-
Vorrichtung zum Gruppieren von Körpern bestimmter geometrischer Form
in Gruppen mit einem geschlossenen Umriß In der Verpackungsindustrie ist es häufig
erforderlich, in Schachteln einfacher geometrischer, z. B. zylindrischer oder prismatischer
Form mit quadratischer oder vieleckiger Basis Körper bestimmter geometrischer Form
anzuordnen, welche zu einer einzigen Schicht oder zu mehreren Schichten zusammengefaßt
sind, deren jede in den Umriß der Basis der Schachtel eingeschrieben werden kann.
-
Eine der heikelsten zu lösenden Aufgaben besteht dann in der Gruppierung
einer Schicht dieser Körper in diesem geometrischen Umriß der Basis der Schachtel.
Eine derartige Gruppierung kann bei einer verhältnismäßig geringen Produktion von
Hand erfolgen, was jedoch die Benutzung teurer Arbeitskräfte erfordert. Die Aufgabe
wird erheblich schwerer zu lösen, wenn eine derartige Gruppierung in einem automatischen
oder halbautomatischen Produktions-oder Verpackungszyklus mit großem Ausstoß ausgeführt
werden soll.
-
Es ist daher bereits ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Gruppieren
von Körpern bestimmter geometrischer Form in Gruppen mit einem festgelegten Umriß
vorgeschlagen worden (vgl. deutsche Patentschrift 1 083 749), nach dem bzw. mittels
der jedoch lediglich tetraederförmige kongruente Packungen in Transportbehälter
ganz bestimmter Form eingestapelt werden können, nämlich in hexagonale Behälter
mit regelmäßigem hexagonalem Pyramidenboden, dessen Flächen mit den anliegenden
Teilen der Behälterseitenwand einen Winkel bilden, der im wesentlichen dem Kantenwinkel
des Tetraeders entspricht.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen,
mittels der Körper der verschiedensten Form in Umrisse verschiedenster entsprechender
Form einsetzbar und gruppierbar sind.
-
Eine weitere Aufgabe, die der Erfindung zugrunde liegt, besteht darin,
eine Vorrichtung zu schaffen, mittels der die vorerwähnte Gruppierung in einem automatischen
oder halbautomatischen Produktions-oder Verpackungszyklus mit großem Ausstoß ermöglicht
wird.
-
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Gruppieren von Körpern
bestimmter geometrischer Form in Gruppen mit einem geschlossenen Umriß, der ein
Symmetriezentrum und/oder eine oder mehrere Symmetrieachsen besitzt, beispielsweise
zum Gruppieren von Körpern mit sektorförmiger Bodenfläche in Gruppen mit kreisförmigem
Umriß oder auch prismatischer Körper mit rechteckiger Bodenfläche in Gruppen mit
ebenfalls rechteckigem Umriß, wobei diese Vorrichtung einerseits eine um ihre Achse
ver-
drehbare, kreisförmige Gruppierungstrommel mit konzentrisch zur Drehachse in
gleichen Winkelabständen und beweglich angeordneten Gruppierungstellern in der gewünschten
Umrißform und andererseits eine Ausgabestation zur Abgabe jeweils eines Körpers
in einer bestimmten Richtung auf jeden Teller aufweist.
-
Die Erfindung besteht darin, daß die Anzahl der Gruppierungsteller
nicht durch die gleiche Zahl wie die Anzahl der zu gruppierenden Körper teilbar
ist, wobei diese Teller bei jeder Trommeldrehung um einen ihrer durch die Anzahl
der zu gruppierenden Körper geteilten Gesamtbewegung entsprechenden Schritt bewegbar
angeordnet sind, und daß eine Abführstation zur Abnahme der vollständigen Gruppen
in einer bestimmten, tangential zur Trommel verlaufenden Richtung vorgesehen ist.
Mit Vorteil ist dabei die Anzahl der Gruppierungsteller um Eins größer oder kleiner
als die Anzahl der zu gruppierenden Körper.
-
In weiterer Ausbildung der Vorrichtung nach der Erfindung sind zum
Gruppieren prismatischer Körper mit kreissektorförmiger Grundfläche die Gruppierungsteller
kreisrund ausgebildet und drehbar angeordnet und tragen eine höhenverschieblich
radial geschlitzte Platte, durch deren Schlitze lotrechte, die Körper abgrenzende
Wände treten, zwischen welche mittels einer Ausgabetrommel mit rückziehbaren Schaufeln
jeweils ein Körper einschiebbar ist und über deren Oberkante die Platte nach erfolgter
Gruppierung der Körper in einen Aufnahmering einer Abführtrommel
anhebbar
ist, auf welcher dieser Aufnahmering mit der in ihn eingebrachten Körpergruppe einer
Einrichtung für die Zufuhr der Packschachteln zuführbar ist.
