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DE1275874B - Propeller-Kippfluegelflugzeug - Google Patents

Propeller-Kippfluegelflugzeug

Info

Publication number
DE1275874B
DE1275874B DEY343A DEY0000343A DE1275874B DE 1275874 B DE1275874 B DE 1275874B DE Y343 A DEY343 A DE Y343A DE Y0000343 A DEY0000343 A DE Y0000343A DE 1275874 B DE1275874 B DE 1275874B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wing
aircraft
propeller
shaft
blades
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEY343A
Other languages
English (en)
Inventor
Arthur Middleton Young
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEY343A priority Critical patent/DE1275874B/de
Publication of DE1275874B publication Critical patent/DE1275874B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C29/00Aircraft capable of landing or taking-off vertically, e.g. vertical take-off and landing [VTOL] aircraft
    • B64C29/0008Aircraft capable of landing or taking-off vertically, e.g. vertical take-off and landing [VTOL] aircraft having its flight directional axis horizontal when grounded
    • B64C29/0016Aircraft capable of landing or taking-off vertically, e.g. vertical take-off and landing [VTOL] aircraft having its flight directional axis horizontal when grounded the lift during taking-off being created by free or ducted propellers or by blowers
    • B64C29/0033Aircraft capable of landing or taking-off vertically, e.g. vertical take-off and landing [VTOL] aircraft having its flight directional axis horizontal when grounded the lift during taking-off being created by free or ducted propellers or by blowers the propellers being tiltable relative to the fuselage

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

  • Propeller-Kippflügelflugzeug Die Erfindung betrifft ein Propeller-Kippflügelflugzeug mit symmetrisch zur Flugzeuglängsachse an der um eine Flugzeugquerachse schwenkbaren Tragfläche fest angeordneten Rotor-Einheiten, wobei jede Rotor-Einheit einen Propeller für den Tragflächenflug und eine dazu koaxial angeordnete Hubschraube für den Hubschrauberflug aufweist.
  • Bei einem bekannten Flugzeug dieser Bauart bestehen die Tragflächen aus einem am Rumpf des Flugzeuges fest angeordneten Innenabschnitt und aus zwei an diesen Innenabschnitten schwenkbar gelagerten Außenabschnitten, die .die Rotor-Einheiten tragen. Das Verschwenken der Außenabschnitte der Tragflächen in die jeweils erforderliche Stellung für den Hubschrauberflug oder für den Tragflächenflug erfolgt bei diesem bekannten Flugzeug über besondere mechanische Einrichtungen, die auf die Schwenkachse der Außenabschnitte der Tragflächen ein Drehmoment ausüben.
  • Derartige Konstruktionen haben den Nachteil, daß ein besonderer Motor zum Verschwenken der Außenabschnitte der Tragflächen vorhanden sein muß. Das eigentliche Triebwerk für den Rotorsatz kann nur dann zum Verschwenken der Tragflächen herangezogen werden, wenn dieses innerhalb des Rumpfes angeordnet ist und die Rotoren über ein Getriebe antreibt. Üblicherweise sind jedoch bei derartigen Flugzeugen die Triebwerke an den Tragflächen angeordnet, wodurch eine Verwendung dieser Triebwerke zum Verschwenken der Tragflächen auf außerordentliche technische Schwierigkeiten stößt. In diesem Fall muß innerhalb des Flugzeugrumpfes eine besondere Antriebsmaschine montiert werden, die das Verschwenken der Tragflächen bewirkt. Die Anbringung einer zusätzlichen Antriebsmaschine im Flugzeugrumpf bringt aber den Nachteil eines zusätzlichen Gewichtes sowie auch den Nachteil einer Nutzraumverminderung innerhalb des Flugzeugrumpfes mit sich.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile auszuschalten und ein Flugzeug der eingangs genannten Gattung zu schaffen, bei dem die Verschwenkung der Tragflächen von einer Flugstellung in die andere ohne besondere mechanische Antriebsvorrichtungen durchgeführt werden kann.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Tragfläche durch mittels der zyklischen Blattwinkelstellung erreichbaren Richtungsänderung des Schubvektors der Hubschraube schwenkbar ist.
  • Dies bietet den Vorteil, daß keine Kraftmaschinen zum Verschwenken der Tragflächen erforderlich sind. Das zum Verschwenken der Tragfläche erforderliche Drehmoment wird lediglich mit Hilfe der Steuereinrichtung für die zyklische Blattwinkelstellung der Hubschraube erzeugt, welche sowieso vorhanden ist. Die Einsparung mechanischer Antriebsvorrichtungen verbilligt die Herstellung eines derartigen Flugzeuges und führt zu einer wesentlichen Gewichts- und Raumersparnis und bringt ferner Vorteile bei der Wartung und ebenfalls konstruktive Vorteile mit sich.
  • Um das Verschwenken der Tragflächen zu erleichtern, ist mit Vorteil der gemeinsame Schwerpunkt der Tragfläche und der Motorgondeln mit An-und Einbauten auf der Schwenkachse der Tragfläche angeordnet. Zur Erleichterung des konstruktiven Aufbaus fällt in vorteilhafter Weise die Schwenkachse der Tragfläche mit dem Druckmittelpunkt der Tragfläche zusammen.
  • Wenn die Hubschraube zwei Blätter aufweist, sind in vorteilhafter Weise Verriegelungseinrichtungen vorgesehen, um die Blätter derart zu verriegeln, daß die Vorderkanten der Blätter in bekannter Weise nach vorn weisen, wenn sich das Flugzeug im Reiseflug befindet. Hierdurch wird eine erhebliche Widerstandsverminderung erzielt.
