DE1280501B - Verfahren zur Herstellung kleiner kugeliger Teilchen und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Herstellung kleiner kugeliger Teilchen und Vorrichtung zur Durchfuehrung des VerfahrensInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22F—WORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
BIBLIOTHEK
DES DEUTSCHE«
PATEIiTAKTES
Int. Cl.:
B22d
Deutsche Kl.: 31 b2-23/08
Nummer: 1 280 501
Aktenzeichen: P 12 80 501.5-24 (G 42372)
Anmeldetag: 24. Dezember 1964
Auslegetag: 17. Oktober 1968
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
kleiner kugeliger Teilchen, bei dem das zur Herstellung der Teilchen dienende Material geschmolzen und
zwecks Zerteilung in kleine kugelige Teilchen der Einwirkung von Ultraschallwellen ausgesetzt wird,
sowie eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Es ist bereits ein Verfahren zur Herstellung von kugeligen Teilchen bekannt, bei dem man das zur
Herstellung der Teilchen dienende, geschmolzene Material in Form eines Flüssigkeitsstrahles aus einem
Behälter austreten läßt. In der Nähe der Austrittsöffnung des Flüssigkeitsstrahles wird die Abstrahlfläche
eines Ultraschallgenerators angeordnet, durch den die vor der Abstrahlfläche vorhandene Luft zu
Ultraschallschwingungen angeregt wird, die ihrerseits wiederum auf den Flüssigkeitsstrahl einwirken und
diesen dadurch in kleine Teilchen zerteilen.
Da bei dem bekannten Verfahren die Ultraschallenergie über einen Luftzwischenraum auf den Flüssigkeitsstrahl
mittelbar übertragen wird, hängt die Erregung des Flüssigkeitsstrahles von den Eigenschaften
des Luftzwischenraumes ab, dessen Dichte wiederum vom Luftdruck und von der Temperatur abhängt, und
daß keine konstanten Betriebsbedingungen gewährleistet sind und daher auf Grund der nicht konstanten
Erregung der Teilchendurchmesser schwankt.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung kugeliger Teilchen zu schaffen,
bei dem die Teilchengröße in einfacher Weise steuerbar ist, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens zu schaffen.
Diese Aufgabe wird nun gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung kleiner kugeliger Teilchen, bei dem das
zur Herstellung der Teilchen dienende Material geschmolzen und zwecks Zerteilung in kleine kugelige
Teilchen der Einwirkung von Ultraschallwellen ausgesetzt wird und das erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet
ist, daß man eine Oberfläche des zur Herstellung dienenden Materials mit einem Elektronenstrahlenbündel
bestrahlt und entweder das in dieser Zone vorliegende schmelzflüssige Material unmittelbar
durch Erregung des darunterliegenden festen Materials mit Ultraschallwellen zerteilt oder das schmelzflüssige
Material dieses Bereichs auf eine durch Ultraschallwellen erregte Fläche tropfen läßt. Die Vorrichtung
zur Durchführung dieses Verfahrens ist erfindungsgemäß gekennzeichnet durch eine in einem geschlossenen
Gehäuse angeordnete Einrichtung zur Erzeugung eines Elektronenstrahlenbündels, das auf eine Oberflächenzone
eines im Gehäuse angeordneten Ausgangsmaterials für die kugeligen Teilchen fokussiert ist
Verfahren zur Herstellung kleiner kugeliger
Teilchen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
Teilchen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
Anmelder:
General Electric Company, Schenectady, N. Y.
(V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. M. Licht, Dr. R. Schmidt,
Dipl.-Wirtsch.-Ing. A. Hansmann
und Dipl.-Phys. S. Herrmann, Patentanwälte,
8000 München 2, Theresienstr. 33
Als Erfinder benannt:
Sterling Price Newberry, Schenectady, N. Y.
(V. St. A.)
