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Verpackungsschüssel für Bananen Die Erfindung bezieht sich auf eine
Bananenverpackungsschüssel. Es sind stapelbare, offene Verpackungsschüsseln für
Obst, Fische u. dgl. bekannt, die aus einer den Umrissen des zu verpackenden Gutes
mehr oder weniger angepaßten Unterlage bestehen, wobei nach Füllung der Schüssel
eine Folie über Unterlage und Inhalt gezogen wird.
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Speziell für die Verpackung von Bananen tritt die Schwierigkeit auf,
daß die Bündel zusammen an einem Stiel hängender Bananen, die sogenannten Hände,
unsymmetrische Umrisse zeigen.
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Die handförmigen Bananeneinheiten wachsen gewöhnlich so, daß jeweils
in einer Reihe zwei Bananen vorhanden sind, die sich an einen gewöhnlich halbrunden
Schaftabschnitt anschließen. Außerdem zeigen die handförmigen Bananeneinheiten oder
kleineren Bananengruppen, bei denen mehrere Bananen noch mit einem Teil des Schaftes
oder Stiels verbunden sind, eine unterschiedliche Krümmung, die sich jeweils nach
der Lage richtet, in welcher die Bananen innerhalb des Bündels gewachsen sind.
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Die Richtung, in welcher der Schaft oder Stiel einer handförmigen
Bananeneinheit angeordnet werden muß, wird durch die Seite bestimmt, auf welcher
die handförmige Einheit innerhalb einer größeren Einheit gewachsen ist, denn es
kommen sowohl »rechtshändige« als auch »linkshändige« Bananeneinheiten vor.
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Wegen der unterschiedlichen Größe der Bananen und wegen der Art ihres
Wachstums ist es bis jetzt nicht möglich, Bananen auf gefällige Weise zur Schau
zu stellen und ihren Vertrieb zu rationalisieren. Gewöhnlich werden die Bananen
auf einem Ladentisch ungeordnet aufgehäuft, und die Kunden suchen sich häufig die
ihnen gefallenden Bananen selbst heraus, wobei Beschädigungen der Ware eintreten,
die zu Verlusten führen.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine einheitliche Verpackung zu schaffen,
in die Bananenhände verschiedener Größe, Orientierung und Krümmung fest und gefällig
verpackt werden können.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine stapelbare, formstabile,
offene, umhüllbare Bananenverpackungsschüssel mit einem langgestreckten Aufnahmekörper
mit ebenem Boden gelöst, die dadurch gekennzeichnet ist, daß der Boden die Form
des mittleren, an den beiden Enden von geraden Rändern begrenzten Teils eine Sichel
aufweist und eine Rückwand und eine Vorderwand besitzt, die sich vom Boden aus nach
einer konkaven Krümmung senkrecht nach oben erstrecken und die über ihre ganze Länge
der Form des Bodens entsprechend gekrümmt sind, wobei ihre Enden in die Ränder des
Bodens übergehen.
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Die erfindungsgemäße B ananenverpackungsschüssel ist außerordentlich
maß stabil, nimmt sowohl linkshändige als auch rechtshändige Bananeneinheiten auf,
läßt sich der unterschiedlichen Form und Größe der zu verpackenden Bananen anpassen
und ermöglicht, unterschiedliche Mengen oder Gewichte von Bananen zu verpacken,
wobei auch eine automatische Herstellung von mit Bananen gefüllten Packungen möglich
ist.
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Die handförmigen Bananeneinheiten können auf der Seite liegend verpackt
werden, so daß sie ohne Schwierigkeit sowohl auf der konvexen Außenseite als auch
auf der konkaven Innenseite betrachtet und geprüft werden können, ohne daß sie zur
Beurteilung der Qualität betastet werden müssen.
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Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung werden zwei Bananenschüsseln,
die zwei handförmige Bananeneinheiten aufnehmen können, spiegelbildlich durch einen
Steg an den Vorderwänden miteinander verbunden.
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Die Erfindung wird im folgenden an Hand schematischer Zeichnungen
an mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert.
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Fig. 1 ist eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen
Bananenschüssel als Bestandteil einer eine Bananeneinheit enthaltenden Packung;
F i g. 2 zeigt die Packung nach F i g. 1 im Grundriß; F i g. 3 ist ein Schnitt längs
der Linie 3-3 in Fig. 2; F i g. 4 ist ein Schnitt längs der Linie 4-4 in Fig. 2;
F i g. 5 zeigt im Grundriß eine weitere Ausbildungsform einer erfindungsgemäßen
B ananenschüssel zum Verpacken von zwei handförmigen Bananeneinheiten; F i g. 6
ist eine Stirnansicht der Schüssel nach F i g. 5 und zeigt deren in F i g. 5 erscheinenden
unteren Rand; Fig. 7 zeigt die Schüssel nach Fig. 5 und 6 bei Betrachtung derselben
von der linken Seite aus; F i g. 8 ist ein Schnitt längs der Linie 8-8 in Fig. 5;
F i g. 9 zeigt in einem Schnitt längs der Linie 9-9 in Fig.5 mehrere miteinander
verschachtelte, teilweise nur durch strichpunktierte Linien angedeutete Bananenschüsseln.