  • In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt und nachfolgend erläutert. Es zeigt F i g. 1 eine perspektivische Ansicht eines Flugzeuges im Betriebszustand für den Hubschrauberflug, F i g. 2 eine Teildarstellung des Flugzeuges im Betriebszustand für den Tragflächenflug, F i g. 3 eine ausschnittsweise perspektivische Darstellung unter Wegbrechen von Teilen zur Veranschaulichung des vorderen Teiles einer der Motorgondeln zur Darstellung der erforderlichen Mechanismen für die Steuerung des Propeller- und Hubschraubensatzes, der der Motorgondel zugeordnet ist, in ihrer betrieblichen Beziehung zum gemeinsamen Antriebsmotor, F i g. 4 einen Längsschnitt durch die umlaufenden und betrieblichen Steuereinrichtungen ähnlich der Fig.3, F i g. 5 einen Schnitt entlang der Linie 5-5 nach F i g. 4, F i g. 6, 7 und 8 schematische Darstellungen aufeinanderfolgender Stellungen der Tragfläche und einer der Hubschrauben- und Propellergruppen während des Überganges des Flugzeuges vom Hubschrauberflug zum Tragflächenflug, F i g. 9 eine perspektivische schematische Darstellung der kollektiven und zyklischen Steuereinrichtungen für den Propeller und die ihm zugeordnete Hubschraube, F i g. 10 eine ausschnittsweise perspektivische Darstellung der Einzelheiten eines Verriegelungsmechanismus für eine der beiden Hubschrauben, F i g. 11 eine ausschnittsweise, teilweise weggebrochene Darstellung im Schnitt, quer zum Rumpf, zur Veranschaulichung einer Art der Steuerung der Blattwinkelverstellung der Hubschrauben und der Propeller von der Führerkabine des Flugzeuges, F i g. 12 eine schematische perspektivische Darstellung der Hubschrauben- und Propellersteuereinrichtungen in ihrer Beziehung zu der zentralen Bedienungsstelle im Pilotenraum.
  • Das Flugzeug 10 hat einen herkömmlichen Rumpf 11. Der Rumpf 11 hat ein übliches Höhenleitwerk und ein Seitenleitwerk 13.
  • Von den beiden Seiten des Rumpfes 11, symmetrisch vorspringend, ist an diesen eine Tragfläche 14 mit Tragflächen 14 a und 14 b vorgesehen. Diese Tragfläche besteht aus einer einstückigen Einheit, die um eine Achse X -X in bezug auf den Rumpf 11 schwenkbar ist. Die Tragflächen 14a und 14b sind mit üblichen Querrudern 14'a und 14'b ausgestattet. An symmetrisch angeordneten, voneinander entfernten Punkten der Tragflächen ist je eine Motorgondel 15a und 15b angeordnet. Die Motorgondeln 15a und 15b haben eine herkömmliche stromEnienförmige Ausbildung und enthalten je einen Motor (z. B. 16 a in F i g. 2) des Flugzeuges.
  • Die Propeller 17a und 17b mit mehreren verstellbaren Schraubenflügeln 52 a und 52 b und Hubschrauben 18 a und 18 b mit zwei winkelverstellbaren Schraubenflügeln 51a und 51b sind je einer Motorgondel 15 a und 15 b zugeordnet. Die Hubschraube 18 a bzw. 18b und der Propeller 17a bzw. 17b bilden zusammen eine achsgleiche Rotor-Einheit. Jede solche Einheit ist um eine gemeinsame Achse Y" -Y" bzw. Yb-Yb drehbar, so daß ein Motor in der betreffenden Motorgondel15a bzw. 15b normalerweise zum Antrieb je einer Einheit 17a, 18a bzw. 17b; 18b geeignet ist, der er zugeordnet ist. Die Propellerhauben 19 a, 19 b bzw. 20 a, 20 b drehen sich mit der zugeordneten Hubschraube bzw. dem zugeordneten Propeller in bezug auf die zugeordnete Motorgondel 15 a bzw. 15b. Zum Beispiel kann der Durchmesser des Propellers ein Drittel des Durchmessers der Hubschraube betragen und die Betriebsdrehzahl des Propellers dreimal so groß gewählt sein wie die Drehzahl der Welle der Hubschraube.
  • Die einzelnen Tragflächen 14a und 14b sind an frei drehbaren koaxialen Wellen 21a und 21b (s. auch F i g. 2) montiert, die sich seitlich von gegenüberliegenden Seiten des Rumpfes 11 nach außen erstrecken und in geeigneter Weise in je einem Lager gelagert sind, das im nicht dargestellten Rahmenwerk des Rumpfes 11 getragen ist. Die gemeinsame Achse X-X der beiden fluchtend angeordneten Wellen 21a und 21b bildet eine freie Schwenkachse für die Tragflächenkonstruktion 14 zum Schwenken derselben als eine Einheit in bezug auf den Rumpf 11. Diese Schwenkachse X-X ist in bezug auf die Tragflächen 14a, 14b derart angeordnet, daß sie mit jener Linie zusammenfällt, die die Druckmittelpunktslinie der Flügelkonstruktion als Ganzes (Tragflächen, Motorgondeln, Hubschrauben und Propeller) darstellt. Der Schwerpunkt der aus Tragflächen, Motorgondeln, Motoren, Propellern und Hubschrauben bestehenden Konstruktion als Ganzes soll ebenfalls nahe an der Schwenkachse liegen. Die erste dieser Bedingungen ist deshalb gestellt, damit verhindert wird, daß ein auf dieTragflächen wirkender Auftrieb eine Drehbewegung der Tragflächenkonstruktion um ihre freie Schwenkachse X-X hervorruft. Die zweite Bedingung vermindert die erforderliche Steuerkraft zum Ausrichten der Tragflächenkonstruktion als Ganzes in bezug auf den Flugzeugrumpf 11.
