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Zur Steuerung von Vermittlungsvorgängen in Fernsprechvermittlungsanlagen
werden in zunehmendem Maße zentrale Steuereinrichtungen eingesetzt, wobei eine derartige
Steuereinrichtung entweder für Teile dieser Vermittlungsanlage, beispielsweise eine
Koppelstufe, vorgesehen sein kann oder auch zentral sämtliche Vorgänge in der gesamten
Fernsprechvermittlungsanlage steuert. Dabei kann sich ein Fehler oder gar der Ausfall
einer derartigen Steuereinrichtung in einem Maße auswirken, daß im ungünstigsten
Fall die gesamte Fernsprechvermittlungsanlage unbrauchbar ist. An die Betriebssicherheit
einer derartigen zentralen Steuereinrichtung sind infolgedessen ganz besonders hohe
Anforderungen zu stellen.
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Zur Erhöhung der Betriebssicherheit von Einrichtungen ist es bereits
bekannt (s. beispielsweise F. K o p p e h e 1 e : »Erhöhung der Zuverlässigkeit
von Nachrichtenanlagen durch Redundanz - eine kritische Betrachtung«, NTZ, 17 [1964I,
H.4, S. 179 bis 184), diese Einrichtungen bzw. Baugruppen oder Bauelemente dieser
Einrichtungen mehrfach vorzusehen, wobei diese zusätzlichen Elemente entweder während
der Betriebszeiten ständig in Funktion sind oder erst in dem Augenblick eingesetzt
werden, in dem sie tatsächlich nötig sind, d. h. in dem ein Fehler in dieser Einrichtung
oder einem Teil dieser Einrichtung auftritt. So ist es beispielsweise bekannt (s.
deutsche Auslegeschrift 1033 730), aufgenommene Informationen außer einem
in Betrieb befindlichen zentralen Umordner auch einem Reserveurnordner zuzuleiten,
wobei von beiden Umordnern diese Informationen ausgewertet werden und die von beiden
Umordnern gelieferten Ergebnisse miteinander verglichen werden und bei Ungleichheit
dieser Ergebnisse ein Fehlersignal abgegeben wird; auf das hin ti.:r fehlerhafte
Umordner festgestellt wird und bei-Spiels veise abgetrennt werden kann.
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Außerdem ist bereits eine Vorrichtung zur Anzeige der Betriebsbereitschaft
von Kontaktmeßinstrumenten in automatischen Meßanlagen bekanntgeworden, mit deren
Hilfe sowohl die Meßkontakte als auch die Anschlußkontakte von Kontaktmeßinstrumenten
zur Erhöhung der Betriebssicherheit überprüft werden. Dazu werden die zu prüfenden
Kontaktstrecken durch feste Widerstände überbrückt, die von einem Ruhestrom durchflossen
werden, und sämtliche Ruhestromkreise sind über eine ODER-Schaltung mit einer Anzeigeeinrichtung
verbunden. Nach einer Ausgestaltung dieser bekannten Vorrichtung werden in Meßpausen
die Zeiger der Meßinstrumente durch eine entsprechende Vorrichtung zwischen den
Toleranzkontaktfedern der Meßinstruinente zwecks einer Funktionsprüfung der Anlage
hin- und hergeschaltet. Dabei kann mit Hilfe von weiteren nachgeschalteten ODER-Schaltungen
ein fehlerhafter Schaltkontakt dadurch festgestellt werden, daß am Ausgang dieser
Vorrichtung Signale auftreten, die der jeweiligen Zeigerstellung der Meßinstrumente
und damit dem Zustand der zu prüfenden Kontaktstrecken nicht entsprechen. Die Fehleranzeige
wird bei dieser Vorrichtung durch über diese weiteren ODER-Gatter an die zii prüfenden
Kontaktstrecken angeschlossene Anzeigeanordnungen bewirkt, die auch im Betrieb der
Kontaktmeßinstruinente dazu dienen, um anzuzeigen, daß die Maße des Prüflings innerhalb
eines Toleranzbereichs liegen bzw. diesen nach der positiven oder negativen Seite
überschreiten. Die erfindungsgemäße Anordnung zeigt nun einen neuen Weg, die Betriebssicherheit
