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DE1281982B - Vorgespanntes Walzgeruest mit geschlossenen Staendern - Google Patents

Vorgespanntes Walzgeruest mit geschlossenen Staendern

Info

Publication number
DE1281982B
DE1281982B DE1965V0028014 DEV0028014A DE1281982B DE 1281982 B DE1281982 B DE 1281982B DE 1965V0028014 DE1965V0028014 DE 1965V0028014 DE V0028014 A DEV0028014 A DE V0028014A DE 1281982 B DE1281982 B DE 1281982B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure
valves
rolling
roll stand
hydraulic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE1965V0028014
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Siegfried Metzger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
NEUMANN oHG
Moeller and Neumann Verwaltungsgesellschaft Offene GmbH
Verwaltungsgesellschaft Moeller and Neumann oHG
Original Assignee
NEUMANN oHG
Moeller and Neumann Verwaltungsgesellschaft Offene GmbH
Verwaltungsgesellschaft Moeller and Neumann oHG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by NEUMANN oHG, Moeller and Neumann Verwaltungsgesellschaft Offene GmbH, Verwaltungsgesellschaft Moeller and Neumann oHG filed Critical NEUMANN oHG
Priority to DE1965V0028014 priority Critical patent/DE1281982B/de
Priority to GB633066A priority patent/GB1133142A/en
Priority to FR52514A priority patent/FR1470834A/fr
Publication of DE1281982B publication Critical patent/DE1281982B/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B37/00Control devices or methods specially adapted for metal-rolling mills or the work produced thereby
    • B21B37/58Roll-force control; Roll-gap control
    • B21B37/64Mill spring or roll spring compensation systems, e.g. control of prestressed mill stands

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Bending Of Plates, Rods, And Pipes (AREA)
  • Control Of Metal Rolling (AREA)
  • Fluid-Pressure Circuits (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
B 21b
Deutsche Kl.: 7 a-31/02
Nummer: 1281982
Aktenzeichen: P 12 81 982.8-14 (V 28014)
Anmeldetag: 9. März 1965
Auslegetag: 7. November 1968
Die Erfindung betrifft ein vorgespanntes Walzgerüst mit geschlossenen Ständern, einer mechanischen oder hydraulischen Anstellvorrichtung und zwischen den Einbaustücken wirkenden hydraulischen Spanneinrichtungen zum Vorspannen des Gerüstes auf mehr als den maximalen Walzdruck oder — bei Kaltwalzgerüsten — auf mehr als.die maximalen Walzdruckänderungen, wobei die Druckräume der Spannzylinder durch gesteuerte Ventile von der Druckquelle absperrbar sind. Ein solches Walzgerüst ist meist mit einer Regelvorrichtung zum geregelten Ändern des hydraulischen Spanndruckes versehen, um über eine Konstanz der Ständerspannung einen gleichbleibenden Walzspalt zu erhalten. Ohne Walzspaltregelung ist das als Ausgangspunkt der Erfindung gewählte Gerüst insoweit bekannt, als der zwischen den Einbaustücken wirkende Spanndruck allein für die Ausbalancierung _ des Gewichtes des oberen Walzensatzes mit Einbaustücken ausgelegt ist. In diesem Falle kann man nicht von Vorspannung sprechen, zumal die Druckräume der Spannzylinder nicht abgesperrt sein dürfen, der Spreizdruck vielmehr konstant gehalten werden muß. Es wurde erkannt, daß ein echt vorgespanntes Walzgerüst der eingangs beschriebenen Art mit abgesperrten Spannzylindern zwischen den Einbaustücken während der Ansprechzeit einer Regelvorrichtung oder — wenn die Regelvorrichtung überhaupt weggedacht wird - - ein Dehnverhaltcn hat. das den Gesetzen der Vorspanntheorie unterliegt, denn eine Walzdruckzunahme wird zum Teil von den Ständern unter Erhöhung deren Zugspannung und zum Teil von gedrückten Querschnitten aufgenommen, deren Druckspannung sich vermindert. Die effektive Dehnung eines solchen vorgespannten Walzgerüstes muß daher kleiner als die eines nicht vorgespannten Gerüstes sein, gleiche Abmessungen vorausgesetzt. Bei einem nicht vorgespannten Gerüst tragen nämlich nur die Ständersäulen, also ein Querschnitt, der geringer ist als die Summe der Zug- und Druckquerschnitte. Die Vorspanntheorie ist im Walzwerkbau — von älteren und das Hooksche Gesetz außerachtlassenden Vorschlägen abgesehen — in der Hauptsache nur bei Zuganker-Walzgerüsten praktiziert worden. Die grundlegende bekannte Forderung, die bei Walzdruckzunahme entlasteten Druckquerschnitte möglichst steif zu machen, wurde dabei beachtet. So wurde nach einem älteren, nicht vorveröffentlichten Vorschlag bei einem Walzgerüst mit hydraulisch veränderbarer Zugankerlänge als das ' den aufatmenden gedrückten Querschnitten zuzurechnende Druckmittel Quecksilber vorgesehen, das absperrbar ist. um über eine erhöhte Kompressibilität Vorgespanntes Walzgerüst mit geschlossenen
Ständern
Anmelder:
Verwaltungsgesellschaft Moeller und Neumann
offene Handelsgesellschaft, ·
6670 St. Ingbert, Ensheimer Str. 48
Als Erfinder benannt:
Hans Siegfried Metzger, 6670 St. Ingbert
des abgesperrten Druckmittels die gedrückten Querschnitte steifer zu machen. Die Erfindung läuft darauf hinaus, dieses gleiche Ziel auch bei Walzgerüsten mit geschlossenen Ständern zu erreichen.