  • Es sind mit Absicht außer den Hubschrauben 18 a und 18 b und den Querrudern 14'a und 14'b keine anderen krafterzeugenden Einrichtungen zum Schwenken der Tragflächenkonstruktion als Ganzes in bezug auf den Rumpf 11 um die Schwenkachse X -X vorgesehen. Versuche haben gezeigt, daß eine in bekannter Weise erfolgende Steuerung der Blattwinkelverstellung der Hubschraubenflügel mittels einer Taumelscheibe dazu vollständig ausreicht .und außerdem den Vorteil hat, daß sie auf den Rumpf 11 kein Reaktionsdrehmoment erzeugt, der, da er frei drehbar ist, ohne zusätzliche konstruktive Ausrüstung Drehmomenten keinen Widerstand entgegenzusetzen vermag.
  • Da die beiden Motorgondeln 15a und 15b von gleicher Konstruktion sind und die gleichen Bestandteile haben, ist nur die eine Gondel 15a im einzelnen in F i g. 3, 4 und 5 dargestellt und im folgenden beschrieben.
  • In der Motorgondel 15 a (F i g. 2, 3 und 4) befindet sich ein Motor 16a. Dieser Motor ist in solcher Lage in der Motorgondel angeordnet und getragen, daß die Bedingungen hinsichtlich des Schwerpunktes der Tragflächenkonstruktion als Ganzes, wie sie oben beschrieben wurden, erfüllt sind. Dieser Motor hat eine nach vorn vorspringende Antriebswelle 23 a.
  • Am nicht dargestellten Rahmenwerk der Motorgondel 15a ist ein Stutzen 25a vor dem Motor 16a starr befestigt und liegt mit der Antriebswelle 23 a axial fluchtend. Dieser Stutzen ist z. B. mittels Konsolen oder eines an dem Rahmenwerk befestigten Spants 26a getragen. Durch diesen Stutzen 25a hindurch erstreckt sich eine Hohlwelle 27a und ist darin frei drehbar. Die Welle 27a ist in Kugellagern 28a gelagert und endet an der Innenseite in einem Armkreuz 29a, das die Planetenräder 30a trägt. Diese Planetenräder 30a stehen beide mit einem äußeren Zentralrad 31a und einem stirnverzahnten inneren Zentralrad 32a im Eingriff. Das äußere Zentralrad 31a ist in einer geeigneten Konsole 33a untergebracht und befestigt. Das innere Zentralrad 32a ist in einem Lager 34a an einer axial gerichteten Welle 35a gelagert, die an beiden Enden der drehbaren Hohlwelle 27a über diese hinaus vorspringt. Ein oberes Lager 36a hält die Wellen 27a und 35a im Abstand voneinander. Das innere Zentralrad 32a ist über eine herkömmliche Freilaufeinrichtung 37a mit einer Bremstrommel 38a verbunden, die von einem Bremsband 39a umgeben ist.
  • Das innere Ende der Welle 35 a trägt ein daran befestigtes Armkreuz 40 a. Dieses Armkreuz trägt Planetenzahnräder 41a, die einerseits mit einem äußeren Zentralrad 42 a an der Trommel 38 a und andererseits mit einem inneren Zentralrad 43a im Eingriff stehen. Das innere Zentralrad 43a ist mit der Motorantriebswelle 23 a gemeinsam drehbar befestigt. Eine zweite Bremstrommel44a ist an dem zweiten Armkreuz 40a befestigt. Ein Bremsband 45a umgibt die Trommel 44a. Die beiden Bremsbänder 39a und 45a sind in herkömmlicher Weise von der Führerkabine aus drehbar. Die einzelnen Bremsband- und Trommelsätze wirken als Kupplungen und können durch andere Kupplungsarten ersetzt werden.
  • Bei Betriebsbeginn wird der Motor bei nicht angezogenen Bremsbändern angelassen. Dann wird das Bremsband 45a straffgezogen. Die Drehung der Motorwelle 23a unter dem Einfluß des Motordrehmomentes versetzt das äußere Zentralrad 42a und das innere Zentralrad 32a über die Freilaufeinrichtung 37a in Drehung. Da jedoch das äußere Zentralrad 31a fest ist, versetzen die Planetenräder 30a das Armkreuz 29a und folglich auch die Welle 27a in Drehung. Die Hubschraube 18a dreht sich dann mit der Welle 27a.
  • Um den Propeller 17a für den Tragflächenflug in Drehung zu versetzen, muß die Welle 35a angetrieben werden. Dies wird dadurch erreicht, daß das Bremsband 45a gelöst und das Bremsband 39a angezogen wird. Dies hat ein Verriegeln des äußeren Zentralrades 42 a zur Folge und bewirkt, daß das Armkreuz 40a, das an der Welle 35a befestigt ist, in Drehung versetzt wird und die Welle 35a antreibt. Die Welle 27a der Hubschraube rotiert nun frei, bis sie in noch zu beschreibender Weise zum Stillstand gebracht wird. Die relativen Drehzahlen der Wellen 35a und 27a sind nach Bedarf wählbar und können, je nach den gewählten Übersetzungsverhältnissen der oben beschriebenen Zahnradgetriebe, z. B. im Verhältnis 3 : 1 stehen, d. h. zum Beispiel für die Welle 35a 900 U/min und für die Welle 27a 300 U/min betragen.