-
Die Vorteile der Vorrichtung nach der Erfindung sind insbesondere
darin zu sehen, daß sie sich für Körper verschiedenster Form einsetzen lassen, um
sie in Umrisse verschiedenster Form zu gruppieren. Als spezielles Beispiel sei das
Gruppieren von prismatischen Körpern mit kreissektorförmiger Grundfläche innerhalb
eines Kreisumrisses bzw. das Gruppieren rechteckiger Körper innerhalb eines rechteckigen
Umrisses genannt. Diese beiden Fälle sind in geometrischer Hinsicht am interessantesten,
aber selbstverständlich läßt sich das gleiche Funktionsprinzip der erfindungsgernäßen
Vorrichtung auch auf andere Körper- und Umrißformen anwenden, beispielsweise zum
Gruppieren hexagonaler Körper oder anderer geometrischer Figuren. Des weiteren ist
darauf hinzuweisen, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung dazu bestimmt ist, im Anschluß
an eine schnellarbeitende Maschine Schmelzkäseportionen zu gruppieren. Nun sind
diese Portionen aber heiß, also sehr empfindlich, so daß jeglicher plötzliche Wechsel
in der Lineargeschwindigkeit (plötzliche Beschleunigung bzw. Verzögerung) unbedingt
vermieden werden muß. Bei den bekannten Gruppierungsvorrichtungen ist die Leistung
begrenzt, da die Arbeitsgeschwindigkeiten nicht ohne Beschädigung der heißen Portionen
erhöht werden können. Demgegenüber ist mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ein
erhöhter Ausstoß ohne jegliche Beschädigung der Portionen erzielbar.
-
Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachstehend unter
Bezugnahme auf die Zeichnung erläutert.
-
Fig. 1 zeigt schematisch das Prinzip der erfindungsgemäßen Gruppierung
von sechs Käseportionen; F i g. 2 ist eine Tabelle, welche die zeitliche Lage der
Gruppierungsteller der F i g. 1 von der Inbetriebsetzung der Apparatur bis zur kontinuierlichen
Erzielung von Gruppierungen zu sechs Portionen darstellt; F i g. 3 zeigt schematisch
das Prinzip der erfindungsgemäßen Gruppierung von acht Käseportionen; Fig. 4 ist
eine Tabelle, welche die zeitliche Lage der Gruppierungsteller der F i g. 3 von
der Inbetriebsetzung der Apparatur bis zur kontinuierlichen Erzielung der Gruppierung
zu acht Portionen darstellt; F i g. 5 und 6 zeigen eine Ausgabetrommel für diese
Portionen mit zurückziehbaren Schaufeln im Schnitt längs der Linie V-V der Fig.
6 bzw. Iängs der Linie VI-VI der Fig. 5; F i g. 7 ist ein Schnitt einer erfindungsgemäßen
Gruppierungstrornmel zur Gruppierung von acht Käseportionen im Schnitt längs der
Linie VII-VII der Fig. g ; Fig. 8 zeigt vier Teilschnitte der Gruppierungstrommel
der Fig. 7 längs der Schnittebenen A, B, C und 17 der Fig. 7; Fig. 9 ist ein Diametralschnitt
einer Trommel zur Abfuhr der auf der Gruppierungstrommel der F i g. 7 und 8 gruppierten
Portionen, wobei dieser Schnitt durch die Zentren der Abfuhrringe der Abfuhrtrommel
geführt ist.
-
Fig. 10 ist ein Schnitt längs der Linie X-X der Fig. 9.
-
Die in F i g. 1, 3 und 5 bis 10 dargestellte Gruppierungsapparatur
ermöglicht die kreisförmige Gruppierung von n Käseportionen prismatischer Form mit
dreieckiger Basis und einer kreisbogenförmigen Seite, wobei diese Portionen entweder
auf einer eine hin und her gehende Bewegung ausführenden Maschine oder auf den Trommeln
einer mit kontinuierlicher Kinematik arbeitenden Maschine hergestellt werden.
-
Die Gruppierung der Käseportionen erfolgt entweder zu sechs (F i
g. 1 und 2) oder zu acht (Fig. 3 und 4).
-
In beiden Fällen werden die Portionen aus ihrer Formungsmatrize durch
eine Ausgabetrommel P oder P8 mit mehreren Arbeitsstellen herausgezogen, wobei jede
Arbeitsstelle eine zurückziehbare Schaufel besitzt, welche die Portion f, welche
sie aus der Formungstuatrize herausgezogen hat, auf die Gruppierungstrommel R «,
oder ; R8 bringt.
