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Durch eine Kühlstrecke führende Fördereinrichtung für dünne plattenförmige
Artikel Die Erfindung betrifft eine durch eine Kühlstrecke führende Fördereinrichtung
für dünne plattenförmige Artikel, bestehend aus in einem Kühlergehäuse mit quer
zur Förderrichtung gerichtetem Kühlstrom im gegenseitigen Abstand angeordneten endlosen
Ketten mit nach oben ragenden Stützarmen für die hochkant geführten Artikel.
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Aus der deutschen Patentschrift 965 025 ist ein Förderer zum Hindurchführen
von frisch paraffinierten oder mit einer anderen erhärtenden Masse frisch überzogenen
Behältern durch eine Nachbehandlungsvorrichtung bekannt, bei der die Förderstrecke
durch endlose geführte Tragschnüre sowie durch beiderseits der Förderstrecke radial
gerichtete Arme tragende endlose Förderglieder gebildet wird, zwischen denen quer
zur Förderrichtung verlaufende Mitnehmerdrähte gespannt sind. Hierdurch soll eine
geringe Flächenberührung zwischen den Gegenständen und den Fördermitteln verhindert
und ein Ansammeln von Paraffin an den Förderorganen ausgeschaltet werden. Zu diesem
Zweck sind die Förderdrähte beheizbar, so daß sich absetzendes Paraffin abschmelzen
kann. Zum Hochkantführen von plattenförmigen Artikeln ist diese bekannte Fördereinrichtung
nicht geeignet.
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Es ist jedoch aus der USA.-Patentschrift 2 838 023 bereits eine Fördereinrichtung
zum Hochkantführen von plattenförmigem Gut bekannt, bei der mehrere angetriebene
endlose Förderketten vorgesehen sind, an denen aufrecht stehende Stützarme vorgesehen
sind, zwischen denen das plattenförmige Gut angeordnet werden kann. Hierbei werden
die Artikel an oder nahe ihren Seiten direkt durch die Ketten unterstützt. Für Artikel,
welche einen feuchten oder abtropfenden Oberfl ächenüberzug aufweisen, beispielsweise
mit Farbe oder Lack versehene metallische Artikel oder mit flüssiger Füllung versehene
Biskuits od. dgl. werden die Kettenglieder durch das herabfließende oder herabtropfende
feuchte Gut verschmutzt, so daß teilweise die Kettenglieder sogar blockieren können.
Bei Lebensmitteln ergeben sich aus hygienischen Gründen erhebliche Schwierigkeiten
bei dieser bekannten Einrichtung.
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Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Fördereinrichtung
der eingangs näher bezeichneten Art so weiterzubilden, daß auch bei der Förderung
von mit feuchter Füllung oder feuchtem oder klebrigem Überzug versehenen plattenförmigen
Artikeln ein Verschmutzen der Förderorgane und ein Festsetzen der abtropfenden Massen
an den Förderorganen nicht eintreten kann.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Kombination der Merkmale
gelöst, daß die aufrechten Stützarme an in an sich bekannter Weise durch Querstäbe
miteinander verbundenen Gliedern der Ketten befestigt und quer zu ihrer Längserstreckung
gewellt sind und daß in an sich bekannter Weise zwischen den Ketten ein endloses,
synchron mit den Ketten antreibbares Stützförderband für die sich ohne Berührung
der Ketten abstützenden Artikeln angeordnet ist. Ein Verschmutzen oder Verstopfen
der Förderkettenglieder durch die von den plattenförmigen Artikeln abtropfende flüssige
Masse wird hierdurch verhindert. Eine Einrichtung gemäß vorliegender Erfindung läßt
sich daher in einfachster Weise allein durch Abschaben des Förderbandes stets in
dem erforderlichen Maße reinigen. Dadurch wird vermieden, daß die Kühlstrecke häufig
stillgelegt werden muß, wie dies bisher zu Reinigungszwecken erforderlich war. Dennoch
wird die sichere Aufrechterhaltung der hochkant geführten Platten mit Hilfe der
aufrechten Stützarme gewährleistet. Außerdem sind die Platten dem quer zur Förderrichtung
gerichteten Kühlstrom allseitig frei zugänglich, was noch durch die quer zu ihrer
Längserstreckung ge-
weite Ausbildung der Stützarme wesentlich unterstützt
wird. Hierdurch wird gleichzeitig eine geringe Flächenberührung zwischen den Stützarmen
und den hochkant geführten Artikeln erreicht.
