DE1279515B - Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm fuer Spinnereimaschinen-Streckwerke - Google Patents
Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm fuer Spinnereimaschinen-StreckwerkeInfo
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Deutsche Kl.: 76 c-12/08
P 12 79 515.2-26 (S 73945)
13. Mai 1961
3. Oktober 1968
Die Erfindung betrifft einen Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm für Spinnereimaschinen-Streckwerke,
bei dem die Oberwalzen an mit Sätteln versehenen Führungsarmen gehalten werden, und in dem sich
ein elastischer, mit einem pneumatischen oder hydraulischen Druckmittel gefüllter Hohlkörper befindet,
der über Druckplatten auf die Drucksättel einen Belastungsdruck ausübt.
Bei bekannten Vorrichtungen werden die Oberwalzen von einzelnen innerhalb des Oberwalzen-Trag-
und Belastungsarmes aufgenommenen Federn belastet, deren wirksame Kraft entsprechend dem
jeweils gewünschten Oberwalzendruck gewählt werden kann. Diese Anordnung bietet die Möglichkeit,
den Belastungsdruck der einzelnen Oberwalzen durch die Wahl entsprechender Belastungsfedern bestimmten
Betriebsbedingungen anzupassen. Nachteilig bei derartigen Ausführungen ist jedoch, daß ein Verändern
der wirksamen Belastungsdrücke während des Betriebes des Streckwerks nicht ohne weiteres möglich
ist, da hierzu der Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm hochgeschwenkt und das Streckwerk
außer Betrieb gesetzt werden muß. Das Verändern der Oberwalzendrücke — auch wenn es nur an jeweils
einer Oberwalze eines jeden Streckwerks vorgenommen wird —, an Oberwalzen-Trag- und Belastungsarmen
der genannten Art an einer ganzen Maschine, nimmt daher viel Zeit in Anspruch und
wird deshalb nur selten vorgenommen.
Um in dieser Richtung Abhilfe zu schaffen, wurden bereits Streckwerke mit einer während des Betriebes
regelbaren Druckeinrichtung in Form pneumatisch oder hydraulisch belasteter Oberwalzen-Trag-
und Belastungsarme geschaffen, so daß die jeweils wirksamen Oberwalzendrücke über ein am
Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm angreifendes Druckelement während des Betriebes verändert werden
können. Dies kann von einer zentralen Stelle aus für die gesamte Maschine erfolgen, wobei jedoch
als nachteilig anzusehen ist, daß sich der Druck an den einzelnen Oberwalzen nur in einem festliegenden
Verhältnis zueinander verändern läßt. Aus diesem Grund ist bei derartigen Anordnungen ein Einstellen
der wirksamen Belastungsdrücke nur für jeweils eine Oberwalze bzw. einen Oberwalzenzwilling auf einen
bestimmten Wert und damit gegebene Betriebsbedingungen möglich, während sich der Druck der übrigen
Oberwalzen in dem gegebenen gegenseitigen Druckverhältnis mit verändert.
Nach einem älteren Vorschlag ist man davon ausgegangen, daß insbesondere der Druck auf das Ausgangsoberwalzenpaar
leicht einstellbar ist, und außer-
Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm für
Spinnereimaschinen-Streckwerke
Spinnereimaschinen-Streckwerke
Anmelder:
SKF Kugellagerfabriken
Gesellschaft mit beschränkter Haftung,
8720 Schweinfurt, Schultestr. 52
Als Erfinder benannt:
Karl-Heinz Breitenbach,
7000 Stuttgart-Bad Cannstatt;
Friedrich Kubier, 7141 Möglingen
Karl-Heinz Breitenbach,
7000 Stuttgart-Bad Cannstatt;
Friedrich Kubier, 7141 Möglingen
ao dem, wenn die Maschine nicht in Betrieb ist, die Ausgangsoberwalzenpaare an der gesamten Maschine
mit einem Handgriff entlastbar sind. Die hierfür vorgeschlagene Kombination einer Verwendung von
pneumatischer oder hydraulischer Belastung mit der üblichen Einzelfederbelastung sieht vor, daß die Ausgangsoberwalzen
ohne nachgiebige Zwischenglieder am Trag- und Belastungsarm gelagert und nur durch
den pneumatischen oder hydraulischen Kraftspeicher belastet werden, während alle übrigen Oberwalzenpaare
mittels sich am Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm abstützenden Federn belastet werden.
