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Sicherungsvorrichtung für Keile und Gelenkbolzen von Ausbaukappen
Beim Grubenausbau werden durch einen Gelenkbolzen miteinander verbundene Ausbaukappen
verwendet. Hierbei wird die feststehende Kappe von einem Stempel unterstützt, während
eine damit gelenkig verbundene Vorpfändkappe freitragend angeordnet ist,
d. h. von keinem Stempel unterstützt wird. Diese beiden Kappen, also auch
die freitragende Vorpfändkappe und die von einem Stempel unterstützte Kappe, werden
in ihrer Verbindung derartig durch einen Keil miteinander verspannt, daß die beiden
Kappen das Hangende abstützen. Damit der Keil sich nicht bei äußeren Erschütterungen
lockert und damit nicht dadurch z. B. die Stützwirkung der noch nicht direkt von
einem Stempel unterstützten Kappe verlorengeht, ist der Keil in seinem Sitz besonders
gesichert.
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Es ist bekannt, eine derartige Absicherung durch eine Bremsvorrichtung
vorzunehmen, bei der die Bremswirkung von Bremsringen bzw. Federringen hervorgerufen
wird. Die mit einer derartigen Bremsvorrichtung zu erzielenden Bremskräfte sind
jedoch gering. Außerdem ermöglichen sie keine Verstellung oder Aufhebung des Bremsdruckes.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sicherungsvorrichtung
für Keile und Gelenkbolzen von Ausbaukappen zu schaffen, mit der trotz einfachen
Aufbaues eine äußerst hohe Bremswirkung zu erzielen ist und bei der die bei der
bekannten Bremsvorrichtung aufgezeigten Nachteile nicht auftreten.
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Die Erfindung betrifft eine Sicherungsvorrichtung für Keile und Gelenkbolzen
von Ausbaukappen od. dgl., bestehend aus einem Bremselement in Form
eines
Bremsringes, welches ein Verschieben der unter Spannung stehenden Keile und Gelenkbolzen
in ihrem Sitz durch Reibungserhöhung erschwert, nach Patent 1214 184. Die
Erfindung besteht darin, daß der nach Art einer Klemmschelle ausgebildete, in einer
Halterung des Kappenverbindungsendes liegende Bremsring mittels eines lösbaren Spannorgans
in Form einer Spannschraube, eines Exzenters, eines Keils, eines Hebels od. dgl.
auf dem Keil bzw. dem Gelenkbolzen verspannbar ist. Nach einem Vorschlag der Erfindung
kann die Halterung an dem Seitenrand eine öffnung aufweisen, durch die der Bremsring
mit radial abgebogenen Klemmschenkeln seitlich aus der Halterung herausgeführt ist,
wobei das Spannorgan an den außerhalb der Halterung liegenden Teilen der Klemmschenkel
angreift. Bei einer Sicherungsvorrichtung, bei der das Keilloch als Langloch ausgebildet
ist, kann vorteilhafterweise der Bremsring zusammen mit dem Keil in Längsrichtung
des Langloches in der Halterung bewegt werden. Mit Hilfe des Spannorgans läßt sich
ein außerordentlich hoher Klemmdruck erzielen, so daß ein Lösen oder Lockern des
Keils auch dann, wenn dieser ein verhältnismäßig großes Gewicht hat, mit absoluter
Sicherheit ausgeschlossen wird. Zugleich bietet diese Anordnung die Möglichkeit,
die Klemmvorrichtung unwirksam zu machen, so daß der Keil bzw. der Gelenkbolzen
frei bewegt werden kann, ohne daß der Bewegung eine Bremskraft entgegenwirkt.