-
Jede Gruppierungstrommel R6 oder R8 weist sieben Satellitenteller
A, B, C, D, E, F und G auf. Diese Teller können sechs Portionen bei der Gruppierungstrommel
R6 oder acht Portionen bei der Gruppierungstrommel Rs aufnehmen. Diesen Tellern
wird eine solche kontinuierliche Drehbewegung um ihre Achsen erteilt, daß bei jeder
Umdrehung der Trommel R oder R8 jeder Teller sich um eine Sechstel--oder eine Aehtelumdrehung
dreht.
-
An jeder Berührungsstelle dieser Teller mit der Ausgabetrommel P6
Oder der P8 wird eine Portion f durch die entsprechende Schaufel p auf den entsprechenden
Teller gebracht.
-
Bei jeder Drehung der Trommel weniger einer Siebenteldrehung in dem
Fall von sechs Portionen (Fig. 1) oder bei jeder Drehung der Trommel vermehrt um
eine Siebenteldrehung in dem Fall von acht Portionen (F i g. 3) bietet einer der
Teller, der Teller A in der in F i g. 1 und 3 dargestellten Stellung, eine Anordnung
von gruppierten Portionen dar, welche in einer bestimmten radialen Richtung in bezug
auf die Gruppierungstrommel R6 oder R8 in einen Aufnahmering M eingeführt wird,
welcher einer Abfuhrtrommel V6 ; oder Vf, mit mehreren Arbeitsstellen angehört,
welche anschließend die Portionengruppe einer Anordnung zur Zufuhr der Verpackungen
zuführt.
-
Die Tangentialgeschwindigkeit der Trommeln P, R und V ist identisch,
und jede Schaufel der Ausgabetrommel P kommt vor einen der Teller der Gruppierungstrommel
R. Dagegen kommt jeder Ring M der Abfuhrtrommel V für jeden sechsten Teller bei
der Trommel v6 in dem Fall einer Gruppierung bis zu sechs Portionen (Fig. 1) oder
für jeden achten Teller bei der Trommel Vs in dem Fall einer Gruppierung für acht
Portionen (F i g. 3) in die Arbeitsstellung.
-
Das Arbeitsprinzip dieser schematischen Gruppierungsanordnung bei
der Gruppierung zu sechs Portionen (Fig. 1 und 2) ist im folgenden an Hand der in
Fig. 2 wiedergegebenen, den Anfahrvorgang der Anordnung verdeutlichenden Tabelle
erläutert.
-
Die zweite Reihe der Tabelle nach Fig. 2 enthält eine Zahlenfolge,
welche in Siebenergruppen entsprechend den über der Tabelle mit 1, 2, 3, 4 usw.
angegebenen Intervallen zusammengefaßt ist. Jede dieser Gruppen gibt die Anzahl
der auf den sieben Tellern A bis G befindlichen Portionen nach der ersten, zweiten,
dritten, vierten, usw. Umdrehung der Trommel
R6 an, wobei davon
ausgegangen wurde, daß der Teller A als erster von der Ausgabetrommel P eine Portion
empfängt. Einige der Zahlen sind allerdings aus der zweiten Reihe der Tabelle in
die dritte Reihe heruntergezogen worden, so daß in der zweiten Reihe eine Null erscheint.
Dies bedeutet, daß der entsprechende Teller, also beim ersten Umlauf A und G, beim
zweiten Umlauf F, beim dritten Umlauf E, usf. entleert wird, wenn er an der Abführtrommel
eintrifft.
-
Man sieht daraus einmal, daß nach jeweils sechs Siebentel Umdrehung
ein Teller entleert wird, und zum anderen, daß aus irgendeiner der Siebenergruppen
die nächstfolgende Siebenergruppe durch Erhöhung jeder Einzelzahl um Eins erstellt
werden kann, da bei jeder Umdrehung der Gruppierungstrommel jeder Teller eine Portion
empfängt.
-
Wenn man also als Ausgangsposition (Gruppe 1) die annimmt, bei der
alle Teller bereits eine Portion empfangen haben, dann werden nach jeweils sechs
Siebentel Umdrehungen während der ersten fünf vollen Umdrehungen der Gruppierungstrommel
die Teller A, G, F, E, D und C entleert, welche beim Eintreffen an der Abführstation
jeweils 1, 1, 2, 3, 4 und 5 Portionen enthalten. Bei der sechsten Umdrehung wird
dann der Teller B, der als erster sechs Portionen enthält, entleert, woraufhin alle
sechs Siebentel Umdrehung sechs Portionen durch die Teller A, G, F, E, D, C, B usf.
abgegeben werden.