von Einrichtungen zu erhöhen. Sie dient zur Überwachung auf fehlerhafte Signalzustände
in Steuereinrichtungen zur Verarbeitung binärer Zeichen, insbesondere in Fernsprechvermittlungsanlagen,
bei denen während der Betriebspausen auf zu diesen Steuereinrichtungen führenden
Signalleitungen jeweils normalerweise solche Signale auftreten, die zu einer durch
ein am Ausgang bzw. auf einer Zwischenergebnisleitung der betreffenden Steuereinrichtung
auftretendes Signal angezeigten Erfüllung einer Verknüpfungsbedingung dieser Steuereinrichtung
nichts beitragen. Sie ist dadurch gekennzeichnet, daß mit den genannten Signalleitungen
sowie außerdem mit solchen Zwischenergebnisleitungen, auf denen während der Betriebspause
normalerweise jeweils die gleichen binären Signale auftreten wie auf den genannten
Signalleitungen, die Eingänge einer gemeinsamen ODER-Schaltung für die zur Erfüllung
der jeweiligen Verknüpfungsbedingungen beitragenden, auf den betreffenden Leitungen
auftretenden Signale verbunden sind, die mit Abgabe eines die Erfüllung der ODER-Bedingung
anzeigenden Ausgangssignals während der Betriebspause das Vorliegen eines fehlerhaften
Signalzustandes anzeigt.
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Gegenüber der beispielsweise aus der deutschen Auslegeschrift
1033 730 bekannten Anordnung besitzt die erfindungsgemäße Anordnung den Vorteil,
daß auf der einen Seite die Betriebssicherheit der Steuereinrichtung nahezu in demselben
Maße erhöht werden kann wie bei der bekannten Anordnung, ohne daß indessen eine
Verdoppelung der gesamten Steuereinrichtung erforderlich wäre.
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Gegenüber der weiterhin genannten bekannten Vorrichtung weist die
erfindungsgemäße Schaltungsanordnung den Vorteil auf, daß sig dadurch, daß ein ODER-Gatter
gerade an solchen Leitungen angeschlossen ist, auf denen in den Betriebspausen jeweils
normalerweise solche Signale auftreten, die zu einer durch ein am Ausgang bzw. auf
einer Zwischenergebnisleitung der betreffenden Steuereinrichtung auftretendes Signal
angezeigten Erfüllung einer Verknüpfungsbedingung dieser Steuereinrichtung nichts
beitragen, sowohl Fehler, die durch mangelhafte Steck- oder Lötstellen, als auch
Fehler, die durch mangelhafte Bauelemente oder Funktionsgruppen der Steuereinrichtung
verursacht werden, mit Hilfe ein und derselben Einrichtung feststellen kann. Hierdurch
ist es bedingt, daß mit Hilfe der erfindungsgemäßen Anordnung nicht nur einzelne
Meßuhren auf ihre Betriebsbereitschaft geprüft werden können, sondern vielmehr,
wie an Hand der Beschreibung noch gezeigt wird, umfangreiche Steuereinrichtungen
zur Verarbeitung binärer Zeichen, wobei, wie bereits erwähnt, nicht nur Fehler angezeigt
werden, die durch fehlerhafte Teile der Steuereinrichtung verursacht werden, sondern
auch solche, die durch Drahtriß, schlechte Lötstellen oder Potentialberührung, und
zwar sowohl von zu diesen Steuereinrichtungen führenden Signalleitungen als auch
von Zwischenergebnisleitungen hervorgerufen werden. Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung
zeichnet sich demnach gegenüber der bekannten Vorrichtung durch einen erweiterten
Einsatzbereich aus.
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Die erfindungsgemäße Anordnung kann nach einer Ausgestaltung dadurch
vereinfacht werden, daß von in der Steuereinrichtung enthaltenen UND-Gattern
und
ODER-Gattern nur die UND-Gatter mit ihren Eingängen an die Eingänge der genannten
gemeinsamen ODER-Schaltungen angeschlossen sind.
