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Abstandhalter für Betonbewehrungen Die Erfindung betrifft einen Abstandhalter
für Betonbewehrungen in Form einer radial geschlitzten Lochscheibe aus Kunststoff,
deren Mittelöffnung zylindrisch umrandet ist und deren äußerer Rand ebenfalls eine
bandartige Verbreiterung aufweist.
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Bei der Herstellung von Betonwänden und Betondecken, die eine Rundstahlbewehrung,
z. B. in Mattenform enthalten, ist diese Bewehrung beim Einbringen des Betons in
einem bestimmten Abstand von der Schalung zu halten. Diese Forderung kann auf verschiedene
Weise erfüllt werden, wobei man meistens von Distanzierungselementen Gebrauch macht,
die zwischen der Bewehrung und der Schalung befestigt und mit einbetoniert werden.
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Dafür werden kleine Betonquader bestimmter Dicke mit Bindedraht an
den Bewehrungsstäben befestigt oder es werden Abstandhalter aus Kunststoff verwendet,
die an ihren Umfangsseitenflächen Nuten verschiedener Durchmesser aufweisen, die
so gewählt sind, daß sie den normalen Stabdurchmessern entsprechen. Ein solcher
Kunststoffblock kann mit einer bestimmten Nut an einem passenden Rundstab angesteckt
werden, ohne wieder abzufallen.
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Um in jeder Lage des Abstandhalters den Abstand von der Bewehrung
und der Schalung zu gewährleisten, hat man auch scheibenförmige Körper schon verwendet.
Durch die Patentschrift 1067 579 ist ein Abstandhalter für Stahlbetoneinlagen bekanntgeworden,
der aus einer aus federndem Material hergestellten Lochscheibe besteht. Diese Lochscheibe
ist mit Wellen versehen, die strahlenförmig und in ihrer Höhe abnehmend vom Scheibenloch
zum äußeren Rand verlaufen. Die Scheibe ist mit einem radialen Schlitz versehen,
dessen Breite kleiner ist als der Durchmesser des Loches. Dieser Abstandhalter ist
nur bei bestimmten Durchmessern von Bewehrungsstäben anwendbar. Größere Unterschiede
im Durchmesser können auch durch die Federeigenschaften der Scheibe nicht ausgeglichen
werden. Da das Material der Scheibe außerdem ziemlich dünn ist, kann ein Verkanten
der Scheibe im eingesetzten Zustand nicht verhindert werden, so daß keine Gewähr
besteht, daß der vorgeschriebene Abstand zwischen Schalung und Bewehrung immer gleichbleibend
eingehalten wird.
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Durch die deutschen Gebrauchsmuster 1766 694 und 1838 422 sind weitere
scheibenartige Abstandhalter bekanntgeworden, die aus Kunststoff bestehen und radial
geschlitzt sind. Diese Ausführungen weisen aber ebenfalls den Nachteil auf, daß
größere Unterschiede im Durchmesser der Bewehrungsstäbe auch durch die dem Kunststoff
anhaftende Nachgiebigkeit nicht ausgeglichen werden können.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile der bekannten
Ausführungen von Abstandhaltern zu vermeiden und einen Abstandhalter zu schaffen,
der für alle vorkommenden Durchmesser der Bewehrungsstäbe zu verwenden ist und bei
dem der vorgeschriebene Abstand zwischen Schalung und Bewehrung stets eingehalten
wird. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß der Durchmesser der zylindrisch
umrandeten Mittelöffnung größer ist als der des dicksten Bewehrungsstabes, daß der
äußere Rand der Scheibe einen zylinderförmigen Ring oder einen Ring mit hochgezogenen
Kanten trägt und daß der Radialschlitz am inneren und äußeren Ring in bezug auf
die Fläche der Scheibe in einem spitzen Winkel verläuft.
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Gemäß einer Ausbildung nach der Erfindung besteht der Abstandhalter
aus einem elastischen Kunststoff.