-
Iri F i g. 1 hat die Gruppierungstrommel R6 ihren normalen Gruppierungszustand
bereits erreicht, d. h., die Füllung der einzelnen Teller entspricht den Spalteh
der Tabelle nach F i g. 2 zwischen den voll ausgezogenen Pfeilen, da die Teller
F und G sich noch vor dem Zufuhrpunkt der Portionen durch die Schaufeln p befinden.
Der Teller A trägt sechs Portionen, welche vor der Abfuhr stehen, der Teller B eine
Portiohj der Teller C zwei Portionen, der Teller D drei Portionen, der Teller E
vier Portionen, der Teller F vier Portionen und der Teller G fünf Portionen.
-
Wie man sieht, besitzen zwei aufeinanderfolgende teller vier Portionen.
Dies rührt daher, daß die Anzahl der Teller um eine Einheit größer ist als die Zahl
der Portionen.
-
Aus der Tabelle der F i g. 2 geht hervor, daß man nacheinander bei
dem ersten folgenden Arbeitsspiel zwei Teller mit fünf Portionen, für das zweite
folgende Arbeitsspiel zwei Teller mit keinen Portionen, für das dritte nächste Arbeitsspiel
zwei Teller mit einer Portion erhält usf.
-
Bei einer Gruppierung zu acht Portionen (F i g. 3 und 4) ist der
Vorgang der gleiche, hier sind jedoch die sieben ersten Abfuhren unvollständig und
umfassen nacheinander Gruppen von 1, 2, 3, 4, 5, 6 und 7 Portionen. Der Füllvorgang
wird durch die Tabelle der F i g. 4 definiert, welche der r i g. 2 entspricht.
-
F i g. 3 stellt die in ihren normalen Gruppierungszüstand gekommene
Maschine dar, wobei die Teller A, B, C, D und E hinter dem Ausgangspunkt der Ausgabetrommel
P8 angeordnet sind, während die Teller F und G vor diesem Ausgabepunkt liegen. Der
Teller A trägt acht Portionen, welche vor der Abfuhr stehen, der Teller B sieben
Portionen, der Teller C sechs Portionen, der Teller D fünf Portionen, der Teller
E vier Portionen, der Teller F zwei Portionen und der Teller G eine Portion.
-
Es ist kein Teller mit drei Portionen vorhanden, was davon herrührt,
daß die Zahl der Teller um eine
Einheit kleiner als die Zahl der Portionen ist. Bei
den nächsten Arbeitsspielen findet man im Gegensatz zu den Vorgängen bei der Gruppierung
zu sechs Portionen in dem ersten Arbeitsspiel keinen Teller mit vier Portionen,
in dem zweiten Arbeitsspiel keinen Teller mit fünf Portionen usf. r)as erfindungsgemäße
Gruppierungsprinzip kann nur arbeiten, wenn die Tellerzahl und die Portionenzahl
keinen gemeinsamen Teiler haben. Dies ist bei den beiden angeführten Beispielen
der Fall, bei welchen, wenn n die Zahl der Portionen ist, die Zahl der Teller gleich
n + 1 bei der Gruppierung zu sechs Portionen oder n 1 bei der Gruppierung zu acht
Portionen ist.
-
Man kann die Richtigkeit dieses Gesetzes dadurch prüfen, daß man
eine der Fig. 4 entsprechende Tabelle fiir eine Gruppierung zu acht Portionen durch
Benutzung einer Trommel aufstellt, welche mit fünf Teller t1. 1, J, K und L versehen
ist, da die Zahl 5 keinen gemeinsamen Teiler mit der Zahl 8 hat. In diesem Fall
umfaßt ein Gruppierungszyklus eine Umdrehung der Gruppierungstrommel plus drei Fünftel
Umdrehung.
-
Wenn man nun die fünf Teller dieser Gruppierungstrommel in der Stellung
betrachtet, in welcher det Teller H acht Portionen trägt wie der Teller A in F i
g. 3, wobei sich die Teller I, J, K hinter der Ausgabestelle und der Teller L vor
dieser befinden, stellt man fest, daß der Teller 1 fünf Portionen, der Teller J
zwei Portionen, der Teiler K sieben Portionen und der Teller L drei Portionen trägt.
Diese Verteilung wiederholt sich jedesmal, wenn einer der fünf Teller acht Portionen
trägt.
-
Fig. 5 bis 10 zeigen eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Gruppierungsapparatur zur Gruppierung von acht Käsepörtionen in Form eines Prismas
mit dreieckiger Basis, dessen eine Seite durch einen Kreisbogen gebildet wird, dessen
Mittelpunkt auf der entgegengesetzten Spitze liegt, wobei F i g. 5 und 6 die Ausgabetrommel,
F i g. 7 und 8 die Gruppierungstrommel und F i g. 9 und 10 die Abfuhrtrommel darstellen.
