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Mehrtagewecker Die vorliegende Erfindung betrifft einen Mehrtagewecker,
bei welchem die Feder des Signalwerks jeweils innerhalb von 24 Stunden durch die
Zugfeder spannbar ist.
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Es ist ein Mehrtagewecker der eingangs erwähnten Gattung bekanntgeworden,
dessen Läuteaufzugsvorrichtung mit einem vom Federhaus in Drehung versetzten Nocken
versehen ist, welche im Laufe einer vollen Umdrehung um sich selbst einen Hebel
so verschiebt, daß ein Aufzugsrad gedreht wird, welches die Läutefeder spannt. In
diesem bekannten Wecker ist der Aufzugsmechanismus für die Läutefeder unabhängig
vom Läutewerkauslösemeehanismus. Man muß daher ein Mittel vorsehen, das die Läutefeder
gespannt hält, nachdem das Aufzugsrad eine Umdrehung um sich selbst ausgeführt hat
und welches nicht mehr tätig ist, wenn das Aufziehen wieder beginnen soll. Außerdem
müssen Mittel vorgesehen werden, um die Läutefeder mit der Hand aufzuziehen, wenn
die Zeit zwischen dem Augenblick, in dem das nächste Läuten erfolgen soll, geringer
ist als die Zeit, welche der Nocken braucht, um die Läutefeder unter der Wirkung
des Uhrwerkes aufzuziehen.
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Diese Uhrwerke der bekannten Wecker sind daher im Aufbau ziemlich
kompliziert und unbequem, und sie weisen viele Teile auf, die störanfällig sind
und einen verhältnismäßig großen Raum im Wecker einnehmen. Außerdem können sie,
da sie mit einer genügenden Reserve an Energie zum Betätigen des Uhrwerkes während
einer gewissen Anzahl Tage und zum Antreiben des Läuterades während einer bestimmten
Zeit versehen sind, nur unter normalen Verhältnissen gebraucht werden, wo die Zahl
und die Dauer des jeden Tag hervorgerufenen Läutens in ziemlich engen Grenzen bleiben.
So ist es im Fall einer großen Gangreserve des Uhrwerks, z. B. 8 Tage, erforderlich,
der Antriebsfeder eine ausreichende Stärke zu verleihen, um das Werk während der
angegebenen Zeit anzutreiben und um eine entsprechend große Anzahl von Alarmen,
z. B. 16, auslösen zu können, da es durchaus vorkommen kann, daß der Benutzer den
Weckalarm zweimal täglich auslösen läßt. Benötigt der Benutzer indessen nur 8 Alarme,
so bleibt die Feder konstant einer beachtlichen Spannung unterworfen, anderseits
bleibt, wenn die Anzahl der Alarme über das mögliche Maximum vermehrt wird, der
Wecker von sich aus stehen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei dem eingangs erwähnten
Mehrtagewecker eine robuste und damit zuverlässig wirkende Konstruktion zu schaffen,
die einen Antrieb mit einer Gangreserve von einigen Tagen aufweisen kann, und in
welchem die obenerwähnten Nachteile vermieden sind dadurch, daß die Zeigerstellorgane
des Wekkers mit dem Aufzugsorgan der Läutefeder so verbunden sind, daß sie miteinander
zusammenwirken.
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Bei Mehrtageweckern der eingangs erwähnten Art wird diese Aufgabe
erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das auf der Welle des Anzeigeorgans des Signalwerks
gelagerte Auslöserad als Stirnzahnrad mit sich nur über einen Teil der Peripherie
erstrekkenden Zahnsektor ausgebildet ist und daß vom Federhaus aus innerhalb 24
Stunden ein auf der Signalwerkswelle, die parallel zu der Anzeigeorganwelle im Uhrwerksgehäuse
angeordnet ist, gelagertes Spannrad zum Zwecke des Spannens der Schlagwerkfeder
antreibbar ist, die auf einer auf der Signalwerkswelle gelagerten Spiralrolle angeordnet
ist, wobei der von Zähnen freie Sektorteil des Auslöserades das Spannrad frei gibt,
damit es unter der Kraftwirkung der Schlagwerkfeder das Schlag,-werkrad und damit
das Ankerrad des Signalwerks zum Signalgeben drehen kann.
