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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Stapeln von einzeln aus
einer Bearbeitungsmaschine od. dgl. kommenden Gegenständen auf Paletten.
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Eine beispielhafte Einsatzmöglichkeit solch einer Vorrichtung ist
bei der Herstellung von Konfekt, Zuckergebäck od. dgl. gegeben. Hierbei werden von
einer Stärkeformmaschine einzeln nacheinander flache Tabletts ausgestoßen, auf welchen
die Konfektstücke geformt wurden. Dieses Formen soll mit einer sehr hohen Geschwindigkeit
erfolgen, um die Herstellungskosten des Konfekts sehr niedrig zu halten.
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Die maximale Arbéitsgeschwindigkeit der benutzten Stärkeformmaschinen
wurde bisher durch die Geschwindigkeit der automatischen Tablettabführung begrenzt.
Zu diesem Zweck sind schon Stapelmaschinen verwendet worden, bei denen die einzeln
ankommenden Tabletts von unten her mit einem auf- und abbewegbaren Tisch in ein
aus Pfosten gebildetes Magazin an zurückziehbaren Tabletthaltern vorbei zur Stapelbildung
eingeführt werden. Das Aufstapeln der Tabletts mit dieser Vorrichtung erfolgt sehr
schnell. Umständlich wie zeitraubend und somit bestimmend für die Arbeitsgeschwindigkeit
der Formmaschine ist jedoch der Abtransport von Tablettstapeln von obenher aus dem
Magazin.
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Andere bekannte Stapeleinrichtungen bestehen aus einem Umlaufförderer
mit Auswerfer, der die einzeln ankommenden Tabletts anhebt, von obenher unter Bildung
eines Stapels auf Paletten ablegt und die gefüllten Paletten ausschiebt.
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Wenn ein Tablettstapel auf einer Palette gebildet worden ist, muß
diese aus der StapeIeinrichtung ausgeschoben werden. Weiter ist es aber notwendig,
daß die Formmaschine kontinuierlich arbeitet, so daß die mit Tabletts beladene Palette
innerhalb der Zeitspanne abgegeben werden muß, die der Ausstoßzeit zweier aufeinanderfolgender
Tabletts aus der Formmaschine entspricht.
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Die Paletten mit aus 40 oder 50 Tabletts bestehenden Stapeln können
aber nur mit einer verhältnismäßig geringen Geschwindigkeit aus der Stapeleinrichtung
befördert werden, weil bei zu hoher Geschwindigkeit die Stapel kippen oder die einzelnen
Tabletts im Stapel in ihrer genauen Ausrichtung zueinander verschoben werden könnten.
Somit wird die Arbeitsgeschwindigkeit der Formmaschine im wesentlichen nicht von
der Zeit begrenzt, die zum Aufstapeln einzeln von ihr abgegebener Tabletts erforderlich
ist, sondern vielmehr von der Zeit, die zum Ausschieben einer mit Tabletts beladenen
Palette aus der Stapeleinrichtung benötigt wird.
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Aufgabe der Erfindung ist es nun, eine Vorrichtung zu schaffen, mit
der trotz weiterhin begrenzter Ausschiebegeschwindigkeit der Tablettstapel aus der
Stapeleinrichtung die Arbeitsgeschwindigkeit der Formmaschine gesteigert werden
kann.
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Erfindungsgemäß wird dies erreicht mit einer Vorrichtung zum Stapeln
einzeln ankommender Gegenstände auf Paletten, die gekennzeichnet ist durch die Anordnung
einer an sich bekannten Einrichtung zum Stapeln einzeln ankommender Gegenstände
von unten her, zur Bildung eines Teilstapels am Eingang eines an sich bekannten
Umlaufförderers mit von unten her fassenden Greifern sowie mit einer Ausschiebevorrichtung,
zur Erfassung eines Teilstapels und zur Herstellung eines aus aufeinandergeschichteten
Teilstapeln bestehenden kompletten Stapels
und zum seitwärts Abschieben des kompletten
Stapels. Dabei kann die Ausschiebevorrichtung vorzugsweise Mittel zum Einstellen
einer leeren Palette unter den von der Maschine aufzuschichtenden Teilstapeln umfassen.
