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DE1280010B - Brennstoffregeleinrichtung fuer Gasturbinenanlagen - Google Patents

Brennstoffregeleinrichtung fuer Gasturbinenanlagen

Info

Publication number
DE1280010B
DE1280010B DEB63474A DEB0063474A DE1280010B DE 1280010 B DE1280010 B DE 1280010B DE B63474 A DEB63474 A DE B63474A DE B0063474 A DEB0063474 A DE B0063474A DE 1280010 B DE1280010 B DE 1280010B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
valve
speed
fuel
pressure
compressor
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB63474A
Other languages
English (en)
Inventor
Howard L Mccombs Jun
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bendix Corp
Original Assignee
Bendix Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bendix Corp filed Critical Bendix Corp
Publication of DE1280010B publication Critical patent/DE1280010B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02CGAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
    • F02C9/00Controlling gas-turbine plants; Controlling fuel supply in air- breathing jet-propulsion plants
    • F02C9/26Control of fuel supply
    • F02C9/38Control of fuel supply characterised by throttling and returning of fuel to sump

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Output Control And Ontrol Of Special Type Engine (AREA)

Description

  • Brennstoffregeleinrichtung für Gasturbinenanlagen Die Erfindung betrifft eine Brennstoffregeleinrichtung für Gasturbinenanlagen, mit einem in der Hauptleitung zwischen einer von der Turbine mit proportionaler Drehzahl angetriebenen Brennstoffpumpe der Verdrängerbauartund den Br ennerdüsen angeordneten, mit einem Wählhebel versehenen Drehzahlregelventil und einem. die Pumpe überbrückenden, vom Druckanstieg im Verdichter gesteuerten Bypassventil.
  • Bei Gasturbinenanlagen, die in der üblichen Weise mit einem von einem Drehzahlsignal gesteuerten Brennstoffregelventil versehen sind, müssen besondere Vorkehrungen getroffen werden, um bei Beschleunigungen, wenn das Drehzahlregelventil infolge des großen Unterschieds zwischen Soll- und Ist-Drehzahl weit geöffnet ist, eine übermäßige Brennstoffzufuhr zu verhindern, weil dadurch Betriebsstörungen, beispielsweise Pumpen des Verdichters, hervorgerufen werden können.
  • Bei den bekannten Brennstoffregeleinrichtungen der eingangs angegebenen Art sorgt bei voll geöffnetem Drehzahlregelventil das vom Druckanstieg im Verdichter gesteuerte Bypassventil dafür, daß die zuführbare Brennstoffmenge bestimmte, vom Druckanstieg im Verdichter abhängige Grenzwerte nicht überschreiten kann. Diese bekannten Einrichtungen wie auch andere bekannte, beispielsweise mit in Abhängigkeit von der Verdichterleistung verstellten Anschlägen arbeitende Einrichtungen zur Begrenzung der Beschleunigungs-Brennstoffzufuhr haben den grundsätzlichen Nachteil, daß sie keine echte Regelung der Brennstoffzufuhr bei Beschleunigung ermöglichen; sie verstellen lediglich nach einem festen Zusammenhang das Bypassventil in Abhängigkeit vom Druckanstieg im Verdichter und wirken somit lediglich als Begrenzer, die auf den jeweils vorliegenden tatsächlichen Brennstoffdurchftuß nicht ansprechen. Wegen dieser starren Arbeitsweise ist es bei derartigen Brennstoffregeleinrichtungen erforderlich, zwischen der durch die Begrenzung festgelegten tatsächlichen Beschleunigungs-Brennstoffzufuhr und der auf Grund des Betriebsverhaltens der Gasturbine an sich möglichen Beschleunigung-Brennstoffzufuhr einen verhältnismäßig großen Sicherheitsabstand einzuhalten und somit die erzielbare Beschleunigung verhältnismäßig stark zu beschränken.
  • Die Erfindung geht von der Aufgabe aus, eine Brennstoffregeleinrichtung zu schaffen, die bei möglichst einfachem Aufbau eine wirkliche Regelung der Brennstoffzufuhr auch bei Beschleunigungsvorgängen ergibt und dadurch nicht nur allgemein die Betriebssicherheit erhöht, sondern auch eine Verkleinerung des genannten Sicherheitsabstands ermöglicht.
  • Nach der Erfindung wird diese Aufgabe mit einer Brennstoffregeleinrichtung der eingangs angegebenen Art gelöst, die dadurch gekennzeichnet ist, daß das Bypassventil eine zur auf den Druckanstieg im Verdichter ansprechenden Stelleinrichtung entgegengesetzt wirkende, auf den Brennstoffdruck vor dem Brennstoffregelventil ansprechende zweite Steheinrichtung aufweist.
  • Bei der erfindungsgemäßen Brennstoffregeleinrichtung wird die Tatsache ausgenutzt, daß der Druck in der Brennkammer im wesentlichen gleich dem Verdichterausgangsdruck ist, so daß die zwischen der Eingangsseite des Drehzahlregelventils und der Brennkammer liegende Druckdifferenz zusammen mit den dort vorliegenden Strömungswiderständen den Brennstoffzufluß zur Brennkammer bestimmt. Bei der erfindungsgemäßen Brennstoffregeleinrichtung wird der Brennstoffdruck vor dem Brennstoffregelventil als weiteres, dem Verdichter-Druckanstieg entgegenwirkendes Steuersignal für das Bypassventil verwendet, so daß letztlich das Bypassventil gerade vom genannten Druckabfall zwischen der Eingangsseite des Brennstoffregelventils und der Brennkammer gesteuert wird. Das bedeutet aber, daß das Bypassventil zwar nach wie vor vom Verdichter-Druckanstieg abhängig bleibt, jedoch in einer solchen Weise, daß das Gesamt-Steuersignal des Bypassventils einen unmittelbaren Zusammenhang mit dem tatsächlichen Brennstoffzustrom zu den Brennerdüsen hat. Dies gilt ganz besonders für Beschleunigungszustände, bei denen das Brennstoffregelventil weit geöffnet ist und nur einen vernachlässigbaren kleinen Strömungswiderstand aufweist, so daß der als Steuergröße für das Bypassventil verwendete Brennstoffdruck vor dem Brennstoffregelventil etwa gleich dem Brennstoffdruck vor den Brennerdüsen ist. Da bei Beschleunigung der Strömungswiderstand in der Brennstoffhauptleitung praktisch konstant, nämlich im wesentlichen nur vom Strömungswiderstand der Brennerdüsen bestimmt ist, erhält das Bypassventil als Stellgröße ein Signal, das direkt ein Maß für die Brennstoffzufuhr ist, so daß sich eine echte Regelung der Beschleunigung-Brennstoffzufuhr mit Hilfe des Bypassventils ergibt. Diese vorteilhaften Wirkungen werden bei der erfindungsgemäßen Brennstoffregeleinrichtung mit ersichtlich sehr einfachen Maßnahmen erzielt.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Die Erfindung wird im folgenden an Hand von Ausführungsbeispielen näher beschrieben, die in der Zeichnung dargestellt sind.