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Die Erfindung hat den Vorteil, daß die Auslösung des Läuterades jedesmal
erfolgt, wenn das Auslöserad, welches normalerweise vom Uhrwerk angetrieben wird,
sich in einer bestimmten Richtung befindet, und da dieses Rad koaxial zur Anzeigeorganwelle
gelagert ist, eine Winkelverschiebung des Aus-
Löserades bezüglich
der Organe bewirkt wird, welche es während der Stundenregelung für den nächsten
Läutevorgang vorwärts treibt und den Anfang des Aufzugs der Läutefeder einleitet,
wodurch die Zeit, während welcher das Aufzugsrad nicht vom Uhrwerk getrieben wird;
kompensiert wird.
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Die Vorrichtung gemäß der Erfindung erlaubt somit, so viele Läutevorgänge
als im Laufe eines Tages erwünscht sind, hervorzurufen, ohne die Energie der Zugfeder
zu erschöpfen, da während der Stundenstellung des Läutewerks der Läutefeder automatisch
die Energie zugeführt wird, die für den gewünschten zusätzlichen Läutevorgang erforderlich
ist.
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Weitere vorteilhafte Ausführungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben
sich aus denUnteransprüchen. Ein Ausführungsbeispiel sei an Hand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigt F i g. 1 einen axialen Teilschnitt durch das Uhrwerk, F i g.
2 eine Draufsicht auf die Auslösevorrichtung des Schlagwerks in der Auslösestellung,
F i g. 3 eine Draufsicht auf diese Vorrichtung in einer anderen Auslösestellung,
F i g. 4 eine Draufsicht auf diese Vorrichtung in einer dritten Auslösestellung
und F i g. 5 eine Ansicht eines mit dem erwähnten Uhrwerk versehenen Weckers.
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Das in F i g. 1 gezeigte Ausführungsbeispiel weist eine Platine 1
und- eine unterhalb der Platine und parallel zu dieser angeordnete Brücke
2 auf sowie ein Zifferblatt 3, welches über der Platine 1 in einer bestimmten
Entfernung angeordnet ist. Gewisse Uhrwerkräder sind zwischen der Platine und dem
Zifferblatt gelagert. Die Energie für den Antrieb des Uhr-und des Schlagwerks ist
im Federhaus 4 mit der Antriebsfeder 5 gespeichert. Das innere Ende der Feder 5
ist an einer Welle 6 des Federhauses befestigt, die sich in einem an der Brücke
2 befestigten Lager 7 und im zentralen Teil der Trommel des Federhauses 4 dreht:
Die Welle 6 des Federhauses trägt ein Sperrad 8, welches den Deckel des Federhauses
bildet und mit einer Breguet-Zahnung 9 in' der 'inneren Fläche - der Brücke 2 zusammenwirkt.
Die Trommel des Federhauses 4 weist einen Drehzapfen 4 a auf, welcher in
einem in der Platine 1 befestigten Lager 10. drehbar gelagert ist. Sie weist
weiter eine äußere Zahnung 11 auf, welche mit einem ersten nicht dargestellten Rad
des Räderwerks kämmt.
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Ein Antriebsrad 12 ist am Ende des Drehzapfens befestigt und liegt
zwischen der Platine 1 und dem Zifferblatt 3. Dieses Antriebsrad betätigt wie nachfolgend
beschrieben die Anzeigeorgane des Weckers sowie die Vorrichtung des Schlagwerks.