In diesem Zusammenhang ist noch ein älterer Vorschlag zu erwähnen, die Federkonstante eines im Walzdruckverlauf angeordneten Druckkissens durch veränderliche Länge der in den Rohrleitungen anstehenden ölsäule zu beeinflussen.
Es ist ein vorgespanntes Walzgerüst der eingangs erläuterten Art bekannt, dessen zwischen den Einbaustücken wirkenden hydraulischen Spanneinrichtungen paarweise oder ständerweise zum hydraulischen Gleichlauf zusammengeschaltet sind. Diese Vorschrift ist bei dem bekannten Vorspanngerüst deshalb nicht wegzudenken, da durch eine Dosierung der ölmengen in den Spannzylindern der Walzspalt eingestellt werden muß. Der hydraulische Gleichlauf erfordert daher beim bekannten Gerüst Rohrleitungen zwischen dem oder den Absperrventilen, so daß eine große ölmenge im Walzbetrieb, wenn auch angesperrt, hinter den Spannkolben steht. Die Spannkolben schwimmen gewissermaßen auf Druckkissen beträchtlichen Volumens.
Eine Besonderheit des bekannten vorgespannten Gerüstes (französische Patentschrift 1 314 562) besteht ferner darin, daß zwischen die unteren Einbaustücke und die unteren Ständerjoche hydraulische Drucktöpfe eingesetzt sind, deren Druck während des Walzens konstant gehalten wird. Dies bedeutet nichts anderes, als daß die Ständersäulen nur durch die Vorspannkraft belastet werden, an der Lastaufnahme aber nicht mehr teilnehmen, sondern nur noch die gedrückten Querschnitte, zu denen die unter Walzdruckzunahme Spannung verlierenden seitlichen Wangen der Einbaustücke, die Spannkolben selbst sowie die zusammendrückbaren ölsäulen mit den elastischen
109 630/460
Rohrleitungen zu rechnen siild,AlIe diese teile haben steifigkeit der definierten gedrückten Querschnitte, eine gewisse Federkoristante, die das Dehnungsver- da sie maschinenbedingt eine kurze Dehnlänge haben, halten des Gerüstes im Walzbetrieb bestimmt. mehr bringt und daher wirtschaftlicher ist als eine
Das Dehnungsverhalten des bekannten Vorspann- Erhöhung der Zügsteifigkeit der gezogenen Quergerüstes ergibt sich aus dem Vorspanndreieck Ä, B, G 5 , schnitte.