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Die Erfindung wird nun an Hand der Figuren beschrieben. Von diesen
zeigt F i g. 1 einen Ausschnitt aus einer Steuereinrichtung, an Hand der im folgenden
die Erfindung erläutert wird, F i g. 2 ein Beispiel, wie zur zusätzlichen Erhöhung
der Betriebssicherheit eine in der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung enthaltene
Funktionsgruppe verdoppelt werden kann, F i g. 3 die Maßnahmen, die zur Erhöhung
der Betriebssicherheit bei der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung beispielsweise
zu treffen sind.
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Die in F i g. 1 dargestellte Steuereinrichtung St besteht aus
den UND-Gattern U, dem ODER-Gatter 0d und dem Sperrgatter S. Die genannten
Gatter sind derart zusammengeschaltet, daß ein binäres 1-Signal, das auf der zu
der Steuereinrichtung St führenden SignalleitungEl auftritt, nur dann ein Signal
am Ausgang A der Steuereinrichtung zur Folge hat, wenn zusätzlich Quittungssignale
auf den Signalleitungen Q l, Q 3 und Q 4 auftreten, wobei auf den
Signalleitungen Q 1 und Q 4 als Quittungssignal ein binäres 1-Signal
und auf der Signalleitung Q 3 ein 0-Signal aufzutreten hat. In entsprechender Weise
hat ein an die Signalleitung E2 gelegtes 1-Signal nur dann ein Signal am Ausgang
A zur Folge, wenn auf clon Signalleitungen Q2 und Q4 1-Signale auftreten
und auf der Signalleitung Q3 ein 0-Signal auftritt. Die Steuereinrichtung
St dient also zur Verarbeitung; binärer Zeichen, die auf den zu dieser Steuereinrichtung
führenden Signalleitungen E1 und F`2 und Q1 ... Q4 auftreten. Während
der Betriebspause, treten auf diesen Signalleitungen, jeweils :normalerweise solche
Signale auf, die zu Diner durch e111 2m Ausgang A bzw. auf eiri:- der leitungen
Z1 ... Z4 auftretendes c%nal nngezeigtr@a Erfüllung einer Verkna.ipfzam,wsl@edinginig
d; -ser Steuereinrichtung nichts beitragen. So treten @väl@@@@@iad der Betriebspause
auf de;ii als Eingangsleitungen dienenden Signalleitungen EI. und E"2 sowie
auf den als Leitungen für Quittungssigiuille dienenden Signalleitungen Q1, Q2 und
Q4 während der Betriebspausen 0-Signale auf, während auf der Signalleitung Q3 für
Quittungssignale während dieser Zeitspannen gegebenenfalls ein 1-Signal auftritt.
Das Auftreten derartiger Signale auf diesen Leiturigen ist durch die diese Signale
liefernden 'Peileinrichtungen der Anlage bedingt, zu deren Steuerung die betreffende
Steuereinrichtung eingesetzt ist, also beispielsweise durch Kontakte von Belegungsrelais
in Fernsprechvermittlungsanlagen.
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Neben der soeben beschriebenen Steuereinrichtung ist in F i g. 1 auch
die Einrichtung dargestellt, die durch ihre erfindungsgemäße Anordnung zur Erhöhung
der Betriebssicherheit dieser Steuereinrichtung gegenüber auf den Signalleitungen
bzw. Zwischenergebnisleitungen auftretenden fehlerhaften Signalzuständen dient.
