[go: up one dir, main page]

DE1278113B - Vorrichtung zum Filzen, insbesondere von Wollfasern - Google Patents

Vorrichtung zum Filzen, insbesondere von Wollfasern

Info

Publication number
DE1278113B
DE1278113B DEK53251A DEK0053251A DE1278113B DE 1278113 B DE1278113 B DE 1278113B DE K53251 A DEK53251 A DE K53251A DE K0053251 A DEK0053251 A DE K0053251A DE 1278113 B DE1278113 B DE 1278113B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
roller
control
pressure medium
felting
chambers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK53251A
Other languages
English (en)
Inventor
Erhard Goebel
Krafft Goebel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KRAFFT GOEBEL K G TEXTILMASCHB
Original Assignee
KRAFFT GOEBEL K G TEXTILMASCHB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by KRAFFT GOEBEL K G TEXTILMASCHB filed Critical KRAFFT GOEBEL K G TEXTILMASCHB
Priority to DEK53251A priority Critical patent/DE1278113B/de
Priority to FR21229A priority patent/FR1439420A/fr
Priority to GB2560965A priority patent/GB1069376A/en
Publication of DE1278113B publication Critical patent/DE1278113B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04HMAKING TEXTILE FABRICS, e.g. FROM FIBRES OR FILAMENTARY MATERIAL; FABRICS MADE BY SUCH PROCESSES OR APPARATUS, e.g. FELTS, NON-WOVEN FABRICS; COTTON-WOOL; WADDING ; NON-WOVEN FABRICS FROM STAPLE FIBRES, FILAMENTS OR YARNS, BONDED WITH AT LEAST ONE WEB-LIKE MATERIAL DURING THEIR CONSOLIDATION
    • D04H17/00Felting apparatus
    • D04H17/10Felting apparatus for felting between rollers, e.g. heated rollers
    • D04H17/12Multi-roller apparatus
    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04HMAKING TEXTILE FABRICS, e.g. FROM FIBRES OR FILAMENTARY MATERIAL; FABRICS MADE BY SUCH PROCESSES OR APPARATUS, e.g. FELTS, NON-WOVEN FABRICS; COTTON-WOOL; WADDING ; NON-WOVEN FABRICS FROM STAPLE FIBRES, FILAMENTS OR YARNS, BONDED WITH AT LEAST ONE WEB-LIKE MATERIAL DURING THEIR CONSOLIDATION
    • D04H17/00Felting apparatus

