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Fernsteuerbare Stelleinrichtung für die Fördermenge der hydrostatischen
Pumpe eines hydrostatischen Gewinnungsmaschinen- und/oder Fördererantriebs Die Erfindung
betrifft eine fernsteuerbare Stelleinrichtung für die Fördermenge der hydrostatischen
Pumpe eines hydrostatischen Gewinnungsmaschinen-und/oder Fördererantriebs, mit Betätigung
durch auf Steuerzylinder gegebene hydraulische Impulse in Verbindung mit einem vor-
und rückwärts steuerbaren Stufenschaltwerk, beispielsweise einem Klinkenschaltwerk.
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Es ist bekannt, einen dem Antrieb eines Strebförderers zugeordneten
Stellmotor von vorbestimmten Stellen im Streb mittels hydraulischer Impulse ein-oder
auszuschalten. Es ist zu diesem Zweck in Länge des Strebs eine flüssigkeitsgefüllte
Leitung verlegt, in welcher Steuerzylinder mit Steuerhebeln zur Erzeugung der notwendigen
Steuerimpulse eingegliedert sind. Eine im Bereich zwischen Ein- und Ausschaltung
liegende Regelung des Betriebszustandes einer Pumpe oder eines Motors liegt hier
nicht vor und ist mit den vorgesehenen Mitteln auch nicht erreichbar (deutsche Auslegesehrift
1113 196).
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Es ist weiterhin bekannt, zur Fernbetätigung mehrerer Schieber mittels
eines Steuergliedes durch hydraulische oder elektrische Impulse verschiedene Leitungsverbindungen
herzustellen. In diesem Steuerglied ist ein durch die Impulse verstellbares Klinkenschaltwerk
vorgesehen, wobei dieses Klinkenschaltwerk die Auswahl des einzuschaltenden Ventils
ermöglicht. Das Steuergerät soll außerdem so beschaffen sein, daß es in beiden Richtungen
mit Druckmittel beaufschlagt werden kann, beispielsweise zum Antrieb eines Hydromotors
in beiden Richtungen. Ein bestimmtes Anwendungsgebiet ist nicht offenbart. Dieses
bekannte Steuergerät regelt aber lediglich im Sinn einer Ein- und Ausschaltung die
Ventile verschiedener Geräte oder Vorrichtungen (deutsche Patentschrift
1184 166).
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Bekannt ist ferner die Verwendung einer impulsgebenden Hilfssteuervorrichtung
für die Regelung abgestufter Betriebsstellungen mehrerer bei einem Strebförderer
vorgesehener hydrostatischer Antriebe (deutsche Auslegeschrift 1215 048).
Hierbei sollen die insbesondere elektrischen Steuerimpulse mit Hilfe von Magnetspulen
in bestimmter Weise in Bewegungssehritte bzw. Stufen umgesetzt werden, so daß der
dem hydrostatischen Antrieb zugeordnete Schalthebel nur langsam Schritt für Schritt
verstellt wird. Der Vorteil dieser fernsteuerbaren Schaltung besteht darin, daß
die hydrostatische Pumpe angefahren werden kann, während die Pumpenkolben im wesentlichen
in der Nullstellung verharren. Mit dem Verstellen des Schalthebels wird der Hub
der Pumpenkolben geregelt und der Förderstrom zum hydrostatischen Motor zunächst
gesteigert, später wieder verringert. Ein solcher hydrostatischer Antrieb kann daher
unter voller Belastung anfahren. Die jeweils kleinen Stellschritte sind in dem verwendeten
Stufenschaltwerk verriegelt und verhindern eine selbsttätige Veränderung der Stellung
des Schalthebels. Die gesamte Verstellung vollzieht sich allerdings über die kleinen
Stellschritte.
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Bei einer weiteren bekannten Vorrichtung soll eine Regelung der hydraulischen
Antriebe stetig von Null bis zu einem maximalen Wert erfolgen, und zwar durch synchrone
übertragung der Drehbewegung durch Kupplung der Antriebe mittels einer elektrischen
Welle. Unter elektrischer Welle ist eine solche Einrichtung zu verstehen, die zwei
durch mehrere Leitungen verbundene, drehstromartig ausgebildete Teile besitzt, die
je nach dem zu übertragenden Drehmoment mehr oder weniger groß sein müssen.
