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DE128172C - - Google Patents

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Publication number
DE128172C
DE128172C DE1901128172D DE128172DA DE128172C DE 128172 C DE128172 C DE 128172C DE 1901128172 D DE1901128172 D DE 1901128172D DE 128172D A DE128172D A DE 128172DA DE 128172 C DE128172 C DE 128172C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rice
water
air
germination
malt
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE1901128172D
Other languages
English (en)
Filing date
Publication of DE128172C publication Critical patent/DE128172C/de
Application filed filed Critical
Priority to AT9342D priority Critical patent/AT9342B/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C1/00Preparation of malt
    • C12C1/18Preparation of malt extract or of special kinds of malt, e.g. caramel, black malt

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Pretreatment Of Seeds And Plants (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 128172 KLASSE 6 a.
EUGENE C. SCHROTTKY in DRESDEN. Verfahren zum Mälzen von Reis.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. April 1901 ab.
Obgleich Reis als Rohproduct, d. h. als un-. geschältes Korn eine der besten und billigsten Stärke enthaltenden Getreidearten ist, so ist doch sein Gebrauch in der Brauerei und Spiritusbrennerei bis jetzt sehr beschränkt gewesen.
Seine Verwendung in Form von Reismehl empfiehlt sich nicht, weil dasselbe verhältnifsmäfsig theuer ist und wenig Eiweifsstoffe enthält, die bei dem Reis mehr wie bei allen anderen Getreidearten vorzugsweise in den äufseren Schichten abgelagert sind und beim Schalen verloren gehen.
Die Anwendung des bekannten Mälzereiverfahrens, wie beispielsweise bei der Gerste, nach welchem zunächst ein Quellen oder Einweichen unter Wasser unter zeitweiliger Erneuerung des Wassers durch Frischwasser und dann ein Keimen auf Tennen unter Aufschütten hoher Haufen vorgenommen wird, die durch zeitweiliges Widdern nach Mafsgabe des fortschreitenden Wachsthums des Kornes und der zunehmenden Temperatur zu Haufen von geringerer Höhe ausgezogen werden, ist für Reis nicht anwendbar, da derselbe eine tropische Sumpfpflanze ist, bei welcher andere Keimungsbedingungen in Frage kommen, als bei den bekannten zu Mälzereizwecken dienenden Getreidearten.
Das neue Mälzereiverfahren für Reis gründet sich auf die Beobachtung, dafs das Reiskorn zu den organischen Veränderungen vor der Keimentwickelung Sauerstoff behufs Entwickelung der Diastase und zum Wachsthum der Würzelchen und des Blattkeimes bedarf, und ferner, dafs das Keimen von Reis am vortheilhaftesten unter Wasser bei einer Temperatur von 28 bis 300 R. (35 bis 380 C.) vor sich geht.
Es ist daher nöthig, dafs der Reis in Wasser bei dieser Temperatur zum Keimen gebracht wird, dafs aber von Zeit zu Zeit der Luft freier Zutritt zu dem keimenden Korn gewahrt wird. Zur Erreichung dieses Zweckes kommt folgendes Verfahren zur Anwendung:
Der ungeschälte Reis, der zunächst den bekannten Behandlungen des Putzens, Sortirens und des Waschens unterworfen werden kann, wird in mit doppeltem, durchlochtem Boden versehenen Behältern, die mit Zu- und Abflufsrohr für Wasser versehen sind, in einer Höhe von ca. 1 5 cm eingeschüttet, mit Wasser von gewöhnlicher Temperatur Übergossen, das einige Centimeter hoch den Reis überdeckt, mehrere Male gut umgerührt, von den tauben oder beschädigten Körnern, die obenauf schwimmen, befreit, worauf man dieses Wasser abläfst.
Alsdann bringt man Wasser von einer Temperatur von 35 bis 380 C. auf den Reis, so dafs er wiederum einige Centimeter überdeckt ist, und läfst den Reis quellen. Dabei ist eine Temperatur von ca. 350C. aufrecht zu erhalten. Dies kann bei Verwendung eiserner Behälter dadurch geschehen, dafs man durch ein unter dem falschen Boden angebrachtes Dampfrohr beständig oder zeitweilig Dampf durchströmen läfst, oder dafs man bei ge-

Claims (1)

