[go: up one dir, main page]

DE1285501B - Schaltungsanordnung zur Erzeugung frequenzmodulierter Telegrafiesignale mit elektromechanischen Schwingern - Google Patents

Schaltungsanordnung zur Erzeugung frequenzmodulierter Telegrafiesignale mit elektromechanischen Schwingern

Info

Publication number
DE1285501B
DE1285501B DE1965S0099765 DES0099765A DE1285501B DE 1285501 B DE1285501 B DE 1285501B DE 1965S0099765 DE1965S0099765 DE 1965S0099765 DE S0099765 A DES0099765 A DE S0099765A DE 1285501 B DE1285501 B DE 1285501B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oscillator
frequency
circuit
circuit arrangement
phase
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1965S0099765
Other languages
English (en)
Inventor
Grafiner Wilhelm
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DE1965S0099765 priority Critical patent/DE1285501B/de
Publication of DE1285501B publication Critical patent/DE1285501B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L27/00Modulated-carrier systems
    • H04L27/10Frequency-modulated carrier systems, i.e. using frequency-shift keying
    • H04L27/12Modulator circuits; Transmitter circuits

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Inductance-Capacitance Distribution Constants And Capacitance-Resistance Oscillators (AREA)

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur Erzeugung frequenzmodulierter Telegrafiesignale, vorzugsweise für F 1-Telegrafie, mit einem Schwingungserzeuger, der als elektromechanischer Schwinger ausgebildet ist.
  • Zur Übertragung von Telegrafienachrichten bedient man sich häufig der Wechselstromtelegrafie. Eine Methode der Wechselstromtelegrafie besteht darin, eine bestimmte Trägerfrequenz im Takt der Telegrafiezeichen umzutasten, wobei alternativ eine Trägerfrequenz vorzugsweise unter Beibehaltung der Amplitude in verschiedene, z. B. zwei Frequenzlagen verschoben wird. Es ist bereits bekannt, zur Erzeugung derartiger Wechselstromtelegrafiesignale einen LC-Oszillator dadurch umzutasten, daß der die Frequenz des Oszillators bestimmende Schwingkreis in der einen öder anderen Richtung, also induktiv oder kapazitiv, mehr oder weniger stark verstimmt wird, wodurch dann der Oszillator in einer neuen Frequenz zu schwingen beginnt. Es ist auch bekannt, das Umschwingen eines LC-Oszillators, hervorgerufen durch die Veränderung der Induktivität oder der Kapazität des Schwingkreises, mit möglichst geringer zeitlicher Verzögerung durchzuführen. Dabei erfolgt die Umschaltung des LC-Schwingkreises von einer Eigenfrequenz auf die andere derart, daß die gesamte Energie im Schwingkreis erhalten bleibt.
  • Um bei Wechselstromtelegrafie mit großer Frequenzkonstanz zu arbeiten, ist es erforderlich, konstante Oszillatoren zu verwenden. Dabei eignen sich elektromechanische Schwinger infolge ihrer hohen Güte besonders gut.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine Schaltungsanordnung eines Umtastoszillators unter Verwendung elektromechanischer Schwinger anzugeben, wobei einschwingfreie phasenkohärente oder phasenkonstante Frequenzumtastung erreicht wird.
  • Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt gemäß der Erfindung dadurch, daß die Speisung der elektromechanischen Schwinger über umschaltbare LC-Verbreiterungskreise erfolgt.
  • Dadurch wird eine einschwingfreie, phasenkohärente oder phasenkonstante Frequenzumtastung erzielt, bei der die Sendefrequenzen so konstant sind, wie bei Festfrequenzoszillatoren mit denselben Schwingern.
  • Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der in den Zeichnungen dargestellten Grundprinzipien und vorteilhaften Ausführungsbeispiele erläutert, bei denen auch noch zusätzliche Merkmale gemäß der Erfindung verkörpert sind.
  • F i g.1 zeigt das Grundprinzip des Umtastoszillators mit einem elektromechanischen Schwinger.
  • Die Schaltung besteht aus dem Phasenschalter PS, dem Begrenzerverstärker BV und dem Oszillatorfilter F, das aus einen elektromechanischen Schwinger und einem Verbreiterungskreis gebildet wird. Beim Betrieb des Oszillators stellt sich die Frequenz ein, für die die Amplituden- und die Phasenbedingung zur Selbsterregung erfüllt ist. Die Amplitudenbedingung wird durch den Begrenzerverstärker erfüllt. Die Phasenbedingung verlangt, daß im gesamten Rückkopplungskreis die Summe aller Phasendrehungen n - 360° (n = 0, 1, 2 ... ) beträgt. In F i g. 1 ist der Fall dargestellt, bei dem durch den Phasenschalter eine Phasendrehung cp 1 (bei f 1) in den Rückkopplungskreis eingeschaltet ist. Damit die Phasenbedingung erfüllt ist, muß sich eine Frequenz f 1 einstellen, bei der das Oszillatorfilter die Phase um (360 -cp 1)° dreht. Legt der Phasenschalter cp 2 in den Rückkopplungskreis, dann ändert sich die Frequenz auf einen Wert f 2, der im Oszillatorfilter eine Phasendrehung von (360 -(p2)° ergibt. Die Frequenzänderung vollzieht sich in erster Näherung in einer Zeitdauer, die durch das Einschwingverhalten des Oszillatorfilters gegeben ist. Die zwei Phasenwerte 99 1 und 99 2, die man am einfachsten herstellen kann, sind die Winkel 0 und 180°. Will man mit diesen Werten arbeiten, dann sind folgende Forderungen an das Oszillatorfilter zu stellen.
  • Die Phasenkurve muß symmetrisch zu fm liegen, wobei fm die Mittenfrequenz des Kanals ist.
  • Bei der Frequenz f 1 muß die Phasenkurve durch 0°, bei der Frequenz f 2 muß sie durch 180° gehen. Die gesamte Phasendrehung darf im verwendeten Frequenzbereich höchstens 360° betragen, da ansonsten ein sehr schlechtes Einschwingverhalten des Filters zu erwarten ist und dadurch in einem Tastzustand (Trennstrom oder Zeichenstrom) Amplituden-und Phasenbedingungen für zwei Frequenzen gleichzeitig gegeben sind, dabei würde die »stärkere« Frequenz die »schwächere« Frequenz langsam wegdrücken.
  • Diese Forderungen erlauben nur eine Phasenkurve, wie sie in F i g. 2 dargestellt ist.
  • F i g. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Umtastoszillators mit einem elektromechanischen Schwinger und 180°-Phasensprüngen. Die Schaltung besteht aus den drei Teilen Oszillatorfilter F (Verbreiterungskreis und elektromechanischer Schwinger), Begrenzerverstärker BV und Phasenschalter PS, der als Umpoleinrichtung ausgebildet ist. Mit dem Abgleichkern der Spule L1 werden die beiden Umtastfrequenzen f 1, f 2 symmetrisch zu fm gelegt. Der Hub wird durch die Größe der Induktivität und der Kapazität bestimmt. Beim Begrenzerverstärker BV handelt es sich um einen zweistufigen Verstärker, bei dem der Transistors Ts 1 als Emitterverstärker, der Transistor Ts 2 als Kollektorverstärker betrieben wird. Die Ausgangsspannung wird an den beiden antiparallelgeschalteten Dioden D 1 und D2, die die exakte Begrenzung durchführen, am Punkt A abgenommen. Der dem Begrenzerverstärker nachgeschaltete Phasenschalter PS ist ein Ringmodulator, bei dem über die Mittelanzapfungen der beiden Wicklungen Ü 1, Ü 2 die Tastspannung UT eingespeist wird.
  • Die Inkonstanz der Frequenz eines Umtastoszillators mit einem elektromechanischen Schwinger ist um etwa einen Faktor 3 schlechter als in einem Festfrequenzoszillator. WirdjedocheinehöhereFrequenzkonstanz verlangt, so muß man zwei elektromechanische Schwinger benutzen.