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In einer Alternativlösung besteht die Sicherungsvorrichtung für Keile
und Gelenkbolzen, also der Bremsring, aus einem Verkantungsring, der sich mit einem
Ansatz einseitig an einem Vorsprung oder einem Anschlag so abstützt, daß er bei
der Längsbewegung des Keils bzw. des Gelenkbolzens sich auf diesem verkantet. Zweckmäßigerweise
ist dabei der Bremsring an der sich gegen den Keil bzw. den Gelenkbolzen legenden
Innenfläche gewölbt oder dachförmig ausgebildet. In einer weiteren Ausgestaltung
sieht die Erfindung vor, daß der Bremsring an seinem Ansatz einen aus der Ringebene
vorstehenden Vorsprung aufweist, der sich an der Anschlagfläche des Kappenverbindungsendes
abstützt. Die durch die Verkantungswirkung erzielte Bremskraft ist erheblich größer
als die bei bekannten Bremsvorrichtungen durch die Federwirkung des Bremsringes
auf den Keil bzw. den Gelenkbolzen ausgeübte Bremskraft, so daß ein Lösen oder Lockern
des Keils auch in diesem Fall mit Sicherheit ausgeschlossen ist. -
Eine
andere Alternativlösung für die Sicherungsvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet,
daß an der Außenseite des Kappenverbindungsendes seitlich neben dem Keil bzw. Gelenkbolzenloch
ein gegen den Keil bzw. den Gelenkbolzen verspannbares und lösbares Bremsorgan angeordnet
ist. Nach einem Vorschlag der Erfindung besteht das Bremsorgan aus einem Spannbolzen,
der mittels Verschraubung, Exzenter- oder Keilwirkung od. dgl. verspannbar ist.
Vorteilhafterweise ist das Bremsorgan seitlich neben einem in bekannter Weise als
Langloch ausgebildeten Keilloch so angeordnet, daß es den in Vorpfändstellung befindlichen
Keil gegen die Wand des Keilloches anpreßt. Mit einem derartigen Bremsorgan läßt
sich ebenfalls eine sehr hohe Bremskraft erzielen. Außerdem kann durch Lösen des
Bremsorgans die Bremswirkung aufgehoben werden, so daß der Keil bzw. der Gelenkbolzen
sich frei bewegen läßt.
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Bei allen Sicherungsvorrichtungen wird die Bremswirkung durch ein
lösbares Spannorgan erreicht, welches den Bremsring gegen den Keil bzw. den Gelenkbolzen
verspannt. Nach der Erfindung ist mit sehr einfachen Mitteln eine Bremsvorrichtung
geschaffen, die sehr hohe Bremskräfte zur Wirkung bringt und die ferner gegebenenfalls
gelöst werden kann. Zugleich sind die Bremsvorrichtungen so ausgebildet, daß bei
einem in einem Langloch liegenden Keil dieser in dem Keilloch umgesteckt werden
kann, ohne daß dies durch die Breinsvorrichtung unmöglich gemacht wird. Vorteilhaft
ist auch, daß der Keil in seiner oberen Stellung im Keilloch, d. h. in derjenigen
Stellung, in der er sich im Zustand der freien Vorpfändung befindet, festgelegt
werden kann.
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Auch kann das Ankuppeln der vorzupfändenden Kappe dadurch erleichtert
werden, daß die Vorrichtung in ihrer Halterung so gehalten ist, daß sie in ihrer
unteren Stellung den Keil in der zum Ankuppeln notwendigen Stellung festhält.
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Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer Ausführungsbeispiele
darstellenden Zeichnung näher erläutert, aus der sich weitere Einzelheiten und Vorteile
des Erfindungsgegenstandes ergeben. Im einzelnen zeigt F i g. 1 eine Sicherungsvorrichtung
bei einer Vorpfändkappe in Seitenansicht, F i g. 2 die Sicherungsvorrichtung
nach F i g. 1 zum Teil im Schnitt in Draufsicht, F i g. 3 eine Sicherungsvorrichtung
in einer anderen Ausführungsform zu F i g. 1 bei einer Vorpfändkappe in Seitenansicht,
F i g. 4 die Sicherungsvorrichtung nach F i g. 3 zum Teil im Schnitt
in Draufsicht, F i g. 5 die Sicherungsvorrichtung nach F i g. 3, je-
doch
in einer zu F i g. 4 unterschiedlichen Ausführungsform zum Teil in Draufsicht,
F i g. 6 eine Sicherungsvorrichtung in einer zu F i g. 1 und
3 unterschiedlichen Ausführungsform bei einer Vorpfändkappe in Seitenansicht,
F i g. 7 einen Teil eines Brernsringes, der bei der Sicherungsvorrichtung
eingesetzt werden kann, im Querschnitt und F i g. 8 einen Teil eines Brernsringes,
der bei der Sicherungsvorrichtung eingesetzt werden kann, im Querschnitt.