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Das Antriebsrad 12 kämmt mit einem übersetzungsrad 13, welches durch
Reibung mit einer Scheibe 14 verbunden ist, die eine periphere Zahnung mit dem gleichen
Durchmesser wie jene des Rades 13 aufweist. Diese Scheibe kämmt selbst mit dem nicht
dargestellten Stundenrohr, welches herkömmlich ausgeführt ist und im Zentrum des
Uhrwerks angeordnet ist und den Stundenzeiger 15 (F i g. 5) trägt. Dieses Stundenrohr
treibt außerdem mittels eines herkömmlichen Wechselrades das Minutenrohr, welches
koaxial zum Zeiger 15 einen Minutenzeiger 16 trägt. Die Reibungsverbindung zwischen
den Rädern 13 und 14 erlaubt das Richten der Zeiger 15 und 16. Das Zifferblatt 3
weist den Stundenkreis 17 auf. Das Federhaus 4, dessen Ablauf durch das Räderwerk
und die Reguliervorrichtung reguliert wird, dreht mit einer Geschwindigkeit von
einer Umdrehung in 12 Stunden. Die Räder 13 und 14, welche den doppelten Durchmesser
des Rades 12 aufweisen, über in 24 Stunden eine Umdrehung aus. Das Stundenrohr besitzt
den gleichen Durchmesser wie das Rad 12. Andererseits drehen die Räder 13 und 14
im Gegenuhrzeigersinn, wenn sich das Rad 12 im Uhrzeigersinn dreht. Ein Aufziehknopf,
welcher am Ende der Federhauswelle befestigt ist, ermöglicht das Spannen der Feder
5. Man sieht in den F i g. 1 und 5, daß das Zifferblatt im Bereich der Ziffer 6
eine kreisrunde Öffnung 18 aufweist, durch welche die obere Fläche der Scheibe
14
sichtbar ist. Diese obere Fläche weist eine kreisrunde Skala 19 auf, die
von 0 bis 24 Stunden unterteilt ist. Eine feststehende Marke 20 ermöglicht die Weckanzeige
für 24 Stunden.
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Die Räder 13 und 14 drehen auf einer Welle 21, welche in einem Lager
22 der Brücke 2 und in einer Öffnung 23 der Platine 1 geführt ist. Diese Welle erstreckt
sich bis hinter das Uhrwerk, wo sie zugänglich ist. Sie trägt einen Aufsatz 24,
welcher auf ihrem oberen Ende bedingt durch einen Schlitz 25 elastisch gehalten
ist. Dieser Aufsatz, der sich mit der Welle 21 dreht, ist im Innern einer
Buchse 26 geführt, die ihrerseits in einer koaxialen Öffnung der Räder 13 und 14
gelagert ist. Der Aufsatz 24, die Buchse 26 und die Räder 13 und 14 reiben gegenseitig
leicht aneinander und können unabhängig voneinander gedreht werden.
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Wie aus F i g.1 hervorgeht, weist. die Buchse 26 an ihrem oberen Ende
ein Anzeigeorgan 27 auf, welches sich über der Scheibe 14 befindet; der Aufsatz
24 weist ein Anzeigeorgan 28 auf, das über dem Anzeigeorgan 27 angeordnet ist. Diese
zwei Anzeigeorgane drehen normalerweise mit der durch das Uhrwerk angetriebenen
Scheibe 14, können aber beliebig gegenüber diesem Scheibenzifferblatt eingestellt
werden, indem sie sieh entweder vollständig überdecken oder einen Winkel bilden,
der zwischen Null und einem Maximalwert schwanken kann.
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Im dargestellten Falle befindet sich das Anzeigeorgan 27 vor dem Organ
28 in Drehrichtung der Scheibe 14 betrachtet. Das Schlagwerk des Weckers wird dann
ausgelöst, wenn das Organ 27 der Marke 20 gegenüberliegt. Es hört selbsttätig nach
gewisser Zeit auf und fängt von neuem an, wenn das Anzeigeorgan 28 gegenüber der
Marke 20 zu liegen kommt.
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Der Auslösemechanismus; der diese Funktion gewährleistet, weist zunächst
eine mit dem Aufsatz 24 und der Welle 21 drehende Nockenscheibe 29 auf.