  • Die größte Frequenzkonstanz erreicht man mit einem gegebenen Schwinger, wenn man ihn in einen Festfrequenzoszillator einsetzt. Zum einen ergibt das eine Verbesserung um den schon erwähnten Faktor 3 gegenüber dem Betrieb im Oszillatorfilter, zum anderen ist dann die reziproke Phasensteilheit des frequenzbestimmenden Vierpols bei f o nicht mehr 1/3o Hz, sondern, entsprechend der Bandbreite des Schwingers von z. B. 5 Hz df _ z - B = 0,04 Hz/-. d«) 360 Dreht der Verstärker in Abhängigkeit von der Temperatur die Phase um 3°, dann wird also die Frequenz nur um 3. 0,04 = 0,12 Hz weggeschoben, d. h., daß beim Festfrequenzoszillator der Verstärker im vorliegenden Anwendungsfall praktisch keinen Einfluß mehr auf die Frequenzkonstanz hat.
  • Um den Vorteil des Festfrequenzoszillators auszunutzen, muß man daher zwei Schwinger verwenden, die auf f 1 und f 2 abgestimmt sind. Nun ist aber beim Umtastoszillator die Forderung gegeben, daß im Augenblick des Umschaltens von der einen Frequenz auf die andere möglichst kein Phasensprung, mindestens aber immer der gleiche Phasensprung auftreten soll, denn nur so ergibt sich ein Minimum an unregelmäßiger Telegrafie-Verzerrung. Um diese Forderung zu erfüllen, wurde eine Schaltung, wie sie in F i g. 4 im Prinzip dargestellt ist, verwendet. Es werden nicht zwei vollständige Festfrequenzoszillatoren umgeschaltet, sondern nur zwei frequenzbestimmende Vierpole im Rückkopplungskreis eines Oszillators. Während der eine Schwinger auf Resonanz im Rückkopplungskreis schwingt, wird der andere Schwinger vorbereitend durch einen LC-Verbreiterungskreis so stark erregt, daß beide Schwinger gleichen Ausgangsstrom abgeben, beim Umschalten der Schwinger (und der Verbreiterungskreise) tritt daher kein Amplitudensprung und kein Einschwingvorgang an der Oszillatorspannung auf.
  • F i g. 4 zeigt das Prinzipschaltbild eines Zwei-Schwinger-Umtastoszillators mit Serienverbreiterungskreisen R 1, L 1, C 1 und R 2, L 2, C 2. Dick ausgezogen ist die geschlossene Rückkopplungsschleife über den Schwinger Schw 1 und den Begrenzerverstärker BV. Der Schwinger Sehw 1 mit der Resonanzfrequenz f 1 wird praktisch mit der Spannung U, erregt, wobei R 1 sehr niederohmig und C 1 sehr hochohmig im Vergleich zum Schwingereingangswiderstand ist. Beide Schwinger werden ausgangsseitig so niederohmig betrieben, daß sie als Stromquellen zu betrachten sind. Der Oszillator schwingt mit der Frequenz f 1, dabei wirkt sieh C1 nicht aus, da der Verstärkungsausgang niederohmig ist. Am Eingang des Schwingers Schw 2 (Resonanzfrequenz f 2) liegt der wirksame Verbreiterungskreis R 2, L2, C 2 (L2 ist nicht überbrückt). Durch die Wirkung des Verbreiterungskreises wird die Resonanzkurve des Ausgangsstromes des Schwingers Schw 2 so verbreitert und erhöht, daß bei der Frequenz f 1 beide Schwinger gleichen Ausgangsstrom abgeben (i21 = i'22). In F i g. 5 ist dies dargestellt. Nach der Umschaltung auf die Frequenz f 2 - in F i g. 4 sind alle Kontakte umgelegt zu denken - gelten in F i g. 5 die gestrichelten Kurven, wiederum ist bei der Frequenz des Oszillators (jetzt f 2) i'21 = i22. Es ergibt sich also ein Umspringen der Frequenz, obwohl sie durch sehr schmalbandige Schwinger bestimmt wird, wobei die Schaltelemente L 1, L 2 und C 1, C 2 keinen Einfluß auf die Oszillatorfrequenz haben.
  • Dadurch, daß im Augenblick des Umschaltens der Schwinger und der Verbreiterungskreise die Ausgangsströme der Schwinger gleich groß sind, ist gewährleistet, daß an der Ausgangsspannung des Oszillators keine Pegelsprünge auftreten. Es sind aber noch die Phasenverhältnisse beim Umschalten zu beachten.