Es ist dies die ODER-Schaltung F, deren Eingänge mit denjenigen Signalleitungen
und Zwischenergebnisleitungen, auf denen während der Betriebspause normalerweise
binäre 0-Signale auftreten, verbunden sind. Diese allen diesen Leitungen gemeinsame
ODER-Schaltung F ist so ausgebildet, daß sie auf die zur Erfüllung der jeweiligen
Verknüpfungsbedingungen beitragenden, auf den betreffenden Leitungen auftretenden
1-Signale anspricht und infolgedessen mit Abgabe eines die Erfüllung der ODER-Bedingung
anzeigenden Ausgangssignals während der Betriebspause das Vorliegen eines fehlerhaften
Signalzustandes anzeigt. Auf die in F i g. 1 dargestellte erfindungsgemäße Schaltungsanordnung
angewandt bedeutet dies, daß die Eingänge der ODER-Schaltung F mit solchen zu den
Steuereinrichtungen führenden Signalleitungen bzw. solchen Zwischenergebnisleitungen
verbunden sind, auf denen während der Betriebspause normalerweise 0-Signale auftreten,
also mit den Signalleitungen E 1, E2, Q 1,
Q 2 und
Q 4 und außerdem den Zwischenergebnisleitungen Z3 und Z4, da auf diesen ebenfalls
als sich auf Grund der Eingangssignale der vorhergehenden Gatter ergebende Zwischenergebnisse
während der Betriebspause normalerweise 0-Signale auftreten. So tritt beispielsweise
auf der Zwischenergebnisleitung Z2 ein 0-Signal auf, da auf beiden zum UND-Gatter
U2 führenden Signalleitungen 0-Signale auftreten; entsprechend ist es bei der Zwischenergebnisleitung
Z_ 1. Die Zwischenergebnisleitungen Z1 und Z2, bilden nun wiederum zum ODER-Gatter
0d führende Signalleitungen. Am Ausgang des ODER-Gatters 0d, das mit der Zwischenergebnisleitung
7.3 verbunden ist, treten infolgedessen auch 0-Signale auf, wenn auf den beiden
Zwischenergebnisleitungen 71 und Z2 derartige Signale auftreten. Weiterhin tritt
auch auf der Zwischenergebnisleitung Z4 ein 0-Signal auf, da der Signaleingang des
SPERR-Gatters S, nämlich die Zwischenergebnisleitung Z 3, wie bereits erwähnt, dieses
Signal führt. Tritt nun auf irgendeiner der erwähnten Leitungen, die mit den Eingängen
F'1 ... F"1 oder ODER-Schaltung F verbunden sind, während der Betriebspause
statt des erwähnten fy-Signalf N f:i. %i@°herweise ein 1-Signal auf, dann gibt Blieselhl"cii@iltu
ng an ihrem Ausgang F'S nahczti f@leiclazeiti.x, cl. h. ebenfalls während der Betriebspause,
ein Aussgangssigwil ab, cl.@ s infolgedessen das Vorliegen eines fehlerl-=aften
@a#ialztistiiiides anzeigt. Andererseits rauß nach des Arbeitszustandes und Eintritt
der letricllspause am Ausgang .N'S ein 0-Signal auftreten, welches unter anderem
anzeigt, claß auf den zur Steuereinrichtung St führcriden Signalleitungen
keine fehlerhaften Signale auftreten, d. h. claß diese Signale 19eic;i@,iclsvs:@ise
liefernde Relais ordnungsgemäß iitw.hta l r:`.ien.
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Umgekehrt können bei der eränJungsgemäßen Schaltungsanordnung die
Signale, riic zusaunmen zu einer durch ein am Ausgang der Steaic:i-7°cirichttuig
auftretendes Signal angezeigten Erfüllung einer Verknüpfungsbedingung etwas beitragen
-- bzw. das ständige Ausbleiben eines solchen Signals außerhalb der Betriebspausen
-, automatisch dadurch überwacht werden, daß geprüft wird, ob zurnindes! in g=_,-wissen
Zeitabständen am Ausgang A ein Signal auftritt, so daß es ausreicht, mit Hilfe der
erfindungsgemäßen Anordnung die Signalleitungen daiutifhin zu überwachen, ob sie
zur Erfüllung der VcrknCipfungsbedingungen beitragende Signale auch während der
Betriebspause führen.
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Wie in der F i g. 1 dargestellt, sind von den in der Steuereinrichtung
St enthaltenen UND-Gattern und ODER-Gattern nur die UND-Gatter mit ihren Eingängen
an die Eingänge der genannten gemeinsamen ODER-Schaltung angeschlossen. Ein Anschluß
der als Eingänge der ODER-Schaltung Od dienenden Zwischenergebnisleitungen Z1 und
Z2 an die Eingänge
der genannten ODER-Schaltung erübrigt sich,
da sich ein fehlerhaftes 1-Signal durch dieses ODER Gatter hindurch fortpflanzt
und als fehlerhaftes 1-Signal auf der Zwischenergebnisleitung Z3 erscheint.
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In diesem Fall kann angenommen werden, daß ein 1-Signal auf der Zwischenergebnisleitung
Z 1 und/ oder der Zwischenergebnisleitung Z2 ein 1-Signal auf der Zwischenergebnisleitung
Z3 hervorruft, wodurch fehlerhafte, auf den Zwischenergebnisleitungen Z 1 und Z2
auftretende Signalzustände durch die Zwischenergebnisleitung Z3 mit überwacht werden
können.