(V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. ν. Amerika vom 30. Dezember 1963
(334532)
(334532)
und durch einen Ultraschallgenerator, dessen zu Ultraschallschwingungen anregbares Schwingungsorgan
innerhalb des Gehäuses entweder im lotrechten Abstand unterhalb der mit dem Elektronenstrahlenbündel
beaufschlagten Oberflächenzone angeordnet ist oder in starrer Verbindung mit dem unter dieser
Oberflächenzone liegenden festen Material steht.
Beim Verfahren nach der Erfindung läßt sich das schmelzflüssige Material mit Hilfe des Elektronenstrahlenbündels
auf eine genau einstellbare Temperatur bringen. Da die Größe der entstehenden Teilchen unter
anderem auch von der Dichte des schmelzflüssigen
4.5 Materials abhängt, die wiederum eine Funktion der
Temperatur des schmelzflüssigen Materials ist, kann durch Steuerung der Temperatur die Größe der entstehenden
kugeligen Teilchen eingestellt werden. Die Größe der entstehenden kugeligen Teilchen hängt auch
noch von der Amplitude sowie Frequenz der auf das schmelzflüssige Material einwirkenden Ultraschallwellen
ab, die sich ebenfalls in einfacher Weise ein-
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3 4
stellen lassen. Durch entsprechende Einstellung der des verwendeten Gases hängt von dem verwendeten
Temperatur und/oder Amplitude und Frequenz der Ausgangsmaterial und von der gewünschten Zusammenverwendeten
Ultraschallwellen können erfindungsge- Setzung der Teilchen ab. Zur Erzeugung von Teilchen
maß einheitliche kugelige Teilchen mit einem Durch- mit verhältnismäßig geringen Verunreinigungen vermesser
im Bereich von 10 bis 100 Mikrometer herge- 5 wendet man eine reduzierende Wasserstoffatmosphäre,
stellt werden. Als Ausgangsstoffe für die kugeligen Falls das Ausgangsmaterial bereits in verhältnismäßig
Teilchen können Werkstoffe sowohl mit niedrigem als reiner Form vorliegt, verwendet man vorzugsweise
auch hohem Schmelzpunkt verwendet werden, bei- Helium oder Argon. Zur Einstellung des Gasdruckes im
spielsweise Nickel, Aluminium, Polymere und andere Gehäuse 1 und zur Entfernung von irgendwelchen
organische und anorganische Verbindungen sowie io Gasen ist eine mit einem Absperrorgan 19 versehene
auch Wolfram, Molybdän, Tantal und Legierungen Ausgangsleitung 18 vorgesehen, die an eine geeignete
und Verbindungen dieser Metalle. Bei Verwendung Pumpe angeschlossen ist. Bei einem bestimmten Gaseines
magnetostriktiven Materials zur Herstellung der druck und bei einer bestimmten Katodenspannung
Teilchen wird dieses Material zweckmäßigerweise mit entsteht innerhalb der Hohlkatode 10 ein Plasma, aus
Hilfe eines magnetischen Wechselfeldes mit einer im 15 dem durch die Öffnung 11 ein Elektronenstrahlenbündel
Ultraschallbereich liegenden Frequenz zu Longi- austritt. Bei Verwendung von Argon ist dies bei einer
tudinalschwingungen angeregt. Bei Verwendung eines Katodenspannung von 20 kV und bei einem Gasdruck
elektrisch leitenden Materials wird dieses Material von 5 bis 12 Mikrometer Hg der FaU. Elektronenzweckmäßigerweise
in Gegenwart eines starken Gleich- strahlenbündel mit einem Durchmesser von unter
strom-Magnetfeldes durch einen elektrischen Wechsel- 20 3,2 mm können bequem erreicht werden. Die Intenstrom
mit einer im Ultraschallbereich liegenden Fre- sität des Elektronenstrahlenbündels und damit die
quenz in Ultraschallschwingungen versetzt. Temperatur des geschmolzenen Materials kann genau
Die Erfindung wird nun näher an Hand von Zeich- gesteuert werden.
