DE1282667C2 - Wiegenlose abstuetzung des wagenkastens eines schinenfahrzeugs auf einem drehgestell - Google Patents
Wiegenlose abstuetzung des wagenkastens eines schinenfahrzeugs auf einem drehgestellInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eh:; wiegunlose Abstützung
des Wagenkastens eines Schienenfahrzeugs auf einem Drehgestell mittels Druckfedern aus Gummi oder
ähnlichem Material als Seitenstützen, welche die senkrechte Last unter Druckbeanspruchung aufnehmen
und waagerechte Querbewegungen des Wagenkastens unter Schubbeanspruchung in allen Richtungen
zulassen, wobei weitere gleichzeitig auf Schub und Druck beanspruchte Gummifedern wirksam sind,
♦5 welche senkrechte Bewegungen des Wagenkastens
und zugleich dessen Bewegungen quer zur Fahrtrichtung zulassen.
Es ist bereits ein Drehgestell mit Wiege bekannt, auf welcher sich der Wagenkasten über Gummifedern
abstützt, und es ist auch bei Schienenfahrzeugen üblich, auf Druck bzw. auf Druck und Schub beanspruchte
Gummifedern vorzusehen. Man hat auch schon die Seitenstützen, mit denen der Wagenkasten
auf einem wiegenlosen Drehgestell abgestützt ist,
zweiteilig ausgebildet. Der erste Teil ergibt eine senkrechte Elastizität durch den auf Schub und Druck
beanspruchten Gummi. Der zweite Teil bewirkt eine geringfügig größere senkrechte Elastizität durch in
senkrechter Richtung belasteten Gummi und außer-
dem eine ausreichende Elastizität in waagerechter
Richtung, die für die Bewegungen in Querrichtung notwendig ist und um Schwenkbewegungen des Drehgestells
zuzulassen.
Gummi-Druckfedern aHein oder mit auf Druck
6S und Schub beanspruchten Gummifedern parallel geschaltete
Gummi-Druckfedern in einer Seitenstützenanordnuiig ergeben vorwiegend nur eine Elastizität in
senkrechter Richtung, die aber für einen guten und
3 4
ruhigen Lauf des Drehgestells bzw. des Wagens nicht 19 ist seinerseits am Wagenkastenrahmen iO befestigt,
ausreicht. während der Keil 20 von einem trogartigen Bauteil
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die aufgenommen wird, der im ganzen mit 21 bezeichnet
Seilenstützen so auszubilden, daß sie eine verhältnis- ist/
mäßig große Elastizität in senkrechter Richtung 5 Die Druckfeder 18 hat Lndplatten für die Befesti-
haben. wobei — falls gewünscht — auch eine be"- curia an den Keilen 19 und 20 und metallene Zwi-
irächtliche zusätzliche Elastizität in Querrichtung ichenschichten: der Gummi der Druckfeder 18 hai
erhalten werden kann. Insbesondere soll die Seiten- die Form \on Seheiben, die mit den metallenen
abstützung des Wagenkastens auf einem wiegenlosen Zwischenschichten und Endplatten fest verbunden.
Drehgestell elastischer ausgebildet und damit dessen i0 ''- B. anvulkanisiert oder verklebt sind.
Laufeigenschaften verbessert werden. Die in Längsrichtung des Fahrzeugs vor und hintei
Zur Lösung dieser Aufgabe im bei einer wiegen- 'lcr Druckfeder 18 liegenden Wände (Außenwände)
losen Abstützung des Wagenkastens eines Schienen- des trogartigen Bauteils 21 tragen geneigte Befesti-
fahrzeugs auf einem Drehgestell der eingangs ange- gungsflächen für zwei Gummifedern 23 und 24, ti-
gebcnen Art gemäß der Erfindung die Anordnung ..5 mit ihren anderen Enden an entsprechend geneigle:i
derart getroffen, daß jede Druckfeder g^en das Mächen von Federhalterungen 25 und 26 anliegen.