gemäß F ig. 3 der Zeichnung. Hier ist in der Ordi- Der erste Schritt zur Lösung der gestellten Aufgabe
natenachse die Vorspannkraft Pv und in der Ab- besteht darin, daß die Absperrventile derhydraülischen szissenachse die" Dehnung <5 aufgetragen. Die Vor- Spanneinrichtüngen zur Einstellung kleinstmöglicher spannung wird eingestellt, indem in den unteren Drückvolumina in unmittelbarer Nähe der Spannhydraulischen Drucktöpfen der Druck erhöht wird, 10 zylinder angeordnet sind. Hierdurch wird der bebis die beabsichtigte Vorspannung Pv eingestellt ist, herrschende Einfluß der Kompressibilität der ölsäulen die größer sein soll als der maximale Walzdruck Ρψ. sowie die Elastizität der Rohrleitungen auf die Druck-Im Vorspanndreieck ist AC die Zugdehnungslinie steifigkeit der gedrückten Querschnitte weitgehend und BC die Druckdehnungslinie der gezogenen bzw. ausgeschaltet. Um auch noch mechanische Teile gedrückten Querschnitte. Die Neigungswinkel α bzw. β 15 drucksteifer zu machen, empfiehlt es sich ferner, die der beiden Dehnungslinien sind ein Maß für die Kolben der Spanneinrichtungen an ihren freien Enden Federkonstahten der gezogenen und der gedrückten zur Vergrößerung ihrer an den Einbaustücken an-Teile. Da nun aber bei dem bekannten Gerüst gegen - liegenden Stirnflächen entsprechend dem sogenannten konstanten hydraulischen Druck gewälzt wird, ergibt Druckkegel zu erweitern. Ebenso können die Einbausich kein echtes Vorsjpannverhalten, denn ein Walz- 20 stücke im Bereich ihrer die Walzenlager umgebenden druck Pyr führt lediglich zu einer Druckabnahme in Wangen, die unter Walzendruek entlastet werden, den gedrückten Querschnitten, wie in Fig.3 ein- entsprechend der von den Stirnflächen der Spanngezeichnet. Die Zugdehntingslinie AC verläuft näm- kolben und der Spannzylinder ausgehenden Drucklich im Walzbetrieb auf Grund der Vorschrift, den kegel erweitert werden. Schließlich kann die Druck-Gegendruck konstant zu halten, waagerecht. Das 25 steifigkeit der unter Walzdruck entlasteten Teile auch Gerüst hat eine effektive Dehnung <53. noch durch eine Erhöhung der Kompressibilität des
Die Gerüstdehnung wird merkbar kleiner, wenn Druckmittels an sich erhöht werden, indem Queck-— wie in Fi g. 4 dargestellt — ein echter Vorspann- silber als hydraulisches Druckmittel der Spanneineffekt erzeugt wird. Hierzu müssen die Ständersäulen richtungen verwendet wird, wie im Zusammenhang zum Mittragen herangezogen werden, was üblicher- 30 mit Zugankergerüsten bereits vorgeschlagen wurde. weise der Fall ist, wenn nicht gegen einen konstanten Da durch die erfindungsgemäße Anordnung der
hydraulischen Druck gewalzt wird, sondern der Walz- schaltbaren Ventile zum Absperren der ölsäulen der druck durch eine starre Abstützung aller Einbau- Spanneinrichtungen unmittelbar ätt den Spannzylinstücke an den Standern in die Ständersäulen über- dem jede Möglichkeit, durch ein hydraulisches Gegeleitet wird. Wenn also eine normale Druck- 35 stange für einen Ausgleich von Leckverlusten zu schrauben-Anstellvorrichtung oder eine hydraulische sorgen, entfällt und der Spanndruck auch während Anstellvorrichtung, die selbstverständlich beim Wal- des Walzens nicht willkürlich auf Höchstdruck gezen ein abgesperrtes Druckmittel hat, vorgesehen bracht werden darf, sieht die Erfindung eine Steuerung werden, ergibt sich ein Vorspanndreieck nach F i g. 4, der Ventile vor, durch die diese zwischen den Stichen das bei gleichen Gerüstabmessungen genau so auf- 40 selbsttätig gegen die Druckquelle geöffnet werden, gebaut ist wie dasjenige nach Fi g. 3, mit dem Unter- Hierdurch werden nicht vermeidbare Leckverluste in schied jedoch, daß eine Walzkraft Pw ebenfalls gleicher verhältnismäßig kurzen Zeitintervallen selbsttätig erGröße zwischen die Verlängerung der Zugdehnungs- setzt Und die ölmengen bzw. die vomDrucköl gefüllten liniere und die DruckdehnungslinieBC eingebaut Räume konstant gehalten.
