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DE1281766B - Bobinenwechselvorrichtung - Google Patents

Bobinenwechselvorrichtung

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Publication number
DE1281766B
DE1281766B DE1964F0044696 DEF0044696A DE1281766B DE 1281766 B DE1281766 B DE 1281766B DE 1964F0044696 DE1964F0044696 DE 1964F0044696 DE F0044696 A DEF0044696 A DE F0044696A DE 1281766 B DE1281766 B DE 1281766B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
film
reel
bobbin
pivot lever
pivoting
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1964F0044696
Other languages
English (en)
Inventor
Kurt Liedtke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Focke and Pfuhl
Original Assignee
Focke and Pfuhl
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Focke and Pfuhl filed Critical Focke and Pfuhl
Priority to DE1964F0044696 priority Critical patent/DE1281766B/de
Publication of DE1281766B publication Critical patent/DE1281766B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H19/00Changing the web roll
    • B65H19/10Changing the web roll in unwinding mechanisms or in connection with unwinding operations
    • B65H19/18Attaching, e.g. pasting, the replacement web to the expiring web
    • B65H19/1857Support arrangement of web rolls
    • B65H19/1873Support arrangement of web rolls with two stationary roll supports carrying alternately the replacement and the expiring roll
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H19/00Changing the web roll
    • B65H19/10Changing the web roll in unwinding mechanisms or in connection with unwinding operations
    • B65H19/18Attaching, e.g. pasting, the replacement web to the expiring web
    • B65H19/1805Flying splicing, i.e. the expiring web moving during splicing contact
    • B65H19/181Flying splicing, i.e. the expiring web moving during splicing contact taking place on the replacement roll
    • B65H19/1815Flying splicing, i.e. the expiring web moving during splicing contact taking place on the replacement roll the replacement web being stationary prior to splicing contact

Landscapes

  • Replacement Of Web Rolls (AREA)

Description

  • Bobinenwechselvorrichtung Die Erfindung betrifft eine Bobinenwechselvorrichtung für Zellglas-, Papier-, Stanniol- oder dergleichen Folien in Folieneinschlagmaschinen, insbesondere für Zigarrettenpackungen, mit einer laufenden Bobine, von der die Folie abgezogen wird, und wenigstens einer vollen Ersatzbobine, wobei die ablaufende Folie durch ein Paar um eine gemeinsame Drehachse drehbar gelagerte, sich diametral gegenüberliegende Umlenkwalzen an den Umfang der Ersatzbobine zum Anschluß des freien Endes der Folie an die laufende Folie andrückbar ist. Eine solche Vorrichtung wird insbesondere da benötigt, wo Folien ununterbrochen z. B. zu einer Verpackungsmaschine zugeführt werden sollen, ohne die Verpackungsmaschine zum Auswechseln der Bobinen, von denen die Verpackungsfolie abläuft, jedesmal anhalten zu müssen.
  • Eine bekannte Bobinenwechselvorrichtung (vgl.
  • USA.-Patentschrift 1 572 704) arbeitet mit einem um eine gemeinsame Achse schwenkbaren Andrückrollenpaar. Durch die eine oder die andere dieser Andrückrollen wird die laufende Folie an die Bobine der anzuheftenden Folie angedrückt, um das mit einem Kleber versehene Ende der anzuschließenden Folie anzuheften. Diese bekannte Vorrichtung ist für reinen Handbetrieb vorgesehen und geeignet. Das Andrückwalzenpaar ist mittels eines Schnecken-Zahnrad-Triebes um eine gemeinsame Achse schwenkbar, der über ein Handrad betrieben wird.
  • Das ortsfest gelagerte Andrückwalzenpaar ist derart in Relativstellung zu den beiden Bobinen angeordnet, daß die für die jeweilige Bobine vorgesehene Andrückwalze erst dann in Andrückstellung bewegbar ist, wenn die laufende Bobine bereits weitgehend leergefahren ist. Solange beide Bobinen weitgehend voll sind, kann das Andrückwalzenpaar lediglich eine neutrale Stellung einnehmen. Die Handhabung der bekannten Vorrichtung ist infolgedessen umständlich, weil durch eine Bedienungsperson der Ablauf der Bobinen ständig überwacht und im geeigneten Augenblick das Andrückwalzenpaar betätigt werden muß. Die Betätigung des Andrückwalzenpaares erfolgt außerdem durch ein verhältnismäßig umständliches, manuell zu bedienendes Getriebe. Darüber hinaus ist der Zeitpunkt des Anschlusses der Ersatzbobine an die laufende Folie von der Entscheidung der jeweiligen Bedienungsperson abhängig, wodurch eine gewisse Unsicherheit und Unregelmäßigkeit gegeben ist.
