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DE1274730B - Magnetvariometer - Google Patents

Magnetvariometer

Info

Publication number
DE1274730B
DE1274730B DEC21714A DEC0021714A DE1274730B DE 1274730 B DE1274730 B DE 1274730B DE C21714 A DEC21714 A DE C21714A DE C0021714 A DEC0021714 A DE C0021714A DE 1274730 B DE1274730 B DE 1274730B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
magnetic
ferrite
magnetic circuit
variometer
polarization
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC21714A
Other languages
English (en)
Inventor
Rene Le Gardeur
Jacques Lecomte
Joseph Taillet
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Commissariat a lEnergie Atomique et aux Energies Alternatives CEA
Original Assignee
Commissariat a lEnergie Atomique CEA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Commissariat a lEnergie Atomique CEA filed Critical Commissariat a lEnergie Atomique CEA
Publication of DE1274730B publication Critical patent/DE1274730B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01FMAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
    • H01F21/00Variable inductances or transformers of the signal type
    • H01F21/02Variable inductances or transformers of the signal type continuously variable, e.g. variometers
    • H01F21/08Variable inductances or transformers of the signal type continuously variable, e.g. variometers by varying the permeability of the core, e.g. by varying magnetic bias

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Motors That Do Not Use Commutators (AREA)

Description

  • Magnetvariometer Die Erfindung bezieht sich auf Magnetvariometer mit einem Magnetkreis und einer wenigstens einen Teil dieses Kreises umgebenden Polarisationswicklung, die von einem Gleichstrom durchflossen wird, dessen regelbare Stärke zwischen dem Wert Null und wenigstens dem der Sättigung des Kreises entsprechenden Wert veränderlich ist. Bei einem Magnetvariometer wird bekanntlich die Permeabilität eines Massekerns und damit die Induktivität einer auf diesem befindlichen Induktionsspule durch unterschiedliche Gleichstromvormagnetisierung geändert. Insbesondere soll das Magnetvariometer für die Bildung von induktiven Hohlraumresonatoren zur Teilchenbeschleunigung in einer Einrichtung mit veränderlicher Beschleunigungsfrequenz verwendet werden.
  • Vor der Erläuterung der Erfindung wird zunächst folgendes vorausgeschickt: In der Elektrotechnik besteht bei Verwendung von Resonanzkreisen häufig das Bedürfnis, diese Kreise auf ein breites Frequenzband abstimmen zu können. Ein solches Bedürfnis tritt beispielsweise auf, wenn bei einem zyklischen Beschleuniger für elektrisch geladene Teilchen eine starke Beschleunigungsspannung von einem Oszillator verhältnismäßig kleiner Leistung unter Benutzung eines induktiven Hohlraumresonators oder einer Gleitröhre erzeugt werden soll. Ferner ist die Möglichkeit der Abstimmung auf ein breites Frequenzband erwünscht, wenn eine drahtlose Verbindung auf einer bestimmten, aber a priori etwas innerhalb eines Bandes von mehreren Oktaven liegenden Frequenz hergestellt werden soll, z. B. zur Fernlenkung von militärischen Geräten.
  • Für die Abstimmung derartiger Resonanzkreise wurden bisher mechanische Verfahren benutzt, die auf der Veränderung einer Kapazität oder einer Induktivität beruhen und zu relativ günstigen Gütefaktoren (geringe Verluste) führen, aber zu schwerfällig sind und nur die Bestreichung eines schmalen Frequenzbandes gestatten.
  • Es sind auch elektrische Verfahren benutzt worden, die entweder die Veränderung der Dielektrizitätskonstanten des Dielektrikums eines Kondensators oder die Veränderung der Permeabilität des Magnetkreises einer Induktionsspule ausnutzen. Das erste dieser elektrischen Verfahren gestattet nur die überstreichung eines schmalen Bandes (etwa eine Oktave), wobei die Leistung außerdem verhältnismäßig klein bleiben muß. Die Veränderung der Permeabilität des den Magnetkreis einer Induktionsspule bildenden Materials, vorzugsweise Ferrit, durch magnetische Polarisation gestattet dagegen die Induktivität der Spule in einem Verhältnis zu ändern, das leicht einen Wert von mehreren Hundert erreichen kann.