-
Jede Trommel ist mit einem Schaft fest verbunden, welcher auf einer
zentralen festen Achse drehbar ist und auf dieser auf beliebige bekannte Weise in
Umdrehung versetzt wird. Der Drehantrieb känn bei jeder Trommel durch eine Schnecke
erfolgen, welche von einer mit bewegungsaufwärts und bewegungsabwärts liegenden
Entnahmestellen versehenen waagerechten Welle getragen wird und mit einem von ihrem
Schaft getragenen Schneckenrad im Eingriff steht.
-
Der Antrieb kann z. B. an einer einzigen mit einem derartigen Schneckenrad
versehenen Trommel erfolgen, während die Schäfte der anderen Trommeln mit einem
Ritzel versehen sind, welches mit einem Zahnrad im Eingriff steht, welches von dem
Schaft dieser Antriebstrommel und/oder von dem Schaft der anderen Trommel getragen
wird.
-
Bei der in F i g. 5 und 6 dargestellten Ausführungsform besitzt die
Ausgabetrommel P einen Körper 1, welcher auf beliebige bekannte Weise, z. B. durch
Schrauben 2, mit dem an der zentralen festen Welle 4 angebrachten drehbaren Schaft
3 fest verbunden ist. Der Körper besitzt sieben zylindrische lotrechte in gleichen
Winkelabständen angeordnete Muffen 5, in welchen rohrförmige Führungen 6 angeordnet
sind. In jeder dieser Führungen führt ein Stab 7 eine hin und her gehende Bewegung
aus. Dieser
Stab ist mit einer Schulter 8 versehen, welche zusammen
mit der Führung 6 eine Kammer bildet, in welcher sich eine Feder 9 befindet. Das
untere Ende dieses Stabes trägt eine Rolle 10, welche auf einer Nockenbahn 11 rollt,
welche an einem zylindrischen Teil ausgebildet ist, welcher an dem auf einem Tisch
13 befestigten Fuß 12 befestigt ist. An seinem oberen Ende trägt jeder Stab 7 eine
Schaufel 14.
-
Eine durch radiale Stege 16 in sieben Zellen unterteilte Kappe 15
ist durch Schrauben 17 an dem Trommelkörper befestigt, wobei jede Zelle zur Aufnahme
einer Schaufel 14 dient.
-
Eine waagerechte Führung 18 mit lorechter Randleiste 19 ist an dem
Gestell der Maschine mit Hilfe von Säulen 20 so befestigt, daß ihr Boden auf der
Höhe der Oberseite des Trommelkörpers 1 liegt. Dieser Boden wird durch zwei kreisbogenförmige
Ränder 21 und 22 begrenzt, deren Halbmesser gleich dem einer Trommel zur Überführung
der aus ihren Matrizen ausgetretenen Käseportionen bzw. der Gruppierungstrommel
ist.
-
Die auf der Oberführungstrommel befindlichen Käseportionen werden
einzeln von den Schaufeln 14 abgenommen, wenn diese Portionen vor die lotrechte
Randleiste 19 kommen. Sie wandern zunächst auf der Überführungstrommel und hierauf
auf dem waagerechten Abschnitt der Führung 18, wie dies für die Portion f dargestellt
ist. Wenn sich diese Portion dem Bogen 22 nähert, hebt der Nocken 11 durch Betätigung
der Rolle 10 die Schaufel 14 an, wie dies in dem rechten Teil der F i g. 5 dargestellt
ist. Bei ihrer Aufwärtsbewegung verschiebt die Schaufel die Portion f weiter und
kommt von dieser frei, wenn diese Portion durch die Schaufel auf den entsprechenden
Teller der Gruppierungstrommel gebracht wurde.
-
Wie in Fig. 7 und 8 dargestellt, weist die Gruppierungstrommel R
einen Körper 23 auf, welcher durch Schrauben 24 an seinem drehbaren Schaft 25 befestigt
ist, welcher auf seiner zentralen festen Welle 26 mit Wälzlagern 27 drehbar gelagert
ist. Dieser drehbare Schaft 25 ist außerdem durch ein Wälzlager 28 an einem Tisch
29 zentriert, an welchem ein außen mit einer vertieften Nockenbahn 31 versehener
zylindrischer Teil 30 befestigt ist.
-
An dem Trommelkörper 23 sind sieben abgesetzte Bohrungen 32 ausgebildet.
Der Körper trägt eine Kappe 33, welche mit ihm einen Raum 34 begrenzt und gleichachsig
zu den Bohrungen 32 mit abgesetzten Bohrungen 35 versehen ist. In jedem Bohrungspaar
32, 35 ist mit Hilfe von Wälzlagern 36 und 37 ein Teil 38 für den Tellerantrieb
gelagert, in welchem lotrecht ein Stab 39 gleitet, welcher mit diesem Teil 38 durch
einen Keil 40 verbunden ist. In einer oben an diesem Stab 39 ausgebildeten Ausnehmung
ist eine von einer Feder 42 umgebene Achse 41 befestigt.