Drehgestell durch mindestens zwei gleichzJitig auf welche mit dem Längsträger ti verbunden sind. Die
Schub und Druck beanspruchte Gummiiedein abge- s.omprowionüachsen der Gummifederi 23 und 24
federt ist. " verlaufen schräg nach ohen konvergierend i-nd sind
Weitere Merkmale der Erfindung sind den Unter- «, außerdem etwas nach innen geneigt (Fig. 1 bis 3).
anprüchen zu entnehmen. Die Gummifedern 23 und iA bestehen au·; Gummiin
den Zeichnungen sind mehrere Ausfuhrungsbei- scheiben, die mit Metallzwischenlagen und Endplatsp-.'ie
der Erfindung dargestellt. Es zeigt fen fest verbunden sind; die Endplatte^ der Gummi-
Fig. 1 eine Seitenansicht, teilweise geschnitten. federn 23 und 24 sind mit dem trogartigen liinbau-
einer Seitenabstützung für ein zur Personenbeförde- a5 teil 21 bzw. den Federhalterungen 25 und 26 \er-
ning dienendes Schienenfahrzeug, bunden.
F i g. 2 die Draufsicht auf die in F i g. 1 darge- Die Druckfeder 18 ist so eingebaut, daß ihre
skUte Seitenabstützung. Kompressionsachse in einer senkrechten Querebene
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 2, des Fahrzeugs liegt und eine geringfügige Neigung
Fig. 4 eine Seitenansicht einer anderen Seiten- 30 nach innen zur senkrechten Mittellängsebene hat
abstützung für ein Schienentriebfahrzeug. (F i g. 3). Infolge der geringfügigen Neigung der
Fig. 5 die Draufsicht auf die in Fig. 4 dargestellte Druckfeder 18 gegen die Senkrechte stützt sie den
Seitenabstützung, Wagenkasten 10 auf dem Drehgestell 11 bis 13 haupi-
F i g. 6 eine Seitenansicht eines dritten Ausfüh- sächlich unter Konipressionsbeanspruchung ab. Dir
r'ii'gsbeispiels, und zwar einer Seitenabstützung für 35 durch die Gummiblöcke gebildeten Gummifedern 23
er. Schienentriebfahrzeug und und 24 stützen, infolge ihrer viel stärkeren Neigung
Fi g. 7 die Draufsicht auf die in F i g. 6 dargestellte gegen die Senkrechte, den trogarugen Einbauteil 21
Se: enabstützung. und somit die Druckfeder 18 unter gleichzeitige'
Der Rahmen des Wagenkastens ist mit 10 und ein Schub- und Druckbeanspruchung ab.
Hjupt-Längsträger des Drehgestells mit 11 bezeich- 4O Unter dem Gewich· des Wagenkastens 10 verfnr-
nct. Die Seitenabstützung liegt an der äußeren Seite men sich die Gummifed rn 23 und 24 in senkrechter
des Längsträgers 11. Zwischen.dem einen Längsträger Richtung und liefern so bei jeder Belastung den μη>!»-
1! und dem (nicht dargestellten) Längsträger auf der ten Teil der erforderlichen senkt echten Durchfct?.·-
a'ideren Seite des Drehgestells liegen die beiden rung des Wagenkastens im Verhältnis zum Drch-
Ouerträger 12 und 13, von denen je einer an jeder 45 gestell. Dies erfolgt deshalb, weil die Druckfeder 18
Seite der Seitenabstützung angebracht ist. bei Abstützung des Gewichts des Wagenkastens 10
Für die Übertragung der längsverlaufenden Zug- hauptsächlich auf Druck beansprucht wird und somit
und Bremskrätte zwischen dem Wagenkasten 10 und im Vergleich zu den Gummifedern 23 und 24 nur
dem Drehgestell 11 bis 13 ist der Wagenkasten- eine geringe Durchfederung in senkrechter Richtung
rahmen mit dem Drehgestell mittels eines Lenkers 14, $0 zuläßt. Die Druckfeder 18 läßt dem Wagenkasten 10
der in der Mittellinie des Drehgestells angeordnet ib., im Verhältnis zum Drehgestell 11 bis 13 jedoch eine
verbunden. Der Lenker 14 ist mit dem Drehgestell 11 ziemlich große horizontale Bewegungsfreihei: nach
bis 13 einerseits und dem Wagenkastenrahmen 10 an- allen Richtungen, wobei sich die Druckfeder 18 dicdererseits
über Gelenkverbindungen 15 und 16 ν er- sen Bewegungen hauptsächlich unter Schub anpaßi
bunden, welche eine als Teil einer Kugelschale aus- 55 Schwenkbewegungen des Drehgestells, die Bewegebildete
Zwischenschicht aus Gummi enthalten, da- gunge in der Waagerechten /wischen Wagenkasten
mit bei Verdrehung eine Bewegung des Lenkers 14 10 und Drehgestell 11 bis 13 im wesentlichen in
in alle Richtungen möglich ist. Der Lenker 14 erlaubt Längsrichtung des Fahrzeugs hervorrufen, werden
entsprechende senkrechte Quer- und Schwenk- vc>n den Druckfedern 18 hauptsächlich unter Schubbewegungen
zwischen dem Wagenkasten 10 und dem 6o beanspruchung aufgenommen. Längsbewegungen des
Drehgestell 11 bis 13, während er gleichzeitig die Be- Wagenkastens 10 im Verhältnis zum Drehgestell 11
wegungsfrciheit des Wagenkastens 10 in Längsrich- bis 13 werden durch den Lenker 14 verhindert,
tung im Verhältnis zum Drehgestell 11 bis 13 ein- Waagerecht in Querrichtung verlaufende Bewegunschränkt.
