DE1278166B - Einrichtung zur Steuerung von Melkapparaten - Google Patents
Einrichtung zur Steuerung von MelkapparatenInfo
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01J—MANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
- A01J5/00—Milking machines or devices
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- H02K23/02—DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors characterised by arrangement for exciting
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
AOIj
Deutsche Kl.: 45 g-5/00
Nummer: 1278166
Aktenzeichen: P 12 78 166.7-23 (G 47061)
Anmeldetag: 2. Juni 1966
Auslegetag: 19. September 1968
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Steuerung von Mel'kapparaten, bei der das Heranführen
der Melkbecher des Melkapparates an die Zitzen der Kuh, das maschinelle Melken, das automatische
Nachmelken und die Wegnahme der Melkbecher des Melkapparates mit Hilfe einer Haltevorrichtung
erfolgt, die von einem Kommandogerät gesteuert wird und einen senkrechten Ständer mit einem
waagerechten Teleskopausleger enthält.
Es sind Einrichtungen zur Steuerung von Melkapparaten bekannt, bei denen das Heranführen der
Melkbecher des Melkapparates an die Zitzen der Kuh, das maschinelle Melken, das automatische
Nachmelken und die Wegnahme der Melkbecher des Melkapparates mit Hilfe einer Haltevorrichtung erfolgt,
die beispielsweise von einem Kommandogerät gesteuert wird. Derartige Einrichtungen weisen einen
senkrechten Ständer mit einem waagerechten Teleskopausleger auf, die zum Halten der Milchbecher
des Melkapparates dienen. (Siehe dazu beispielsweise ao den Aufsatz von V. F. Korolev: »Maschinelles Melken
von Kühen«, Izdatelstvo selskochozjajstvennoj literatury, zurnalov i plakatov SSSR, 1962, S. 221,
222, Abb. 4.)
Die bekannten Einrichtungen zur Steuerung von as
Melkapparaten sind für die Mechanisierung oder Automatisierung des Melkprozesses zusammen mit
Nebenarbeitsgängen bestimmt, zu denen Eutermassage, Nachmelken mit Ziehen der Zitzen zur Erhöhung
der Milchabgabe, Abschalten der Milchmaschine und Entfernen der Melkbecher gehören.
Die Schwierigkeit der Automatisierung dieser Arbeitsgänge besteht darin, daß der Prozeß der Milchabgabe
bei jeder Kuh verschieden ist und jeweils von einer Reihe von Bedingungen und physiologischen
Eigenheiten abhängt, die beim maschinellen Melken kaum berücksichtigt werden können.
Darüber hinaus rufen verschiedene Euterformen und unterschiedliche Lage der Zitzen bei den einzelnen
Kühen zusätzliche konstruktive Schwierigkeiten bei der Lösung dieser Aufgabe hervor.
Infolge dieser Schwierigkeiten gelang es bisher nicht, eine Einrichtung zur Steuerung von Melkapparaten
zu entwickeln, die ihrem Verwendungszweck voll und ganz Rechnung trägt.
Ein Nachteil der bekannten Einrichtungen zur Steuerung von Melkapparaten besteht in deren komplizierter
Bauweise und schlechten Betriebseigenschaften, wodurch zusätzlicher Arbeitsaufwand für
Einstellung und Steuerung verursacht wird.
Die Verrichtung von Handarbeit und das Fehlen einer komplexen Automatisierung der Nebenarbeits-Einrichtung
zur Steuerung von Melkapparaten
Anmelder:
Mikhail M. Goikhenberg,
Valentin V. Jasinsky,
Gennady I. Jurin,
Alexey D. Syngaevcsky,
Igor M. Panteleev,
Mikhail M. Kostjuchenko, Moskau
Vertreter:
Dipl.-Ing. L. Zellentin, Patentanwalt,
6700 Ludwigshafen, Rubensstr. 30
Als Erfinder benannt:
Mikhail M. Goikhenberg,
Valentin V. Jasinsky,
Gennady I. Jurin,
Alexey D. Syngaevcsky,
Igor M. Panteleev,
Mikhail M. Kostjuchenko, Moskau
gänge stellen weitere Nachteile der bekannten Einrichtungen
zur Steuerung von Melkapparaten dar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine konstruktiv und im Betrieb automatisch und wirkungsvoll
funktionierende Einrichtung zur Steuerung von Melkapparaten zu entwickeln, welche entsprechend
einem vorgegebenen Zyklogramm in Abhängigkeit vom Verlauf der Milchabgabe der jeweiligen
Kuh arbeitet.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der senkrechte Ständer der Haltevorrichtung
als vertikale Stange ausgebildet ist, auf der ein Zylinder, an dem ein Teleskopausleger befestigt
ist, verschiebbar gelagert ist, wobei die Innenräume des beweglichen Zylinders und des Teleskopauslegers
über das Kommandogerät mit einer Unterdruckleitung verbunden sind.