  • Bei einer anderen bekannten Bobinenwechselvorrichtung (vgl. deutsche Patentschrift 1 046 471) sind ebenfalls jeweils zwei Bobinen vorgesehen, und zwar eine Bobine, von der die Folie gerade abläuft, und eine weitere als Vorrat dienende Bobine. Die ablaufende Bahn wird bei Erreichen eines bestimmten Mindestdurchmessers der Bobine mit der Bahn auf der Vorratsbobine mit Hilfe von Andrückrollen verbunden, wobei der Antrieb der Vorratsbobine in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit einer Umlenkrolle gesteuert wird. Dieser von der Geschwindigkeit der Umlenkrolle abhängige Antrieb der Vorratsbobine ist nachteilig, da infolge von Schlupf Geschwindigkeitsdifferenzen auftreten können, so daß die Umdrehungsgeschwindigkeit der Umlenkrolle unter Umständen nicht mit der Geschwindigkeit der Bahn im Bereich der Andrückrollen übereinstimmt.
  • Die völlige Übereinstimmung der Geschwindigkeiten der miteinander zu verbindenden Folien bzw. Bahnen ist jedoch von wesentlicher Bedeutung, um einen reibungslosen Übergang von der einen Bobine zu der anderen Bobine zu gewährleisten. Bei dieser bekannten Vorrichtung werden die Andrückrollen gesondert erst bei der Herstellung der Verbindung zwischen der ablaufenden Bahn und der anzuschließenden Bahn in Andruckstellung bewegt, während während der übrigen Zeit diese Andrückrollen nicht gegen die ablaufende Bahn anliegen, so daß die ablaufende Bahn durch diese Andrückrollen keinerlei Führung erhält.
  • Bei einer anderen bekannten Bobinenwechselvorrichtung (vgl. USA.-Patentschrift 2775 409) ist ein Schwenkhebel mit einem als Umlenkwalze dienenden Andrückmittel vorgesehen. Schwenkhebel und Umlenkwalze können jedoch jeweils nur immer in eine Richtung wirken, d. h., es ist nicht möglich, daß der Schwenkhebel zwischen zwei abwechselnd als Vorratsbobine dienenden Bobinen hin- und hergeschwenkt wird, wobei eine jeweils zugeordnete Umlenkwalze als Andrückmittel in Andrückstellung bewegbar ist.
  • Die Konstruktion ist vielmehr so getroffen, daß die Vorratsbobine jeweils an der einen Seite, z. B. rechts, liegt, während sich die ablaufende Bobine jeweils an der anderen Seite, z. B. links, befindet. Nach dem Anschließen der ablaufenden Bahn an die Bahn der Vorratsbobine wird diese durch einen Kettentrieb von der rechten Seite auf die linke Seite der Vorrichtung transportiert, so daß die Ausgangsstellung wieder erreicht ist. Hier ist also zusätzlich ein gesondertes Getriebe für die Bewegung der ablaufenden Bobine während des Betriebes notwendig, wodurch der maschinelle Aufwand in nachteiliger Weise vergrößert und kompliziert wird.
  • Es ist weiterhin bereits bekannt, die Verschwenkung bzw. Arretierung eines Schwenkhebels in Abhängigkeit von der ablaufenden Folie, insbesondere in Abhängigkeit vom Durchmesser der Bobine, zu steuern.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bobinenwechselvorrichtung zu schaffen, welche nicht mit den Nachteilen der bekannten Bobinenwechselvorrichtungen behaftet ist, wobei es insbesondere darum geht, eine weitgehende Mechanisierung bzw.
  • Automatisierung des Anschlusses der laufenden Folie an die Folie einer Ersatzbobine zu erhalten.