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In einer bevorzugten Ausführungsform besteht die Ausschiebevorrichtung
aus einem hin- und herbeweglichen Schieberahmen, mindestens einer sich in Längsrichtung
durch die Maschine in Bodennähe oder am Boden entlang erstreckenden und zusammen
mit dem Schieberahmen beweglichen Palettenschubstange, unbeweglichen Gleitschienen
für die paletten und/oder Gegenstandsstapel, mehreren im Abstand an der Palettenübertragungsstange
angeordneten Schubklinken und mehreren an den Gleitschienen im Abstand zueinander
angeordneten Einwegklinken zur Begrenzung der aufeinanderfolgenden Stellungen der
Paletten und/oder Gegenstandsstapel.
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Ferner kann zum Transport von mindestens zwei Gegenständen von der
Einrichtung zum Stapeln einzeln ankommender Gegenstände zu der Ausschiebevorrichtung
der Umlaufförderer in an sich bekannter Weise aus zwei über im Abstand zueinander
angeordnete, koaxiale Kettenräder laufenden Förderketten mit mindestens je einem
Träger bestehen, wobei die Träger horizontal miteinander fluchten.
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Hierbei hat es sich bewährt, daß ein Träger aus einer schwenkbar
an der zugeordneten Förderkette angelenkten Rückenplatte, einem U-förmigen Haken
mit im wesentlichen senkrechten Armen und einem vorspringenden Tabletthubflansch,
mindestens einem Paar paralleler Lenker zum Abstützen des Hakens gegen die Ruckenplatte
und einen Rniehebelmechanismus mit zwei stabilen Endstellungen zum Transport oder
zum Abgeben der Teilstapel besteht.
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Bei einer möglichen Ausführungsform kann die erfindungsgemäße Vorrichtung
eine Antriebseinrichtung mit Eintourenkupplung und einen auf die Höhe des gebildeten
Stapels ansprechenden Kupplungsauslöser umfassen.
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Es ist vorteilhaft, wenn die Einrichtung zum Stapeln einzeln ankommender
Gegenstände in an sich bekannter Weise aus ein Magazin bildenden Pfosten, zurückziehbaren
Tabletthaltern und aus einem auf-und abbewegbaren Tisch zum Einführen einzeln ankommender
Gegenstände an den Tabletthaltern vorbei in das Magazin besteht.
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Eine beispielhafte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Stapeln von einzeln ankommenden Gegenständen auf Paletten wird noch an Hand
der Zeichnungen beschrieben. Es stellt dar Fig. 1 eine halbschematische Vorderansicht
der Stapelmaschine nach der Erfindung, F i g. 2 eine halbschematische Seitenansicht
der Maschine der Fig. 1, F i g. 3 eine halbschematische Draufsicht entlang der Linie
3-3 in Fig. 1, F i g. 4 einen halbschematischen Schnitt entlang der Linie 4-4 in
Fig. 1, F i g. 5 einen halbschematischen Schnitt in Draufsicht entlang der Linie
5-5 in F i g. 1, F i g. 6 einen Detailschnitt entlang der Linie 6-6 in F i g. 5
in vergrößertem Maßstab, F i g. 7 eine vergrößerte Teilansicht der F i g. 5, die
in F i g. 5 mit gestrichelten Linien eingerahmt und mit 7 bezeichnet ist, F i g.
8 einen halbschematischen Schnitt in Draufsicht entlang der Linie 8-8 in F 1 g.
2,
F i g. 9 eine schematische Draufsicht zur Darstellung der Antriebsübertragung
der Maschine nach Fig. 1, Fig. 10 eine vergrößerte Vorderansicht eines Trägers,
der einen Teil des Umlaufförderers der Maschine gemäß F i g. 1 ist, wobei der Träger
mehrere Tabletts trägt, F i g. 11 eine Seitenansicht des Trägers der F i g. 10 in
Richtung der Pfeile 11 in vergrößertem Maßstab, F i g. 12 eine der F i g. 10 entsprechende
Ansicht, in der der Träger der F i g. 10 sich in seiner zurückgezogenen Stellung
befindet, in der er nicht im Gebrauch ist, Fig. 13 eine Teilansicht eines elastisch
befestigten Tabletthalters, der einen Teil der Annahmeeinrichtung der Maschine gemäß
F i g. 1 dargestellt und in vergrößertem Maßstab gezeigt ist, F i g. 14 eine vergrößerte
Teilansicht einer Kupplung und eines Teiles eines Kupplungsauslösers als Teile der
Maschine der Fig. 1, Fig. 15 eine teilweise geschnittene Ansicht der Kupplung und
ihres Auslösers gemäß Fig. 14 entlang der Linie 15-15 in Fig. 14, Fig. 16 eine der
Fig. 14 entsprechende Ansicht, die den Kupplungsauslöser in Betriebsstellung zeigt
und F i g. 17 einen Teilschnitt entlang der Linie 17-17 in Fig. 16.
