DE1273672B - Anordnung zur Festlegung von Leiterenden der Wicklung eines mit einem Kollektor versehenen Laeufers einer elektrischen Maschine - Google Patents
Anordnung zur Festlegung von Leiterenden der Wicklung eines mit einem Kollektor versehenen Laeufers einer elektrischen MaschineInfo
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Description
- Anordnung zur Festlegung von Leiterenden der Wicklung eines mit einem Kollektor versehenen Läufers einer elektrischen Maschine Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung zur Festlegung von Leiterenden der Wicklung eines mit einem Kollektor versehenen Läufers einer elektrischen Maschine mit Nutenverschlußkeilen durch an den Stirnseiten des Blechpakets angeordnete Haltemittel.
- Anker der genannten Art werden bis zu einer bestimmten Baugröße mit einer fortlaufenden Wicklung versehen, wobei jeweils das Ende einer Wicklung und der Anfang der nächsten Wicklung als Schlaufe herausgezogen wird, um später mit der entsprechenden Lamelle des Kollektors verbunden zu werden. Zur Vorbereitung dieser herausgeführten Leiterenden für ihre Verbindung mit der jeweiligen Kollektorlamelle, beispielsweise durch Löten, wird die Schlaufe zunächst verdrillt und anschließend der Draht von der Isolation befreit. Zur Durchführung dieser Arbeiten müssen die Leiterenden, damit sie eine definierte Lage haben und nicht etwa abreißen, zuvor fixiert werden. Bei einer bisher geübten Methode zur Fixierung der Leiterenden werden diese mittels einer Schnur festgelegt. Wie dies geschieht, ist aus F i g. 1 bis 3 der Zeichnung ersichtlich.
- In F i g. 1 ist ein bereits bewickelter Anker 1 dargestellt, an dessen kollektorseitigem Ende eine Reihe von Leiterenden 2 herausgeführt ist. Zur Fixierung der Leiterenden 2 dient ein am Anker angebrachter Haltefaden 3, der in sämtlichen Nuten hin- und zurückgeführt ist, mittels der dabei entstehenden Schlaufen jeweils ein Bündel von Leiterenden erfaßt und diese beim Straffziehen gegen die Endscheibe 4 festzieht.
- In F i g. 2 ist ein vergrößerter Ausschnitt des Ankers in Draufsicht dargestellt, aus dem hervorgeht, wie die Leiterenden 2 durch die Schlaufe des Haltefadens 3 hindurchgeführt sind, und aus dem in F i g. 3 dargestellten teilweisen Schnitt ist zu erkennen, wie der Haltefaden 3 beim Festziehen die Leiterenden 2 gegen die Endscheibe 4 des Ankerblechpakets festdrückt.
- Diese bisher gebräuchliche Methode zur Fixierung der Anschlußdrähte ist jedoch mit Nachteilen behaftet, denn die in beschriebener Weise durch die Nuten des Ankers geführte Halteschnur muß, um für die Leiterenden jeweils eine Schlaufe zu bilden, durch jede Nut mindestens zweimal geführt sein, manchmal sogar bis zu viermal. Hierdurch wird der Nutenfüllfaktor und damit die Ausnutzung des Ankers merklich reduziert. Zum anderen muß die Isolation der Nuten, um Überschläge zwischen Wicklung und Eisenpaket zu vermeiden, an beiden Paketenden axial etwas überstehen. Die straff um die Zähne gelegte Halteschnur beansprucht diese Isolation mechanisch sehr stark und führt oft zum Einreißen derselben. Dadurch wird die Spannungsfestigkeit vermindert, und es treten an diesen Einrißstellen unter Umständen Durchschläge zwischen Wicklung und Paket auf. Schließlich stellt das Einziehen der Halteschnur, Herumlegen um die Leiterenden und Festziehen einen Arbeitsaufwand dar, der die Herstellung des Ankers entsprechend verteuert.
- Durch die deutsche Auslegeschrift 1089 055 ist weiterhin eine Anordnung zur Festlegung der Spulenenden eines mit einem Stromwender versehenen Läufers einer elektrischen Maschine mittels einer zwischen Stromwender und Läufer aufgesteckten biegsamen Isolierstoffplatte bekanntgeworden, durch welche die Spulendrahtenden der Läuferwicklung zu den Stromwenderlamellen geführt und/oder verankert sind; die Isolierstoffplatte entspricht dabei im wesentlichen dem Radialschnitt durch das Läufereisen, ragt aber in ebenem Zustand mit Tragführungsteilen über den Umfang des Ankerkerns hinaus, von denen jedes durch einen radial verlaufenden Einschnitt in ein Zungenpaar unterteilt ist, wobei jede Zunge eine Durchtrittsöffnung für die Spulendrahtenden aufweist. Bei dieser bekannten Ausführung wirkt sich die relativ komplizierte Form der Isolierstoffplatten, auch Endscheiben genannt, insofern nachteilig aus, als sie ein kompliziertes Stanzwerkzeug erforderlich macht. Außerdem ist es auch zeitraubend, daß die einzelnen Zungen nach dem Einfädeln der Leiterenden nacheinander aus dem über den Umfang des Ankerkerns hinausragenden Bereich heruntergeklappt und noch durch Isolationsbeilagen elektrisch voneinander getrennt werden müssen. Auch ist es, speziell bei Verwendung sehr dünner Drähte, unvorteilhaft, daß die Leiterenden nach dem Einfädeln durch dieses Herumklappen nochmals einer Bewegung ausgesetzt sind, die im schlimmsten Fall zum Abreißen des Drahtes führen kann.
