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DE1277835B - Verfahren zur Herstellung von Glyoxylsaeure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Glyoxylsaeure

Info

Publication number
DE1277835B
DE1277835B DER44178A DER0044178A DE1277835B DE 1277835 B DE1277835 B DE 1277835B DE R44178 A DER44178 A DE R44178A DE R0044178 A DER0044178 A DE R0044178A DE 1277835 B DE1277835 B DE 1277835B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ethylene
nitric acid
oxidation
acid
concentration
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER44178A
Other languages
English (en)
Inventor
Jacques Boichard
Bernard Pierre Brossard
Michel Louis Marie Joseph Gay
Raymond Marc Clement Janin
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rhone Poulenc SA
Original Assignee
Rhone Poulenc SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rhone Poulenc SA filed Critical Rhone Poulenc SA
Publication of DE1277835B publication Critical patent/DE1277835B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/16Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation
    • C07C51/27Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with oxides of nitrogen or nitrogen-containing mineral acids
    • C07C51/275Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with oxides of nitrogen or nitrogen-containing mineral acids of hydrocarbyl groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
Deutsche Kl.:
Nummer: Aktenzeichen: Anmeldetag: Auslegetag:
C07c
BOIj
12 ο-7/03
12 g-11/82
P 12 77 835.7-42 (R 44178)
22. September 1966
19. September 1968
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Glyoxylsäure durch Oxydation von Äthylen mit Salpetersäure.
Die verschiedenen Oxydationsstufen des Äthylens sind nacheinander Glyoxal, Glyoxylsäure und Oxalsäure.
Aus der deutschen Auslegeschrift 1166173 ist bereits ein Verfahren zur Herstellung von Glyoxal durch Oxydation von Äthylen mit Salpetersäure in Gegenwart von Palladium oder seiner Verbindungen bekannt. Gemäß diesem Verfahren werden die besten Ergebnisse erhalten, wenn als Oxydationsmittel Salpetersäure in einer Konzentration von 2 bis 20% verwendet wird.
Aus der deutschen Patentschrift 932 369, der deutschen Auslegeschrift 1002 309 und der französischen Patentschrift 1326 605 sind bereits verschiedene Verfahren zur Oxydation von Glyoxal zu Glyoxylsäure mit Salpetersäure bekannt. In allen diesen Verfahren werden die besten Ergebnisse erhalten, wenn die Salpetersäure in einer Konzentration von mehr als 25% vorliegt. Es war daher nicht vorauszusehen, daß sich Bedingungen zur Herstellung der Glyoxylsäure durch Äthylenoxydation finden lassen würden.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Glyoxylsäure durch Oxydation von Äthylen mit Salpetersäure, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man die Oxydation in Gegenwart eines Palladiumsalzes bei 10 bis 80° C durchführt und während der Oxydation eine Konzentration an Salpetersäure im Reaktionsmedium zwischen 10 und 16% aufrechterhält.
Die Reaktionstemperatur kann je nach der Konzentration an Salpetersäure in dem Reaktionsmedium im angegebenen Bereich variieren. Man arbeitet vorzugsweise bei Temperaturen von 30 bis 60° C.
Der Oxydationsgrad des Palladiums und das Anion des Salzes haben keinen Einfluß auf den Ablauf der Reaktion.
So kann man Salze, wie beispielsweise Palladiumchlorid, -sulfat, -nitrat, -phosphat oder -oxalat, oder Substanzen, wie beispielsweise metallisches Palladium oder hydratisiertes Palladiumoxyd, die unter den Reaktionsbedingungen Palladiumnitrat ergeben, verwenden.
Die Menge an Palladiumsalz im Reaktionsmedium sollte zumindest 0,0001 Gewichtsprozent, berechnet metallisches Palladium, betragen.
Die Salpetersäurekonzentration im Reaktionsmedium kann durch Zufuhr frischer Salpetersäure, gegebenenfalls unter gleichzeitiger Rückführung der
Verfahren zur Herstellung von Glyoxylsäure
Anmelder:
Rhöne-Poulenc S. A., Paris
Vertreter:
Dr. F. Zumstein,
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. E. Assmann,
Dipl.-Chem. Dr. R. Koenigsberger
und Dipl.-Phys. R. Holzbauer, Patentanwälte,
8000 München 2, Bräuhausstr. 4
Als Erfinder benannt:
Jacques Boichard,
Bernard Pierre Brossard,
Michel Louis Marie Joseph Gay,
Raymond Marc Clement Janin,
Lyon (Frankreich)
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 22. September 1965 (32 310),
vom 11. Mai 1966 (61181)
Salpetersäure, die man durch Oxydation der während der Reaktion gebildeten nitrosen Dämpfe und Behandlung mit Wasser erhält, im angegebenen Bereich aufrechterhalten werden.
Vorzugsweise arbeitet man in Gegenwart von bis 5 Gewichtsprozent Stickstoffdioxyd, bezogen auf das Gewicht der Salpetersäurelösung als Initiator, und erleichtert dadurch den Beginn der Oxydation.
Das verwendete Äthylen kann gesättigte Kohlen-Wasserstoffe, wie beispielsweise Äthan, enthalten, ohne daß hierdurch eine Störung der Reaktion eintritt. Es kann unter normalen atmosphärischem Druck oder unter einem Überdruck gearbeitet werden. Die Reaktionsgeschwindigkeit des Äthylens steigt mit dessen Druckerhöhung. Man kann in einem sehr breiten Druckintervall, beispielsweise bis zu 100 bar, arbeiten.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens arbeitet man praktisch in der folgenden Weise: Man bringt in ein Reaktionsgefäß die Salpetersäure der geeigneten Konzentration, den Katalysator und gegebenenfalls Stickstoffdioxyd ein, bringt dann
809 617/579