Eine solche Ausführung hat zweifellos Vorteile in bezug auf die Einstellbarkeit und Entlastbarkeit des
Ausgangsoberwalzenpaares. Die Ausführung kann aber trotzdem nicht befriedigen, da mit viel Aufwand
nur eine Verbesserung für das Ausgangsoberwalzenpaar erreicht wird, während bei den übrigen Oberwalzen
die schlechte Einstellbarkeit bei Druckveränderungen beibehalten wurde.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm zu schaffen,
der die vorerwähnten Nachteile beseitigt und in einfacher Weise ein Anpassen der Druckverhältnisse der
einzelnen Oberwalzen an sich ändernde Betriebs-Verhältnisse auch während des Betriebes gestattet,
wobei ein gegebenes Verhältnis der Belastungsdrücke der einzelnen Oberwalzen zueinander bestehenbleibt
oder, falls dies aus betriebsmäßigen Gründen notwendig erscheint, in der Weise verändert werden
kann, daß der wirksame Belastungsdruck einer Oberwalze verändert wird, ohne daß gleichzeitig der Druck
der übrigen Oberwalzen beeinflußt wird.
809 619/323
Erreicht wird dieses gemäß der Erfindung dadurch, werden, über welches die Zufuhr des Druckmediums
daß zwischen den an den Führungsannen befind- aus dem Behälter und in diesen bewirkt und/oder
liehen Oberwalzendrucksätteln und den Druckplatten - unterbrochen werden kann. Als Steuerglied kann ein
Druckfedern angeordnet sind. Diese Anordnung hat an sich bekanntes Ventil vorgesehen werden, welches
den weiteren Vorteil, daß durch die Verwendung 5 an den Oberwalzen-Trag- und Belastungsann bzw.
eines hydraulischen oder pneumatischen Druckkör- unmittelbar an den Behälter angeschlossen wird,
pers und der zusätzlichen Verwendung der seit lan- Der Oberwalzen-Trag- und Belastungsann kann
gem bewährten Druckfedern Drücke erreicht werden nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung auch
können, die mit Federkraft allein nicht zu erreichen ohne weiteres so gestaltet werden, daß einzelne
sind. ίο Oberwalzen nur über das Druckmedium, einzelne
Wie bereits erwähnt, gewährleistet die Anordnung Oberwalzen dagegen nur von dem mechanischen Benach
der Erfindung das Einhalten eines gegebenen lastungsmittel und einzelne Oberwalzen über mecha-Drackverhältnisses
der einzelnen Oberwalzen eines nische Belastungsmittel belastet werden, deren wirk-Oberwalzen-Trag-
und Belastungsarmes zueinander samer Druck von dem Druckmedium bestimmt wird,
innerhalb bestimmter Belastungsgrenzen und außer- 1S Im erstgenannten Fall empfiehlt es sich, zwischen die
dem eine Druckerhöhung bis auf einen vorgegebenen, Halte- bzw. Führungsmittel für die Oberwalzen und
durch die Kennlinie der verwendeten Belastungsfeder den das Druckmedium aufnehmenden Behälter an
bestimmten Maximalwert an mindestens einer Ober- Stelle einer Feder ein an sich bekanntes starres Überwalze,
ohne daß dadurch der gewünschte Höchst- tragungsglied einzusetzen. Die Führungen können zu
druck an den anderen Oberwalzen des jeweiligen ao diesem Zweck so ausgebildet werden, daß Ausneh-Oberwalzen-Trag-
und Belastungsannes erhöht wird. mungen für den Durchgriff starrer Übertragungsglie-
Der wirksame Druck der Federn, z. B. der Schrau- der vorgesehen und diese Ausnehmungen beispielsbenfedern,
auf die Oberwalzen ist dabei bis zu einer weise in bekannter Weise als Schlitze ausgebildet
gewissen Grenze von der jeweiligen Druckhöhe des sind, wodurch ein Verstellen der entsprechenden
Fluidums abhängig, wobei die Belastungsfedern zum »5 Belastungseinheit nicht behindert wird.
