle 8
1. Mischung (Gewichtsteile) Teile Quarzsand (Korngröße etwa 0,15 mm)... 100 Mischung von Ferrosilizium/Kalzium-
silizid , 2
Natnumsilikat (spezifisches Gewicht 1,3) 5
2. Versuchsergebnis
Mischungsverhältnis Ferrosilizium/Kalziumsilizid
0/100 20/ 80 40/60 60/ 40 80/ 20 100/ 0
Tabelle 9
1. Mischung (wie in Tabelle 8)
2. Versuchsergebnis
Zur Erreichung einer maximalen Oberflächenhärte erforderliche Zeit (Minuten)
10
20
60
Druckfestigkeit (kg/cm*) G9 120
Mischungsverhältnis
Ferrosilizium/Kalziumsilizid
So
Zeit, verstrichen zwischen da
Herstellung der Gießform und
dem Versuch
Minuten Minuten
30 8.4 ' 12,8
CU) Minuten 6,3 9.0
0/100 7,2 5,0 7,2
20/ 80 5,0 4,0 6.5
6S 40/ 60 3,8 1.8 4.5
6Ό/40 2,8 0.4 3.2
80/ 20 0.8
100/ 0 0,3
309622/469
7. Erhärtungsdauer-Regelung durch Kombination von zwei oder drei der in 1 bis 6
erwähnten Maßnahmen
wie z. B. durch eine Kombination der Änderung der Mischdauer gemäß Punkt 1 mit einer Änderung der Korngröße des Siliziumstoffes bzw. der Siliziumverbindung gemäß Punkt 2.
Tabelle 10
1. Mischung (Gewichtsteile) Teile
Quarzsand (Korngröße etwa 0,15 mm)... 100 Ferrosilizium 2 Natriumsilikat (spezifisches Gewicht 1,3) 5
2. Mischer (Knetwerk)
Drehzahl 70 Umdrehungen/Minute Kapazität 100 kg/Beschickung
3. Versuchsergebnis
Durchschnittskorn Erhärtungsdauer
Mischzeit größe des
Ferrosiliziums (Minuten)
(Minuten) (Mikron) 141
3 2.5 105
5 2,5 30
3 1,77 20
5 1,77 25
3 1,04 15
5 1,04
ίο
Aus der obigen Beschreibung ist ersichtlich, daß die erfindungsgemäße Gießform nicht nur eine große Festigkeit, sondern auch sehen anfänglich einen niedrigen Wassergehalt aufweist, welcher im Laufe der Formbildung durch die Wasserzersetzung und die infolge der Reaktionswärme entstehende Trockenwirkung weiter herabgesetzt wird, so daß der Feuchtigkeitsgehalt der erhärteten Gießform außerordentlich niedrig ist. Da die Gießform ferner sehr gasdurchlässig ist, kann sie statt der herkömmlichen Feuchtsandgießformen vorteilhaft verwendet werden, aber auch dann, wenn bisher Trockengießformen verwendet wurden, da Feuchtsandformen nicht benutzt werden konnten, wobei bei Verwendung der erfindungsgemäßen Form der Trockenvorgang fiberflüssig ist.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht in der Möglichkeit, Bedingungen mit einer außerordentlichen Fließfähigkeit des Sandes zu wählen. Die Erfindung kann demgemäß bei all den bisherigen verschiedenen Formverfahren innerhalb eines außerordentlich weiten Anwendungsbereiches Verwendung finden, d. h. Spritz- oder Sprühverfahren usw.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren ist es ferner möglich, die erwünschte Erhärtungsdauer der Form gemäß der Notwendigkeit willkürlich zu bestimmen.
selbstverständlich ist es beim erfiüdungsgcnsäßcn
Verfahren möglich, verschiedenartige Zusatzstoffe,
wie z. B. Säge- oder Holzmehl, kohlenstoffhaltige
Stoffe und Pech je nach den jeweils erforderlichen Eigenschaften der Gießform zu verwenden.

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Formstoffmischung, bestehend aus Quarzsand als Hauptbestandteil, Wasserglas, Silizium und Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß zum Herstellen von Gießformen das Silizium oder eine Siliziumlegierung eine Teilchengröße unter 0,07 mm und das Wasserglas ein spezifisches Gewicht von 1,3 bis 1,5 aufweist.
2. Verfahren zum Regeln der Härtungsgeschwindigkeit der Formmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung durch Ändern der Mischzeit der Bestandteile vorgenommen wird.
3. V erfahren zum Regeln der Härtungsgeschwindigkeit der Fonnmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung durch Ändern der Korngröße des Siliziums oder der Siliziumlegierung vorgenommen wird.
4. Verfahren zum Regeln der Härtungsgeschwindigkeit der Formmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung durch Behandlung der Oberflächen des pulverförmigsn Siliziums oder der Siliziumlegierung vorgenommen wird.
5. Verfahren zum Regeln der Härtungsgeschwindigkeit der Formmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,daß die Regelung durchzusetzen einer bestimnrien Menge von Natronlauge zum Wasserglas vorgenommen wird.
6. Verfahren zum Regeln der Härtungsgeschwindigkeit der Formmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung durch die Verwendung von Natriumsilikat mit einem unterschiedlichen SiC2/"Na2O-^/erhältnis vorgenommen wird.
7. Verfahren zum Re^-In der Härtungsgeschwindigkeit der Formmasse räch Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unterschiedliche Siliziumlegierungen zugegeben werden und die Regelung durch Ändern des Zugabeverhältnisses der unterschiedlichen Silizumlegierungen vorgenommen wird.
DE1962K0047756 1962-02-13 1962-09-18 Formstoffmischung zum Herstellen von Giessformen Expired DE1285677C2 (de)

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