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Zu diesem Zweck weist der Aufsatz 24 an seinem unteren Ende zwei diametral
gegenüberliegende Nocken 30 auf, die in entsprechende Ausnehmungen der Nockenscheibe
29 hineingreifen, welche diese an ihrer unteren Fläche aufweist. Die Nockenscheibe
29 sitzt mit Preßsitz auf dem Aufsatz 24. Der Mechanismus weist außerdem ein Auslöserad
31 auf, welches auf dem unteren Ende der Buchse 26 sitzt. Diese letztere weist einen
flachen Absatz 32 auf, welchem eine gerade Partie des Umfanges der zentralen Öffnung
des Rades 31 entspricht. Hierdurch wird ein gegenseitiges Verdrehen der Buchse 26
und des Rades 31 verhindert.
Zwischen dem Rad 31 und dem Übersetzungsrad
13 ist eine elastische Scheibe 33 angeordnet, die an ihrer Peripherie kleine
vorstehende Zungen 34 aufweist, welche in eine Breguet-Zahnung 35 an der unteren
Fläche des Rades 13 greifen. Die Scheibe 33 liegt auf dem Rad 31 und weist
eine Öffnung auf, in welche ein Nocken 36 greift, der vom Rad 31 vorsteht. Die Scheibe
33, die somit drehfest mit dem Rad 31 verbunden ist, bildet zwischen diesem Rad
und dein Übersetzungsrad 13 eine Einwegkupplung. Da das Übersetzungsrad 13 mit dem
vom Federhaus angetriebenen Rad 12 im Eingriff steht, kann das Auslöserad 31 nur
im Vorwärtssinn gegenüber dem Rad 13 verschoben werden, d. h. es kann nur im Gegenuhrzeigersinn
gedreht werden. Das Rad 31 weist an seiner unteren Fläche noch zwei Widerlager 37
und 37a auf, welche beidseitig des Nokkens der Nockenscheibe 29 angeordnet sind,
so daß bei einer Drehung der Welle 21 im Gegenuhrzeigersinn die Nockenscheibe
29 am Widerlager 37 einhakt und das Rad 31 und die Scheibe 33 mitbewegt,
deren kleine Zungen auf der Breguet-Zahnung 35 gleiten. Die gegenseitige Lage der
Nockenscheibe 29
und des Rades 31, die demnach durch das erste Widerlager
37 bestimmt ist, entspricht jener, bei der die beiden Anzeigeorgane 27 und 28 übereinanderliegen.
Durch eine Drehung der Welle 21 im Uhrzeigersinn kann man die Nockenscheibe 29 allein
antreiben und den Zeiger 28 gegenüber dem Zeiger 27 verdrehen, bis die Nockenscheibe
29 gegen das Widerlager 37a stößt, was ungefähr einer Verschiebung von 3 .Stunden
entspricht (siehe F i g. 2). Es sei noch festgestellt, daß die Scheibe 33 die Reibungsverbindung
zwischen dem Rad 14 und dem Rad 1.3 gewährleistet. Das Rad 14 ist
durch einen Flansch der Buchse 26 axial gehalten, während die Nockenscheibe 29 durch
die Nocken 30 axial gehalten ist. Die elastische Scheibe 33 stützt sich auf das
Rad 31 und drückt es gegen die Nockenscheibe 29, während sie das Rad 33 gegen das
Rad 14 preßt. Der Aufsatz 24 hält seinerseits die Buchse 26 axial.