-
Der eigentliche Teller besteht aus zwei Teilen, nämlich einem unteren
Teil 43 und einer oberen Platte 44. An dem unteren Teil stützt sich die Feder 42
ab, und die Achse 41 ist durch diesen Teil hindurch gleitend verschieblich. Dieser
Teil wird durch eine Umfangsrandleiste 45 begrenzt, und in der so gebildeten Ausnehmung
sind an dem Boden dieses Teils mit Hilfe von Schrauben 46 und Klemmstücken 47 vier
Bügel 48 aus dünnem Blech befestigt, deren Schenkel in gleichmäßigen Winkelabständen
auf Halbmessern in bezug auf die Achse der Welle 41 liegen. Die lotrechten Schenkel
dieser Bügel treten in an der Platte 44 des Tellers ausgebildete radiale Schlitze
49.
-
Jeder Stab 39 trägt unten eine Gabel 50, welche bei einem Gruppierungsschritt
mit einem Stift 51 in Eingriff kommt, welcher von einem Ende eines bei 53 schwenkbaren
Hebels 52 getragen wird, dessen anderes Ende eine in die vertiefte Nockenbahn 31
eingreifende Rolle 54 trägt.
-
Auf eine obere Verlängerung 55 der Kappe 33 ist eine Platte 56 aufgesetzt,
welche gleichzeitig zu den Bohrungen 32 und 35 mit einer Bohrung versehen ist, welche
einen unteren kegelstumpfförmigen Teil 57 und einen oberen zylindrischen Teil 58
aufweist, wobei der Durchmesser der großen unteren Basis des Kegelstumpfs 57 zwischen
dem Innendurchmesser und dem Außendurchmesser der Randleiste 45 des Teils 43 liegt.
-
In der Ausnehmung 34 ist an einer an dem Ende der zentralen festen
Welle 26 ausgebildeten Lagerfläche 56 ein Ritzel 60 angebracht. Dieses Ritzel steht
mit einem Zahnrad 61 im Eingriff, welches von einer Achse 62 getragen wird, auf
welcher ein Ritzel 63 befestigt ist. Dieses Ritzel 63 steht mit einem Zahnrad 64
im Eingriff, welches auf einer Achse 65 schwenkbar und fest mit einem Ritzel 66
verbunden ist, welches mit einem von einer Achse 68 getragenen Zahnrad 67 im Eingriff
steht. Das Zahnrad 67 kämmt mit einer an einem der Teile 38 ausgebildeten Ritzelverzahnung.
Die Ritzelverzahnung hat eine solche Länge, daß sie außerdem mit einem Zahnkranz
70 mit Außenverzahnung im Eingriff steht, welcher mit von den anderen Teilen 28
getragenen Ritzeln 71 im Eingriff steht. Die Abmessungen dieser verschiedenen Ritzel
und Zahnräder sind so bestimmt, daß bei einer Umdrehung des Trommelkörpers 23 um
die zentrale feste Welle 26 jeder Teller 43-44 eine Achtelumdrehung um die Achse
des entsprechenden Stabes 39 ausführt.
-
Die obige Vorrichtung arbeitet folgendermaßen: In der Stellung zur
Aufnahme von Käseportionen hat jeder Teller 43-44 die in dem linken Teil der F i
g. 7 dargestellte Lage, in welcher sich sein unterer Teil 43 an der Oberseite der
Kappe 33 abstützt, welche auf der Höhe der Oberseite des Körpers 1 der Ausgabetrommel
P liegt. Unter diesen Bedingungen stehen die Schenkel der Bügel 48 über den oberen
Teil 44 des Tellers über.
-
Auf ihrem Weg um die zentrale feste Welle 26 werden die Teller 43-44
von einer kreisförmigen Kurve umhüllt, von welcher der Bogen 22 der Ausgabetrommel
einen Teil bildet. In dem Augenblick, in welchem die Außenfläche der Randleiste
45 eines Tellers sich tangential zu diesem Bogen 22 bewegt, schiebt eine Schaufel
14 der Ausgabetrommel eine Käseportion in einen der acht Räume, welche auf der Tellerplatte
44 durch die überstehenden Bügel 48 gebildet werden. Dies ist der Fall, bis die
achte Portion auf den Teller gebracht wird.
