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Die Erfindung betrifft einen aus spritzfähigem, elastisch verformbarem
Werkstoff gefertigten, hÜlsenförmigen Spreizdübel,. bestehend aus einem an seinein
einen Ende mit einem Ansatz versehenen, ungeschlitzten Halsteil und einen mit quer
verlaufenden Gratrippen versehenen Schaft, der einen mit einem Längsschlitz versehenen,
durch eine Schraube spreizbaren Endteil aufweist und an seinem einführseitigen Ende
verjüngt auslaufend gestaltet ist.
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Es sind Spreizdübel mit mindestens teilweise ungeschlitztem, keilfönnige
Längsrippen aufweisendem Halsteil bekannt, deren mit sägezahnförmigen Einschnitten
versehener Schaft durch Län-sschlitze in zwei Schafthälften unterteilt ist, wobei
jede der Schafthälften an ihrer Außenseite eine in einem spitzen Winkel zur Dübelachse
in Einsteckrichtung verlaufende, in eine Ausnehmung auf der Außenseite des Dübels
einlegbare und von einem dem Dübelende nahen Verzahnungsabschnitt ausgehende Spreizzunge
aufweist. Bei derartigen Dübeln hat die einzuschraubende Schraube lediglich im Bereich
des Halsteils eine Geradführung, so daß sie wegen mangelnder seitlicher Führung
im Spreizteil des Dübels in schiefe Lage zu dessen Achse geraten und eine seitliche
Verlagerung der Dübelhälfte bewirken kann. Die an der Außenseite des Dübels angebrachten
Spreizzungen ragen in spannungslosein Zustand des Dübels aus dessen Schaft heraus.
Sie erschweren das Einführen des Dübels in das Dübelloch und können dort Materialabbröckelungen
herbeiführen. Als Folge davon gräbt sich die Schraube beim Auftreffen auf eine solche
Abbröckelung schief in den Dübel ein, der sich in unerwünschter Weise einseitig
verformt (französische Patentschrift 1240 813).
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Ein anderer bekannter Spreizdübel hat eine geschlossene Außenfläche
mit vorstehenden ringförmigen Riffeln. Die Innenöffnung des Dübels hat einen ovalen,
nach hinten konisch verengten Querschnitt. Senkrecht zu dieser ovalen Innenöffnung
sind in der Mitte der Schmalseiten zwei Längsschlitze angeordnet. Dieser Dübel ist
nur zur Aufnahme eines Hakens mit ovalem Schaft geeignet, der sich in gleicher Weise
wie die ovale Innenöffnung des Dübels konisch verjüngt (deutsches Gebrauchsmuster
1764 408).
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Wieder ein anderer bekannter Spreizdübel hat einen durchgehenden Längsschlitz
und weist einen durch mehrere Längsschlitze unterteilten Dübelendteil auf, dessen
Spreizteile die gleiche lichte Weite wie der Halsteil mit auf der Außenseite liegendem
Vorng begrenzen oder den gleichen Außenumfang spra ,
wie der Halsteil, aber
nach innen ragendem, konisch verlaufendem Vorsprung aufweisen. Bei Verwendung von
Gewindesehrauben ist der Spreizdübel mit einem Innengewinde versehen. Der bekannte
Spreizdübel bildet wegen seines zylindrischen Halsteiles keine-Führung für den im
allgemeinen konischen Gewindeteil der Schraube, und bei ungleichmäßig gebohrten
Löchern ergibt sich eine ungleichmäßige Führung der Schraube wegen des Ausspreizens
des Dübelendes entsprechend dem lichten Querschnitt der den Dübel aufnehmenden Bohrung.
Dies um so mehr, als der spreizbare Endteil des Dübels mehr als doppelt so lang
als sein Halsteil ist (deutsche Patentschrift 805795).
