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DE1283083B - Verfahren zur Herstellung von aufgehelltem Papier - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von aufgehelltem Papier

Info

Publication number
DE1283083B
DE1283083B DEF35500A DEF0035500A DE1283083B DE 1283083 B DE1283083 B DE 1283083B DE F35500 A DEF35500 A DE F35500A DE F0035500 A DEF0035500 A DE F0035500A DE 1283083 B DE1283083 B DE 1283083B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
paper
parts
water
anionic
cationic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF35500A
Other languages
English (en)
Inventor
Hans-Engelbert Goettgens
Hermann Tretter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF35500A priority Critical patent/DE1283083B/de
Publication of DE1283083B publication Critical patent/DE1283083B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H21/00Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its function, form or properties; Paper-impregnating or coating material, characterised by its function, form or properties
    • D21H21/14Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its function, form or properties; Paper-impregnating or coating material, characterised by its function, form or properties characterised by function or properties in or on the paper
    • D21H21/30Luminescent or fluorescent substances, e.g. for optical bleaching

Landscapes

  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von aufgehelltem Papier Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von aufgehelltem Papier unter Verwendung von anionischen Aufhellungsmitteln und kationischen Hilfsmitteln; das Verfahren besteht darin, daß man dem Papierstoff außer den Aufhellungsmitteln und den Hilfsmitteln noch wasserlösliche Salze von Sulfonsäuregruppen enthaltenden Kondensationsprodukten aus Formaldehyd und Phenolen oder Naphthalin oder wasserlösliche Salze von Polyarylsulfamidoarylsulfonsäuren zusetzt und den Papierstoff dann in üblicher Weise zu Papier verarbeitet.
  • Geeignete Sulfonsäuregruppen enthaltende Kondensationsprodukte bzw. geeignete Polyarylsulfamidoarylsulfonsäuren sind unter anderem in den deutschen Patentschriften 262 558 und 292 531 bzw. 565 461 und 593 053 beschrieben; als wasserlösliche Salze kommen in erster Linie Alkali- und Ammoniumsalze in Betracht.
  • Geeignete anionische Aufhellungsmittel sind insbesondere solche, die der Bistriazinylaminostilbenreihe angehören; verwiesen sei z. B. auf U 11 m a n n, »Enzyklopädie der technischen Chemie«, 3. Auflage, 11. Band, S. 690 bis 696.
  • Unter kationischen Hilfsmitteln sind beispielsweise die kationischen Verbindungen zu verstehen, die zur Naßverfestigung des Papiers sowie zur Retention oder Fixierung von Füllstoffen oder Leimungsmitteln dienen; genannt seien z. B. die Kondensationsprodukte des Formaldehyds mit Harnstoff oder Melamin, weiterhin Epoxydharze und Polyäthylenimin. Hilfsmittel dieser Art sind unter anderem in den deutschen Patentschriften 405 516 und 665 791, in der französischen Patentschrift 1093 048 sowie in den USA.-Patentschriften 2 291079, 2 926 116 und 2 969 302 beschrieben. Zu den kationischen Hilfsmitteln zählen im vorliegenden Fall auch Füllstoffe, die mit den angewandten anionischen Aufhellungsmitteln heteropolare Bindungen einzugehen vermögen, wie z. B. Kaolin und China-Clay.
