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Sammelförderer Die Erfindung betrifft einen Sammelförderer mit einer
das zu fördernde Stückgut tragenden Förderbahn und einem dauernd umlaufenden endlosen
Antriebsmittel, das auf beweglichen Tragrollen gelagert ist und mit diesen abschnittsweise
in zwei Stellungen verbringbar ist, wobei in der ersten Stellung ein Antrieb des
Fördergutes in dem zugehörigen Abschnitt erfolgt und in der zweiten Stellung der
Antrieb des Fördergutes unterbrochen ist, und mit in der Förderbahn angeordneten,
vom Fördergut betätigbaren Tastgliedern, die Betätigungsvorrichtungen zum Verschieben
der Tragrollen des Antriebsmittels jeweils in dem Abschnitt steuern, der hinter
dem zugehörigen Tastglied liegt.
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Bei bekannten Sammelförderern dieser Art (britische Patentschrift
873 033 und USA.-Patentschrift 3012652) bewegen die Tastglieder direkt die Betätigungsvorrichtungen
zum Verschieben der Tragrollen des Antriebsbandes. Das Gewicht der Gegenstände dient
hierbei als Energiequelle zur Auslösung der Zwangsbewegung des Antriebsbandes. Dies
hat jedoch den Nachteil, daß ein Gegensatz zwischen den Zweckbestimmungen der Taster
und den das Antriebsband aufnehmenden Betätigungsvorrichtungen besteht. Haben die
Gegenstände etwa gleichförmige Abmessungen und gleiches Gewicht, so entsteht diese
Schwierigkeit nicht. Sind sie jedoch weitgehend unterschiedlicher Abmessung und
verschiedenen Gewichtes, muß die zur Abstützung des Antriebsbandes in seiner die
Gegenstände antreibenden Stellung benötigte Kraft so bemessen sein, daß die Bewegung
der schwersten geförderten Gegenstände sichergestellt ist.
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Da die Tastglieder das Antriebsband aus dieser Stellung mechanisch
verschieben müssen, muß diese Energie völlig durch das Gewicht der die Tastglieder
betätigenden Gegenstände aufgebracht werden. Dies hat zur Folge, daß bei kleinen
oder leichten Gegenständen diese Energie größer sein kann als die, welche die Gegenstände
zu liefern vermögen, so daß leichtere Gegenstände auf den Tastgliedern hängenbleiben.
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Das Abtasten der Gegenstände kann aber auch durch eine andere, ein
Signal erzeugende Vorrichtung, beispielsweise durch die Unterbrechung eines Lichtstrahles
oder das Ausrücken eines elektrischen Schalters erfolgen. Hier wird eine Hilfsvorrichtung,
beispielsweise ein Motor, ein Luftzylinder oder ein Elektromagnet vorgesehen, um
die Bewegung des Antriebselements zu erzeugen. Diese Hilfsvorrichtungen sind teuere
Einheiten und erfordern zusätzliche Energie, beispielsweise elektrische Energie
oder eine Druckluftleitung.
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Zur Betätigung von Abwurfeinrichtungen ist es
bereits bekannt (französische
Patentschrift 1 264 667 und österreichische Patentschrift 203 955), die Antriebsenergie
des Förderers zum Antrieb zu verwenden. Hierbei werden die geförderten Gegenstände
in seitlicher Richtung vom Förderband durch einen schwenkbaren Abstreifarm abgeschoben.
Die Abnahme der Energie erfolgt entweder mit einem in eine Kette des Förderers eingreifenden
Zahnrad und eine elektromagnetisch betätigbare Schaltkupplung oder über ein ein
gewisses Stück vom Förderer mitnehmbares Element.
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Es ist auch bereits bekannt (USA.-Patentschrift 2964163), bei der
Benutzung der Energie des Antriebselements zur Betätigung einer Abwurfvorrichtung
die Leistungsübertragung von dem antreibenden Element auf die Abwurfvorrichtung
dadurch zu unterbrechen, daß ein kontinuierlich mit dem antreibenden Element erfaßtes
und durch dieses gedrehtes Rad in Kombination mit einer elektromagnetisch betätigbaren
Eintourenkupplung verwendet wird. Die Eintourenkupplung verbindet hierbei die Antriebswelle
der Abschiebevorrichtung bei Betätigung eines Schalters durch das Fördergut für
eine Umdrehung mit dem Antriebselement der Fördervorrichtung, wobei das Fördergut
von dem Förderband abgeschoben wird. Hierdurch wird aber das Problem bei Sammelförderern
nicht
gelöst. Die bekannten Einrichtungen zeigen nicht, wie man die Energie des Antriebsmittels
zur Verschiebung seiner Lage ausnutzen kann und so lange wie nötig das Antriebsmittel
in der verschobenen Lage halten kann, in der auf die geförderten Gegenstände keine
Förderenergie aufgebracht wird.