  • Das innere Zentralrad 32a ist außerdem vor der Freilaufeinrichtung 37a mit einem Kegelrad Ga verbunden, das mit einem entsprechenden Kegelrad Ca im Eingriff steht, das mit einer Welle S verbunden ist, die sich durch die Tragflächenkonstruktion 14 hindurch erstreckt und mit ihrem anderen Ende mit Zahnrädern gekoppelt ist, die den soeben beschriebenen entsprechen und innerhalb der Motorgondel 15b angeordnet sind. Bei Versagen eines der beiden in den beiden Motorgondeln enthaltenen Motoren ermöglicht immer noch der noch im Betrieb befindliche Motor eine Zufuhr von Bewegungsenergie zu den betreffenden Wellen der beiden Motorgondeln. Die Welle S bildet außerdem ein Mittel zum Synchronisieren der Drehzahlen der in Betrieb befindlichen Wellen in beiden Motorgondeln.
  • Die Hubschraube 18a und ihre Nabenhaube 20a (F i g. 1), die für den Antrieb durch die Hohlwelle 27a bestimmt sind, sind in der Nähe des äußeren Endes dieser Welle angeordnet. Die Hubschraube 18a ist von der bekannten zweiflügeligen Ausführungsform und von der hohlen Antriebswelle 27a über einen halbstarren Blattanschluß getragen. Die Hubschraube hat eine Nabe, die aus einem äußeren Ring 46a besteht, der auf von einem inneren Glied 48a vorspringenden Zapfen 47a schwenkbar getragen ist. Dieses Innenglied 48a ist an der Hohlwelle 27a mit dieser gemeinsam drehbar befestigt.
  • Diametral angeordnet und in Abständen von 90° von den Zapfen 47a radial vom äußeren Ring 46a vorspringend sind Zapfen 49a vorgesehen, die als Stützen für die Hubschraubenflügelklammern 50a dienen. Nicht dargestellte Kugellager gewährleisten die freie axiale Drehbarkeit dieser Flügelklammern 50 a auf den Zapfen 49 a. An den Flügelklammern 50a sind die Hubschraubenflügel51a befestigt.
  • Der Propeller 17a, der von herkömmlicher, mehrflügeliger Bauart ist, und seine Nabenhaube 19a (F i g. 1) sind am äußeren Ende der Antriebswelle 35a angeordnet. Die Propellerflügel 52a sind in getrennten Flügelhaltern 53 a drehbar getragen. Die Halter 53a sind von einer Nabe 54a, die an der Welle 35 a befestigt ist, getragen. Diese Flügelhalter 53a sind einzeln in herkömmlicher Weise axial drehbar zum Verstellen der Steigungswinkel der Flügel.
  • Dies wird durch Kurbeln 55a erreicht, die seitlich von den betreffenden Flügelhaltern 53 a vorspringen. Diese Kurbeln 55a sind mit je einem Verbindungsglied 57 a über Kugelgelenke 56 a (F i g. 4) gekoppelt. Diese Verbindungsglieder 57a sind ihrerseits mittels Kugelgelenken 58a mit dem äußeren, frei drehbaren Laufring eines Kugellagers 60a verbunden. Dieses Lager 60 a ist seinerseits in dem ausgesparten Ende 61a eines in der Längsrichtung oder in der Achsrichtung gleitfähigen gemeinsamen Steigungswinkelverstellrohres 62a getragen. Dieses Verstellrohr 62a ist um die Hohlwelle 27a herum konzentrisch montiert und in bezug auf diese in der Längsrichtung beweglich. In der Wand des Rohres sind Schlitze 62'a vorgesehen, durch die das Nabeninnenglied 48 a vorspringt. Diese Schlitze gestatten eine Bewegung des Rohres 62 a in axialer Richtung. Das Rohr 62 a erstreckt sich durch die axiale Öffnung in dem Stutzen 25a und endet innen in einem seitlich vorspringenden ringartigen Flansch 63 a, der mittels eines Kugellagers 64a mit einem Laufring 65a verbunden ist.
  • Wie F i g. 3 zeigt, ist der Ring 65 a mit Klauen 66 a eines gegabelten Armes eines Winkelhebels 67a verbunden. Der Hebel 67 a ist an einem Gelenk 68 a am Spant 26 a innerhalb eines Schlitzes 69 a in diesem schwenkbar montiert. Der andere Arm 70a des Winkelhebels 67a ist mittels eines Kugelgelenkes 71a mit einer längsbeweglichen Stange 72a verbunden, die innerhalb der Welle 21 a der Tragfläche 14 a, an der die Motorgondel 15a angehängt ist, konzentrisch mit dieser Welle liegt. Die Stange 72a ist in beiden Längsrichtungen von der Führerkabine aus längsbeweglich, so daß eine Einstellbewegung oder Bewegung des Verstellrohres 62a zum gemeinsamen Einstellen des Steigungswinkels möglich ist.
  • Die Axialbewegung des gemeinsamen Verstellrohres 62a ist außerdem dazu bestimmt, die gemeinsame Steigungswinkeleinstellung der Hubschraubenflügel 51a zu ermöglichen. Ein Ringglied 73a ist an dem Steigungswinkelverstellrohr 62a unterhalb der Hubschraubennabe befestigt. Zwei Hebel 74a und 75 a sind in ihren Mittelpunkten vom Ring 73 a an schematisch gegenüberliegenden Seiten des letzteren in scherenartiger Anordnung getragen. Der eine Arm des Hebels 74a ist mittels eines Kugelgelenks mit einem Verbindungsglied 76a verbunden, dessen anderes Ende ebenfalls mittels eines Kugelgelenkes an einer Kurbel 77a angelenkt ist, die an einer der Hubschraubenflügelklammern 50a angelenkt ist. In ähnlicher Weise ist der eine Arm des Hebels 75 a mittels eines Kugegelenkes mit einem Verbindungsglied 78 a verbunden, dessen anderes Ende gleichfalls mittels eines Kugelgelenkes an der Kurbel 77 a der anderen Hubschraubenflügelklammer 50a angelenkt ist. Die anderen Enden der beiden Hebel 74a, 75a sind mittels Kugelgelenken mit je einem von Verbindungsgliedern 79a und 80a verbunden, deren andere Enden mittels Kugelgelenken an dem drehbaren äußeren Ring 81a einer Taumelscheibe 82a angelenkt sind. Der innere Ring 83 a der Taumelscheibe 82a ist mit dem äußeren Ring 81a durch Kugellager 84a verbunden. Der innere Ring 83a ist in der Längsrichtung an einem kugeligen Abschnitt 85 a des Stutzens 25a frei kippbar. Der äußere Ring 81a kippt mit diesem mit.