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Bisher wurde beschrieben, wie mit Hilfe der erfindungsgemäßen Anordnung
die Betriebssicherheit von Steuereinrichtungen erhöht werden kann. Nach einer Ausgestaltung
des erfindungsgemäßen Verfahrens kann die Betriebssicherheit noch weiter erhöht
werden, und zwar dadurch, daß zusätzlich Teile der betreffenden Steuereinrichtung
und/oder die genannte gemeinsame ODER-Schaltung doppelt vorgesehen sind. Diese doppelt
vorgesehenen Teile der Steuereinrichtung können Funktionsgruppen sein, die jeweils
nur eingangsseitig und ausgangsseitig zusammengeschaltet sind, wie dies beispielsweise
für ein an sich bekanntes Gatter in F i g. 2 dargestellt ist. Mit Hilfe eines derartigen
Gatters lassen sich, wie später noch an Hand der F i g. 3 ausgeführt wird, alle
Gatterfunktionen, wie beispielsweise die eines UND-Gatters, einer ODER-Gatters oder
eines SPERR-Gatters, realisieren. Das eine der in F i g. 2 dargestellten Gatter
besteht aus den beiden Dioden D1 und D2, die kathodenseitig zusammengeschaltet sind.
In entsprechender Weise besteht das andere der beiden Gatter aus den Dioden
D 3 und D 4, die ebenfalls kathodenseitig zusammengeschaltet
sind. Eingangsseitig sind diese beiden Gatter zusammengeschaltet, indem beispielsweise
die Diode D 1 mit der Diode D 3 und die Diode D 2 mit der Diode
D 4 verbunden ist. Ausgangsseitig sind beide Gatter zusammen mit dem Inverter
1Z2 verbunden. Besonders zweckmäßig ist, daß bei der Verdoppelung einer Funktionsgruppe
gegebenenfalls die Eingänge der genannten gemeinsamen ODER-Schaltung an die Eingangsklemmen
der einen und die Signalleitungen an die Eingangsklemmen der anderen Funktionsgruppe
unmittelbar angeschlossen sind und dann die beiden Anschlußpunkte über eine Leitungsverbindung
miteinander verbunden sind. Wenn also beispielsweise das in F i g. 2 dargestellte
doppelt vorgesehene Gatter an die Stelle des in F i g.1 dargestellten UND-Gatters
U 2 tritt, dann können die Leitungen Q 2 und E 2
sowie die Eingänge
F1 und F2 des ODER-Gatters F in der in F i g. 2 dargestellten Weise angeschlossen
sein. Durch die geschilderte Maßnahme werden mit Hilfe des ODER-Gatters F auch Drahtbrüche
in der eingangsseitigen Verdrahtung der doppelt vorgesehenen Funktionsgruppen, wie
beispielsweise eine Unterbrechung der Verbindung der Anoden der beiden Diode4 D
1 und D 3, überwacht. Ein Ausfall dieser links vom Punkt P liegenden, doppelt vorgesehenen
Funktionsgruppe kann bei dieser Art der Verdrahtung nicht auftreten, wenn vorausgesetzt
wird, daß innerhalb dieser Funktionsgruppe während der Lebensdauer der gesamten
Steuereinrichtung ein Drahtbruch immer nur an einer Stelle auftreten kann. Vom Punkt
P ab wird die Überwachung der betrachteten Funktionsgruppe durch die Überwachung
der nächsten Stufe, hier beispielsweise durch -die überwachung der Zwischenleitung
Z2, mit übernommen.
