DE1285080B - Waessrige UEberzugsmitteldispersionen fuer das Flammspritzverfahren - Google Patents
Waessrige UEberzugsmitteldispersionen fuer das FlammspritzverfahrenInfo
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Classifications
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Description
- Es ist bekannt, Anstrich- und überzugsmittel der verschiedensten Art in Form von Emulsionen bzw. Dispersionen anzuwenden. Vielfach läßt die Wasserbeständigkeit der mit Hilfe solcher Mittel erhaltenen Überzüge zu wünschen übrig, insbesondere wenn der zur Herstellung einer Emulsion bzw. Dispersion angewandte Emulgator unter der Einwirkung von Feuchtigkeit wieder wirksam wird, welcher der aus der Emulsion erhaltene Überzug ausgesetzt ist.
- Flammgespritzte Emulsionen und Dispersionen bei denen der Emulgator aus üblichen flüchtigen oder hitzezerstörbaren Verbindungen besteht, die nach der Beseitigung der Emulgierwirkung derselben aus den dispergierten Teilchen eine Schicht bilden, sind gleichfalls bekannt, da _ diese auch kaltanwendbar sind.
- Zum Stand der Technik gehört auch .bereits seit längerem die Schichtbildung von epoxydgruppenhaltigen Harzen mit Aminen bzw. Amingruppen enthaltenden Stoffen wie z. B. Polyamiden als Härter. Diese Systeme werden gelöst oder lösungsmittelfrei z. B. im Korrosionsschutz angewendet. Sie sind auch als Emulsionen bekannt, wobei übliche Emulgatoren wie z. B. Methylzellulose Verwendung finden. Auch das System Polyester-Peroxyd-Amin wird bereits in gleicher Art eingesetzt. In keinem Fall sind aber Reaktionsteilnehmer des Schichtbildungsvorganges als Emulgatoren in wäßrigen Dispersionen oder Emulsionen bisher verwendet worden.
- Es wurde nun gefunden, daß mittels Flammspritzverfahren aus Dispersionen und Emulsionen weitgehend wasser= sowie chemikalien- und temperaturbeständige Überzüge .:hergestellt werden können, wenn Emulgatoren herangezogen werden, die unter der Einwirkung der beim Flammspritzen zugeführten Wärmemengen bzw. bei den dabei auftretenden Temperaturen mit den schichtbildenden Harzen chemisch reagieren und vorzugsweise mit in die Beschichtung gebunden eingebaut werden.
- Diese Emulgatoren wie Aminderivate, amingruppenhaltige Stoffe (wie z. B. Polyamide u. ä.) verbinden sich nach dem Verflüchtigen der Dispersions- bzw. Emulsionsträger - vorzugsweise Wasser - mit einem oder mehreren der dispergierten oder emulgierten Schichtbildner im Rahmen einer chemischen Reaktion, beispielsweise Polymerisation oder Vernetzung, bzw. beeinflussen eine derartige Reaktion, wobei sie in die entstehende Schicht mit eingebaut werden.
- Eine Kombination verschiedener Harze und ihrer Reaktionspartner bei der Schichtbildung nebeneinander, sowie mit den verschiedensten Füllstoffen ist, wie aus der Beschichtungstechnik hinlänglich bekannt, auch hier möglich.
- Als Beispiel sei eine Polyester-Dispersion angeführt, deren Härtung in üblicher Weise mit Aminen beschleunigt wird, wobei ein oder mehrere Amine als Emulgatoren herangezogen- werden (z.=B@-Polyamide). Die Herstellung erfolgt in- der -technisch üblichen Weise.
- Emulgatoren dieser Art werden, soweit sie sich nicht im Rahmen des chemischen Schichtbildungsvorganges verbrauchen und darüber hinaus im überschuß vorliegen, bei der beim Flammspritzverfahren herrschenden Temperatur zerstört bzw. verdampft.
- Die Erfindung zeigt daher die Möglichkeit auf, Dispersionen und Emulsionen zu schaffen, die es gestatten, auf eine nicht zu erwartende Weise reaktive Stoffe, wie Polyester, Epoxyde usw., mit ihren Reaktionspartnern oder Katalysatoren, wie Aminen, Polyamiden, Peroxyden usw. in Wasser als Trägermedium über die bisherigen Topfzeiten nebeneinander bestehen zu lassen. Die Schichtbildung läuft nach Aufbringen durch Flammspritzen und Entfernung des Dispersionsträgers dann mit hoher Schnelligkeit ab. Durch die Verwendung von inerten Mittels wie z. B. Wasser als Dispersions- oder Emulsionsträger kann die Verarbeitung erheblich verbilligt und weitgehend ungefährlich gemacht werden.