  • Die beiden Hebel 74a und 75a sind in scherenartiger Weise angeordnet (F i g. 3 und 4), so daß Längsbewegungen der Verbindungsglieder 76a und 78a gewöhnlich in entgegengesetzten Richtungen erfolgen, wenn die Taumelscheibe 82a auf ihrem kugelförmigen Träger 85 a gekippt wird. Da der Ring 73 a an dem Steigungswinkelverstellrohr 62a befestigt ist, ruft eine Längsbewegung des letzteren eine entsprechende Längsbewegung der gemeinsamen Schwenkachse der beiden Scherenhebel 74 a und 75 a hervor, die von Kippbewegungen der Taumelscheibe 82a unabhängig ist. Folglich gestattet die Längsbewegung des Steigungswinkelverstellrohres 62a die Einstellung des kollektiven Steigungswinkels der Hubschraubenflügel51a zwischen 0 und 90°. Gleichzeitig dienen die Verbindungsglieder 57a bei einer Längsbewegung des Rohres 62a zum Einstellen des kollektiven Steigungswinkels der Propellerflügel 52a zwischen 0 und 45°.
  • Zum Kippen der Taumelscheibe 82a sind Betätigungsmittel vorgesehen. Am inneren Laufring 83 a der Taumelscheibe 82a ist ein Hebel 86a befestigt. Dieser Hebel ist seinerseits über ein Verbindungsglied 87a (F i g. 3) mit Kugelgelenken an beiden Enden an einer Kurbe188a befestigt, die an einer drehbaren Hülse 89a befestigt ist, die wiederum die Welle 72a innerhalb der Tragflächenwelle 21a umgibt. Eine Drehung dieser Hülse 89a im Uhrzeigersinn oder entgegen dem Uhrzeigersinn von der Führerkabine aus dient also dazu, die Ebene der Taumelscheibe um die Längsachse des Rumpfes zu kippen. Dieses Kippen der Ebene der Taumelscheibe wird durch die Verbindungsglieder 79a, 80a, die Scherenhebe174a, 75a und die Verbindungsglieder 76a, 78a auf die zugeordneten Kurbeln77a der Klammern 50a der Hubschraubenflügel in solcher Weise übertragen, daß die Rotationsebene der Hubschraubenflügel 51a nach Bedarf nach vorn und hinten (in der Längsrichtung) geneigt werden kann, was i eine zyklische Steigungswinkeländerung der Hubschraubenflügel 51a ermöglicht.
  • Eines der Erfordernisse bezüglich der Hubschrauben 18 a und 18 b besteht darin, daß sie in nicht drehbarer Stellung feststellbar und verriegelbar sein sollen, wenn das Flugzeug im horizontalen Vorwärtsflug betrieben wird, d. h. in der Stellung nach F i g. 2, bei der die Motorleistung ausschließlich an die Propeller 17a ung 17b abgegeben wird. Dies wird dadurch erreicht, daß Einrichtungen zum Verriegeln und Entriegeln der hohlen Antriebswelle 27a für die Hubschraube vorgesehen sind.
  • Am Flansch 63 a ist eine Verlängerung 92 a vorgesehen, die mit axial gerichteten Zapfen 92'a (F i g. 4 und 10) ausgestattet ist. Die Verlängerung und die Zapfen sind gemeinsam mit dem Verstellrohr 62a gegen eine ortsfeste Nockenfläche 93a mit zwei erhabenen Abschnitten, die am oberen Ende einer Konsole 33 a befestigt sind, bzw. von dieser Nockenfläche fort hin- und herbeweglich. Die Zapfen 92'a sind auf der Nockenfläche 93 a mit zwei Auslenkungen gleitfähig. Wenn die Zapfen an den niedrigsten Teilen der Nockenflächen 93a angreifen, wird das Rohr 62 a zum kollektiven Verstellen der Steigungswinkel um ein genügendes Maß in axialer Richtung bewegt, so daß der Hubschraubenflügel-Steigungswinkel auf einen Wert etwas oberhalb der gewünschten 90°-Stellung für Horizontalflug, z. B. etwa auf 95°, gebracht wird und die Hubschraubenflügel 51a einen leicht negativen Steigungswinkel einnehmen, während sie sich ihrer Querstellung nähern. Dieser leicht negative Steigungswinkel hat zur Folge, daß die Hubschraube 18a zum Stillstand kommt und dann in der Rückwärtsrichtung umläuft, bis sie in die Stellung zurückkehrt, bei der die Zapfen 92'a an den höchsten Nockenteil angreifen und so das Rohr 62a für die kollektive Steigungswinkeleinstellung nach oben verschieben (F i g.10) und somit die Hubschraubenflügel in einen Steigungswinkel von etwa 85° einstellen, worauf anschließend die Drehrichtung der Hubschraubenflügel sich abermals umkehrt, bis sie endlich unter einem Steigungswinkel von 90° (also 0° in bezug auf den Gegenwind) zur Ruhe kommen, in welchem Steigungswinkel die Hubschraube 18a zu verbleiben bestrebt ist. Die Zapfen 92'a greifen dann an je einem Abschnitt der Nockenfläche zwischen den höchsten und den niedrigsten Abschnitten an. In diesem Augenblick tritt ein Verriegelungsstift 94 a in Tätigkeit und greift in einem in der Verlängerung 92a vorgesehenen Schlitz 95a ein. Dieser Verriegelungsstift kann in beliebiger geeigneter Weise betätigbar sein und dient zum Verriegeln der Hubschraube 18a in ihrer Querstellung. Auf diese Weise wird ein negativer Steigungswinkel der Hubschraubenflügel51a gerade bei ihrem Erreichen der Querstellung dazu verwendet, die Hubschraube zum Stillstand zu bringen und ihr Eintreten in die Querstellung und ihre Verriegelung durch den Verriegelungsstift 94a zu erleichtern. Natürlich wird diese Tätigkeit des Stiftes 94a erst nach Lösen des Bremsbandes 45a herbeigeführt, so daß eine Kraftübertragung von der Motorwelle 23 a auf die Hubschraubenwelle 27a ausgeschlossen ist.