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Der beschriebene Mechanismus arbeitet mit einem Schlagwerkmechanismus
57 zusammen, welcher teilweise in der F i g. 1 dargestellt ist. Eine Welle 38, die
zwischen der Brücke 2 und der Platine 1 gelagert ist und die im Zwischenraum zwischen
der Platine 1 und dem Zifferblatt 3 angeordnet ist, trägt und drehe eine Steuerscheibe
39, auf deren Nabe 39a eine Spiralrolle 40 befestigt ist, an welcher das innere
Ende einer Feder 41 des Schlagwerks befestigt ist. Das äußere Ende dieser Feder
des Schlagwerks ist an einem Pfeiler 56 befestigt, welcher sich von der Platine
1 zur Brücke 2 erstreckt. Die Scheibe 39 kann auf der Welle 38 gleiten. Sie
weist in der unteren Fläche ihrer Nabe eine Breguet-Zahnung 42 auf, welche
mit einer entsprechenden Zahnung am Schlagwerkrad 43 kämmt, das am unteren
Ende der Welle 38 frei laufend angeordnet ist. Eine Blattfeder 44 hält die
Breguet-Zahnung 42 derart im gegenseitigen Eingriff, daß, wenn die Welle
38 nach dem Spannen der Feder 41 und dem Auslösen des Schlagwerks in Drehung versetzt
ist, das Rad 43 durch die Breguet-Zahnung 42 angetrieben wird und ein Ankerrad
45 dreht, das mit Hilfe eines nicht dargestellten Ankers den Hammer des Schlagwerks
betätigt.
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Am oberen Ende der Welle 38 zwischen der Platine 1 und dem Zifferblatt
3 ist ein Aufziehrad 46 befestigt, welches über seine ganze Peripherie eine Zahnung
47 aufweist und welches in seiner unteren Fläche ein Widerlager
48 aufweist. In F i g. 1 erkennt man, daß die Zahnung 47 des Rades
46 sich in der Höhe bis auf die Höhe des Auslöserades 31 erstreckt und daß
sich das Widerlager 48 bis auf die Höhe der Nockenscheibe 29 erstreckt. Die Art
und Weise des Zusammenwirkens dieser Elemente ist in den F i g. 2, 3 und 4 dargestellt.
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Während sich die Zahnung 47 über die ganze Peripherie des Rades 46
erstreckt, erstreckt sich die Zahnung des Auslöserades 31 nur über ungefähr 320°
und weist einen verstärkten letzten Zahn 49 auf. Trotzdem weisen die Räder 46 und
31 die gleiche Anzahl Zähne auf. Der Nocken der Scheibe 29 wird durch eine radiale
Fläche 50 begrenzt, welche gegen das Widerlager 37 stößt, wenn man die beiden Anzeigeorgane
zur Übereinstimmung bringt. Ein peripherer, leicht gewundener Rand 51 erleichtert
die Verschiebung des Nockens unter dem Druck des Widerlagers 48.
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Die Lage der Organe 31, 29 und 46, wie sie in der F i g. 2 dargestellt
ist, entspricht jenem Augenblick, unmittelbar bevor ein Alarm ausgelöst wird. Die
zwei Anzeigeorgane 27 und 28 sind in übereinstimmung. Bis zu diesem
Zeitpunkt haben sich die Teile 29, 31, 13 und 14 alle zusammen durch
den Antrieb des Werkes gedreht, so daß die Feder 41
dann, wenn die Anzeigeorgane
der Marke 20 gegenüber zu liegen kommen, vollständig gespannt ist. Sobald der Zahn
49 aus der Zahnung 47 heraustritt, ist das Rad 46 frei und
läuft, durch die Feder 41 angetrieben, ab. Es führt eine vollständige Umdrehung
aus, bis die Feder 41 entspannt ist. Das Rad 45 führt während dieser
Zeit mehrere Umdrehungen aus und betätigt das Schlagwerk.
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Wird nach der Signalgabe an der Einstellung der Welle 21 nichts
geändert, wird der gesamte Block der Alarmvorrichtung durch das Ineinandergreifen
der Räder 13 und 12 weiter angetrieben und dreht im Gegenuhrzeigersinn. Nach ungefähr
4 Stunden kommt der erste Zahn 52 des Auslösezahnrades 31
mit der Zahnung
47 in Eingriff und treibt das Rad 46 an (F i g. 3). Die Schlagfeder
spannt sich auf diese Weise, bedingt durch die vom Federhaus 4 übertragene Energie,
selbsttätig im Uhrzeigersinn. Dieser Spannvorgang dauert so lange, d. h. 24 Stunden,
bis die Räder 29 und 31 sich in der in F i g. 2 gezeigten Lage befinden, wonach
erneut ein Alarm ausgelöst wird.