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Die dargestellte Stapelmaschine kann Tabletts aus einer Konfektformmaschine
annehmen. Die Tabletts sind relativ flach und rechteckig, so daß sie aufeinander
gestapelt werden können. Die Bewegungseinrichtung der dargestellten Maschine kann
gleichzeitig fünf Tabletts bewegen, und dementsprechend kann die Annahmeeinrichtung
der Maschine fünf Tabletts aneinander anpassen; aus diesem Grunde sind in den Zeichnungen
die einzelnen Tabletts bzw. die einzelnen Gruppen von fünf Tabletts gestrichelt
gezeichnet und im übrigen mit den Bezugszeichen 18 versehen, um die Art und Weise
klarzustellen, in der die Tabletts durch die Maschine fortbewegt werden. Die Tablettbezugszeichen
sind durch die Buchstaben in der alphabetischen Reihenfolge A, B, C usw. ergänzt.
Um die aufeinanderfolgenden Stellungen während der Bewegung der Tabletts durch die
Maschine zu zeigen und der Einfachheit der Beschreibung wegen sind die einzelnen
Stellungen im folgenden als die »A-Stellung«, »B-Stellung« usw. bezeichnet.
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Die dargestellte Maschine ist so ausgebildet, daß sie die Tabletts
auf Unterlagen oder Paletten von der Art stapelt, wie sie häufig zum Bewegen eines
Gegenstandes oder mehrerer mittels eines fahrbaren Gabelhubstaplers verwendet werden.
Weiterhin kann der Auswerfer der Maschine solche Unterlagen von einem Förderer od.
dgl. übernehmen, der sich bis zu der Stapelmaschine von der Tablettlademaschine
aus erstreckt. Auch diese Unterlagen sind in den Zeichnungen in gestrichelten Linien
dargestellt und im übrigen mit 19 bezeichnet, wobei die Bezugszeichen durch Buchstaben
in alphabetischer Reihenfolge bezeichnet sind, die denen der Tablettbezugszeichen
entsprechen (mit der Ausnahme des Buchstaben »C«, der fortgelassen worden ist, da
keine Unterlagen-Stellung der Tablett-Stellung » C « entspricht).
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In Kürze beschrieben entspricht bei den Tabletts die »A-Stellung«
der Stellung, in der ein Tablett unmittelbar vor dem Eintritt in die Annahmeein-
richtung
der Stapelmaschine steht, die »B-Stellung« der Stellung, in der die Tabletts in
der Annahmeeinrichtung gegeneinander ausgerichtet sind, die »C-Stellung« ist die
Stellung einer Gruppe von Tabletts, die von der Annahmeeinrichtung weiter zu dem
zu bildenden Stapel bewegt worden ist, die »D-Stellung« entspricht der Stellung
des Stapels, der gebildet wird, und die »E-Stellung« ist die Stellung des Stapels,
wenn dieser aus der Maschine ausgestoßen wird.
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Das Traggerüst der Maschine besteht aus zwei in einem Abstand zueinander
angeordneten Säulen 20 und 21 und aus einer Trennwand22 zwischen den beiden Säulen.