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Actuator (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Filzen, insbesondere von Wollfasern Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Filzen, insbesondere von Wollfasern, bestehend aus mehreren in zwei übereinanderliegenden Reihen angeordneten, angetriebenen Walzen, die mit Antriebseinrichtungen für eine axiale, in ihrer Größe veränderbare Hin- und Herbewegung versehen sind.
  • Zur Herstellung von Filzen, insbesondere von Wollfilzen, sind Vorrichtungen, wie Platten- und Rollenfilzmaschinen, bekannt, die unter Berücksichtigung der zum Verfilzen der Fasern erforderlichen Notwendigkeiten, nämlich Wärme, Feuchtigkeit, Druck und Bewegung, ein Ineinanderschieben der Fasern zur Erzielung einer gegenseitigen Verkettung bewirken. Die bekannten Plattenfilzmaschinen bestehen aus einer kreisförmige oder elliptische Horizontalbewegungen ausführenden Oberplatte und einer meist feststehenden Unterplatte.Bei einer weiteren bekannten Ausführungsform einer Plattenfilzmaschine sind die Ober- und Unterplatte beweglich ausgebildet. Die Ober- und Unterplatte führen dann geradlinige Oszillierbewegungen in horizontaler Richtung aus. Die Größe der Bewegung der Platte bzw. der Platten .richtet sich jeweils nach der Stärke bzw. dem Gewicht des zu filzenden Materials. Derartige Plattenfilzmaschinen können jedoch nicht kontinuierlich arbei-@en, wie dies z. B. zur Herstellung langer Filzbahnen erforderlich ist. Bei der Herstellung langer Filzbahnen muß daher abschnittsweise gefilzt werden. Hierbei wird so vorgegangen, daß jeweils nur diejenige Vlieslänge bearbeitet wird, die der Plattenlänge entspricht. Nach der Beendigung des Filzvorganges wird das Vlies jeweils um die Plattenlänge weitertransportiert, um einen neuen Vliesabschnitt filzen zu können. Nach dieser Arbeitsweise werden Vliese erhalten, die an den Übergangsstellen zwischen je zwei gefilzten Abschnitten einen urgefilzten, streifenförmigen Abschnitt aufweisen. Derartige urgefilzte streifenförmige Abschnitte sind jedoch für die weitere Verarbeitung langer Filzbahnen oftmals von Nachteil, da zusätzliche Arbeitsvorgänge für das Nachfilzen der urgefilzten Abschnitte nachgeschaltet werden müssen.
  • Gegenüber den Plattenfilzmaschinen bestehen die Rollen- bzw. Walzenfilzmaschinen aus zwei übereinanderliegenden Walzenreihen, zwischen denen das zu verfilzende Vlies hindurchtransportiert wird. Die rotierenden Walzen führen gleichzeitig axiale Schwingungen aus, um die gegenseitige Verkettung der Fasern zu bewirken. Die Leistung einer Rollenfilzmaschine ist jedoch sehr gering, da die bei diesen Vorrichtungen vorgesehenen, bekannten mechanischen Antriebseinrichtungen sowie die Lager für die Walzenachsen weder für eine schnelle axiale Walzen-Bewegung noch für eine Veränderung des Walzenhubes ausgebildet sind. Als besonders nachteilig kommt noch hinzu, daß die Lebensdauer dieser Antriebseinrichtungen äußerst gering ist. Bei den bekannten Rollenfilzmaschinen ist eine Veränderung des Walzenhubes nur bei stillstehender Maschine möglich. Das Abschalten der Filzmaschine führt jedoch zu einer Verringerung der Arbeitsleistung.
  • Die Mittel zur Erzielung von axialen Hin- und Herbewegungen der Walzen bei derartigen Filzmaschinen sind rein mechanischer Art und lassen nur kleine Bewegungsfrequenzen zu. Der Grund hierfür liegt bei einer bekannten Ausführungsform darin, daß die aus ihrer Grundstellung herausbewegten Walzen mittels einer Rückholfeder in ihre Ausgangsstellung wieder zurückgeholt werden. Derartige Rückholfedern weisen eine gewisse Trägheit auf, und zwar in Bezug auf das Rückholvermögen. Sind die Rückholfedern sehr stark ausgebildet, so können keine kleinen Hubfrequenzen erhalten werden. Bei einer bekannten Ausführungsform erfolgt die Hubbewegung der Walzenachse mittels einer als zweiarmiger Hebel ausgebildeten Steuerstange. Die Bewegung dieser Steuerstange erfolgt mittels einer