DE1284725B - Scheibenbremse oder -kupplung - Google Patents
Scheibenbremse oder -kupplungInfo
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Description
- Es sind Scheibenbremsen und -kupplungen bekannt, bei denen eine drehbare Reibscheibe zwischen zwei nicht drehbaren Reibscheiben angeordnet ist, von denen wenigstens eine axial beweglich ist. Ferner ist es bekannt, in durchgehenden Löchern der drehbaren Reibscheibe axial bewegliche Reibeleinente anzuordnen. Diese Reibelemente haben dabei eine Länge, die größer als die Dicke der drehbaren Reibscheibe ist. Beim Bremsen werden z. B. die nichtdrehbaren Reibscheiben oder eine von diesen gegen die auf beiden Seiten der drehbaren Reibscheibe herausragenden Reibelemente gedrückt, und die drehbare Reibscheibe wird von den beiden nicht drehbaren Reibscheiben festgehalten.
- Normalerweise werden die nichtdrehbaren Reibscheiben durch Federn -gegeneinander gepreßt, uni eine Bremsung der drehbaren Reibscheibe oder ein Zusammenkuppeln aller drei Reibscheiben zu einer rotierenden Einheit zu erreichen. Beim Auskuppeln der drehbaren Reibscheibe von den beiden anderen Reibscheiben werden diese gewöhnlich von der drehbaren Reibscheibe durch die Einwirkung eines Magneten freigemacht. Es hat sich dabei gezeigt, daß die axial beweglichen Reibelemente, auch nachdem der Druck auf die drehbare Scheibe nachgelassen hat, weiterhin an einer der beiden anderen Scheiben schleifen. Dies kann besonders dann, wenn die Anordnung als Scheibenbremse bei Motoren mit hoher Drehzahl, z. B. bei Aufzugwinden, verwendet wird, große Nachteile haben, unter anderem hohe Leistungsverluste, unnötigen Verschleiß der Reibelemente und starkes Geräusch.
- Die Erfindung betrifft eine Scheibenbremse oder -kupplung der angegebenen Art, bei der die genannten Nachteile vermieden sind. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, -daß die Mantelflächen der Löcher in der drehbaren Reibscheibe und der Reibelemente einen solchen Winkel miteinander bilden, daß bei ausgeschalteter Bremse oder Kupplung die Reibflächen der Reibelemente einen spitzen Winkel mit den Reibflächen der nicht drehbaren Reibscheiben bilden. Dies bedeutet also, daß die Reibelemente sich auf Grund ihrer eigenen Form oder der Ausbildung der Löcher schräg im Verhältnis zu den Reibflächen der umgebenden Reibscheiben stellen, wenn die die Reibelemente tragende Reibscheibe zu rotieren be- ginnt. Man erreicht so, daß höchstens eine Kante der Reibelemente an einer der stillstehenden Reibscheiben schleift. Dies bedeutet , daß die-Reibverluste bei Freilauf auf einen Bruchteil der früheren Werte herabgesetzt werden.
- Aus herstellungstechnischen Gründen werden die Reibelemente vorteilhaft zylindrisch - ausgebildet; in diesem Fall wird eine erfindungsgemäße Anordnung am einfachsten dadurch erhalten, daß man die Zylinder in konischen Löchern der drehbaren Reibscheibe anbringt. In gewissen Fällen kann es jedoch einfacher sein ' eine erfindungsgemäße Anordnung zu schaffen, indem man zylindrische Löcher in der drehbaren Reibscheibe vorsieht und kegelstumpfförmige Reibelemente verwendet.
- Die Erfindung ist im folgenden an Hand der Zeichnung beschrieben, die eine Ausführungsform der Erfindung darstellt. In der Zeichnung zeigt F i g. 1 eine Scheibenbremse in Bremslage, F i g. 2 dieselbe Scheibenbremse, mit freigegebener und sich drehender Scheibe und F i g. 3 die drehbare Reibscheibe von der Seite ge#chen.
- In F i g. 1 bezeichnen 1 und 2 nichtdrehbare Reibscheiben. Die Reibscheibe 2 ist in axialer Richtung beweglich und wird von den Federn 3 in Richtung gegen die feste Reibscheibe 1 gepreßt. Mit 4 ist ein Elektromagnet bezeichnet, der in erregtem Zustand die Reibscheibe 2 gegen den Druck der Federn 3 anzieht. Zwischen den Reibscheiben 1 und 2 ist eine drehbare Reibscheibe 5 auf einer Welle 6 angeord-.net. In der Reibscheibe 5 sind mehrere konische Löcher 7 vorgesehen. In diesen Löchern sind Reibelemente 8 angeordnet. Die Reibelemente sind zylindrisch.