  • Es empfiehlt sich, dem Papierstoff in der Masse zunächst die kationischen Hilfsmittel zuzusetzen und die wasserlöslichen Salze der Sulfonsäuregruppen enthaltenden Verbindungen sowie die anionischen Aufhellungsmittel erst anschließend getrennt oder in Form einer Mischung zu der Papiermasse - zweckmäßig kurz vor der Blattbildung - hinzuzufügen; auf diese Weise wird eine Beeinträchtigung des Ef- fektes der kationischen Hilfsmittel vermieden, die sonst - bei nachfolgendem Einsatz der kationischen Hilfsmittel, insbesondere bei Verwendung von Naßverfestigungsmitteln - leicht eintreten kann. Geeignete Mengenverhältnisse der in Betracht kommenden Verbindungen lassen sich durch Vorversuche von Fall zu Fall leicht ermitteln; im allgemeinen ist es angebracht, die wasserlöslichen Salze der Sulfonsäuregruppen enthaltenden Kondensationsprodukte aus Formaldehyd und Phenolen oder Naphthalin bzw. die wasserlöslichen Salze der Polyarylsulfamidoarylsulfonsäuren in mindestens den gleichen Gewichtsmengen wie die anionischen Aufhellungsmittel anzuwenden.
  • Das nach dem Verfahren der vorliegenden Erfindung hergestellte Papier zeichnet sich vor dem Papier, das unter vergleichbaren Bedingungen ohne Mitverwendung der vorgeschlagenen wasserlöslichen Salze hergestellt ist, durch eine höhere Aufhellung aus; der nachteilige Einfluß, den die kationischen Hilfsmittel bekanntlich auf den Aufhellungsgrad ausüben, wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren somit weitgehend ausgeschaltet.
  • Die in den nachfolgenden Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile.
  • Beispiel 1 Eine wäßrige Suspension von 100Teilen eines in üblicher Weise für die Herstellung von naßfester Zellstoffwatte aufbereiteten Zellstoffes wird nach beendeter Mahlung im Holländer mit 1,5 Teilen der im Beispiel 4 der französischen Patentschrift 1093 048 beschriebenen 2011/oigen wäßrigen Lösung des aus 1 Mol Epichlorhydrin und 0,33 Mol Dipropylentriamin hergestellten kationischen Naßverfestigungsmittels versetzt. Dann werden mit einer Dosiervorrichtung kurz vor der Blattbildung in Form einer 5%igen wäßrigen Lösung 0,3 Teile einer Mischung gleichmäßig zugefügt, die aus 40 Teilen des anionischen Aufhellungsmittels der Bistriazinylaminostilbenreihe, das im Beispiel 16 der französischen Patentschrift 870 470 beschrieben ist, und aus 60 Teilen des wasserlöslichen Ammoniumsalzes der Polyarylsulfamidoarylsulfonsäure, die in der deutschen Patentschrift 565 461 auf Seite 5 in Zeile 98 bis 100 beschrieben ist, besteht. Die so behandelte Zellstoffsuspension wird anschließend in üblicher Weise zu Papier verarbeitet. Man erhält dann ein hervorragend aufgehelltes Papier.
  • Beispiel 2 Eine wäßrige Suspension von 100Tellen eines hochgebleichten Zellstoffs wird nach beendeter Mahlung im Holländer mit 2 Teilen eines gemäß dem Verfahren der deutschen Patentschrift 665 791 durch Polymerisation von Athylenimin hergestellten kationischen Naßverfestigungsmittels versetzt. Dann werden mit einer Dosiervorrichtung kurz vor dem Stoffauflauf in Form einer 5%igen wäßrigen Lösung 0,4 Teile einer Mischung gleichmäßig zugefügt, die aus 30 Teilen des im Beispiel 1 angeführten anionischen Aufhellungsmittels und aus 70 Teilen des in der deutschen Patentschrift 292531 beschriebenen Kondensationsproduktes aus Formaldehyd und Naphthalinsulfonsäure besteht. Anschließend wird die Zellstoffsuspension in üblicher Weise zu Papier verarbeitet. Das so erhaltene Papier zeigt eine vorzügliche Auffiellung. Beispiel 3 Eine wäßrige Suspension von 100 Teilen eines hochgebleichten Sulfitzellstoffs wird mit 30Teilen China-Clay versetzt, hierauf in üblicher Weise im Holländer gemahlen und dann noch mit 2Teilen Harzleim und 4 Teilen Alaun versetzt. Dann werden mit einer Dosiervorrichtung kurz vor der Blattbildung in Form einer 5%igen wäßrigen Lösung 0,5 Teile einer Mischung gleichmäßig zugefügt, die aus 20 Teilen des anionischen Aufhellungsmittels der