nungen erläutert, in denen die Fig. 1 bis 7 verschie- Es ist ein Ultraschallgenerator 20 vorgesehen, dessen
dene Ausführungsformen von Vorrichtungen zur 25 magnetostriktives Schwingungsorgan mit einem Schall-Durchführung
des Verfahrens nach der Erfindung zei- trichter 21 verbunden ist, dessen Stirnfläche 22 untergen.
halb des Stabes 6 angeordnet ist, so daß das geschmol-
Die Vorrichtung nach F i g. 1 weist ein Gehäuse 1 zene Material auf die Stirnfläche 22 tropfen kann,
auf, das von einem durch Platten 2 und 4 abge- Das Schwingungsorgan des Ultraschallgenerators 20
schlossenen Hohlzylinder 3 gebildet ist. Die Platten 2 30 und damit auch der Schalltrichter 21 können in üb-
und 4 bestehen aus einem elektrisch leitenden Werk- licher Weise zu Ultraschallschwingungen mit einer
stoff, beispielsweise Metall. Der Hohlzylinder 3 kann Frequenz von ungefähr 20 kHz in Richtung des einauch
aus einem durchsichtigen hitzebeständigen Werk- gezeichneten Pfeiles angeregt werden. Die Anordnung
stoff bestehen. Das zur Herstellung der Teilchen die- ist dabei so getrroffen, daß die Stirnfläche 22 in einem
nende Material ist in Form eines Stabes 6 vorgesehen, 35 Schwingungsbauch zu liegen kommt. Die Schwingungsder
bei der Ausführungsform nach F i g. 1 senkrecht amplitude der Stirnfläche 22 muß mindestens mehrere
und bei der Ausführungsform nach F i g. 2 waagrecht Male größer sein als der Durchmesser der herzuangeordnet
ist. Im Gehäuse 1 ist in einem Halter 9 stellenden Teilchen. Beispielsweise wird eine Schwinein
Vorrat von Stäben 6 vorgesehen. Der Stab 6 ist gungsamplitude von 0,076 mm und eine Frequenz von
an einem Ende 8 an einer Vorschubeinrichtung be- 40 20 kHz verwendet. Das vom Stab 6 auf die Stirnfestigt,
durch die der Stab 6 vorgeschoben werden kann, fläche 22 tropfende schmelzflüssige Material wird zu
so daß das abstehende Ende 7 des Stabes 6 stets dem kleinen Teilchen versprüht, die mittels einer Aufvon
einer Einrichtung zur Erzeugung eines Elektronen- fangvorrichtung 23 mit einem Sammeltrichter 24 in
Strahlenbündels ausgehenden Elektronenstrahlenbün- einen Behälter 25 geleitet werden, der gegenüber dem
del ausgesetzt ist. Die Einrichtung zur Erzeugung eines 45 Gehäuse 1 abgedichtet ist und gegebenenfalls vom Ge-Eektronenstrahlenbündels
besteht bei der Ausfüh- häuse entfernt werden kann. Innerhalb oder außerhalb
rungsform nach F i g. 1 aus einer Hohlkatode 10 aus des Behälters 25 kann zur Verhinderung des Zuelektrisch
leitendem Material mit einem hohen Schmelz- sammenballens der Teilchen eine geeignete Kühleinpunkt,
beispielsweise Molybdän, die auf der einen richtung vorgesehen sein. Zum Verhindern eines
Stirnseite mit einer Öffnung 11 versehen ist, aus der das 5° Zusammenballens der gebildeten Teilchen kann auch
Elektrodenstrahlenbündel austritt. Konzentrisch zur im Behälter 25 Silikonöl vorgesehen werden.