  • F i g. 1 ist ein Schnitt durch eine erfindungsgemäße Brennstoffregeleinrichtung; F i g. 2 zeigt eine abgewandelte Form der Einrichtung; F i g. 3 zeigt eine zweite abgewandelte Form der Einrichtung; F i g. 4 zeigt eine dritte abgewandelte Form der Einrichtung.
  • Die F i g. 1 zeigt ein Gasturbinentriebwerk 20 mit Verdichter 22, Lufteinlaß 24, Brennkammern 26, Turbine 28 und Welle 30. Die aus der Turbine abströmenden Gase können durch eine Leitung 32 zur Atmosphäre hin expandiert werden, wobei die nicht verbrauchte Energie in Form eines Strahlschubs gewonnen oder als Wärmequelle in einer Dampferzeugungsanlage od. dgl. verwendet wird; in diesem Fall würde die Auslaßleitung 32 entsprechend abgewandelt werden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Energie der Turbinenabgase in einer oder mehreren (nicht dargestellten) Arbeitsturbinen auszunutzen.
  • Die Brennstoffregeleinrichtung34 hat ein Gehäuse 36 mit einer Einlaßöffnung 38, die aus einer nicht gezeigten Quelle mit Brennstoff versorgt wird. Ferner hat das Gehäuse eine Auslaßöffnung 40, aus der der Brennstoff über eine Leitung 42 zu den Brennerdüsen 44 in die Brennkammern 26 abgegeben wird. Diese Düsen 44 sind schematisch als Einschnürungen dargestellt.
  • Die Brennstoffeinlaßöffnung 38 ist über eine Leitung 46 mit dem Einlaß einer von dem Triebwerk angetriebenen Brennstoffpumpe 48 der Verdrängerbauart verbunden. Vom Ausgang der Brennstoffpumpe 48 zu den Brennerdüsen 44 verläuft die Brennstoffhauptleitung, die aus einem Kanal 50, einer Kammer 52, einem Drehzahlregelventi154, einem Kanal 56 und der Leitung 42 besteht und ein Rückschlagventil 60 aufweist. Eine Öffnung 62 verbindet den Kanal 50 mit einer Bypassleitung 64, die zum Einlaß der Brennstoffpumpe 46 führt und ein federbelastetes Rückschlagventil 66 enthält. Ein in dem Kanal 50 vor der Bypassleitung 64 angeordnetes Filter 68 dient zur Filterung des durch die Brennstoffpumpe 48 geförderten Brennstoffs. Die Brennstoffpumpe 48 wird vom Verdichter 22 über eine aus Welle und Getriebe bestehende Anordnung 70 angetrieben. Die Pumpe fördert Brennstoff in einer Menge, die eine Funktion der Verdichterdrehzahl ist. Ein Brennstoffdruckregler 72 bewirkt die Steuerung der wirksamen Durchflußfläche der Bypassöffnung 62 und somit des Drucks an der Öffnung 54 des Drehzahlregelventils, dem Rückschlagventil 60 und den Brennerdüsen 44 des Triebwerks. Der Regler 72 enthält zwei Steheinrichtungen in Form von auf Abstand gehaltenen Membranen 74 und 76 verschiedener Flächengröße, die an ihrer Mitte fest mit den beiden Enden einer Stange 78 verbunden sind. Der äußere Rand der Membran 74 ist zwischen dem Gehäuse 26 und einem ringförmigen Abstandkörper 80 eingeklemmt. Der äußere Rand der Membran 76 ist zwischen dem Abstandskörper 80 und einer Kappe 82 eingeklemmt. Die Membranen 74 und 76, der Abstandskörper 80 und die Kappe 82 bilden zusammen zwei Kammern 84 und 86, die über eine Öffnung 88 im Abstandskörper 80 mit dem atmosphärischen Druck oder Umgebungsdruck P" und über eine Öffnung 90 in der Kappe 82 bzw. einen Kanal 92 mit dem Verdichterausgangsdruck P, beaufschlagt werden. Ein auf dem Ende der Stange 78 gebildeter Ventilkörper 94 bildet zusammen mit der Bypassöffnung 62 ein Bypassventil, mit dem der Brennstoffdruck P, in der Leitung 50 und der Kammer 52 verändert werden kann. Der Ventilkörper 94 wird durch die Kraft einer zwischen der Membran 76 und der Kappe 82 angeordneten Feder 96 in Richtung auf die Bypassöffnung 62 gedrückt. Der Kraft der Feder wirkt die Differenz der Kräfte entgegen, die durch den an der Wirkfläche der Membran 74 herrschenden Druckunterschied P,-P" bzw. den an der Wirkfläche der größeren Membran 76 herrschenden Druckunterschied Pc-P" entstehen.