Vorteilhaft wird das Kommandogerät mit einer Steuereinheit, einem Milchflußgeber und Ventilen,
beispielsweise elektromagnetischer Bauart versehen, wobei die Verbindung des beweglichen Zylinders und
des Teleskopauslegers mit der Unterdruckleitung über das Kommandogerät mit Hilfe der genannten
Ventile nach Befehlen der Steuereinheit zustande
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kommt, die in Übereinstimmung mit dem Zyklogramm erteilt, jedoch vom MilcMußgeber korrigiert
werden.
Weiter wird die senkrechte Stange vorzugsweise im unteren Teil mit einer Kurvenschablone versehen, die
die Form einer schräg angeordneten Scheibe besitzt.
Zur Erzielung eines Gewichtsausgleichs des beweglichen Zylinders mit dem Teleskopausleger wird vorteilhaft
am oberen Ende des Zylinders ein Seil befestigt, das über eine Rolle läuft und an dessen Ende
ein Gegengewicht angebracht ist.
Bei einer anderen Ausführungsform der Vorrichtung zum Gewichtsausgleich des beweglichen Zylinders
mit dem Teleskopausleger wird der Zylinder an der senkrechten Stange der Haltevorrichtung mit
einer Schraubenfeder aufgehängt.
Weiterhin kann für den genannten Gewichtsausgleich die vorhandene Verbindung des beweglichen
Zylinders mit der Unterdruckleitung ausgenutzt werden.
Im folgenden wird die erfindungsgemäße Einrichtung durch ein Ausführungsbeispiel an Hand der
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 die Haltevorrichtung einer erfindungsgemäßen Einrichtung, teilweise geschnitten,
F i g. 2 eine Vorrichtung zum Gewichtsausgleich der beweglichen Teile der Haltevorrichtung und der
Melkbecher,
F i g. 3 das Blockschaltbild der Einrichtung zur Steuerung von Melkapparaten.
Das Stellglied der erfindungsgemäßen Einrichtung zur Steuerung von Melkapparaten wird durch eine
Haltevorrichtung mit Gewichtsausgleich der beweglichen Teile dargestellt.
Auf einer senkrechten Stängel (Fig. 1) ist ein
Zylinder 2 verschiebbar gelagert. An diesem Zylinder 2 ist ein waagerechter Zylinder 3 befestigt, der zusammen
mit einem Kolben und einer Kolbenstange 4 einen teleskopartigen Ausleger bildet. An der Kolbenstange
4 befindet sich ein Korb 5, der zur Befestigung der Melkbecher des Melkapparates bestimmt
ist (in der Zeichnung nicht dargestellt).
Im unteren Teil der Stange 1 ist eine Kurvenschablone in Form einer schrägen Scheibe 6 angebracht,
die zum Schwenken des Teleskopauslegers mit den Melkbechern des Melkapparates nach der
Entfernung vom Kuheuter dient.
Die Vorrichtung zum Gewichtsausgleich der erfindungsgemäßen Einrichtung enthält ein Tragrohr 7
und ein Gegengewicht 8, das am Ende eines Seiles 9 hängt, welches über eine Rolle 10 läuft und mit dem
anderen Ende an dem beweglichen Zylinder 2 befestigt ist.
Der Innenraum A des Zylinders 2 steht mit einer Unterdruckleitung in Verbindung, wodurch die zum
Wegnehmen der Melkbecher erforderliche Kraft erzeugt wird. Zur Entfernung der Melkbecher vom
Kuheuter werden die Innenräume A und B des beweglichen Zylinders 2 bzw. des Teleskopauslegers,
entsprechend den Pfeilen C und D mit der Unterdruckleitung verbunden. Dadurch fährt die Kolbenstange
4 des Teleskopauslegers ein, und der Zylinder 2 sinkt ab und stößt auf die Scheibe 6. Der Teleskopausleger
wird dabei mit dem Zylinder 2 um die senkrechte Stange 1 geschwenkt und entfernt die
Melkbecher vom Kuheuter.
Eine weitere Ausführungsmöglichkeit der Vorrichtung für den Gewichtsausgleich besteht darin, daß
der verschiebbare Zylinder 2 mittels einer Schraubenfeder 11 (F i g. 2) an der vertikalen Stange 1 aufgehängt
wird.