An Stelle des Lenkers 14 kann eine andere, gen zwischen dem Wagenkasten 10 und dem Drehbekannte,
gleichartige Vorrichtung vorgesehen sein. 65 gestell 11 bis 13 werden sowohl von den Druckfedern
Die Seitenahstützung besteht aus einer Druckfeder 18 als auch den Gummifedern 23 und 24 z0SelJ!s?c'J'
18 aus Gummi, deren oberes Ende am Keil 19 und wobei diese ebenfalls in der Haupe«** anf acnn
deren unteres Ende am Keil 20 befestigt ist. Der Keil beansprucht werden. Es wird also die tiiasiuu
Abstützung in waagerechter Querrichtung durch die
Gummifedern 23 und 24 erhöht. Die beschriebene Seitenabstützung wirkt demnach in waagerechter
Querrichtung wie ein Schwing- oder Pendelgelcnk.
Bei der Gestaltung der beschriebenen Seitenabstützung ist die Höhe der Druckfeder 18 sowie diejenige der Gummifedern 23 und 24 von Bedeutung.
Würde man die Druckfeder 18 zu hoch einbauen, d. h. also in einen zu flachen Trog-Einbauteil 21 einsetzen, dann hätte die Seitenabstützung die Tendenz
unstabil zu werden. Zwischen der Höhe der Druckfeder 18 und derjenigen der Gummifedern 23 und 24
gibt es jedoch ein entsprechendes Verhältnis, bei welchen sich die drei Federn ohne ein Kippen horizontal
bewegen, um sich horizontalen Querhcwepungen zwischen Wagenkasten 10 und Drehgestell 11 bis 13 anzupassen. Bei einer Verringerung der Höhe der
Druckfeder 18 im Verhältnis zu derjenigen der Gummifedern 23 und 24 kann eine Pendelwirkung
erreicht werden, wodurch sich eine Verminderung des Oucrwiderstandes erreichen läßt, ohne daß sich
deshalb ein Mangel an Stabilität zeigt. Diese Pendel -wirkung kann man sich bis zu einem gewissen Grade
als Ausgleich für die normale Neigung von Gumn.i federn, bei Schubbeanspruchung unter erhöhter Vertikalbelastung elastischer zu werden. zunutze machen.
Zur Verminderung der horizontalen Querelasti/ität.
beispielsweise bei einem Schienentriebfahrzeug, hei dem ein hohes Maß von Querelastizitäl nachteilig ist.
können die Gummifedern 23 und 24 jeweils durch zwei Gummiblöcke ersetzt werden, die in V-Form (in
Draufsicht betrachtet) zwischen dem trogartigen Ein bauteil 21 und den an dem Längsträger 11 befestigten
Fede halterungen 25 und 26 eingebaut sind. Eine in dieser Weise abgewandelte Ausführungsform ist in
F i g. 4 und S dargestellt: Der trogartige Einbauteil 21 ist vor und hinter der Druckfeder 18 durch je zwei
Gummifedern 40 und 41 abgestützt, die zwar den Gummifedern 23 und 24 entsprechend nach oben
schräg angeordnet sind, deren Kompressionsachsen jedoch — in der Draufsicht betrachtet — V-förmic
zur Mitte hin verlaufen.
Diese Anordnung ercibt eine Verminderung der Oucrclastizität. weil die von den Gummifedern 40
und 41 herrührende Ouerelastizität dadurch begrcn/t ist. daß diese Federn bei Querbelastung des Drehgestells 11 bis 13 oder des Wagenkastens 10 jetzt
gleichzeitig unter Schub- und Druck beanspruchung
arbeiten. Bei der in F ι g, 4 und 5 veranschaulichten Anordnung sieht man. daß die Druckfeder 18 wiederum mit einer leichten Neigung ihrer Kompressionsachse gegenüber der Senkrechten zur Fahrzeugmitte
hin eingebaut ist.