  • Der Durchflußquerschnitt des Drehzahlregelventils 54 und somit der Brennstoffzufluß zum Triebwerk ändert sich als Funktion der Verdichterzahl. Zu diesem Zweck sind Fliehgewichte 98 als Regler drehbar auf einem Halter 100 angeordnet. Dieser Halter wird in Abhängigkeit von der Verdichterdrehzahl durch eine mit der Antriebswelle fest verbundene Welle 102 gedreht. Die Reglerfliehgewichte 98 erzeugen eine Kraft, die sich als eine Funktion des Quadrats der Verdichterdrehzahl ändert. Diese Kraft wird durch Arme 104 auf einen mit einem Flansch versehenen Abschnitt 106 eines ringförmigen Körpers 108 übertragen, der gleitend auf einem an dem Halter 100 starr befestigten Schaft 110 aufgenommen wird. Der ringförmige Körper 108 ist in Abhängigkeit von der Ausgangskraft der Reglerfliehgewichte 98 und der ihnen entgegenwirkenden Kraft einer Einstellfeder 112 für die Reglerdrehzahl, die zwischen dem Abschnitt 106 und einem gleitend in dem Gehäuse 36 angeordneten rohrförmigen Körper 114 eingesetzt ist, in Richtung auf die Öffnung 54 zu und von ihr fort beweglich. Die wirksame Durchflußfläche der Öffnung 54 wird durch die Oberseite des ringförmigen Körpers 108 gesteuert. Eine Mittelöffnung 116 leitet den Brennstoffdruck P2 im Kanal 56 zu einer Bohrung 118, die im ringförmigen Körper 108 gebildet ist, in welcher der Schaft 110 gleitet, und bewirkt dadurch am ringförmigen Körper 108 einen Druckausgleich.
  • Ein Mindestbrennstoffdurchfluß zum Triebwerk wird durch eine Öffnung 120 parallel zur Öffnung 54 vorgesehen, so daß bei einer Verminderung der Triebwerksdrehzahl, wenn die Öffnung 54 geschlossen ist, eine vorbestimmte Brennstoffmenge die Öffnung 54 umgehen kann, um dadurch eine ununterbrochene Verbrennung in den Kammern 26 aufrechtzuerhalten. Eine mit einem federbelasteten Überdruckventil 123 versehene Leitung 121 verbindet die Leitung 50 mit der Nebenleitung 64.
  • Ein Absperrventil 58 ist über eine Stange 124 fest mit dem einen Drehzahlwählhebel 122 verbunden und drehbar in einer Bohrung 126 angeordnet. Die Öffnung 128 des Absperrventils 58 ist so geformt, daß sie bei Bewegung des Drehzahlwählhebels von der abgeschalteten zur Leerlaufstellung fortlaufend größer wird, so daß sich ein vorbestimmter Brennstoffdurchflußplan zum Anlassen des Triebwerks ergibt. Zwischen den Stellungen des Drehzahlwählhebels für Leerlauf-und Höchstdrehzahl bleibt der wirksame Querschnitt der Öffnung 128 konstant. Ein am Ende des Ventilkörpers des Absperrventils 58 vorgesehener Nocken 130 wirkt auf den rohrförmigen Körper 114. Wenn durch Drehung des Nockens 130 dieser Körper 114 nach unten bewegt wird, erhöht sich die Spannung der Reglerfeder 112 gemäß der zunehmenden Drehzahleinstellung des Drehzahlwählhebels 122. Der Nocken 130 ist so geformt, daß zwischen der abgeschalteten und der Leerlaufstellung des Drehzahlwählhebels 122 die Einstellung der Teile 112 und 114 konstant bleibt.
  • Das Rückschlagventil 60 wird durch eine Feder 134 in Schließrichtung gegen die Mündung 132 gedrückt. Der Brennstoffbedarf eines Gasturbinentriebwerks schwankt gemäß Veränderungen im atmosphärischen Druck und der Temperatur; es ist üblich, diese Schwankungen durch eine entsprechende Einstellung der Brennstoffzufuhr auszugleichen. Zu diesem Zweck ist stromab der Leitung 42 ein nach Flughöhen kalibriertes einstellbares Ventil 136 vorgesehen.
  • Dieses von Hand betätigte Ventil 136 kann gegebenenfalls auch durch eine selbsttätige, auf Druck und/ oder Temperatur ansprechende Vorrichtung ersetzt werden, um eine selbsttätige Korrektur des Brennstoffdurchflusses zu bewirken.
  • Bei Betrieb im Beharrungszustand mit einer Drehzahl entsprechend einer frei wählbaren Einstellung des Drehzahlwählhebels nehmen die verschiedenen Elemente die in der F i g. 1 gezeigten Stellungen ein. Der Durchfluß des Brennstoffs zu den Brennkammern ist eine Funktion der Querschnitte des Drehzahlregelventils 54 und der Brennstoffdüse 44 gemäß der Einstellung der Reglerfeder 112 und der entgegenwirkenden gleichen Kraft, die durch die Fliehgewichte 98 erzeugt wird, sowie der Druckdifferenz P,-P, die durch das Bypassventil 94 in Abhängigkeit vom Druckanstieg P,-P" im Verdichter am Drehzahlregelventil 54 und an der Brennerdüse 44 eingestellt wird.