- Erst die Entfernung des Dispersionsträgers führt die reaktiven Teilchen in der erforderlichen Form zusammen und leitet die Härtungsreaktion ein. Der im Emulsionsträger als Emulgator enthaltene aktive Teil kann, solange die Emulsion besteht, bestenfalls die äußeren reaktionsfähigen Stellen der emulgierten Teilchen des Reaktionspartners angreifen. Erst nach Entfernung des Emulsionsträgers entsteht eine übliche Vermischung und damit die Voraussetzung für das normale Einsetzen der Reaktion, gegebenenfalls beschleunigt durch weitere Zufuhr von Wärme durch den Flammspritzvorgang. Beispiel Ein flüssiges Epoxyd üblicher Art wird entsprechend der vorliegenden Menge Polyamid (im stöchiometrischem Verhältnis), die sich aus der Epoxyd und Aminzahl ergibt, durch das-Polyamid in eine wäßrige Dispersion übergeführt. Das Einrühren erfolgt in der üblichen Art unter Verwendung eines hochtourigen Rührwerkes, wie sie zur Herstellung von Emulsionen und Dispersionen Verwendung finden. Zusätzliche Füllmittel können nachträglich eingerührt werden.
- Es lassen sich auch selbstverständlich Kombinationen mit anderen Kunst- und Naturharzen verschiedenster Härtungssysteme herstellen.
- Das Verfahren zur Aufbringung der erfindungsgemäßen Dispersionen und Emulsionen ermöglicht deren Einsatz z. B. für Schalldämmungsmittel im Karosseriebau, da durch die chemisch beständige Schicht eine Anlösung eventuell noch vorhandener Emulgatoren beim Durchgang der Blechteile durch die Bäder der Anlage verhindert wird.
- Es muß selbstverständlich immer soweit Wärme zugeführt werden, daß die Reaktion wie gewünscht abläuft.
- Die Zufuhr der für den Abtransport des restlichen Trägermittels aus der Schicht erforderlichen Gasmenge sowie die Zufuhr der nötigen Wärmemenge kann natürlich auch flammenlos erfolgen.
Claims (1)
- Patentansprüche: 1. überzugsmittel zur Herstellung von Schichten durch Flammspritzen auf der Grundlage von wäßrigen Filmbildnerdispersionen, gekennzeichnet durch einen Gehalt an in der Hitze reaktiven Harzen und damit reagierenden Aminderivaten als Emulgatoren. 2. überzugsmittel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Polyestern als reaktiven Harzen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC13396A DE1285080B (de) | 1956-07-21 | 1956-07-21 | Waessrige UEberzugsmitteldispersionen fuer das Flammspritzverfahren |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1285080B true DE1285080B (de) | 1968-12-12 |
Family
ID=7015420
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEC13396A Pending DE1285080B (de) | 1956-07-21 | 1956-07-21 | Waessrige UEberzugsmitteldispersionen fuer das Flammspritzverfahren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1285080B (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH269269A (de) * | 1948-06-03 | 1950-06-30 | Andre Dr Schaerer | Verfahren zur Herstellung festhaftender homogener Überzüge aus hochmolekularen Stoffen auf Metallen, Mauerwerk, Papier und andern Unterlagen. |
| DE859954C (de) * | 1944-06-04 | 1952-12-18 | Roehm & Haas G M B H | Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Salzen carboxylgruppenhaltiger Polymerisate in Pulverform |
| DE879019C (de) * | 1944-09-30 | 1953-06-08 | Hoechst Ag | Verfahren zur Herstellung von Polymerisat-Emulsionen |
| AT177195B (de) * | 1952-04-18 | 1954-01-11 | Robert Entmayr | Verfahren zur Verbesserung der Wasserfestigkeit von aus wässerigen Kunststoffdispersionen erhaltenen Schichten |
-
1956
- 1956-07-21 DE DEC13396A patent/DE1285080B/de active Pending
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE859954C (de) * | 1944-06-04 | 1952-12-18 | Roehm & Haas G M B H | Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Salzen carboxylgruppenhaltiger Polymerisate in Pulverform |
| DE879019C (de) * | 1944-09-30 | 1953-06-08 | Hoechst Ag | Verfahren zur Herstellung von Polymerisat-Emulsionen |
| CH269269A (de) * | 1948-06-03 | 1950-06-30 | Andre Dr Schaerer | Verfahren zur Herstellung festhaftender homogener Überzüge aus hochmolekularen Stoffen auf Metallen, Mauerwerk, Papier und andern Unterlagen. |
| AT177195B (de) * | 1952-04-18 | 1954-01-11 | Robert Entmayr | Verfahren zur Verbesserung der Wasserfestigkeit von aus wässerigen Kunststoffdispersionen erhaltenen Schichten |
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