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Zum Stand der Technik gehören außerdem, sowohl in allgemeiner Weise
als auch bei hydraulischen Antrieben von Gewinnungsmaschinen, zur Änderung der Flüssigkeitsmenge
geeignete Steuerungen mit Steuerkolben, die gegen Rückstellfedern verschieblich
sind (deutsche Auslegeschrift 1208 266).
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei der einleitend genannten
Gattung von Gewinnungsmaschinen- und/oder Fördererantrieben mindestens der hydrostatischen
Pumpe eine Stelleinrichtung zuzuordnen, welche verschiedenartige, stark variable
Einstellungen hinsichtlich der geförderten Flüssigkeitsmenge der Pumpe sowohl in
einer Schnellschaltung als auch in einer Feineinstellung erlaubt und bei jeder Betriebsunterbrechung
dieses Antriebs die Pumpe in die Anfangsstellung zurückführt und eine Sicherheitssehaltung
bildet.
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Die für die hydrostatischen Gewinnungsmaschinen- und/oder Fördererantriebe
bestimmte Stelleinrichtung nach der Erfindung kennzeichnet
sich
dadurch, daß sie mehrere, insbesondere drei, auf ein ihnen gemeinsames Schaltglied
der Pumpe wirkende hydraulisch gesteuerte Schaltwerke besitzt, deren Steuerzylinder
einzeln oder gruppenweise - von einem Flüssigkeits-Steuerstromkreis der hydraulischen
Pumpe abhängig - beaufschlagbar sind und deren Schaltbereiche bei teilweiser
überschneidung unterschiedlich groß bemessen sind, wobei das erste Schaltwerk die
Sicherheitssperrschaltung für den Nullhub der Pumpe bildet und seine Offenstellung
von der Pumpeneinschaltung abhängig ist und daß von den beiden anderen Schaltwerken
das eine als Schnellschaltung mit einigen ausgewählten Betriebsstufen und das andere
als Feinschaltung mittels Klinkenschaltung ausgebildet ist.
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Bei dieser durch hydraulische Impulse betätigten Stelleinrichtung
kann mit verhältnismäßig kleinen Steuerzylindern eine ausreichend große Verstellkraft
erzeugt und auf das Schaltglied der Pumpe übertragen werden, so daß sich trotz der
Zylinderzahl ein räumlich kleineres Steuergerät bauen läßt als bei elektromagnetischer
Steuerung, weil leistungsfähige Magnetspulen bereits größere Abmessungen voraussetzen.
Das Wesentliche der Stelleinrichtung nach der Erfindung besteht aber darin, daß
eine Sicherheitsschaltung und eine beschleunigte Einstellung der Fördermenge der
Pumpe in einer sich nicht gegenseitig störenden Weise kombiniert sind. Es sind nämlich
mehrere Schaltwerke mit ihnen zugedachten bestimmten Funktionen vorgesehen, die
jedoch auf ein ihnen gemeinsames Schaltglied bzw. eine Steuerwelle einwirken. Diese
Schaltwerke erlauben dem Maschinisten eine Schnelleinstellung der Pumpe auf eine
gewünschte Fördermenge, die dem hydrostatischen Motor zugeführt werden soll und
auf einem Erfahrungswert basiert. Dabei entspricht die jeweilige Fördennenge der
Pumpe dann einer am Förderer oder an der Gewinnungsmaschine gewünschten maximal
erreichbaren Fahrgeschwindigkeit. Innerhalb dieses von der Fördermenge der Pumpe
begrenzten Bereiches erfolgt dann noch in an sich bekannter Weise durch Leistungsregler
die leistungsmäßige Abstimmung.