  • In F i g. 6 ist die Phasenverschiebung zwischen Schwingerausgangsstrom i'22 und Spannung U, in Abhängigkeit von der Frequenz bei wirksamen Serienverbreiterungskreis R 2, L2, C 2 dargestellt. Man sieht, daß bei der Frequenz f 1, hierbei liegt der Schwinger Schw 1 frequenzbestimmend im Rückkopplungskreis, die Phasenverschiebung Null ist. Da die Phasenverschiebung zwischen dem Ausgangsstrom i21 des Schwingers Schw 1 und der Spannung U, ebenfalls Null ist, erfolgt die Umtastung von f 1 auf f 2 ohne Phasensprung, d. h. phasenkohärent.
  • Bei der Umtastung von f 2 auf f 1 liegen andere Phasenverhältnisse vor. Nehmen wir an, daß der Oszillator mit der Frequenz f 2 schwingt, somit liegt der Schwinger Schw2 frequenzbestimmend im Rückkopplungskreis, und die Induktivität L2 ist überbrückt. L 1 ist nicht überbrückt, der Verbreiterungskreis R 1, L 1, C 1 ist wirksam. Aus F i g. 7 ist die Phasenverschiebung zwischen Schwingerausgangsstrom i'21 und der Spannung U, in Abhängigkeit von der Frequenz bei wirksamen Verbreiterungskreis R 1, L l, C 1 zu ersehen. Bei der Frequenz f 2 beträgt diese Phasenverschiebung 180°. Da die Phasenverschiebung zwischen i22 und U, Null ist, sind beide Schwingerausgangsströme gegenphasig. Beim Umtasten von f 2 auf f 1 tritt in der Ausgangsspannung demnach ein Phasensprung von 180° auf, wenn dies nicht durch besondere Maßnahmen verhindert wird. Eine solche Maßnahme wäre, den wirksamen Verbreiterungskreis R 1, L l, C 1 mit -U. zu speisen. Duch geeignete Wahl der L- und C-Werte der Verbreiterungskreise können jedoch die Strom- und Phasenkurven nach den F i g. 5 bis 7 erreicht werden.
  • Nach einer Umtastung von der einen Oszillatorfrequenz auf die andere muß der Schwinger mit dem wirksamen Verbreiterungskreis auf die neue Frequenz einschwingen. Durch diese Einschwingzeit ist die maximale Tastgeschwindigkeit des Umtastoszillators bestimmt, denn der wirksame Verbreiterungskreis muß eingeschwungen sein, bevor eine neue Frequenzumtastung erfolgt.
  • F i g. 8 zeigt einen Zwei-Schwinger-Umtastoszillator für phasenkohärente Frequenzumtastung mit Serienverbreiterungskreisen. Der Verbreiterungskreis des Schwingers Schw 1 besteht aus den Elementen R 11, f11, C 3 und der Verbreiterungskreis des Schwingers Sehw 2 aus den Elementen R 14, Ü 2, C 4. Die Verbreiterungskreise werden durch wechselstrommäßiges Kurzschließen der Induktivitäten, dabei werden die Dioden Gr 1, Gr 2 bzw. Gr 3, Gr 4 durchlässig gesteuert, unwirksam gemacht. Da nach F i g. 4 die beiden Schwingerausgänge umgeschaltet werden, geschieht dies hier durch die zwei Schalttransistoren Ts 4 und Ts 5, welche über die Widerstände R 16 und R 17 von der Tastleitung a, b angesteuert werden. Die Widerstände R 18 und R 19 sind zur Entkopplung erforderlich. Es folgt die Emitterverstärkerstufe C 5, R 20, R 21, Ts 6, R 22, R 23, C 7. Im Kollektorkreis liegt ein Schwingkreis C6, Ü3, der verhindert, daß sich Oberwellen der Schwinger erregen können, wobei der Übertrager U3 außerdem zur Ankopplung des Amplitudenbegrenzers R 24, Gr 5, Gr 6 dient. Die begrenzte Oszillatorspannung wird zur Basis des Transistors Ts 1 zurückgeführt. Wie oben erläutert wurde, muß zur Erzielung phasenkohärenter Frequenzumtastung der wirksame Verbreiterungskreis des Schwingers Schw 1 mit - U, und der unwirksame Verbreiterungskreis des Schwingers Schw2 mit Uo gespeist werden. Während am unwirksamen Verbreiterungskreis für den Schwinger Schw 2 die etwas verkleinerte Emitterspannung des Transistors Ts 1 liegt, gelangt die