  • Die nach dem zuletzt erwähnten Prinzip hergestellten Resonanzkreise besitzen jedoch einen geringen Gütefaktor, d. h. hohe elektrische Verluste, wenn die Abstimmung in einem relativ breiten Frequenzband durchführbar sein soll. Dieser schwerwiegende Nachteil ist eine unvermeidbare Folge der zur Bildung der Magnetkreise verfügbaren Materialien. Von diesen Materialien besitzen nämlich einige zwar eine mit dem polarisierenden Feld stark veränderliche reversible Permeabilität, verursachen jedoch gleichzeitig hohe elektrische Verluste. Bei anderen Materialien sind die elektrischen Verluste geringer, aber ihre reversible Permeabilität ändert sich nur wenig mit dem polarisierenden Feld.
  • Das Ziel der Erfindung geht dahin, ein Magnetvariometer so auszubilden, daß bei einer gegebenen Änderung des Polarisationsstromes des Magnetkreises eine verhältnismäßig große Änderung der Induktivität eintritt, aber gleichzeitig die den starken Polarisationen entsprechenden elektrischen Verluste des Magnetkreises verhältnismäßig klein sind.
  • Bei einem Mehrfachmagnetvariometer ist es bereits bekannt, den Magnetkreis aus zwei in Reihe geschalteten Magnetkreisen zusammenzusetzen. In diesem Fall werden mehrere Spulen von einem allen Spulen gemeinsamen Erregersystem gesteuert, indem die Steuerwicklung auf dem Mittelbutzen eines Schalenkerns angebracht ist, der im Mantel einen Luftspalt aufweist, in dem die erforderliche Anzahl der gleichzeitig gesteuerten Hochfrequenzspulen in regelmäßiger Anordnung so über den Umfang verteilt sind, daß die Kerne dieser Spulen die magnetischen Kraftlinien zwischen den Schalenrändern schließen. Die hintereinandergeschalteten Magnetkreise können aus verschiedenartigen Werkstoffen gebildet sein. Beispielsweise kann das Erregersystem, bei dem eine möglichst hohe Sättigung angestrebt wird, aus einem Manganferrit bestehen, während für die Hochfrequenzkerne im Hinblick auf eine hohe Spulengüte Nickelferrit verwendet werden kann.
  • Weiterhin ist es bekannt, einen ringförmigen Magnetkern aus in der Achsrichtung aufeinandergelegten Einzelmagnetkernen mit unterschiedlichen magnetischen Eigenschaften zusammenzusetzen; die sich dabei ergebenden Kerndaten sind Mittelwerte der Daten der Einzelkerne. Durch die Kombination geeigneter Einzelkerne sollen sich Magnetkerne zusammensetzen lassen, die hinsichtlich ihrer magnetischen Eigenschaften bestimmte Bedingungen erfüllen. Man will auf diese Weise die Lagerhaltung vereinfachen, indem für einen bestimmten Anwendungsfall aus verschiedenen Einzelkernen ein geeigneter Magnetkern zusammengesetzt wird, anstatt eine Vielzahl von fertigen Spezialkernen vorrätig zu halten.
  • Bei diesen vorbekannten Magnetkernen geht es noch nicht um das Problem, für ein Magnetvariometer einen Magnetkreis zu schaffen, der auch bei einer starken Änderung der reversiblen Permeabilität als Funktion der Polarisierung, wie es zur Erzielung eines breiten Frequenzbandes wünschenswert ist, keine übermäßig großen elektrischen Verluste verursacht.
  • Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Magnetkreis eines Magnetvariometers der eingangs genannten Art aus wenigstens zwei elementaren Magnetkreisen zusammengesetzt wird, die aus verschiedenen Werkstoffen bestehen und parallel geschaltet sind, wobei sich die reversible Permeabilität des den ersten Magnetkreis bildenden Werkstoffes stärker ändert als die des den zweiten Magnetkreis bildenden Werkstoffes, wenn der Polarisationsstrom von einem Grenzwert zum anderen übergeht, und die elektrischen Verluste in dem zweiten Werkstoff bei den benutzten Frequenzen kleiner als die elektrischen Verluste in dem ersten Werkstoff sind.