Bistriazinylaminostilbenreihe, das im Beispiel 16 der französischen Patentschrift 870 470 beschrieben ist und aus 80 Teilen des wasserlöslichen Ammoniumsalzes der Polyarylsulfamidoarylsulfonsäure, die in der deutschen Patentschrift 565 461 auf Seite 5 in Zeile 98 bis 100 beschrieben ist, besteht. Die Zellstoffsuspension wird anschließend in üblicher Weise zu Papier verarbeitet. Die auf dem Papier erzielte Auffiellung ist sehr gut. Beispiel 4 Eine wäßrige Suspension von 100Teilen eines hochgebleichten Sulfitzellstoffs wird im Holländer mit 30Teilen Zinksulfid versetzt. Vor der Blattbildung fügt man dann zunächst lTeil der 20%igen wäßrigen Lösung eines zur Verbesserung der Füllstoffretention dienenden kationischen Epoxydharzes zu, die in der USA.-Patentschrift 2969302 im Beispie1A beschrieben ist; hierauf gibt man noch in Form einer 5%igen wäßrigen Lösung 0,4 Teile einer Mischung hinzu, die aus 25 Teilen des anionischen Auffiellungsmittels der Bistriazinylaminostilbenreihe, das im Beispiel 16 der französischen Patentschrift 870 470 beschrieben ist und aus 75 Teilen des wasserlöslichen Ammoniumsalzes der Polyarylsulfamidoarylsulfonsäure, die in der deutschen Patentschrift 565 461 auf Seite 5 in Zeile 98 bis 100 beschrieben ist, besteht. Anschließend wird die Suspension in üb- licher Weise zu Papier verarbeitet. Die erzielte Aufhellung des Papiers ist ausgezeichnet. Beispiel 5 Eine wäßrige Suspension von 100 Teilen eines gebleichten Sulfidzellstoffs wird nach beendeter Mahlung im Holländer mit 0,5 Teilen einer wäßrigen, als Leimungsmittel dienenden Diketen-Emulsion versetzt, die im Beispiel 1 der USA.-Patentschrift 2 627 477 beschrieben ist. Zur Fixierung des Leimungsmittels auf dem Zellstoff werden der Suspension noch 0,5 Teile eines gemäß dem Verfahren der deutschen Patentschrift 665 791 durch Polymerisation von Äthylenimin hergestellten kationischen Hilfsmittel zugesetzt. Dann werden mit einer Dosiervorrichtung kurz vor der Blattbildung in Form einer 5%igen wäßrigen Lösung 0,4 Teile einer Mischung gleichmäßig zugefügt, die aus 30 Teilen des anionischen Auffiellungsmittels der Bistriazinylaminostilbenreihe, das im Beispiel 1 der deutschen Patentschrift 1090168 beschrieben ist, und aus 70 Teilen des wasserlöslichen Ammoniumsalzes der Polyarylsulfamidoarylsulfonsäure, die in der deutschen Patentschrift 565 461 auf Seite 5 in Zeile 98 bis 100 beschrieben ist, besteht. Abschließend wird die Zellstoffsuspension in üblicher Weise zu Papier verarbeitet. Der auf dem Papier erzielte Auffiellungsgrad ist sehr gut.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zur Herstellung von aufgehelltem Papier unter Verwendung von anionischen Aufhellungsmitteln und kationischen Hilfsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Papierstoff außer den anionischen Aufhellungsmitteln und den kationischen Hilfsmitteln noch wasserlösliche Salze von Sulfonsäuregruppen enthaltenden Kondensationsprodukten aus Formaldehyd und Phenolen oder Naphthalin oder wasserlösliche Salze von Polyarylsulfamidoarylsulfonsäuren zusetzt und den Papierstoff dann in üblicher Weise zu Papier verarbeitet.
DEF35500A 1961-12-08 1961-12-08 Verfahren zur Herstellung von aufgehelltem Papier Pending DE1283083B (de)

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DE (1) DE1283083B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2528461A1 (fr) * 1982-06-09 1983-12-16 Sandoz Sa Procede de preparation de papier azure

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR2528461A1 (fr) * 1982-06-09 1983-12-16 Sandoz Sa Procede de preparation de papier azure

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