Jede Säule besteht aus einer Platte 23, die sich über die ganze Höhe der Säule erstreckt
und nach innen gerichtete Versteifungsflansche24 aufweist, und aus einer inneren
Platte 25, die sich vom Boden der Säule aus über einen kurzen Abstand nach oben
erstreckt und mit dem inneren Teil der dazu gehörigen Platte 23 am Fuße einer jeden
Säule einen oben offenen Kastenquerschnitt bildet. Es sind Antriebsübertragungseinrichtungen
vorgesehen, um die verschiedenen Teile der Maschine miteinander synchronisiert zu
betreiben, wobei selbstverständlich ist, daß die Stapelmaschine synchron mit der
Formmaschine arbeiten muß, von der die Tabletts 18 übernommen werden und, obwohl
die Synchronisation auf sehr verschiedene Art und Weise vorgenommen werden kann,
wurde diese außerordentlich einfach dadurch erzielt, daß eine mechanische Antriebsverbindung
zwischen der Stapelmaschine und der Konfektformmaschine hergestellt wurde. Somit
kann entsprechend der dargestellten Ausführungsform der Erfindung eine Eingangswelle
26 sich von einem Getriebekasten 27 der Stapelmaschine aus zu der Konfektformmaschine
erstrecken. Die Eingangswelle 26 kann durch Zahnräder oder auf andere Weise mit
der Antriebseinrichtung der Konfektformmaschine verbunden sein.
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Der Getriebekasten 27 verbindet die Eingangswelle 26 mit der Hauptantriebswelle
28, die sich quer durch die Stapelmaschine hindurch erstreckt und an ihren Enden
von geeigneten Lagern zur Reibungsminderung in Lagergehäusen getragen wird, die
in den Platten 23 befestigt sind. Wie später beschrieben werden wird, sind alle
Betriebskomponenten mit der Welle 28 antriebsmäßig verbunden, so daß sie in Einklang
miteinander und mit der Formmaschine arbeiten.
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Die Tablettannahmeeinrichtung der dargestellten Ausführungsform der
Erfindung arbeitet in Verbindung mit einem herkömmlichen Abförderer der Stärkeformmaschine,
der Gleitschienen 30 zum Halten der Tabletts 18 A und hin- und hergehende Stoßelemente,
die nicht dargestellt sind, enthält, die die Tabletts 18 A sicher auf den Gleitschienen
30 in regelmäßigen Zeitabständen verschieben.
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Die Annahmeeinrichtung weist ein Tablettmagazin auf, das aus vier
aufrechtstehenden, im Querschnitt gewinkelten Pfosten 31 besteht, die sicherstellen,
daß die Tabletts 18 B in horizontaler Richtung nicht versetzt werden können, die
jedoch ermöglichen, daß die Tabletts frei fallen oder gehoben werden können, wobei
vier zurückziehbare Tabletthalter 32 (F i g. 13) vorgesehen sind. Die Annahmeeinrichtung
enthält außerdem einen nach oben und unten beweglichen Tisch 33, der die Tablettsl8B
tragen kann.
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Jeder Halter 32 besteht aus einem Vorsprung 34 an dem Arm 35. Jeder
Arm 35 ist mit einem Träger 36 des Förderers 30 mittels eines losen vollständig
hindurchlaufenden Bolzens 37 und einer Druckfeder 38 verbunden. Die Druckfeder38
stellt normalerweise sicher, daß die Vorsprünge 34 mit ihren vorderen Enden unter
ein Tablett 18B greifen, das sich gerade in dem Magazin befindet. Wenn jedoch ein
Tablett von dem Tisch 33 nach oben gehoben wird, müssen die Vorsprünge 34 in die
in unterbrochenen Linien gezeigte Stellung der Fig. 13 zurückgezogen werden, so
daß das Tablett, das gehoben wird, an den Vorsprüngen vorbeibewegt werden kann,
die nachher wieder in ihre Ausgangsstellung zurückkehren.
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Der Tisch 33 kann gehoben und gesenkt werden durch Nocken 39 auf
der Hauptantriebswelle 28, durch schwinghebelartige Nockenfolger 40, die an einer
Schwingwelle 41 vorstehen, und durch ein Parallellenkersystem, das aus einem oberen
schwingenden Lenker 42, einem unteren schwingenden Lenker 43, der fest mit der Schwingwelle
41 verbunden ist, und aus einem senkrechten Verbindungslenker 44 besteht.
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Die Nocken 39 sind so ausgebildet, daß der Tisch 33 bis unter die
Förderschienen 30 fällt, und zwar unmittelbar vor dem Moment, in dem der Förderer
ein Tablett in die »B-Stellung« schiebt, woraufhin der Tisch dieses Tablett hebt,
und zwar zusammen mit irgendwelchen anderen sich bereits in der »B-Stellung« befindenden
Tabletts an den Vorsprüngen 34 zum Festhalten der Tabletts, wenn diese wieder herabfallen.
