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Die Erfindung betrifft einen Zeigerwerksantrieb mit einem angetriebenen
hin- und hergehenden Gangregler, der einen hin- und herschwingenden Anker antreibt,
der über ein mechanisches Antriebselement auf ein den Antrieb an die Zeiger weitergebendes
Schaltrad wirkt und dieses jeweils um vorbestimmte Schaltschritte weiterschaltet,
wobei sowohl der Anker als auch das Schaltrad in der jeweiligen Schrittstellung
arretierbar sind und je Schaltschritt entsprechend einer Zahnteilung des
Schaltrades ein einziger und eitistückiger Perinanentmagnet vorgesehen ist, der
. durch mindestens mittelbare magnetische Einwirkung sowohl den Anker als
auch das S#haftrad arretiert nach Patentannieldung U9367".-1,Xb 3b (deutsche Ausleger
.- . W8
schrift 1244 665).
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Bei dieser Ausbildunk eines Zeigerwerksantriebes erfolgt die Fortschaltung
des Schaltrades nicht durch ein auf dem Anker befestigtes starres Schaltglied unmittelbar.
Vielmehr ist auf dem Anker eine Feder vorgesehen, die in der einen Richtung ein
Weiterschalten des Schaltrades um einen Teilschritt bewirkt, worauf dann der Permanentmagnet
die Restschaltung des Schaltschrittes übernimmt. Bei dieser letzteren Bewegung gleitet
die Feder über einen Zahn hinweg und springt dann in die nächstfolgende Zahnlücke
ein, so daß sie dann bei der nächsten Schaltung auf den nachfolgenden Zahn einwirken
kann. Eine derartige Gleitbewegung einer Feder ist nicht vorteilhaft, weil sowohl
an der Feder als auch an den Schaltradzähnen durch Reibung im Laufe der Zeit ein
unvermeidlicher Verschleißd auftritt, wodurch die Funktionssicherheit der Einrichtung
leidet.
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Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die Weiterschaltung
des Schaltrades im wesentlichen ohne Reibung der sich bewegenden Teile aneinander
durchzuführen. Diese Aufgabe wird bei dem eingangs erwähnten Zeigerwerksantrieb
gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß in der einen ersten Schrittendstellung das
Schaltrad lediglich durch den Permanentmagneten arretiert und- der Anker direkt
durch den Perinahän'tinagneten gegen einen ersten festen Anschlag anpreßbar ist
und daß in der anderen zweiten Schrittendstellung der Permanentniagnet in Drehrichtung
auf ; däs Schaltrad eine Anzugskraft ausübt, die über das als an sich bekannter
Schal.tstein ausgebildete Antriebselement auf den Anker übertragbar ist, der unter
der Wirkung dieser Anzugskraft gegen einen. zweiten festen Anschlag anschlägt, wodurch
die r'elative Stellung von Permanentmagnet und Schaltrad bestimmt ist.
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Vorteilhaft ist es, am Anker ein stiftartiges Anschlagelement zu verwenden,
das vorzugsweise in der Schrittendstellung zwischen jeweils zwei Zähne des Schaltrades
eingreift. Dabei wird die Anordnung günstig so getroffen, daß dieses Anschlagelement,
beispielsweise der Anschlagstift, aus einem magnetisierbaren Material, wie beispielsweise
Eisen, besteht und dann dieses Anschlagelement vom Magnet angezogen und gegen den
Festanschlag gedrückt wird, der in vorteilhafter Weise aus einem nicht magnetisierbaren
Material, beispielsweise Messing, besteht.
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Um die Arretierung in genau festgelegten Schrittendstellungen zu bewirken,
kann der Permanentmagnet so ausgebildet sein, daß sein Wirkende in der Breite ungefähr
der Breite eines Schaltradzahnes entspricht. In besonders vorteilhafter Weise wird
dies dadurch erzielt, daß der Permanentmagnet an seinem Wirkende kegelstumpfförinig
ist und der Durchmesser des Kegelstumpfendes ungefähr der Breite eines Schaltradzahnes
entspricht.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt;
es zeigt F i g. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines Zeigerwerksantriebes
mit dem Anker in seiner zweiten Schrittendstellung, wobei jedoch im wesentlichen
nur die Unruh, der Anker und das Schaltrad dargestellt sind, F i g. 2- eine
Dräufsicht gemäß F i g. 1,
F i g. 3 eine Draufsicht gemäß F ig. 2,
wobei die Teile sich jedoch in einer Zwischenstellung zwischen den beiden Schrittendstellungen
befinden, F i g. 4 eine Draufsicht gemäß F i g. 2, wobei sich die
Teile jedoch in der ersten Schrittendstellung befinden.
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In der Zeichnung ist mit 120 eine Unruhwelle bezeichnet, deren Lagerung
nicht dargestellt ist, da diese allgemein bekannt ist. Auf der Unruhwelle ist eine
Unruhhebelscheibe 122 fest angeordnet, die einen sogenannten Hebelstein
123 trägt, der mit der Ankergabel 127 eines Ankers 126 zusammenwirkt.
Der Anker ist auf einer Ankerwelle 130 fest angeordnet, die mit entsprechenden,
nicht dargestellten Zapfen in einer oberen Platine 132- bzw. in einer unteren Platine
133 drehbar gelagert ist.