Hohlkatode 10 ist eine Abschrimung 12 vorgesehen, Bei der Herstellung von Teilchen aus einem Material
die gegenüber der Hohlkatode 10 isoliert ist und mit mit einem Schmelzpunkt von unter 16000C kann der
dem Gehäuse 1 elektrisch leitend verbunden ist, das Schalltrichter 21 aus Keramik bestehen. Bei Verwenwiederum
mit dem Pluspol 14 einer Gleichspannungs- 55 dung von Material mit höheren Schmelztemperaturen
quelle in Verbindung steht, deren Minuspol 13 mit der verwendet man einen Schalltrichter der in Fig. 2
Hohlkatode 10 verbunden ist. Die Ausgangsspannung dargestellten Art, der aus einem unteren Teil 26 aus
der Gleichspannungsquelle ist zwischen 0 und 200 kV rostfreiem Stahl und aus einem keramischen Oberteil 27
regelbar. Die Gleichspannungsquelle ist für eine Lei- besteht. Es kann auch ein nur aus keramischem Matestung
in der Größenordnung von 30 kW ausgelegt. 60 rial bestehender Schalltrichter verwendet werden, auf
Vorzugsweise ist eine zusätzliche ringförmige Steuer- dessen Stirnfläche man eine verhältnismäßig dicke
elektrode 15 vorgesehen, deren Öffnung gleichachsig Schicht des vom Stab 6 tropfenden schmelzflüssigen
zur Öffnung 11 der Hohlkatode 12 verläuft und an die Materials erstarren läßt, deren Oberfläche jedoch im
zur Steuerung des Elektronenstromes eine Spannung schmelzflüssigen Zustand bleibt. Die Ultraschallvon
0 bis 300 V angelegt werden kann. In das Gehäuse 1 65 schwingungen werden auf das schmelzflüssige Material
kann über eine mit einem Absperrorgan 17 versehene übertragen, jedoch wird das keramische Material durch
Zuleitung 16 ein geeignetes Gas, beispielsweise Argon, die erstarrte Materialschicht vor zu starker Erwärmung
Helium oder Wasserstoff eingeleitet werden. Die Art geschützt. Zur Erzeugung einheitlicher Teilchen ist
5 6
eine schmelzflüssige Oberflächenschicht erforderlich, angeordnet. Zur Kühlung des Ultraschallgenerators
die dicker sein sollte als der gewünschte Teilchen- 20 ist eine nicht dargestellte Kühleinrichtung erforder-
durchmesser. Falls nämlich das vom Stab 6 abtropfende lieh. Die Ausführungsform nach F i g. 7 ist ähnlich
schmelzflüssige Material auf die blanke, d. h. nicht mit wie die in Fig. 6 dargestellte Ausführungsform
schmelzflüssigem Material benetzte Stirnfläche 22 5 ausgebildet, jedoch wird bei der Ausführungsform
tropft, fallen die Tröpfchen von der blanken Stirn- nach F i g. 7 das Elektronenstrahlenbündel auf das im
fläche 22 ab, ohne daß sie Ultraschallenergie absor- Ausguß 42 befindliche schmelzflüssige Material ge-
bieren. richtet. Der Tiegel 41 wird so weit geschwenkt, daß sich
Bei der Ausführungsform nach F i g. 2 besteht die im Ausguß 42 schmelzflüssiges Material befindet. Der
Einrichtung zur Erzeugung des Elektronenstrahlen- io Ausguß 42 liegt auf einem Stab 43 auf, der mit dem
bündeis aus einer Glühkatode 28 und einer davor Schwingorgan des Ultraschallgenerators 20 in Verangeordneten
Fokussierungseinrichtung 29, die von bindung steht. Die Ausführungsformen nach den
einer Gleichspannungsquelle gespeist ist. F i g. 6 und 7 eignen sich in erster Linie zur Herstellung
Bei der Ausführungsform nach F i g. 3 dient der aus von kleinen Teilchen aus Material mit niedrigem
magnetostriktivem Material bestehende Stab 6 selbst 15 Schmelzpunkt, da das Ausgangsmaterial vor Bestrahals
Schwingungsorgan des Ultraschallgenerators 30. lung mit dem Elektronenstrahlenbündel geschmolzen
Mit der Ausführungsform nach Fig. 3 können wird. Das Elektronenstrahlenbündel dient zur geMaterialien verarbeitet werden, die eine ausreichende nauen Einstellung der Temperatur des zur Zerteilung
Magnetostriktion aufweisen, beispielsweise Nickel- mittels Ultraschallwellen vorgesehenen schmelzflüslegierungen
und andere ferromagnetische Stoffe. Bei a° sigen Materials.