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Um die Stunde zur Auslösung des Schlagwerks zu ändern, genügt es,
die Welle 21 um den gewünschten Winkel im Gegenuhrzeigersinn zu drehen. Wenn die
Zahnung des Rades 31 dann mit dem Rad 46
nicht im Eingriff steht, wird die
Zeitspanne, nach welcher sie mit dieser Zahnung in Eingriff kommt, verkürzt, und
wenn die ausgeführte Drehbewegung das Rad 31 mit dem Rad 36 in Eingriff
bringt, so bringt die Einstellbewegung bereits ein teilweises Spannen der Feder
des Schlagwerks mit sich. Die Drehung des Auslöserades 31 bringt in jedem Falle
das Spannrad in eine solche Anfangsstellung, in welcher die Feder des Schlagwerks
dann vollständig gespannt wird, wenn die in F i g. 2 dargestellte Auslösestellung
erreicht ist.
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Wie vorangehend erwähnt, kann die Welle 21 im Uhrzeigersinn
um einen maximalen Winkel gedreht werden, welcher einer Dauer von ungefähr 3 Stunden
entspricht. In diesem Bereich wird nur die
Nockenscheibe 29 mitbewegt,
während das Rad 31 mit dem Rad 13 verbunden bleibt, welches seinerseits mit
dem Rad 12 im Eingriff steht. Die Relativstellung des Nockens gegenüber dem Rad
31 wird dadurch, wie F i g. 4 zeigt, verändert. Der gewundene Rand 51 erstreckt
sich dann in den Weg des Widerlagers 48, welches an dem Spannrad 46 befestigt ist.
Von der in F i g. 2 gezeigten Auslösestellung weg kann dieses Widerlager nur eine
halbe Umdrehung ausführen, bevor es gegen den Rand 51 der Nockenscheibe 29 stößt.
Daraus ergibt sich, daß das Schlagwerk nach einer halben Umdrehung des Schlagwerkfades
anhält. Da sich jedoch die Nockenscheibe 29
infolge ihrer Reibungsverbindung
zum Rad 31 weiterbewegt, wird am Ende eines der Verschiebung zwischen dem Nocken
und dem Rad 31 proportionalen Zeitintervalls das Widerlager 48 wiederum freigegeben,
und die Räder des Schlagwerks setzen sich unter der Wirkung der Feder
41 wieder so lange in Bewegung, als notwendig ist, um die zweite Hälfte ihrer
Drehbewegung auszuüben.
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Man könnte natürlich als Variante einen Nocken vorsehen, dessen Rand
51 mehrere Anlageflächen und auf dem Rand 46 mehrere Widerlager aufweisen
würde, so daß jeder der Alarme in mehrere Periodenaufgeteilt würde. Man könnte ebenfalls
mehrere einstellbare Nocken vorsehen, die einander gegenüberliegen und welche es
gestatten würden, mehrere Alarme nach frei gewählten Intervallen auszulösen.
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Die beschriebene Vorrichtung eines Schlagwerks kann noch mit einer
Blockierausrüstung versehen sein, welche es gestattet, das Schlagwerk beliebig nach
der Auslösung des Alarms abzustellen. Diese Ausrüstung weist eine Wippe 53 auf,
welche den Hammer des Schlagwerks blockieren kann und welche an einem Ende einer
ihrer Arme einen Zapfen 54 aufweist, welcher in einer Nut 55 des Rades 39 gleitet
und der in dem Augenblick, in welchem sich die Feder des Schlagwerks 41 zu
entspannen beginnt, die Arretiervorrichtung des Schlagwerks in eine Ausgangsstellung
zurückführt.