-
Während dieser Zeit ist die Gabel 50, welche eine Achtelumdrehung
bei jeder Drehung der Gruppierungstrommel um die Achse des Stabes 39 ausführt, nicht
mit dem Stift 51 des entsprechenden Hebels 52 in Eingriff gekommen. Bei der siebenten
zusätzlichen von der Trommel ausgeführten Drehung kommt die Gabel 50 mit diesem
Stift 51 in Eingriff, so daß der Teller durch die Wirkung der Nockenbahn 31 angehoben
wird, wie in dem rechten Teil der F i g. 7 dargestellt. Bei dieser Bewegung stößt
der untere Teil 43 mit seiner Randleiste 45 unter der Platte 56 an, während die
Tellerplatte 44 ihre Bewegung nach
oben fortsetzt, wobei die Feder
42 zusammengedrückt wird. Diese Bewegung hört auf, wenn die Oberseite dieser Tellerplatte
44 auf die Höhe der Oberseite der Platte 56 kommt. Die so von den Randleisten der
Bügel 48 frei gemachten acht Portionen werden dann von der Abfuhrtrommel in der
weiter unten angegebenen Weise übernommen.
-
Die Abfuhrtrommel V besitzt, wie in Fig.9 und 10 dargestellt, eine
feste zentrale Welle 72, auf welcher ein Schaft 73 drehbar gelagert ist, welcher
mittels eines Kugellagers 74 an einem Tisch 75 zentariert ist. An diesem Schaft
ist mit Hilfe einer Schraube 76 ein Trommelkörper 77 befestigt, welcher mit zwei
diametral gegenüberliegenden Bohrungen 78 versehen ist. In jede dieser Bohrungen
ist ein lotrechtes Führungsstück 79 eingesetzt, in welchem ein Stab 80 eine hin
und her gehende Bewegung ausführen kann, welcher durch einen Keil 81 geführt wird
und oben durch eine Schraube 82 an einem Kolben 83 befestigt ist.
-
Der Stab 80 trägt an seinem unteren Ende eine Rolle 84, welche in
eine vertiefte Nockenbahn 85 eingreift, welche an der Außenwand eines an dem Tisch
75 befestigten zylindrischen Teils 86 ausgebildet ist. Die Anordnung ist in einem
Gestell 87 angeordnet. Die Oberseite einer von dem Trommelkörper 77 getragenen unteren
Platte 88 befindet sich auf der Höhe der Oberseite der Platte 44 des Tellers der
Gruppierungstrommel, wenn dieser seine obere Stellung einnimmt. An dieser Platte
88 sind an der Stelle der Kolben 83 zwei diametral gegenüberliegende Bohrungen 89
ausgebildet, deren Durchmesser etwa dem der Kolben entspricht.
-
An dem Körper 77 sind übereinanderliegend durch Schrauben ein Führungsteil
91 und eine obere Platte fl befestigt. Der auf dem Schaft 73 zentrierte Führungsteil
91 ist mit zwei Führungsbahnen 93 und 94 versehen, welche parallel zu einer Diametralebene
der Trommel liegen und in bezug auf die zentrale Welle 72 einander diametral gegenüberliegen.
In diesen Führungsbahnen können zwei rohrförmige Teile 95 und 96 gleiten, an deren
einem Ende zwei Stäbe 97 und 98 befestigt sind. Jeder Stab 97 oder 98 ist an einem
Lappen 99 befestigt, welcher von einem Aufnahmering 100 getragen wird, dessen anderer
Lappen 101 mittels eines Stabes 102 an dem anderen Ende des entsprechenden Rohrs
95 oder 96 befestigt ist. Man hat so zwei Aufnahmeringe 100 und 103, welche parallel
zu den Führungen 93 und 94 durch die Wirkung von Rollen 104 und 105 verschoben werden
können, welche an diesen Ringen befestigt sind und in einer Nockenbahn 106 rollen,
welche unter einer zu der Platte 92 gleichachsigen und auf beliebige bekannte Weise
an dem Gehäuse Q7 befestigten Platte 107 ausgebildet ist. Diese Nockenbahn 106 ist
so ausgebildet, daß die Ringe 100 und 103 die in F i g. 10 dargestellten Grenzstellungen
einnehmen können.
-
Die Platte 92 ist mit zwei diametral gegenüberliegenden Bohrungen
108 mit dem Durchmesser der Kolben 83 versehen, deren Durchmesser dem Inmendurchmesser
der Ringe 100 und 103 entspricht. Die Oberseite der unteren Platte 88 befindet sich
auf der gleichen Iliöhe wie die Oberseite der Platte 66 der Auppierungstromtnel
R.