Festlegen eines gegebenen Druckverhältnisses in Bei einer Belastung einer oder mehrerer Ober-
einem bestimmten Druckbereich Kennlinien mit walzen nur durch die mechanische Druckfeder könunterschiedlicher
Steigung aufweisen können. Zur nen die entsprechenden Ausnehmungen oder ein der Übertragung des Druckes auf die mechanischen Be- Größe der jeweiligen Oberwalzeneinheit bzw, ihrem
lastungsmittel, wie z. B. die Federn, können zwischen 3" gegebenen Verstellbereich angepaßter Teilabschnitt
deren oberen Enden und dem Behälter Druckplatten bei einer als durchgehenden Schlitz gestalteten Auseingeschaltet
sein, die in an sich bekannter Weise nehmung von einem in den Oberwalzen-Trag- und
verschieden groß ausgebildet sein können und jeweils Belastungsarm einsetzbaren Boden oder dem in der
ein Widerlager für das obere Ende der Belastungs- Führung aufgenommenen Teil der Oberwalzeneinheit
federn aufweisen. 35 nach unten abgedeckt werden, so daß die in das
Die Erfindung ist weiterhin gekennzeichnet durch Innere des Oberwalzen-Trag- und Belastungsarmes
an sich bekannte, in der Betriebslage an der dem weisende Seite des einsetzbaren Bodens bzw. des in
Streckfeld zugekehrten Seite des Oberwalzen-Trag- der Führung aufgenommenen Teiles der Oberwalzen-
und Belastungsarmes vorgesehene Längsführungen einheit in an sich bekannter Weise eine glatte Fläche
zur Aufnahme sämtlicher Oberwalzeneinheiten, wo- 4° bildet.
bei die Führungen des Oberwalzen-Trag- und Be- In der Zeichnung ist die Erfindung in Ausfüh-
lastungsarmes offen und mit diesem fest oder lösbar rungsbeispielen dargestellt. Dabei zeigt
verbunden sind. Fig. 1 einen Oberwalzen-Trag- und Belastungs-
Bei Streckwerksausführungen, deren Oberwalzen- arm im Längsschnitt,
Trag-und Belasrungsarm mittels einer Verriegelungs- 45 Fig. 2 einen Schnitt gemäß der Linie ΙΙ-Π in
vorrichtung in Betriebslage gesichert ist, wird gemäß Fig. 1,
der Erfindung ein bekannter, mit einem maschinen- F i g. 3 einen Schnitt gemäß der Linie ΠΙ-ΙΠ in
festen Teil zusammenwirkender Sperriegel nach Maß- Fig. 1,
gäbe des in dem Behälter wirkenden Druckes von F i g. 4 bis 7 schematische Darstellungen einzelner
dem Druckmedium gesteuert. Der Sperriegel bildet 50 Belastungsstufen.