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Die Ausführung nach der Erfindung weist gegenüber den bekannten Ausführungen
verschiedene Vorteile auf. So ist z. B. der Abstandhalter nach der Erfindung für
alle vorkommenden Durchmesser der Bewehrungsstäbe zu verwenden und liefert unabhängig
von dem Durchmesser der Bewehrungsstäbe für die Bewehrung immer einen gleichen Abstand
von der Schalung. Außerdem kann sich ein Abstandhalter nach der Erfindung unabhängig
von den beim Betonieren auftretenden Kräften durch den im schrägen Winkel angebrachten
Spalt nicht selbst wieder vom Bewehrungsstab lösen.
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In den Zeichnungen sind Ausführungsformen der Erfindung dargestellt.
Es zeigt F i g. 1 a einen Abstandhalter nach der Erfindung von der Seite her gesehen,
F i g. 1 b einen Abstandhalter nach F i g. 1 a mit Sicht auf den äußeren, teilweise
geschnitten dargestellten Rand,
F i g. 2 einen Abstandhalter nach
F i g. 1 a an einer Bewehrungsmatte, F i g. 3 einen Abstandhalter in der Darstellung
nach F i g. 1 b geschnitten gezeichnet, auf einen Bewehrungsstab aufgesetzt, und
F i g. 4 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Abstandhalters nach der Erfindung
im Schnitt, dessen äußere Kanten hochgezogen sind.
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Die F i g. 1 a und 1 b stellen einen Abstandhalter in verschiedenen
Ansichten dar. Der Abstandhalter besteht aus einer Scheibe 1, die eine runde Form
aufweist und an ihrem äußeren Umfang einen zylindrischen Rand 2 (Ring) trägt. In
der Mitte der Scheibe 1 ist ein rundes Loch 3 vorgesehen, das ebenfalls einen gegenüber
der Dicke der Scheibe nach beiden Seiten vorstehenden zylinderförmigen Ring 4 aufweist.
Das Loch 3 ist in seinem Durchmesser größer gewählt als der Durchmesser der dicksten
noch vorkommenden Bewehrungsstäbe beträgt. Damit nun der Abstandhalter an jeder
Stelle einer bereits angefertigten Bewehrungsmatte angebracht werden kann, ist er
mit einem radialen Schlitz 5 versehen, der auch die zylindrischen Ringe 2 und 4
schräg schneidet und außen die Fuge 6 bildet. Durch Auseinanderziehen der beiden
durch den Schlitz 5 bzw. 6 getrennten Ringteile der Scheibe 1 bzw. des Randes 2
ist es möglich, einen Stab 7 in das Loch 3 der Scheibe 1 durch
eine radiale Bewegung des Abstandhalters in Richtung des Schlitzes 5 einzuführen.
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In F i g. 2 ist eine so auf eine Bewehrungsmatte 9 aufgesetzte Scheibe
1 gezeigt. Die Scheibe 1 sitzt nun mit mehr oder weniger Spiel (je nach Stabdurchmesser)
an einem Stab 7 der Matte 9 und kann von dieser auch bei einer Schüttelbewegung
nicht mehr abfallen, da durch die Elastizität des Materials (Kunststoff) der Schlitz
5 nach der Montage der Scheibe 1 an dem Stab 7 wieder beinahe geschlossen wird.
Die Matte 9 kann nun auf die Schalung 10 gelegt werden. Die auf die Stäbe 7 aufgebrachten
Scheiben 1 halten den gewünschten Abstand 8 aufrecht. Aus F i g. 3 ist ersichtlich,
wozu der breite zylindrische Rand oder Ring 2 bzw. der Innenring 4 dient. Sowohl
durch die schräg stehende Scheibe 1 in der Lage 11/12 als auch durch die senkrecht
zur Schalungsebene in der Lage 13/14 stehende Scheibe wird infolge des breiten Ringes
2 der vorgeschriebene Abstand zwischen Schalung und Bewehrung gewährleistet.
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F i g. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Abstandhalters nach der
Erfindung, bei dem der äußere Rand 15 um den Umfang der Scheibe
1 mit hochgezogenen Kanten 16 ausgeführt ist. Dadurch wird erreicht, daß
sich zwischen Abstandhalter und Schalung 10 nur punktförmige Berührungsstellen bilden.