wird. Man sieht, daß die effektive Dehnung Ö4 in 45 Der selbsttätige Leckyerlustausgleich wird beim Fig.4 Meiner ist als diejenige in Fig. 3. Dieser reversierenden Walzen erfindungsgemäß dadurch erEffekt würde erreicht, wenn in einem normalen reicht, daß die Ventile durch das Stillsetzen der Ständergerüst mit hydraulischer Ausbalancierung zwi- Wälzenzugmotoren aufsteuerbar sind. Beim Durchsehen den beim Walzen starr abgestützten Einbau- laufwalzen werden die Ventile durch eine hinter dem stücken der Spreizdruck so weit erhöht würde, daß 50 Gerüst angeordnete Fotozelle, die das Walzgutende unterbeimWalzenabgesperrtenZylindernderhydrau- meldet, aufgesteuert und durch eine vor dem Gerüst lische Spreizdrack nicht auf Null abfallen kann, ein angeordnete Fotozelle, die die Ankunft eines neuen Vorspannverhalten also eingestellt ist. Walzgutes meldet, Wieder zugesteuert.
Die Erfindung schließt an die Fiktion eines solcher- In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand eines
maßen vorgespannten Wälzgerüstes mit geschlossenen 55 Ausführuhgsbeispieles näher dargestellt, und zwar Ständern und einer mechanischen oder hydraulischen zeigt
Anstellvorrichtung an, d.h. an ein Walzgerüst mit Fig. 1 ein Quartowalzgerüst in Seitenansicht,
starrer Abstützung der Einbaustücke an den Ständern, Fig. 2 eine schematische Darstellung des Ge-
und hat sich zur Aufgabe gestellt, das etwa in Fig. 4 riistes, in der alle verformbaren Teile als Federn dargestellte Dehnungsverhalten durch eine Erhöhung 60 dargestellt sind,
der Drucksteifigkeit der gedrückten Querschnitte zu F i g. 3 bis 5 die bereits besprochenen Vorspannverbessern, um zu einem Vprspanndreieck etwa nach diagramrhe und
Fig. 5 zu gelangen, in dem .die Druckdehnungs- Fig. 6 ein Schaltschema für die Steuerung der
linie BC extrem steil gemacht ist. Selbstverständlich erfindurigsgemäß aus gesteuerten Rückschlagventilen könnte man auch die Ständersäulen steifer ausführen, 65 bestehenden Absperrventile unmittelbar an den Zylinurri dadurch zu einer größeren 'Federkonstanten und dem der hydraulischen Spanheinrichtung,
einer steueren Zugdehnungslinie AB zu kommen, Das Walzgerüst gemäß der Erfindung besteht aus
jedoch wurde erkannt, daß eine Erhöhung der Druck- den Ständern! mit den oberen Einbaustücken 2,
den unteren Einbaustücken 3 sowie den Stützwalzen 4, 5, gegen die sich die Arbeitswalzen 6, 7 abstützen. Der Walzenspalt wird durch mechanische AnstelL-schrauben 8 eingestellt.
In die unteren Einbaustücke 3 sind Spannzylinder 9, 10 mit Spannkolben 11, 12 eingesetzt, die mit ihren kegelartig verbreiterten Köpfen 11 α bzw. 12a gegen die oberen Einbaustücke 2 drücken, über diese Spainkolben wird das Gerüst hydraulisch auf mehr als den maximalen Walzdruck vorgespannt. In unmittelbarer Nähe der Zylinder 9,10 sind an den unteren Einbaustücken 3 gesteuerte Rückschlagventile 13, 14 angeordnet, um ein möglichst kleines ölvolumen unter den Spreizkolben 11,12 zu erhalten. Die Leitungen 15, 16 führen zur Druckquelle bzw. einem vor der Druckquelle angeordneten Schaltventil, wogegen die Leitungen 17, 18 die Steuerleitungen zum öffnen der Rückschlagventile 13, 14 gegen den eingespannten Drück smc[ »66 & ν
Die strichpunktierten Linien 20 deuten die Abmessungen eines Normalgerüstes mit üblicher Fensteröffnung an. Nach den der Erfindung zugrunde liegenden Erkenntnissen wird aber außer durch die extrem klein eingestellten abgesperrten Druckkissen die Steifigkeit des Gerüstes durch eine Vergrößerung der Ständerfenster, d. h. durch Materialanhäufung an den Einbaustücken 2 und 3, gesteigert, und zwar führt diese Maßnahme zu einem günstigeren Dehnungsverhalten, als wenn das Material in die Ständersäulen gesteckt würde. Dies liegt daran, daß die unter Walzdruck aufatmenden Druckquerschnitte der Einbaustücke 2 und 3 eine kürzere Dehnlänge haben als die Ständersäulen, nämlich eine Dehnlänge etwa
ι·ι» Ali 11 n^ — i ι α κ· τ
gleich dem Achsabstand der Stutzwalzen 4, 5. In F i g. 1 deuten die von den Spannkolben 11, 12 und den Böden der Zylinder 9, 10 ausgehenden Strahlen die Bereiche la bzw. 3a der Einbaustücke an, die innerhalb der von den Köpfen 11a bzw. 12a der Zylinder ausgehenden Druckkegel liegen und die bei Walzdruckzunahmen nur entlastet werden können. Diese Bereiche sind im folgenden als Wangen der Einbaustücke bezeichnet.