- Aus der USA.-Patentschrift 2 298 862 ist weiterhin eine dynamoelektrische Maschine bekanntgeworden, bei der isolierte, massive elektrische Leiter von der Querschnittsform der üblichen Nutenverschlußkeile zugleich -als Nutenverschlußkeile und als Anschlußelemente für die Kollektorlamellen dienen. Die eigentlichen Leiterenden der Wicklung sind dabei an der dem Kollektor abgewandten Stirnseite des Ankerkerns mit den Massivleitern verbunden. Diese Ausführung erscheint für eine rationelle Serienfertigung insofern als unzweckmäßig, als über die eigentliche Wicklung hinaus zusätzliche Verbindungselemente in Form derartiger Massivleiter benötigt werden, die außerdem mit einer Isolation versehen werden müssen und für jeden Lamellenanschluß zwei Verbindungsstellen, beispielsweise Lötstellen, erfordern.
- Schließlich ist aus der USA.-Patentschrift 1345 370 eine dynamoelektrische Maschine bekanntgeworden, bei der in die Nuten des Ständers ein metallischer Keil eingeschlagen wird, der die Ständerwicklung in den Nuten zusammenpreßt und während des Tränkvorganges und bis zum Aushärten des Lackes die Wicklung in dieser verdichteten Lage hält, worauf der Keil wieder herausgezogen wird. Um eine Handhabe zum Herausziehen des Keils zu schaffen, ist dieser an einem Ende abgewinkelt bzw. gelocht. Mit der Festlegung von Leiterenden hat diese Ausbildung des Keils nichts zu tun.
- Zur Vermeidung der bei den Ausführungen bestehenden Nachteile wird durch die Erfindung eine Lösung vorgeschlagen, die die Halteschnur sowie den erhöhten Arbeitsaufwand und die durch das bisherige Verfahren bedingte Gefahrenquelle vermeidet. Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß die Nutenverschlußkeile an ihrem dem Kollektor zugekehrten Ende mit zum Einhängen der Leiterenden dienenden, an sich bekannten Ösen oder Haken versehen sind. Da Nutenverschlußkeile ohnehin erforderlich sind und sich bei einer speziellen Ausgestaltung gemäß der Erfindung gegenüber der bisherigen Ausführung praktisch nicht verteuern, so kommen die gesamten bisher anfallenden Kosten zur Fixierung der Leiterenden in Wegfall, denn die Leiterenden werden bei der vorgeschlagenen Ausführung lediglich in die Öse oder den Haken des in der bisher bekannten Weise in die Nut einzuschiebenden Verschlußkeils eingehängt. Damit ist gleichzeitig das Leiterende fixiert. Die Nutenverschlußkeile können aus den bisher üblichen Materialien bestehen, sie können grundsätzlich aus Metall oder aus Kunststoff, als Stanz-, Spritz- oder Preßteile hergestellt sein.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in F i g. 4 bis 8 der Zeichnung wiedergegeben. Wie aus F i g. 4 hervorgeht, sind die an dem kollektorseitigen Ende eines Ankers herausragenden Leiterenden 2 in die Haken 6 von Nutenverschlußkeilen 5 eingehängt. Eine mögliche Ausführungsform derartiger Nutenverschlußkeile ist in F i g. 5 in Draufsicht und in F i g. 6 in Seitenansicht wiedergegeben. Hieraus geht auch hervor, daß die an den Verschlußkeilen 5 befindlichen Haken 6 sowohl in ihrer Breite als auch in ihrer Dicke die Abmessungen der Verschlußkeile 5 überschreiten. Dies kann aus Festigkeitsgründen erforderlich sein. Schließlich ist in F i g. 7 noch in einer vergrößerten teilweisen Draufsicht und in F i g. 8 in einem ebenfalls vergrößerten teilweisen Längsschnitt durch den Anker zu erkennen, wie die Leiterenden 2 in die Haken 6 der in den Nuten des Ankers befindlichen Verschlußkeile 5 eingehängt sind.
Claims (3)
- Patentansprüche: 1. Anordnung zur Festlegung von Leiterenden der Wicklung eines mit einem Kollektor versehenen Läufers einer elektrischen Maschine mit Nutenverschlußkeilen durch an den Stirnseiten des Blechpakets angeordnete Haltemittel, d a -durch gekennzeichnet, daß die Nutenverschlußkeile (5) an ihrem dem Kollektor zugekehrten Ende mit zum Einhängen der Leiterenden (2) dienenden, an sich bekannten äsen oder Haken (6) versehen sind.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nutenverschlußkeile an dem die Ösen oder Haken aufweisenden Ende verbreitert und/oder verdickt sind.
- 3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Nutenverschlußkeile aus Kunststoff bestehen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1089 055; britische Patentschrift Nr. 480 840; USA.-Patentschriften Nr. 2 298 862, 1345 370.
Priority Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE1273672B (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1345370A (en) * | 1919-03-19 | 1920-07-06 | Marathon Electric & Mfg Co | Dynamo-electric machine |
| GB480840A (en) * | 1936-05-23 | 1938-03-01 | Black & Decker Mfg Co | Improvements in or relating to armatures of dynamo-electric machines |
| US2298862A (en) * | 1941-08-12 | 1942-10-13 | Gen Electric | Dynamoelectric machine construction |
| DE1089055B (de) * | 1957-11-11 | 1960-09-15 | Electrolux Ab | Anordnung und Verfahren zur Festlegung der Spulenenden eines mit einem Stromwender versehenen Laeufers einer elektrischen Maschine |
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1965
- 1965-07-08 DE DE1965L0051075 patent/DE1273672B/de active Pending
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