somit das Verriegelungsglied, welches von dem Ein um eine ortsfeste Tragstange 1 hochschwenk-
Druckmedium in der Betriebslage des Oberwalzen- bar gelagerter, im wesentlichen als Hohlträger aus-Trag-
und Belastungsarmes entgegen der Kraft einer gebildeter Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm 2
Feder in seiner Wirklage gehalten wird, aus welcher nimmt in seinem Innenraum einen elastisch verformes
beim Unterschreiten einer vorgegebenen Druck- 55 baren Behälter 3 auf, welcher an seinem rückwärtigen
höhe des Druckmediums von der Feder herausgeho- der Tragstange 1 zugekehrten Ende einen Anschluß
ben wird. Durch diese Maßnahme ergibt sich der für eine Druckleitung 4 aufweist, über die er mit
Vorteil, daß bei einem unbeabsichtigten Druckausfall einem gasförmigen oder hydraulischen Druckmedium
an einem einzelnen Oberwalzen-Trag- und Be- gefüllt wird. Die Zufuhr des Druckmediums in den
lastungsarm dessen Verriegelungseinrichtung gelöst 60 Behälter erfolgt über ein in Form eines Dreiwegewird,
so daß von der Bedienungsperson festgestellt hahns od. dgl. ausgebildetes Steuer- und Regelglied 5,
werden kann, wenn ein Oberwalzen-Trag- und Be- über welches die Zufuhr des Druckmediums in den
lastungsarm nicht in Arbeitslage ist. Diese Lage kann Behälter 3 geregelt und/oder unterbrochen werden
durch besondere, beispielsweise mit dem Verriege- kann.
lungsglied od. dgl. gekuppelte Markierungsglieder 65 Bei der in F i g. 1 dargestellten Betriebslage werkenntlich
gemacht werden. den die einzelnen Oberwalzen entsprechend der
Vorteilhafterweise kann auch jedem der Behälter Kennlinie ihrer zugeordneten Belastungsfedern 18,
für das Druckmedium ein Steuerglied zugeordnet 19,20 und dem in dem Behälter 3 herrschenden
Druck des Druckmediums belastet. Zum Hochschwenken des Oberwalzen-Trag- und Belastungsarmes
2 aus seiner dargestellten Betriebslage wird das Steuer- bzw. Regelglied 5 über einen Bedienungshebel
6 verschwenkt, so daß der Druck innerhalb des Behälters 3 entweder durch die Bohrung 7 entweichen
oder bei einem Entlasten der gesamten Druckleitung 4 in diese zurückströmen kann.
Der Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm 2 nimmt die Oberwalzen 8, 9 und 10 in üblicher Weise über
Führungsarme 21 mit entsprechenden Belastungssätteln auf, wobei die Oberwalzen mit den Unterwalzen
11,12 und 13 zusammenwirken und ein strichpunktiert angedeutetes Faserband 14 nach
Maßgabe des eingestellten Belastungsdruckes klemmen. Die auf die Haltesättel der Führungsarme 21
wirkenden Belastungsfedern 18,19, 20 stützen sich mit ihren, den Oberwalzen 8, 9,10 abgekehrten Enden
gegen Druckplatten 15,16,17, welche an der Unterseite des Behälters 3 anliegen. Der in dem Be- ao
halter 3 herrschende Druck des Druckmediums wird somit über die Druckplatten 15,16 und 17 auf die
einzelnen Belastungsfedern 18,19 und 20 und von diesen über die Haltesättel der Führungsarme 21 auf
die einzelnen Oberwalzen 8,9 und 10 übertragen. Die Lagerung der einzelnen Führungsarme 21 innerhalb
des Oberwalzen-Trag- und Belastungsarmes 2 erfolgt über Lagerbolzen 22, die in Führungen 23 an der
Unterseite des Oberwalzen-Trag- und Belastungsannes 2 längsverschiebbar und feststellbar aufgenom-
men sind.