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Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung eines Sammelförderers,
bei welchem die Vorrichtung, welche den Vorschub der geförderten Gegenstände unterbricht,
zu ihrer Betätigung die Energie des Antriebsmittels selbst benutzt. Die Verschiebung
des Antriebsmittels zwischen der antreibenden und nicht antreibenden Stellung soll
von den geförderten Gegenständen selbst ausgelöst und durch eine Kupplung gesteuert
werden, ohne von diesen eine wesentliche kinetische Energie zu verlangen, so daß
das Funktionieren der Sammelvorrichtung nicht von der Masse oder Größe der Gegenstände
abhängig ist.
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Diese Aufgabe wird bei einem Sammelförderer der eingangs genannten
Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jedes Tastglied eine Einrückvorrichtung
für eine Kupplung betätigt, die zwischen einer vom dauemd umlaufenden Antriebsmittel
gedrehten Antriebsrolle und der Betätigungsvorrichtung zum Verschieben der Tragrollen
des Antriebsmittels angeordnet ist, und daß die Betätigungsvorrichtung einen drehbaren
Nocken aufweist, der einen mit der schwenkbar gelagerten Tragrolle verbundenen Hebel
gegen die Kraft einer Feder verschwenkt.
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Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Sammelförderers
ist dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung eine axial wirkende Klemmkupplung ist,
die von der Einrückvorrichtung jeweils für eine halbe Umdrehung des Nockens einrückbar
ist.
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Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die Kupplung
einen Steuerring zwischen einer Antriebsscheibe und einer Abtriebsscheibe auf, wobei
die Abtriebsscheibe eine Ausnehmung mit abnehmender Tiefe zum Eingriff eines in
einer Öffnung des Steuerringes geführten Kupplungselements aufweist, und der Steuerring
mit mindestens einem Anschlag versehen ist. Vorteilhafterweise ist das Kupplungselement
eine Kugel.
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Es sind bereits Klemmkupplungen bekannt (deutsche Patentschrift 911
563), welche eine Antriebswelle so mit einer laufenden Welle kuppeln, daß sie nach
einer Umdrehung wieder stillgesetzt wird (Eintourenkupplungen). Die bekannte Kupplung
wirkt radial. Als Kupplungselemente dienen Kugeln, die in einem Käfig sitzen, der
mit einem Anschlag versehen ist. Der Anschlag wirkt mit einem steuerbaren Gegenanschlag
zusammen. Nach Lösen des Gegenanschlag! kann der Kugelkäfig und damit auch die Abtriebswelle
eine Umdrehung ausführen. Für einen Sammelförderer ist diese Kupplung nicht ohne
weiteres verwendbar, da hier die Abtriebswelle sowohl beim Betätigen des Tastgliedes
und damit der Einrückvorrichtung als auch beim Loslassen des Tastgliedes eine halbe
Umdrehung ausführen muß.
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Um diese Wirkung zu erzielen, wird in weiterer Ausbildung der Erfindung
die Einrückvorrichtung durch eine federbelastete schwenkbare Platte mit zwei den
Steuerring der Kupplung umgreifenden Anschlagnasen und einer vom Tastglied betätigbaren
Anschlußstange gebildet.
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Die Erfindung wird in der nachfolgenden Beschreibung an Hand der
Zeichnungen erläutert; es zeigt
F i g. 1 eine Teilaufsicht auf einen Förderer nach
der Erfindung, F i g. 2 eine teilweise Schnittansicht längs der Linie 11-lider Fig.