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Wie eine erfindungsgemäße Schaltunganordnung eingesetzt werden kann,
um die Betriebssicherheit von. Steuereinrichtungen gegenüber Fehlern, die beispielsweise
durch Drahtriß, schlechte Lötstellen oder Potentialberührung hervorgerufen werden,
zu erhöhen, zeigt auch die im folgenden beschriebene F i g. 3: Dort ist zunächst
eine Steuereinrichtung St 1 dargestellt, die aus einem Teil der in
F ig. 1 dargestellten Steuereinrichtung St besteht, wobei jetzt technische
Realisierungsbeispiele für die in dieser Steuereinrichtung enthaltenen Funktionsgruppen
dargestellt sind. Außer dieser Steuereinrichtung St 1 ist auch noch die Vermittlungsanlage
V A angedeutet, die solche Signale liefert, die mit Hilfe der Steuereinrichtung
St l zu verarbeiten sind. Die genannten Einrichtungen sind mit Hilfe weiterer Einrichtungen
zur erfindungsgemäßen Anordnung ergänzt, und zwar mit Hilfe der Inverter 1 und mit
Hilfe des Gatters FG, die, wie noch gezeigt werden wird, zusammen eine ODER-Schaltung
bilden.
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Wie bereits erwähnt, lassen sich in an sich bekannter Weise mit Hilfe
eines Gatters, wie es beispielsweise an Hand von F i g. 2 beschrieben wurde, Gatter
beliebiger logischer Funktionen aufbauen. Die logische Funktion, die durch ein derartiges
Gatter ausgeführt wird, hängt davon ab, welche binären Signale an seinen Eingängen
auftreten. So wirkt das in F i g. 2 dargestellte Gatter als ODER-Gatter, wenn als
binäres 1-Signal ein positives Potential und als binäres 0-Signal beispielsweise
Nullpotential gewählt wird, da dann unabhängig davon, ob an dem mit Q2 oder mit
E2 bezeichneten Eingang oder auch an beiden Eingängen ein 1-Signal anliegt, am Punkt
P ebenfalls ein 1-Signal auftritt. Andererseits wirkt das dargestellte Gatter als
UND-Gatter, wenn als 1-Signal beispielsweise Nullpotential und als 0-Signal ein
positives Potential gewählt wird, da in diesem Fall dann und nur dann am Punkt P
ein 1-Signal auftritt, wenn sowohl am Eingang Q2 als auch am Eingang E2 ein 1-Signal
anliegt. Beim Übergang von einem als UND-Gatter verwendeten derartigen Gatter zu
einem als ODER-Gatter verwendeten derartigen Gatter kann das 1-Signal der einen
Art in das 1-Signal der anderen Art umgesetzt werden. Dies kann mit Hilfe von Invertern,
beispielsweise in Form von einstufigen Schaltverstärkern, erfolgen. So ist beispielsweise
zwischen das als UND-Gatter wirkende Gatter GOd (F i g. 3) in die Zwischenergebnisleitung
Z 2 der Inverter 1Z2 und zwischen das letztere Gatter und das bezüglich seines
mit der Zwischenergebnisleitung Z3 verbundenen Eingangs als UND-Gatter wirksame
Gatter GS in die Zwischenergebnisleitung Z3 der Inverter 1Z3 eingefügt.
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Nach der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung sind mit solchen Leitungen
der Steuereinrichtung Stl, auf denen während der Betriebspause normalerweise jeweils
solche Signale auftreten, die zu einer Erfüllung der jeweiligen Verknüpfungsbedingungen
nichts beitragen, die Eingänge einer gemeinsamen ODER-Schaltung für die Erfüllung
der zu der jeweiligen Verknüpfungsbedingung beitragenden, auf den betreffenden Leitungen
auftretenden Signale verbunden. Wenn als gemeinsame ODER-Schaltung ebenfalls ein
zu dem in F i g. 2 dargestelltes analoges Gatter Verwendung finden soll, dann müssen
die Eingänge dieses Gatters über Inverter mit den genannten
Leitungen
verbunden sein, wenn die dort auftretenden und zur Erfüllung einer UND-Verknüpfungsbedingung
beitragenden Signale bei der ODER-Schaltung zur Abgabe eines die Erfüllung der ODER-Bedingung
anzeigenden Ausgangssignals führen sollen. Auf den in Frage kommenden Leitungen
E2, Q 2, Z 3, Q 4 und Z 4 (F i g. 3) der Steuerschaltung St l treten normalerweise
während der Betriebspause positive Signale auf. Diese haben am Ausgang der jeweils
nachgeschalteten Inverter 1 als Signal ein Erdpotential zur Folge, auf die das als
ODER-Schaltung verwendete Gatter FG nicht anspricht. Tritt dagegen auf einer dieser
Leitungen fälschlicherweise als Signal kein positives Potential, sondern beispielsweise
Erdpotential auf, dann tritt am Ausgang des nachgeschalteten Inverters, beispielsweise
des Inverters 11, ein positives Potential auf. Dieses hat dann am Ausgang
des Gatters FG ' die Abgabe eines die Erfüllung der ODER-Bedingung anzeigenden Ausgangssignals
zur Folge, das infolgedessen das Vorliegen eines fehlerhaften Signalzustandes anzeigt.