  • Als Werkstoffe werden für den Aufbau der einzelnen Magnetkreise des Magnetvariometers nach der Erfindung vorzugsweise Ferrite benutzt.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Magnetvariometers nach der Erfindung ist jeder einzelne Magnetkreis in sich selbst geschlossen.
  • Das nach der Erfindung aufgebaute Magnetvariometer bietet bei geeigneter Kombination der einzelnen Magnetkreise den Vorteil, daß es in einem relativ breiten Frequenzband mit einem Gütefaktor arbeitet, wie er bisher nur für schmale Frequenzbänder bekannt war. Durch die nach der Erfindung vorgesehene Zusammenfassung von wenigstens zwei einzelnen Magnetkreisen werden resultierende Eigenschaften erzielt, die nicht etwa über den Verlauf des Frequenzbandes einen Mittelwert darstellen, sondern bei den höchsten und tiefsten Frequenzen des Bandes jeweils von demjenigen Werkstoff maßgeblich bestimmt werden, der dabei den günstigeren Einfluß ausübt. Zwischen den Extremwerten liegt ein stetiger Übergang der magnetischen Eigenschaften vor. Weitere Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend an zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispielen erläutert. Es zeigen F i g. 1 bis 3 Diagramme mit den Änderungen bestimmter Kenngrößen von Ferriten, wie sie zur Herstellung von Magnetkreisen benutzt werden, in Abhängigkeit vom Polarisationsfeld H, F i g. 4 schematisch einen induktiven Hohlraumresonator, der mit einem Magnetvariometer gemäß der Erfindung ausgestattet ist, F i g. 5 das elektrische Ersatzschaltbild des Hohlraumresonators nach F i g. 4, F i g. 6 in einer perspektivischen Darstellung einen Hohlraumresonator und F i g. 7 ein Diagramm, das die Änderungen von zwei Parametern eines Arbeitsspiels des Hohlraumresonators enthält.
  • Bei den zur Bildung der Magnetkreise benutzten Werkstoffen handelt es sich um ferromagnetische Keramikwerkstoffe, die unter dem Namen Ferrit bekannt sind.
  • In dem Diagramm der F i g. 1 ist als Abszisse das Polarisationsfeld H in AW/cm und als Ordinate die reversible Permeabilität ,u bei 20° C für zwei Ferrite mit unterschiedlichen magnetischen Eigenschaften aufgetragen, wobei die Kurve 1 für einen Ferrit A und die Kurve 2 für einen Ferrit B gilt.
  • Aus diesem Diagramm ergibt sich, daß bei der Polarisation Null die reversible Permeabilität des Ferrits A in der Nähe von 1000 liegt, während die des Ferrits B nur 200 erreicht, daß aber andererseits, sobald die Stärke des polarisierenden Feldes etwa 2 AW/cm übersteigt, der Ferrit B eine reversible Permeabilität hat, die größer ist als die des Ferrits A. Mit anderen Worten heißt dies: Für eine gegebene Änderung des polarisierenden Feldes ändert sich die reversible Permeabilität des Ferrits A viel stärker als die des Ferrits B. Der Verhältniswert der reversiblen Permeabilität des Ferrits B nimmt also mit der Polarisation zu, was auch für die entsprechenden Induktivitäten gilt, die zu den reversiblen Permeabilitäten praktisch proportional sind.
  • In dem Diagramm der F i g. 2 ist als Abszisse wiederum das Polarisationsfeld Hin AW/cm und als Ordinate der entsprechende Gütefaktor eines weiter unten beschriebenen induktiven Hohlraumresonators aufgetragen. Die Kurve 3 gilt für den Fall, daß der Hohlraumresonator nur mit dem Ferrit A ausgerüstet ist, während die Kurve 4 sich auf die Ausrüstung ausschließlich mit dem Ferrit B und die Kurve 5 auf den Fall bezieht, daß der Hohlraumresonator zu vier Fünfteln mit dem Ferrit A und zu einem Fünftel mit dem Ferrit B ausgerüstet ist.