Es folgen zwei Berechnungsbeispiele zur Verdeutlichung des Einflusses nur der Maßnahme, die Ab-Sperrventile der hydraulischen Spanneinrichtungen unmittelbar an die Zylinder zu setzen. Die möglichen Verbesserungen durch Materialanhäufung an den Einbaustücken sowie Verbreiterung der Spannkolbenköpfe sind nicht berücksichtigt. Die angegebenen maschinenbedingten Werte sind an einem älteren Quartogerüst ermittelt worden.
Beispiel 1
Für das Dehnungsverhalten eines vorgespannten Ständergerüstes nach Fig. 1 sind die aus Fig.2 ersichtlichen Federkonstanten C der verschiedenen Gerüstteile maßgebend. Es bedeuten die angegebenen Federkonstanten C1 die Ständersäulen, C8' die Anstellspindeln, C2, C3 die äußeren in Fi g. 1 unschraffiert dargestellten Teile der Einbaustücke, C4, C5 die Stützwalzen und Wälzlager, C6, C7 die Arbeitswalzen- CBr für die abgesperrten Druckkissen der hydraufischen Spanneinrichtungen.
Folgende Werte sind als Gerüstkonstanten gegeben:
C1 + C2 + C3 + C8
(Gesamtfederung des Gerüstes)
= 0,003 mm/t
a +
= 0,0005 mm/t
=' 0,00077 mm/t (+)
Qi + Q2
,
= 0,00127 mm/t
Q>
(Federung der gedruckten Stahlteile).
Die Federung der hydraulischen Druckkissen ist aus der Formel für die elastische Zusammendrückung von Ölsäulen zu errechnen:
\v — V(H
Hierin ist Δ V die Volumenänderung unter einer angenommenen Druckdifferenz P1 — p2, V das gesamte ölvolumen, β der druck- und temperaturabhängige Kompressibilitätskoeffizient. 3© Für
j? _ 2qq atn'
\2 _ fi, . in-6 rm2/un. rt _ 7n. 1 n-e rm2/tn
Pi — O^ IU l/ΙΠ /XD, /J? — /U l\) CIIl /KD
and ein Gesamtvolumen
ν — 1 η H 3
ist, eingesetzt in Gleichung (1):
„_ ιηηηηίί->. 1n-6 4nn ηη. \n-t>.-)m\
cm '
Bei einer Gesamtkolbenfläche der vier Spannkolben 11,12 von FK = 912 cm2 bewirkt die Volumenänderung J V je zu einem Viertel einen Weg eines 45. Spannkolbens von
s _
L±±
4 · FK
4-912
= 0,0306 cm
= ",306 mm.
Dieser Weg gilt für P1-P2 = 200 atü Druckunterschied oder eine Kraftänderung von
p _ -sm F _ ->m on — 1 si zinnia
Demnach ist die Federung der Druckkissen
Hy
182,4
— 0,00168 mm/t.
C. bis C1
liegen außerhalb der Vorspannung und gehen in die nachfolgende Rechnung nicht ein.
Die Federkonstanten der unter Walzdruckzunahme sich entlastenden Teile sind C2 a, C3 für die Wangen der Einbaustücke, C11, C12 für die Spannkolben, - ^ SIC
= 0,00127+ 0,00168 = 0,00295 mm/t.
. Man sieht, daß die Federung der gedrückten Querschnitte maßgeblich von dem anteiligen Wert -~
- LH)·
bestimmt wird.
Nachdem die Federkonstanten bzw. deren Reziprokwerte ermittelt sind, bestimmen sich die Neigungswinkel der Dehnungslinien des Vorspanndreieckes nach F i g. 3 bzw. 4 zu
l .2.3.8 =tg« =
D total — tg/^ =
0,003
a = 73,3"
= 333,3 t/mm = 3,3 t/mm · 10
0,00295
β = 73,5 .