Kurvenscheibe, die das eine Hebelaxmende der Steuerstange beaufschlagt, während das andere Hebelarmende an der Walzenachse anliegt. Wird mittels der Steuerstange die Walzenachse einseitig verschoben, so wird die Rückholfeder gleichzeitig zusammengedrückt. Beim Entspannen der Feder wird die Walzenachse in die gegenseitige Richtung verschoben. Eine Veränderung des Bewegungshubes der Walzenachse ist nur möglich mittels einer vorgesehenen Verstellschraube, die in die Walzenachse hinein- oder aus dieser herausgeschraubt wird. Bei dieser Vorrichtung ist eine Hubverstellung der Walzenachse nur dann möglich, wenn die Gesamtvorrichtung stillgesetzt wird. Bei laufender Aifaorh;"a ;et P111P T@nhvaretPllnnm nirh+ mWrlirh Ferner sind Steuervorrichtungen, z. B. zylindrische Steuerschieber und Drehschieber, zur Steuerung eines mit Drucköl betriebenen Antriebes bekannt, die aus einem in einem Zylinder abwechselnd von der einen Seite und von der anderen Seite beaufschlagten Kolben bestehen. Derartige Steuervorrichtungen sind jedoch bisher bei Vorrichtungen zum Filzen nicht verwendet worden.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Filzvorrichtung zu schaffen, die einerseits die kontinuierliche Herstellung durchgehend gefilzter Bahnen und andererseits in Anpassung an das jeweils zu verfilzende Material sowohl eine Veränderung der Hubgröße als auch der Hubfrequenz der axialen Walzenbewegung bei in Betrieb befindlicher Maschine ermöglicht. Um diese Aufgabe zu lösen, ist eine Vorrichtung zum Filzen von Fasern, insbesondere von Wollfasern, der voranstehend beschriebenen Art in der Weise ausgebildet, daß jede Antriebseinrichtung für die axiale Walzenbewegung aus einem mittels eines Druckmediums wechselseitig beaufschlagten, an sich bekannten Kolben besteht, der auf der Achse jeder Walze befestigt und in einem zylindrischen Kolbengehäuse geführt ist, dessen durch den Steuerkolben abgeteilte Kammern über Rohrleitungen mit an sich bekannten Steuervorrichtungen, wie Steuerzylindern, Steuerschiebern u. dgl., für das wechselseitige Zu- und Abführen des Druckmediums in die bzw. aus den Kammern und mit einer Förderpumpe für das Druckmedium in Verbindung stehen, und daß jede Walze als zylindrischer Hohlkörper ausgebildet und auf einer durch den Walzeninnenraum hindurchgeführten, die Walze in senkrechte Schwingungen zur Rotationsachse versetzende, angetriebene Exzenterachse gelagert ist.
  • Für die Veränderung der Hubfrequenz der axialen Walzenbewegung stehen die Kammern des Kolbengehäuses mit an sich bekannten Steuervorrichtungen in Verbindung, die als angetriebene, stufenlos regelbare rotierende Steuerzylinder oder als axial verschiebbare Steuerschieber ausgebildet sind. Die Hubgröße der axialen Walzenbewegung ist durch Veränderung der geförderten Menge des Druckmediums einstellbar.
  • Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die Steuervorrichtungen für das wechselseitige Zu-bzw. Abführen des Druckmediums in die bzw. aus den Kammern des Kolbengehäuses programmgesteuert.
  • In der Zeichnung ist eine Vorrichtung zum Filzen beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt F i g. 1 eine Walze mit Antriebsvorrichtung für eine axiale Walzenbewegung und mit einer Steuervorrichtung zur Veränderung der Hubfrequenz und der Hubgröße in einem senkrechten Schnitt und F i g. 2 eine weitere Ausführungsform der Steuervorrichtung teils in Ansicht, teils im Schnitt.
  • Die erfindungsgemäß ausgebildete Filzvorrichtung besteht vorzugsweise aus in zwei Reihen angeordneten Walzen, die als zylindrische Hohlkörper ausgebildet und auf Achsen befestigt sind, welche in einem Maschinengestell gelagert sind.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform einer Filzvorrichtung besteht die untere Walzenreihe aus sieben Walzen und die obere Walzenreihe aus sechs Walzen, wobei die oberen Walzen zu den unteren Walzen auf Lücke gesetzt angeordnet sind. Die Walzen, die in einem geringen Abstand voneinander in dem Maschinengestell gelagert sind, sind mittels eines gemeinsamen Antriebes angetrieben. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, daß jede Walze mit einem eigenen Antrieb versehen ist.