  • Aus diesem Diagramm geht hervor, daß bei den benutzten Hochfrequenzwerten (wobei sich die Frequenz mit dem polarisierenden Feld ändert, wie dies weiter unten erläutert ist) der von dem Ferrit B herrührende Gütefaktor Q2 erheblich größer als der von dem Ferrit B herrührende Gütefaktor Q1 ist, und daß die Hinzufügung des Ferrits B den Gesamtgütefaktor QT des Hohlraumresonators verbessert. In der Praxis ist dieser letztere praktisch gleich Q1 bei fehlender Polarisation und sucht sich Q2 immer mehr zu nähern, wenn die Polarisation zunimmt.
  • Bekanntlich ist, wenn L1 die von dem Ferrit A herrührende Teilinduktivität und L2 die von dem Ferrit B herrührende Teilinduktivität ist, die äquivalente Gesamtinduktivität LT gleich der Summe von L1 und L2, und der Gütefaktor QT kann aus folgender Beziehung abgeleitet werden: LT _ L, L2 QT Q1 + Q2 Da Q2 stets größer als Q, ist, kann aus dieser Beziehung gefolgert werden, daß QT um so mehr zunimmt, je größer der Wert von L2 gegenüber L1 ist, was aus den Diagrammen der F i g. 1 und 2 hervorgeht.
  • Von einem gewissen Wert des Polarisationsstromes an haben die Kreise aus dem Ferrit B einen magnetischen Widerstand der gleichen Größenordnung wie die parallelgeschalteten Kreise aus dem Ferrit A, deren Zahl - und somit deren Querschnitt - größer ist, deren Permeabilität aber kleiner ist. Ein hoher Anteil der Gesamtinduktivität rührt dann von den Kreisen aus dem Ferrit B her, und dieser Anteil nimmt mit der Polarisation zu.
  • Für die höchsten Abstimmfrequenzen muß die Gesamtinduktivität erheblich kleiner (ein Fünfunddreißigstel bei dem nachstehenden Beispiel) als bei den tiefsten Abstimmfrequenzen sein. Für diese hohen Frequenzen muß daher die reversible Permeabilität der Ferrite entsprechend verringert werden, wofür der Polarisationsstrom dieser Ferrite einen um so größeren Wert haben muß, je mehr die Abschnitte mit geringerer Permeabilität (aus Ferrit B) die Wirkung dieses Stromes zu verringern suchen. Anders ausgedrückt, der Zusatz des Ferrits B erfordert zur Abstimmung auf die höchsten Frequenzen eine geringere Vergrößerung des Polarisationsstromes.
  • Dies hat zwei günstige Wirkungen für die Verringerung der Hochfrequenzverluste, d. h. für die Verbesserung des Gesamtgütefaktors QT bei Hochfrequenz: a) Die erste rührt von der verhältnismäßigen Zunahme der Bedeutung des Ferrits B her, dessen Gütefaktor Q2 dann sehr hoch ist; b) die zweite beruht auf der Zunahme des Gütefaktors Q, unter sonst gleichen Umständen. Aus der Kurve 3 geht nämlich hervor, daß dieser Gütefaktor mit der Stärke des polarisierenden Feldes zunimmt (welche bei dem betrachteten Fall gleichzeitig mit der Frequenz zunimmt).
  • Das Diagramm in Fig.3 ist angegeben, um zu zeigen, daß bei konstanter Frequenz der Gütefaktor Q1 praktisch linear mit der Stärke des polarisierenden Feldes zunehmen würde. In das Diagramm dieser Figur ist als Abszisse das Polarisationsfeld H in AW/cm und als Ordinate der entsprechende Gütefaktor einer mit dem Ferrit A ausgerüsteten Anordnung eingetragen, bei welchem die Induktion mit der Frequenz in der gleichen Beziehung wie bei dem obigen induktiven Hohlraumresonator steht. Die verschiedenen Kurven zeigen die Versuchsergebnisse für eine Hochfrequenz bestimmten Wertes bei 20° C.