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Nach jeder fünften Betätigung der Annahmeeinrichtung, wie sie eben
beschrieben wurde, werden die Tabletts 18B zu dem Stapel in die »D-Stellung« der
Stapelmaschine gebracht. Die Stapelmaschine besteht aus einem Umlaufförderer mit
zwei endlosen Bewegungsketten 45, die jeweils über ein Kettenrad 46 mit großem Durchmesser
und ein paar kleinerer Kettenräder 47 laufen.
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Die Kettenräder 46 sind auf einer Hauptkettenradwelle 48 befestigt,
die frei drehbar in reibungsmindernden Lagern läuft, die ihrerseits in Lagergehäusen
49 an entsprechenden Platten 23 befestigt sind.
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Die Kettenräder 47 sitzen auf Achsstummeln50, wobei eines der Kettenräder
47 einer jeden Kette 45 in Antriebsverbindung mit der Antriebswelle 28 über eine
erste Transmissionskette 51 steht, die über Kettenräder 52 läuft, die auf der Welle
28 befestigt sind, bzw. über Kettenräder 53, die fest mit den angetriebenen Kettenrädern
47 verbunden sind.
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Es ist ersichtlich, daß jede t)bertragungskette 45 mit ihrem vorderen
Trumm senkrecht fluchtend in der Mittelebene der Tablettsl8B und mit ihrem hinteren
Trumm senkrecht fluchtend mit der Mittelebene des Stapels 18D verläuft.
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Jede Übertragungskette 45 weist zwei Träger 54 auf.
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Die Träger 54 auf jeder Kette sitzen in gleichem Abstand zueinander
und die Träger der einen Kette 45 fluchten horizontal mit den Trägern der anderen
Kette 45.
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Jedes Trägerpaar 54, das jeweils aus einem Träger einer jeden Kette
besteht, die miteinander fluchten, kann fünf Tabletts 18B aufnehmen, und diese Tabletts
auf den Tablettstapel 18D setzen, und dieser
Vorgang geht automatisch so lange vor
sich, wie Tabletts sich in der »B-Stellung« befinden.
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Jeder Träger 54 besteht aus einer Rückenplatte 55, die schwenkbar
an einer Verankerung 56 befestigt ist, die ihrerseits an einem Lenker der dazugehörenden
Übertragungskette 45 angebracht ist.
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Auf dem größten Teil ihres gerade verlaufenden Bewegungsweges läuft
jede Kette 45 in im wesentlichen kanalförmigen Kettenführungen 57 mit nichtdargestellten
Nuten, die mit Flanschen 58 an den Verankerungen 56 zusammenwirken und die zusammen
mit Hilfsrollen 59 auf jedem Träger 54 sicherstellen, daß während der Auf- und Abwärtsbewegung
des Trägers dieser gezwungen ist, ohne Abweichung von dem im wesentlichen geraden
Weg und ohne ein Verdrehen oder Kippen zu laufen.
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Die Rückenplatte 55 eines jeden Trägers 54 weist Befestigungsflansche
60 auf, die sich paarweise von dem Träger aus erstrecken.
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An den Befestigungsflanschen sind vier zueinander parallele Lenker
61 schwenkbar befestigt, die an ihren anderen Enden an aufrechten Armen von U-förmigen
Haken 62 angelenkt sind, die einen sich von dort aus nach vorn erstreckenden Tabletthubflansch
63 aufweisen. Einer der Lenker 61 hat einen Hebelarm64, der sich in einem Winkel
von dem Lenker aus erstreckt und mit seinem freien Ende schwenkbar an eine Stütze
65 angelenkt ist, die ständig von einer Druckfeder66 in einem Federgehäuse 67 nach
oben gedrückt wird. Die Feder 66, die Stütze 65 und der Arm 64 bilden einen Kniehebel
mit zwei stabilen Stellungen; die eine Stellung ist in F i g. 10 gezeigt, wobei
der Haken zum Tragen der Tabletts vorspringt, während in der anderen in F i g. 12
gezeigten Stellung der Haken zurückgezogen ist. Es sei einmal angenommen, daß die
Haken vorspringen, dann nehmen die Rollenpaare, die mit dem Vordertrum einer jeden
Kette 45 nach oben bewegt werden, die Tablettsl8B auf und tragen sie über die oberen
Rollen 46. Wenn die Trägerpaare 54 sich mit dem hinteren Trum der Ubertragungsketten
45 nach unten bewegen, werden die Tabletts oben auf dem Stapel 18D abgesetzt, und
unmittelbar danach berühren die Hakenfiansche 63 das vor dem Aufsetzen oberste Tablett
in dem Stapel, was bewirkt, daß die Hakenteile sehr schnell in die zurückgezogene
Stellung zurückgeschoben werden, so daß die Träger 54 an den Tablettstapeln 18 D,
ohne diese zu berühren, sich herabbewegen können.