  • Wie schon oben erwähnt, ist die Propeller- und Hubschraubengruppe jeder Motorgondel mit einer Steuereinrichtung für kollektive Steigungswinkeländerung von 0 bis 45° für die Propellerflügel und von 0 bis 90° für die Hubschraubenflügel ausgestattet. Außerdem sind die Hubschraubenflügel mit einer Anordnung zum Steuern der zyklischen Steigung einschließlich einer Taumelscheibe ausgestattet. Diese Steuereinrichtungen in jeder Motorgondel sollen gleichzeitig und in aufeinander abgestimmter Weise von der Führerkabine aus betätigbar sein. Eine solche Anordnung ist schematisch in F i g. 11 und 12 dargestellt. Die Steuerung der Taumelscheiben für beide Hubschrauben zum Verstellen derselben in der Längsrichtung erfolgt von der Führerkabine aus mittels eines Handrades 100, das am Ende eines Steuerknüppels 101 drehbar montiert ist. Der Steuerknüppel 101 ist mittels einer Welle 102 schwenkbar getragen, und die Rotationsachse des Handrades 100 steht zur Rotationsachse des Steuerknüppels 101 um die Achse der Welle 102 unter rechtem Winkel. Ein Seil 103 ist um eine Rolle 104 und eine zweite Rolle 105 geführt, von denen die erstere mittels des Handrades drehbar ist und deren letztere am unteren Ende des Steuerknüppels 101 angeordnet ist. Eine weitere Rolle 106 ist mit der Rolle 105 achsgleich montiert und mit ihr gemeinsam drehbar. Diese Rolle 106 ist mittels eines endlosen Seiles 107 mit einer Rolle 108 verbunden, die an einer im Rumpf 11 drehbar getragenen Welle 109 montiert ist. Die auf der Welle 109 montierten Rollen 110 a und 110 b sind mittels je eines endlosen Seiles oder Kabels 1,11 a,111 b mit Rollen 112 a bzw. 112 b verbunden, die an je einer Hohlwelle 89a bzw. 89b befestigt sind. Wie bereits beschrieben und in F i g. 3 gezeigt, ist die Welle 89 a mit der Taumelscheibe 82 a verbunden. Eine Drehung des Handrades 100 in einer der beiden Richtungen führt also gleichzeitige und gleiche Kippbewegungen der Taumelscheibe nach Bedarf in der Längsrichtung herbei.
  • Die Welle 102 des Steuerknüppels 101 ist mit einem Kurbelarm 113 ausgestattet, an dessen gegenüberliegenden Seiten je ein Seil 114 a bzw. 114 b befestigt ist. Diese Seile sind ihrerseits um Rollen 115a bzw. 115 b,116 a bzw. 116 b und 117 a bzw. 117 b geführt und an Punkten 118 a bzw. 118 b einer quer angeordneten Platte 119 befestigt, die in der Seitenrichtung auf Führungsrollen 119'a und 119'b in Abhängigkeit von einer Schwenkbewegung des Steuerknüppels um die Achse der Welle 102 nach rechts oder links in der Seitenrichtung verschiebbar ist. Die Platte 119 trägt zwei gegenüberliegend angeordnete gleichartige Winkelhebel 120 a,120 b, die an Gelenken 121 a bzw. 121 b an der Platte 119 angelenkt sind. Ein Arm jedes solchen Hebels ist durch ein aus einem Stift und einem Schlitz bestehendes Gelenk 122a bzw. 122b an je einer in der Längsrichtung beweglichen Stange 72 a, 72 b angelenkt, die, wie bereits beschrieben, zum Betätigen des in der Längsrichtung beweglichen Rohres 62a zum Verstellen des kollektiven Steigungswinkels, dienen. Die anderen Arme der Winkelhebel 120 a,120 b sind an Gelenken 123 a bzw. 123 b an einem Verbindungsglied 124 angelenkt. Dieses Verbindungsglied 124 ist in vertikaler Richtung beweglich, und sein anderes Ende ist am Punkt 125 an dem einen Arm eines Winkelhebels 1.26 angelenkt, der von einer querliegenden tragenden Welle 127 schwenkbar getragen ist, die im Rumpf befestigt ist. Der andere Arm des Winkelhebels 126 ist am Punkt 128 an einem Verbindungsglied 129 gelenkig befestigt, dessen anderes Ende am Punkt 130 an einem Kurbelarm 131 angelenkt ist. Der Kurbelarm 131 ist mittels einer querliegenden drehbaren Welle 132 getragen, die im Rumpf in der Nähe der Führerkabine des Flugzeuges angeordnet ist und mittels eines zweiten Steuerknüppels 133 betätigbar ist. Eine Betätigung dieses Steuerknüppels 133 durch Bewegen desselben nach vorn oder hinten ruft eine entsprechende Drehung der Welle 132 und somit des Kurbelarms 131 hervor. Diese Drehbewegung des letzteren wird durch das Verbindungsglied 129, den Winkelhebel 126, das Verbindungsglied 124 und die Winkelhebel 120 a bzw. 120 b übertragen und ruft eine gleichzeitige Längsverschiebung der Betätigungsstangen 72 a, 72 b hervor, die die hin- und hergehende Längsbewegung je eines der Rohre zum Verstellen des kollektiven Steigungswinkels, z. B. des Rohres 62 a, in den betreffenden Motorgondeln 15a bzw. 15b herbeiführen. Daraus geht hervor, daß eine gleichzeitige, gleichartige Verstellung aller Taumelscheiben und Verstellrohre für die Steigungswinkel, die den beiden Motorgondeln zugeordnet sind, durch einfache Betätigung des Handrades 100 und der Steuerknüppel 101 und 133 durch den Flugzeugführer erzielbar ist. Die Betätigung des Steuerknüppels 133 ermöglicht die gleichzeitige Betätigung der Rohre 62 a und 62 b in beiden Motorgondeln. Die Betätigung des Steuerknüppels 101 durch Schwenken desselben um die ihn tragende Welle 102 ermöglicht andererseits eine unterschiedliche Einstellung der einzelnen Verstellrohre für den kollektiven Steigungswinkel in den beiden Motorgondeln. Die Betätigung des Handrades 100 bewirkt gleichzeitige zyklische Verstellung bei den Hubschrauben.