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Die in der Stelleinrichtung kombiniert angewendeten Schaltwerke ermöglichen
somit zunächst, daß bei einer Betriebsunterbrechung, beispielsweise beim Abschalten
der hydrostatischen Pumpe oder ihres elektromotorischen Antriebs, das Schaltglied
zwangsweise in die Nullstellung zurückgeführt wird, bei welcher die Pumpenkolben
keine Flüssigkeit fördern. Beim Einschalten des Pumpenantriebs läuft die Pumpe daher
leicht an. Die vorgesehene Abhängigkeit zwischen dem Betriebszustand der Pumpe und
dem ersten Schaltwerk führt dazu, daß mit dem Anlaufen der Pumpe zunächst die Sperrschaltung
aufgehoben, d. h. geöffnet, wird, damit nun die weiteren Schaltvorgänge wirksam
werden können. Die Sperrkraft in dem ersten Schaltwerk ist derart groß, daß die
den anderen Schaltwerken zugeordneten Steuerzylinder selbst im Fall der Beaufschlagung
unwirksam bleiben. Von den beiden weiteren Schaltwerken kann das eine ausschließlich
zwei oder mehrere, insbesondere drei, Schnellschaltstufen aufweisen. Diese Schnellschaltstufen
werden ausgewählt auf Grund praktischer Erfahrungen; sie legen in jeder Stufe eine
erreichbare maximale Fahrgeschwindigkeit des Förderers bzw. der Gewinnungsmaschine,
insbesondere des Kohlenhobels, fest. So kann sowohl beim Förderer als auch beim
Kohlenhobel durch einen hydraulischen Impuls sofort die Einstellung auf größte Fahrgeschwindigkeit
erfolgen. Ein anderer Impuls begrenzt die Fördermenge der Pumpe auf eine kleinere
Höchstgeschwindigkeit des Förderers oder Hobels. Die dritte Mög-
lichkeit
bestimmt die kleinste Fördermenge der Pumpe der drei Stufen. Nun kann es sich aber
trotzdem noch als notwendig erweisen, Zwischenregelungen vorzunehmen. Diesem Zweck
dient das dritte Schaltwerk, das als Stufen- oder Klinkenschaltwerk ausgebildet
ist. Es kann mithin schnell geschaltet und trotzdem im Bedarfsfall auch noch eine
Feineinstellung durchgeführt werden.
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Bei der Stelleinrichtung nach der Erfindung kann eine weitere Verbesserung
dadurch erzielt werden, daß die Steuerzylinder des die Sicherheitssperrschaltung
bildenden ersten Schaltwerkes direkt an den Flüssigkeits-Steuerstromkreis der Pumpe
angeschlossen und die Steuerkolben in an sich bekannter Weise gegen die Wirkung
von Rückstellfedern vom Druck der Steurflüssigkeit in die Offenstellung bewegbar
sind. Bei den hydrostatischen Pumpen ist eine kleine Hilfspumpe vorgesehen, die
sofort bei der Einschaltung der Pumpe einen Steuerkreis mit Druckflüssigkeit versorgt.
Die hydrostatische Pumpe hat mithin zwei Flüssigkeits-Stromkreise, und zwar einen
Steuerkreis und einen Arbeitskreis. Der Steuerkreis arbeitet mit konstanter Flüssigkeitsmenge
und einem gleichbleibenden Druck, während der Arbeitskreis hinsichtlich der Fördermenge
variiert. Weil der Steuerkreis vom Betriebszustand der Pumpe abhängig ist, wird
in einfacher Weise erreicht, daß die Sicherheitssperrschaltung heil Ausfallen des
Druckes der Steuerflüssigkeit das Schaltglied der Pumpe und damit die Pumpenkolben
in die Nullstellung zwingt. Damit muß die Pumpe bei Nullstellung ihrer Kolben anfahren.
Da sich die Stelleinrichtung bei der hydrostatischen Pumpe befindet, ist der direkte
Anschluß der Steuerzylinder der Sicherheitssperrschaltung an den Steuerkreis der
Pumpe besonders einfach. Die Stelleinrichtung wird derart ausgebildet, daß sie bei
zwei vorgesehenen Förderrichtungen der Pumpe in gleicher Weise regelbar ist. Die
zwei gegeneinander wechselbaren Förderrichtungen der Pumpe sind besonders für hydrostatische
Hobelantriebe erforderlich, bei denen die Fahrtrichtung wechselt. Auch bei den hydrostatischen
Motoren für Strebförderer ist in vielen Fällen ein Wechsel der Antriebsrichtung
vorgesehen. Diesen beiden Einstellrichtungen wird gemäß der Erfindung dadurch Rechnung
getragen, daß bei der Sicherheitssperrschaltung der auf das Schaltglied der Pumpe
wirkende Steuerhebel zwischen zwei gleichzeitig und gegenläufig beaufschlagten Steuerzylindem
angeordnet ist, wobei die Belastung beider Steuerzylinder in Richtung der Nullstellung
des Schaltgliedes mittels Federelemente erfolgt.