- Die Anordnung wirkt wie folgt. In F i g. 1 ist der Magnet 4 entregt und hat somit die Reibscheibe 2 freigegeben, die von den Federn 3 gegen die, Reibelemente 8 gepreßt wird. Die Scheibe 5 wird dabei bis zum Stillstand abgebremst und dann zwischen den Reibscheiben 1 und 2 festgehalten, solange der Bremsdruck auf die Reibelemente noch besteht. Während dieser ganzen Zeit sind die Reibflächen der Reibelemente, wie aus der Figur ersichtlich ist, parallel mit den Reibflächen der Reibscheiben 1 und 2. Dagegen sind die Mantelflächen der Reibelemente und der konischen Löcher nicht parallel, sondern bilden einen spitzen Winkel miteinander. - In F i g. 2 ist der Elektromagnet 4 erregt und zieht dabei die Reibscheibe 2 an, so daß der Bremsdruck auf das Reibelement 8 der dazwischenliegenden Scheibe 5 nachläßt. Die Scheibe 5 läuft weiter'mit der Welle 6 um. Diese Rotation hat zur Folge, daß die Reibelemente durch die Fliehkraft nach außen bewegt werden. Sie stellen sich dabei parallel zu den konischen Flächen der Öffnungen 7, und ihre Reibflächen bilden einen spitzen Winkel mit den Reibscheiben 1 und 2. In dieser Weise wird, wie aus F i g. 2 hervorgeht, erreicht, daß höchstens eine schmale Kante der Reibelemente 8 an einer der Reibscheiben 1 oder 2 schleift.
- Wie aus der Beschreibungseinleitung hervorgeht, kann eine erfindungsgemäße Anordnung in mehreren Weisen geschaffen werden, entweder indem man den Löchern, in denen die Reibelemente 8 angeordnet sind, verschiedene Formen -gibt oder indem man die Mantelflächen der Reibeleinente in einer speziellen Weise ausbildet. Die Hauptsache ist, daß die Mantelflächen der Löcher und Reibelemente, die bei der Rotation gegeneinander gepreßt werden, während des Abbremsens der drehbaren Scheibe einen Winkel miteinander bilden.
Claims (1)
- Patentansprüche: 1. Scheibenbremse oder -kupplung, deren drehbare Reibscheibe zwischen zwei nicht drehbaren Reibscheiben, von denen wenigstens eine axial beweglich ist, angeordnet ist und Reibelemente trägt, die in Löchern der Scheibe axial beweglich angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Mantelflächen der Löcher(7) in der drehbaren Reibscheibe(5) und der Reibelemente(8) einen solchen Winkel miteinander bilden, daß bei ausgeschalteter Bremse oder Kupplung die Reibflächen der Reibelemente(8) einen spitzen Winkel mit den Reibflächen der nichtdrehbaren Reibscheiben bilden. 2. Bremse oder Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher (7) konisch und Reibelemente (8) zylindrisch sind. 3. Bremse oder Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher (7) zylindrisch und die Reibelemente (8) kegelstumpfförmig sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE15516/66D SE333663B (de) | 1966-11-14 | 1966-11-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1284725B true DE1284725B (de) | 1968-12-05 |
Family
ID=59061695
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA57256A Pending DE1284725B (de) | 1966-11-14 | 1967-11-02 | Scheibenbremse oder -kupplung |
Country Status (6)
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| GB (1) | GB1194740A (de) |
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Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10038490A1 (de) * | 2000-08-08 | 2002-02-21 | Wabco Gmbh & Co Ohg | Vollscheibenbremse für Straßenfahrzeuge |
| DE102007014654A1 (de) * | 2007-03-27 | 2008-10-09 | Bubenzer Bremsen Gerhard Bubenzer Ing. Gmbh | Bremsscheibenanordnung |
| AT524818A1 (de) * | 2021-02-23 | 2022-09-15 | Trumpf Maschinen Austria Gmbh & Co Kg | Verfahren und Vorrichtung zum Umformen eines Werkstückes |
| AT524801A1 (de) * | 2021-02-23 | 2022-09-15 | Trumpf Maschinen Austria Gmbh & Co Kg | Elektromechanischer Spindelantrieb |
-
1966
- 1966-11-14 SE SE15516/66D patent/SE333663B/xx unknown
-
1967
- 1967-11-02 DE DEA57256A patent/DE1284725B/de active Pending
- 1967-11-04 NO NO170402A patent/NO118017B/no unknown
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- 1967-11-13 GB GB51434/67A patent/GB1194740A/en not_active Expired
- 1967-11-13 ES ES347108A patent/ES347108A1/es not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
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| AT524801B1 (de) * | 2021-02-23 | 2022-11-15 | Trumpf Maschinen Austria Gmbh & Co Kg | Elektromechanischer Spindelantrieb |
| AT524818B1 (de) * | 2021-02-23 | 2023-01-15 | Trumpf Maschinen Austria Gmbh & Co Kg | Verfahren und Vorrichtung zum Umformen eines Werkstückes |
| US12523268B2 (en) | 2021-02-23 | 2026-01-13 | Trumpf Maschinen Austria Gmbh & Co. Kg. | Electromechanical drive |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| SE333663B (de) | 1971-03-22 |
| DK118983B (da) | 1970-10-26 |
| ES347108A1 (es) | 1969-01-01 |
| GB1194740A (en) | 1970-06-10 |
| NO118017B (de) | 1969-10-20 |
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