der Ausführungsform nach F i g. 3 kann gegebenen- Die Teilchenausbeute pro Zeiteinheit läßt sich nach
falls der Innenraum des Gehäuses 1 durch eine Zwi- der Formel
schenwand 31 in zwei Kammern 32 und 33 unterteilt R — X · /YFlächeneinheit/sec (1)
werden, wobei in der einen Kammer 32 die Katode 10
werden, wobei in der einen Kammer 32 die Katode 10
und in der anderen Kammer 33 das Ausgangsmaterial 25 errechnen, in der R das Teilchenvolumen, X die Ausangeordnet
ist. In die Kammer 32 münden die Zu- lenkung der schwingenden Oberfläche und/ die Ultraleitung
16 und die Ableitung 18, während in die Kam- schallfrequenz bedeutet. Beispielsweise errechnet sich
mer 33 die Zuleitung 34 und die Ableitung 35 münden, bei den Ausführungsformen nach F i g. 1 und 2 bei
so daß in den beiden Kammern 32 und 33 unterschied- Verwendung einer Auslenkung von 0,076 mm und einer
liehe Gasdrücke und/oder unterschiedliche Gas- 30 Ultraschallfrequenz von 20 kHz eine Ausbeute von
atmosphären aufrechterhalten werden können. Mit
Hilfe der Ausführungsform nach F i g. 3 lassen sich bei- » _ η nm 2>54 · 2 · 10* ,, ,,
spielsweise Teilchen aus Nitrierstahl herstellen. An 2
Stelle der bei der Ausführungsform nach F i g. 1 vorgesehenen ringförmigen Steuerelektrode 15 ist bei der 35 oder 75 cm3/cm2/sec
Ausführungsform nach Fig. 3 eine hohle Raum- oder2t/cm2/Stunde(fürWeichlot),
katode 10 mit doppeltem Boden vorgesehen, wobei der
spielsweise Teilchen aus Nitrierstahl herstellen. An 2
Stelle der bei der Ausführungsform nach F i g. 1 vorgesehenen ringförmigen Steuerelektrode 15 ist bei der 35 oder 75 cm3/cm2/sec
Ausführungsform nach Fig. 3 eine hohle Raum- oder2t/cm2/Stunde(fürWeichlot),
katode 10 mit doppeltem Boden vorgesehen, wobei der
innere Boden die Funktion der ringförmigen Steuer- Der Durchmesser der Fläche 22 kann zwischen 6,3
elektrode übernimmt. und 76 mm liegen.
Bei der Ausführungsform nach F i g. 4 und 5 dient 40 Der Durchmesser der gebildeten Teilchen läßt sich
der aus elektrisch leitendem Material 6 bestehende Stab aus der Formel
als Schwingorgan des Ultraschallgenerators. Das obere ma—πάγ (2)
Ende 8 des Stabes 6 ist über einen Kondensator 36 an
Ende 8 des Stabes 6 ist über einen Kondensator 36 an
eine Spannungsquelle angeschlossen, die Wechsel- in der m die Masse eines Teilchens, α die Beschleunispannung
mit einer über 20 kHz liegenden Frequenz 45 gung des Teilchens, d der Durchmesser des Teilchens
liefert. Zur Erzeugung eines starken magnetischen und γ die Oberflächenspannung in der Nähe des aus-Gleichfeldes
ist ein Eisenkern 37 vorgesehen, auf dem tretenden Teilchens bedeutet. Für die Masse des Teileine
mit Gleichstrom gespeiste Wicklung 38 vorgesehen chens gilt:
ist. An Stelle der bei der Ausführungsform nach F i g. 3 m = 1I π d3 p, (3)
vorgesehenen Hohlraumkatode 10 mit doppeltem 50
Boden ist bei der Ausführungsform nach F i g. 4 der in der φ die Dichte des schmelzflüssigen Materials ist.