Claims (1)

  1. 3 4
    den Inhalt des Reaktionsgefäßes auf die für die Man läßt die Reaktionsmasse 20 Stunden bei Reaktionstemperatur und leitet fortschreitend in die 40° C stehen, um die vollständige Oxydation des abSalpetersäure einen Strom von feinzerteiltem Äthylen sorbierten Äthylens zu gewährleisten. Die Salpeterin einer Menge ein, die für eine bestimmte Konzen- Säurekonzentration ändert sich im Verlauf dieser tration an eingesetzter Salpetersäure von der Reak- 5 Phase praktisch nicht. Das Gewicht der Reaktionstionsgeschwindigkeit abhängt. Gleichzeitig führt man masse beträgt am Ende des Versuchs 900,3 g. Salpetersäure zu, um die Salpetersäurekonzentration Das erhaltene Gemisch wird auf 20° C abgekühlt, aufrechtzuerhalten. und die Glyoxylsäure wird in einer Versuchsprobe
    Nach beendeter Äthylenzufuhr läßt man die Reak- durch Neutralisation und Alkalischmachen mit tion fortschreiten, um die Oxydation des durch das io Natronlauge, anschließende Oxydation der Glyoxyl-
    Medium zurückgehaltenen Äthylens zu bewirken. säure zu Oxalsäure durch einen bekannten Überschuß
    Dieser Arbeitsgang erfolgt im allgemeinen bei der an Jod und Bestimmung des überschüssigen Jods
    gleichen Temperatur wie der vorhergehende. Seine nach üblichen Methoden bestimmt.
    Dauer hängt von der Temperatur ab. Man stellt fest, daß sich 24 g Glyoxylsäure
    Das im Verlauf der Oxydation nicht umgewandelte 15 (0,324 Mol) gebildet haben, was einer Ausbeute von Äthylen kann in einen weiteren Oxydationsarbeits- 43,8%, bezogen auf umgewandeltes Äthylen, entgang zurückgeführt werden. Der Katalysator wird spricht. Man stellt außerdem das Vorhandensein aus den Mutterlaugen nach bekannten Arbeitsweisen kleiner Mengen an Oxalsäure fest, wiedergewonnen undkann für weitere Arbeitsgänge . · ι 9 wiederverwendet werden. ao .Beispiel/
    Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ver- In einen Autoklav mit einem Fassungsvermögen
    wendeten Reaktionskomponenten und angewendeten von 1000 ecm, der mit einer Schüttelvorrichtung und
    Arbeitsbedingungen eignen sich besonders gut für einem Sieb zur Einführung der Reaktionskomponen-
    einen kontinuierlichen Betrieb. ten ausgestattet ist, bringt man 392,6 g wäßrige SaI-
    Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung. 25 petersäurelösung mit einem Gehalt von 16% HNO3 - . -I1 UQd 6 g einer wäßrigen Palladiumchloridlösung mit Beispiel 1 einem Gehalt von 10 Gewichtsprozent Palladium-Die verwendete Apparatur besteht aus einem zylin- metall ein.
    drischen Reaktionsgefäß aus Glas mit einer Höhe Man verschließt den Autoklav und führt Äthylen von 300 trim, einem Durchmesser von 60 τητη und 30 bis zu einem relativen Druck von 20 bar ein, was
    einem Nutzvolumen~von 1000 ecm, dessen Boden 16,3 g (0,558 Mol) entspricht. Dann setzt man die