  • In den F i g. 1 und 2 ist mit 10 eine Walze der Filzvorrichtung bezeichnet, die mit einer Antriebsvorrichtung für eine axiale Walzenhin- und -herbewegung in Verbindung steht. Die Walze 10 ist auf einer Achse 71 exzentrisch angeordnet, deren Lager in dem auf der Zeichnung nicht dargestellten Maschinengestell bei 12 angedeutet sind. Der Antrieb der Walze 10 erfolgt mittels eines Antriebsmotors 13 (F i g. 1).
  • Gemäß F i g. 1 besteht die Antriebsvorrichtung für die axiale Walzenbewegung aus einem in einem zylindrischen Kolbengehäuse 15 geführten Kolben 16, der auf einer mit der Walzenachse 71 verbundenen Achse 11 sitzt. Der Kolben 16 ist mittels eines Druckmediums, z. B. Öl, Gas u. dgl., wechselseitig beaufschlagbar. Das Kolbengehäuse 15 ist von dem Kolben 16 in Kammern 17, 18 unterteilt. Die Kammern 17, 18 stehen über Rohrleitungen 19, 20 mit einer Steuervorrichtung 21 und mit einer Fördereinrichtung, z. B. einer Pumpe 22, wenn Z51 als Druckmedium, oder einem Gebläse, wenn ein Gas als Druckmedium für die Erzielung einer axialen Walzenbewegung verwendet wird, in Verbindung. Das Druckmittel wird von der Pumpe 22 aus einem Druckmittelvorratsbehälter 23 entnommen, in dem gleichzeitig das jeweils aus dem Kolbengehäuse 15 herausgedrückte Druckmittel aufgefangen und der Pumpe 22 wieder zugeführt wird.
  • Die Steuervorrichtung 21 ist gemäß F i g. 1 als Steuerzylinder 24 ausgebildet, der in einem zylindrischen Gehäuse 25 drehbar gelagert ist. Der Steuerzylinder 24 steht mit einem Antrieb in Verbindung, seine Drehrichtung ist durch den Pfeil x angedeutet. Der Steuerzylinder 24 ist mit ringförmigen Ausfräsungen 26, 27 und mit in axialer Richtung verlaufenden Verbindungskanälen 28, 29 versehen. Der Verbindungskanal 28 steht mit der Ausfräsung 27 und der Verbindungskanal 29 mit der Ausfräsung 26 in Verbindung. Im Bereich der ringförmigen Ausfräsungen 26,27 und der Austrittsöffnungen der Verbindungskanäle 28, 29 sind im Gehäuse 25 Durchbohrungen 31, 31', 31" und 31"' für den Anschluß von die Kammern 17, 18 des Kolbengehäuses 15 und die Pumpe 22 bzw. den Behälter 23 mit der Steuervorrichtung 21 verbindenden Rohrleitungen vorgesehen.
  • Die Ausfräsungen 26, 27 und die Verbindungskanäle 28, 29 des Steuerzylinders 24 sind in diesem so angeordnet, daß bei der in F i g. 1 aufgezeigten Stellung des Steuerzylinders 24 das Druckmittel von der Pumpe 22 über die Rohrleitung 30 und die sich an diese anschließende Durchbohrung 31 im Gehäuse 25 durch den Verbindungskanal 28 sowie über die Rohrleitung 19 in die Kammer 17 des Kolbengehäuses 15 gedrückt wird. Der Kolben 16 wird dann in Richtung des Pfeils y bewegt. Gleichzeitig drückt der sich vorwärts bewegende Kolben 16 das Druckmittel aus der Kammer 18 über die Rohrleitung 20, über den Verbindungskanal 29 des Steuerzylinders 24 und über die Rohrleitung 32 in den Vorratsbehälter 23.
  • Wird nun der Steuerzylinder 24 in Richtung des Pfeils x um 180° weiterbewegt, dann steht der Verbindungskanal 29 mit der Rohrleitung 30 über die Ausfräsung 26 und über die Rohrleitung 20 mit der Kammer 18 in Verbindung, während der Verbin-4ungskanal 28 mit der Rohrleitung 32 und über die Ausfräsung 27 sowie über die Rohrleitung 19 dann mit der Kammer 17 des Kolbengehäuses 15 verbun-,den ist. Die Pumpe 22 kann nun das Druckmedium in die Kammer 18 fördern, so daß der Kolben 16 und mit diesem gleichzeitig die Walze 10 in Richtung des Pfeils z bewegt wird. Das aus der Kammer 17 verdrängte Druckmittel strömt dann in den Vorratsbehälter 23 zurück.