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Wenn die zurückgezogenen Träger sich wieder heben, um einen weiteren
Stapel von fünf Tabletts 18B aufzunehmen, berühren die Rollen 68 an den Hakenteilen
62 des Trägers feste Schlagbolzen 69 an den Kettenführungen 57, wodurch die Haken
in ihre zurückgezogene Stellung geschoben werden.
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Vorzugsweise können nach oben bewegliche Schienen70 über den oberen
Kettenrädern 46 befestigt sein, die von Auslegerarmen 71 festgehalten werden, die
sich von einem senkrechten Verbindungslenker 72 aus erstrecken, die zwei schwenkbare
parallele Lenker 73 miteinander verbinden. Diese Schienen70 dienen zum Festhalten
der Träger 54 bei ihrer Bewegung von einem Kettentrum zu anderen, und vorzugsweise
haben die Träger 54 Paare von Spurrollen 74, die die Schienen 70 berühren.
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Der Auswerfer des Ausführungsbeispieles nach der Erfindung, der jetzt
beschrieben wird, besteht aus einem hin- und herbeweglichen Schieberahmen
75
mit einer Querstange 76 und zwei sich in Längsrichtung erstreckenden Schubstangen
77 für die Palette.
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Die Schubstangen 77 für die Palette erstrecken sich in Maschinenlängsrichtung
und laufen zum Teil in kanalförmigen Gleitschienen 78 die an dem Boden, dem Maschinengrundkörper
oder an der Konfekiformmaschine befestigt sind, für die das Stapel gerät verwendet
wird. Die Gleitschienen 78 sind so aufgebaut, daß die Paletten 19 auf diesen aus
der einen Stellung in die andere gleiten können, während sie durch die Maschine
wandern.
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Die Schubstangen 77 können auf den unteren Flanschen der Gleitschienen
78 laufen, jedoch wird es vorgezogen, daß Schubstangentragrollen 79 vorgesehen sind,
um den Reibwiderstand bei der Bewegung der Schubstangen 77 zu vermindern.
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An den Schubstangen 77 sind in Abständen elastisch befestigte Schubklinken
80 für die Palette vorgesehen.
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Wie am besten aus den F i g. 6 und 7 ersichtlich ist, wurde jede
Schubklinke 80 durch einen Bolzen 81 elastisch befestigt, der sich lose durch eine
Öffnung in der Klinke 80 und einer Druckfeder 82 erstreckt, die auf dem Bolzen 81
sitzt. Die Anordnung ist so getroffen, daß bei einer nach vorn und innen gerichteten
Bewegung der Schubstangen 77 die Klinken 80 die Paletten 19 ergreifen, so daß die
Paletten sich mit den Schubstangen 77 vorwärts bewegen. Beim Rückhub der Schubstangen
77 jedoch schwingen die Klinkern 80 aus, so daß sie an den Paletten 19 vorbeilaufen
können.
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Die folgenden Stellungen der Paletten 19 werden beispielsweise von
mit Schwerkraft arbeitenden Einwegklinken 83 begrenzt, über die die Paletten 19
während ihrer Vorwärtsbewegung wandern und die verhindern, daß die Paletten 19 beim
Rückhub der Schubstangen 77 mit diesen zurücklaufen.
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Aus dem obigen ist ersichtlich, daß der Hub bei der Rückwärtsbewegung
des Schieberahmens etwas größer ist als der Abstand zwischen zwei aufeinander folgenden
Paletten stellungen und daß bei jeder Rahmenumkehr die Paletten und damit die Tabletts,
die sich auf diesen befinden, von einer Stellung in die nächste geschoben werden.
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In den Zeichnungen ist der Schieberahmen 75 so gezeichnet, daß er
seinen Vorwärtshub gerade beginnt.