    aus einer Platte aus Frittenglas Nr. 2 (Porosität 40 Schüttelvorrichtung in Gang und erhitzt auf 40 bis
    bis 90 μ) besteht. Dieses Reaktionsgefäß ist außer- 45° C. Der Druck steigt auf etwa 21 bar (relativ),
    dem mit einer Gaszuführung durch den porösen Man hält diesen Druck und die Konzentration an
    Boden und einem Aufsatz ausgestattet, der aus einem 35 HNO3 durch periodische Zufuhr an Äthylen und
    Schliffstopfen besteht, der ein Thermometer, einen Salpetersäure aufrecht. Nach zweistündigem Betrieb
    Tropftrichter und ein Gasabzugsrohr trägt, das mit unter diesen Bedingungen hat man so 112,7 g
    Vorrichtung zur Wiedergewinnung und Analyse der 95%ige HNO3 und 29,6 g C2H4 zugeführt.
    Gase über einen geraden Kühler und einen Serpen- Der Autoklav wird dann entspannt und das über-
    tinenkühler verbunden ist, die in Reihe angeordnet 40 schüssige Äthylen wird in üblicher Weise bestimmt,
    und mit Eiswasser gespeist sind. Es sind 0,975 Mol verbraucht.
    Man bringt in das Reaktionsgefäß 821,5 g einer Man zieht aus dem Autoklav 485 g flüssiges Prowäßrigen Lösung mit einem Gehalt von 110 g HNO3 dukt mit einem Gehalt an HNO3 von 13,8 % ab, das und 10 g NO2 ein. Man setzt 1 g metallisches Palla- man anschließend unter atmosphärischem Druck dium in Form von PdCl2 zu. Die Konzentration an 45 25 Stunden bei 40° C erhitzt. HNO3 in der Lösung beträgt 13,4%. Man bringt die Die Bestimmung des so erhaltenen Gemisches Temperatur der Salpetersäurelösung auf 400C und zeigt, daß die Salpetersäurekonzentration auf 11,5% leitet dann einen Äthylenstrom in einer Menge von abgefallen ist und sich Glyoxylsäure in einer Aus-1,91 l/h (bei Normaldruck und Normaltemperatur) beute von 39 %, bezogen auf verbrauchtes Äthylen, ein. Die Salpetersäurekonzentration wird durch von 5o gebildet hat. Neben Glyoxylsäure stellt man das Zeit zu Zeit erfolgende Zugabe von 95%iger SaI- Vorhandensein einer kleinen Menge Oxalsäure fest, petersäure durch den Tropftrichter in der Nähe des Das Medium ist frei von Glyoxal, ursprünglichen Werts gehalten.
    Das nicht umgewandelte Äthylen wird in den Ab- Patentansprüche: gasen mit Hilfe einer Apparatur nach Ors at durch 55
    Absorption mit Sulfovanadinreagenz nach Entfernung 1. Verfahren zur Herstellung von Glyoxylsäure
    der nitrosen Dämpfe (durch Oxydation und Behänd- durch Oxydation von Äthylen mit Salpetersäure,
    lung mit Wasser) und des Kohlendioxydgases (durch dadurch gekennzeichnet, daß man die
    Einleiten in Kaliumhydroxyd) bestimmt. Oxydation in Gegenwart eines Palladiumsalzes
    Die Einführung von Äthylen wird 261A Stunden 60 bei 10 bis 80° C durchführt und während der fortgesetzt. Es werden so insgesamt 50,41 (2,25 Mol) Oxydation eine Konzentration an Salpetersäure Äthylen eingeführt, von denen 33,81 sich in den im Reaktionsmedium zwischen 10 und 16% aufAbgasen wiederfinden, was einem Umwandhmgs- rechterhält.