  • Dabei sollen die beiden Bobinen einen verhältnismäßig großen Abstand voneinander haben, so daß die Handhabungen, insbesondere das Auswechseln der Bobinen, ungestört vonstatten gehen kann. Es besteht demgemäß die Aufgabe, die Anordnung des Umlenkwalzenpaares bzw. Andrückwalzenpaares so vorzusehen, daß einerseits ein in weiten Grenzen beliebiger Abstand der Bobinen voneinander möglich und andererseits ein weitgehend selbsttätiger Ablauf des Anschlußvorganges durchführbar ist.
  • Zur Lösung der der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe wird eine Bobinenwechselvorrichtung vorgeschlagen, die dadurch gekennzeichnet ist, daß die Umlenkwalzen an einem zwischen den Bobinen angeordneten, an sich bekannten Schwenkhebel relativ zu diesem drehbar gelagert und durch Verschwenken des Schwenkhebels der einen oder anderen Bobine zustellbar sind, wobei durch Verschwenken der Umlenkwalzen um die gemeinsame Drehachse vor Verschwenken des Schwenkhebels die eine oder die andere Umlenkwalze in Bereitschaftsstellung am Schwenkhebel bewegbar ist, der in seiner der jeweiligen Ersatzbobine zugeordneten Stellung arretierbar ist.
  • Infolge der erfindungsgemäß vorgesehenen Anordnung der Umlenk- bzw. Andrückwalzen an einem Schwenkhebel können die beiden Bobinen einen verhältnismäßig großen Abstand voneinander haben, so daß die Handhabungen, insbesondere das Auswechseln der Bobinen, ungestört vonstatten gehen kann. Wichtig ist auch, daß die jeweilige Andrückwalze des Walzenpaares bereits unmittelbar nach dem Anschluß der laufenden Folie an eine Ersatzbobine in die Bereitschaftsstellung für den später erfolgenden Anschluß der Folie an die andere Bobine gebracht werden kann, derart, daß zu gegebener Zeit die Auslösung des Anschlußvorganges selbsttätig, also ohne Eingriff einer Bedienungsperson, vonstatten gehen kann.
  • Der Schwenkhebel ist vorteilhafterweise jeweils in Richtung auf die Ersatzbobine durch eine über einen Totpunkt wirkende Feder belastet, wobei der Schwenkhebel jedoch derart gehalten ist, daß die als Andrückmittel dienende Umlenkwalze einen geringfügigen Abstand gegenüber der stillstehenden Ersatz- bobine hat. Erst wenn die laufende Folie an das freie Ende der auf der Ersatzbobine befindlichen Folie angeheftet werden soll, wird die Arretierung des Schwenkhebels freigegeben und die jeweilige Umlenkwalze infolge Belastung durch die Feder an den Umfang der Ersatzbobine angepreßt. Dadurch wird zunächst die stillstehende Ersatzbobine angetrieben, bis sie etwa eine der Geschwindigkeit der laufenden Folie entsprechende Umfangsgeschwindigkeit aufweist. Sodann wird durch den Druck der Umlenkwalze die laufende Folie an das mit Haftmittel versehene freie Ende der Ersatzfolie angedrückt.
  • Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist ein Trennmesser mit zwei an gegenüberliegenden Seiten angeordneten Schneiden vorgesehen, wobei durch Verschwenken des Trennmessers um 1800 die eine oder andere Schneide jeweils in Bereitschaftsstellung relativ zur laufenden Folie bewegbar ist.
  • Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Zeichnungen erläutert.
  • Es zeigt Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Bobinenwechselvorrichtung in schematischer Seitenansicht, F i g. 2 eine Draufsicht eines Teils der Vorrichtung gemäß Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt gemäß III-III der Fig. 1.
  • Die Bobinenwechselvorrichtung besitzt in bekannter Weise zwei Bobinenträger 10, 11 zur Aufnahme von je einer Bobine 12 a, 12 b. Im dargestellten Beispiel wird eine Folie F von der linken Bobine 12 a, die nahezu ganz abgelaufen ist, abgezogen, während die rechte Bobine 12 b (Vorratsbobine) noch voll ist und sich in Ruhestellung befindet.
  • Die Bobinenträger 10, 11 sowie die weiteren Teile der Bobinenwechselvorrichtung sind auf einer gemeinsamen Trägerplatte 13 angeordnet. Zwischen den beiden Bobinenträgern 10, 11 verläuft die Symmetrieachse SA. Der gesamte Aufbau der Bobinenwechselvorrichtung und ihre Funktion sind auf diese Symmetrieachse SA abgestellt.