  • Wenn dann der Drehzahlwählhebel122 in eine Stellung für maximale Drehzahl gedreht wird, wird der Ventilkörper 58 entsprechend gedreht, so daß der Nocken 130 den rohrförmigen Körper 114 gegen die Reglerfeder 112 nach unten drückt. Dadurch werden der ringförmige Körper 108 und die Fliehgewichte 98 so stark belastet, daß sich das Drehzahlregelventil 54 voll öffnet und die Brennstoffzufuhr zu den Brennkammern 26 vorwiegend nur noch vom Durchflußquerschnitt der Brennerdüsen 44 und von der an ihnen stehenden Brennstoffdruckdifferenz P,-P, abs hängig ist. Da das Rückschlagventi160 und da-Ventil 136 den Brennstoffdurchfluß nur geringfügig behindern, kann der Brennstoffdruck P, als etwa gleich dem Brennstoffdruck P, angesehen werden, so daß der Druckabfall an den Brennerdüsen 44 etwa gleich P,-P, ist. Da das Triebwerk seine Drehzahl in Abhängigkeit von der Zunahme des Brennstoff durchflusses steigert, nehmen auch der Verdichterausgangsdruck P, und die Drehzahl der Brennstoffpumpe 48 entsprechend zu. Der Brennstoffdruck P, wirkt auf die Membran 74 und erzeugt dort eine Kraft, die das Bypassventil 94 von der Mündung 62 wegdrückt. Entgegengesetzt dazu wirkt die Kraft, die vom Verdichterausgangsdruck P, an der Membran 76 erzeugt wird. Der atmosphärische Druck Pa, der gleich dem Druck am Einlaß des Verdichters 22 ist, wird der Kammer 80 zugeführt, die infolge des Flächenunterschieds der Membranen 74 und 76 eine Kraft erzeugt, die der vom Druck P, erzeugten Kraft entgegenwirkt. Die Feder 96 dient zur Vorspannung der Membranen 74 und 76 und bei Nichtvorhandensein eines Druckunterschieds P,-P, zur Belastung des Bypassventils 94 in Schließrichtung. Bei einer Beschleunigung des Triebwerks und einer daraus folgenden Steigerung des Verdichterausgangsdrucks P, wird der freie Querschnitt der Mündung 62 und damit der Durchfluß des Brennstoffs durch die Bypassleitung 64 fortlaufend durch das Bypassventil94 so eingestellt, daß der Brennstoffdruck PI als Funktion des Verdichterdruckanstiegs Pe-Pa geregelt wird. Da die Düsen 44 eine konstante Durchflußfläche haben, wird der Brennstoffdurchfluß durch sie als Funktion des an ihnen stehenden Druckunterschieds P,-P, verändert. Somit wird während einer Triebwerksbeschleunigung ein vorbestimmter Brennstoffdurchfluß aufrechterhalten, der sich als Funktion des Verdichterdruckanstiegs P,-P" ändert.
  • Beim Erreichen der gewählten Drehzahl gleicht die Kraft der Fliehgewichte 98 die Kraft der Reglerfeder 112 aus, und der ringförmige Ventilkörper 108 des Drehzahlreglerventils stabilisiert sich. Der Brennstoffzufluß zur Brennkammer 26 wird somit bei der gewünschten Drehzahl entsprechend der Einstellung des Drehzahlregelventils 54, 108, dem Querschnitt der Brennerdüsen 44 und dem Druckunterschied PI-P, geregelt. Der Druckunterschied P,-Pe wird bei der herrschenden gewählten Drehzahl durch den Druckregler 72 entsprechend dem Verdichterdruckanstieg P,-P" verhältnismäßig konstant gehalten. Das Rückschlagventil 66 im Kanal 64 dient zur Einstellung einer unteren Grenze des Brennstoffdrucks P, während der Triebwerksbeschleunigung bei in Öffnungsrichtung betätigtem Bypassventil94. Eine obere Grenze wird dem Brennstoffdruck P, durch das Überdruckventil 123 gesetzt, welches sich bei einem vorbestimmten Brennstoffdruck öffnet und Brennstoff von der Leitung 50 zur Bypassleitung 64 ableitet.
  • Beim Anlassen des Triebwerks ist der Verdichterdruckanstieg P,-P" etwa Null, und das Bypassventil 94 wird von der Feder 96 geschlossen gehalten. Ferner ist das Drehzahlregelventil 54 infolge der durch die Reglerfeder 112 entsprechend der Anlaßstellung des Drehzahlwählhebels 122 erzeugten Kraft voll geöffnet. Die Öffnung 128 im Ventilkörper 58 ist V-förmig, so daß ihr wirksamer Querschnitt von einem Mindestwert bei in Abschaltlage befindlichen Drehzahlwählhebel bis zu einem Maximalwert bei Leerlaufstellung des Drehzahlwählhebels zunimmt. Diese Anordnung sichert ein allmähliches Zunehmen des Brennstoffdurchflusses beim Vorschieben des Drosselhebels 122 von der Anlaßstelle zur Leerlaufstellung. Die Öffnung 128 ist in der Abschaltstellung des Drosselhebels geschlossen, um eine Brennstoffzufuhr zur Brennkammer 26 zu verhindert. Während einer Drehzahlabnahme des Triebwerks wird der Brennstoffdurchfluß durch die Öffnung 120 gesteuert, die eine Umgehung des dann geschlossenen Drehzahlregelventils 54, 108 darstellt und genügend Brennstoff durchläßt, um ein Erlöschen der Flammen in der Brennkammer zu verhindern.
  • Die F i g. 2 zeigt eine gegenüber F i g. 1 abgewandelte Ausführungsform der Brennstoffregeleinrichtung mit hydraulischem Drehzahlregler. Die Teile der F i g. 2, welche ähnlichen Teilen der F i g. 1 entsprechen, sind mit den entsprechenden Bezugszeichen versehen.
  • Die Brennstoffeinlaß- und -auslaßöffnungen stehen über die Leitung 46, eine vom Triebwerk angetriebene Brennstoffpumpe 48 der Verdrängerbauart, die Leitung 50, ein Ventil 164, 162, eine Kammer 166, ein zweites Ventil 178, 174, eine Leitung 170, ein Absperrventil in Form einer in dem Ventilkörper 164 des ersten Ventils gebildeten Öffnung 172 und ein federbeaufschlagtes Rückschlagventi160 miteinander in Verbindung. Der Brennstoffdruckregler 72, der wie bei der Ausführungsform nach F i g. 1 ein von zwei Stelleinrichtungen 74 und 76 gesteuertes Bypassventi194 aufweist, steuert den Durchfluß des Brennstoffs durch die Bypassleitung 64 in der in F i g. 1 dargestellten Weise.
  • Die beiden in Reihe liegenden Ventile 162, 164 und 168, 174 bilden zusammen das Drehzahlregelventil. Der Ventilkörper 164 des ersten Ventils ist in eine Bohrung 173 des Gehäuses 36 gleitend eingesetzt und als Funktion der Stellung des Drehzahlwählhebels 122 drehbar. Die Ventilöffnung 172 bildet ein stromabwärts vom Drehzahlregelventil liegendes, ebenfalls mit dem Drehzahlwählhebel gekoppeltes Absperrventil, das bei der dargestellten Lage des Drehzahlwählhebels 122 geschlossen ist, und ist so ausgebildet, daß es sich zwischen der Anlaß- und der Leerlaufstellung des Drehzahlwählhebels allmählich öffnet. Zwischen der Leerlaufstellung und der Einstellung des Drehzahlwählhebels 122 auf maximale Drehzahl ist das Absperrventil 172 voll geöffnet.