  • Durch das wechselseitige Beaufschlagen des Kolbens 16 wird der Walze 10 eine axiale Hin- und Herbewegung erteilt. Die Hubfrequenz der Walze 10 ist dabei abhängig von der Umlaufgeschwindigkeit des Steuerzylinders 24 der Steuervorrichtung 21. Der Steuerzylinder 24 ist mit einem regelbaren Antrieb versehen, um die Hubfrequenz der Walze 10 augenblicklich verändern zu können. Die Steuerung der Umlaufgeschwindigkeit des Steuerzylinders 24 kann vorteilhaft mittels eines Programmschaltwerks erfolgen.
  • Nach einer weiteren Ausführungsform, nämlich gemäß F i g. 2, bestehen die Steuervorrichtungen 40, -41 aus in Gehäusen 42, 43 längsverschiebbar geführten zylindrischen Steuerschiebern 44, 45. Die Steuerschieber 44, 45 sind mit in verschiedenen Ebenen angeordneten ringförmigen Ausfräsungen 46, 46', 46", .46"' bzw. 47, 47', 47" und 47' sowie mit die Ausfräsungen verbindenden Verbindungskanälen 48, 49 bzw. 50, 51 versehen. Bodenseitig stehen die Steuerschieber 44, 45 unter der Einwirkung von Federn 52, .53. Die Verschiebung der Steuerschieber 44, 45 erfolgt mittels einer angetriebenen Steuerwelle 54, die zeit Nocken versehen sein kann oder als Kurbelwelle .ausgebildet ist. Die Gehäuse 42, 43 der Steuerschieber 44, 45 sind mit in Abständen voneinander angevrdneten Durchbohrungen 55, 55', 55" und 55 ' bzw. 56, 56', 56" und 56"' für den Anschluß von die Kammern 17, 18 des Kolbengehäuses 15 mit den Steuerschiebern 40, 41 und der Pumpe 22 verbindenden Rohrleitungen versehen.
  • Bei der in F i g. 2 aufgezeigten Stellung der Steuerechieber 44, 45 wird das Druckmedium von der Pumpe 22 über die Rohrleitungen 60, 61, den Verbindungskanal 48 des Schiebers 44 und über die Rohrleitungen 62, 63 in die Kammer 18 des Kolbengehäuses 15 gedrückt. Das in die Kammer 18 eingeführte Druckmittel beaufschlagt den Kolben 16, so daß dieser in Richtung des Pfeils z1 bewegt wird. 'Das sich in der Kammer 17 befindende Druckmittel wird über die Rohrleitung 64, über den Verbindungskanal 49 des Schiebers 44 sowie über die Leitung 65 -.dem Vorratsbehälter 23 für das Druckmittel zugeführt. Die Umsteuerung der Bewegungsrichtung des Kolbens 16 bzw. der Walze 10 erfolgt, nachdem die :Steuerwelle 54 um 180° weitergedreht worden ist. Der Steuerschieber 45 nimmt dann diejenige Stellung ein, in der die Ausfräsungen 47, 47', 47" und 47' über die Durchbohrungen 56, 56', 56" und 56"' mit den entsprechenden Rohrleitungen 66, 67, 68 und 69 in Verbindung stehen. Die Pumpe 22 fördert in dieser Stellung des Steuerschiebers 45 das Druckmittel über die Leitungen 60, 67, über den Verbindungskanal 50 und über die Leitungen 66, 64 in die Kammer 17 des Kolbengehäuses 15, wodurch der Kolben 16 in Richtung des Pfeils y1 bewegt wird. Das aus der Kammer 18 verdrängte Druckmittel strömt über die Rohrleitungen 63, 69, über den Verbindungskanal 51 des Schiebers 45 und über die Rohrleitungen 68, 65 in den Vorratsbehälter 23 zurück. Während dieses Vorganges nimmt der Steuerschieber 44 die in F i g. 2 gezeigte Stellung des Steuerschiebers 45 ein.
  • Durch die Verwendung eines regelbaren Antriebes für die Steuerwelle 54 kann die Hubfrequenz der Walze 10 entsprechend eingestellt werden.
  • Um neben einer Veränderung der Hubfrequenz der axialen Walzenbewegung gleichzeitig auch eine Veränderung der Hubgröße zu erzielen, sind die Fördereinrichtungen für das Druckmittel regelbar ausgebildet, so daß die jeweils in die Kammern des Kolbengehäuses geförderte Druckmittelmenge wahlweise eingestellt werden kann. Die den Kammern 17, 18 zugeführte Druckmittelmenge wird entweder mittels der Pumpe 22 oder, wenn eine konstant fördernde Pumpe zur Anwendung gelangt, mittels eines Mengenregelventils eingestellt. In den F i g. 1 und 2 ist das Mengenregelventil bei 70 angedeutet.
  • Während jede Walze 10 der Filzvorrichtung mit einer aus Kolben 16 und Kolbengehäuse 15 bestehenden Antriebsvorrichtung für die axiale Walzenbewegung versehen ist, können die Antriebsvorrichtungen aller oder mehrerer Walzen von einer gemeinsamen Steuervorrichtung 21 bzw. 40, 41 gesteuert werden. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Walzen der oberen Walzenreihe und die Walzen der unteren Walzenreihe je einer Steuervorrichtung zuzuordnen. Den beiden Steuervorrichtungen wird dann das Druckmittel über eine gemeinsame Pumpe zugeführt. Die Antriebe für die Fördereinrichtungen für das Druckmedium und für die Steuervorrichtungen können von einem gemeinsamen Antrieb abgeleitet sein.