= 338 t/mm = 3,1 t/mm · 10
In Fi g. 3 und-4 ist bei einer beliebigen Vorspannkraft Ρ,- eine beliebige Walzkraft P1,- < Py jeweils als gleich große Strecke eingezeichnet. Die Dehnungen Λ verhalten sich (ausgemessen) wie 104/50, d. h., die Dehnung Λ4 emes ' vorEesPannten Gerüstes mit starrer Anstellvorrichtung nach F i g. 4 ist nur 48°.O der Dehnung A3 des eingangs erläuterten Gerüstes mit konstantem Gegendruck nach F i g. 3, ein gleiches ölvolumen von 10 dm3 der Spanneinrichtungen vorausgesetzt.
B e i s ρ i e 1 2
Durch die erfindungsgemäße Anordnung der gesteuerten Rückschlagventile 13. 14 unmittelbar an den Spannzylindern 9, 10 läßt sich das ölvolumen auf (angenommen) 1 dm3 vermindern. Hierdurch ergeben sich folgende geänderte Werte:
W = 11.2 cm3
s = 0.0306 mm
-- = 0.000168 mm t
M/f
D total
= 0.00127 + 0.000168 = 0.001438 mm t
Cd,-«i = tg/i= ÖOÖ1438
= 695 t mm = 6.961 mm · 10'2
jk = 81.8 .
Die vergrößerte Steilheit der Druckdehnungslinie BC in F i g. 5 auf Grund der Verringerung des ölvolumens von 10 auf 1 dm3 führt bei sonst gleichen Bedingungen zu einer Dehnung ds. die gegenüber der nach Fi g. 4 nur noch 48° 0 und gegenüber der nach F i g- 3 nur noch 23° 0 beträgt. Hierin spiegelt sich die fortschrittliche Wirkung des Gedankens, das abgesperrte ölvolumen in Vorspanngerüsten so klein wie möglich zu machen, deutlich wieder. Wenn man darüber hinaus durch Materialanhäufungen an den Einbaustücken dafür sorgt, daß die von den Spannkolben ausgehenden Druckkegel möglichst viel Werkstoff erfassen, lassen sich weitere Verbesserungen erzielen. Es ist in dieser Gegenüberstellung nicht berücksichtigt, daß auch die Elastizität von Rohrleitungen wegfällt.
In F i g. 6 ist eine Steuerung der Rückschlagventile 13, 14 dargestellt, durch die Leckverluste zwischen den Stichen selbsttätig ausgeglichen werden sollen. Im Falle das angedeuteten Quartogerüstes 1 zum reversierenden Walzen von Bändern werden die Ventile 13,14 durch das Stillsetzen der Walzenzugmotoren 30 aufgesteuert.
Wie schon in Verbindung mit Fig. 1 erläutert, gehen von den gesteuerten Rückschlagventilen 13,14 Druckleitungen 15, 16 aus, die sich zu einer gemeinsamen Druckleitung 31 vereinigen. Vor diese Leitung 31 ist ein Mehrwegeventil 32 angeordnet, das die Schaltstellungen α, b, c hat.
Vor diesem Schaltventil 32 liegt eine regelbare Druckpumpe (nicht dargestellt), die über die Leitung 34 an das Schaltventil 32 angeschlossen ist.
Steuerleitungen 17,18 der Rückschlagventile 13,14 je eines Ständers führen über je ein Schaltventil 38, 38 a zu einer an die Druckpumpe angeschlossenen Druckleitung 39. In der dargestellten Schaltstellung d der Schaltventile 38, 38 a sind die jeweiligen Steuerleitungspaare 17, 18 entlastet, so daß die Federn 40 der Rückschlagventile die Ventilkegel 41 über Ventilstangen 42 geschlossen halten. In der Schaltstellunge wird auf den Steuerkolben 43 der Rückschlagventile Druck aufgeschaltet, wodurch sich der Ventilkegel 41 hebt und die Druckräume 58 eines Zylinderpaares 9, 10 mit den Druckleitungen 15, 16 bzw. 31 in Verbindung kommen.