Zum Sichern der Betriebslage des Oberwalzen-Trag- und Belastungsarmes 2 dient ein in eine Ausnehmung
24 eines mit der Tragstange 1 fest verbundenen Halteringes 25 eingreifendes Verriegelungsglied
26 in Form eines quer zur Längsachse des Oberwalzen-Trag- und Belastungsarmes 2 in einem Gehäuse
27 verschiebbaren Bolzens. An seiner Oberseite weist der Bolzen 26 eine an der Unterseite des
Behälters 3 anliegende Druckplatte 28 auf, über welche er von dem in dem Behälter 3 wirksamen
Druck des eingeschlossenen Druckmediums entgegen der Wirkung einer in dem Gehäuse 27 aufgenommenen
Feder 29 in seine Wirklage gedrückt wird, in welcher er mit seinem unteren Ende in die Ausnehmung
24 greift. Wenn der Behälter 3 über das Steuer- bzw. Regelglied 5 druckentlastet wird, oder
der Druck in dem Behälter 3 infolge einer Störung od. dgl. abfällt, drückt die Feder 29 den Bolzen 26
aus der Ausnehmung 24 heraus und löst damit die Verriegelung, so daß der Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm
2 aus seiner Arbeitslage gebracht wird. Gegebenenfalls kann diese Lage des Oberwalzen-Trag-
und Belastungsarmes 2 noch besonders kenntlich gemacht werden, so daß die Bedienungsperson
in einfacher Weise feststellen kann, welche Oberwalzen-Trag- und Belastungsarme einer Maschine verriegelt
bzw. entriegelt sind.
Wie insbesondere aus F i g. 1 und 3 der Zeichnung hervorgeht, sind die Druckplatten 15,16 und 17 so
ausgebildet, daß der Behälter 3 zwischen aufgebogenen Teilen 15', 16', 17' aufgenommen ist, die ihrerseits
innerhalb des Oberwalzen-Trag- und Belastungsarmes 2 geführt sind.
Wie bereits erwähnt, werden die Federn 18,19 und 20 für die einzelnen Oberwalzen 8, 9 und 10 entsprechend
den gewünschten Druckverhältnissen verschieden stark gewählt bzw. weisen verschiedenartige
Kennlinien auf. Mit der erfindungsgemäßen Anordnung können die Druckverhältnisse in weiten Grenzen
geregelt werden, wobei in jedem Fall die vom spinntechnischen Standpunkt günstigste Druckverteilung
erhalten bleibt.
In den F i g. 4 bis 7 der Zeichnung ist schematisch dargestellt, wie das Verhältnis der Belastungsdrücke
an den einzelnen Oberwalzen 8, 9 und 10 zueinander bei einer Gesamtdruckerhöhung erhalten bleiben
kann bzw. der Druck nur an einer oder mehreren Oberwalzen verändert werden kann, ohne die Größe
des Belastungsdruckes an den übrigen Oberwalzen zu beeinflussen.
In F i g. 4 herrscht in dem der Einfachheit halber
nicht dargestellten, im Oberwalzen-Trag und Belastungsarm 2 aufgenommenen Behälter ein gegebener
Druck, so daß der jeweilige Druck der Oberwalzenbelastungsfedern 18,19 und 20 wirksam ist.
Wenn der Druck des Druckmediums erhöht wird, legt sich zunächst die der Mittel-Oberwalze 9 zugeordnete
Druckplatte 16 gegen die Innenseite des Oberwalzen-Trag- und Belastungsarmes, so daß hier
bei einer weiteren Erhöhung des Druckes in dem Behälter lediglich die Federkraft wirksam bleibt.
Diese Anordnung ist, insbesondere im Hinblick auf angedeutete Riemchen 9' zweckmäßig, so daß auf
die Riemchenwalze 9 auch bei hohen Fluiddrücken nur ein begrenzter Druck ausgeübt wird. In F i g. 5
ist diese Lage der Mittel-Oberwalze 9 dargestellt.
Bei einer weiteren Druckerhöhung durch das Druckmedium kann die Eingangswalze 10 so weit
nach unten gedrückt werden, daß deren Druckplatte 17 an der Innenseite des Oberwalzen-Trag- und Belastungsarmes
2 anliegt, so daß lediglich die Ausgangs-Oberwalze 8 unter dem vollen Druck des
Druckmediums steht (Fig. 6). Wenn dessen Druck noch weiter erhöht wird, legt sich auch die Druckplatte
15 der Ausgangs-Oberwalze 8 an der Innenseite des Oberwalzen-Trag- und Belastungsarmes 2
an, so daß überall nur der entsprechende Druck der zusammengepreßten Federn wirksam ist (F i g. 7).