Je zwei Gummifedern 40 und 41 können durch eine V-Feder (Winkelfeder) aus Gummi bzw.. Gummi-Metall (F i g. 6 und T) ersetzt «erden. Die V-fömvcen
Gummifedern 43 bzw. 44 sind gegen den trogartigen Einbauteil 21 schräg eingebaut, damit sie diesen Teil
unter gleichzeitiger Beanspruchung auf Schub und Druck abstutzen können. Infolge ihrer V-förmigen
Gestalt arbeiten die Gummifedern 43 und 44 in waagerechter Querrichtung gleichzeitig unter Schub
und Kompression, so daß die Querelastizität wiederum, wie erforderlich, begrenzt ist
Bei allen beschriebenen Ausführungsbeispiekn
können Puffer aus Gummi eingebaut werden, um so die zulässige Durchfederung des Wagenkastens 10 auf
dem Drehgestell 11 bis 13 zu begrenzen. Derartig?
Puffer können sich beispielsweise an dem Einbauteil 21 befinden, damit sie, an den Drehgestellrahmen anschlagend, die Querbewegungen des Wagenkastens
im Verhältnis zum Drehgestell begrenzen.
S Der dem Einbauteil 21 durch die Gummi- oder V-Federn vermittelte effektive Wirkungspunkt der
Lagerung soll vorzugsweise leicht oberhalb des geometrischen Mittelpunktes der Druckfeder 18 liegen
und dadurch zur Stabilität der Seitenabstützung bci
tragen: hierdurch bleibt die Seitensteifigkeit der An
ordnung zwischen Leer- und Vollbelastung des Fahrzeugaufbaus im wesentlichen konstant. Zur Erhöhung
der Stabilität kann die Druckfeder 18 in allen beschriebenen Ausfuhrungsbeispielen mit Zwischen-
,5 und Endplatten versehen werden, die Ausschnitte aus
Kugelschalen sind, wobei die konkaven Flächen de ι Endplatten nach unten weisen. Hierdurch kann die
Druckfeder 18 Biegemomenten widerstehen, die bei seitlicher Versetzung der auf den Druckfedern ruhen
den senkrechten Belastungen auftreten. Diese Ver
setzungen sind die Folge der waagerechten Bewegung zwischen dem Wagenkasten 10 und dem Drehgestell
11 bis 13
Durch die (iiimrni- oder V-Federn wird dem tr<v-
J5 artigen Einbauteil 21 die richtige Lage des effektiven
Wi·' ungspunktes der Lagerung im Verhältnis zum geometrischen Mittelpunkt der Druckfeder 18 gegeben, wodurch die bereits erwähnte Pendelwirkung
zustande kommt; damit ist die Stabilität der Scitcn-
,o abstützung gewährleistet. Bei horizontaler Verschic
bung entwickelt die Seitenabstützung eine horizontale
Rückstellkraft, so daß die Stabilität gesichert ist und die Steifigkeit der Seitenabstützung hinsichtlich der
Qucrauslcnkun.: in waagerechter Ebene im wesent-
liehen konstant bleibt.
Ein der Wirkung eines Pendelgehänges entsprechender Effekt wird dadurch erreicht, daß der Druck
mittelpunkt der Druckfeder 18 tiefer als die Druckmittelpunkte der Gummi- oder V-Federn gesetzt wird.
Die senkrechte Versetzung des Dnickmittelpunktcs der Druckfeder 18 ruft ein Kräftepaar hervor, das
einem Kippen des trogartigen Einbauteil* 21 bei dessen waagerechter Verschiebung unter der Vertikal -belastung Widerstand entgegensetzt.
Durch die Erfindung wird bei einer Seitenabstützung eine Aufteilung der Federung erreicht. Die vertikale Einfederung erfolgt durch die Gummifedern
23. 24 (Fig. 1). die gegeneinander unter „mem Winkel angeordnet sind, aber in der Hauptsache vertikal
auf Schub beansprucht werden. Die Druckfeder 18 dagegen, welche vertikal auf Druck beansprucht ist,
wird in der horizontalen Ebene auf Schub beansprucht. Die Hintereinanderschaltung dieser beiden
Federsysteme ergibt folgende Vorteile: Die Druckfeder 18 kann sowohl die horizontalen
seitlichen Bewegungen beim Geradlauf, als auch die
durch das Durchfahren von Kurven verursachten Auslenkungen, die bis zu 70 mm betragen können,
aufnehmen. Die Steifheit der Druckfeder 18 in vertikaler Richtung ist zu groß, da sie in dieser Richtung
auf Druck beansprucht wird. Es hat sich nämlich gezeigt, daß Druckfedern keine ausreichende vertikale
Federung ergeben, und daß dadurch schlechte Laufeigenschaften erhalten werden. Diese Nachteile werden durch die gemäß der Erfindung vorgeschlagene
Hintereinanderschaltung der Druckfeder 18 mit den Gummifedern 23 und 24 beseitigt.