Boden der Hohlraumkatode 10 besonders stark aus- Für den Durchmesser des Teilchens ergibt sich also:
gebildet.
Bei der Ausführungsform nach F i g. 6 ist mit dem d = ]/6/α ]/γ/ρ . (4)
Schwingorgan des Ultraschallgenerators 20 ein Stab 39 55
aus einen hohen Schmelzpunkt aufweisendem Material Die Beschleunigung α ist eine Konstante, deren Wert
verbunden. Das Ausgangsmaterial wird in einem Tiegel von der Betriebsart des Ultraschallgenerators abhängt.
41 durch induktive Erwärmung geschmolzen. Der Falls beispielsweise die maximale Auslenkung der
Tiegel 41 ist in der Nähe eines Auslaufes 42 schwenk- Fläche 22 0,076 mm und die Ultraschallfrequenz
bar gelagert, so daß schmelzflüssiges Material aus 60 20 kHz beträgt, gilt
dem Tiegel 41 entlang des Stabes 39 zum unteren Ende
43 des Stabes 39 fließen kann, auf daß das von der ]/6/a = 5,6 · IO-4.
Katode ausgehende Elektronenstrahlenbündel auftrifft. Die in der Katode 10 vorgesehene Steuer- Der Wert des Ausdruckes ]/^/ρ hängt vom verwenelektrode 15 steht mit einer Gleichspannungsquelle 50 6g deten Ausgangsmaterial ab. Da die Oberflächenin Verbindung, deren Ausgangsspannung einstellbar spannung γ wiederum von der Temperatur abhängt, erist. Bei der Ausführungsform nach F i g. 6 ist der sieht man, daß durch Steuerung der Temperatur des Ultraschallgenerator 20 innerhalb des Gehäuses 1 schmelzflüssigen Materials und durch Steuerung der
Katode ausgehende Elektronenstrahlenbündel auftrifft. Die in der Katode 10 vorgesehene Steuer- Der Wert des Ausdruckes ]/^/ρ hängt vom verwenelektrode 15 steht mit einer Gleichspannungsquelle 50 6g deten Ausgangsmaterial ab. Da die Oberflächenin Verbindung, deren Ausgangsspannung einstellbar spannung γ wiederum von der Temperatur abhängt, erist. Bei der Ausführungsform nach F i g. 6 ist der sieht man, daß durch Steuerung der Temperatur des Ultraschallgenerator 20 innerhalb des Gehäuses 1 schmelzflüssigen Materials und durch Steuerung der
Intensität des Elektronenstrahlenbündels auch die Teilchengröße gesteuert werden kann. Beispielsweise
gilt für Lot γ = 400 dyn/cm und ρ = 9 g/cm3. Setzt
man diese Werte in Gleichung (4) ein, dann erhält man einen Teilchendurchmesser von
d = 5,65-10*1/400/9
= 38 Mikrometer (Mindestgröße).
Es hat sich herausgestellt, daß sich bei Verwendung anderer Ausgangsstoffe in einer Vorrichtung mit der
obigen Konstante ein ähnlicher Teilchendurchmesser ergibt.
Die erzeugten kugeligen Teilchen können ohne Änderung ihres Volumens zu nicht kugeligen Teilchen lg
verformt werden, indem man die noch verformbaren kugeligen Teilchen auf eine feste Oberfläche aufprallen
läßt oder sie der Einwirkung eines Flüssigkeits- oder Gasstrahles aussetzt. Bei der Ausführungsform nach
F i g. 2 können die erzeugten, noch im verformbaren ao
Zustand befindlichen Teilchen der Einwirkung eines Flüssigkeitsstrahles 51 ausgesetzt werden. Wie die
Ausführungsform nach F i g. 1 zeigt, können gegebenenfalls die noch im schmelzflüssigen Zustand befindlichen
Teilchen der Einwirkung eines Flüssigkeitsstrahles 51 ausgesetzt werden, um die schmelzfiüssigen Teilchen
noch weiter zu unterteilen.