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Die Rückwärtsbewegung des Schieberahmens 75 wird durch zwei Verbindungsstangen
84 bewirkt, die sich von den entsprechenden Enden der Querstange 76 aus zu den Verankerungen
der Antriebsketten 85 des Schieberahmens erstrecken, die über die Kettenräder 86
bzw. 87 laufen. Die Kettenräder 86 sind fest mit drehbaren Achsstummeln 88 verbunden;
die Kettenräder 87 können in entsprechender Weise befestigt sein oder aber sie sind
an festen Achsen frei drehbar. Die Antriebsketten 85 werden ihrerseits von einer
Antriebstransmission getrieben, die diese mit der Hauptantriebswelle 28 verbindet,
wobei eine Eintourenkupplung 89 vorgesehen ist. Eine solche Kupplung löst das von
ihr angetriebene Element automatisch von dem Antriebselement bei der Vollendung
einer einzigen Umdrehung nach dem Fassen der Kupplung, wobei die Kupplung von einem
Auslöser oder einer anderen Kupplungsbetätigungseinrichtung in Tätigkeit gesetzt
wird.
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Solche Kupplungsauslöser stellen sicher, daß, so-
bald ein Tablettstapel
18D seine vorbestimmte maximale Höhe erreicht, die Kupplung 89 faßt, und zwar genügend
lang, um eine vollständige Umdrehung der Antriebskette 85 zu bewirken.
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Die Kupplung 89 enthält ein als Kettenrad ausgebildetes Antriebselement
90, das frei auf einer Kupplungstragwelle 91 drehbar ist und ständig durch eine
zweite Kettentrausmission 92 a in Antriebsverbindung mit einem Kettenrad 93 a auf
der Hauptantriebswelle 28 steht. Die Kupplung 89 hat ein als Kettenrad ausgebildetes
getriebenes Element 92, das fest auf einer rotierenden Welle 91 sitzt und mittels
einer dritten Kettentransmission 93 mit einem Kettenrad 94 verbunden ist, welches
fest mit dem Achsstummel des einen Kettenrades 86 verbunden ist.
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Am Ende der Kupplungsträgerwelle 91 auf der von der Kupplung 89 abgelegenen
Seite ist ein Kettenrad 95, das dem von der Kupplung getriebenen Element 92 entspricht,
mittels einer fünften Transmissionskette 96 mit einem Kettenrad 97 verbunden, das
mit dem anderen Kettenrad 86 verbunden ist. Wenn nun das treibende und getriebene
Element der Kupplung 89 miteinander gekuppelt werden, werden beide Antriebsketten
85 des Schieberahmens mit der Hauptantriebswelle 28 verbunden.
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Eine Zugstange 98 erstreckt sich von einem Arm 99 aus nach unten,
der fest mit einer Schwenkwelle 100 eines Auslösehebels 101 verbunden ist. Das vordere
Ende des AuslösehebelslO1, das sich neben dem hinteren Trum der näheren Transmissionskette
45 befindet, ist so angeordnet, daß es von der Rolle 68 des Trägers 54 angestoßen
und nach unten bewegt wird, wenn der Träger an dem Auslösehebel 101 vorbeiläuft
und sich dieser in seiner zurückgezogenen Stellung befindet Wenn der Träger nicht
zurückgezogen ist, während er an dem Auslösehebel 101 vorbeiläuft, läuft seine Rolle
68 an dem Auslösehebel 101 vorbei. Auf diese Weise erreicht der Tablettstapel 18D
eine genügende Höhe, so daß die-Tabletts eines Trägers 54 oben aufgesetzt werden,
bevor die Trägerrolle 68 den Auslösehebel 101 erreicht, wobei die Zugstange 98 nach
oben bewegt wird, wenn der Träger vorbeiläuft. Diese Aufwärtsbewegung der Zugstange
98 betätigt die übrigen Teile des Kupplungsauslösers, um die Kupplung einzuschalten.
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Die Aufwärtsbewegung der Zugstange 98 wird auf das eine Ende eines
Winkelhebels 102 übertragen, und auf Grund der Wirkung eines Steuerhebels 103 bewegt
sich das entgegengesetzte Ende des Winkelhebels 102 nach unten und nach links in
den Fig. 14 und 16, und auf diese Weise schwingt ein schwenkbar befestigter Kupplungsauslösehebel
104 aus dem Bereich einer Kupplungsstoßstange 105.