    grad von 32,9% entspricht. Die zur Aufrechterhai- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge-
    tung der Salpetersäurekonzentration zugesetzte Menge 65 kennzeichnet, daß man während der Oxydation
    an 95%iger Salpetersäure erhöht sich auf 77 g. Nach eine Salpetersäurekonzentration im Reaktions-
    beendeter Zufuhr des Äthylens beträgt die Salpeter- medium zwischen 12,5 und 14,5% aufrecht-
    säurekonzentration 12,4%. erhält.
    5 6
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch prozent Stickstoffdioxyd, bezogen auf das Gegekennzeichnet, daß man die Oxydation in wicht der Salpetersäurelösung, durchführt. Gegenwart von mindestens 0,0001 Gewichtspro-
    zent eines Palladiumsalzes, berechnet auf metal- In Betracht gezogene Druckschriften:
    lisches Palladium, durchführt. 5 Deutsche Patentschrift Nr. 932 369;
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 deutsche Auslegeschriften Nr. 1166173, bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die 1002309;
    Oxydation in Gegenwart von 1 bis 5 Gewichts- französische Patentschrift Nr. 1326 605.
    809 617/579 9.68 © Bundesdruckerei Berlin
DER44178A 1965-09-22 1966-09-22 Verfahren zur Herstellung von Glyoxylsaeure Pending DE1277835B (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR32310A FR1457618A (fr) 1965-09-22 1965-09-22 Procédé de préparation d'acide glyoxylique
FR61181A FR89997E (fr) 1965-09-22 1966-05-11 Procédé de préparation d'acide glyoxylique

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Publication Number Publication Date
DE1277835B true DE1277835B (de) 1968-09-19

Family

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BE (1) BE687202A (de)
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FR (2) FR1457618A (de)
GB (1) GB1103014A (de)
NL (1) NL6612983A (de)

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE932369C (de) * 1952-10-05 1955-08-29 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von waessrigen Glyoxylsaeureloesungen aus Glyoxal oder seinen Polymerisationsprodukten
DE1002309B (de) * 1953-11-05 1957-02-14 Huels Chemische Werke Ag Verfahren zur Herstellung von Glyoxylsaeure
FR1326605A (fr) * 1962-03-31 1963-05-10 Nobel Bozel Procédé de préparation d'un acide glyoxylique stable et pur
DE1166173B (de) * 1962-07-18 1964-03-26 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von Glyoxal

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FR89997E (fr) 1967-09-22
GB1103014A (en) 1968-02-14
BE687202A (de) 1967-03-21
US3607924A (en) 1971-09-21
JPS4927169B1 (de) 1974-07-16
NL6612983A (de) 1967-03-23
FR1457618A (fr) 1966-01-24

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