Bei den in F i g. 3 vorhandenen Leitungen ist angedeutet, welches Potential dort
normalerweise während der Betriebspausen auftritt. Außerdem ist in Klammern angegeben,
welches Potential dort beispielsweise im Fehlerfall anliegt. Dabei kann es sich
um ein positives Potential handeln, welches durch ein Pluszeichen angedeutet ist
oder um ein Erdpotential, welches durch das Symbol l dargestellt ist. Statt des
Erdpotentials kann dort auch ein negatives Potential oder, beispielsweise durch
Drahtbruch bedingt, ein undefiniertes Potential auftreten, das sich in der Steuereinrichtung
genauso auswirkt wie ein Signal in Form von Erdpotential.
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Zur weiteren Erhöhung der Betriebssicherheit können in F i g. 3 statt
der einen ODER-Schaltung FG zwei ODER-Schaltungen vorgesehen sein, von denen jede
bei Vorliegen eines fehlerhaften Signalzustandes ein die Erfüllung der ODER-Bedingung
anzeigendes Ausgangssignal liefert. Die Eingänge der zusätzlichen ODER-Schaltung
sind dann ebenfalls über Inverter mit den genannten Leitungen an den in F i g. 3
angedeuteten Stellen verbunden, so daß auch bei Ausfall eines Inverters bzw: eines
als ODER-Schaltung dienenden Gatters ein fehlerhafter Signalzustand angezeigt wird.
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Neben den genannten Leitungen weist die Steuereinrichtung
St 1 die zusätzliche Leitung Q 3 auf, die, wie in der
Figur angedeutet, in der Betriebspause ein Signal führt, das zur Erfüllung einer
Verknüpfungsbedingung der Steuereinrichtung beiträgt. Wie F i g. 1 zeigt, ist die
Leitung Q 3 mit dem Sperreingang des Gatters S verbunden, so daß infolgedessen ein
auf dieser Leitung auftretendes 0-Signal zur Erfüllung einer Verknüpfungsbedingung
dieses Gatters beiträgt. Falls diese Leitung dagegen während der Betriebspausen
ein 1-Signal aufzuweisen hätte, so könnte diese Leitung gegebenenfalls zusammen
mit weiteren während der Betriebspausen normalerweise dasselbe Signal führenden
Leitungen mit den Eingängen einer weiteren ODER-Schaltung verbunden -sein, die ebenso
wie die ODER-Schaltung FS das Vorliegen eines fehlerhaften Signalzustandes anzeigte,
wenn fälschlicherweise auf diesen Leitungen das zur Erfüllung der Verknüpfungsbedingung
beitragende 0-Signal auftritt. Bei der Leitung Q 3 ist dies jedoch nicht möglich,
da diese auch während der Betriebspause normalerweise ein als 0-Signal wirksames
Erdpotential führt. In diesem Fall kann jedoch nach einer Ausgestaltung der Erfindung
die Betriebssicherheit bezüglich dieser Leitung dadurch erhöht werden, daß jeweils
neben einer solchen Leitung eine weitere, normalerweise die gleichen Signale führende
Leitung vorgesehen ist, die zu einem entsprechenden weiteren Eingang des von dieser
Leitung gesteuerten Gatters GS führt, wie dies in F i g. 3 dargestellt ist.
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Da Potentialfreiheit auf einer der betrachteten Leitungen ebenso wie
ein Erdpotential oder ein negatives Potential zum Ansprechen der betrachteten ODER-Schaltung
führt, wird also durch ihre Verwendung die Betriebssicherheit auch gegenüber Fehlern
erhöht, die durch Drahtriß oder schlechte Lötstellen hervorgerufen werden.