Erfindung hat beträchtliche Vorteile, wenn sie mit
einer Verbindung zwischen Wagenkasten 10 und einum drehzapfenlosen Drehgestell 11 bis 13 benutzt
wird, welche zwei in Längsrichtung des Fahrzeuges angeordnete Lenker 14 enthält, die unter Zwischenschaltung von Gummibuchsen am Drehgestell einerseits und beiderseits einer nach abwärts gerichteten
Konsole des Wagenkastens andererseits angclenkt sind, wobei gemäß dem Patent 1 175 264 die beiden Lenker 14 in der Fahrzeuglängsacbse liegen i«
und bei Schwenkbewegungen des Drehgestells gegenüber dem Wagenkasten die Gummibuchsen auf
Diruck und Schub beansprucht werden.
Mit dieser Anordnung erreicht man eine zunehmende Steifigkeit gegen Querbewegungen des Wagen·
kastens 10 in beiden Richtungen aus seiner Normallagc im Verhältnis zum Drehgestell 11 bis 13, hervorgerufen durch die Spannung in den Lenkern 14,
welche radiale Kompressionen in den Gummibuchsen der Gelenke hervorrufen. Dabei sind die Lenker 14, μ
wenn sie. nicht ausgelenkt in einer Geraden liegen,
entweder ungespannt oder sie stehen in Längsrichtung unter Zugspannung, so daß die Steifigkeit der
Lenker 14 gegen seitliche Verschiebung des Wagenkastens im Verhältnis zum Drehgestell mit der seit- *<
lkhen Verschiebung rasch zunimmt, und zwar infolge
der radialen Kompression, der die Gummibuchsen
unterworfen sind. Bei Benutzung von Lenkern 14 der
beschriebenen Art kann die progressive Steifigkeit gegen Relativbewegungen zwischen Wagenkasten und
Drehgestell in Querrichtung, welche von der Lenkeranordnung herrührt, eine degressive Steifigkeit der
beschriebenen Seitenabstützung ausgleichen.
Da außerdem die Quersteifigkeit der Lenker 14 rasch zunimmt, wenn der Wagenkasten 10 bei Hrhöhung der Belastung senkrecht auf dem Drehgestell
11 bis 13 ausgelenkt wird, und zwar infolge der Tatsache, daß die Lenker 14 dann in einer senkrechten
Ebene euter Streckung unterliegen, wodurch die radiale Kompression in den Gelenken der Lenker 14
erhöht wird, wird die Herabsetzung der Quersteitigkeit der Seitenabstützung mit der Zunahme der Belastung ebenfalls ausgeglichen.
Zusätzlich oder anstatt einer Lenkeranordnung der
beschriebenen Art kann der trogartige Einbauteil 21 der einen Drehgcstellseite mit dem entsprechend ausgebildeten weiteren, eine Seitenabstützung darstellenden Einbauteil 21 der anderen Drehgestellseitc verbunden sein. Eine derartige Verbindung zwischen iKn
beiden Seitenabstützungen, z. B. mittels einer starren Strebe, unterstützt die Erhöhung der Quersteifigkeit
der miteinander verbundenen SeitenabstUtzungeu.
Die Ansprüche 2 bis 13 gelten als echte Unteransprüche nur in Verbindung mit dem Anspruch I
»9630/101
Claims (13)
1. Wiegeniose Abstützung des Wagenkastens
eines Schienenfahrzeugs auf einem Drehgestell mittels Druckfedern aus Gummi oder ähnlichem
Material als Seitenstützen, weiche die senkrechte Last unier Druckbeanspruchung aufnehmen und
waagerechte Querbewegungen des Wagenkastens unter Schubbeanspruchung in allen Richtungen
zulassen, wobei weitere gleichzeitig auf Schub und Druck beanspruchte Gummifedern wirksam
sind, welche senkrechte Bewegungen des Wagenkastens und zugleich dessen Bewegungen quer zur
Fahrtrichtung zulassen, dadurch gekennzeichnet,
daß jede Druckfeder (18) /.egen das Drehgestell (11 bis 13) durch mindestens zwei
gleich/u ig auf Schub und Druck beanspruchte Gummifedern (23 und 24 brw 40 und 41 brw.