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Gemäß den Zeichnungen umfaßt die insgesamt mit 10 bezeichnete Bananenpackung
eine Verpackungsschüssel 12, eine handförmige Bananeneinheit 14 und eine Umhüllung
16.
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Die Verpackungsschüssell2 wird aus einem beliebigen geeigneten Material
geformt und umfaßt einen langgestreckten Hauptabschnitt 17 mit einem im wesentlichen
ebenen halbmondförmigen Boden 18, der z. B. an seinen Rändern mit konkaven bzw.
konvexen Seitenwänden versehen ist. Die Schüssel 12 ist an beiden Enden offen, d.h.,
der Boden 18 hat an seinen Enden20 und 22 im wesentlichen lückenlose Kanten, die
im wesentlichen in der Oberseite des Bodens 18 liegen, so daß die Enden der verpackten
Bananen gegebenenfalls über die Enden der Schüssel hinausragen können.
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Der Boden 18 der Schüssel ist an gegenüber seinen Enden nach innen
versetzten Punkten mit etwas nach oben geneigten Endabschnitten 24 und 26 versehen,
die gemäß F i g. 4 in L-förmige, Lippen bildende Abschnitte 28 und 30 übergehen,
so daß zwischen miteinander verschachtelten Schüsseln Spalte vorhanden sind, die
das Trennen der Schüsseln mit Hilfe mechanischer Mittel ermöglichen.
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Die L-förmigen Lippen 28 und 30 dienen dazu, die verpackten Bananen
nahe ihren Enden abzustützen; diese Formgebung wird gewählt, weil die Bananen an
diesen Punkten gewöhnlich nach oben gekrümmt sind. Außerdem verleihen die L-förmigen
Lippenabschnitte den relativ flachen freiliegenden Enden der Schüssel die erforderliche
Starrheit.
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In F i g. 5 bis 9 ist eine Ausbildungsform der Erfindung dargestellt,
die im Vergleich zu der soeben beschriebenen das doppelte Fassungsvermögen besitzt;
gemäß F i g. 5 bis 9 sind zwei der Verpackungsschüsseln 12 einander gegenüber angeordnet
und miteinander verbunden. Aus F i g. 6 bis 9 sind somit auch Einzelheiten der Verpackungsschüssel
12 nach F i g. 1 bis 4 ersichtlich.
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Die Schüssel 12 umfaßt eine senkrechte Rückwand 34, die sich an den
Bonden 18 anschließt und mit
einer konkaven Krümmung bei 36 in den Boden übergeht;
betrachtet man die Schüssel z. B. gemäß F i g. 2 von oben, ist diese Wand konkav
gekrümmt.
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Die Enden der Wand 34 verlaufen nach unten und gehen in die Ränder
20 und 22 an den Enden der Schüssel über.
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Von dem Hauptabschnitt 17 aus erstreckt sich senkrecht nach oben
eine Vorderwand 38, die in die Bodenfläche übergeht und räumlich, d. h. teilweise
konkav und teilweise konvex, gekrümmt ist; die Vorderwand 38 erstreckt sich zunächst
senkrecht von oben nach unten und geht dann gemäß F i g. 3 bei 40 mit einer konkaven
Krümmung in die Bodenfläche 18 über; gemäß F i g. 2 ist die Vorderwand 38 im Grundriß
konvex gekrümmt. Die Enden der inneren oder vorderen Wand 38 erstrecken sich gemäß
F i g. 1 bis zu Punkten, die gegenüber den Rändern 20 und 22 nach innen versetzt
sind, und bilden Füße 42 und 44, die vor dem mittleren Teil der Vorderwand 38 liegen.
Die konkave Innenfläche der Wand 38 bildet praktisch einen Keil, der eine Stützfläche
darbietet, an welcher sich die innere Fläche der handförmigen Bananeneinheit 14
abstützen kann.
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Aus der Zeichnung ist ersichtlich, daß die innere bzw. vordere Wand
an beiden Enden abgeschrägt ist bzw. sich verjüngt. Es ist möglich, die handförmige
Bananeneinheit auf der Schüssel entweder in der Nähe der durch die innere Wand gebildeten
Keilfiäche oder in einem Abstand von ihr anzuordnen; hierbei ist es möglich, den
Stielabschnitt der Bananeneinheit höher oder tiefer anzuordnen, um eine stabile
Packung zu erzeugen.