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Die Erfindung wird nachfolgend an Hand schematischer Zeichnungen
an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
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F i g. 1 ist eine Seitenansicht des in dem Kühler eingebauten Förderers,
wobei die Wandplatten entfernt sind; F i g. 2 ist eine Stirnansicht in Richtung
des PfeilesA, und Fig. 3 ist ein Schnitt entlang der Schnittlinie 111-111 der F
i g. 1.
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Nachdem die Waffeln, Blätter od. dgl. in einem Ofen gebacken worden
sind und eine Füllung auf einer ihrer Oberflächen aufgebracht worden ist, werden
die einzelnen Blätter jeweils eins auf das andere gesetzt, um eine vollständige
Waffel zu bilden. Es wird dann notwendig, die auf diese Weise gebildeten Waffeln
vor den nachfolgenden Behandlungen zu kühlen. Zu diesem Zweck ist ein Kühler vorgesehen,
der eine Fördereinrichtung gemäß der Erfindung mit besonderem Nutzen aufweist.
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Der Kühler weist ein im allgemeinen rechteckförmiges Gehäuse 1 auf,
in dem Endöffnungen vorgesehen sind, in welchen die Fördereinrichtung arbeitet,
um die Waffeln einzeln von einer Zuführvorrichtung zu übernehmen, sie durch die
Kühlkammer entlang des horizontalen oberen Trums der Fördereinrichtung zu befördern
und dann die Waffeln an eine Entladevorrichtung abzugeben. Die Fördereinrichtung
könnte selbstverständlich auch vertikal oder unter einem Winkel geneigt angeordnet
sein. In der Kammer arbeitet eine Kühleinrichtung, welche eine Kühlschlange umfaßt,
die im wesentlichen zentral unterhalb des Förderers bei 2 angeordnet ist. Weiterhin
ist ein System von Lüftern3 vorgesehen, welche um den Förderer und die von diesem
unterstützten Waffeln einen intensiven Luftstrom erzeugen. Die Luftströme werden
so erzeugt, daß sie seitlich um die Fördereinrichtung herumgehen, wie dies durch
die Pfeile in F i g. 1 und 3 angedeutet ist.
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Die Fördereinrichtung selbst umfaßt zwei seitlich im Abstand angeordnete
Ketten 4 und 5, welche über Umkehrkettenräder 7 am rechten Ende der F i g. 1 laufen,
welche auf einer gemeinsam angetriebenen Welle 9 angeordnet sind. Am linken Ende
der Vorrichtung laufen die Ketten um feste kreisförmige Führungsplatten 27. Die
Welle 9 trägt außerdem eine zentrale Walze 10 a, und am linken Ende ist eine Welle
8 in langgestreckten Schlitzen gelagert, welche eine Rolle 10 trägt. Ein endloses
Förderband 11 ist um die Rollen 10 und 10 a gelegt, wobei die Anordnung so getroffen
ist, daß das Band in Verbindung mit den Ketten 4 und 5 umläuft. Der Durchmesser
der Bandrollen ist der gleiche wie der der Kettenräder, so daß das obere horizontale
Trum des Bandes im wesentlichen in der gleichen Ebene liegt, wie das entsprechende
Trum der Ketten, so daß sie sich mit gleicher linearer Geschwindigkeit bewegen.
Die Lagerung der Welle in den langgestreckten Schlitzen gestattet es, das Band zu
spannen. Entlang des horizontalen oberen Trums sind die Ketten zwischen Führungen
12 und 13 geführt, um die Ketten ausreichend steif zu machen und horizontal zu führen.