1, F i g. 3 eine Schnittansicht längs der Ebene E-III der Fig. 1, F i g. 4 eine
teilweise Schnittansicht längs der Ebene IV-IV der F i g. 3, F i g. 5 eine der F
i g. 4 entsprechende Ansicht mit dem Unterschied, daß die das Antriebselement aufnehmende
Einheit in abgezogener oder abgesenkter Stellung gezeichnet ist, Fig. 6 eine perspektivische
Teilansicht des Antriebs und der Kupplung der in den F i g. 4 und 5 dargestellten
Einheiten, Fig. 7 eine etwas schematische Aufsicht einer Anwendung der Erfindung
auf einen Rollenförderer, F i g. 8 eine schematische Schnittansicht längs der Linie
XIII-XIII der F i g. 7, Fig. 9 eine vergrößerte perspektivische auseinandergezogene
Ansicht einer Kupplung, wie sie gemäß der Erfindung verwendet wird, Fig. 10 eine
vergrößerte Ansicht der in ausgerückter Stellung dargestellten Kupplung, F i g.
11 eine vergrößerte Ansicht der in die Kuppelstellung eingerückten Kupplung, F i
g. 12 eine Schnittansicht längs der Linie XVII-XVII der F i g. 10.
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F i g. 13 eine Schnittansicht der Kupplung in der Ebene der Stirnseite
der angetriebenen Platte.
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Gemäß den Zeichnungen und insbesondere nach den F i g. 1 und 2 weist
der dargestellte und in an sich bekannter Weise ausgebildete Förderer 1 Seitenschienen
oder durch Achsen 3 miteinander verbundene Gerüstteile 2 auf. Auf den Achsen sind
in zweckentsprechenden Abständen die Gegenstände tragende Räder 4 drehbar gelagert.
Die Räder 4 bilden eine Gegenstände aufnehmende und fördernde Fläche.
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Parallel zu den Gerüstteilen 2 und nach innen von diesen versetzt,
befinden sich zwei parallele Verstärkungsbügel 5. In der Mitte des Förderers ist
als angetriebenes Antriebsmittel ein Riemen 6 angeordnet. Ein abgebrochener Teil
des Obertrums 7 dieses Riemens ist auf der rechten Seite der F i g. 1 und 2 dargestellt,
und ein abgebrochener Teil des unteren oder Rücklauftrums 7 a ist auf der linken
Seite der F i g. 1 und 2 gezeichnet. Der Riemen läuft über nicht dargestellte Umlenkscheiben
an jedem Ende seines Trums und wird durch eine an sich bekannte Antriebsanlage angetrieben.
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In Abständen längs des Förderers ist das Obertrum 7 des Antriebselements
auf Tragrollen 10 abgestützt. Die Tragrollen 10 sitzen auf Aufhängungen 11, welche
ihrerseits auf den Achsen 3 schwenkbar angebracht sind (F i g. 1, 2, 4 und 5). Diese
Aufhängungen werden von einer Feder 12 in ihre angehobene Stellung gedrückt. Die
Aufwärtsbewegung der Aufhängungen unter dem Druck der Feder 12 begrenzt die Berührung
des Endes der Aufhängungen mit der benachbarten Achse 3 (F i g. 4). Die Aufhängungen
11 können arbeitsmäßig voneinander unabhängig oder zur gleichzeitigen Betätigung
mit geeigneten mechanischen Lenkern zusammengeschlossen sein.
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An den Achsen 3 hängen in gleichen Abständen längs des Förderers
Betätigungsvorrichtungen 15, von denen jede eine Rahmenanordnung 20 aufweist. Das
untere Ende jeder Rahmenanordnung trägt eine
Achse 21, welche drehbar
eine Riementragscheibe 22 aufnimmt. Die Achse 21 ist in senkrechten Langlöchern
im Rahmen gelagert, so daß sie sich senkrecht verschieben kann. Die Welle 21 wird
in ihre obere Stellung durch eine Feder 23 an jedem ihrer Enden gedrückt. Die Riementragscheiben
22 liegen unterhalb des Rücklauftrums 7 a des Riemens und stützen dasselbe ab. Sie
pressen das Rücklauftrum des Antriebsriemens nach oben gegen das Treibrad 24, das
seinerseits drehbar auf der Achse 25 angebracht ist. Die Achse 25 ist in der Rahmenanordnung
20 drehbar gelagert. Gemäß der dargestellten Ausführungsform weist der Antriebsriemen
eine mittlere Rippe auf, welche in einer mittleren Umfangskerbe 24 a des Treibrades
24 läuft.