Claims (5)
1. Verfahren zur Herstellung kleiner kugeliger Teilchen, bei dem das zur Herstellung der Teilchen
dienende Material geschmolzen und zwecks Zerteilung in kleine kugelige Teilchen der Einwirkung
von Ultraschallwellen ausgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Oberflächenzone
des zur Herstellung dienenden Materials mit einem Elektronenstrahlenbündel bestrahlt und entweder
das in dieser Zone vorliegende schmelzflüssige Material unmittelbar durch Erregung des
darunterliegenden festen Materials mit Ultraschallwellen
zerteilt oder das schmelzflüssige Material dieses Bereiches auf eine durch Ultraschallwellen
erregte Fläche tropfen läßt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schutzgas oder Vakuum angewendet
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Material zur Herstellung der Teilchen
ein magnetostriktives Material verwendet wird, das mit Hilfe eines magnetischen Wechselfeldes mit
einer im Ultraschallbereich liegenden Frequenz zu Longitudinalschwingungen angeregt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Material zur Herstellung der Teilchen
ein elektrisch leitendes Material verwendet wird und dieses Material in Gegenwart eines
starken Gleichstrom-Magnetfeldes durch einen elektrischen Wechselstrom mit einer im Ultraschallbereich
liegenden Frequenz in Ultraschallschwingungen versetzt wird.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
nach den vorhergehenden Ansprüchen, gekennzeichnet durch eine in einem geschlossenen Gehäuse
(1) angeordnete Einrichtung (10 bis 15; 28,29) zur Erzeugung eines Elektronenstrahlenbündels,
das auf eine Oberflächenzone (7, 42, 43) eines im Gehäuse angeordneten Ausgangsmaterials für die
kugeligen Teilchen fokussiert ist, und durch einen Ultraschallgenerator (20, 30, 37, 38), dessen zu
Ultraschallschwingungen anregbares Schwingungsorgan (21, 26, 27, 6, 39, 43) innerhalb des Gehäuses
entweder im lotrechten Abstand unterhalb der mit dem Elektronenstrahlenbündel beaufschlagten
Oberflächenzone angeordnet ist oder in starrer Verbindung mit dem unter dieser Oberflächenzone
liegenden festen Material steht.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2 889 580.
USA.-Patentschrift Nr. 2 889 580.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 627/1193 10.68 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US1280501XA | 1963-12-30 | 1963-12-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1280501B true DE1280501B (de) | 1968-10-17 |
Family
ID=22433357
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG42372A Pending DE1280501B (de) | 1963-12-30 | 1964-12-24 | Verfahren zur Herstellung kleiner kugeliger Teilchen und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1280501B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2656330A1 (de) * | 1976-12-13 | 1978-06-15 | Battelle Institut E V | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von pulvern oder granulaten aus metallen und legierungen |
| DE3032785A1 (de) * | 1980-08-30 | 1982-04-22 | Leybold-Heraeus GmbH, 5000 Köln | Verfahren zur herstellung von metallpulver durch aufschmelzen von metallkoerpern und ultraschallzerstaeubung der schmelzzone |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2889580A (en) * | 1956-11-08 | 1959-06-09 | Wald Ind Inc | Manufacture of spherical particles |
-
1964
- 1964-12-24 DE DEG42372A patent/DE1280501B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2889580A (en) * | 1956-11-08 | 1959-06-09 | Wald Ind Inc | Manufacture of spherical particles |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2656330A1 (de) * | 1976-12-13 | 1978-06-15 | Battelle Institut E V | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von pulvern oder granulaten aus metallen und legierungen |
| DE3032785A1 (de) * | 1980-08-30 | 1982-04-22 | Leybold-Heraeus GmbH, 5000 Köln | Verfahren zur herstellung von metallpulver durch aufschmelzen von metallkoerpern und ultraschallzerstaeubung der schmelzzone |
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