  • Die beiden obigen günstigen Wirkungen gestatten, mittels einer Vergrößerung des Polarisationsstromes der Ferrite die in dem oberen Bereich des Frequenzbandes erforderliche Hochfrequenzleistung zu verringern, was bei Apparaturen besonders günstig ist, welche hauptsächlich mit in diesem Bereich liegenden Frequenzen arbeiten, wie dies bei dem weiter unten beschriebenen Hohlraumresonator der Fall ist.
  • Natürlich können, wie bereits oben ausgeführt, auch andere magnetische Werkstoffe als die aufgeführten zur Herstellung der betrachteten elementaren Magnetkreise benutzt werden.
  • So kann insbesondere an Stelle des Ferrits B ein Ferrit C benutzt werden, der unter sonst gleichen Umständen noch kleinereÄnderungen der reversiblen Permeabilität als der Ferrit B und noch kleinere Verluste aufweist.
  • Ferner können mehr als zwei aus verschiedenen Werkstoffen gebildete Elementarkreise benutzt werden, z. B. aus den Ferriten A, B und C.
  • Aus dem in den F i g. 4 bis 7 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Hochfrequenzinduktivität, die einem induktiven Hohlraumresonator zur Beschleunigung der Protonen in einem Synchrotron angehört, mit 6 bezeichnet. In einem derartigen Apparat durchlaufen die Protonen eine geschlossene Bahn in einer ringförmigen Vakuumkammer 7 und werden bei jedem Umlauf durch eine Potentialdifferenz geeigneten Sinnes beschleunigt, welche zwischen zwei Elektroden 8 und 9 angelegt wird, welche die beiden Lippen einer isolierenden Unterbrechung 10 (oder eines »Beschleunigungsintervalls«) dieser Kammer bilden.
  • Anstatt die von einem Hochfrequenzgenerator mit großer elektromotorischer Kraft erzeugte elektrische Spannung unmittelbar an diese Elektroden anzulegen, werden diese aus Ersparnisgründen besser in einen die Induktivität 6 und die Kapazität 11 enthaltenden Resonanzkreis eingeschaltet, welcher durch einen Hochfrequenzgenerator 12 erregt wird, dessen Leistung erheblich kleiner sein kann.
  • Gemäß dem Prinzip des Synchrotrons muß sich die Beschleunigungsfrequenz mit der Energie der beschleunigten Protonen ändern, und der Resonanzkreis 6-11 muß ebenso wie der Generator 12 auf das ganze entsprechende Frequenzband abgestimmt werden können.
  • Beispielshalber sei das Protonensynchrotron »Saturne« in Saclay (Frankreich) angegeben, dessen Frequenzband zwischen 0,75 und 8,5 MHz liegt. Das Verhältnis zwischen den Grenzfrequenzen ist somit größer als 11, so daß die Werte der Induktivität 6 und/oder der Kapazität 11 in einem Verhältnis in der Größenordnung von 130 veränderlich sein müssen (gleich dem Quadrat des Verhältnisses der Grenzresonanzfrequenzen). Wenn daher die Kapazität im Verhältnis 1: 4 veränderlich ist, muß die Induktivität etwa in dem Verhältnis 1: 35 veränderlich sein.
  • Die in den Figuren dargestellte Induktivität 6 ist in bezug auf den Körper symmetrisch und wird durch zwei koaxiale, in einer Flucht angeordnete Leitungen gebildet, deren jede einen sich an das Beschleunigungsintervall 10 anschließenden Abschnitt der Protonenbahn umgibt. Die entgegengesetzten Enden dieser Leitungen sind durch die Böden 13 kurzgeschlossen, und an ihren einander gegenüberliegenden Enden sind die Außenleiter miteinander vereinigt, wodurch die Außenwand des Hohlraumresonators gebildet wird, während ihre voneinander isolierten Innenleiter zwei Abschnitte der ringförmigen Kammer 7 verwirklichen, welche durch die erwähnten Beschleunigungslippen 8 und 9 abgeschlossen werden.
