DE1278702B - Aspirationsvorrichtung fuer eine Injektionsspritze, in die handelsuebliche Zylinderampullen einsetzbar sind - Google Patents
Aspirationsvorrichtung fuer eine Injektionsspritze, in die handelsuebliche Zylinderampullen einsetzbar sindInfo
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Description
- Aspirationsvorrichtung für eine Injektionsspritze, in die handelsübliche Zylinderampullen einsetzbar sind Die Erfindung bezieht sich auf eine Aspirationsvorrichtung für eine Injektionsspritze, in die handelsübliche Zylinderampullen einsetzbar sind, die an einem Ende mit einem Bodenstopfen und am anderen Ende mit einem Treibstopfen versehen sind.
- Es sind Spritzen bekannt, bei denen der Stempel mit dem Treibstopfen der Zylinderampulle verschraubbar ist, so daß beim Zurückziehen des Stempels mit dem Kolben das Aspirationsvakuum entsteht.
- Hierfür sind Zylinderampullen mit Spezialtreibstopfen erforderlich.
- Um die handelsüblichen Zylinderampullen verwenden zu können, hat man schon vorgeschlagen, den Stempel mit einem Widerhakendorn auszustatten, der in den Treibstopfen eindrückbar ist. Hierbei besteht die Gefahr, daß infolge der leichten Gleitfähigkeit des Treibstopfens bereits beim Eindrücken des Widerhakendorns Injektionslösung aus der im Bodenstopfen eingesetzten Kanüle getrieben wird, bevor der Injektionsvorgang überhaupt begonnen hat. Darüber hinaus bereitet die Entfernung des Widerhakendorns aus dem Treibstopfen Scjiwierigkeiten.
- Man hat auch schorlvorgeschlagen, die Zylinderampullen zusätzlich mit einem oberhalb des Treibstopfens im oberen Tell der Zylinderampulle fest angeordneten Abdichtstopfen zu versehen, der eine zentrale Bohrung aufweist, durch welche der Spritzenstempel hin und her geführt wird, um den Treibstopfen zu bewegen. Durch Verschiebung des Treibstopfens gegen das Kanülenende der Ampulle entsteht zwischen Abdichtstopfen und Treibstopfen eine Luftverdünnung, die beim Nachlassen des Verschiebedruckes ein selbsttätiges Zurückweichen des Treibstopfens in die Ausgangsstellung und somit eine selbsttätige Aspiration bewirkt. Diese Art der Aspiration erfordert spezielle Zylinderampullen, die jeweils einen zusätzlichen Abdichtstopfen aufweisen müssen.
- Es sind auch becherartig geformte, nur einseitig offene Ampullen bekannt, bei denen auf das mit einem Treibstopfen verschlossene Ende eine Injektionskanüle mit einem damit verbundenen Kolbenstopfen aufgesetzt wird, der zum Gebrauch in die Ampulle eingeschoben wird. Die Aspiration erfolgt in der Weise, daß die Ampulle selbst zurückgezogen wird, so daß zwischen Kolbenstopfen und Treibstopfen ein luftverdünnter Raum entsteht, in den die Kanüle hineinragt.
- Derartige Spritzampullen sind für spezielle Anwendungen brauchbar, lassen sich jedoch insbesondere für den zahnärztlichen Gebrauch, z. B. an schwer zugänglichen Injektionsstellen, nur sehr schwierig Es sind auch Spritzenkonstruktionen für handelsübliche Zylinderampullen vorgeschlagen worden, bei denen der Spritzenstempel selbst einen den Ampullenraum oberhalb des Treibstopfens abdichtenden Gummistopfen trägt. Beim Einschieben des Stempelstopfens wird der Treibstopfen vorwärts geschoben, und beim Zurückziehen des Stempelstopfens entsteht zwischen Stempelstopfen und Treibstopfen ein luftverdünnter Raum, der ein Nachlaufen des Treibstopfens und damit auf der Kanülenseite der Ampulle einen Aspirationseffekt hervorruft. Diese Konstruktion hat den Nachteil, daß durch natürlichen Verschleiß und durch die erforderliche Sterilisation die Abdichtfähigkeit des elastischen Stempelstopfens sehr bald nachläßt.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auch handelsübliche Zylinderampullen aspirieren zu können, im Gegensatz zu Spezialampullen, die zur Aspiration einen Stempel mit Gewinde oder einen Dorn oder einen Abdichtkolben benötigen.
- Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß im Oberteil des Spritzengestells ein axial hin und her verschiebbarer, den Spritzenstempel lose umgebender Körper angeordnet ist, der sich auf den oberen Rand der eingesetzten Zylinderampulle ab stützt, und daß auf dem Innenboden des Gestellunterteils ein zentraler stiftartiger Abstandhalter herausragt, auf den sich der elastische Bodenstopfen der Zylinderampulle abstützt.
- Damit werden die Vorteile erzielt, daß die Aspiration durch eine axiale Hinundherverschiebung der Hülse erfolgen kann, wodurch eine Spannung und nachfolgende Entlastung des elastischen Verschlußstopfens der Ampulle vorgenommen wird. Während des Aspirationsvorgangs selbst wird der Stempel nicht betätigt, da die Hülse keine Verbindung mit dem Stempel hat. Es wird somit durch diese vom Stand der Technik grundsätzlich abweichende Maßnahme erreicht, bei handelsüblichen Zylinderampullen eine Aspiration durchzuführen, wie sie bisher nur bei Spezialtreibstopfen und Spritzbestecken mit Gewinde oder Dorn oder Abdichtkolben möglich war.
- Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist der Körper als Hülse ausgebildet, die über eine Druckfeder mit einem in einer Nut des Oberteils verschiebbaren Stift in Verbindung steht, der an seinem aus dem Oberteil herausragenden Ende eine Drucktaste trägt. Damit wird erreicht, daß vor der Aspiration praktisch kein Austritt der Injektionslösung aus der Kanüle erfolgt.
- Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen im einzelnen erläutert. Es zeigen F i g. 1 und 3 einen Längsschnitt durch das Spritzenbesteck mit eingesetzter Zylinderampulle vor der Aspiration und F i g. 2 einen Längsschnitt des Spritzenbesteckes in Aspirationsstellung.
- Hierbei bedeutet 1 den hohlzylindrischen Mittelteil der Spritze, 2 den Oberteil der Spritze, 3 den Unterteil der Spritze, 4 den Spritzenstempel mit der Handhabe 5 und 6 die Kanüle. Mit 7 ist die handelsübliche Zylinderampulle bezeichnet, die mit dem Treibkolben 8 und dem Bodenstopfen 9 ausgerüstet ist, zwischen denen die Injektionsflüssigkeit 10 eingeschlossen ist. Im Innern des Spritzenoberteils 2 ist eine an der Innenwand des Oberteils gleitende Hülse 11 angeordnet. Ebenfalls reicht in das Innere des Oberteils ein Stift 12, der an seinem im Innern des Oberteils sich befindlichen Ende mit einer Platte 13 versehen ist und an seinem aus dem Oberteil herausragenden Ende eine Drucktaste 14 trägt. Zwischen einem ringförmigen Ansatz 15 der Hülse 11 und der Stiftplatte 13 ist eine Druckfeder 16 eingesetzt. Auf dem Innenboden 17 des Unterteils 3 ist ein stiftartiger Abstandhalter 18 angeordnet.
- Gemäß F i g. 3 kann an die Stelle von Drucktaste 14, Druckfeder 16 und Hülse 11 eine Hülse 19 mit Flansch 20 angeordnet werden, wobei die Hülse 19 mit ihrem Fuß auf dem Ampullenrand aufsitzt. Die Aspiration wird durch Drücken und Wiederloslassen der Taste 14 vorgenommen. Durch Druck auf die Taste 14 wird über die Stiftplatte 13, die Feder 16 und die Hülse 11 die Ampulle 7 nach unten gedrückt (F i g. 2), so daß sich der untere Verschlußstopfen 19 an dem Abstandhalterstift 18 einstülpt. Infolge der Einstülpung bewegt sich der Treibstopfen 8 unter dem Einfluß des Ampulleninhaltes etwas nach oben. Läßt man nun die Drucktaste 14 los, so gleitet die Hülse durch Entspannung der Feder 16 nach oben in ihre ursprüngliche Stellung zurück, und die Ampulle folgt gleichzeitig nach, da der elastische Verschlußstopfen 19 das Bestreben hat, wieder seine ursprüngliche Gestalt und Form einzunehmen. Da der Treibstopfen 8 in der Ampulle in seiner nach oben gerückten Stellung bleibt, entsteht in der Ampulle ein Unterdruck, der die gewünschte Aspiration bewirkt.
Claims (2)
- Patent ansprüche: 1. Aspirationsvorrichtung für eine Injektionsspritze, in die handelsübliche Zylinderampullen einsetzbar sind, die an einem Ende mit einem Bodenstopfen und am anderen Ende mit einem Treibstopfen versehen sind, d a d u r c h g ekennzeichnet, daß im Oberteil (2) des Spritzengestells ein axial hin und her verschiebbarer, den Spritzenstempel (4) lose umgebender Körper (11, 19) angeordnet ist, der sich auf den oberen Rand der eingesetzten Zylinderampulle (7) abstützt, und daß auf dem Innenboden (17) des Gestellunterteils (3) ein zentraler stiftartiger Abstandhalter (18) herausragt, auf den sich der elastische Bodenstopfen (9) der Zylinderampulle (7) abstützt.
- 2. Aspirationsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper (11, 19) als Hülse ausgebildet ist, die über eine Druckfeder (16) mit einem in einer Nut des Oberteils (2) verschiebbaren Stift (12) in Verbindung steht, der an seinem aus dem Oberteil (2) herausragenden Ende eine Drucktaste (14) trägt.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1 903, 1029985.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEF45159A DE1278702B (de) | 1965-02-05 | 1965-02-05 | Aspirationsvorrichtung fuer eine Injektionsspritze, in die handelsuebliche Zylinderampullen einsetzbar sind |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1278702B true DE1278702B (de) | 1968-09-26 |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1278702B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3797487A (en) * | 1970-10-29 | 1974-03-19 | Woelm Fa M | Hypodermic syringe with clutch for aspiration |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1016903B (de) * | 1956-06-25 | 1957-10-03 | Bayer Ag | Zylinderampulle mit Injektionsnadel |
| DE1029985B (de) * | 1952-06-05 | 1958-05-14 | Gruenenthal Chemie | Spritzgestell fuer Zylinderampullen |
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1965
- 1965-02-05 DE DEF45159A patent/DE1278702B/de active Pending
Patent Citations (2)
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| DE1029985B (de) * | 1952-06-05 | 1958-05-14 | Gruenenthal Chemie | Spritzgestell fuer Zylinderampullen |
| DE1016903B (de) * | 1956-06-25 | 1957-10-03 | Bayer Ag | Zylinderampulle mit Injektionsnadel |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US3797487A (en) * | 1970-10-29 | 1974-03-19 | Woelm Fa M | Hypodermic syringe with clutch for aspiration |
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