  • Die Walzen der Filzvorrichtung sind vorteilhaft als zylindrische Hohlkörper ausgebildet. Jede einzelne Walze 10 ist, gemäß F i g. 1, auf einer mit einem gesonderten Antrieb in Verbindung stehenden Achse 71 exzentrisch gelagert, die die Walze 10 in senkrechte Schwingungen zur Rotationsachse versetzt. Die Lager für die Exzenterachse 71 in den Walzen 10 sind entsprechend ausgebildet.
  • Mittels der erfindungsgemäß ausgebildeten Dörrichtung zum Filzen ist es möglich, die Hubgröße und die Hubfrequenz der axialen Walzenbewegung in Anpassung an das jeweils zu filzende Material wahlweise zu verändern, ohne daß dabei die Filzmaschine stillgesetzt werden muß. Die Walzenhubgröße kann ebenso stufenlos verändert werden wie die Hubfrequenz der axialen Walzenbewegung. Die Anzahl der von den Walzen 10 in einer Zeiteinheit ausgeführten axialen Schwingungen wird von den Steuereinrichtungen 21 bzw. 40, 41 bestimmt. Durch die Kombination von den einstellbaren axialen und den nicht veränderlichen senkrechten Walzenschwingungen wird eine wesentlich bessere und insbesondere vollständigere Verfilzung des Vlieses als bei den bekannten Filzmaschinen erreicht. Mittels der erfindungsgemäß ausgebildeten Filzvorrichtung werden mit gleich gutem Erfolg sowohl gerichtete Vliese als auch Wirrvliese verfilzt. Es sind alle Fasern, die auf Filzmaschinen verarbeitet werden können, also auch Tierhaare, Mischfasern in verschiedenen Kombinationen oder Anteilen, verarbeitbar.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Vorrichtung zum Filzen, insbesondere von Wollfasern, bestehend aus mehreren in zwei übereinanderliegenden Reihen angeordneten, angetriebenen Walzen, die mit Antriebseinrichtungen für eine axiale, in ihrer Größe veränderbare Hin-und Herbewegung versehen sind, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß jede Antriebseinrichtung für die axiale Walzenbewegung aus einem mittels eines Druckmediums wechselseitig beaufschlagten an sich bekannten Kolben (16) besteht, der auf einer mit der Achse (71) der Walze (10) verbundenen Achse (11) sitzt und in einem zylindrischen Kolbengehäuse (15) geführt ist, dessen durch den Kolben (16) abgeteilte Kammern (17, 18) über Rohrleitungen mit an sich bekannten Steuervorrichtungen (21 bzw. 40, 41), wie Steuerzylindern (24), Steuerschiebern (44, 45) u. dgl., für das wechselseitige Zu- und Abführen des Druckmediums in die bzw. aus den Kammern (17, 18) und mit einer Förderpumpe (22) für das Druckmedium in Verbindung stehen, und daß jede Walze (10) als zylindrischer Hohlkörper ausgebildet und auf einer durch den Walzeninnenraum hindurchgeführt, die Walze (10) in senkrechte Schwingungen zur Rotationsachse versetzende, angetriebenen Exzenterachse (71) gelagert ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammern (17, 18) des Kolbengehäuses (15) für die Veränderung der Hubfrequenz der axialen Walzenbewegung mit an sich bekannten Steuervorrichtungen in Verbindung stehen, die als stufenlos angetriebene, rotierende Steuerzylinder (24) oder als axial verschiebbare Steuerschieber (44, 45) ausgebildet sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuervorrichtungen (21 bzw. 40, 41) für das wechselseitige Zu-bzw. Abführen des Druckmediums in die bzw. aus den Kammern (17, 18) des Kolbengehäuses. (15) programmgesteuert sind. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 3 032 854, 3113 350; A. Dürr und O. Wachter, »Hydraulische Antriebe u. Elektrohydraulik im Maschinenbau«,
  4. 4. Auflage, V, München, 1958, S.13 bis 16, 106 bis 112 und 123
DEK53251A 1964-06-18 1964-06-18 Vorrichtung zum Filzen, insbesondere von Wollfasern Pending DE1278113B (de)