Die Melkbecher können mit Hilfe der erfindungsgemäßen Einrichtung in beliebiger Höhe gehalten
werden. Dies erlaubt eine Nachregelung des Melkapparates unabhängig von der Höhe des Kuheuters.
Die erfindungsgemäße Einrichtung zur Steuerung von Melkapparaten ermöglicht den Betrieb der MeIkapparate
in Abhängigkeit von der Intensität der Milchabgabe. Zu diesem Zweck wird der Betrieb des
Melkapparates entsprechend einem vorgegebenen Zyklogramm gesteuert, das aber mit Hilfe einer
Regeleinrichtung in Abhängigkeit von den Signalen eines Milchflußgebers korrigiert wird.
Das Zyklogramm des Arbeitsablaufs von Melkapparaten besteht im allgemeinen aus drei Phasen:
normales Melken, Nachmelken und Abschalten.
Die erste Besonderheit des durch die erfindungsgemäße Einrichtung ausgeführten Melkprozesses entsprechend einem vorgegebenen Zyklogramm besteht darin, daß unabhängig von eventuellen Schwankungen der Geschwindigkeit der Milchabgabe am Anfang der ersten und der zweiten Phase ein stabiler Betrieb der Einrichtung während einer vorbestimmten Zeitspanne — der Stabilisierungsperiode — beispielsweise von 50 Sekunden aufrechterhalten wird. Während dieser Stabilisierungsperiode werden zeitlich nicht richtig durchgeführte Arbeitsvorgänge verhindert, wie z. B. der Beginn des Ziehens der Zitzen durch die Melkbecher des Melkapparates bzw. dessen Beendigung infolge eventueller Verzögerungen der Milchabgabe, was mit den physiologischen Eigenheiten der einzelnen Kuh und den jeweiligen MeIkbedingungen zusammenhängt.
Die erste Besonderheit des durch die erfindungsgemäße Einrichtung ausgeführten Melkprozesses entsprechend einem vorgegebenen Zyklogramm besteht darin, daß unabhängig von eventuellen Schwankungen der Geschwindigkeit der Milchabgabe am Anfang der ersten und der zweiten Phase ein stabiler Betrieb der Einrichtung während einer vorbestimmten Zeitspanne — der Stabilisierungsperiode — beispielsweise von 50 Sekunden aufrechterhalten wird. Während dieser Stabilisierungsperiode werden zeitlich nicht richtig durchgeführte Arbeitsvorgänge verhindert, wie z. B. der Beginn des Ziehens der Zitzen durch die Melkbecher des Melkapparates bzw. dessen Beendigung infolge eventueller Verzögerungen der Milchabgabe, was mit den physiologischen Eigenheiten der einzelnen Kuh und den jeweiligen MeIkbedingungen zusammenhängt.
Eine zweite Besonderheit des Melkprozesses entsprechend einem vorgegebenen Zyklogramm besteht
darin, daß das Nachmelken bei kleiner Geschwindigkeit der Milchabgabe beginnt, z. B. bei 400 g/min
und der Melkapparat bei minimaler Geschwindigkeit der Milchabgabe z. B. bei 200 g/min abschaltet.
Die Einrichtung zur Steuerung von Melkapparaten weist einen Milchflußgeber 12 (F i g. 3) auf, der z. B.
eine Kammer darstellt, die mit Milch gefüllt wird und Elektroden (in der Zeichnung nicht dargestellt) enthält,
die über die Milch einen Wechselstromkreis von 1,5 mA bei einer Spannung von 3 bis 4 V schließen.
Vom Milchflußgeber 12 gelangen die Signale zu einer Steuereinheit 13. Die Steuereinheit 13 besteht
aus einem Zeitschalter 14, z. B. einem elektrischen Zeitrelais, und Steuerrelais 15.
Die Steuerrelais 15 steuern Ventile 16, 17 und 18.
Das Ventil 16 dient zum Ein- und Ausschalten des
Melkapparates. Die Ventile 17 und 18 steuern den Arbeitsablauf der Haltevorrichtung 19.
Der MilcMußgeber 12, die Steuereinheit 13 und die Ventile 16,17,18 bilden das Kommandogerät 20,
das den Melkprozeß steuert.
Tm folgenden wird die Funktionsweise der Einrichtung zur Steuerung von Melkapparaten beschrieben.
Tm folgenden wird die Funktionsweise der Einrichtung zur Steuerung von Melkapparaten beschrieben.