  1. mauerten Cisternen Kanäle anbringt, die von den Abgasen einer Feuerung durchzogen werden.
    Durch Einstellen von Hähnen oder Schiebern wird die Temperatur des Wassers geregelt.
    Bei frischem Reis werden zum Zweck des Quellens oder Einweichens 24 bis 30 Stunden, bei älterem Reis 48 bis 54 Stunden unter Aufrechterhaltung der oben angegebenen Temperatur genügen.
    Nachdem das Einweichen vollendet ist, wird das Wasser des Abends abgelassen und der Reis ohne ,Wasser die Nacht hindurch stehen gelassen. Indem man das Ausflufsrohr unter dem Siebboden offenstehen läfst, hat die Luft freien Zutritt durch die Reisschicht, welche auf diese Weise den für den Keimungsprocefs nöthigen Sauerstoff absorbiren kann.
    Am nächsten Morgen wird wieder frisches Wasser von 35 bis 380C. auf den Reis gebracht, so dais er ca. 7 cm davon überdeckt ist, und 12 Stunden unter Aufrechterhaltung der Temperatur damit in Berührung gelassen. Abends findet wieder Ablassen des Wassers statt, um der Luft den Zutritt durch die Reisschicht zu gewähren. Mit dieser abwechselnden Behandlung der Bedeckung der Reisschicht mit Wasser von der angegebenen Temperatur während des Tages und dem Trockenlegen der Reisschicht zum Durchtritt der Luft behufs Absorption von Sauerstoff während der Nacht wird ungefähr 5 bis 6 Tage fortgefahren. Es empfiehlt sich, die Luft des Mjilzraumes während dieser ganzen Periode auf ca. 300 C. zu erhalten.
    Diese abwechselnde Behandlung und das Einhalten der nöthigen Wärmegrade sind die Hauptbedingungen zu einem günstigen Verlauf des Keimungs- und Mälzprocesses.
    Es kann auch ohne periodisches Ablassen des Wassers die zum Keimen nothwendige Luft durch Druckluft zugeführt werden. Doch giebt dieses Verfahren nicht so gute Resultate.
    Nach Ablauf der 5 oder 6 Tage abwechselnden Behandlung ist der Keimungsprocefs zur Erzielung eines guten Malzes genügend weit vorgeschritten; die Würzelchen sind 1Y2 bis 2 Mal so lange wie das Korn hervorgewachsen. Bei frischem Reis wird etwa am Morgen des 6. Tages, bei älterem Reis am Morgen des 7. Tages ein Haufen von 30 bis 35 cm Höhe gebildet, so dafs unter eigener weiterer Erwärmung des Malzes ohne Wasser die letzte Entwickelung während der nächsten 12 Stunden vor sich geht, und der Haufen am Abend zu einer Höhe von 15 bis 20 cm aus einander gezogen, damit er nicht zu warm wird.
    Am nächsten Morgen ist das Malz zum Darren fertig, das bei einer Temperatur von 60 bis 75° C. vor sich gehen kann. Die Verwendung des Malzes in Form von Grünmalz, indem die Körner nach dem Malzprocefs, ohne gedarrt zu werden, durch Quetschen zwischen Walzen weiter behandelt werden, ist nicht ausgeschlossen.
    Es wird in Asien ein primitives Mälzungsverfahren für Reis zur Bereitung eines Reisbiers angewendet, bei welchem der Reis während 10 Tagen bei gewöhnlicher Temperatur unter Wasser ohne Zutritt von Luft keimt. Dieses Verfahren ist für das Gährungsgewerbe unbrauchbar, weil bei ihm nur ca. 40' pCt. von Reis genügend keimen, 40 pCt. gar nicht .zum Keimen kommen und 20 pCt. bei angefangener Keimung aus Mangel der nöthigen Luft in Fäulnifs übergehen, wodurch nicht nur ein grofser Verlust, sondern auch eine nachtheilige Einwirkung auf das gegohrene Product stattfindet. Die Hauptbedingungen für einen vortheilhaften Verlauf des Keimungsprocesses bleiben bei dem erwähnten primitiven Verfahren unerfüllt.
    Pate nt-A ν spruch:
    Verfahren zum Mälzen von Reis zum Zwecke der Verwendung in den Gährungsgewerben oder zur Fabrikation von Glukose, darin bestehend, dafs man den ungeschälten Reis nach dem Einquellen einem Keimungsprocesse in der Weise aussetzt, dafs der Reis abwechselnd unter Wasser von 35 bis 38° C. gebracht und dem Zutritt der Luft zur Absorption von Sauerstoff ausgesetzt wird.
DE1901128172D 1901-04-25 1901-04-25 Expired - Lifetime DE128172C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
AT9342D AT9342B (de) 1901-04-25 1902-03-05 Verfahren zum Mälzen von Reis.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
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Family

ID=396718

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1901128172D Expired - Lifetime DE128172C (de) 1901-04-25 1901-04-25

Country Status (1)

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DE (1) DE128172C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0022587A1 (de) * 1979-06-07 1981-01-21 Compagnie Internationale De Participation Et D'investissement Cipari S.A. Verfahren zur Herstellung eines kolloidal stabilen Bieres

Cited By (1)

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EP0022587A1 (de) * 1979-06-07 1981-01-21 Compagnie Internationale De Participation Et D'investissement Cipari S.A. Verfahren zur Herstellung eines kolloidal stabilen Bieres

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