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In besonderer baulicher Ausbildung wird gemäß der Erfindung das für
die Schnellschaltung bestimmte Schaltwerk mit zwei oder mehreren, insbesondere drei,
Steuerzylindern mit unterschiedlichem Hub ausgerüstet. Dabei dient ein Steuerzylinder
für die Einstellung der maximalen Fördermenge der Pumpe, ein zweiter Steuerzylinder
für die Einstellung einer bereits kleineren Fördermenge und ein dritter Steuerzylinder
für die Einstellung der kleinsten benötigten Fördermenge. Bei diesem Schnellschaltwerk
ergibt
sich eine einfache Ausführung, wenn der den größten Hub besitzende
Steuerzylinder mit dem Schaltglied der Pumpe ständig getrieblich gekuppelt ist,
während die beiden kleineren Steuerzylinder als Rückstellzylinder ausgebildet sind,
die den Hub des größten Stellzylinders verkürzen. In diesem Fall ist es weiterhin
zweckmäßig, wenn den beiden kleineren Steuerzylindern ein gemeinsames, gegen eine
Rückstellfeder verschiebbares Druckgestänge zugeordnet ist, das mit gleich lang
bemessenen Schubstangen an einem mit dem größten Steuerzylinder verbundenen doppelarmigen
Steuerhebel ober- oder unterhalb des Schwenkgelenkes abstützbar ist. Diese gewissermaßen
einseitig zum Steuerhebel getroffene Anordnung der Zylinder erlaubt die notwendigen
Hebelbewegungen zur Erzielung beider Förderrichtungen der Pumpe.
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Eine weitere Ausführungsform für die Ausbildung des Schnellschaltwerkes
kennzeichnet sich dadurch, daß ein aus zwei rechtwinkelig zueinander angeordneten
Steuerzylindern bestehendes Zylinderpaar verwendet wird, von welchem ein Zylinder
quer zum Steuerhebel gerichtet ist und an diesen längsverschieblich angreift und
daß der zweite Zylinder etwa gleichgerichtet zur Nullstellung des Steuerhebels angeordnet
ist und dabei ein Stellelement bildet, mit dem der erste Steuerzylinder quer zu
sich selbst verschiebbar ist. Auf diese Weise wird ein einfaches Schaltwerk mit
zwei Schaltstufen für beide Förderrichtungen erzielt. Bei dieser Bauart kann der
als Stellelement vorgesehene Zylinder an einer Führungsstange längsverschieblich
zwischen Anschlägen geführt sein, die zur Änderung des Zylinderhubes verstellbar
sind. Diese Änderung der Stellung der Anschläge erfolgt bei der Montage der Anlage.
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In den meisten Fällen wird es genügen, die Stelleinrichtung unmittelbar
bei dem insbesondere in der Strecke stehenden Pumpenaggregat vorzusehen. Dabei kann
im Bereich der Strebausmündung oder unmittelbar daneben ein Steuerpult vorgesehen
werden, von welchem durch bekannte Fernsteuermittel, beispielsweise auf elektrischem
Wege, die am Pumpenaggregat vorgesehene Stelleinrichtung betätigt wird. Vom Steuerpult
erfolgt gewissermaßen über Einrichtungen zur Vorwahl oder Auswahl ein Auslösen hydraulischer
Impulsgeber, die bei Ausnutzung des Steuerkreises der von der Pumpe umgewälzten
Druck-. flüssigkeit unmittelbar am Pumpenaggregat vorgesehen sind. Es können auf
diese Weise vom Steuerpult sämtliche selbst in großem Abstand voneinander sich befindenden
hydrostatischen Antriebe synchron gesteuert werden.