  • Der wirksame Querschnitt der Öffnung 168 des zweiten Ventils wird vom Druckabfall am ersten Ventil 162, 164 gesteuert. Zu diesem Zweck ist der Ventilkörper 174 des zweiten Ventils an einer Federhaltevorrichtung 176 befestigt; diese ist wiederum fest an einer zwischen der Federhaltevorrichtung 176 und einer Zwischenlegscheibe 180 eingeklemmten Membran 178 befestigt. Der äußere Rand der Membran 178 ist zwischen dem Gehäuse 36 und einer Kappe 182 eingespannt. Diese Kappe 182 ist am Gehäuse befestigt, beispielsweise mit einem Federring 184. Die Membran 178 ist durch eine Feder 186, die zwischen dem Gehäuse 36 und der Federhaltevorrichtung 176 eingesetzt ist, entgegen dem Brennstoff-Druckunterschied zwischen der Brennkammer 166 und einer Kammer 188, die auf der gegenüberliegenden Seite der Membran 178 angeordnet ist, belastet. Die Kammer 178 ist durch eine Leitung 190 mit der Leitung 50 vor dem ersten Ventil 162, 164 verbunden. Eine Leitung 192 mit einem durch eine Feder 196 belasteten Überdruckventil 94 verbindet die Leitung 50 mit der Kammer 166. Das Überdruckventil 194 schützt die Membran 178 bei einer Bewegung des Ventils 164 in Richtung auf die geschlossene Stellung zu wie auch bei einer Verminderung der Triebwerksdrehzahl vor einem übermäßigen Druckunterschied P,-P..
  • Das erste Ventil 162,168 liegt stromauf vom Bypassventil94 und wird vom gesamten, der Verdichterdrehzahl proportionalen Förderung der Brennstoffpumpe durchströmt. Bei einer gegebenen Größe der Öffnung 162 ändert sich somit der daran auftretende Druckabfall Pl-P2 mit dem Quadrat der Verdichterdrehzahl; es ist daher eine bestimmte Verdichterdrehzahl erforderlich, um an der gegebenen Durchflußfläche der Öffnung 162 einen bestimmten Druckabfall zu erzeugen.
  • Wenn die Durchflußfläche der Öffnung 162 verändert wird, ist eine entsprechend veränderte Verdichterdrehzahl erforderlich, um einen bestimmten Druckabfall zu erhalten. Dabei ist die Verdichterdrehzahl der Durchflußfläche der Öffnung 162 direkt proportional. Die Öffnung 162 ist so geformt, daß ihre wirksame Fläche sich bei Drehung des Ventilkörpers 164 allmählich ändert, so daß beim Vorschieben des Drehzahlwählhebels 122 und entsprechendem Drehen des Ventilkörpers 164 ein entsprechend veränderter Brennstoffzufluß zum Triebwerk erzielt wird.
  • Parallel zur Ventilöffnung 168 ist eine Leerlauföffnung 198 vorgesehen. Ein durch eine Feder 202 belastetes Rückschlagventil 200 in der Bypassleitung 64 sorgt für die Regelung des Mindestdurchflusses für den der Beschleunigung dienenden Brennstoff. Eine zwischen den Kanälen 46 und 50 angeschlossene Leitung 204 enthält ein durch eine Feder 208 belastetes Kugelventil 206. Dieses öffnet sich bei einem vorbestimmten Maximalbrennstoffdruck P2 und begrenzt dadurch die Zufuhr von Brennstoff bei Beschleunigungen auf einen vorbestimmten Maximalwert.
  • Bei Betrieb im Beharrungszustand bei einer vorbestimmten Drehzahl nehmen die verschiedenen Elemente der Brennstoffregeleinrichtung 34 die in der F i g. 2 gezeigten Stellungen ein.
  • Wenn dann zur Einleitung einer Beschleunigung der Drehzahlwählhebel122 und damit der Ventilkörper 164 in die Stellung für die Höchstdrehzahl verstellt wird, laufen nacheinander die folgenden Vorgänge ab: Durch die Vergrößerung der Öffnung 162 verringert sich der Brennstoffdruck P1 und damit auch die Druckdifferenz P,-P2, an der Öffnung 162. Dies bringt die Membran 178 in Richtung auf eine Kammer 188 zu aus dem Gleichgewicht und bewegt den Ventilkörper 174 von der Öffnung 168 weg. Der dadurch entstehende erhöhte Brennstoffdurchfluß durch die Öffnung 168 zu den Brennkammern 26 ruft die Beschleunigung des Triebwerkes hervor; dies ergibt eine Erhöhung des Verdichterausgangsdruckes P, und der Drehzahl der Brennstoffpumpe 48. Da die gesamte Fördermenge der Pumpe 48 durch die Öffnung 162 strömt und die Öffnung 168 auf ihre größte Fläche eingestellt ist, muß der Brennstoffdurchfluß in Abhängigkeit vom Betriebszustand des Triebwerks begrenzt sein, damit das Triebwerk während einer Beschleunigung nicht zu große Brennstoffmengen erhält. Aus diesem Grund steuert während einer Beschleunigung des Triebwerks der Brennstoffdruckregler 72 den Brennstoffdruck P2 als Funktion des Verdichterausgangsdrucks P, Die Membran 76 der ersten Stelleinrichtung, die auf den Druckanstieg Pe-P" im Verdichter anspricht, wird durch die zunehmende Verdichterleistung entgegen dem auf die Membran 74 wirkenden Brennstoffdruck P2 betätigt, und der Ventilkörper 94 des Bypassventils wird demgemäß weiter geöffnet. Dadurch wird der Brennstoffdurchfluß durch die Öffnung 168 des zweiten Ventils entsprechend vermindert. Es ist zu beachten, daß die Brennerdüsen 44 der Öffnung 168 nachgeschaltet sind; so daß bei Einstellung der Öffnung 168 auf ihre maximale Durchflußfläche während einer Triebwerksbeschleunigung der Durchflußquerschnitt der Brennerdüsen für die Brennstoffdosierung maßgebend ist. Da sich der Brennstoff von den Brennerdüsen unter etwa dem Druck P, befindet (das aus den Ventilen 162, 164 und 168, 174 