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Wie im einzelnen in F i g. 6 dargestellt, befindet sich neben dem
Rad eine Kupplung 30 mit einer an der Welle 25 befestigten Abtriebsscheibe 31, die
bei ihrer Drehung die Drehung der Welle bewirkt. Am Rad ist eine Antriebsscheibe
32 angeordnet. Zwischen der Antriebsscheibe 32 und der Abtriebsscheibe 31 befindet
sich ein Steuerring 33, welcher, wie nachfolgend noch näher erläutert wird, die
Kupplung 30 ein- oder auskuppelt. Außerdem ist auf der Welle ein Nocken 34 mit einem
radial vorragenden Finger 35 angebracht. Der Nocken 34 dreht sich mit der Welle
25, wenn die Welle von der Kupplung in Drehung versetzt wird. Der Nocken dient zur
Bewegungsübersetzung.
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An der Rahmenanordnung 20 ist ferner eine Stange 36 befestigt. Auf
der Stange 36 sitzt eine verschwenkbare Platte 37. Ein Ende der Platte 37 ist gegabelt
und weist zwei Anschlagnasen 38 und 38 a auf. Die Anschlagnasen 38 und 38 a fluchten
in der Senkrechten und sind so angebracht, daß sie den radial vorstehenden Anschlag
39 auf dem Steuerring 33 für die Kupplung erfassen können. Die verschwenkbar auf
der Stange 36 angebrachte Platte 37 kann die Anschlagnasen 38 und 38 a senkrecht
verschieben.
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Die Anschlagnasen 38 und 38a weisen solchen Abstand auf, daß, falls
eine von ihnen in eine Stellung verbracht wird, in der sie dem Anschlag 39 anliegt,
die andere hinreichenden Abstand vom Steuerring 33 hält, so daß der Anschlag 39
an der anderen Anschlagnase vorbeiläuft. Wird die Platte 37 senkrecht verschwenkt,
so bewegen sich deshalb abwechselnd die Anschlagnasen 38 und 38 a in die Stellung,
in der sie dem Anschlag 39 anliegen.
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Unterhalb der Stange 36 weist die Platte 37 einen Querfiansch 40
auf. Eine Anschlußstange 41 verläuft durch den Flansch und ragt stromabwärts des
Förderers bis zu einer Tastglieder 43 abstützenden Aufhängung 42 vor. Stromabwärts
vom Flansch 40 sitzt ein Anschlag 44 auf der Anschlußstange 41, und zwischen ihm
und dem Flansch 40 der Stange ist eine Feder 45 um die Stange geführt. Auf die stromaufwärtige
Seite des Flansches 40 stützt sich eine Drehfeder 46 ab, die zwischen ihren Enden
um die Stange 36 geschlungen ist. Das andere Ende der Drehfeder 46 ist an einem
an der Rahmenanordnung 20 befestigten Zapfen 47 angebracht.
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Die Tastglieder 43 sind seitlich auswärts vom Antriebsmittel 6 im
Abstand angeordnet und werden in angehobener Stellung so gehalten, daß ihre Oberseiten
oberhalb der durch die Oberseiten der Räder 4 und der Oberseite des vorwärtigen
Trums 7 des Antriebsmittels 6 gegebenen Förderfläche stehen. Die die Tastglieder
aufnehmende Aufhängung 42 ist auf einer
der Achsen 3 verschwenkbar angebracht. Läuft
ein Gegenstand über die Tastglieder, so drückt er diese auf die Höhe der Förderfläche.
Diese Bewegung verschwenkt die Aufhängung 42 und verschiebt die Anschlußstange 41
nach rechts, wie in den F i g. 4 und 5 dargestellt. Dadurch verschiebt sich nunmehr
die Platte 37 aus der in F i g. 4 dargestellten Stellung in die in F i g. 5 gezeichnete
Lage.
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Die Feder 45 ist schwächer als die Drehfeder 46.
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Wenn die Anschlußstange 41 nach rechts verschoben wird, wird die Feder
45 zunächst teilweise zusammengepreßt und hierauf die Feder 46 überwunden, was die
Bewegung der Anschlußstange 41 zur Verschwenkung der Platte 37 nach aufwärts in
die in F i g. 5 dargestellte Stellung ermöglicht. Diese Anordnung ist möglich, weil
die Gesamtbewegung der Platte 37 sehr klein ist. Sollte die Anschlußstange 41 weiter
nach rechts verschoben werden, nachdem die Platte 37 ihren Stellweg durchlaufen
hat, so wirkt die Feder 45 als Überlastsicherung und ermöglicht dies ohne Beschädigung
der Vorrichtung.