Jedes Kettenglied ist auf der Innenseite in bezug auf die benachbarte Kette mit
einem senkrecht zu seinem Bolzen heraus-
stehenden Ansatz 14 versehen, wobei entsprechende
Ansätze der beiden Ketten durch eine Querstange 1S verbunden sind, welche sich oberhalb
der Oberfläche des endlosen Bandes erstreckt. Die Querstangen tragen jeweils einen
Satz von drei aufrecht stehenden, d. h. unter rechtem Winkel zu der Förderfläche
verlaufenden Stützarmen 16, die in gleichmäßigen Abständen über die Breite des Förderers
verteil.t sind. Diese Arme sind gewählt, um die Zirkulation von Kühlluft um die
Waffeln zu erleichtern, wenn diese zwischen benachbarten Sätzen von Stangen getragen
werden.
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Das Förderband 11 ist um Spannrollen 17 und 18 geführt, welche unterhalb
der förderwirksamen Bahn des Förderers liegen, sowie mit einer einstellbaren Schaberklinge
19 versehen, die zum Säubern der Förderfläche des Bandes dient. Den Förderketten
ist ebenfalls eine Spannvorrichtung T zugeordnet.
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Die Zuführvorrichtung 20 besteht aus einem endlosen Seilförderer
mit einer Reihe von seitlich im Abstand angeordneten Keilriemen 21 od. dgl., auf
denen die Waffelblätter in Abständen entlang geführt werden. Diese Vorrichtung ist
in der Nähe des Zuführendes des Hauptförderers angeordnet und die Keilriemen sind
so angeordnet, daß sie sich mit den Zwischenräumen zwischen den Sätzen von Stützarmen
16 des Hauptförderers in Fluchtung befinden. Wenn also ein Satz von Armen nach oben
schwingt, und zwar um den Umkehrpunkt am Ende, so wirken die Arme als Finger, welche
zwischen die Keilriemen greifen, um eine Waffel von der Zuführvorrichtung abzuheben
und diese auf die Hauptfördereinrichtung überzuführen, damit die Waffeln aufrecht
stehend zwischen benachbarten Sätzen von Armen entlang des oberen horizontalen Trums
des Apparates geführt werden.
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Eine Entladevorrichtung 22 mit einer Reihe von endlosen Keilriemen,
die in gleicher Weise wie der Zuführförderer ausgebildet sind, ist am entgegengesetzten
Ende der Hauptfördereinrichtung vorgesehen, und es ist ersichtlich, daß, wenn ein
Satz von Stützarmen nach unten schwingt um den Entladeumkehrpunkt, die Arme zwischen
die Keilriemen der Entladevorrichtung gelangen, wobei ein Waffelblatt auf diese
Vorrichtung abgelegt wird.
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Die Zuführvorrichtung ist mit einer geneigten Gleitplatte 23 versehen,
die an die Hauptfördereinrichtung angrenzt, und zwar an die Umkehrwalze am Zuführende,
um zu verhindern, daß ankommende Waffeln anfänglich mit dieser Rolle gewaltsam in
Berührung gelangen. Weiterhin ist eine Zeitsteuervorrichtung vorgesehen, welche
zurückziehbare Anschläge umfaßt, die ihrerseits durch den Satz von Stützarmen betätigt
wird, um sicherzustellen, daß jeweils nur eine Waffel zwischen die benachbarten
Sätze von Stangen oder Armen eingeführt wird.
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Es ist leicht ersichtlich, daß die Fördereinrichtung gemäß der Erfindung
nicht nur bei einer Waffelkühlvorrichtung anwendbar ist.
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Die Zuführ- und Entlademittel können ohne weiteres in Form von stationären
gitterförmigen Gleitbahnen vorgesehen sein, die geneigt angeordnet sind, um die
Waffeln zuzuführen bzw. von der Kühleinrichtung auf Grund der Schwerkraft abzunehmen,
so daß die Fördereinrichtungen 21 und 22 entfallen können.