bestehende Brennstoffregelventil ist voll geöffnet), wird während der Beschleunigung der Druckabfall P,-P, an den Brennerdüsen als Funktion des Druckanstiegs Pe-P. im Verdichter durch die Tätigkeit des Druckreglers 72 gesteuert. Während der Beschleunigung wird durch das Rückschlagventil 200, welches bei nahezu voller Öffnung 62 dem Druck Ps eine untere Grenze setzt, ein Brennstoffdurchfluß für eine Mindestbeschleunigung aufrechterhalten. Wenn sich der Verdichter der gewählten Drehzahl nähert, nähert sich der Druckunterschied P,-P, an der Öffnung 162 dem vorbestimmten Wert, woraufhin sich die Reglermembran 178 und das Ventil 174 auf die Öffnung 168 zu bewegen und dadurch eine entsprechende Abnahme der Brennstoffzufuhr zum Triebwerk verursachen. Diese Tätigkeit entspricht der Arbeitsweise der Fliehgewichte 98 bei derAusführungsform nach F i g. 1. Bei der gewählten Verdichterdrehzahl wird der vorbestimmte Druckunterschied P,-P2 erreicht, woraufhin sich die Reglermembran 178 stabilisiert und der Brennstoffdurchfluß zum Triebwerk so geregelt wird, daß die gewählte Verdichterdrehzahl aufrechterhalten wird. Der Druckregler 72 hält dann den Brennstoffdruckunterschied P.-Pe gemäß dem auf ihn übertragenen Druckunterschied P,-Pa auf einem bestimmten Wert.
  • Während einer Drehzahlabnahme des Triebwerks wird das zweite Ventil 174, 168 in Abhängigkeit vom Druckunterschied P,-P, an der Reglermembran 178 geschlossen. Die parallel zum zweiten Ventil liegende Leerlauföffnung 198 sorgt für die Aufrechterhaltung mindestens der Leerlaufdrehzahl des Triebwerks und verhindert ein Verlöschen der Flammen in den Brennkammern.
  • Das von Hand betätigte Ventil 136 (nach F i g. 1) oder entsprechende, selbsttätig auf Druck oder Temperatur ansprechende Vorrichtungen können auch bei der Brennstoffregeleinrichtung nach F i g. 2 verwendet werden, um eine entsprechende Korrektur des Brennstoffdurchflusses zu erzielen.
  • Die F i g. 3 zeigt die in der F i g. 2 dargestellte Brennstoffregeleinrichtung teilweise im Schnitt und in einer abgewandelten Ausführungsform, die darin besteht, daß zur Regelung der Drehzahl einer der Verdichterantriebsturbine nachgeschalteten (nicht gezeigten) freien Arbeitsturbine eine zweite Regeleinrichtung hinzugefügt ist. Die Elemente der F i g. 3, die gleichen Elementen der F i g. 2 entsprechen, sind entsprechend bezeichnet.
  • Bei der in der F i g. 3 gezeigten Ausführungsform ist der Ventilkörper 174 fest an einem Hebel 210 befestigt. Der Hebel 210 ist drehbar an einem Ansatz 212 des Gehäuses 36 gelagert und wird durch eine mit der Membran 178 verbundene Stange 214 gemäß dem an der Membran wirksamen Brennstoffdruckunterschied P,-P, betätigt. Der Hebel 210 wird durch eine Feder 216 leicht gegen die Stange 214 gedrückt. Der Hebel 210 wird ferner in Abhängigkeit von der Stellung des Drehzahlwählhebels 218 der freien Arbeitsturbine und deren Drehzahl betätigt. Zu diesem Zweck ist im Gehäuse 36 eine Stange 220 drehbar gelagert, an deren einem Ende ein Hebel 222 starr befestigt ist, der auf den Hebel 210 einwirkt; ein am entgegengesetzten Ende befestigter Hebel 224 wirkt auf eine Membran 226 ein. Der Hebel 224 ist durch eine zwischen dem Hebel 224 und einer in das Gehäuse 36 eingeschraubten einstellbaren Federhalterung 230 eingesetzte Feder 228 in Richtung auf die Membran 226 vorgespannt. Die Membran 226 ist einerseits dem in einer Kammer 232 herrschenden atmosphärischen Druck P6 und andererseits einem in einer Kammer 234 herrschenden hydraulischen Steuerdruck PH ausgesetzt. Eine Leitung 236 verbindet die Kammer 234 mit einer Flüssigkeitsquelle, z. B. einem Ölbehälter 238, und enthält eine Flüssigkeitspumpe 240 der Verdrängerbauart, die der Brennstoffpumpe 48 ähnelt. Die Flüssigkeitspumpe wird in nicht dargestellter Weise durch die Arbeitsturbine mit einer der Drehzahl der Arbeitsturbine proportionalen Drehzahl angetrieben. Der hydraulische Steuerdruck in der Leitung 236 und somit in der Kammer 234 wird in Abhängigkeit von der Stellung des Drehzahlwählhebels 218 der Arbeitsturbine durch ein Steuerventil 242 verändert, welches in einer hinter der Pumpe 240 zwischen der Quelle 238 und der Leitung 236 angeschlossenen Leitung 244 angeordnet ist. Wie bei der Öffnung 162 des Ventilkörpers 164 ändert sich auch hier die Druckdifferenz PH-P6 an der Öffnung 246 des Steuerventils 242 mit dem Quadrat der Drehzahl der Pumpe 240 bzw. der Drehzahl der Leistungsturbine. Zur Erzeugung eines bestimmten Druckabfalls an einer gegebenen Durchflußfläche der Öffnung 246 ist eine bestimmte Drehzahl der Arbeitsturbine erforderlich. Größere oder kleinere Durchflußflächen der Öffnung 246 erfordern entsprechend höhere und niedrigere Drehzahlen der Pumpe 240, um an der Öffnung 246 einen bestimmten Druckabfall aufrechtzuerhalten. Wenn daher der Drehzahlwählhebe1218 im Sinn einer Erhöhung der Drehzahl bewegt wird, vergrößert sich die Durchflußfläche der Öffnung 246 entsprechend, so daß zur Erzeugung des erforderlichen konstanten Druckabfalls Px-P" eine entsprechend höhere Drehzahl erforderlich ist.