  • Im anfänglichen Zustand am Boden sind die Tragflächen des Flugzeuges 10, wie in F i g. 1 gezeigt, in einer Stellung, bei der die Tragflächenprofilsehnen im wesentlichen vertikal stehen, so daß die Achsen Y" -Y" und Yb-Yb der Motorgondeln 15 a und 15 b ebenfalls im wesentlichen vertikal stehen und die Propeller 17a und 17b und die Hubschrauben 1£3 a und 18 b sich zuoberst befinden und alle Flügel im wesentlichen horizontal stehen. Die Motoren in den einzelnen Motorgondeln 15 a und 15 b dienen dann zum Antrieb der Propeller und Hubschrauuben um vertikale Achsen. Natürlich treiben die einzelnen Motoren die ihnen zugeordneten koaxialen Wellen in entgegengesetzten Richtungen, so daß die Propeller-Einheit der Gondel 15 a sich in entgegengesetzter Richtung dreht wie die Propeller-Einheit der Motorgondel 15 b, wie dies durch Pfeile in F i g. 1 angegeben ist.
  • Zum Starten werden die Motoren mit Vollgas betrieben und alle Bremsbänder 45 a und 45 b in solcher Weise betätigt, daß alle Armkreuze 40a und 40 b verriegelt sind, was eine gleichzeitige Rotation der Hubschraubenwellen 27a und 27b durch die beiden Motoren zur Folge hat. Die Hubschrauben drehen sich dann mit einer gewählten Drehzahl, z. B. 300 U/min. Dann betätigt der Flugzeugführer den Steuerknüppel 133 für den kollektiven Steigungswinkel und schafft dadurch die erforderliche Neigung der Hubschraubenflügel 51a für den Start in vertikaler Richtung.
  • Wenn der vertikale Start auf diese Weise erfolgt ist und das Flugzeug eine gewünschte Höhe erreicht hat, kann der Flugzeugführer, wenn er dies wünscht, das Flugzeug weiter als Hubschraubenflugzeug, d. h. in senkrechtem, vorwärts, rückwärts oder seitlich gerichtetem Flug, betreiben, indem er lediglich die zyklische Steigungswinkelsteuerung durch das Rad 100 entsprechend der gewünschten Flugrichtung betätigt.
  • Wenn er nun wünscht, das Flugzeug als Trab flächenflugzeug für Vorwärtsflug mit hoher Geschwindigkeit zu betreiben, betätigt er das Handrad 100 für die zyklische Steuerung des Steigungswinkels in solcher Weise, daß er die Neigung der Rotationsebene aller Schraubenflügel 51a und 51b nach vorn herbeiführt (F i g. 6). Dies hat gleichzeitig zur Folge, daß die Tragflächenkonstruktion 14 um ihre Schwenkachse X-X aus ihrer Vertikalstellung nach vorn verschwenkt wird, wobei sie nacheinander die Stellungen nach F i g. 7 und 8 durchläuft und in die horizontale Stellung nach F i g. 2 gelangt, bei der die achsgleichen Wellen der Hubschrauben und der Propeller eine horizontale Stellung einnehmen. Während dieses Verschwenkens der Tragflächenkonstruktion 14, ungefähr zu dem Zeitpunkt, in dem sie die horizontale Stellung erreicht, werden die Rohre 62a und 62b zum Verstellen des kollektiven Steigungswinkels durch Betätigen des Steuerknüppels 133 verschoben, was ein Verstellen des Steigungswinkels der Propellerflügel 52a und 52b im wesentlichen in die 45°-Stellung nach F i g. 9 zur Folge hat und gleichzeitig eine Steigungswinkelverstellbewegung sämtlicher Hubschraubenflügel 51a und 51b in eine im wesentlichen horizontale Stellung (F i g. 9) zur Folge hat, bei der ihre Vorderkanten L alle in der dem Gegenwind zugewendeten Richtung liegen. Die Hubschraubenwellen 27a und 27b werden nun durch Lösen aller Bremsbänder 45 a und 45 b von den Motoren getrennt. Die umlaufenden Flügel beider Hubschrauben werden zum Stillstand gebracht, indem ihre Steigungswinkel durch die Nockenfläche 93 a gerade zu dem Zeitpunkt, in dem die Tragfläche 14 ihre im wesentlichen horizontale Stellung eingenommen hat, auf einen kleinen negativen Wert gebracht ist. Wenn die Hubschraubenflügel aufhören sich zu drehen, werden sie in der Querstellung, die sie nach F i g. 2 einnehmen, durch die Tätigkeit des Verriegelungsstiftes 94a verriegelt. Gleichzeitig wird, da die Bremsbänder 45a und 45b gelöst sind und die Hubschraubenwellen von den Motoren getrennt sind, beim Anziehen der Bremsbänder 39 a und 39 b die Rotationsenergie der Motoren nunmehr ausschließlich auf die Propellerflügel übertragen, so daß dann die Propeller 17a und 17b als gewöhnliche Luftschrauben arbeiten und das Flugzeug als gewöhnliches Tragflächenflugzeug mit hoher Geschwindigkeit fliegt.