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Es ist ferner möglich, eine weitere Stelleinrichtung unmittelbar den
an den Antriebsstationen des Strebförderers vorgesehenen hydrostatischen Motoren
zuzuordnen und diese Stelleinrichtung auch mit mehreren Schaltwerken auszurüsten,
so daß diese Motoren ebenfalls aus der Nullstellung heraus sowohl in größeren
Stufen schnellschaltbar als auch dann noch feinregelbar sind.
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In der Zeichnung ist die Stelleinrichtung für hydrostatische Gewinnungsmaschinen-
und/oder Fördererantriebe beispielsweise veranschaulicht; F i g. 1 zeigt
das Zusammenwirken mehrerer Schaltwerke im Schema; F i g. 2 zeigt das Schaltwerk
für die Schnellschaltung in einer seiner Betriebsstellungen; F i g. 3 zeigt
eine weitere Ausführungsform des Schaltwerkes für die Schnellschaltung. In der Zeichnung
ist lediglich die Stelleinrichtung veranschaulicht, die einer hydrostatischen Pumpe
1
zugeordnet wird, jedoch auch einem hydrostatischen Motor zugeordnet werden
kann. Die hydrostatische Pumpe 1 gehört zu einem beispielsweise in der Strecke
aufgestellten Pumpenaggregat mit Flüssigkeitsbehälter, elektromotorischem Antrieb
und sonstigen Geräten. Zum hydrostatischen Antrieb gehört mindestens ein hydrostatischer
Motor, der an der Antriebsstation eines Strebförderers vorgesehen und mit der Pumpe
durch zwei Leitungen verbunden ist, wobei die Leitungen wechselweise für den Zu-
und Rücklauf der Flüssigkeit verwendet werden können. Am Antriebskopf des Förderers
kann außerdem ein hydrostatischer Motor für den Antrieb einer Gewinnungsmaschine
vorgesehen sein. Es ist weiterhin möglich, den Strebförderer an beiden Enden mit
hydrostatischen Antrieben für den Förderer und die Gewinnungsmaschine auszurüsten,
wobei es zweckmäßig ist, sämtliche Antriebe von dem in der Nähe eines Fördererendes
vorgesehenen Steuerpult einzustellen. Die Antriebe des Förderers einerseits und
die der Gewinnungsmaschine andererseits sind untereinander synchron geschaltet.
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Bei den hydrostatischen Pumpen und Motoren handelt es sich im vorliegenden
Fall um solche mit radial oder axial angeordneten Kolben, deren Hub regelbar ist.
Von einen hebelartigen Schaltglied läßt sich über nicht dargestellte, an sich bekannte
Elemente der Hub sämtlicher Kolben zwischen Null und einem Maximum und auch die
Strömungsrichtung der von der Pumpe geförderten Flüssigkeit einstellen. Von der
Pumpe führen die Leitungen 3 und 4 zu dem nicht dargestellten hydrostatischen
Motor. Die Leitungen 3
und 4 liegen im Arbeitskreis der von der Pumpe
1 geförderten Flüssigkeit. Es ist ein zweiter Kreis vorgesehen, der von der
Pumpe über eine kleine Hilfspumpe im Druck konstant bleibende Flüssigkeit einem
Steuerkreis zuführt, von welcher die Leitung 5
abzweigt.
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Zur Einstellung der Fördermenge der hydrostatischen Pumpe
1 dient die im Prinzip in F i g. 1 veranschaulichte Stelleinrichtung,
welche die SchaltwerkeA, B und C besitzt. Die Schaltwerke besitzen die Steuerzylinder
6, 6', 7, 8, 9 und 10. Die drei Schaltwerke wirken gemeinsam auf die
Schaltwelle 11
und von dieser aus über einen Steuerhebel 12, die Stange
13 auf das an der Pumpe befindliche Schaltglied 2 bzw. einen entsprechenden
Schalthebel. Sämtliche Steuerzylinder 6 bis 10 sind einzeln oder gruppenweise
an die Steuerflüssigkeit anschließbar. Die Zylinder 7, 8, 9 und
10 erhalten jeweils einen hydraulischen Steuerimpuls, der von dem nicht dargestellten
Steuerpult aus gegeben werden kann, z. B. über mit Schwachstrom belastete elektrische
Steuerleitungen, die auf hydraulische Impulsgeber einwirken.