Priority Applications (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK53251A DE1278113B (de) 1964-06-18 1964-06-18 Vorrichtung zum Filzen, insbesondere von Wollfasern
FR21229A FR1439420A (fr) 1964-06-18 1965-06-17 Dispositif pour feutrer plus spécialement des fibres de laine
GB2560965A GB1069376A (en) 1964-06-18 1965-06-17 Apparatus for manufacturing felt

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK53251A DE1278113B (de) 1964-06-18 1964-06-18 Vorrichtung zum Filzen, insbesondere von Wollfasern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1278113B true DE1278113B (de) 1968-09-19

Family

ID=7226649

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEK53251A Pending DE1278113B (de) 1964-06-18 1964-06-18 Vorrichtung zum Filzen, insbesondere von Wollfasern

Country Status (2)

Country Link
DE (1) DE1278113B (de)
GB (1) GB1069376A (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN105506864B (zh) * 2016-01-28 2017-12-15 石河子大学 毛毡制作机

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3032854A (en) * 1958-10-08 1962-05-08 Bruyere Francis Control system for the adjustable reciprocation of the rollers of hatmakers' feltingmachines
US3113350A (en) * 1960-05-18 1963-12-10 Warner Swasey Co Memory wheel control system for gill box

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3032854A (en) * 1958-10-08 1962-05-08 Bruyere Francis Control system for the adjustable reciprocation of the rollers of hatmakers' feltingmachines
US3113350A (en) * 1960-05-18 1963-12-10 Warner Swasey Co Memory wheel control system for gill box

Also Published As

Publication number Publication date
GB1069376A (en) 1967-05-17

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2142378C2 (de) Maschine zum Schleifen einer Mehrzahl aufeinanderfolgender Werkstücke
EP0499704B1 (de) Vorrichtung zum Befetten von Werkstücken in Band- oder Platinenform
DE68903494T2 (de) Maschine zum schneiden von granitblock- oder steinmaterialien in platten.
DE10035977A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung von Werkstück-Oberflächen
EP2071955B1 (de) Teigbearbeitungsanlage
DE2433602A1 (de) Vorrichtung zum walken, insbesondere von filzen
DE1278113B (de) Vorrichtung zum Filzen, insbesondere von Wollfasern
DE2051333A1 (de) Klebstoffauftrag-Gerät
DE1529798B1 (de) Vorrichtung zum kontinuierlichen Homogenisieren undStrangpressen von verschiedenartigen Kunststoffen
DE2458366A1 (de) Schleifverfahren sowie vorrichtung zur durchfuehrung dieses verfahrens
DE562295C (de) Foerder- und Aufwickelvorrichtung fuer in Strangpressen hergestellte Stangen oder Rohre
DE934908C (de) Foerdernde Flachpresse zur Holzbearbeitung, insbesondere zum Verleimen von Holzfurnieren, Leisten, Brettern od. dgl. in ihren Stoss- bzw. Lagerfugen zu beliebig langen Bahnen
DE1178677B (de) Verfahren zum Verzahnen eines Spiralkegel-rades oder Spiralhyperboloidrades, dessen Zahn-flanken Schraubenflaechen mit sich aendernder Steigung sind, und Maschine mit einem Stirn-messerkopf zur Ausfuehrung dieses Verfahrens
DE2949562A1 (de) Vorrichtung zum teilen, oder teilen und schleifen, oder teilen und pressen, oder teilen und pressen und schleifen von teig
DE3537085C2 (de)
DE2447628C3 (de) Druckmittelbetätigte Reibungskupplung- und Bremsvorrichtung, insbesondere für Walkmaschinen mit insbesondere im Pilgerschritt erfolgenden Walzenbewegungen
DE952934C (de) Vorrichtung zur Weiterverarbeitung endloser Pressstraenge
DE647956C (de) Einrichtung zur Herstellung von Teigwaren mit mindestens zwei abwechselnd hin und her bewegten Pressgliedern
DE832375C (de) Loch- oder Praegestanze
DE1529798C (de) Vorrichtung zum kontinuierlichen Homo genisieren und Strangpressen von verschie denarügen Kunststoffen
DE871265C (de) Presse mit mehreren hydraulischen Press-Stationen
DE493310C (de) Verbundpumpe mit phasenverschobenen Foerderdiagrammen, insbesondere fuer Kunstseidespinnereien
DE561993C (de) Werkzeugmaschine mit stetig umlaufendem Arbeitstisch und im Gleichgang mit ihm umlaufendem Werkzeugkopf mit einer Mehrzahl senkrecht verschieb-barer Werkzeugspindeln
AT371312B (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von teigstuecken
DE890600C (de) Vorrichtung fuer hydraulische Stellmotoren, insbesondere fuer Werkzeugmaschinen