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DE1278032B - Schaltkontakt mit Druckbetaetigung - Google Patents

Schaltkontakt mit Druckbetaetigung

Info

Publication number
DE1278032B
DE1278032B DE1964ST023116 DEST023116A DE1278032B DE 1278032 B DE1278032 B DE 1278032B DE 1964ST023116 DE1964ST023116 DE 1964ST023116 DE ST023116 A DEST023116 A DE ST023116A DE 1278032 B DE1278032 B DE 1278032B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
contact
switching
wart
rivet
switching contact
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1964ST023116
Other languages
English (en)
Inventor
Ludwig Stelkens
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Stotz Kontakt GmbH
Original Assignee
Stotz Kontakt GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Stotz Kontakt GmbH filed Critical Stotz Kontakt GmbH
Priority to DE1964ST023116 priority Critical patent/DE1278032B/de
Publication of DE1278032B publication Critical patent/DE1278032B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H1/00Contacts
    • H01H1/06Contacts characterised by the shape or structure of the contact-making surface, e.g. grooved

Landscapes

  • Contacts (AREA)

Description

  • Schaltkontakt mit Druckbetätigung Für die Dimensionierung eines Kontaktnietes bzw. der Kontaktmaterialauflagen an einem Schaltkontakt sind im wesentlichen zwei Forderungen bestimmend, das sind die Berührungsfläche und die Masse des Kontakts. Die Größe der Berührungsfläche, d. h. die Form des Kontakts, richtet sich nach dem zulässigen Übergangswiderstand. Die Masse des aktiven Kontaktteiles richtet sich nach dem Verschleiß, d. h. nach der geforderten Lebensdauer des Schaltkontakts. Insbesondere bei Schaltkontakten, die hohe Ströme zu schalten haben, sind mit einer großen Berührungsfläche ausgestattet und besitzen im allgemeinen einen niederen spezifischen Kontaktdruck.
  • Wird mit einem solchen Schaltkontakt eine niedere Betriebsspannung geschaltet, so können an den Kontakten beispielsweise durch Oxydation gebildete Isolierschichten nicht mehr elektrisch bzw. mechanisch durchschlagen werden, so daß Schaltstörungen die Folge sind. Auch bei normalen Niederspannungsschaltgeräten können diese Störungen auftreten, insbesondere bei einer Erstschaltung bei Inbetriebnahme einer Anlage. In diesem Fall kommt zu einer eventuell isolierenden Oxydationsschicht im allgemeinen noch eine erhebliche Schmutzschicht, so daß die normalen Betriebsspannungen von 200 bis 500 V nicht mehr ausreichen, die Isolierung elektrisch zu durchschlagen, nachdem infolge des niederen spezifischen Kontaktdrucks der mechanische Durchschlag nicht erfolgte. Zwar ist es bekannt, in besonderen Fällen die Kontakte aus Gold zu fertigen, so daß sich keine isolierende Oxydationsschicht mehr bildet, oder es werden Silberspitzkontakte mit hoher mechanischer Belastung verwendet, doch stellt der Goldkontakt kein Mittel gegen eine normale Verschmutzung dar, und die Silberspitzkontakte weisen einen zu hohen mechanischen Verschleiß auf, so daß die gewünschte Lebensdauer nicht mehr erreicht wird. Hinzu kommen weitere Mängel, wie ungenügende Schweißfestigkeit, zu hohe Kontakterwärmung usw.
  • Es ist bekannt, Kontakte als Messerkontakte auszubilden, die die Eigenschaft haben, daß durch den beim Einschalten auftretenden Reibungsvorgang die Schmutz- und Oxydationsschichten durchbrochen bzw. weggeschabt werden, wodurch eine sichere Kontaktgabe garantiert ist (deutsche Patentschrift 803 916). Die Entfernung der isolierenden Schichten auf einem Kontakt tritt auch bei einem Walzkontakt auf, wenn der Abwälzvorgang mit einer geringen Schiebebewegung kombiniert ist wie beim Gegenstand der deutschen Auslegeschrift 1119 960.
  • Bei reinen Druckkontakten, wie sie vor allem bei Schützen und Relais zur Anwendung kommen, sind diese selbstreinigenden Methoden nicht anwendbar. Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Schaltkontakt, der einen reinen Druckkontakt darstellt, so zu gestalten, daß eine sichere Kontaktgabe trotz Oxydation und Verschmutzung des Kontakts bereits beim ersten Schaltvorgang ermöglicht wird.
  • Diese Aufgabe wird bei einem Schaltkontakt mit Druckbetätigung dadurch gelöst, daß erfindungsgemäß mindestens eines von zwei zusammenarbeitenden Kontaktstücken einen Kontaktniet mit einer aus der Kontaktoberfläche herausragenden Warze aufweist und daß die Warze derart beschaffen ist, daß bei einer Erstschaltung eine auf den Kontaktstücken eventuell gebildete isolierende Schicht sicher durchschlagen wird und daß die Warze bei wiederholter Schaltung und einem für den Kontakt zulässigen Nennstrom abbrennt oder zerschlagen wird.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfidung ist in der Zeichnung in den F i g. 1 bis 4 dargestellt.