Der Melker schaltet die Steuereinheit 13 (Fig. 3) ein, wobei die Steuerrelais 15 das Ventil 16 betätigen,
welches die Melkbecher 21 des Melkapparates über den Milchflußgeber 12 mit der Milchleitung 23
verbindet. Der Melkprozeß beginnt im Zeitpunkt des Ansetzens der Melkbecher des Melkapparates an die
Zitzen.
Dabei gestatten der bewegliche Zylinder 2 und der waagerechte Teleskopausleger (F i g. 1) die Heranführung
des Melkbechers des Melkapparates an das Euter bei beliebiger Lage des Euters gegenüber der
senkrechten Stange 1.
Es beginnt die erste Phase — das normale Melken. Die Milch gelangt aus den Melkbechern 21 des Melkapparates
(F i g. 3) über das Ventil 16 in die Kammer des Milchflußgebers 12 und danach in die Milchleitung
23. Der Stromkreis des Milchflußgebers 12 wird durch die Milch, welche eine ausreichende elektrische
Leitfähigkeit besitzt, geschlossen. Die Steuereinheit 13 erhält dadurch Signale über die augenblickliche
Geschwindigkeit der Milchabgabe.
Zu Beginn der ersten Phase stabilisieren die Zeitschalter 14 den Melkprozeß in Übereinstimmung mit
dem vorgegebenen Zyklogramm, beispielsweise während der Dauer von 50 Sekunden.
Innerhalb der Stabilisierungsperiode werden keine zusätzlichen Arbeitsgänge eingeschaltet, unabhängig so
davon, ob sich die Geschwindigkeit der Milchabgabe möglicherweise ändert. Danach sendet der Milchflußgeber
12 bei Verringerung der Geschwindigkeit der Milchabgabe, z. B. auf 400 g/min, ein Signal an die
Zeitschalter 14. Diese geben in Übereinstimmung mit dem vorgegebenen Zyklogramm einen Impuls an die
Steuerrelais 15 ab. Die Steuerrelais 15 schalten das Ventil 17 ein, durch das z. B. der Innenraum A des
beweglichen Zylinders 2 (F i g. 1) mit der Unterdruckleitung 22 verbunden wird.
Jetzt beginnt die zweite Phase — das Nachmelken. Durch den Unterdruck bzw. die entstehende Druckdifferenz
wird eine Kraft E (F i g. 2) erzeugt, welche auf den beweglichen Zylinder 2 mit dem waagerechten
Teleskopausleger wirkt. Die nach unten gerichtete Kraft £ wird über die Melkbecher 21 auf die
Zitzen übertragen. Dabei erfolgt meistenteils eine Intensivierung der Milchabgabe.
Zu Beginn des Nachmelkens wird der Melkprozeß, wie zu Beginn der ersten Phase, beispielsweise während
50 Sekunden stabilisiert, wodurch man ein vorzeitiges Abschalten des Melkapparates vermeidet.
Wenn sich danach die Geschwindigkeit der Milchabgabe, z. B. auf 200 g/min verringert, beginnt die
dritte Phase — das Abschalten. Die Steuereinheit 13 betätigt auf das Signal des Milchflußgebers 12
(F i g. 3) hin das Ventil 16, und der Melkprozeß wird von der Milchleitung 23 abgeschaltet. Durch gleichzeitiges
Einschalten des Ventils 18 wird der Innenraum B des Teleskopauslegers (F i g. 1) an die Unterdruckleitung
22 angeschlossen.
Die Melkbecher 21 des abgeschalteten Melkapparates entfernen sich unter dem Einfluß der Kraft E
vom Euter. Gleichzeitig fährt unter der Wirkung des Unterdruckes die Kolbenstange 4 des waagerechten
Teleskopauslegers ein. Bei der Abwärtsbewegung trifft der Zylinder 2 auf die Scheibe 6, wodurch der
Zylinder 2 mit dem Teleskopausleger geschwenkt und die Melkbecher 21 von der Kuh entfernt werden.
Nach Ablauf einer vorgegebenen Zeitspanne, z. B. 7 Sekunden, werden die Ventile 17 und 18 abgeschaltet.
Die Einrichtung befindet sich jetzt in Ausgangsstellung, und der Arbeitszyklus kann wiederholt
werden.
Die Einrichtung ermöglicht die Anwendung verschiedener Verfahren zum Ziehen der Zitzen durch
Melkbecher. Insbesondere kann das Ventil 17 zu diesem Zweck mit dem waagerechten Teleskopausleger
und das Ventil 18 entsprechend mit dem beweglichen Zylinder 2 der Haltevorrichtung verbunden werden.