  • Da die Hubschraubenflügel 51a und 51b sich nun im wesentlichen in horizontaler Stellung und zu der Tragflächenkonstruktion parallel angeordnet befinden, können sie als zusätzliche Tragflächen zur zusätzlichen Auftriebserzeugung wirken. Während dieses Betriebszustandes können sie durch Betätigung des Handrades 100 für die zyklische Blatt winkelsteuerung in solcher Weise betätigt werden, daß sie z. B. als Ruder zum Ändern der Neigung des vorwärts fliegenden Flugzeuges dienen. Mit anderen Worten, eine Betätigung des Handrades 100 für die zyklische Blattwinkelsteuerung --ändert" während dieses Betriebszustandes den Steigungswinkel der Hubschraubenflügel. Dies bewirkt automatische Änderungen oder ein Schrägstellen der Tragflächenkonstruktion 14 um ihre Querachse X-X und somit eine Änderung des Lagewinkels der Flügelkonstruktion i und somit den Auftrieb und folglich die Neigung des vorwärts fliegenden Flugzeuges. Dadurch wird das Höhenleitwerk 12 für Zwecke des Höhensteuerns überflüssig und kann entweder ganz fortgelassen oder lediglich zum Stabilisieren des Rumpfes 11 verwendet werden. Zum Wiederherstellen des Flugzustandes des Flugzeuges als Hubschraubenflugzeug beim Vorbereiten des Landens ist ebenfalls das Handrad 100 zu betätigen. Der Flugzeugführer muß dabei das Handrad 100 betätigen, um zyklische Steigungswinkeländerungen der Hubschraubenflügel von genügendem Maß in solcher Richtung herbeizuführen, daß die Tragfläche 14 in die Stellung nach F i g. 1 durch die Reaktion der Luft auf die Hubschraubenflügel geschwenkt wird, worauf anschließend die Hubschraubenwellen wieder durch Betätigung der Bremsbänder mit dem Motor kuppelbar sind und der Steuerknüppel 133 zur kollektiven Steigungswinkelsteuerung zum Wiederherstellen der für den Hubschraubenflug erforderlichen Steigungswinkelbedingungen der Hubschrauben- und Propellerflügel betätigt wird. In diesem Zustand ist das Flugzeug zum Landen als herkömmlicher Hubschrauber verwendbar unter der üblichen Steigungswinkelsteuerung der Hubschraubenflügel durch den Knüppel 133 zur kollektiven Steigungswinkeländerung sowie unter der Betätigung des Handrades 100 zur zyklischen Steigungswinkeländerung.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Propeller-Kippflügelflugzeug mit symmetrisch zur Flugzeuglängsachse an der um eine Flugzeugquerachse schwenkbaren Tragfläche fest angeordneten Rotor-Einheiten, wobei jede Rotor-Einheit einen Propeller für den Tragflächenflug und eine dazu koaxial angeordnete Hubschraube für den Hubschrauberflug aufweist, d a d u r c h gekennzeichnet, daß die Tragfläche (14) durch die mittels der zyklischen Blattwinkelverstellung erreichbaren Richtungsänderung des Schubvektors der Hubschraube (18a, 18b) schwenkbar ist.
  2. 2. Kippflügelflugzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der gemeinsame Schwerpunkt der Tragfläche (14) und der Motorgondeln (15 a, 15 b) mit An- und Einbauten auf der Schwenkachse der Tragfläche angeordnet ist.
  3. 3. Kippflügelflugzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse (X-X) der Tragfläche (14) mit dem Druckmittelpunkt der Tragfläche zusammenfällt.
  4. 4. Kippflügelflugzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welchem die Hubschraube zwei Blätter aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß Verriegelungseinrichtungen (Stift 94a) vorgesehen sind, um die Blätter derart zu verriegeln, daß die Vorderkanten (L) der Blätter in bekannter Weise nach vorn weisen, wenn sich das Flugzeug im Reiseflug befindet. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 641119; deutsche Auslegeschrift Nr.1019 568; schweizerische Patentschrift Nr. 210 951; französische Patentschriften Nr. 914 954, 970132; britische Patentschrift Nr. 666 491; USA.-Patentschriften Nr. 2 479125, 2 621001, 2 673 695, 2 708 081; Flugwelt, 1958, Heft 5, S. 325, 326.
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