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Dies geht ohne weiteres aus der Tatsache hervor, daß kleinere Bananen
gewöhnlich stärker gekrümmt sind und auf der Keilfläche in einer höheren Lage unterstützt
werden müssen als größere Bananen, die eine geringere Krümmung aufweisen und bei
denen der Stielabschnitt länger ist als bei kleineren Bananen.
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Gemäß F i g. 1 und 3 wächst die handförmige Bananeneinheitl4 gewöhnlich
so, daß jeweils zwei Bananen in einer Reihe liegen; je nachdem, an welchem Ende
einer größeren Bananeneinheit die kleinere handförmige Einheit ursprünglich gewachsen
ist, zeigt es sich, daß die Bananeneinheit die größte Stabilität erhält, wenn man
den Stielabschnitt auf der Schüssel 12 in einer bestimmten Weise anordnet. Wie schon
erwähnt, hat es sich gezeigt, daß die handförmigen Bananeneinheiten praktisch rechts-
oder linkshändig sind; außerdem haben diejenigen handförmigen Einheiten, welche
in geringerer Entfernung vom Ende einer größeren Einheit gewachsen sind, einen größeren
Radius als die in der Mitte einer solchen größeren Gruppe gewachsenen Bananen.
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Bei einer erfindungsgemäßen Packung befindet sich der größte Teil
des Gewichts der verpackten handförmigen Bananeneinheit hinter der Mitte der Vorderwand
38, und die Stützfüße 42 und 44 liegen vor der Vorderwand. Die Stützfüße bilden
zwei Unterstützungen oder Tragflächen, die vor dem Mittelpunkt der Wand38, d. h.
vor der am stärksten konzentrierten Last, liegen, so daß sie der fertigen Packung
eine sehr große Stabilität verleihen.
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Die Umhüllung 16 umfaßt bei der bevorzugten Ausbildungsform einen
mittels Wärme schrumpfbaren Film, der die freiliegende Fläche der handförmigen
Bananeneinheit
14 und die Unterseite der Verpackungsschüssel 12 umschließt. Zwar ist bei der bevorzugten
Ausbildungsform ein mittels Wärme schrumpfbarer Film vorgesehen, doch sei bemerkt,
daß man auch andere Umhüllungsmittel verwenden kann, z. B. elastische Bänder, nicht
schrumpffähige durchsichtige Filme usw.
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Die erfindungsgemäße Verpackung ermöglicht es, die Zahl der zu verpackenden
Bananen weitgehend zu variieren, und außerdem können auch lose Bananen verpackt
werden. Ferner ermöglicht es die Verpackungsschüssel dem Kunden, die Bananen genau
zu prüfen, ohne daß an der Verpackung Veränderungen vorgenommen werden. Gemäß der
Erfindung bilden die verpackten Bananen somit eine relativ dauerhafte Verkaufseinheit,
und das Betasten der Ware durch Kunden wird weitgehend eingeschränkt, so daß die
Bananen keine Druckstellen erhalten.
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In F i g. 5 bis 9 ist die dort gezeigte doppelte Verpackungsschüssel
insgesamt mit 100 bezeichnet; sie umfaßt einander gegenüber liegende Schüsselteile
12 und 12'. Jeder dieser Schüsselteile umfaßt eine Rückwand 34 bzw. 34', eine im
wesentlichen ebene Bodenfläche 18 bzw. 18' und eine Vorderwand 38 bzw. 38'; diese
Teile der Schüsseln sind im wesentlichen ebenso ausgebildet wie die entsprechenden
Teile der einfachen Schüssel nach F i g. 1 bis 4. Die Vorderwände 38 und 38' sind
durch einen aus dem Material der Schüsselteile geformten Steg 46 miteinander verbunden,
um der Doppelschüssel 12, 12' die erforderliche Festigkeit zu verleihen. Bei der
Herstellung der Einzelschüsseln 12 und 12' kann man den Steg 46 fortlassen, und
bei der Herstellung einer Doppelschüssel nach F i g. 5 kann man zwischen den Schüsselteilen
eine Bruchlinie vorsehen, längs derer die Hälften voneinander getrennt werden können.
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Es sei bemerkt, daß die Flächen oder Ränder an den Enden der Schüsselteile,
d. h. die Flächen 20, 20' und 22, 22' der Scliüsselteile 12 und 12', keine
Unterbrechungen
aufweisen, so daß die Enden der handförmigen Bananeneinheiten über die Enden der
Schüsselteile hinausragen können.
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Die Schüsseln nach Fig. 1 bis 4 sowie diejenigen nach F i g. 5 bis
9 lassen sich leicht in der aus F i g. 9 ersichtlichen Weise miteinander verschachteln.