  • Die Drehzahlwählhebel 122 und 218 sind unabhängig voneinander bedienbar und erzeugen Drehzahl-Sollwertsignale, die sich gegenseitig überspielen können, d. h. die Drehzahleinstellung, die die geringste Brennstoffmenge erfordert, ist maßgebend, und der andere Drehzahl-Sollwert bleibt unberücksichtigt. Beispielsweise nimmt unter der Annahme, daß die Drehzahlwählhebel122 und 218 sich in ihren der Höchstdrehzahl entsprechenden Stellungen befinden, der Ventilkörper 174 eine Stellung entsprechend der Kraft ein, die durch den vorbestimmten Druckunterschied P,-P, an der über die Stange 214 und den Hebel 210 auf den Ventilkörper 174 einwirkenden Membran 1.78 wirksam ist. Auf diese Weise wird die wirksame Durchflußfläche der Öffnung 168 so geregelt, daß sie den richtigen Brennstoffzufluß zu den Brennkammern 26 entsprechend der gewählten Höchstdrehzahl des Verdichters 22 aufrechterhält. Der Hebel 222 wirkt in Abhängigkeit von dem Druckunterschied PH-P", welcher an der Membran 226 wirksam ist, leicht auf den Hebel 210 ein, so daß die Stellung des Ventilkörpers 174 auch der gewählten Höchstdrehzahl der Arbeitsturbine entspricht.
  • Es sei jetzt angenommen, daß, ausgehend von einem Beharrungszustand mit konstanter Drehzahl des Verdichters 22, der Drehzahlwählhebel 218 in eine Stellung bewegt wird, die einer geringeren Drehzahl der Arbeitsturbine entspricht. Der Ventilkörper 242 wird entsprechend gedreht und die wirksame Durchflußfläche der Öffnung 246 vermindert, was wiederum einen Anstieg des Druckunterschieds PH-P" an der Membran 226 hervorruft. Die Hebel 222 und 224 werden dann durch die Membran 226 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht, wobei der Hebel222 den Hebel 210 im Uhrzeigersinn von der Stange 214 fort drückt und damit die Tätigkeit der Membran 178 übers_pielt. Der Ventilkörper 174 wird in Richtung auf die Öffnung 168 zu beaufschlagt, und die Abnahme der wirksamen Durchflußfläche dieser Öffnung vermindert den Brennstoffzufluß zu den Brennkammern 26, was wiederum eine Verminderung der Drehzahl des Verdichters und der Arbeitsturbine nach sich zieht. Mit der Abnahme der Drehzahl der Arbeitsturbine nimmt auch die Drehzahl der Pumpe 240 ab, was eine Verminderung des Druckunterschieds PH-P" an der Öffnung 246 und der Membran 226 zur Folge hat, woraufhin der erforderliche Druckunterschied PH-Pa wiederhergestellt und die Membran 226 entsprechend stabilisiert wird, was zu einer Stabilisierung des Ventilkörpers 174 führt. Der Brennstoffzüfluß zu den Brennkammern 26 wird entsprechend geregelt, und die Arbeitsturbine wird bei der gewünschten Drehzahl betrieben, während die Verdichterdrehzahl sich in Abhängigkeit von der Verminderung der Brennstoffzufuhr auf einen Zwischenwert einspielt. Solange der Drehzahlwählhebel 122 in seiner der Höchstdrehzahl entsprechenden Stellung gehalten wird, kann mit dem Drehzahlwählhebel218 die Drehzahl der Arbeitsturbine auf jeden beliebigen Wert innerhalb des Drehzahlbereichs der Arbeitsturbine eingestellt werden. Der Drehzahlwählhebel122 kann jedoch auch auf eine mittlere Verdichterdrehzahl eingestellt sein. Dann wird die Drehzahl der Arbeitsturbine entsprechend begrenzt, auch wenn sich ihr Drehzahlwählhebe1218 in einer Stellung befindet, der einer höheren Drehzahl der Arbeitsturbine entspricht. In einem solchen Fall ist zu beachten, daß der Hebel 210 von der Membran 178 gemäß dem an ihr anliegenden Druckabfall PI-P2 beaufschlagt und dadurch die Drehzahl des Verdichters und der Arbeitsturbine entsprechend der mit dem Drehzahlwählhebel 122 gewählten Drehzahl begrenzt wird. Eine Einstellung des Drehzahlwählhebels 218 auf eine höhere Drehzahl, als sie mit der durch die Einstellung des Drehzahlwählhebels 122 bestimmten Brennstoffmenge erreicht werden kann, führt zu einer Beaufschlagung der Hebel 222 und 224 durch die Membran 226 im Uhrzeigersinn, so daß der Hebel 222 sich aus seinem Eingriff mit dem Hebel 210 löst und dadurch die Einstellung des Drehzahlwählhebels 218 unwirksam macht.
  • Die F i g. 4 zeigt im- Schnitt einen Teil der Brennstoffregeleinrichtung nach F i g. 2 in einer Abwandlung, die in der Hinzufügung eines auf die Drehzahl einer nicht gezeigten Ueien Arbeitsturbine ansprechenden Drehzahlgrenzregters 248 besteht. Diejenigen Elemente der F i g. 4, welche ähnlichen Elementen der F i g. 2 entsprechen, sind entsprechend numeriert.