Die elektrische Schaltung zur Betätigung der Ventile wird wie folgt beschrieben:
. Entlasten der Spanneinrichtungen
35. Zwischen den Netzleitungen 50, 51 sind verschiedene Schaltkreise dargestellt, um die Magnete der Schaltventile 32 und 38. 38a zu erregen. Wenn beispielsweise der Druckknopfschalter 53 in Leitung 54 geschlossen wird, wird der Magnet 56 des Schaltventils 38 erregt, wodurch das Ventil gegen den Druck einer Rückstellfeder 57 in die Schaltstellung e gelangt. In dieser Schaltstellung ist das Steuerleitungspaar 17. 18 der Rückschlagventile 13. 14 auf die Druckleitung 39 geschaltet, so daß der Steuerkolben 43 in den Rückschlagventilen beaufschlagt und die Druckräume 58 in den Zylindern 9. 10 mit den Druckleitungen 15. 16 verbunden sind. Mit dem Betätigen des Schalters 53 wird gleichzeitig in der Leitung 59 ein Schalter 55 geschlossen, wodurch der Magnet 60 des Schaltventils 32 erregt wird, der das Schaltventil 32 in Schaltstellung f stellt. Hierdurch wird die Druckleitung 31 auf eine Entlastungsleitung 61 geschaltet, womit der Druck im Druckraum 58 der Zylinder 9. 10. deren Rückschlagventile 13. 14 geöffnet wurden, vermindert wird.
In gleicher Weise wird der Magnet 56a des Ventils 38« durch Schließen des Druckknopfschalters 62 in Leitung 63 erregt, womit gleichzeitig Schalter 64 in Leitung 65 schließt und Magnet 66 des Schaltventils 32 erregt wird. Es ist nicht dargestellt, daß die beiden Druckknopfschalter 53. 62 gleichzeitig geschlossen werden können, um alle vier Druckräume 58 zu entlasten. Durch einen Schalter 67 in der Rückleilung68 vom Magnet 60 kann man die Wirkung der Schalter 55.
64 ausschalten, so daß durch Schließen der Schalter 53 oder 62 die Rückschlagventile 13. 14 auch geöffnet werden können, ohne daß das Schaltventil 32 umgesteuert wird. Dies ermöglicht es. den in den Spann-
zylindern 9, 10 eingestellten Druck an einem Meßinstrument 69 abzulesen.
Man kann den Magnet 60 zur Umschaltung des Ventils 32 auf Entlastungsstellung c auch willkürlich erregen, indem Schalter 70 in Leitung 71 geschlossen wird.
Druckerhöhung in der Spanneinrichtung
Wenn in den Spreizzylindern 9, 10 Druck eingestellt werden soll, muß das Schaltventil 32 auf Schaltstellung α gebracht werden. Hierzu wird der Magnet 66 über die Leitung 72 erregt, wenn ein Druckknopfschalter 73 geschlossen wird.
Schaltungen beim Anstellen der Walzen
15
Zur Betätigung der Druckschrauben 8 des Walzgerüstes 1 in Walzpausen muß ein Schalter 80 im Zuleitungspaar 81, 82 des Anstellmotors 83 geschlossen werden. Der. Motorstrom kommt vom Starkstromnetz 84, 85. Mit einem Umschalter 86 kann der Drehsinn des Motors 83 geändert werden.
Der Schalter 80 wird von einem Relais 87 in Leitung 88 betätigt, wenn der Kontakt 89 des Dreifachschalters 90 geschlossen wird. Gleichzeitig schließen die Kontakte 91, 92 in den Leitungen 93, 94, wodurch die Relais 95, 96 erregt und die Schalter 53, 55, 62, 64 geschlossen werden. Wenn also der Schalter 90 zur Ausführung von Anstellbewegungen gedrückt wird, werden gleichzeitig die Magnete 56, 56a der Schaltventile 38. 38« sowie der Magnet 60 des Schaltventils 32 erregt. Hierdurch werden bei Anstellbewcgungen die Druckräume 58 aller Spannzylinder entlastet. Nach Ausführung einer Anstellbewegung muß der Druck in den Druckräumen 58 der Zylinder durch Niederdrücken des Druckknopfschaltcrs 73 wieder auf den Pumpendruck erhöht werden.