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Die Drehfeder 46 führt die Platte 37, die Anschlußstange 41 und die
Aufhängung42 in ihre Normalstellung bei Entlastung der Tastglieder 43 automatisch
zurück. Da diese Vorrichtung relativ leicht ist, kann die Drehfeder46 vergleichsweise
schwach sein und ermöglicht es den Tastgliedern 43, bei Aufbringung sehr geringer
Belastungen niedergedrückt zu werden.
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Ferner kann, da eine nur sehr geringe Energie zur Verschiebung der
Platte 37 erforderlich ist, das Tastsystem hochgradig empfindlich eingestellt werden.
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Die Platte 37 stellt zusammen mit der zugeordneten Anlage, welche
die Verschiebungen in die Plattenstellung ermöglicht, eine Einrückvorrichtung für
die Kupplung dar.
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Die Aufhängung 11 weist einen nach unten stehenden Hebel 50 auf.
Der Hebel 50 besitzt einen mit dem Nockenfinger 35 zusammenwirkenden gekröpften
Teil 51. Wie in F i g. 4 dargestellt, verschwenkt die Feder 12 die Aufhängung 11
in ihre angehobene Stellung, wenn der Nockenfinger 35 vom Hebel 50 abgezogen ist.
Dadurch bewegt sich der Hebel 50 nach oben in die Berührungsstellung mit der rückwärtigen
oder kleinen Seite des Nockens 34. Wird jedoch der Nockenfinger 35 in eine Stellung
verdreht, in der er auf den Hebel weist, preßt er den Hebel nach außen, bis der
Nockenfinger in der Kröpfung 51 liegt (F i g. 5). Die Schwenkung des Hebels 50 nach
rechts, wie in F i g. 5 dargestellt, senkt die Aufhängung 11 und den Antriebsriemen
in eine Lage ab, in der er die Gegenstände nicht berührt. In dieser Lage wird keine
Antriebsenergie auf die auf den Rädern 4 aufliegenden Gegenstände übertragen. Gleichzeitig
können weitere Aufhängungen und die ihnen zugeordneten, den Riemen aufnehmenden
Räder durch Anschluß weiterer Aufhängungen an die abgesenkte Aufhängung 11 über
geeignete Lenker abgesenkt werden.
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Die F i g. 7 und 8 verdeutlichen die Anwendung der Erfindung auf
einen schweren Rollenförderer. In diesem Fall berührt das Obertrum 7 des Riemens
6 statt unmittelbar die Gegenstände, die Unterflächen der die Fördererfläche bildenden
Rollen 80. Das Obertrum 7 des Riemens liegt in Abständen auf verschwenkbar federnden
Aufhängungen 11 angeordneten Rädern 10. Diese Aufhängungen werden ihrerseits angehoben
und abgesenkt durch Betätigungsanordnungen 81, die den in den F i g. 4, 5 und 6
dargestellten
Vorrichtungen entsprechen. Diese werden wiederum
vom unteren oder Rücklauftrum 7 a des Antriebselements angetrieben.
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Da die Gegenstände in umgekehrter Richtung, wie durch den Pfeil in
F i g. 8 angegeben, vorgetrieben werden, sind die Tastelemente 82 auf der gegenüberliegenden
Seite der Betätigungsanordnung 81 angebracht. Dies erfordert auch die Anbringung
der Platte 37 auf der gegenüberliegenden Seite der Anordnung 81, auf der sie an
die ihr zugeordneten Tastelemente 82 angelenkt ist. Die Tastelemente sind drehbar
auf einer geeigneten Stange 84 angebracht. Wenn ein Gegenstand über den Förderer
läuft, drückt er deshalb eines der Tastelemente 82 nieder und betätigt die Kupplung
der angeschlossenen Betätigungseinrichtung 81, die das Obertrum 7 des Antriebselements
so weit abfallen läßt, daß es die Rollen 80 in dem betreffenden Bereich freigibt.
Dadurch entsteht ein Bereich ohne Antriebsenergie. Eine solche Zone ist auf der
linken Seite der F i g. 8 dargestellt. Wie in F i g. 8 angegeben, können zwei oder
mehrere, den Riemen abstützende Aufhängungen 11 zur gleichzeitigen Betätigung mittels
einer einzelnen Betätigungsanordnung 81 aneinander angelenkt sein.