  • Der Drehzahlregler 248 hat ein Gehäuse 250, in welchem Fliehgewichte 252 schwenkbar auf einem Halter 254 gelagert sind. Dieser wird gemäß der Drehzahl der Arbeitsturbine über eine Welle 256 in Drehung versetzt. Die Fliehgewichte 252 wirken mit ihren Armen 258 der Kraft einer zwischen einem ringförmigen Körper 260 und einer in dem Gehäuse 250 eingeschraubten einstellbaren Federhalterung 264 angeordneten Feder 262 entgegen. Ein durch einen Stift 268 drehbar am Gehäuse 250 befestigter U-förmiger Hebel steht an seinem einen Ende mit dem ringförmigen Körper 260 im Eingriff und trägt an seinem anderen Ende eine Ventilklappe 270. Das Innere des Gehäuses 250 ist durch eine Öffnung 278 zum atmosphärischen Luftdruck P. geöffnet. Die Ventilklappe 270 wirkt mit einer Öffnung 276 zusammen, die über eine Leitung 274 und eine Drossel 272 mit der vom Verdichterausgang kommenden Leitung 92 verbunden ist, und wird normalerweise durch einen federbelasteten Hebel 266 schließend auf die Öffnung 276 gedrückt. Solange die Öffnung 278 durch die Ventilklappe 270 verschlossen ist, wird der jeweils vom Verdichter erzeugte Luftdruck P, über die Leitung 92 zur Kammer 86 geleitet und die Membran 76 in Abhängigkeit vom Druckanstieg P,-P. im Verdichter betätigt, wie bereits in Verbindung mit F i g. 1 beschrieben. Wenn jedoch die Arbeitsturbine eine vorbestimmte höchstzulässige Drehzahl erreicht, übersteigt die Kraft der Fliehgewichte 252 die Kraft der Feder 262, so daß der ringförmige Körper 260 sich entgegen der Feder 262 nach oben bewegt, der U-förmige Hebel 266 sich entgegen dem Uhrzeigersinn um den Stift 268 dreht, die Ventilklappe 270 sich öffnet und die vom Verdichter gelieferte Luft durch die Öffnung 276 zur Atmosphäre (Druck Pa) entweichen kann. Dadurch fällt der Druck Pc in der Kammer 86, der Druckunterschied Po-Pa an der Membran 76 vermindert sich, der Ventilkörper 94 bewegt sich von der Mündung 62 fort, der Bypass-Brennstoffstrom durch die Öffnung 62 erhöht sich, und der Brennstoffzufluß zu den Brennkammern vermindert sich entsprechend, so daß die Drehzahl der Arbeitsturbine in der gewünschten Weise begrenzt wird.

Claims (1)

  1. Patentansprüche: 1. Brennstoffregeleinrichtung für Gasturbinenanlagen, mit einem in der Hauptleitung zwischen einer von der Turbine mit proportionaler Drehzahl angetriebenen Brennstoffpumpe der Verdrängerbauart und den Brennerdüsen angeordneten, mit einem Wählhebel versehenen Drehzahlregelventil und einem die Pumpe überbrückenden, vom Druckanstieg im Verdichter gesteuerten Bypassventil, dadurch gekennzeichnet, daß dieses Bypassventil (94) eine zur auf den Druckanstieg im Verdichter ansprechenden Stelleinrichtung (76) entgegengesetzt wirkende, auf den Brennstoffdruck (P1; P.) vor dem Brennstoffregelventil (54, 108; 168, 174) ansprechende zweite Steheinrichtung (74) aufweist. z. Brennstoffregeleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Hauptleitung (50, 56, 42) stromabwärts vom Drehzahlregelventil (54, 108; 168, 174) ein vom Drehzahlwählhebel (122) betätigbares Absperrventil (58, 128; 172) angeordnet ist. 3. Brennstoffregeleinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der vom Bypassventil (94) zum Pumpeneinlaß (46) führenden Bypassleitung (64) ein Rückschlagventil (66; 200) angeordnet ist. 4. Brennstoffregeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie am Austritt der Hauptleitung (42) ein zweites Rückschlagventil (60) aufweist. 5. Brennstoffregeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an die Hauptleitung (50) stromaufwärts vom Bypassventil (94) ein Überdruckventil (123) angeschlossen ist, das mit der zum Pumpeneinlaß (46) führenden Bypassleitung (64) in Verbindung steht. 6. Brennstoffregeleinrichtung nach einem der Ansprüche l bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Drehzahlregelventil zwei in der Hauptleitung (50) in Reihe liegende Ventile aufweist, von denen das erste Ventil (164, 162) stromauf vom Bypassventil (94) liegt und mit dem Drehzahlwählhebel (122) gekoppelt ist und das zweite Ventil (168, 174) stromab vom Bypassventil (94) liegt und vom Druckabfall am ersten Ventil gesteuert wird (F i g. 2). 7. Brennstoffregeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6 für eine Gasturbinenanlage mit einer den Verdichter antreibenden Turbine und einer dieser nachgeschalteten freien Arbeitsturbine, dadurch gekennzeichnet, daß das Drehzahlregelventil zusätzlich von einem hydraulischen Steuerdruck (PH) betätigbar ist, der durch eine von der Arbeitsturbine mit proportionaler Drehzahl angetriebene Flüssigkeitspumpe der Verdrängerbauart (240) und ein diese überbrückendes, mit dem Drehzahlwählhebel (218) der Arbeitsturbine gekoppeltes Steuerventil (242, 246) eingestellt werden kann (F i g. 3). B. Brennstoffregeleinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Drehzahlregelventil einen Ventilkörper (210) aufweist, der von einer Vorspannkraft (Feder 216) gegen zwei bewegbare Anschläge (214, 222) gedrückt wird, deren Stellung von der Drehzahl der Verdichterantriebsturbine bzw. der freien Arbeitsturbine abhängig ist, so daß der am weitesten zum Ventilkörper (210) hin vorgeschobene Anschlag die Einstellung des Ventilkörpers bestimmt. 9. Brennstoffregeleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der Zuleitung (90, 92) zwischen dem Verdichterausgang und der auf den Druckanstieg im Verdichter ansprechenden Stelleinrichtung (76) eine Drossel (272) und stromabwärts von dieser eine beim Überschreiten einer vorgegebenen Drehzahl öffnendes Ablaßventil (270, 276) eines Drehzahlgrenzreglers (248) vorgesehen ist (F i g. 4). In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 1075 896, 1050 126, 1044 526, 1041737, 1004 867, 954 752, 954 656.
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