  • Die Induktivität 6 ist durch Magnetkreise 14a, 14 b aus Ferrit veränderlich gemacht, welche zwischen den Innen- und Außenleitern einer jeden koaxialen Leitung angeordnet und durch Spulen 15 polarisierbar sind, welche aus einer Stromquelle 16 mit Gleichstrom gespeist werden. Entsprechend den obigen Ausführungen bestehen diese Magnetkreise aus mehreren Teilkreisen 14a, 14 b, welche parallel angeordnet sind und aus Ferriten verschiedener Kenngrößen bestehen.
  • Eine praktische Ausführung des induktiven Hohlraumresonators, welche sich voll bewährt hat, ist in F i g. 6 genauer dargestellt.
  • Der den beiden koaxialen Leitungen gemeinsame, die Außenwand des Hohlraumresonators verwirklichende Außenleiter wird durch vier Platten 6a aus weichem Stahl (welche eine magnetische Abschirmung bilden) gebildet, welche auf ihren beiden Seiten mit Kupferfolien (zur Herstellung der elektrischen Leitfähigkeit) überzogen sind, wobei die Anordnung ein rechteckiges Parallelepiped mit einer Länge von 1,90 m, einer Breite von 1 m und einer Höhe von 0,70 m bildet.
  • Die Innenleiter werden durch zwei rohrförmige Teile 6b aus rostfreiem Stahl mit einer Breite von 450 mm und einer Höhe von 134 mm gebildet.
  • An der Stelle des Beschleunigungsintervalls verbindet eine isolierende Dichtung 17 aus dem Äthoxylinharz mit einer Breite von 55 mm dicht die beiden Rohrteile 6 b.
  • Die Ro-grteile 6 b durchdringen die Böden 13, und ihre außerhalb des Hohlraumresonators liegenden Abschnitte sind durch Systeme mit nachgiebigen Membranen mit dem Rest der Vakuumkammer verbunden.
  • Der zu jeder koaxialen Leitung gehörende Magnetkreis wird durch eine Anordnung von zwanzig rechteckigen Ferritrahmen (sechzehn Rahmen 14a aus Ferrit A und vier Rahmen 14 b aus Ferrit B) gebildet, deren jeder die Innenabmessungen 553 X 200 mm und die Außenabmessungen 800 X 447 mm sowie eine Dicke von 25 mm hat. Diese Rahmen sind paarweise zusammengefaßt, und die Rahmengruppen sind zur Ermöglichung ihrer Kühlung durch breite Zwischenräume 18 voneinander getrennt.
  • Die Polarisation des Magnetkreises erfolgt durch den Strom, welcher in zwei Spulen 15 fließt, welche nur einen geringen Teil der Länge der Ferritrahmen umgeben und symmetrisch zu der mittleren Querebene des Hohlraumresonators innerhalb desselben auf der gleichen Seite der Vakuumkammer angeordnet sind. Zur Entkopplung des Niederfrequenzpolarisationsfeldes von dem Hochfrequenzbeschleunigungsfeld sind die Spulen 15 achtförmig verwunden. Hierfür sind die zwanzig Rahmen einer jeden Hohlraumresonatorhälfte zu zwei Zehnerpaketen zusammengefaßt, und die Windungen der Spulen 15 sind nacheinander in verschiedenem Sinn auf die Anordnung der entsprechenden Rahmenabschnitte eines jeden Pakets aufgewickelt, wodurch die ungewünschten induzierten elektromotorischen Kräfte durch Gegenschaltung fast vollständig aufgehoben werden. Jede Spule besteht aus zehn Kupferrohren mit einem äußeren quadratischen Querschnitt, deren Kühlung durch einen inneren Wasserumlauf erfolgt. Die Gesamtinduktivität dieser Spulen beträgt größenordnungsmäßig 5 mH, während der höchstzulässige Strom etwa 400 A beträgt. Eine nicht dargestellte Siebanordnung für den Polarisationsstrom ist außerhalb des Hohlraumresonators vorgesehen, um den übertritt von hochfrequenten Störinduktionen in den Rest der Anlage zu verhindern. Das Diagramm der F i g. 7 zeigt die Änderungen der Abstimmfrequenz des Hohlraumresonators (voll ausgezogene Kurve 19) bzw. der Stärke des Polarisationsstromes (gestrichelte Kurve 20) während eines (etwa 0,8 Sekunden dauernden) Beschleunigungszyklus. In diesem Diagramm sind als Abszissen die Zeit t in Sekunden und als Ordinaten die Frequenz f in Megahertz bzw. die Stromstärke I in Ampere aufgetragen.