gegenphasige Kollektorspannung des Transistors Ts 1 über R 8 und den Kollektorverstärker Ts 3 an den Eingang des Verbreiterungskreises für den Schwinger Schw 1, wobei der Transistor Ts 2 gesperrt und R10 viel größer als R 5 ist. Die Spannungsteiler R 3, R 4 und R 8, R 9 sind mit dem Kollektorwiderstand R 5 so aufeinander abgestimmt, daß die beiden gegenphasigen Spannungen an den Eingängen beider Verbreiterungskreise gleich groß sind. Erfolgt eine Umtastung auf die Frequenz f 1, dann werden die Schwingerausgänge und die Verbreiterungskreise umgeschaltet. Es sind dann Gr3, Gr4, Ts5 durchlässig und Grl, Gr2, Ts4 gesperrt, außerdem wird die Umpolung der Eingangsspannung für den jetzt unwirksamen Verbreiterungskreis R11, Ü1, C3 aufgehoben. Der Transistor Ts2 wird durchlässig, wodurch nur noch die Emitterspannung des Transistors Ts 1 über R 9 an die Basis des Transistors Ts 3 gelangt. Bei der Schaltung nach F i g. 8 ist eine potentialfreie Steuerspannungsquelle (UT) erforderlich. Wenn man die Umschaltfunktionen der Transistoren Ts 2, Ts 4, Ts 5 mit Übertragern und Dioden ausführt, fällt diese Forderung weg.
  • F i g. 9 zeigt das Prinzip eines Zwei-Schwinger-Umtastoszillators mit Parallel-Verbreiterungskreisen. Die Serien-Verbreiterungskreise mit Spannungsspeisung nach F i g. 4 lassen sich in Parallelverbreiterungskreise mit Stromspeisung umwandeln. Die Parallel-Verbreiterungskreise werden nicht durch Kurzschließen der Induktivitäten, sondern durch Parallelschalten von relativ kleinen Widerständen unwirksam gemacht. In dieser Hinsicht ist der Parallel-Verbreiterungskreis günstiger als der Serien-Verbreiterungskreis, denn bei F i g. 9 kann man den Ausgangsstrom 121 des Schwingers Schwl bei unwirksamen Verbreiterungskreis durch Vergrößern oder Verkleinern von R 3 verändern, ohne daß die Verhältnisse bei wirksamen Verbreiterungskreisen davon berührt werden.
  • Für die Schwingerausgangsströme bei wirksamen und unwirksamen Parallel-Verbreiterungskreisen gilt ebenfalls F i g. 5. Die Umschalt-Phasenbeziehungen für die Schaltung nach F i g. 9 sind in den F i g. 10 und 11 gezeichnet. F i g. 10 zeigt die Phasenverschiebung zwischen Schwingerausgangsstrom i'22 und dem Eingangsstrom i, bei wirksamen Verbreiterungskreis L 2, C 2, R 2 in Abhängigkeit von der Frequenz. Man sieht, daß der Schwingerausgangsstrom i'22 bei der Frequenz f 1, hierbei liegt der Schwinger Schw 1 frequenzbestimmend im Rückkopplungskreis, um 90° dem Eingangsstrom io voreilt. Da andererseits zwischen 121 und i. keine Phasenverschiebung besteht, sind die Schwingerausgangsströme gegeneinander um 90° phasenverschoben. Beim Umschalten von f 1 auf f 2 tritt somit in der Oszillatorausgangsspannung in voreilender Richtung auf.
  • In F i g. 11 ist die Phasenverschiebung zwischen dem Ausgangsstrom i'21 des Schwingers Schwl bei wirksamem Verbreiterungskreis L 1, C 1, R 1 und i. in Abhängigkeit von der Frequenz eingetragen. Bei der Frequenz f 2, wobei alle Kontakte in F i g. 9 umgelegt zu denken sind und der Schwinger Schw 2 frequenzbestimmend im Rückkopplungskreis liegt, eilt i'21 dem 1o um 90° nach. Da die Phasenverschiebung zwischen i22 und i. Null ist, tritt somit beim Umschalten von f 2 auf f 1 ein Phasensprung von 90° in nacheilender Richtung in der Oszillatorausgangsspannung auf. Diese 90°-Phasensprünge in der Oszillatorausgangsspannung haben eine solche Richtung, daß sie eine Versteilerung der Nulldurchgänge des demodulierten Signals im Empfänger bewirken. F i g. 12 zeigt einen Zwei-Schwinger-Umtastoszillator für Frequenzumtastung bei konstanten Phasensprüngen mit