Dabei kann die Kraft zum Ziehen der Zitzen auch waagerecht gerichtet sein. Um eine Kraft zum Ziehen
zu erzeugen, die unter einem bestimmten Winkel nach unten verläuft, verbindet man das Ventil 17 gleichzeitig
mit dem beweglichen Zylinder 2 und dem Teleskopausleger der Haltevorrichtung (Fig. 1).
Die Wirkung des Nachmelkens kann durch Anwendung einer pulsierenden Kraft zum Ziehen des
Euters verstärkt werden. Dazu wird zwischen Unterdruckleitung 22 (F i g. 3) und Haltevorrichtung 19
ein Pulsator bekannter Bauweise angeordnet, welcher in den üblichen Melkapparaten Verwendung findet.
Eine Versuchserprobung der Einrichtung zur Steuerung von Melkapparaten brachte positive Ergebnisse.
Insbesondere wurden folgende wichtige Daten ermittelt: Die durchschnittliche Melkdauer einer Kuh beträgt
3,7 min (bei einem Milchertrag von 15 kg pro Tag).
Die zum Ansetzen der Melkbecher an die Zitzen erforderliche Zeit dauert nicht länger als 6 Sekunden.
Es treten praktisch keine physiologischen Störungen auf, die durch maschinelles Melken hervorgerufen
werden.
Die Arbeitsproduktivität steigt auf das Dreifache gegenüber konventionellen Melkapparaten. Die Jahresdurchschnittskosten
des Melkens werden um 40 °/o verringert. Die Einrichtung kann mit einem beliebigen
Melkapparat zur Anwendung gelangen.
Der universelle Charakter und die Zuverlässigkeit der Einrichtung gestatten weitgehende Verwendung
in den bestehenden Melkanlagen.
Claims (5)
1. Einrichtung zur Steuerung von Melkapparaten, bei der das Heranführen der Melkbecher des
Melkapparates an die Zitzen der Kuh, das maschinelle Melken, das automatische Nachmelken
und die Wegnahme der Melkbecher des Melkapparates mit Hilfe einer Haltevorrichtung erfolgt,
die von einem Kommandogerät gesteuert wird und einen senkrechen Ständer mit einem
waagerechten Teleskop-Ausleger enthält, dadurch gekennzeichnet, daß der senkrechte
Ständer der Haltevorrichtung als vertikale Stange (1) ausgebildet ist, auf der ein Zylinder (2)
verschiebbar gelagert ist, an welchem ein waagerechter Teleskopausleger befestigt ist, wobei die
Innenräume des beweglichen Zylinders (2) und des Teleskopauslegers über das Kommandogerät
(20) mit einer Unterdruckleitung (22) verbunden sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kommandogerät (20) eine
Steuereinheit (13), einen Milchflußgeber (12) und Ventile (16, 17, 18), beispielsweise elektromagnetischer
Bauart, enthält, wobei die Verbindung des beweglichen Zylinders (2) und des Teleskopauslegers
mit der Unterdruckleitung (22) über das Kommandogerät (20) mit Hilfe der genannten
Ventile nach Befehlen der Steuereinheit (13) zustandekonimt,
die in Übereinstimmung mit dem Zyklogramm irteilt, jedoch vom Milchflußgeber
(12) korrigiert Werden.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die senkrechte Stange
(1) im unteren Teil mit einer Kurvenschablone versehen ist, die die Form einer schräg angeordneten
Scheibe (6) besitzt.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung eines
Gewichtsausgleichs des beweglichen Zylinders (2) mit dem waagerechten Teleskopausleger am
oberen Ende des Zylinders (2) ein Seil (9) be-
festigt ist, das über eine Rolle (10) läuft und an dessen Ende ein Gegengewicht (8) angebracht ist.
5. Einrichtung nach Ansprach 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Gewichtsausgleich
des beweglichen Zylinders (2) mit dem Teleskopausleger der Zylinder (2) an der senkrechten
Stange (1) der Haltevorrichtung mit einer Schraubenfeder (11) aufgehängt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 617/125 9.68 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| SU846225A SU227008A1 (en) | 1963-07-20 | 1963-07-20 | Device for driving milking cups to the teats of a cow's udder |
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|---|---|
| DE1278166B true DE1278166B (de) | 1968-09-19 |
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ID=95068339
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| Country | Link |
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| US8925484B2 (en) | 2004-03-23 | 2015-01-06 | Jakob Maier, Jr. | Retaining device for teat cups and actuator for inciting a movement of a teat cup cluster |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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