  • Auf der Symmetrieachse SA liegt eine Schwenkachse 14, die einen Schwenkhebel 15 trägt, der innerhalb eines begrenzten Bereiches nach beiden Seiten der Symmetrieachse SA verschwenkbar ist. Der Schwenkhebel 15 ist an seinem freien oberen Ende mit einer Welle 16 versehen. Diese trägt, wie aus F i g. 3 hervorgeht, einen Flansch 17, zwei Stehbolzen 18, 19, auf denen sich je eine Umlenkwalze 18 a, 19 a lose drehen kann. Auf der Schwenkachse 14 ist eine weitere sich lose drehende Umlenkwalze 20 vorgesehen. Außerdem trägt die Trägerplatte 13 noch drei weitere Umlenkwalzen21, 22, 23, die alle zur Führung der jeweils ablaufenden Folie F dienen.
  • In der Zeichnung ist der Schwenkhebel 15 in seiner rechten Stellung dargestellt, in der er so lange bleibt, wie die Folie F von der linken Bobine 12 a abgezogen wird. Nachdem die Bobinen gewechselt sind und die Folie F von der rechten Bobine 12 b abgezogen wird und die linke leere Bobine 12 a durch eine neue, volle Bobine ersetzt worden ist, wird der Schwenkhebel 15 in eine entsprechende linke Stellung gegenüber der Symmetrieachse SA verschwenkt (in der Zeichnung aus Übersichtlichkeitsgründen nicht dargestellt).
  • Der Schwenkhebel 15 steht in seiner rechten, in der Zeichnung dargestellten Stellung wie auch in seiner linken, in der Zeichnung nicht dargestellten Stellung unter Wirkung einer Zugfeder 24. Mit ihrem oberen Ende greift die Zugfeder 24 an einen Zapfen 25, der mittig zur Welle 16 gelagert ist, an. Mit ihrem unteren Ende greift die Zugfeder 24 an einem Bolzen 26 an, der an dem freien Ende eines Federschwenkhebels 27 angeordnet ist. Der Federschwenkhebel27 ist um einen Stehbolzen 28, der von der Trägerplatte 13 getragen wird, schwenkbar. Die Verschwenkung erfolgt mittels eines Zahnradgetriebes dergestalt, daß ein mit dem Federschwenkhebel27 fest verbundenes Ritzel 29, welches auf dem Stehbolzen 28 gelagert ist, auf einem Zahnrad 30, welches mit der Schwenkachse 14 über einen Keil 31 fest verbunden ist, abläuft. Beim Verschwenken des Schwenkhebels 15 von seiner rechten in die linke Stellung wird auf diese Weise automatisch der Federschwenkhebel 27 gemäß Pfeil B von der rechten in die linke Stellung über eine Totpunktlage in der Symmetrieachse SA hinweg verschwenkt (nicht dargestellt). Dadurch steht der Schwenkhebel 15 in der linken Stellung genauso unter Spannung der Feder 24 wie in der rechten Stellung.
  • Im dargestellten Beispiel wird die Folie F von der linken nahezu abgelaufenen Bobine 12 a abgezogen.
  • Sie läuft sodann über die Umlenkwalzen 19 a, 18 a, 20, 21, 22, 23 und bei Pfeil C zur nicht dargestellten Folieneinschlagmaschine, von der die Folie ständig abgezogen wird. Wenn nach Wechsel der Bobinen, d. h. wenn die Folie F von der Bobine 12 b abgezogen wird, und der Schwenkhebel 15 in seine linke, nicht dargestellte Stellung von Hand verschwenkt worden ist, müssen auch die Umlenkwalzen 19 a, 18 a, die als Andrückmittel zum Anheften der Folie F dienen, um 1800 in Richtung Pfeil D, d. h. im Gegenuhrzeigersinn, mittels eines Drehknopfes 32 um die Welle 16 verschwenkt werden. Wenn nach weiterem Bobinenwechsel dann wiederum der Schwenkhebel 15 in seine rechte in der Zeichnung dargestellte Stellung verschwenkt wird, ist es ebenfalls erforderlich, die Umlenkwalzen 19 a, 18 a wiederum um 1800 zu verschwenken, diesmal aber im Uhrzeigersinne gemäß Pfeil E. Zur Arretierung der Welle 16 mit ihren beiden Umlenkwalzen 19 a, 18 a in deren jeweiligen Endstellungen dient eine unter Spannung einer Druckfeder 33 stehende Kugelrast 34.