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Von den in F i g. 1 dargestellten drei Schaltwerken bildet
das erste Schaltwerk A eine Sicherheitssperrschaltung für den Nullhub der
Pumpe 1. Dieses Schaltwerk A besitzt die beiden Steuerzylinder
6, 6',
in welchen die Kolben 14 gegen die Wirkung von Federn 15 verschieblich
gelagert sind. Die Kolbenstangen sind gegeneinander gerichtet und halten zwischen
sich einen auf der Welle 11 sitzenden Hebel 16. Die Federn
15 sind derart stark bemessen, daß von den zugeordneten Schaltwerken B und
C
keine Verstellkraft auf das Schaltglied 2 der Pumpe übertragen werden kann,
solange die Pumpe über den
ihr zugeordneten elektromotorischen Antrieb
noch nicht in die Betriebsstellung geschaltet ist. Sobald die Pumpe eingeschaltet
wird, wird erst in der Steuerleitun- 5 der Steuerkreis aufgebaut. Der Hebel
16
hält über die weiteren Steuerelemente 11, 12, 13
und 2 die
Pumpenkolben in der Nullstellung, wo im Arbeitskreis, und zwar in den Leitungen
3 und 4, noch keine Flüssigkeit gefördert wird. Die anlaufende Pumpe bewirkt
über den Steuerkreis eine Beaufschlagung der Steuerzylinder 6, 6'. Die Sicherheitssperrschaltung
wird geöffnet, so daß sich nun alle weiteren Steuerungsvorgänge erst nach dem Anlaufen
der Pumpe vollziehen können.
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Jeweils entsprechend der beim hydrostatischen Motor des Förderer-
oder des Gewinnungsmaschinenantriebs benötigten Fördermenge kann nun in einer Schnellschaltung
das Schaltwerk B betätigt werden. Dieses Schaltwerk B besitzt drei Zylinder
8,
9 und 10, die einen unterschiedlichen Hub haben. Der größte
Zylinder 8 ist mit seiner Kolbenstange an dem Steuerhebel 12 gelenkig befestigt.
Bei Beaufschlagung des Steuerzylinders, und zwar rechts- oder linksseitig, erfolgt
eine entsprechende Verschwenkung des Schaltgliedes der Pumpe 2. Dem Hub des Kolben
des Steuerzylinders 8 entspricht die größte Fördennenge der Pumpe
1. Soll der Förderer oder die Gewinnungsmaschine mit einer kleinsten Geschwindigkeit
gefahren werden und diese nicht, auf keinen Fall nennenswert überschreiten, dann
wird der zweite Zy-
linder 9 auf der entsprechenden Kolbenseite beaufschlagt
und dadurch der Hub des größeren Steuerzylinders 8 verkürzt. Das Schaltglied
2 der Pum pe wird um ein entsprechendes Maß zurückgestellt und damit die Fördermenge
der Pumpe verringerL Empfiehlt sich für den jeweiligen Betrieb des Förderers oder
der Gewinnungsmaschine eine beispielsweise im Mittelbereich der beiden anderen Stufen
liegende Geschwindigkeit, dann wird der Zylinder 10 auf der entsprechenden
Kolbenseite belastet, wobei ebenfalls der Hub des größten Zylinders 8 um
ein entsprechendes Maß zurückgestellt wird. Die Geschwindigkeitsstufen und die zugehörigen
Fördermengen der Pumpe 1 entsprechen Erfahrungswerten. Bei dieser Schnellschaltun-
erfolgt die Einstellung der gewünschten Fördermenge stets bei bereits angefahrener
Pumpe aus der Nullstellung heraus, was sich schonend für die Gesamtanlage auswirkt.
Die Steuerzylinder legen aber in jeder Stufe die obere Grenze der Fördermenge fest.