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Wenn der Kupplungsfreigabehebel 104 aus dem Bereich der Kupplungsstoßstange
105 geschwenkt ist, kann ein Sperrstift 106 von einem federbelasteten Schwenkarm
107 verschoben werden, so daß er die Kupplungsstoßstange 105 teilweise versetzt,
wenn die Stoßstange 105 und der Sperrstift 106 koaxial miteinander fluchten. In
diesem Moment erstreckt sich der Sperrstift 106 von dem treibenden Element 90 in
das getriebene Element 92. Wenn also der Kupplungsfreigabehebel 104 beiseite geschwenkt
wird, wird das treibende Element 90 mit dem getriebenen Element fest verbunden,
sobald der Sperrstift 106 zufällig zum axialen Fluchten mit der Kupplungsstoßstange
105 kommt. Es ist nur eine einzige Kupplungsstoßstangel
05 vorgesehen,
vorzugsweise können jedoch zwei, drei oder mehr Sperrstifte 106 verwendet werden,
die jeweils einem Schwenkarm 107 zugeordnet sind, die rund um das treibende Element
90 herum in gleichen Abständen angeordnet sind.
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Gemäß anderen Ausführungsformen der Erfindung genügt eine einzige
Umdrehung der Kupplung für eine Umkehr des Schieberahmens; bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel der Erfindung jedoch sind die Größen der verschiedenen Kettenräder
in dem Antriebsmechanismus so gewählt, daß zwei Umdrehungen der Kupplung89 für diesen
Zweck benötigt werden. Darum ist eine unter ihrem Eigengewicht betätigte Falle 108
vorgesehen, die, wenn der Kupplungslösehebel 104 beiseite geschwenkt ist, wie oben
erwähnt wurde, herunterfällt und einen AnschlaglOB an einem ArmllO ergreift, der
sich von dem Lösehebel 104 aus erstreckt, wodurch der Lösehebel außerhalb des Bewegungsweges
der Kupplungsstoßstange 105 gehalten wird. Kurz nach Beginn des Rückhubes des Schieberahmens
75 bewegt sich ein Finger 111 (F i g. 16) an einer der Verbindungsstangen 84 unter
eine Rolle 112 an der Falle 108 und hebt die Falle von dem Anschlag 109 ab, so daß
der Lösehebel 104 in seine Ausgangsstellung zurückschwingen kann. In diesem Moment
hat die Kupplung ihre zweite Umdrehung begonnen, an deren Ende die Stoßstange 105
eine schräge Fläche an dem Lösehebel 104 berührt und in das getriebene Element 92
hineinbewegt wird, so daß dieses von dem treibenden Element 90 freigegeben wird.
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Das dargestellte Ausführungsbeispiel der Erfindung sieht eine ausschließlich
mechanische Einrichtung vor, um die dargestellten Arbeitsgänge der einzelnen Komponenten
der Maschine zu bewirken, jedoch kann selbstverständlich auch eine elektrische oder
pneumatische Steuerungseinrichtung herkömmlicher Art verwendet werden, um die Bewegungen
der verschiedenen Komponenten in der notwendigen Reihenfolge durchzuführen.
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Beispielsweise könnte die Eintourenkupplung von einem Solenoid betätigt
sein, und zwar in geeigneter Weise angeordnete Grenzschalter oder Endschalter, mit
denen abgetastet werden kann, wenn sich ein Träger in einer bestimmten Höhe in seiner
zurückgezogenen Stellung befindet. Die Kupplung kann auch pneumatisch durch ein
Ventil betätigt werden, das diese Bedingungen abtasten kann. Die Bewegungseinrichtung
kann jede geeignete Form haben; so kann z. B. die endlose Kette mit ihren Rollen
durch ein paar von großen »Ferris-Rädern« mit Trägern, die an ihren Umfängen befestigt
sind, ersetzt werden.
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Schließlich kann auch der Auswerfer und/oder die Annahmeeinrichtung
elektrisch oder pneumatisch betätigt werden, und zwar durch eine unter der Steuerung
der Maschine, von der die Gegenstände ausgehen, stehende Betätigungseinrichtung.