  • Mit dem Schwenkhebel 15 ist ein Rastarm 35 fest verbunden und mit diesem verschwenkbar. Dieser Rastarm 35 besitzt zwei Rasten 35 a, 35 b, die mit einem Doppelklinkenhebel 36 zusammenarbeiten.
  • Dieser Doppelklinkenhebel 36 weist an seinem einen Ende 36 a eine Klinke 37 auf. Sein anderes Ende 36 b ist mit einem Hubmagneten 38 gekoppelt.
  • Oberhalb des Schwenkhebels 15 ist eine Abtrennvorrichtung vorgesehen. Diese besteht aus einer Trägerwelle 39, die ein doppelseitig wirkendes, insbesondere gezacktes Trennmesser 40 trägt. Die Trägerwelle 39 steht unter Spannung einer Feder 41, die das Bestreben hat, das Trennmesser 40 von oben auf die Folie F zu schlagen, wodurch diese noch vor der Umlenkwalze 19 a bzw. 18 a abgetrennt wird.
  • Im Ruhezustand ist die Trägerwelle 39 mittels eines Doppelklinkenhebels 42 arretiert. An seinem einen Ende 42 a besitzt dieser eine Klinke 43, die in entsprechende Rasten 44 einer Rastenscheibe 45, die auf der Trägerwelle 39 sitzt, einfaßt, während das andere Ende 42 b des Doppelklinkenhebels 42 mit einem Hubmagneten 46 gekoppelt ist.
  • Die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Bobinenwechselvorrichtung ist folgende: Im dargestellten Beispiel wird die Folie F von der linken Bobine 12 a abgezogen, die beinahe ganz abgelaufen ist. Die rechte Ersatzbobine 12 b ist voll und befindet sich in Ruhestellung. Der Anfang ihrer Folie ist außen mit einem verhältnismäßig breiten Klebestreifen 47 versehen. Dieser liegt frei. Innen ist ein demgegenüber verhältnismäßig schmaler Klebestreifen 48 vorgesehen, mit dem der Anfang der Folie auf die Bobine geklebt ist, so daß er zunächst nicht herunterfällt. Der Schwenkhebel 15 befindet sich in seiner rechten Stellung, und zwar derart, daß die obere Umlenkwalze 19 a mit einem kleinen Abstand 49 von beispielsweise 3 mm sich von der rechten Bobine 12 b entfernt befindet. Der Doppelklinkenhebel 36 ist in den Rastarm 35 eingerastet, so daß der Schwenkhebel 15 in dieser Stellung trotz der auf ihn wirkenden Spannung der Zugfeder 24 verharrt.
  • Kurz bevor die linke Bobine 12 a gänzlich abläuft, wird beispielsweise über eine schematisch dargestellte Fotozelle 50 bzw. einen schematisch angedeuteten Tastarm 51 ein Impuls auf den Hubmagneten 38 gegeben. Die Auslösung dieses Impulses kann in bekannter Weise dadurch erfolgen, daß beispielsweise bei Verwendung einer Fotozelle 50 am Ende der Bobine in diese eine Markierung eingelegt ist, oder aber, daß der Tastarm 51 bei einem bestimmten Durchmesser der Bobine, d. h. einer bestimmten Schwenkstellung, einen Kontakt gibt. Durch Auslösen des Hubmagneten 38 wird der Doppelklinkenhebel 36 im Uhrzeigersinne verschwenkt. Dadurch wird der Rastarm 35 und damit der Schwenkhebel 15 freigegeben.
  • Die Zugfeder 24 verschwenkt den Schwenkhebel 15 nach rechts, bis die Umlenkwalze 19 a zur Anlage an der noch stillstehenden Bobine 12 b gelangt. Da die Folie F ständig weiter abgezogen wird, wirkt die durch die Folie F angetriebene Umlenkwalze 19 a auf die Bobine 12 b wie ein Reibradgetriebe mit Schlupf. Die Bobine 12 b wird langsam in Bewegung gesetzt. Nach etwa einer drei viertel Umdrehung hat sie die volle Geschwindigkeit. Dann gelangt das freie Ende der Folie an die laufende Folie F und wird mit dieser mittels des breiten Klebestreifens 47 verklebt, wobei die Umlenkwalze 19 a als Andrückmittel wirkt. Da die Haftwirkung des breiten Klebestreifens 47 wesentlich größer ist als die des schmalen Klebestreifens48, wird das freie Ende der Folie von der Bobine 12 b gelöst und zusammen mit der Folie F abtransportiert in Richtung auf die Folieneinschlagmaschine.