Parallel-Verbreiterungskreisen. Zur Erklärung der Wirkungsweise der Schaltung ist die über den Schwinger Schw 1 geschlossene Rückkopplungsschleife dick ausgezogen. An der Basis des Transistors Ts 1 sei eine Wechselspannung bestimmter Größe angenommen. Diese Spannung erscheint am Emitter von Ts 1 ungefähr gleich groß und speist den Eingang 1 des Schwingers Schw 1. über den auf Resonanz arbeitenden Schwinger Schw 1 fließt ein verhältnismäßig großer Strom in die Wicklung 1I von Ü2. Für den späteren Verbreiterungsbetrieb ist noch eine Wicklung I von Ü2 notwendig, die vom Kollektorstrom durchflossen wird. Die Durchflutungen in den Wicklungen 1 und II von Ü2 sind ungefähr gleich groß und addieren sich. Die Spannung an der Wicklung III von Ü2 wird über die durchlässig gesteuerten Dioden Gr2, Gr4 an die Wicklung l von Ü1 und somit an den Schwingkreis LG 1, I1, C 1 gelegt. Dieser Schwingkreis muß die Erregung der Schwingeroberwellen verhindern und ist relativ stark gedämpft. Die ohmsche Belastung der Wicklung Ü1, II wird über die durchlässig gesteuerten Dioden Gr2, Gr4, die Widerstände R 7, R 8 und über die Wicklung III von Ü2 auf dem Parallel-Verbreiterungskreis Lt, z, 1I, C 2 übertragen und entspricht dem Widerstand R 3 in F i g. 9. Vom Schwingkreis LG 1, 1I, C 1 gelangt die zurückgeführte Spannung an den AmplitudenbegrenzerR4, Grl, Gr2 und an die Basis des Transistors Tsl, womit der Rückkopplungskreis geschlossen ist.
  • Es ist nur noch der Betrieb des Schwingers Schw 2 zu betrachten. Die Dioden Gr 1 und Gr 3 sind gesperrt, somit ist die Wicklung III von Ü3 nicht belastet, und es stellt Ü3, I, i13, II, C3, R9 einen Parallel-Verbreiterungskreis nach F i g. 9 dar. Der Schwinger Schw 2 in F i g. 12 wird bei wirksamen Verbreiterungskreis am Anschluß 3 und 1 gleichzeitig gespeist. Die Steuerspannungsquelle UT kann in dieser Schaltung potentialgebunden sein, da sie nur auf Übertragerwicklungen arbeitet.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Schaltungsanordnung zur Erzeugung frequenzmodulierter Telegrafiesignale, vorzugsweise für F 1-Telegrafie, mit Schwingungserzeugern, die als elektromechanischer Schwinger ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Speisung der elektromechanischen Schwinger durch umschaltbare LC-Verbreiterungskreise erfolgt.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltung der LC-Verbreiterungskreise und der elektromechanischen Schwinger durch eine elektronische Umschalteeinrichtung erfolgt, die mit Hilfe von Einfachstrom- oder Doppelstromsignalen gesteuert wird.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als elektronische Umschalteeinrichtung ein Tastmodulator verwendet wird.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die LC-Verbreiterungskreise als Parallelschwingkreise oder als Serienschwingkreise ausgebildet sind.
  5. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Verwendung von elektromechanischen Schwingern der gerade nicht benötigte Verbreiterungskreis durch wechselstrommäßiges Kurzschließen unwirksam gemacht wird.
  6. 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem elektromechanischen Schwinger und dem Begrenzerverstärker ein weiterer Schwingkreis eingeschaltet ist.
DE1965S0099765 1965-09-29 1965-09-29 Schaltungsanordnung zur Erzeugung frequenzmodulierter Telegrafiesignale mit elektromechanischen Schwingern Pending DE1285501B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1965S0099765 DE1285501B (de) 1965-09-29 1965-09-29 Schaltungsanordnung zur Erzeugung frequenzmodulierter Telegrafiesignale mit elektromechanischen Schwingern