  • Das Diagramm zeigt deutlich, daß die Frequenz des Hohlraumresonators während des größten Teils des Beschleunigungszyklus in dem oberen Bereich der möglichen Abstimmfrequenzen liegt.
  • Wie oben bereits ausgeführt, gestattet die Erfindung eine erhebliche Verringerung der Verluste in diesem Bereich. In der Praxis braucht der Generator 12 nur eine Leistung von 2 kW zu liefern, während er bei einem nicht erfindungsgemäß ausgebildeten Hohlraumresonator eine fünffache Leistung liefern müßte. Ferner gestattet die Erfindung, diese Hochfrequenzleistung praktisch von der Frequenz in dem ganzen benutzten Frequenzband (0,75 bis 8,5 MHz) unabhängig zu machen, was insbesondere das Arbeiten der Anordnungen zur Verstärkung und Regelung der an 21-22 (F i g. 6) angelegten Beschleunigungsspannung erheblich vereinfacht.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Magnetvariometer mit einem Magnetkreis und einer wenigstens einen Teil dieses Kreises umgebenden Polarisationswicklung, die von einem Gleichstrom durchflossen wird, dessen regelbare Stärke zwischen dem Wert Null und wenigstens dem der Sättigung des Kreises entsprechenden Wert veränderlich ist, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß der Magnetkreis aus wenigstens zwei elementaren Magnetkreisen zusammengesetzt ist, die aus verschiedenen Werkstoffen bestehen und parallel geschaltet sind, wobei sich die reversible Permeabilität des den ersten Magnetkreis bildenden Werkstoffes stärker ändert als die des den zweiten Magnetkreis bildenden Werkstoffes, wenn der Polarisationsstrom von einem Grenzwert zum anderen übergeht, und die elektrischen Verluste in dem zweiten Werkstoff bei den benutzten Frequenzen kleiner als die elektrischen Verluste in dem ersten Werkstoff sind.
  2. 2. Magnetvariometer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die elementaren Magnetkreise bildenden Werkstoffe Ferrite sind.
  3. 3. Magnetvariometer nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder elementare Magnetkreis in sich selbst geschlossen ist.
  4. 4. Verwendung des Magnetvariometers nach den Ansprüchen 1 bis 3 zur Bildung von induktiven Hohlraumresonatoren zur Teilchenbeschleunigung in einer Einrichtung mit veränderlicher Beschleunigungsfrequenz. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 951819, 450 560; deutsche Auslegeschrift Nr.1061847; Buch von H. R e i n b o t h , Technologie und Anwendung magnetischer Werkstoffe, VEB-Verlag Technik, Berlin, 1958, S. 61 bis 64.
DEC21714A 1959-06-20 1960-06-20 Magnetvariometer Pending DE1274730B (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE450560C (de) * 1925-07-07 1927-10-06 Aeg Aus zwei oder mehreren in der Achsrichtung aufeinandergelegten Einzelmagnetkernen zusammengesetzter ringfoermiger Magnetkern
DE951819C (de) * 1953-03-29 1956-11-08 Siemens Ag Mehrfachmagnetvariometer
DE1061847B (de) * 1956-11-06 1959-07-23 Koepenick Funkwerk Veb Hochfrequenz-Magnetvariometer

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