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Die Fig. 9 bis 13 verdeutlichen eine besondere Ausbildung der in
den Ausführungsformen nach den F i g. 4, 5 und 6 benutzten Kupplung 30. Nach F i
g. 9 besteht zunächst die Kupplung aus einer Antriebsscheibe 32, einem Steuerring
33 und einer Abtriebsscheibe 31. Die Antriebsscheibe 32 weist einen ringförmigen,
auf einer Seite vorstehenden Kragen 92 auf.
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Der Kragen 92 besitzt im wesentlichen verminderten Durchmesser, sitzt
innen und wirkt als Lager für einen Steuerring 33. Der Steuerring 33 ist allgemein
ringförmig mit einer mittleren Öffnung93 von solchem Durchmesser, daß zwischen ihm
und dem Kragen bei Drehung der Antriebsscheibe 32, während der Steuerring festgehalten
wird, keine Verbindung besteht.
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Der Steuerring 33 weist einen radial vorstehenden Anschlag 39 auf,
wodurch seine Drehung oder Nichtdrehung steuerbar ist. Man erkennt, daß für den
Fall der Notwendigkeit zusätzlicher Steuerungszeitpunkte während jeder Drehung mehr
als ein Anschlag 39 auf dem Steuerring ausgebildet werden kann.
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Neben dem Anschlag 39 weist der Ring eine seitliche Öffnung94 auf,
welche durch den Steuerring von einer Seite zu einer anderen verläuft. In dieser
Öffnung liegt ein Kupplungselement 95, das aus einer Kugel von gehärtetem Stahl
besteht. Diese sitzt lose in der Öffnung 94. Ihr Durchmesser ist größer als die
Dicke des Steuerringes 33, und sie ragt leicht über jede Seite des Steuerringes
hinaus.
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Neben der der Antriebsscheibe 32 gegenüberliegenden Stirnseite befindet
sich eine Abtriebsscheibe 31.
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Die Abtriebsscheibe 31 weist eine zugespitzte Ausnehmung 96 an ihrer
neben dem Steuerring 33 liegenden Stirnseite auf. Die Ausnehmung 96 läuft aus ihrer
maximalen Tiefe in Antriebsrichtung auf Null ab.
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Die gleiche Stirnseite weist außerdem eine mittlere Gegenbohrung
97 (F i g. 12) zur Aufnahme der Feder 98 auf. Die Feder besitzt ein radial vorstehendes
Ende 99, das sich auf eine Endwand 100 der Ausnehmung 96 abstützt. Das andere Ende
der Feder weist eine seitlich vorstehende Öse auf, welche in die Öffnung 94 ragt
und hinter dem Kupplungselement 95 liegt.
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Die Feder preßt das Kupplungselement in die Drehrichtung der Antriebsscheibe
32. Zwischen den Enden
99 und 101 sitzt die Feder in der Gegenbohrung 97 und ist
um die Welle 102 gelegt, welche die Kupplungsanordnung zusammenhält. Die Antriebsscheibe
32 oder die Abtriebsscheibe 31 können für sich oder auch nicht auf der Welle 102
befestigt sein. Ist die Antriebsscheibe 32 auf der Welle befestigt, so wird die
Welle zur Energiequelle, und die restliche Anordnung ist auf der Welle frei drehbar.
Wird die Abtriebsscheibe 31 auf der Welle befestigt, so dreht sich die Welle lediglich
bei gekuppelter Kupplung.
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Die Antriebsscheibe 32 kann an irgendeine zweckmäßige, eine Drehbewegung
liefernde Kraftquelle angeschlossen werden, und die Abtriebsscheibe 31 läßt sich
an irgendeiner passenden Vorrichtung zur Verarbeitung der von der Kupplung aufgenommenen
Drehbewegung anschließen.
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Der Steuerring 33 liegt zwischen der treibenden und der getriebenen
Scheibe. Für ihn ist hinreichend Spiel vorgesehen, um eine Mitnahme einer der Scheiben
zu vermeiden. Deshalb ist er zwischen diesen frei drehbar, jedoch der auf ihn infolge
der Tatsache, daß er von dem dauernd umlaufenden Kragen 92 abgestützt ist, übertragenen
Reibkraft ausgesetzt.