Bei laufendem Walzgut können Anstellbewegungcn durch Drücken des Schalters 90 nicht ausgeführt werden, da dann die Druckräume 58 der hydraulischen Spanneinrichtungen entlastet würden. Hierdurch würde der Vorspanneffekt zusammenbrechen. Der Walzenspalt kann daher während des Walzens nur durch paarweises oder gemeinsames öffnen der Rückschlagventile 13. 14 unter gleichzeitigem Entlasten der Druckleitungen 15,16 enger gestellt werden. indem die Schalter 53, 62 kurz angetippt werden: bis an dem Dickenmeßgerät des Gerüstes der Sollwert der Bandstärke angezeigt wird. Zur Vergrößerung des Walzspaltes bei laufendem Band muß mit dem Schalter 73 ebenso gearbeitet werden, um die Schaltstellung α am Ventil 32 anzustellen und einen durch den Vorspanneffekt abgesunkenen Druck in den Druckräumen 58 der Zylinder 9. 10 zu erhöhen.
Leckverlustausgleich
Die Walzcnzugmotoren 30 erhalten ihren Strom von dem Starkstromnetz 100. 101 über einen Umschalter 102 zum Ändern der Drehrichtung der Walzenzugmotoren. Der Hauptschalter 103 wird durch ein Relais 104 in Leitung 105 gesteuert, der durch einen Schalter 106 erregt wird. Bei laufenden Walzenzugmotoren 30 ist ein Kontakt-107 in der Schleife 108 geöffnet, die über den Magnet 66 des Schaltventils 32 führt. Wenn der Schalter 106 zum Stillsetzen der Walzenzugmotoren 30 geöffnet wird, fallt das Relais ab und schließt die Schleife 108 zum Erregen des Magnets 66. Hierdurch wird bei jedem Stillsetzen der Walzenzugmotoren 30 die Schaltung α im Schaltventil 32 eingestellt, wodurch die Druckleitungen 15, unter Druck kommen und eventuelle Leckverluste in den Zylindern 9, 10 selbsttätig ersetzt werden. Wenn zwischen den Stichen durch Drücken des Druckknopfschalters 90 unter Entlastung der Druckräume 58 angestellt werden soll, muß die Schleife 108 offengehalten werden, da nicht gleichzeitig die Magnete 60 und 66 erregt sein dürfen. Hierzu ist in einer der Leitungen 54,63,59,65 beispielsweise in Leitung 63 ein Relais 109 vorgesehen, das den Kontakt 107 offenhält, selbst wenn das Relais 104 bei stillgesetzten Walzenzugmotoren 30 abgefallen ist.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Vorgespanntes Walzgerät mit geschlossenen Ständern, einer mechanischen oder hydraulischen Anstellvorrichtung und mit zwischen den Einbaustücken wirkenden hydraulischen Spanncinrichtungen zum Vorspannen des Gerüstes auf mehr als den maximalen Walzdruck oder — bei Kaltwalzgerüsten — auf mehr als die maximalen Walzdruckänderungen, wobei die Druckräume der Spreizzylinder durch gesteuerte Ventile von der Druckquelle absperrbar sind,' dadurch gekennzeichnet, daß die Absperrventile (13, 14) zur Einstellung kleinstmöglicher Druckvolumina in unmittelbarer Nähe der Spannzylinder (9, 10) angeordnet sind.
2. Walzgerüst nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Quecksilber als hydraulisches Druckmittel der Spanneinrichtungen.
3. Walzgerüst nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Steuerung der Ventile (13. 14) zum selbsttätigen öffnen gegen die Druckquellc zwischen den Stichen.
4. Walzgerüst nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß beim reversierenden Walzen die Ventile (13. 14) durch das Stillsetzen der Walzenzugmotoren (30) aufsteuerbar sind.
5. Walzgerüst nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet, daß beim Durchlaufwalzen die Ventile durch eine hinter dem Gerüst angeordnete Fotozelle, die das Walzgutende meldet, aufsteuerbar und durch eine vor dem Gerüst angeordnete Fotozelle, die die Ankunft einer Stabspitze meldet, wieder zusteuerbar sind.
6. Walzgerüst nach einem der Ansprüche 3 bis 5. dadurch gekennzeichnet, daß die Ventile gesteuerte Rückschlagventile (13, 14) sind, die unter dem Druck der Druckquelle selbsttätig öffnen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1148 513;
französische Patentschrift Nr. 1 348 136.
In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 1 193 466.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 630/460 10. 6t θ Bundesdruckerei Berlin
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DE102009058171A1 (de) * 2009-12-15 2011-06-16 Benteler Automobiltechnik Gmbh Hydraulisch betätigte Abgasklappe

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