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Ein Gabelende 1 und ein Zungenende 2 der in der Zeichnung dargestellten
Kappenverbindung sind ineinandergeschoben und schwenkbar mittels eines nicht dargestellten
Schwenkbolzens miteinander verbunden. Durch Eintreiben eines Keils 4 in das Gabelende
1 wird die Vorpfändkappe hochgeschwenkt und an das Hangende angepreßt. Das
ungewünschte Lokkein oder Lösen bzw. Herausbewegen des Keils aus der Kappenverbindung
wird durch den erfindungsgemäßen, am Keil anliegenden und ihn umgreifenden Bremsring
5 verhindert. Bei der Sicherungsvorrichtung nach den F i g. 1 und
2 wird der Bremsring durch eine Spannschraube 10 auf dem Keil 4 festgeklemmt.
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An Stelle der Spannschraube kann aber auch ein Exzenter, Keil, Hebel
od. dgl. verwendet werden. Im entspannten Zustand kann der Bremsring 5 lose,
d. h. ohne Bremswirkung, auf dem Keil 4 sitzen. Der Keil 4 kann, sofern dies
gewünscht wird, in dem Bremsring 5
gedreht werden.
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Bei der Sicherungsvorrichtung nach den F i g. 3, 4 und
5 wird der Bremsring 5 durch Verkantungswirkung auf den Keil 4 gepreßt,
und zwar derart, daß er sich von selbst immer fester zieht. Dabei ist der Bremsring
an dem hinteren, dünnen Keilende angebracht. Der die Verkantung bewirkende Anschlagpunkt
wird durch den am Gabelende angebrachten Vorsprung 11 gebildet. Will man
die Kappenverbindung lösen, dann wird zuerst der als Verkantungsring ausgebildete
Bremsring 5 zurückgezogen und dann der Keil 4 mittels eines Hammers herausgeschlagen.
Während bei der Sicherungsvorrichtung nach F i g. 4 der als Anschlagpunkt
wirkende Vorsprung 11 am Gabelende angebracht ist, ist bei der Sicherungsvorrichtung
nach F i g. 5 der Anschlagpunkt 12, der die Verkantung am Sicherungselement
5 bewirkt, am Sicherungselement 5 selbst angebracht.
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Bei der Ausführungsform der Sicherungsvorrichtung nach F i
g. 6 wirkt das erfindungsgemäße Bremsorgan 13 unmittelbar auf den
Keil 4 und klemmt ihn in seinem Sitz bzw. in seinem Loch fest. Das Bremsorgan
13 besteht aus einem Bolzen, welcher z. B. in einem am Gabelende angebrachten
Butzen 14 gelagert ist. Mittels eines Gewindes 13 a kann der Bolzen an den
Keil 4 gepreßt werden. Es ist aber auch möglich, daß der Bolzen mittels Exzenter
oder Keilwirkung an den Keil 4 gepreßt wird. Die Ringfläche 13 b und die
Gegenfläche 13 c am Butzen 14 können auch Wellungen und Zähne besitzen.
Durch Drehung des Bolzens werden die Wellungen und Zähne gegeneinander verschoben,
wodurch der Bolzen 13, der das Sicherungselement darstellt, in Richtung auf
den Keil 4 hin bewegt wird.
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Bei dieser Sicherungsvorrichtung wird der Keil in seiner ursprünglichen
Lage, d. h. in der Vorpfändstellung, in welcher er beim Einbau der Kappe
liegt, festgehalten, auch dann, wenn in der Kappenverbindung Bewegungen auftreten,
die z. B. durch Hangendbewegungen hervorgerufen werden können.
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Die erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtungen können selbstverständlich
auch bei anderen Kappenverbindungen vorteilhaft benutzt werden.