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Dübel zu schaffen,
der sich auch unregelmäßig vorgebohrten Löchern in Wandungen und Decken frühzeiti
weitgehend anpaßt und eine Geradführung für 9 C
einzuschraubende Schrauben
beliebigen Gewindes gewährleistet. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß zwischen dem geschlossenen Halsteil und dem läng eschlitzt.cn Endteil eindurch
Teillängsschlitze in Stege und durch zusätzliche Teilquerschlitze in Spreizteile
unterteilter, mittlerer Schaftteil vorgesehen ist, wobei die Stege und die Spreizteile
an der Innenseite an sich bekannte, längsverlaufende Rippen aufweisen. Die Spreizteile
vermitteln dem Dübel zu Beginn des Eindrehens einer Schraube durch spitliches Ausschwenken
schon einen festen Halt in är ihn aufnehmenden Bohrung, ehe ,das Dübelende gespreizt
wird. Die Stege und die Spreizteile dienen mit den an ihrer Innenseite längsverlaufenden
Rippen zur Führung der Schraube, wodurch deren seitliches Ausweichen verhindert
und die Schraube auch noch bei weiterem Eindrehen geführt wird, währenddem auch
das Dübelende gespreizt wird.
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Es wurde herausgefunden, daß sich die Formgebung des neuen Dübels
dann gebrauchstechnisch besonders günstig auswirkt, wenn der Halsteil undder einführseitig
konisch auslaufende, Dübelendteil etwa gleich lang sind und wenn der längsgeschlitzte
Schaftteil etwa doppelt so lang ist wie jeder dieser Teile.
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Die Erfindung sielit weiterhin vor, daß der Längsschlitz des Dübelendteiles
versetzt zu den Längsschlitzen des mittleren Schafttelles angeordnet ist. Dadurch
können die Längsschlitze jeweils für sich länger ausgebildet werden, als wenn sie,
hintereinander angeordnet wären.
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Durch Anordnung von nach in nen vorstehenden Querrippen an der übergangsstelle
von dem Halsteil zu dem mittleren Schaftteil wird ein Ansetzen der Schraube und
deren Einführen zwischen die Stege und Spreizteile erleichtert.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Es zeigt F i g. 1 die Seitenansicht eines Spreizdübels, dessen spreizbare
Stege zur besseren Veranschaulichung vom Dübelschaft abgebogen gezeichnet sind,
F i g. 2 die Seitenansicht des Spreizdübels nach F i g. 1, um
90' versetzt gesehen, F i g. 3 einen Längsschnitt nach Linie PI der
Fig. 1,
F i g. 4 einen Längsschnitt nach Linie II-II der F ig. 2, F
i g. 5 eine stirnseitige Ansicht des Dübels nach F i g. 1 in Richtung
A gesehen und F i g. 6 einen Querschnitt nach Linie III-III der Fi
g. 3.
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Am Kopfende des Dübels bildet ein Gratring 1
einen Flansch am
Halsteil 2, der einige Wulstringe 3
-aufweist. Durch die Längsschlitze
4 wird der Dübelschaft in Stege 5 und Spreizteile 6 unterteilt, wobei
die Stege 5 beiderends mit dem Dübelschaft verbunden bleiben, die Spreizteile
6 jedoch durch am übergang des Halsteils 2 in den Schaft vorgesehene Querschlitze
4' spreizfähig gemacht sind.
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Die Stege 5 haben an ihrer Außenfläche Gratrippen
7, und an der Außenfläche der spreizbaren Spreizteile 6 befinden sich
bei dem Ausführungsbeispiel reliefartige Erhöhungen 8, wodurch der Schaft
griffig gemacht ist.
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Das einführseitige, sich verjüngende zylindrische Ende 9 des
Dübels ist durch einen Längsschlitz 10
geteilt, der versetzt zu den Längsschlitzen
4 des Schaftteiles angeordnet ist.
Beim übergang des Halsteils 2
in den längsgeschlitzten Schaftteil sind im Bereich der mit dem Halsteil fest verbundenen
bleibenden Stege5 nach außen hervorstehende längliche Nocken11 und im Bereich der
durch die Querschlitze 4' vom Halsteil 2 abgetrennten Spreizteile 6 nach
innen vorstehende Gratrippen 14 vorgesehen. Die längsverlaufenden Rippen 12 und
13 bilden Materialverstärkungen an der Innenseite der Stege 5 oder
Spreizteile 6. Domartige Vorsprünge 15 befinden sich im Quuerschnittsbereichdes
Endes ides Längsschlitzes 10.
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