43 und 44) abgefedert ist.
2. Abstützung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet,
daß Hei Querbo -gungen des
Wagenkastens (10) zum Drehgestelf(l 1 bi* 13)
die Gummifedern (23 un«.i 24; 40 und 41; 43 und
44) hauptsächlich auf Schub beansprucht sind.
3. Abstützung nach Anspruch 1 oder 2. gekennzeichnet
durch einen trogartigen Hinbauteil (21). welcher die Druckfeder (18) trägt und von
in Längsrichtung des Wagenkastens (10) '»zw. des Drehgestells (11 b,s 13) .0, und hinter der Druckfeder
angeordneten Gummifedern (23 und 24) abgestützt ist.
4. Abstützung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß d"·'. Kompressionsachsen
der Gummifedern (23 und 24) vom Drehgestell (11 bis 13) nach oben schräg gegen den
trogartigen Einbauteil (21) gerichtet sind.
5. Abstützung nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennz.eichnet. daß die Kompre?sionsachsen
der Gummifedern (23 und 24) etwas nach innen zur Mittellängsebenc des Wagenkastens (10)
geneigt sind (F i g. 1 bis 3).
6. Abstützung nach den Ansprüchen I und 3, dadurch gekennzeichnet daß der trogartige Einbauteil
(21) auf V-förmig angeordneten Paaren von schräg nach oben gerichteten Gummifedern
(40 und 41) abgestützt ist, von denen sich ein Paar vor und ein Paar hinter dem Einbauteil befindet
(F i g. 4 und 5).
7. Abstützung nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der trogartige Einbauteil
(21) auf Winkelfedern (43 und 44) abgestützt ist. die vor und hinter dem Einbauteil angeordnet
und schräg gegen diesen gerichtet sind (Fig. 6 und 7).
6. Abstützung nach den Ansprüchen 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der durch die Gummifedern (23 und 24; 40 und 41; 43 und 44)
dein Einbauteil (21) vermittelte effektive Wirkungspunkt der Abstützung in dem geometrischen
Mittelpunkt der Druckfeder (18) oder oberhalb desselben liegt.
9. Abstützung nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfeder (18)
metallene Zwischenplatten und Endplatten aufweist, welche als Ausschnitte aus Kugelschalen
ausgebildet sind und mit ihren konkaven Flächen nach unten weisen.
10. Abstützung nach den Ansprüchen I bis 9.
dadurch gekennzeichnet, daß Gummipuffer zur Begrenzung der Querauslenkung des Wagenkastens
(10) zum Drehgestell (11 bis 13) vorgesehen sind.
11. Abstützung nach den Ansirüchen 1 bis 10,
üekenn/eichnet durch einen auf Zug und Druck beanspruchten Lenker (14). welchei den Wagenkasten
(10) mit dem Drehgestell (11 bis 13) verbindet und die in Längsrichtung verlaufenden
Zu2- und Bremskräfte aufnimmt, wobei der Lenker den in Längsrichtung des Wagenkastens auftretenden
Kräften einen großen Widerstand. senkrechten Quer- und Wankbewegungen des Wagenkastens zum Drehgestell jedoch geringen
oder gar keinen Widerstand entgegensetzt.
12. Abstützung nach den Ansprüchen 1 und 1'..
dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkverbindungen (15 und 16) des Lenkers (14) als Ausschnitte
aus Kugelschalen ausgebildete Gummischichten enthalten, weiche Bewegungen des
Lenkers in allen Richtungen zulassen.
13. Abstützung nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Lenker (14)
in der Faiirzeuglängsachse vorgesehen sind, die
unter Zwischenschaltung von Gummibuchsen am Drehgestell (11 bis 13) einerseits und beiderseits
einer na:h abwärts gerichteten Konsole des Wagenkastens (10) andererseits angelenkt sind,
wobei die Gummibuchsen bei Schwenkbewegungen des Drehgestells gegenüber dem Wagenkasten
auf Druck und Schub beansprucht werden.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| GB4034260A GB950862A (en) | 1960-11-23 | 1960-11-23 | Improvements in or relating to railway vehicles |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| SE308541B (de) | 1969-02-17 |
| DE1282667B (de) | 1968-11-14 |
| GB950862A (en) | 1964-02-26 |
| FR1312632A (fr) | 1962-12-21 |
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