  • F i g. 1 bis 2 zeigen einen Kontaktniet in Pilzform mit aus dem Material geformter Warze; beim Kontaktniet nach F i g. 3 ist die Oberfläche ein flacher Kegel; F i g. 4 stellt einen Kontaktniet mit einer eingesetzten Warze dar.
  • Auf dem Kontaktniet 1, der beispielsweise Pilzform besitzt (F i g. 1 bis 2), ist in der Mitte eine Warze 2 angeformt. Der Gegenkontakt besitzt zweckmäßigerweise eine ebene Fläche, so daß beim Schalten die Kontaktberührung mit der Warze 2 erfolgt. Die Berührungsfläche ist somit sehr klein und der spezifische Kontaktdruck entsprechend hoch, so daß jede auf der Warze 2 oder auf dem Gegenkontakt durch Schmutzablagerung oder durch Oxydation gebildete Isolierschicht mechanisch aufgeschlagen wird. Die Höhe der Warze 2 ist vorteilhaft so gewählt, daß sie nach wiederholten Schaltungen unter Last abbrennt oder zerschlagen wird, so daß nach wenigen Schaltungen die volle Kontaktfläche zur Wirkung kommt.
  • Die Warze 2 wird vorteilhafterweise aus einem im kalten Zustand harten Material gebildet. Dies kann in einem entsprechenden Härteverfahren erfolgen, es kann aber auch ein hartes, die Warze 3 bildendes Material in den weichen Kontakt eingebettet oder auf diesem aufgesetzt sein. Der Vorteil einer solchen Ausführung liegt in der bleibenden Durchschlagskraft des Schaltkontakts während der Kaltschaltungen, beispielsweise vor Inbetriebnahme eines Gerätes. Im Betrieb kann die Härte der Warze durch die Stromerwärmung aufgehoben werden, so daß eine Verflachung der Warze auftritt und die für den hohen Strom erforderliche große Kontaktberührungsfläche gebildet wird. Selbstverständlich kann sich eine harte Warze bei geeigneter Form nach wiederholten Schaltungen auch in den Gegenkontakt einschlagen, so daß es auf diese Weise zur Berührung auf der ganzen Kontaktfläche kommt.
  • Als Warze 3 kann auch ein harter, in den Kontaktniet eingesteckter Stift 3 dienen (F i g. 4), der insbesondere bei Erwärmung bei geringer Schlagkraft in den Niet geschlagen wird. Zu diesem Zweck kann dieser harte Stift 3 mit einem weichen Material, beispielsweise mittels einem Lot, mit dem Niet verbunden sein, so daß bei Stromerwärmung eine Verschiebung des Nietes in seiner Halterung möglich ist. Die Warze selbst kann als Kegel oder als kleine Rundkuppe ausgebildet sein. Selbstverständlich kann sie auch als Schneide geformt sein oder eine sonstige dem Gegenkontakt angepaßte Form aufweisen. Auch kann der Kontaktniet 1 selbst ein stumpfer Kegel (F i g. 3) sein, dessen Spitze 5 zweckmäßigerweise gehärtet ist und sich bei wiederholter Schaltung genügend schnell abflacht.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Schaltkontakt mit Druckbetätigung, d a -durch gekennzeichnet, daß mindestens eines von zwei zusammenarbeitenden Kontaktstücken einen Kontaktniet (1) mit einer aus der Kontaktoberfläche herausragenden Warze (2) aufweist und daß die Warze (2) derart beschaffen ist, daß bei einer Erstschaltung eine auf den Kontaktstücken eventuell gebildete Isolierschicht sicher durchschlagen wird und daß die Warze (2) bei wiederholter Schaltung und einem für den Kontakt zulässigen Nennstrom abbrennt oder zerschlagen wird.
  2. 2. Schaltkontakt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Warze (2) ein im kalten Zustand hartes Material ist.
  3. 3. Schaltkontakt nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Warze (2) von einem im Kontaktniet (1) gelagerten über die Kontaktoberfläche (4) ragenden Stift (3) gebildet ist.
  4. 4. Schaltkontakt nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Stift (3) aus einem harten Material besteht und in einem bei Erwärmung erweichenden Material in Kontakt gelagert ist.
  5. 5. Schaltkontakt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kontaktniet (1) als Oberfläche (4) die Form eines Kegels aufweist und daß die Kegelspitze (5) gehärtet ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 803 916; deutsche Auslegeschrift Nr. 1119 960.
DE1964ST023116 1964-12-19 1964-12-19 Schaltkontakt mit Druckbetaetigung Pending DE1278032B (de)

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