-
Die gegenseitigen Abmessungen der Gruppierungstrommel R und der Abfuhrtrommel
V sowie ihre gegenseitigen Stellungen sind so gewählt, daß ein Ring
100 oder 103
über einen acht Portionen tragenden Teller der Gruppierungstrommel bei jeder Um
drehung plus eine Siebentelumdrehung dieser Gruppierungstrommel kommt, wobei sich
dann die acht gruppierten Portionen auf dem in der oberen Stellung befindlichen
Teil 44 befinden, d. h. auf der Höhe der Oberseite der Platte 56.
-
Die Abfuhrtrommel arbeitet dann folgendermaßen: Einer der Ringe 100
oder 103, welcher sich in der von der zentralen festen Achse 72 am weitesten entfernten
Stellung befindet, wie in dem linken Teil der Fig. 9 dargestellt, ist auf den acht
Portionen tragenden Gruppierungsteller ausgerichtet. Dieser in der in dem rechten
Teil der F 1 g. 7 dargestellten Weise angehobene Teller bringt die Portionen auf
die gemeinsame Höhe der Platten 56 und 88, so daß er sie gruppiert in den entsprechenden
Ring 100 oder 103 einführt. Der Ring bewegt sich anschließend um die Welle 72 in
dem Sinn des Pfeils der F 1 g. 10, wobei er die Portionen mitnimmt, welche zunächst
auf der Platte 56 der Gruppierungstrommein R ruhen, worauf sie nach Maßgabe der
Annäherung des Ringes 100 oder 103 an die zentrale Welle 72 unter der Einwirkung
des Nockens 106 auf einem an dem Gestell 87 angebrachten Tisch 109 ruhen. In dem
Augenblick, in welchem der Ring die Stellung des Ringes 100 der F i g. 10 einnimmt,
entfernt der durch die Wirkung des Nockens 85 angehobene Kolben 83 die Portionen
aus diesem Ring, um sie auf die gemeinsame Höhe der Oberseiten der Platte 92 und
der Platte 107 zu bringen.
-
In dieser Stellung können die Portionen aus der Abfuhrtrommel durch
eine beliebige Vorrichtung entfernt werden, welche die Einführung der gruppierten
Portionen in eine Kette zur Beendigung der Verpackung ermöglicht. Eine derartige
Anordnung ist strichpunktiert in F i g. 9 dargestellt, in deren linkem Teil außerdem
mit dünnen durchlaufenden Strichen die entsprechenden Elemente der Gruppierungstrommel
R dargestellt sind.
-
Die Bewegungen der Ausgabetrommel P, der Gruppierungsttomntel R und
der Abfuhrtroçnmel V sind so bestimmt, daß ihre Tangentialgeschwindigkeiten gleich
sind.
-
Die Erfindung kann natürlich abgewandelt werden.
-
So wird, wenn eine Gruppierung von acht Käseportionen mittels einer
Gruppierungstrommel mit nur fünf Tellern gewünscht wird, jeder Teller so angetrieben,
daß er eine Achteidrehung für jede Drehung der Trommel ausführt wobei die Ringe
der Abfuhrtrommel über einen acht ghportionen tragenden Teller jedesmal dann kamen,
wenn die Gruppierungstrommel eine Umdrehung plus drei Fünftel Umdrehung ausgeführt
hat.
-
Eine Apparatur der obigen Art kann auch benutzt werden, uin in einem
quadratischen r rechteckigen Umriß prismatische Portionen mit quadratischer oder
rechteckiger Basis zu gruppieren, z. B. Schokolade- oder Zuckeiportionen. Die Drehbewegung
der Teller der Gruppierungstrommel wird dann durch eine erste schrittweise zu einer
Seite dieses Umrisses parallele Translationstewegung ersetzt, wobei die Zahl der
Schritte gleich der Zahl der auf einer zu dieser Seite parallelen Linie anzuordnenden
Portionen ist, worauf nach einer Verschiebung parallel zu den anderen zu dieser
ersten Seite senkrechten Seiten des Umrisses eine zweite ähnliche sehrittweise Translationsbewegung
gleichsinnig oder gegensinnig vorgenommen
wird usf., wobei die
Zahl dieser Verschiebungen gleich der Zahl der in diesen Umriß einschreibbaren Portionslinien
ist. Die Herstellung derartiger Bewegungen bereitet dem Fachmann keine Schwierigkeiten,
so daß sie weder dargestellt noch beschrieben ist.
-
Falls die Gruppierung mehrere gleiche Schichten von gruppierten Portionen
umfassen soll, kann der Übergang von einer Schicht zu der nächsten entweder unmittelbar
auf den Gruppierungstellern erfolgen, welche dann eine Höhenverschiebung um einen
Schritt nach Herstellung einer gruppierten Schicht erfahren, oder später nach der
Abfuhr durch eine Vorrichtung, welche die verschiedenen gruppierten Schichten übereinander
empfängt.