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1965S0099765 DE1285501B (de) 1965-09-29 1965-09-29 Schaltungsanordnung zur Erzeugung frequenzmodulierter Telegrafiesignale mit elektromechanischen Schwingern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1285501B true DE1285501B (de) 1968-12-19

Family

ID=7522536

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1965S0099765 Pending DE1285501B (de) 1965-09-29 1965-09-29 Schaltungsanordnung zur Erzeugung frequenzmodulierter Telegrafiesignale mit elektromechanischen Schwingern

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1285501B (de)

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
None *

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2912171A1 (de) Abgestimmte geschaltete speisespannungsschaltung
DE2040436A1 (de) Phasenkohaerenter und amplitudenstabiler Frequenzverschiebungsoszillator
DE1297214B (de) Anordnung zur Drehzahlsteuerung eines Wechselstrommotors
DE2931602C2 (de) Erregerkreis für einen Ultraschall- Zerstäuber
DE2228008C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung eines Sendesignals mit einer in einem starren Verhältnis zur Netzfrequenz des Stromversorgungsnetzes stehenden Sendefrequenz und Anwendung dieses Verfahrens
DE1285501B (de) Schaltungsanordnung zur Erzeugung frequenzmodulierter Telegrafiesignale mit elektromechanischen Schwingern
DE827970C (de) Synchronisierter Impulsgenerator
DE854231C (de) Verfahren zur Erzeugung zeitmodulierter Impulsreihen
DE1078613B (de) Elektronisches Relais zur kontaktlosen Schliessung und Unterbrechung eines Sekundaerstromkreises
DE2424450A1 (de) Schaltungsanordnung zur detektion von stoersignalen und zum ausloesen eines impulses beim auftreten von stoersignalen
DE643934C (de) Rueckgekoppelte Roehrenschaltung
DE890065C (de) Roehrengenerator
DE2527057B2 (de) Steuerschaltung für einen bürstenlosen Gleichstrommotor
DE909582C (de) Schaltung zur Frequenztastung
DE933277C (de) Schwingungserzeuger mit einem Resonanzkreis und einem mit drei Elektroden ausgeruesteten Halbleiter
DE2818374C2 (de) Frequenzsteuerbarer Quarzoszillator mit großem Ziehbereich
DE809669C (de) Schaltung zur Demodulation frequenzmodulierter Schwingungen
DE1140969B (de) Frequenzregelschaltung zur Synchronisierung eines Oszillators
DE1285022B (de) Schaltungsanordnung zur Veraenderung der Resonanzfrequenz eines Schwingkreises
AT165267B (de) Impulserzeuger
DE463478C (de) Fremdgesteuerter Roehrensender
DE2161160C3 (de) Schaltung zur Erregung eines einen zur Reinigung von Gegenständen verwendeten Ultraschallwandler enthaltenden Lastkreises
AT165265B (de) Schaltung zur automatischen Stabilisierung der Frequenz eines Röhrengenerators
DE881214C (de) Einrichtung zur Synchronisierung eines Roehrenoszillators mittels einer Wechselspannung, deren Frequenz zu derjenigen der Generatorspannung in einem ganzzahligen Verhaeltnis steht
DE849420C (de) Impulsgenerator