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Während die Kolbenstange vom Steuerzylinder 8
an dem Steuerhebel
12 gelenkig befestigt ist, wird zwischen den Zylindern 9 und 10 ein
Druckgestänge 17 angeordnet, das zwei Schubstangen 18 besitzt und
gegen eine Rückstellfeder verschiebbar ist. Die beiden Schubstangen 18 liegen
in gleichem Abstand vorn Gelenk des Hebels 12 und greifen daher an letzteren entweder
oberhalb oder unterhalb des Gelenkes an. Es genügt hierbei die einseitige Anordnung
der Steuerzylinder für die Rückstellung des Steuerhebels aus beiden Schwenkrichtungen.
Die Funktion der Zylinder 8, 9 und 10 ist in F i g. 2 veranschaulicht,
und zwar erfolgt die Rückstellung des Steuerhebels und des Kolbens im Steuerzylinder
8 durch den im Steuerzylinder 10 geführten Kolben.
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In manchen Fällen kann es notwendig sein, noch eine Feinregelung durchzuführen.
Diesem Zweck dient das Schaltwerk C. Der in dem Steuerzylinder
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geführte Kolben bewegt bei seiner vorder- oder rückseitigen Beaufschlagung
die Kulisse 19, wobei die Sperrklinken 20 in die Zähne des Klinkenrades 21
eingreifen und dieses Rad um eine Zahnteilung drehen. Die Drehbewegung wird auf
die Welle und damit über die weiteren Steuerelemente auf das Schaltglied 2 der Pumpe
1 übertragen. Die Drehbewegung kann rechts oder links herum erfolgen, so
daß eine Vergrößerung oder Verkleinerung der Fördermenge einstellbar ist.
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Im Fall des Aussehaltens des gesamten hydrostatischen Antriebs oder
einer Betriebsunterbrechung, die das Abschalten der Pumpe 1 zur Folge hat,
tritt sofort das Schaltwerk A in Tätigkeit und stellt die Pumpe
1 in die Nullstellung.
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In F i g. 3 ist eine weitere Ausführungsform des Schaltwerkes
B veranschaulicht. Dieses Schaltwerk besitzt zwei rechtwinkelig zueinander angeordnete
Zylinder 22, 23. Der Zylinder 22 ist mit seiner Kolbenstange an dem Steuerhebel
12 längsverschieblich befestigt. Der Zylinder 23 bildet ein Stellelement,
das an einer Führungsstange 24 verschieblich geführt ist. Der Hub dieses Zylinders
23 ist zwischen den Anschlägen 25 begrenzt. Durch Höhenverstellung
der Anschläge 25 auf der Führungsstange 24 kann der Hub des Zylinders
23 verkürzt werden. Es lassen sich aber auf diese Weise mindestens zwei vorbestimmte
Stellungen des Schaltgliedes 2 der Pumpe 1 einstellen, und zwar entsprechend
der Höhenlage des Zylinders 22. Der Hub dieses Zylinders 22 regelt die Förderrichtung
der Pumpe 1.
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Wie noch aus F i g. 1 bezüglich Schaltwerk C ersichtlich
ist, kann in das Gestänge des Steuerzylinders ein nachgiebiger Pufferkörper
26 eingegliedert werden, wodurch eine weiche Schaltung sichergestellt ist.
Entsprechende federnde Zwischenglieder können auch bei den Steuerzylindern der übrigen
Schaltwerke vorgesehen sein.
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In den zu den Steuerzylindem 7 bis 10 führenden Steuerleitungen
können vom Steuerpult aus durch Impulse verstellbare Schieber oder Ventile angeordnet
sein, die lediglich eine bestimmte öffnungszeit haben und dann wieder schließen.
Jeder Kolbenhub im Steuerzylinder erfordert damit nur einen mehr oder weniger langen
Impuls aus dem Steuerkreis der Steuerleitung 5 oder aus einer fremdgespeisten
Steuerleitung, Nach dem Ausführen des Steuerhubes sind die Kammern der Steuerzylinder
zu entlasten, damit die Kolben in die Mittelstellung zurückkehren können. In der
Steuerleitung 5 kann ein öldruckventil vorgesehen sein, das die Höhe des
Druckes in den Steuerzylindem 6, 6' begrenzt.