  • Etwa gleichzeitig mit dem Verkleben der beiden Folien wird der Hubmagnet 46 betätigt mit der Folge, daß das Trennmesser 40 freigegeben und unter Wirkung der Zugfeder 41 gegen die Folie F geschlagen wird und diese abtrennt. Der Hubmagnet 46 wird ausgelöst durch einen Schalter 53, der geschaltet wird, sobald sein Schaltbügel 53 a durch einen mit der Bobine 12 b umlaufenden Stift 54 verschwenkt wird.
  • Wenn der Schwenkhebel 15 in die linke Stellung gebracht wird, wird entsprechend auch das Trennmesser40 umd 1800 im Gegenuhrzeigersinne nach links verschwenkt mittels eines Handhebels 55. Hierbei wird die Zugfeder 41 über den oberen Totpunkt geführt, so daß sie nunmehr das Trennmesser 40 in der linken Stellung ebenfalls bestrebt ist, nach unten zu verschwenken.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Bobinenwechselvorrichtung für Zellglas-, Papier-, Stanniol- oder dergleichen Folien in Folieneinschlagmaschinen, insbesondere für Zigarettenpackungen, mit einer laufenden Bobine, von der die Folie abgezogen wird, und wenigstens einer vollen Bobine, wobei die ablaufende Folie durch ein Paar um eine gemeinsame Drehachse drehbar gelagerte, sich diametral gegenüberliegende Umlenkwalzen an den Umfang der Ersatzbobine zum Anschluß des freien Endes der Folie an die laufende Folie andrückbar ist, d a -durch gekennzeichnet, daß die Umlenkwalzen (18 a, 19 a) an einem zwischen den Bobinen (12 a, 12 b) angeordneten, an sich bekannten Schwenkhebel (15) relativ zu diesem drehbar gelagert und durch Verschwenken des Schwenkhebels (15) der einen oder anderen Bobine (12 a, 12 b) zustellbar sind, wobei durch Verschwenken der Umlenkwalzen (18, 18 a) um die gemeinsame Drehachse (Welle 16) vor Verschwenken des Schwenkhebels (15) die eine oder die andere Umlenkwalze (18 a, 19 a) in Bereitschaftsstellung am Schwenkhebel (15) bewegbar ist, der in seiner der jeweiligen Ersatzbobine zugeordneten Stellung arretierbar ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkhebel (15) jeweils in Richtung auf die Ersatzbobine (12 b) durch eine über einen Totpunkt wirkende Feder (24) belastet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkhebel (15) von Hand bewegbar ist, wobei die Feder (24) zur Be= lastung des Schwenkhebels (15) durch ein Zahnradgetriebe (29, 30) von der einen Belastungsstel- lung über die Totpunktlage hinweg in die andere zwangläufig bewegbar ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkhebel (15) während des Ablaufs der Folie (F) von der einen Bobine (12 a) die jeweilige Umlenkwalze (19 a) in geringem Abstand von der stillstehenden Vorratsbobine (12 b) durch eine Sperrklinkenarretierung (35, 36) gehalten ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretierung (35, 36) in an sich bekannter Weise in Abhängigkeit von der ablaufenden Folie (F), insbesondere in Abhängigkeit vom Durchmesser der Bobine (12 a) steuerbar ist, derart, daß bei einem bestimmten minimalen Bobinendurchmesser die Arretierung (35, 36) lösbar und die jeweilige Umlenkwalze (19 a) durch den Schwenkarm (15) infolge Federbelastung an die Ersatzbobine (12 b) anpreßbar ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, gekennzeichnet durch ein Trennmesser (40) mit zwei an gegenüberliegenden Seiten angeordneten Schneiden, wobei durch Verschwenken des Trennmessers (40) um 1800 die eine oder andere Schneide wechselweise in Bereitschaftsstellung relativ zur laufenden Folie bewegbar ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 620 516; deutsche Auslegeschriften Nr. 1 046 471, 1 058 524, 1 162 744 ; USA.-Patentschriften Nr. 1 572 704, 2386 346, 2775409.
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