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An der in der Zeichnung unteren Seite des Ankers ist ein Schaltstein
135 befestigt, der mit einem Schaltrad 140 zusammenwirkt, das zusammen mit
einem Schaltradtrieb 142 auf einer-Schaltradwelle 144 befestig ,t ist, die mit ihren
Zapfen 146 und 147 in den beiden vorefwähnten Platinen 132 und
133
drehbar gelagert ist.
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Auf dem Anker 126 ist noch ein aus einem magnetisierbaren Material,
wie Eisen, bestehender Anschlagstift 150 befestigt, der mit zwei Anschlagflächen
152 und 154 der oberen Platine 132 zusammenwirkt.
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Mit 160 ist ein Permanentmagnet bezeichnet, der in der unteren
Platine 133 befestigt ist und der an seinem mit 161 bezeichneten Ende
kegelstumpfförmig ausgebildet ist.
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# Im folgenden soll nun an Hand der F i g. 1 bis 4 die Wirkungsweise
der Anordnung einschließlich des Weiterschaltens des Schaltrades und der Arretierung
von Anker und Schaltrad des näheren erläutert werden.
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In der zweiten Schrittendstellung, wie sie in den F i g. 1
und 2 dargestellt ist, befindet sich ein Zahn, nämlich in Fig. 1 und 2 der
Zahn-165--des Schaltrades über, dem Permanentmagneten 160 bzw. dessen Ende
161, so daß nun dieser Zahn 165 in seiner Lage entsprechend dem Magneten
arretiert ist. Der Zahn ist dabei symmetrisch zum Magneten angeordnet, da das Schaltrad
an sich frei beweglich ist, und im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Breite
des Zahns 165 insbesondere an dessen Zahnwurzel ungefähr gleich groß wie
der Durchmesser des kegelstumpfförmigen Endes 161 des Permanentmagneten
160.
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Durch den Permanentmagneten 160 wird ferner der aus magnetisierbarem
Material, wie Eisen, bestehende Anschlagstift 150 des Ankers 126 angezogen
und dabei dieser Stift gegen die Anschlagfläche 154 der oberen Platine
132 angerückt, so daß nicht nur das Schaltrad 140, sondern auch der Anker
126 in
dieser zweiten Schrittendstellung arretiert ist. Dabei
greift der Anschlagstift 150 jeweils zwischen zwei Zähne des Schaltrades
140 und dient so als weitere Sicherung des Schaltrades gegen willkürliche Verdrehung
in seiner Ruhestellung zwischen zwei Schaltschritten.
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Wenn in bekannter Weise die Unruh wieder in umgekehrter Richtung schwingt,
greift sie mit ihrem Hebelstein 123 erneut in die Ankergabel 127 ein
und schwenkt den Anker 126 gemäß den F i g. 2 und 3
entgegen
dem Uhrzeigersinn. Dabei greift der Schaltstein 135 zwischen die Zähne des
Schaltrades, und zwar gemäß F i g. 3 zwischen die Zähne 166 und
167, und drückt dabei gegen die gemäß F i g. 3 linke Kante des Zahnes
167 und wirkt dabei auf das Schaltrad 140 im wesentlichen in tangentialer
Richtung. Hierbei wird das Schaltrad 140 entsprechend mitgenommen, und zwar praktisch
unter der vollen Antriebskraft des Ankers. F i g. 3 zeigt dabei eine zwischen
den beiden Schrittendstellungen liegende Stellung, wobei der Anschlagstift
150 des Ankers 126
die Anschlagfläche 152 der oberen Platine
132 noch nicht erreicht hat.
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Gegen Ende der Mitnahme des Ankers 1.26 durch den Hebelstein
123 gelangt der Zahn 168 des Schaltrades in den Bereich des Permanentmagneten
160,
der nun diesen Zahn 168 so weit zu bewegen versucht, bis der magnetische
Widerstand des gesamten durch Magnetzahn und sonstige Teile gebildeten Magnetkreises
ein Minimum ist, d. h., er sucht diesen Zahn 168 in eine Stellung
zu ziehen, wie sie der Zahn 165 in F i g. 2 hat. Bevor jedoch diese
Stellung erreicht ist, schlägt der Anschlagstift 150 gegen die Anschlagfläche
152 der oberen Platine 132 an, wodurch die Schrittendstellung des
Ankers festgelegt wird.
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Die Schwenkbewegung des Schaltrades unter der Wirkung des Permanentmagneten
160 kann nun lediglich so weit vor sich gehen, bis der Zahn 166
gegen
den Schaltstein 135 des Ankers 126 anschlägt. Diese Stellung ist in
F i g. 4 dargestellt.
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Aus dieser F i g. 4 ist ferner erkennbar, daß die Teile derart
angeordnet sind, daß der Zahn 168 die symmetrische Lage zum Permanentmagneten
160
gemäß F i g. 2 gar nicht erreichen kann, und dies bedeutet, daß
ein ständiger Zug in Umfangsrichtung auf diesen Zahn 168 durch den Permanentmagneten
160
ausgeübt und damit der Zahn 166 gegen den Schaltstein
135 und der Anschlagstift 150 gegen die Anschlagfläche 152
angedrückt wird. Damit ist also sowohl für den Anker als auch das Schaltrad diese
erste Schrittendstellung festgelegt Die Wirkung des Zahnes 166 auf den Schaltstein
ist dabei im Hinblick auf das Schaltrad 140 ebenfalls tangential, so daß praktisch
die volle Anzugskraft des Magneten aus den Zahn 168 weiter auf den Anker
übertragen wird und sich so günstige Verhältnisse ergeben.