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Die Wirkungsweise der Kupplung ist am besten aus den Fig. 9 und 11
zu ersehen. Wenn der Steuerring 33 gegen Drehung durch eine feste Vorrichtung 103,
an der der Anschlag 39 anliegt, festgehalten wird, wird das Kupplungselement 95
im weiteren Teil der Ausnehmung 96 gehalten, in welchem sein Durchmesser so groß
ist, daß es keinen Kupplungseingriff mit der geneigten Wandung der Ausnehmung herstellt.
Die Antriebsscheibe 32 dreht sich daher weiter, ohne daß eine feste Verbindung zwischen
ihr und der Abtriebsscheibe 31 besteht, und ihre Bewegung wird nicht auf das getriebene
Teil übertragen. Der leichte Reibungsschluß zwischen dem Steuerring 33 und der Antriebsscheibe
32 sucht den Steuerring mit dem getriebenen Teil zu drehen. Die Drehung wird jedoch
von der festen, dem Anschlag 39 anliegenden Anschlagfläche 103 verhindert. Der auf
die Anschlagfläche 103 ausgeübte Druck ist gering, da er lediglich die geringen,
durch diesen Reibungsschluß hervorgerufenen Kräfte zu überwinden hat.
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Wird der Anschlag 39 freigegeben, so wird durch den leichten Reibungsschluß
zwischen dem Steuerring 33 und der Antriebsscheibe 32 der Steuerring mit dem Treibteil
bewegt. Dadurch bewegt sich das Kuppelelement 95 in das enge Ende der Ausnehmung
96.
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Bei seiner Verschiebung in Richtung auf das enge Ende der Ausnehmung
verkeilt sich das Kuppelelement zwischen der Stimfläche der Antriebsscheibe 32 und
der zugespitzten Seite der Ausnehmung 96.
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In dieser Stellung kuppelt es die treibende und die getriebene Scheibe
miteinander.
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Die Kupplung arbeitet in der oben beschriebenen Weise auch ohne die
Feder 98. Wird die Feder 98 verwendet, dreht die Kraft der Feder bei Nachlassen
des Steuerringes 33 automatisch den Steuerring und das Kuppelelement nach vorn,
um die Kupplung des treibenden und getriebenen Teils herzustellen. Die Verwendung
der Feder 98 ändert prinzipiell die Wirkungsweise nicht, vermindert jedoch den Schlupf,
der sich aus der Zeit ergibt, welche die Reibkräfte allein benötigen, um den Steuerring
zur Herstellung des Kupplungseingriffes zu verschieben.
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Ist die Keilkupplung einmal hergestellt, so findet die Übertragung
von Energie von der Antriebsscheibe auf die Abtriebsscheibe nur noch über das Kuppelelement
(Kugel
95) statt. Der Steuerring 33 hängt lose zwischen den beiden Scheiben und wird vom
Kuppelelement getragen. Da der Steuerring 33 selbst nicht die Treibenergien überträgt,
kann er durch sehr geringe Kräfte zum Einrücken oder Ausrücken gebracht werden.
Er läßt sich in feststehender Lage mit einer Kraft halten, die lediglich das geringe,
bei seinem Ablauf auf die Antriebsscheibe 32 erzeugte Drehmoment übersteigt oder
bei Verwendung der Feder 98 dieser Kraft zuzüglich der Kraft der Feder entspricht.
Die Feder 98 besitzt einen niedrigen Spannungswert und vermehrt derart lediglich
geringfügig die durch die Reibung allein erzeugten Kräfte. Um die Kupplung auszurücken,
bedarf es lediglich der Anwendung einer ausreichenden Kraft, um das Moment des Steuerringes
zu überwinden und das Kupplungselement in das weite Ende der Ausnehmung 96 zu verschieben.
Hier handelt es sich wiederum um eine geringe Kraft, da das Kuppelelement auf einer
Keilfläche gehalten ist und sich bei sehr geringer Kraftanwendung verschiebt. Gleichzeitig
bildet sich, da die Einheit nach dem Keilprinzip arbeitet, eine sehr feste Kupplung,
und es lassen sich erhebliche Drehmomente mit der Kupplung übertragen. Wegen der
Einfachheit ihres Aufbaus und ihrer Wirkungsweise ist die Kupplung zuverlässig,
billig in der Herstellung und leicht zu warten.