Durch die Wahl der entsprechenden Federkennlinien kann eine allen praktisch auftretenden Betriebsbedingungen
angepaßte Druckregelung vorgenommen werden.
Claims (8)
1. Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm für Spinnereimaschinen-Streckwerke, bei dem die
Oberwalzen an mit Sätteln versehenen Führungsarmen gehalten werden und in dem sich ein elastischer,
mit einem pneumatischen oder hydraulischen Druckmittel gefüllter Hohlkörper befindet,
der über Druckplatten auf die Drucksättel einen Belastungsdruck ausübt, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den an den Führungsarmen (21) befindlichen Oberwalzendrucksätteln (21) und den Druckplatten (15,16,
17) Druckfedern (18,19, 20) angeordnet sind.
2. Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Federn (18,19,20) für die einzelnen Oberwalzen (8, 9,10) Kennlinien mit unterschiedlicher Steigung
haben.
3. Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckplatten (15, 16, 17) jeweils
Widerlager für das obere Ende der mechanischen Druckfedern (18,19,20) aufweisen.
4. Oberwalzen-Trag- und Belastungsann nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch an
sich bekannte, in der Betriebslage an der dem Streckfeld zugekehrten Seite des Oberwalzen-Trag-
und Belastungsarmes (2) vorgesehene Längsführungen (23) zur Aufnahme sämtlicher Oberwalzeneinheiten, wobei die Führungen an
der Stirnseite des Oberwalzen-Trag- und Belastungsarmes (2) offen und mit diesem fest oder
lösbar verbunden sind.
5. Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm nach den Ansprüchen 1 und folgenden mit einer Verriegelungsvorrichtung
zum Sichern seiner Betriebslage, dadurch gekennzeichnet, daß ein bekannter, mit einem maschinenfesten Teil (25)
zusammenwirkender Sperriegel (26) nach Maßgabe des in dem Behälter (3) wirkenden Druckes
von dem Druckmedium steuerbar ist.
6. Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine dem
Druckmedium entgegengerichtete den Sperriegel (26) aus seiner Wirklage heraushebende Druckfeder
(29).
7. Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch
die wahlweise Aufnahme einzelner Oberwalzen (8,9,10) für die Belastung nur durch das Druckmedium
oder das mechanische Belastungsmittel (18,19,20), wobei der das Druckmedium aufnehmende
Behälter (3) sich über sämtliche Oberwalzen bzw. deren Halte- bzw. Führungsmittel
(21) erstreckt (Fig. 4 bis 7).
8. Oberwalzen-Trag- und Belastungsann nach den Ansprüchen 1 und 7, dadurch gekennzeichnet,
daß bei Belastung einer oder mehrerer Oberwalzen (8, 9, 10) nur durch die mechanische
Druckfeder (18,19,20) die entsprechende Ausnehmung oder ein der Größe der jeweiligen
Oberwalzeneinheit bzw. ihrem gegebenen Verstellbereich angepaßter Teilabschnitt bei einer als
durchgehender Schlitz gestalteten Ausnehmung von einem in den Oberwalzen-Trag- und Belastungsarm
(2) einsetzbaren Boden oder dem in der Führung aufgenommenen Teil der Oberwalzeneinheit
nach unten abdeckbar ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 1065 307, 1056 513,
974221,723 471;
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1804245;
schweizerische Patentschriften Nr. 284 772,
500;
500;
französische Patentschrift Nr. 1146 126.
In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsche Patente Nr. 1160 342, 1154 381.
Deutsche Patente Nr. 1160 342, 1154 381.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 619/323 9.68 © Bundesdruckerei Berlin
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